{"id":6568,"date":"2012-11-30T21:47:59","date_gmt":"2012-11-30T19:47:59","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=6568"},"modified":"2012-11-30T21:48:06","modified_gmt":"2012-11-30T19:48:06","slug":"viii-r-33-09-keine-erhoehte-absetzung-fuer-aussergewoehnliche-technische-abnutzung-fuer-rechnerisch-abgeschriebene-kraftfahrzeuge-keine-bindung-an-telefonische-auskunft-eines-sachbearbeiters-oeffentli","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/viii-r-33-09-keine-erhoehte-absetzung-fuer-aussergewoehnliche-technische-abnutzung-fuer-rechnerisch-abgeschriebene-kraftfahrzeuge-keine-bindung-an-telefonische-auskunft-eines-sachbearbeiters-oeffentli\/","title":{"rendered":"VIII&nbsp;R&nbsp;33\/09 &#8211; Keine erh&ouml;hte Absetzung f&uuml;r au&szlig;ergew&ouml;hnliche technische Abnutzung f&uuml;r rechnerisch abgeschriebene Kraftfahrzeuge &#8211; keine Bindung an telefonische Auskunft eines Sachbearbeiters &#8211; &ouml;ffentlich-rechtlicher Folgenbeseitigungsanspruch in Bezug auf eine fehlerhafte Auskunft &#8211; Rechtsweg f&uuml;r Schadensersatzanspruch wegen Amtspflichtverletzung &#8211; Mittelpunkt der beruflichen T&auml;tigkeit eines Richters"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 21.8.2012, VIII R 33\/09<\/p>\n<p class=\"titel\">Keine erh&ouml;hte Absetzung f&uuml;r au&szlig;ergew&ouml;hnliche technische Abnutzung f&uuml;r rechnerisch abgeschriebene Kraftfahrzeuge &#8211; keine Bindung an telefonische Auskunft eines Sachbearbeiters &#8211; &ouml;ffentlich-rechtlicher Folgenbeseitigungsanspruch in Bezug auf eine fehlerhafte Auskunft &#8211; Rechtsweg f&uuml;r Schadensersatzanspruch wegen Amtspflichtverletzung &#8211; Mittelpunkt der beruflichen T&auml;tigkeit eines Richters<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>1. Erleidet ein nichtselbst&auml;ndig t&auml;tiger Steuerpflichtiger mit seinem privaten PKW auf einer Fahrt zwischen Wohnung und Arbeitsst&auml;tte einen Unfall und ver&auml;u&szlig;ert er das Unfallfahrzeug in nicht repariertem Zustand, bemisst sich der als Werbungskosten abziehbare Betrag nach der Differenz zwischen dem rechnerisch ermittelten fiktiven Buchwert vor dem Unfall und dem Ver&auml;u&szlig;erungserl&ouml;s.&nbsp;&nbsp;<\/p>\n<\/p>\n<p>2. Die telefonische Auskunft einer Sachbearbeiterin l&ouml;st keine Bindungswirkung gegen&uuml;ber dem Steuerpflichtigen aus. <\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Die Beteiligten streiten &uuml;ber den Abzug von Aufwendungen f&uuml;r ein Arbeitszimmer und von Unfallkosten. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die verheirateten Kl&auml;ger und Revisionskl&auml;ger (Kl&auml;ger) wurden im Streitjahr 1999 zusammen zur Einkommensteuer veranlagt. Der Kl&auml;ger erzielte als Richter Eink&uuml;nfte aus nichtselbst&auml;ndiger Arbeit sowie als Dozent, Pr&uuml;fer und als wissenschaftlicher Autor Eink&uuml;nfte aus selbst&auml;ndiger Arbeit. Die Kl&auml;gerin erzielte als Richterin ebenfalls Eink&uuml;nfte aus nichtselbst&auml;ndiger Arbeit. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;ger sind je zur H&auml;lfte Miteigent&uuml;mer einer Doppelhaush&auml;lfte, in der der Kl&auml;ger im Streitjahr einen ca. 10&nbsp;qm gro&szlig;en Raum (ausschlie&szlig;lich) f&uuml;r seine T&auml;tigkeit als wissenschaftlicher Autor mit einem geltend gemachten Aufwand in H&ouml;he von 3.294&nbsp;DM nutzte. Auch die Kl&auml;gerin nutzte einen ca. 11&nbsp;qm gro&szlig;en Raum des Geb&auml;udes als Arbeitszimmer f&uuml;r ihre T&auml;tigkeit als Richterin. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Am 25.&nbsp;Oktober 1999 entstand an dem damaligen (erstmals im Januar 1992 zugelassenen) Kfz des Kl&auml;gers bei einem Verkehrsunfall auf der R&uuml;ckfahrt vom Gericht nach Hause erheblicher Sachschaden, dessen Reparatur etwa 10.000&nbsp;DM gekostet h&auml;tte. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger verkaufte das Kfz vier Tage sp&auml;ter in unrepariertem Zustand f&uuml;r 3.500&nbsp;DM, nachdem er zuvor am 27.&nbsp;Oktober 1999 auf seine Anfrage zur steuerlichen Behandlung von Unfallsch&auml;den von der f&uuml;r ihn zust&auml;ndigen Sachbearbeiterin des Beklagten und Revisionsbeklagten (Finanzamt &#8211;FA&#8211;) die telefonische Auskunft erhalten hatte, er k&ouml;nne als Werbungskosten bei den Eink&uuml;nften aus nichtselbst&auml;ndiger Arbeit den Differenzbetrag zwischen dem Zeitwert des Wagens vor dem Unfall (nach Angaben des Kl&auml;gers 11.500&nbsp;DM) und dem Zeitwert des Kfz nach dem Unfall geltend machen. Dies gelte auch, wenn er den Wagen nicht reparieren lie&szlig;e. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nachdem der Kl&auml;ger den Inhalt des Telefongespr&auml;chs gegen&uuml;ber dem FA mit Schreiben vom 28.&nbsp;Oktober 1999 best&auml;tigt hatte, teilte das FA mit Schreiben vom 3.&nbsp;November 1999 unter Bezugnahme auf Abschn.&nbsp;42 der Lohnsteuer-Richtlinien mit, der Kl&auml;ger k&ouml;nne f&uuml;r den Fall, dass er keine Reparatur durchf&uuml;hren lie&szlig;e, lediglich eine Absetzung f&uuml;r au&szlig;ergew&ouml;hnliche Abnutzung (AfaA) geltend machen, sofern die gew&ouml;hnliche Nutzungsdauer des Kfz noch nicht abgelaufen sei. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In ihrer Einkommensteuererkl&auml;rung f&uuml;r 1999 machten die Kl&auml;ger bei den Eink&uuml;nften des Kl&auml;gers aus selbst&auml;ndiger Arbeit von den Arbeitszimmeraufwendungen (in H&ouml;he von 3.294&nbsp;DM) 2.400&nbsp;DM als Betriebsausgaben sowie bei dessen Eink&uuml;nften aus nichtselbst&auml;ndiger Arbeit als Werbungskosten den Wertverlust des KfZ aufgrund des Unfalls in H&ouml;he von 8.000&nbsp;DM (als Differenz zwischen dem Zeitwert des Kfz vor und nach dem Unfall) geltend. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit seinem Einkommensteuerbescheid f&uuml;r 1999 vom 17.&nbsp;November 2000 ging das FA &#8211;erkl&auml;rungsgem&auml;&szlig;&#8211; davon aus, dass die Arbeitszimmeraufwendungen des Kl&auml;gers nur in H&ouml;he von 2.400&nbsp;DM zu ber&uuml;cksichtigen seien, weil das Arbeitszimmer nicht den Mittelpunkt seiner gesamten betrieblichen und beruflichen T&auml;tigkeit bilde. Zudem lie&szlig; es die Unfallkosten unber&uuml;cksichtigt. Die nicht reparierten Unfallsch&auml;den seien nur als AfaA zu ber&uuml;cksichtigen. Eine solche komme aber nicht mehr in Betracht, weil das Kfz im Unfallzeitpunkt rechnerisch bereits vollst&auml;ndig abgeschrieben gewesen sei. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit ihrem Einspruch begehrten die Kl&auml;ger den Abzug der Unfallkosten als Werbungskosten sowie der den Betrag von 2.400&nbsp;DM &uuml;bersteigenden weiteren Arbeitszimmeraufwendungen als Betriebsausgaben. Ihre Unt&auml;tigkeitsklage gegen die Nichtbescheidung des Einspruchs wies das Finanzgericht (FG) ab. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach Aufhebung der FG-Entscheidung und Zur&uuml;ckverweisung der Sache durch Urteil des Bundesfinanzhofs (BFH) vom 27.&nbsp;April 2006 IV&nbsp;R&nbsp;18\/04 (BFH\/NV 2006, 2017) wies das FA den Einspruch als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ck. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit ihrer daraufhin erhobenen Klage machten die Kl&auml;ger im Wesentlichen geltend, der uneingeschr&auml;nkte Abzug der Arbeitszimmeraufwendungen sei geboten, weil es sich nicht um ein h&auml;usliches Arbeitszimmer im Rechtssinne, sondern um eine Betriebsst&auml;tte i.S. des &sect;&nbsp;12 Satz&nbsp;1, Satz&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 der Abgabenordnung handele. Folge man dem nicht, so sei &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;6b des Einkommensteuergesetzes in der Fassung des Streitjahres 1999 (EStG) in der vorliegenden Fallkonstellation verfassungswidrig. Zum einen versto&szlig;e die Norm wegen der Vielzahl unbestimmter Rechtsbegriffe gegen den Grundsatz der Normenbestimmtheit und Normenklarheit. Des Weiteren sei sie mit dem objektiven Nettoprinzip unvereinbar. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kosten nach dem Kfz-Unfall in H&ouml;he von 8.000&nbsp;DM seien als Werbungskosten bei den Eink&uuml;nften aus nichtselbst&auml;ndiger Arbeit abziehbar. Der durch den Unfall eingetretene Wertverlust sei zumindest aufgrund der verbindlichen Auskunft des FA als Werbungskosten anzuerkennen. Verneine man die Bindung des FA an die Auskunft, m&uuml;ssten die Unfallkosten zumindest aufgrund des allgemeinen Folgenbeseitigungsanspruchs als Werbungskosten anerkannt werden. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FG wies die Klage mit seinem in Entscheidungen der Finanzgerichte 2009, 1747 ver&ouml;ffentlichten Urteil als unbegr&uuml;ndet ab. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit ihrer Revision r&uuml;gen die Kl&auml;ger aus den bereits im Einspruchsverfahren vorgetragenen Gr&uuml;nden Verletzung materiellen Rechts.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;ger beantragen, das Urteil des FG M&uuml;nchen vom 27.&nbsp;Mai 2008&nbsp;&nbsp;13&nbsp;K&nbsp;2693\/06 aufzuheben und den Einkommensteuerbescheid f&uuml;r 1999 in Gestalt der Einspruchsentscheidung vom 18.&nbsp;April 2007 dahin zu &auml;ndern, dass bei der Ermittlung der Eink&uuml;nfte des Kl&auml;gers aus nichtselbst&auml;ndiger Arbeit weitere Werbungskosten in H&ouml;he von 8.000&nbsp;DM und bei der Ermittlung seiner Eink&uuml;nfte aus selbst&auml;ndiger Arbeit weitere Betriebsausgaben in H&ouml;he von 894&nbsp;DM abgezogen werden und die Einkommensteuer entsprechend herabgesetzt wird. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt, die Revision als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckzuweisen. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Revision ist unbegr&uuml;ndet und gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;2 der Finanzgerichtsordnung (FGO) zur&uuml;ckzuweisen. Zu Recht hat das FG entschieden, dass die Kl&auml;ger weder wegen der geltend gemachten Kfz-Unfallkosten noch wegen der Aufwendungen f&uuml;r das h&auml;usliche Arbeitszimmer Anspruch auf eine Minderung der Einkommensteuer im Streitjahr haben. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Bei der Ermittlung der Eink&uuml;nfte des Kl&auml;gers aus nichtselbst&auml;ndiger Arbeit ist der Wertverlust seines PKW in H&ouml;he der Differenz zwischen den Zeitwerten vor und nach dem Unfall (nach Darstellung der Kl&auml;ger 8.000&nbsp;DM) nicht als Werbungskosten abzuziehen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Erleidet ein nichtselbst&auml;ndig t&auml;tiger Steuerpflichtiger mit seinem privaten PKW auf einer Fahrt zwischen Wohnung und Arbeitsst&auml;tte einen Unfall, so kann er den dadurch entstandenen Schaden zwar als &#8211;durch die Eink&uuml;nfteerzielung aus nichtselbst&auml;ndiger Arbeit veranlassten&#8211; Fahrtaufwand nach &sect;&nbsp;9 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 EStG abziehen (BFH-Urteil vom 28.&nbsp;Oktober 1994 VI&nbsp;R&nbsp;54\/94, BFH\/NV 1995, 668, m.w.N.). Dieser Abzug ist aber &#8211;wenn das Fahrzeug wie hier nach dem Unfall unrepariert ver&auml;u&szlig;ert wird&#8211; entgegen der Auffassung der Kl&auml;ger nicht mit der Differenz zwischen den Wiederbeschaffungswerten f&uuml;r den PKW vor und nach dem Unfall zu bemessen, sondern mit der Differenz zwischen dem rechnerischen Buchwert vor dem Unfall (Anschaffungskosten abz&uuml;glich fiktiver Absetzung f&uuml;r Abnutzung &#8211;AfA&#8211;) und dem Ver&auml;u&szlig;erungserl&ouml;s.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Dies folgt aus der Regelung in &sect;&nbsp;9 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 Nr.&nbsp;7 EStG zur Abziehbarkeit von &quot;Absetzungen f&uuml;r Abnutzung und f&uuml;r Substanzverringerung und erh&ouml;hte Absetzungen&quot; als Werbungskosten. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Vorschrift nimmt damit zum einen f&uuml;r die AfA auf &sect;&nbsp;7 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 EStG Bezug; danach ist bei Wirtschaftsg&uuml;tern, deren Verwendung oder Nutzung zur Eink&uuml;nfteerzielung sich erfahrungsgem&auml;&szlig; auf einen Zeitraum von mehr als einem Jahr &#8211;wie bei Kraftfahrzeugen&#8211; erstreckt, jeweils f&uuml;r ein Jahr (nur) der Teil der Anschaffungs- und Herstellungskosten abzusetzen, der bei gleichm&auml;&szlig;iger Verteilung dieser Kosten auf die Gesamtdauer der Verwendung oder Nutzung auf ein Jahr entf&auml;llt. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zum anderen nimmt sie durch ihren Verweis auf &quot;erh&ouml;hte Absetzungen&quot; auf die Regelung in &sect;&nbsp;7 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;6 EStG (heute &sect;&nbsp;7 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;7 EStG) zur Zul&auml;ssigkeit einer AfaA Bezug. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Diese AfaA ist aufgrund des systematischen Zusammenhangs mit der AfA-Regelung in Satz&nbsp;1 der Vorschrift nach dem Wert zu bestimmen, um den der im Jahr des Schadenseintritts vorhandene Restbuchwert des gesch&auml;digten Wirtschaftsguts durch das sch&auml;digende Ereignis gemindert wird (Nolde in Herrmann\/Heuer\/ Raupach &#8211;HHR&#8211;, &sect;&nbsp;7 EStG Rz&nbsp;259, m.w.N.). F&uuml;r ein bereits nach &sect;&nbsp;7 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 EStG abgeschriebenes Kfz &#8211;wie das im Streitfall betroffene Fahrzeug&#8211; kommt danach eine AfaA nicht mehr in Betracht (Bl&uuml;mich\/Brandis, &sect;&nbsp;7 EStG Rz&nbsp;399). <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dementsprechend ist die H&ouml;he des steuerlich absetzbaren Unfallschadens auch im Streitfall, in dem es um ein Kfz des Privatverm&ouml;gens geht, nach Ma&szlig;gabe des &sect;&nbsp;7 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;6 (heute Satz&nbsp;7) EStG mit der Differenz zwischen dem rechnerisch ermittelten fiktiven Buchwert vor dem Unfall (Anschaffungskosten abz&uuml;glich fiktiver AfA) und dem Wert des Fahrzeugs nach dem Unfall zu bemessen (BFH-Beschluss vom 9.&nbsp;Januar 2002 VI&nbsp;B&nbsp;222\/01, juris, unter Bezugnahme auf das BFH-Urteil vom 24.&nbsp;November 1994 IV&nbsp;R&nbsp;25\/94, BFHE 176, 379, BStBl II 1995, 318; HHR\/Nolde, &sect;&nbsp;7 EStG Rz&nbsp;259).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die fr&uuml;here &#8211;von den Kl&auml;gern in Bezug genommene&#8211; Rechtsprechung des BFH, wonach die Differenz zwischen Zeitwert vor und nach dem Unfall als Werbungskosten abgezogen werden konnte (BFH-Urteile vom 9.&nbsp;November 1979 VI&nbsp;R&nbsp;156\/77, BFHE 129, 143, BStBl II 1980, 71, und vom 19.&nbsp;M&auml;rz 1982 VI&nbsp;R&nbsp;25\/80, BFHE 135, 479, BStBl II 1982, 442) ist mithin durch neuere Rechtsprechung auch im Bereich der &Uuml;berschusseink&uuml;nfte &uuml;berholt (vgl. BFH-Urteil vom 30.&nbsp;Juni 1995 VI&nbsp;R&nbsp;26\/95, BFHE 178, 171, BStBl II 1995, 744, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Eine von dieser Rechtsprechung abweichende Bemessung des erlittenen Schadens nach Ma&szlig;gabe der fr&uuml;heren Rechtsprechung k&ouml;nnen die Kl&auml;ger weder aufgrund einer unzutreffenden telefonischen Auskunft der Sachbearbeiterin des FA noch aufgrund eines Folgenbeseitigungsanspruchs geltend machen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) F&uuml;r eine Bindung des FA an die telefonische Auskunft seiner Sachbearbeiterin fehlt es hier schon an der nach st&auml;ndiger Rechtsprechung erforderlichen Erteilung der Auskunft durch den zust&auml;ndigen Sachgebietsleiter oder Vorsteher des Finanzamts (BFH-Urteile vom 13.&nbsp;Dezember 1989 X&nbsp;R&nbsp;208\/87, BFHE 159, 114, BStBl II 1990, 274; vom 27.&nbsp;Oktober 1989 III&nbsp;R&nbsp;38\/88, BFH\/NV 1990, 369; vom 14.&nbsp;Juli 1992 IX&nbsp;R&nbsp;116\/88, BFH\/NV 1993, 99). Die Zust&auml;ndigkeit des handelnden Bediensteten oder der handelnden Beh&ouml;rden hat der BFH als Voraussetzung f&uuml;r die Bindungswirkung von Ausk&uuml;nften oder Zusagen auch in j&uuml;ngerer Zeit unver&auml;ndert f&uuml;r notwendig erachtet (vgl. BFH-Urteil vom 24.&nbsp;Juni 1997 VIII&nbsp;R&nbsp;74\/94, BFH\/NV 1997, 843; BFH-Beschluss vom 11.&nbsp;Februar 2011 V&nbsp;B&nbsp;83\/09, BFH\/NV 2011, 963). <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Entgegen ihrer in der m&uuml;ndlichen Verhandlung nochmals bekr&auml;ftigten Auffassung k&ouml;nnen die Kl&auml;ger den Abzug der Unfallkosten auch nicht auf einen &ouml;ffentlich-rechtlichen Folgenbeseitigungsanspruch st&uuml;tzen. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Ein solcher Folgenbeseitigungsanspruch entsteht, wenn durch hoheitlichen Eingriff in ein subjektives Recht ein noch andauernder rechtswidriger Zustand geschaffen worden ist; er ist auf die Wiederherstellung des urspr&uuml;nglichen rechtm&auml;&szlig;igen Zustands gerichtet (BFH-Beschluss vom 27.&nbsp;Februar 2007 III&nbsp;B&nbsp;158\/06, BFH\/NV 2007, 1090; Urteile des Bundesverwaltungsgerichts vom 23.&nbsp;Mai 1989&nbsp;&nbsp;7&nbsp;C&nbsp;2\/87, BVerwGE 82, 76; vom 26.&nbsp;August 1993&nbsp;&nbsp;4&nbsp;C&nbsp;24\/91, BVerwGE 94, 100; vom 15.&nbsp;Juni 2011&nbsp;&nbsp;9&nbsp;C&nbsp;4\/10, BFH\/NV 2011, 2223).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Aufgrund dieser Beschr&auml;nkung auf die Wiederherstellung des urspr&uuml;nglichen Zustands kann der &ouml;ffentlich-rechtliche Folgenbeseitigungsanspruch in Bezug auf eine &#8211;wie hier behauptet&#8211; fehlerhafte Auskunft allenfalls auf die Wiederherstellung des vor der falschen Auskunft bestehenden Zustands gerichtet sein (BFH-Beschluss in BFH\/NV 2007, 1090; zur Unanwendbarkeit des Folgenbeseitigungsanspruchs auf nur mittelbare Folgen FG Hamburg, Urteil vom 17.&nbsp;August 2004 III&nbsp;369\/02, juris; FG M&uuml;nchen, Urteil vom 27.&nbsp;April 2006&nbsp;&nbsp;5&nbsp;K&nbsp;4680\/03, juris). <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dieser Zustand w&auml;re die Stellung des Kl&auml;gers als Eigent&uuml;mer eines nach dem Unfall unreparierten Kfz mit der Gelegenheit zur Durchf&uuml;hrung der notwendigen Reparaturen. Dieser Zustand ist indessen nach Weiterver&auml;u&szlig;erung des Kfz an Dritte nicht mehr wiederherstellbar, so dass der Folgenbeseitigungsanspruch schon aus diesem Grund nicht in Betracht kommt. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Einen dar&uuml;ber hinausgehenden &quot;finanzrechtlichen Herstellungsanspruch&quot; wie im Sozialrecht gibt es im Steuerrecht nicht (BFH-Urteil vom 24.&nbsp;Februar 2010 III&nbsp;R&nbsp;82\/07, BFH\/NV 2010, 1495, unter Bezugnahme auf den BFH-Beschluss vom 31.&nbsp;Januar 2007 III&nbsp;B&nbsp;167\/06, BFH\/NV 2007, 865, m.w.N.; vgl. auch BFH-Urteil vom 1.&nbsp;Juli 2008 VII&nbsp;R&nbsp;37\/07, BFH\/NV 2008, 2062, unter II.5.). <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>33<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) In Betracht k&auml;me deshalb allenfalls ein Schadensersatzanspruch wegen einer vermeintlichen Amtspflichtverletzung (Art.&nbsp;34 des Grundgesetzes i.V.m. &sect;&nbsp;839 des B&uuml;rgerlichen Gesetzbuchs). Ein solcher Anspruch w&auml;re jedoch vor den Zivilgerichten, nicht aber vor den Finanzgerichten geltend zu machen (BFH-Beschl&uuml;sse vom 8.&nbsp;April 1987 VII&nbsp;B&nbsp;142\/86, BFH\/NV 1988, 94, m.w.N.; in BFH\/NV 2007, 1090; BFH-Urteile in BFH\/NV 2008, 2062; in BFH\/NV 2010, 1495). <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>34<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Die Arbeitszimmeraufwendungen des Kl&auml;gers sind nicht &uuml;ber den vom FA ber&uuml;cksichtigten Betrag von 2.400&nbsp;DM hinaus abziehbar.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>35<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Nach &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;6b EStG ist der Abzug von Aufwendungen f&uuml;r ein h&auml;usliches Arbeitszimmer sowie die Kosten der Ausstattung ausgeschlossen. Dies gilt nicht, wenn die betriebliche oder berufliche Nutzung des Arbeitszimmers mehr als 50 v.H. der gesamten betrieblichen und beruflichen T&auml;tigkeit betr&auml;gt oder wenn f&uuml;r die betriebliche oder berufliche T&auml;tigkeit kein anderer Arbeitsplatz zur Verf&uuml;gung steht. In diesen F&auml;llen wird die H&ouml;he der abziehbaren Aufwendungen auf 2.400&nbsp;DM begrenzt; die Beschr&auml;nkung der H&ouml;he nach gilt nur dann nicht, wenn das Arbeitszimmer den Mittelpunkt der gesamten betrieblichen und beruflichen Bet&auml;tigung bildet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>36<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Zu Recht hat das FG die Auffassung des FA best&auml;tigt, dass nach diesen Regelungen ein Abzug von Aufwendungen &uuml;ber den Betrag von 2.400&nbsp;DM hinaus nicht in Betracht kommt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>37<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;6b EStG ist nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts &#8211;BVerfG&#8211; vom 7.&nbsp;Dezember 1999&nbsp;&nbsp;2&nbsp;BvR&nbsp;301\/98 (BStBl II 2000, 162), auf das wegen der weiteren Einzelheiten verwiesen wird, verfassungsgem&auml;&szlig; und verst&ouml;&szlig;t insbesondere nicht gegen das objektive Nettoprinzip. An dieser Auffassung hat das BVerfG auch in seiner Entscheidung zur Neufassung der Vorschrift durch das Steuer&auml;nderungsgesetz 2007 festgehalten; es hat lediglich die durch dieses Gesetz angeordnete Beschr&auml;nkung des Kostenabzugs auf solche Arbeitszimmer beanstandet, die Mittelpunkt der gesamten betrieblichen und beruflichen Bet&auml;tigung sind (BVerfG-Beschluss vom 6.&nbsp;Juli 2010&nbsp;&nbsp;2&nbsp;BvL&nbsp;13\/09, BFH\/NV 2010, 1767). <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>38<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Die Voraussetzungen f&uuml;r einen unbeschr&auml;nkten Abzug der Arbeitszimmeraufwendungen beider Kl&auml;ger liegen ersichtlich nicht vor, weil nicht das Arbeitszimmer, sondern jeweils das Gericht, an dem die Kl&auml;ger als Richter t&auml;tig sind, den Mittelpunkt ihrer beruflichen T&auml;tigkeit bildet (vgl. BFH-Urteil vom 8.&nbsp;Dezember 2011 VI&nbsp;R&nbsp;13\/11, BFHE 236, 92, BStBl II 2012, 236, m.w.N.) Das h&auml;usliche &#8211;b&uuml;rotypisch ausgestattete&#8211; Arbeitszimmer des Kl&auml;gers war ersichtlich auch nicht als Betriebsst&auml;tte einer selbst&auml;ndig ausge&uuml;bten Dozenten-, Pr&uuml;fer- und Schriftstellert&auml;tigkeit anzusehen (vgl. BFH-Urteil vom 9.&nbsp;August 2011 VIII&nbsp;R&nbsp;4\/09, BFH\/NV 2012, 200; BFH-Beschluss vom 4.&nbsp;Januar 2012 VIII&nbsp;B&nbsp;186\/10, BFH\/NV 2012, 574, jeweils m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>39<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Im &Uuml;brigen hat das FG zu Recht darauf hingewiesen, dass das FA dem Kl&auml;ger zu Unrecht f&uuml;r mehrere seiner freiberuflichen T&auml;tigkeiten den Freibetrag nach &sect;&nbsp;3 Nr.&nbsp;26 EStG gew&auml;hrt hat, obwohl ihm dieser f&uuml;r das Streitjahr lediglich einmal in H&ouml;he von 2.400&nbsp;DM zusteht (vgl. BFH-Urteil vom 15.&nbsp;Februar 1990 IV&nbsp;R&nbsp;87\/89, BFHE 160, 307, BStBl II 1990, 686). Infolgedessen m&uuml;sste selbst dann, wenn der Kl&auml;ger entgegen der dargestellten Rechtslage Anspruch auf Abzug weiterer Arbeitszimmeraufwendungen in H&ouml;he von 894&nbsp;DM h&auml;tte, im Wege der Saldierung die Doppelber&uuml;cksichtigung des Freibetrags nach &sect;&nbsp;3 Nr.&nbsp;26 EStG gegengerechnet werden. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 21.8.2012, VIII R 33\/09 Keine erh&ouml;hte Absetzung f&uuml;r au&szlig;ergew&ouml;hnliche technische Abnutzung f&uuml;r rechnerisch abgeschriebene Kraftfahrzeuge &#8211; keine Bindung an telefonische Auskunft eines Sachbearbeiters &#8211; &ouml;ffentlich-rechtlicher Folgenbeseitigungsanspruch in Bezug auf eine fehlerhafte Auskunft &#8211; Rechtsweg f&uuml;r Schadensersatzanspruch wegen Amtspflichtverletzung &#8211; Mittelpunkt der beruflichen T&auml;tigkeit eines Richters Leits&auml;tze 1. Erleidet ein nichtselbst&auml;ndig t&auml;tiger Steuerpflichtiger &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/viii-r-33-09-keine-erhoehte-absetzung-fuer-aussergewoehnliche-technische-abnutzung-fuer-rechnerisch-abgeschriebene-kraftfahrzeuge-keine-bindung-an-telefonische-auskunft-eines-sachbearbeiters-oeffentli\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">VIII&nbsp;R&nbsp;33\/09 &#8211; Keine erh&ouml;hte Absetzung f&uuml;r au&szlig;ergew&ouml;hnliche technische Abnutzung f&uuml;r rechnerisch abgeschriebene Kraftfahrzeuge &#8211; keine Bindung an telefonische Auskunft eines Sachbearbeiters &#8211; &ouml;ffentlich-rechtlicher Folgenbeseitigungsanspruch in Bezug auf eine fehlerhafte Auskunft &#8211; Rechtsweg f&uuml;r Schadensersatzanspruch wegen Amtspflichtverletzung &#8211; Mittelpunkt der beruflichen T&auml;tigkeit eines Richters<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-6568","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6568","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=6568"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6568\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=6568"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=6568"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=6568"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}