{"id":65753,"date":"2016-02-03T17:47:08","date_gmt":"2016-02-03T15:47:08","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=65753"},"modified":"2016-02-03T17:47:08","modified_gmt":"2016-02-03T15:47:08","slug":"ix-r-19-14-werbungskosten-bei-vermietung-eines-ideellen-miteigentumsanteils-an-den-ehemann-poolarbeitsplatz-eines-betriebspruefers-als-anderer-arbeitsplatz-fahrten-zwischen-wohnung-und-dienststelle-ei","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/ix-r-19-14-werbungskosten-bei-vermietung-eines-ideellen-miteigentumsanteils-an-den-ehemann-poolarbeitsplatz-eines-betriebspruefers-als-anderer-arbeitsplatz-fahrten-zwischen-wohnung-und-dienststelle-ei\/","title":{"rendered":"IX&nbsp;R&nbsp;19\/14 &#8211; Werbungskosten bei Vermietung eines ideellen Miteigentumsanteils an den Ehemann &#8211; Poolarbeitsplatz eines Betriebspr&uuml;fers als &quot;anderer Arbeitsplatz&quot; &#8211; Fahrten zwischen Wohnung und Dienststelle einer Betriebspr&uuml;ferin"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 16.9.2015, IX R 19\/14<\/p>\n<p class=\"titel\">Werbungskosten bei Vermietung eines ideellen Miteigentumsanteils an den Ehemann &#8211; Poolarbeitsplatz eines Betriebspr&uuml;fers als &quot;anderer Arbeitsplatz&quot; &#8211; Fahrten zwischen Wohnung und Dienststelle einer Betriebspr&uuml;ferin<\/p>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Auf die Revision der Kl&auml;gerin wird das Urteil des Finanzgerichts Berlin-Brandenburg vom 17. Juni 2014&nbsp;&nbsp;6 K 6241\/12 aufgehoben.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Sache wird an das Finanzgericht Berlin-Brandenburg zur&uuml;ckverwiesen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Diesem wird die Entscheidung &uuml;ber die Kosten des Revisionsverfahrens &uuml;bertragen.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Die Kl&auml;gerin und Revisionskl&auml;gerin (Kl&auml;gerin) wurde im Streitjahr 2006 nach der Trennung von ihrem Ehemann getrennt zur Einkommensteuer veranlagt und erzielte Eink&uuml;nfte aus nichtselbst&auml;ndiger T&auml;tigkeit sowie Eink&uuml;nfte aus Vermietung und Verpachtung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin war im Streitjahr als Pr&uuml;ferin der Gro&szlig;- und Konzernbetriebspr&uuml;fstelle des Finanzamts A nichtselbst&auml;ndig besch&auml;ftigt. Ihre Wohnung befand sich 127&nbsp;km von der Dienststelle entfernt. Aufgrund einer Vereinbarung mit der Oberfinanzdirektion aus dem Jahr 2002 war es der Kl&auml;gerin &quot;auf freiwilliger Basis&quot; und ohne Rechtsanspruch erlaubt, ihre T&auml;tigkeit teilweise nicht in den Dienstr&auml;umen des Finanzamts, sondern in ihrem h&auml;uslichen Arbeitszimmer zu erbringen. Sie verzichtete insoweit auf Kostenersatz. Nach der Vereinbarung sollten die Fahrten zwischen h&auml;uslichem Arbeitsplatz und Dienststelle als Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsst&auml;tte anzusehen sein. Die Pr&uuml;fungen f&uuml;hrte die Kl&auml;gerin regelm&auml;&szlig;ig in den Unternehmen durch, die vor- und nachbereitenden Arbeiten wie Fallauswahl, Auswertung der Pr&uuml;fergebnisse und Fertigen der Pr&uuml;fberichte erledigte sie in ihrem h&auml;uslichen Arbeitszimmer im Souterrain des von ihr und ihrem Ehemann bewohnten Einfamilienhauses.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach den Angaben der Kl&auml;gerin hat im Finanzamt zwar in einem Gro&szlig;raumb&uuml;ro ein Tisch zur gemeinsamen Nutzung mit Kollegen bereitgestanden, allerdings ohne ausreichende M&ouml;glichkeit zur Ablage von Unterlagen oder Literatur. Den Arbeitsplatz im Finanzamt habe sie sich mit wahrscheinlich zwei oder drei Kollegen teilen m&uuml;ssen. Die Besuche im Finanzamt h&auml;tten allein der Erledigung allgemeiner Aufgaben wie Dienstbesprechungen, das Aufladen von Updates oder der Kontrolle von Posteing&auml;ngen gedient. Von ihren insgesamt 178 Arbeitstagen im Streitjahr habe sie sich an 56 Tagen im Finanzamt aufgehalten, an weiteren 56 Tagen in den zu pr&uuml;fenden Unternehmen und an 66 Tagen im h&auml;uslichen Arbeitszimmer.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin und ihr damaliger Ehemann waren im Streitjahr jeweils h&auml;lftige Miteigent&uuml;mer des von ihnen selbst genutzten Einfamilienhausgrundst&uuml;cks. Bis zum 30.&nbsp;Juni 2006 vermietete die Kl&auml;gerin ihren ideellen Miteigentumsanteil von 50&nbsp;% an dem im Dachgeschoss des Wohnhauses gelegenen B&uuml;ro an ihren damaligen Ehemann, der dieses f&uuml;r eine selbst&auml;ndige T&auml;tigkeit als Handelsvertreter nutzte. In dieser Zeit fielen f&uuml;r das B&uuml;ro Aufwendungen in H&ouml;he von insgesamt 2.886,53&nbsp;EUR an, die nach dem Mietvertrag zur H&auml;lfte vom Ehemann der Kl&auml;gerin zu tragen waren. Da der Ehemann seiner Zahlungsverpflichtung jedoch nicht nachkam, trug die Kl&auml;gerin die gesamten Kosten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die von der Kl&auml;gerin im Rahmen des Einspruchsverfahrens gegen den Einkommensteuerbescheid 2006 als Werbungskosten bei den Eink&uuml;nften aus nichtselbst&auml;ndiger T&auml;tigkeit geltend gemachten Aufwendungen f&uuml;r das h&auml;usliche Arbeitszimmer in H&ouml;he von 1.258,20&nbsp;EUR lie&szlig; der Beklagte und Revisionsbeklagte (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) in seiner Einspruchsentscheidung vom 19.&nbsp;Juni 2012 unber&uuml;cksichtigt. Die Kosten f&uuml;r die Fahrten der Kl&auml;gerin zwischen ihrer Wohnung und ihrer Dienststelle am Finanzamt ber&uuml;cksichtigte es lediglich mit 2.133,60&nbsp;EUR in H&ouml;he der Entfernungspauschale. Auch die von der Kl&auml;gerin f&uuml;r das B&uuml;ro aufgewendeten Kosten lie&szlig; das FA entsprechend ihres ideellen Miteigentumsanteils nur zur H&auml;lfte als Werbungskosten im Rahmen der Eink&uuml;nfte aus Vermietung und Verpachtung zum Abzug zu.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Klage blieb in den hier streitigen Punkten ohne Erfolg. Das Finanzgericht (FG) folgte in seinem in Entscheidungen der Finanzgerichte 2014, 2125 ver&ouml;ffentlichten Urteil der Auffassung des FA, dass im Streitfall weder die Voraussetzungen f&uuml;r einen der H&ouml;he nach unbegrenzten noch f&uuml;r einen beschr&auml;nkten Abzug der geltend gemachten Aufwendungen f&uuml;r ein h&auml;usliches Arbeitszimmer vorgelegen h&auml;tten. So habe der inhaltlich qualitative Schwerpunkt der T&auml;tigkeit der Kl&auml;gerin nicht in ihrem h&auml;uslichen Arbeitszimmer gelegen, sondern in den zu pr&uuml;fenden Betrieben. Zudem habe der Kl&auml;gerin im Finanzamt ein Arbeitsplatz in dem f&uuml;r die Verrichtung ihrer Innendienstt&auml;tigkeiten erforderlichen Umfang zur Verf&uuml;gung gestanden. Das Vorbringen der Kl&auml;gerin sei zu unsubstantiiert, um eine abweichende Beurteilung zu rechtfertigen. Eine weitere Sachaufkl&auml;rung durch das Gericht sei ebenfalls nicht erfolgversprechend. Auch hinsichtlich der geltend gemachten Fahrtkosten teilte das FG die Auffassung des FA, dass die Fahrten von der Wohnung zur Dienststelle der Kl&auml;gerin nicht als Dienstreisen, sondern als Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsst&auml;tte anzusehen seien. Schlie&szlig;lich entschied das FG, dass die von der Kl&auml;gerin geltend gemachten Aufwendungen f&uuml;r das vermietete B&uuml;ro nur insoweit als Werbungskosten bei den Eink&uuml;nften aus Vermietung und Verpachtung zu ber&uuml;cksichtigen seien, als sie ihrem ideellen Miteigentumsanteil entsprochen haben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit ihrer Revision r&uuml;gt die Kl&auml;gerin die Verletzung materiellen Rechts (&sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;6b, &sect;&nbsp;9 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 Nr.&nbsp;4 sowie &sect;&nbsp;21 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 des Einkommensteuergesetzes in der f&uuml;r das Streitjahr ma&szlig;geblichen Fassung &#8211;EStG&#8211;). Zu Unrecht habe das FG die geltend gemachten Aufwendungen f&uuml;r das h&auml;usliche Arbeitszimmer nicht anerkannt. Zum einen habe die Kl&auml;gerin mehr als 50&nbsp;% ihrer beruflichen Pr&uuml;fungst&auml;tigkeit im h&auml;uslichen Arbeitszimmer erbracht. Die im Finanzamt ausge&uuml;bten T&auml;tigkeiten seien wegen ihrer arbeitsorganisatorischen Natur nicht miteinzubeziehen. Zum anderen habe der Kl&auml;gerin in ihrer Dienststelle auch nicht in dem erforderlich konkreten Umfang ein anderer Arbeitsplatz zur Verf&uuml;gung gestanden. Da der Mittelpunkt ihrer beruflichen T&auml;tigkeit im h&auml;uslichen Arbeitszimmer gelegen habe, sei der Abzug unbeschr&auml;nkt vorzunehmen. Ebenfalls rechtsfehlerhaft habe das FG die Fahrten von ihrer Wohnung zur Dienststelle nicht nach Dienstreisegrunds&auml;tzen, sondern nur mit der Entfernungspauschale ber&uuml;cksichtigt. In Bezug auf die Abzugsf&auml;higkeit der f&uuml;r das vermietete B&uuml;ro entstandenen Aufwendungen habe das FG &uuml;bersehen, dass auch die den ideellen Miteigentumsanteil &uuml;bersteigenden Kosten kausal mit dem Mietverh&auml;ltnis verbunden und daher im Rahmen der Eink&uuml;nfte aus Vermietung und Verpachtung zu ber&uuml;cksichtigen seien. Insoweit habe das FG den Sachverhalt unzureichend aufgekl&auml;rt und infolgedessen eine fehlerhafte rechtliche W&uuml;rdigung vorgenommen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin beantragt,<br \/>das Urteil des FG vom 17.&nbsp;Juni 2014 aufzuheben und die Einkommensteuer 2006 unter Ab&auml;nderung des Einkommensteuerbescheids 2006 vom 5.&nbsp;Oktober 2010 in Gestalt der Einspruchsentscheidung vom 19.&nbsp;Juni 2012 auf 2.172&nbsp;EUR festzusetzen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt,<br \/>die Revision zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Revision ist begr&uuml;ndet. Sie f&uuml;hrt zur Aufhebung des finanzgerichtlichen Urteils und zur Zur&uuml;ckverweisung der Sache zur anderweitigen Verhandlung und Entscheidung (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;). Das FG ist zwar zutreffend davon ausgegangen, dass die Aufwendungen f&uuml;r das B&uuml;ro nur in H&ouml;he von 50&nbsp;% als Werbungskosten bei den Eink&uuml;nften der Kl&auml;gerin aus Vermietung und Verpachtung zu ber&uuml;cksichtigen sind (dazu unter&nbsp;1.). Es hat jedoch auf der Grundlage seiner Feststellungen zu Unrecht den Abzug von Aufwendungen f&uuml;r das h&auml;usliche Arbeitszimmer versagt (dazu unter&nbsp;2.) und den Werbungskostenabzug hinsichtlich der Aufwendungen f&uuml;r die Fahrten zwischen Wohnung und Dienststelle auf die Entfernungspauschale beschr&auml;nkt (dazu unter 3.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Das FG hat zu Recht die geltend gemachten Aufwendungen f&uuml;r das an den damaligen Ehemann vermietete B&uuml;ro nur in H&ouml;he von 50&nbsp;% als Werbungskosten bei den Eink&uuml;nften der Kl&auml;gerin aus Vermietung und Verpachtung zum Abzug zugelassen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Die behauptete Verletzung der Sachaufkl&auml;rungspflicht (&sect;&nbsp;76 Abs.&nbsp;1 Satz 1 FGO) kann die rechtskundig vertretene Kl&auml;gerin bereits deshalb nicht geltend machen, weil sie sie in der m&uuml;ndlichen Verhandlung nicht ger&uuml;gt hat (&sect;&nbsp;155 FGO i.V.m. &sect;&nbsp;295 der Zivilprozessordnung; Beschl&uuml;sse des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 24.&nbsp;Februar 2003 III&nbsp;B&nbsp;117\/02, BFH\/NV 2003, 810, und vom 28.&nbsp;Juli 2004 IX&nbsp;B&nbsp;136\/03, BFH\/NV 2005, 43).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Nach &sect;&nbsp;9 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 EStG sind Werbungskosten Aufwendungen zur Erwerbung, Sicherung und Erhaltung von Einnahmen. Sie sind nach &sect;&nbsp;9 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 EStG bei der Einkunftsart Vermietung und Verpachtung abzuziehen, wenn sie durch sie veranlasst sind. Eine derartige Veranlassung liegt vor, wenn (objektiv) ein wirtschaftlicher Zusammenhang mit der auf Vermietung und Verpachtung gerichteten T&auml;tigkeit besteht und (subjektiv) die Aufwendungen zur F&ouml;rderung der Nutzungs&uuml;berlassung gemacht werden (st&auml;ndige Rechtsprechung, z.B. BFH-Urteil vom 11.&nbsp;Februar 2014 IX&nbsp;R&nbsp;22\/13, BFH\/NV 2014, 1195). Ma&szlig;geblich ist danach, ob bei wertender Beurteilung das ausl&ouml;sende Moment f&uuml;r das Entstehen der get&auml;tigten Aufwendungen der einkommensteuerrechtlich relevanten Erwerbssph&auml;re zuzuordnen ist (vgl. Beschluss des Gro&szlig;en Senats des BFH vom 21.&nbsp;September 2009 GrS&nbsp;1\/06, BFHE 227, 1, BStBl II 2010, 672, unter C.III.1.a, sowie BFH-Urteil vom 20.&nbsp;Juni 2012 IX&nbsp;R&nbsp;67\/10, BFHE 237, 368, BStBl II 2013, 275). Ergibt diese Pr&uuml;fung, dass die Aufwendungen nicht oder in nur unbedeutendem Ma&szlig;e auf privaten, der Lebensf&uuml;hrung des Steuerpflichtigen zuzurechnenden Umst&auml;nden beruhen, sind sie als Werbungskosten grunds&auml;tzlich abzuziehen (Beschluss des Gro&szlig;en Senats des BFH in BFHE 227, 1, BStBl II 2010, 672). Ist ausl&ouml;sendes Moment f&uuml;r das Entstehen der Aufwendungen hingegen in erster Linie eine auf privaten Gr&uuml;nden beruhende Entscheidung des Steuerpflichtigen, so sind sie nicht abziehbar.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Nach diesen Grunds&auml;tzen ist die Entscheidung des FG revisionsrechtlich nicht zu beanstanden. Das FG hat zutreffend auf der Grundlage von &sect;&nbsp;12 Nr.&nbsp;1 EStG sowie der Entscheidung des Gro&szlig;en Senats des BFH in BFHE 227, 1, BStBl II 2010, 672 die Aufwendungen f&uuml;r das vermietete B&uuml;ro nur insoweit zum Werbungskostenabzug bei den Eink&uuml;nften aus Vermietung und Verpachtung zugelassen, als sie auf den vermieteten Miteigentumsanteil der Kl&auml;gerin entfallen sind. Das FG ist auf der Grundlage seiner nicht mit zul&auml;ssigen und begr&uuml;ndeten Verfahrensr&uuml;gen angegriffenen und damit den Senat bindenden Feststellungen (&sect;&nbsp;118 Abs.&nbsp;2 FGO) davon ausgegangen, dass ausl&ouml;sendes Moment f&uuml;r die &Uuml;bernahme der weiteren Aufwendungen in erster Linie die private Entscheidung der Kl&auml;gerin war, die Versorgung ihrer Privatwohnung nicht zu gef&auml;hrden, und nicht die weitere Vermietung des B&uuml;ros. Darin hat das FG zutreffend eine private Veranlassung gesehen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Das FG hat jedoch auf der Grundlage seiner Feststellungen zu Unrecht angenommen, dass die Aufwendungen f&uuml;r das h&auml;usliche Arbeitszimmer der Kl&auml;gerin nicht als Werbungskosten ber&uuml;cksichtigt werden k&ouml;nnen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Nach &sect;&nbsp;9 Abs.&nbsp;5 i.V.m. &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;6b Satz&nbsp;1 EStG kann ein Steuerpflichtiger Aufwendungen f&uuml;r ein h&auml;usliches Arbeitszimmer nicht als Werbungskosten abziehen. Dies gilt nach Satz&nbsp;2 der Vorschrift nicht, wenn die betriebliche oder berufliche Nutzung des Arbeitszimmers mehr als 50&nbsp;% der gesamten betrieblichen oder beruflichen T&auml;tigkeit betr&auml;gt oder wenn f&uuml;r die berufliche T&auml;tigkeit kein anderer Arbeitsplatz zur Verf&uuml;gung steht. In diesen F&auml;llen wird die H&ouml;he der abziehbaren Aufwendungen auf 1.250&nbsp;EUR begrenzt (Satz&nbsp;3 Halbsatz&nbsp;1 der Vorschrift). Die Beschr&auml;nkung der H&ouml;he nach gilt nicht, wenn das Arbeitszimmer den Mittelpunkt der gesamten betrieblichen oder beruflichen Bet&auml;tigung bildet (Satz&nbsp;3 Halbsatz&nbsp;2 der Vorschrift).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) F&uuml;r die Beurteilung, ob die betriebliche oder berufliche Nutzung des h&auml;uslichen Arbeitszimmers mehr als 50&nbsp;% der gesamten betrieblichen oder beruflichen T&auml;tigkeit betr&auml;gt, kommt es allein auf den zeitlichen Umfang aller einkunftsrelevanten T&auml;tigkeiten im h&auml;uslichen Arbeitszimmer an (Nacke in Littmann\/ Bitz\/Pust, Das Einkommensteuerrecht, Kommentar, &sect;&sect;&nbsp;4, 5 Rz&nbsp;1792&nbsp;f.; Meurer in Lademann, EStG, &sect;&nbsp;4 EStG Rz&nbsp;715&nbsp;f.; Schmidt\/Heinicke, EStG, 25.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;4 Rz&nbsp;593). Ma&szlig;geblich ist dabei das Verh&auml;ltnis der arbeitszeitlichen Nutzung des h&auml;uslichen Arbeitszimmers zur gesamten betrieblichen und beruflichen T&auml;tigkeit des Steuerpflichtigen. Den Steuerpflichtigen trifft insoweit die Feststellungslast. Unerheblich ist in diesem Zusammenhang dagegen, wo sich der inhaltliche Schwerpunkt der beruflichen oder betrieblichen Bet&auml;tigung des Steuerpflichtigen befindet (vgl. auch BFH-Urteile vom 13.&nbsp;November 2002 VI&nbsp;R&nbsp;28\/02, BFHE 201, 106, BStBl II 2004, 59, und vom 16.&nbsp;Juli 2014 X&nbsp;R&nbsp;49\/11, BFH\/NV 2015, 177 zum unterschiedlichen Regelungsgehalt der Mittelpunktsregelung des &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;6b Satz&nbsp;3 EStG und der 50&nbsp;%-Regelung in &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;6b Satz&nbsp;2 EStG).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Ein &quot;anderer Arbeitsplatz&quot; i.S. des &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;6b Satz&nbsp;2 EStG ist grunds&auml;tzlich jeder Arbeitsplatz, sofern er zu Erledigung b&uuml;rom&auml;&szlig;iger Arbeiten geeignet ist (BFH-Urteil vom 26.&nbsp;Februar 2014 VI&nbsp;R&nbsp;11\/12, BFHE 245, 150, BStBl II 2014, 674). So kann auch ein Raum, den sich der Steuerpflichtige mit weiteren Personen teilt, ein anderer Arbeitsplatz in diesem Sinne sein. Dies gilt auch dann, wenn der Arbeitsplatz in einem Gro&szlig;raumb&uuml;ro dem Steuerpflichtigen nicht individuell zugeordnet ist (BFH-Urteil vom 7.&nbsp;August 2003 VI&nbsp;R&nbsp;17\/01, BFHE 203, 130, BStBl II 2004, 78). Entsprechendes gilt f&uuml;r einen Poolarbeitsplatz (BFH-Urteil vom 26.&nbsp;Februar 2014 VI&nbsp;R&nbsp;37\/13, BFHE 245, 22, BStBl II 2014, 570).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der andere Arbeitsplatz muss aber so beschaffen sein, dass der Steuerpflichtige auf das h&auml;usliche Arbeitszimmer nicht angewiesen ist (BFH-Urteil vom 26.&nbsp;Februar 2014 VI&nbsp;R&nbsp;40\/12, BFHE 245, 14, BStBl II 2014, 568). Deshalb steht der andere Arbeitsplatz nur dann &quot;f&uuml;r die betriebliche und berufliche T&auml;tigkeit &#8230; zur Verf&uuml;gung&quot;, wenn ihn der Steuerpflichtige in dem konkret erforderlichen Umfang und in der konkret erforderlichen Art und Weise tats&auml;chlich nutzen kann (BFH-Urteil in BFHE 245, 22, BStBl II 2014, 570). Ist die Nutzung des anderen Arbeitsplatzes hingegen eingeschr&auml;nkt, so dass der Steuerpflichtige in seinem h&auml;uslichen Arbeitszimmer einen nicht unerheblichen Teil seiner beruflichen T&auml;tigkeit verrichten muss, kommt das Abzugsverbot des &sect;&nbsp;9 Abs.&nbsp;5 i.V.m. &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;6b Satz&nbsp;1 EStG nach seinem Sinn und Zweck nicht zum Tragen (BFH-Urteil in BFHE 245, 22, BStBl II 2014, 570).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Allerdings ist eine &quot;jederzeitige Zugriffsm&ouml;glichkeit&quot; auf den anderen Arbeitsplatz nicht zwingend erforderlich. Ein Poolarbeitsplatz kann daher als ein anderer Arbeitsplatz i.S. des &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;6b Satz&nbsp;2 EStG zu Verf&uuml;gung stehen, wenn bei diesem nach den tats&auml;chlichen Gegebenheiten insbesondere durch eine ausreichende Anzahl an Poolarbeitspl&auml;tzen gegebenenfalls erg&auml;nzt durch arbeitgeberseitig organisierte, dienstliche Nutzungseinteilungen gew&auml;hrleistet ist, dass der Arbeitnehmer seine beruflichen T&auml;tigkeiten in dem konkret erforderlichen Umfang dort erledigen kann (BFH-Urteil in BFHE 245, 22, BStBl II 2014, 570).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Feststellung, ob ein Steuerpflichtiger seinen anderen Arbeitsplatz in dem konkret erforderlichen Umfang und in der konkret erforderlichen Art und Weise nutzen kann, hat das FG im Rahmen einer Gesamtw&uuml;rdigung der objektiven Umst&auml;nde des Einzelfalls zu treffen (&sect;&nbsp;118 Abs.&nbsp;2 FGO; BFH-Urteile vom 5.&nbsp;Oktober 2011 VI&nbsp;R&nbsp;91\/10, BFHE 235, 372, BStBl II 2012, 127, und in BFHE 245, 150, BStBl II 2014, 674). Anhaltspunkte k&ouml;nnen sich sowohl aus der Beschaffenheit des Arbeitsplatzes selbst (Gr&ouml;&szlig;e, Lage, Ausstattung u.a.) als auch aus den Rahmenbedingungen der Nutzung (Ausgestaltung des Arbeitsverh&auml;ltnisses, Verf&uuml;gbarkeit des Arbeitsplatzes bzw. Zugang zu dem betreffenden Geb&auml;ude u.a.) ergeben (BFH-Urteil in BFHE 203, 130, BStBl II 2004, 78).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Ob das h&auml;usliche Arbeitszimmer den Mittelpunkt der gesamten betrieblichen oder beruflichen Bet&auml;tigung des Steuerpflichtigen bildet, bestimmt sich nach dem inhaltlichen (qualitativen) Schwerpunkt der betrieblichen und beruflichen Bet&auml;tigung des Steuerpflichtigen (st&auml;ndige Rechtsprechung, z.B. BFH-Urteile in BFHE 201, 106, BStBl II 2004, 59, und vom 8.&nbsp;Dezember 2011 VI&nbsp;R&nbsp;13\/11, BFHE 236, 92, BStBl II 2012, 236). Wo dieser Schwerpunkt liegt, ist im Wege einer wertenden Beurteilung der Gesamtt&auml;tigkeit festzustellen. Dem zeitlichen Umfang der Nutzung des h&auml;uslichen Arbeitszimmers kommt insoweit nur eine indizielle Bedeutung zu. Entscheidend ist vielmehr, wo der Steuerpflichtige die f&uuml;r seinen Beruf wesentlichen Leistungen erbringt (BFH-Urteil in BFHE 201, 106, BStBl II 2004, 59). Ma&szlig;gebend ist danach, ob &#8211;unter Ber&uuml;cksichtigung der Verkehrsanschauung&#8211; das qualitativ f&uuml;r eine bestimmte steuerbare T&auml;tigkeit Typische im h&auml;uslichen Arbeitszimmer ausge&uuml;bt wird (BFH-Urteil in BFHE 236, 92, BStBl II 2012, 236).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Nach diesen Grunds&auml;tzen tragen die Feststellungen des FG nicht seine Entscheidung, dass ein Abzug der Aufwendungen f&uuml;r das h&auml;usliche Arbeitszimmer als Werbungskosten ausgeschlossen ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Das FG ist zwar zutreffend davon ausgegangen, dass die betriebliche und berufliche Nutzung des Arbeitszimmers nicht mehr als 50&nbsp;% der gesamten betrieblichen und beruflichen T&auml;tigkeit betragen hat. Denn nach den insoweit den Senat bindenden Feststellungen des FG (&sect;&nbsp;118 Abs.&nbsp;2 FGO) hat die Kl&auml;gerin lediglich 66 der insgesamt 178 Arbeitstage in ihrem h&auml;uslichen Arbeitszimmer verbracht. Entgegen der Auffassung der Kl&auml;gerin sind die 56 Tage, an denen die Kl&auml;gerin ihre Dienststelle aufgesucht hat, nicht aus der ma&szlig;geblichen Gesamtbet&auml;tigungszeit auszunehmen. Ob die Kl&auml;gerin hierbei lediglich arbeitsorganisatorische Arbeiten erledigt hat, ist unerheblich, da allein auf die arbeitszeitbezogene Nutzung abzustellen ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Die Feststellungen des FG tragen aber seine Schlussfolgerung nicht, der Kl&auml;gerin habe in ihrer Dienststelle in dem f&uuml;r deren Innendienstt&auml;tigkeit erforderlichen Umfang ein anderer Arbeitsplatz i.S. des &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;6b Satz&nbsp;2 Alternative&nbsp;2 EStG zur Verf&uuml;gung gestanden. Nach den Feststellungen des FG stand der Kl&auml;gerin im Streitjahr zwar ein Tisch in einem Gro&szlig;raumb&uuml;ro zur gemeinsamen Nutzung mit anderen Kollegen der Betriebspr&uuml;fung zur Verf&uuml;gung. Das FG hat im Streitfall jedoch keine Feststellungen zur Beschaffenheit (wie Gr&ouml;&szlig;e und Ausstattung des Tisches im Gro&szlig;raumb&uuml;ro; M&ouml;glichkeiten f&uuml;r den Zugang zum internen Netzwerk und zu externen Recherchem&ouml;glichkeiten; Vorhandensein von Ablage- und Aufbewahrungsm&ouml;glichkeiten in abschlie&szlig;baren Schr&auml;nken oder Rollcontainern etc.) und zur Verf&uuml;gbarkeit des Arbeitsplatzes getroffen. Insbesondere hat das FG nicht ermittelt, ob nach den tats&auml;chlichen Gegebenheiten eine ausreichende Anzahl an Poolarbeitspl&auml;tzen zur Verf&uuml;gung gestanden hat, um die gesamten Innendienstt&auml;tigkeiten zu erledigen. Zu Unrecht hat es im Ergebnis offengelassen, wie viele Arbeitspl&auml;tze in dem dienstlichen Arbeitszimmer vorhanden waren und wie viele Nutzer sich diese jeweils teilen mussten. Ob dar&uuml;ber hinaus gegebenenfalls durch dienstliche Nutzungseinteilungen oder durch die M&ouml;glichkeit privater Absprachen gew&auml;hrleistet war, dass die Kl&auml;gerin ihre beruflichen T&auml;tigkeiten in dem konkret erforderlichen Umfang in dem dienstlichen Arbeitszimmer erledigen konnte, hat das FG ebenfalls nicht gepr&uuml;ft.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FG hat insoweit seine Entscheidung zu Unrecht im Wesentlichen darauf gest&uuml;tzt, dass der Sachvortrag der Kl&auml;gerin zu unsubstantiiert und eine weitere Sachaufkl&auml;rung durch das Gericht nicht erfolgversprechend sei. So w&auml;re beispielsweise eine Befragung der f&uuml;r die Organisation der Telearbeitspl&auml;tze zust&auml;ndigen Mitarbeiter der Dienststelle der Kl&auml;gerin durch das FG in Betracht zu ziehen gewesen. Zudem h&auml;tte das FG die Kl&auml;gerin darauf hinweisen k&ouml;nnen und m&uuml;ssen, dass ihm der Vortrag der Kl&auml;gerin nicht ausreichte, und sie selbst auffordern k&ouml;nnen, ihre Angaben weiter zu substantiieren (vgl. BFH-Beschluss vom 26.&nbsp;Februar 2004 IX&nbsp;B&nbsp;125\/03, BFH\/NV 2004, 973) und gegebenenfalls durch Benennung von Zeugen oder soweit m&ouml;glich durch Einreichung weiterer schriftlicher Unterlagen zu belegen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zutreffend hat das FG aber in diesem Zusammenhang der Entfernung zwischen Wohnort und Dienstelle keine Bedeutung beigemessen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Ebenfalls rechtsfehlerhaft hat das FG den Werbungskostenabzug hinsichtlich der Aufwendungen f&uuml;r die Fahrten der Kl&auml;gerin zwischen ihrer Wohnung und ihrer Dienststelle beim Finanzamt auf die Entfernungspauschale beschr&auml;nkt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Beruflich veranlasste Fahrtkosten sind Erwerbsaufwendungen und gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;9 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 EStG grunds&auml;tzlich in H&ouml;he des daf&uuml;r tats&auml;chlich entstandenen Aufwands als Werbungskosten zu ber&uuml;cksichtigen. Allerdings d&uuml;rfen die Aufwendungen eines Arbeitnehmers f&uuml;r die Wege zwischen Wohnung und Arbeitsst&auml;tte gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;9 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 Nr.&nbsp;4 EStG nur nach Ma&szlig;gabe einer Entfernungspauschale als Werbungskosten in Abzug gebracht werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Regelm&auml;&szlig;ige Arbeitsst&auml;tte i.S. des &sect;&nbsp;9 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 Nr.&nbsp;4 EStG ist der ortsgebundene Mittelpunkt der dauerhaft angelegten beruflichen T&auml;tigkeit des Arbeitnehmers und damit der Ort, an dem der Arbeitnehmer seine aufgrund des Dienstverh&auml;ltnisses geschuldete Leistung zu erbringen hat (BFH-Urteile vom 26.&nbsp;Februar 2014 VI&nbsp;R&nbsp;54\/13, BFH\/NV 2014, 1199, und vom 6.&nbsp;November 2014 VI&nbsp;R&nbsp;21\/14, BFHE 247, 427, BStBl II 2015, 338). Dies ist im Regelfall der Betrieb oder die Betriebsst&auml;tte des Arbeitgebers, der der Arbeitnehmer zugeordnet ist und die er nicht nur gelegentlich, sondern fortdauernd und immer wieder aufsucht (BFH-Urteil vom 19.&nbsp;Januar 2012 VI&nbsp;R&nbsp;36\/11, BFHE 236, 353, BStBl II 2012, 503). Dabei ist aber erforderlich, dass der Arbeitnehmer dort typischerweise seine Arbeitsleistung im Schwerpunkt zu erbringen hat (BFH-Urteil in BFH\/NV 2014, 1199). Der Betriebssitz des Arbeitgebers, den der Arbeitnehmer lediglich regelm&auml;&szlig;ig zu Kontrollzwecken aufsucht, ist nicht die regelm&auml;&szlig;ige Arbeitsst&auml;tte (BFH-Urteil vom 9.&nbsp;Juni 2011 VI&nbsp;R&nbsp;58\/09, BFHE 234, 155, BStBl II 2012, 34). Der ortsgebundene Mittelpunkt der beruflichen T&auml;tigkeit des Arbeitnehmers bestimmt sich nach qualitativen Merkmalen der Arbeitsleistung, die der Arbeitnehmer an dieser Arbeitsst&auml;tte im Einzelnen wahrnimmt oder wahrzunehmen hat, sowie nach dem konkreten Gewicht dieser dort verrichteten T&auml;tigkeit (BFH-Urteile in BFHE 234, 155, BStBl II 2012, 34; in BFHE 236, 353, BStBl II 2012, 503, und in BFH\/NV 2014, 1199, sowie BFH-Beschluss vom 15.&nbsp;Januar 2013 VI&nbsp;B&nbsp;123\/12, BFH\/NV 2013, 585).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Ist der Arbeitnehmer nicht an einer solchen dauerhaften betrieblichen Einrichtung t&auml;tig, liegt regelm&auml;&szlig;ig eine Ausw&auml;rtst&auml;tigkeit vor, weil der Arbeitnehmer entweder vor&uuml;bergehend von seiner Wohnung und dem ortsgebundenen Mittelpunkt seiner dauerhaft angelegten beruflichen T&auml;tigkeit entfernt t&auml;tig wird oder weil er schon &uuml;ber keinen dauerhaft angelegten Bezugspunkt f&uuml;r seine berufliche T&auml;tigkeit verf&uuml;gt, sondern nur an st&auml;ndig wechselnden T&auml;tigkeitsst&auml;tten oder auf einem Fahrzeug eingesetzt wird (BFH-Urteil in BFHE 247, 427, BStBl II 2015, 338). Folge einer solchen Ausw&auml;rtst&auml;tigkeit ist, dass die Kosten f&uuml;r beruflich veranlasste Fahrten gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;9 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 EStG uneingeschr&auml;nkt zum Abzug zuzulassen sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Nach diesen Grunds&auml;tzen erf&uuml;llt die Dienststelle im Finanzamt f&uuml;r die Kl&auml;gerin nicht die Voraussetzungen einer regelm&auml;&szlig;igen Arbeitsst&auml;tte i.S. des &sect;&nbsp;9 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 Nr.&nbsp;4 EStG. Entgegen der Auffassung des FG gen&uuml;gt hierf&uuml;r nicht, dass die Kl&auml;gerin ihre Dienststelle regelm&auml;&szlig;ig und mit einer gewissen Nachhaltigkeit aufgesucht hat. Entscheidend ist vielmehr, dass die Kl&auml;gerin dort typischerweise nicht ihre Arbeitsleistung im Schwerpunkt erbracht hat und auch nicht zu erbringen hatte. Wie das FG zutreffend angenommen hat, lag der inhaltliche Schwerpunkt ihrer Pr&uuml;fungst&auml;tigkeit in den zu pr&uuml;fenden Unternehmen (vgl. &sect;&nbsp;200 Abs.&nbsp;2 der Abgabenordnung &#8211;AO&#8211;). Dar&uuml;ber hinaus erledigte sie einen Gro&szlig;teil der f&uuml;r eine Betriebspr&uuml;ferin typischen Innendienstt&auml;tigkeiten in ihrem &#8211;zu diesen Zwecken von ihrem Dienstherrn genehmigten&#8211; h&auml;uslichen Arbeitszimmer. Dass die Kl&auml;gerin das Finanzamt nicht nur zu Kontrollzwecken aufsuchte, sondern dort auch in geringerem Umfang Verwaltungst&auml;tigkeiten erledigte, Besprechungen mit dem Sachgebietsleiter durchf&uuml;hrte oder an Dienstbesprechungen teilnahm, steht dem nicht entgegen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>33<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Unerheblich ist insoweit auch, dass nach der Vereinbarung aus dem Jahre 2002 zwischen der Kl&auml;gerin und der Oberfinanzdirektion die Fahrten von ihrem h&auml;uslichen Arbeitszimmer zu ihrer Dienststelle als solche zwischen Wohnung und Arbeitsst&auml;tte angesehen werden sollten. Denn f&uuml;r die Qualifizierung der Dienststelle als regelm&auml;&szlig;ige Arbeitsst&auml;tte i.S. des &sect;&nbsp;9 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 Nr.&nbsp;4 EStG kommt es nur darauf an, ob der Arbeitnehmer die Dienststelle fortlaufend und immer wieder aufsucht und sich dort der inhaltliche Mittelpunkt der beruflichen T&auml;tigkeit befindet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>34<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Die von der Kl&auml;gerin bei den Eink&uuml;nften aus nichtselbst&auml;ndiger T&auml;tigkeit geltend gemachten Aufwendungen f&uuml;r Fahrten zwischen ihrer Wohnung und ihrer Dienststelle am Finanzamt sind daher f&uuml;r 2006 statt bisher mit 2.133,60&nbsp;EUR mit 4.267,20&nbsp;EUR (56 Tage x 127&nbsp;km x 2 x 0,30&nbsp;EUR\/km) zu ber&uuml;cksichtigen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>35<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Da das FG teilweise von anderen Rechtsgrunds&auml;tzen ausgegangen ist, ist sein Urteil aufzuheben. Die Sache ist nicht spruchreif. Der Senat kann auf der Grundlage der Feststellungen des FG nicht abschlie&szlig;end entscheiden, ob der Kl&auml;gerin in ihrer Dienststelle ein anderer Arbeitsplatz zur Verf&uuml;gung gestanden hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>36<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Das FG wird daher im zweiten Rechtsgang Feststellungen zur Beschaffenheit und zur Verf&uuml;gbarkeit des im dienstlichen Arbeitszimmer vorhandenen Arbeitsplatzes zu treffen haben. Dazu wird auch zu pr&uuml;fen sein, ob nach den tats&auml;chlichen Gegebenheiten eine ausreichende Anzahl an Poolarbeitspl&auml;tzen zur Verf&uuml;gung gestanden hat. Sofern nicht f&uuml;r jeden Nutzer ein eigener Arbeitsplatz vorhanden war, ist zu kl&auml;ren, ob beispielsweise durch dienstliche Nutzungseinteilungen oder die M&ouml;glichkeit privater Absprachen gew&auml;hrleistet war, dass die Kl&auml;gerin ihre gesamten Innendienstt&auml;tigkeiten in dem dienstlichen Arbeitszimmer h&auml;tte erledigen k&ouml;nnen. Unerheblich ist in diesem Zusammenhang, ob die Kl&auml;gerin einen Antrag auf Zuweisung eines festen Arbeitsplatzes an der Dienststelle gestellt hat (BFH-Urteil in BFHE 245, 22, BStBl II 2014, 570).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>37<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Ergeben die Feststellungen des FG, dass der Kl&auml;gerin in ihrer Dienststelle f&uuml;r die Erledigung ihrer Innendienstt&auml;tigkeiten ein anderer Arbeitsplatz zur Verf&uuml;gung gestanden hat, scheidet ein Abzug von Aufwendungen f&uuml;r das h&auml;usliche Arbeitszimmer bereits dem Grunde nach aus. Soweit das FG jedoch zu dem Ergebnis kommt, dass kein anderer Arbeitsplatz i.S. des &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;6b Satz&nbsp;2 EStG zur Verf&uuml;gung gestanden hat, k&ouml;nnen die Aufwendungen f&uuml;r das Arbeitszimmer im Streitjahr lediglich in H&ouml;he von bis zu 1.250&nbsp;EUR abgezogen werden. Denn der Mittelpunkt der gesamten beruflichen T&auml;tigkeit der Kl&auml;gerin lag nicht in ihrem h&auml;uslichen Arbeitszimmer. Wie das FG zutreffend entschieden hat, liegt bei einer Betriebspr&uuml;ferin einer Gro&szlig;- und Konzernbetriebspr&uuml;fung der pr&auml;gende T&auml;tigkeitsschwerpunkt in der Unternehmenspr&uuml;fung, die aber entsprechend &sect;&nbsp;200 Abs.&nbsp;2 AO vorrangig in den zu pr&uuml;fenden Unternehmen stattfindet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>38<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Im zweiten Rechtsgang wird das FG hinsichtlich des Ma&szlig;stabs, den es seiner &Uuml;berzeugungsbildung zugrunde legt (&sect;&nbsp;96 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 FGO), zu beachten haben, dass f&uuml;r eine Entscheidung nach der Feststellungslast erst dann Raum ist, wenn nach Aussch&ouml;pfung der dem FG zur Verf&uuml;gung stehenden Ermittlungsm&ouml;glichkeiten der Sachverhalt unaufgekl&auml;rt bleibt und zudem keinem der Beteiligten eine Verletzung seiner Mitwirkungspflicht vorzuwerfen ist, die im Rahmen der Sachverhaltsw&uuml;rdigung zu dessen Lasten wirken muss (vgl. BFH-Beschluss vom 21.&nbsp;Dezember 2004 I&nbsp;B&nbsp;128\/04, BFH\/NV 2005, 994, sowie BFH-Urteile vom 9.&nbsp;Juni 2005 IX&nbsp;R&nbsp;75\/03, BFH\/NV 2005, 1765, und vom 23.&nbsp;M&auml;rz 2011 X&nbsp;R&nbsp;44\/09, BFHE 233, 297, BStBl II 2011, 884). Deshalb muss das FG, bevor es in dieser Weise entscheidet, auf der Basis des vollst&auml;ndigen Akteninhalts (&sect;&nbsp;96 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 FGO) die ihm nach &sect;&nbsp;76 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 FGO obliegende Amtsermittlung durchf&uuml;hren.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>39<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>5. Die Kostenentscheidung folgt aus &sect;&nbsp;143 Abs.&nbsp;2 FGO. Die Entscheidung durch Urteil ohne m&uuml;ndliche Verhandlung beruht auf &sect;&nbsp;121 Satz&nbsp;1 i.V.m. &sect;&nbsp;90 Abs.&nbsp;2 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 16.9.2015, IX R 19\/14 Werbungskosten bei Vermietung eines ideellen Miteigentumsanteils an den Ehemann &#8211; Poolarbeitsplatz eines Betriebspr&uuml;fers als &quot;anderer Arbeitsplatz&quot; &#8211; Fahrten zwischen Wohnung und Dienststelle einer Betriebspr&uuml;ferin Tenor Auf die Revision der Kl&auml;gerin wird das Urteil des Finanzgerichts Berlin-Brandenburg vom 17. Juni 2014&nbsp;&nbsp;6 K 6241\/12 aufgehoben. 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