{"id":65755,"date":"2016-02-03T17:46:31","date_gmt":"2016-02-03T15:46:31","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=65755"},"modified":"2016-02-03T17:46:31","modified_gmt":"2016-02-03T15:46:31","slug":"iv-r-49-14-bewertungs-und-ansatzwahlrecht-nach-par-3-umwstg-1995-formwechselnde-umwandlung-einer-kapitalgesellschaft-in-eine-personengesellschaft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/iv-r-49-14-bewertungs-und-ansatzwahlrecht-nach-par-3-umwstg-1995-formwechselnde-umwandlung-einer-kapitalgesellschaft-in-eine-personengesellschaft\/","title":{"rendered":"IV&nbsp;R&nbsp;49\/14 &#8211; Bewertungs- und Ansatzwahlrecht nach &sect; 3 UmwStG 1995 &#8211; Formwechselnde Umwandlung einer Kapitalgesellschaft in eine Personengesellschaft"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 10.9.2015, IV R 49\/14<\/p>\n<p class=\"titel\">Bewertungs- und Ansatzwahlrecht nach &sect; 3 UmwStG 1995 &#8211; Formwechselnde Umwandlung einer Kapitalgesellschaft in eine Personengesellschaft<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>&sect; 3 UmwStG 1995 gew&auml;hrt der &uuml;bertragenden K&ouml;rperschaft neben einem Bewertungswahlrecht auch das Recht, in ihrer Schlussbilanz selbst geschaffene immaterielle Wirtschaftsg&uuml;ter anzusetzen (entgegen BMF-Schreiben vom 25. M&auml;rz 1998, BStBl I 1998, 268, Tz. 03.03. und 03.07.).<\/p>\n<\/div>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Die Revision des Beklagten gegen den Gerichtsbescheid des Finanzgerichts M&uuml;nster vom 17. November 2014&nbsp;&nbsp;5 K 2396\/13 G,F wird als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckgewiesen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Kosten des Revisionsverfahrens hat der Beklagte zu tragen.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>A. Die Kl&auml;gerin und Revisionsbeklagte (Kl&auml;gerin) ist eine GmbH &#038; Co. KG, die im Wege einer formwechselnden Umwandlung der Z-GmbH nach den Vorschriften der &sect;&sect;&nbsp;190&nbsp;ff. des Umwandlungsgesetzes zum 1.&nbsp;Juli 2004 entstanden ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Z-GmbH aktivierte in ihrer Schlussbilanz auf den 30.&nbsp;Juni 2004 erstmals einen selbst geschaffenen Firmenwert sowie einen Auftragsbestand. Zur Erl&auml;uterung f&uuml;hrte sie aus, dass der Ausweis aufgrund der formwechselnden Umwandlung nach &sect;&nbsp;3 des Umwandlungssteuergesetzes in der f&uuml;r die Streitjahre geltenden Fassung (UmwStG 1995) zum steuerlichen Teilwert erfolge. Trotz der dadurch bedingten Gewinn erh&ouml;henden Zuschreibungen auf Firmenwert und Auftragsbestand ergab sich f&uuml;r die Z-GmbH aufgrund des vorhandenen Verlustvortrags eine festzusetzende K&ouml;rperschaftsteuer von Null&nbsp;EUR. Im Rahmen einer nachfolgenden Betriebspr&uuml;fung betrachtete der Pr&uuml;fer die Zuschreibungen als unzul&auml;ssig, da der selbst geschaffene Firmenwert und der Auftragsbestand gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;5 Abs.&nbsp;2 des Einkommensteuergesetzes in der in den Streitjahren geltenden Fassung (EStG) nicht aktiviert werden d&uuml;rften. Nachfolgend zur Betriebspr&uuml;fung wurde ein entsprechend ge&auml;nderter K&ouml;rperschaftsteuerbescheid f&uuml;r 2004 gegen&uuml;ber der Z-GmbH erlassen, mit dem unver&auml;ndert eine K&ouml;rperschaftsteuer von Null&nbsp;EUR festgesetzt wurde. Die hiergegen gerichtete Klage, die die Kl&auml;gerin als Gesamtrechtsnachfolgerin der Z-GmbH f&uuml;hrte, hatte Erfolg. Das Urteil des Finanzgerichts (FG) wurde jedoch auf die Revision des Beklagten und Revisionskl&auml;gers (Finanzamt &#8211;FA&#8211;) aufgehoben und die Klage abgewiesen. Nach Auffassung des Bundesfinanzhofs (BFH) im Urteil vom 19.&nbsp;Dezember 2012 I&nbsp;R&nbsp;5\/12 (BFH\/NV 2013, 743) war die Klage der Z-GmbH unzul&auml;ssig. Es fehle am Rechtsschutzbed&uuml;rfnis, da die Z-GmbH durch die Streichung der Zuschreibungen auf den selbst geschaffenen Firmenwert und den Auftragsbestand steuerlich nicht beschwert sei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In der Er&ouml;ffnungsbilanz der Kl&auml;gerin auf den 1.&nbsp;Juli 2004 waren der selbst geschaffene Firmenwert und der Auftragsbestand korrespondierend zu der Schlussbilanz der Z-GmbH ausgewiesen. Im Rumpfgesch&auml;ftsjahr 2004 nahm die Kl&auml;gerin eine Abschreibung auf den Firmenwert in H&ouml;he von 20.010&nbsp;EUR und in den Jahren 2005 und 2006 in H&ouml;he von jeweils 40.020&nbsp;EUR vor. Den mit 100.000&nbsp;EUR aktivierten Auftragsbestand l&ouml;ste die Kl&auml;gerin noch im Rumpfgesch&auml;ftsjahr 2004 Gewinn mindernd auf.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Bescheide &uuml;ber die gesonderte und einheitliche Feststellung von Besteuerungsgrundlagen sowie die Gewerbesteuermessbescheide f&uuml;r die Streitjahre (2004 bis 2006) ergingen zun&auml;chst erkl&auml;rungsgem&auml;&szlig; und standen unter dem Vorbehalt der Nachpr&uuml;fung. Im Rahmen der nachfolgend durchgef&uuml;hrten Betriebspr&uuml;fung vertrat der Pr&uuml;fer die Auffassung, dass der selbst geschaffene Firmenwert und der Auftragsbestand in der Schlussbilanz der Z-GmbH und in der Er&ouml;ffnungsbilanz der Kl&auml;gerin zu streichen seien. Dementsprechend seien die Abschreibungen auf den Firmenwert und die Aufl&ouml;sung des Auftragsbestands r&uuml;ckg&auml;ngig zu machen und der Gewinn der Kl&auml;gerin entsprechend zu erh&ouml;hen. Das FA folgte der Auffassung der Betriebspr&uuml;fung und erlie&szlig; ge&auml;nderte Feststellungs- und Gewerbesteuermessbescheide. Die hiergegen gerichteten Einspr&uuml;che der Kl&auml;gerin blieben erfolglos.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Ihre Klage hatte hingegen Erfolg. Das Urteil des FG ist in Entscheidungen der Finanzgerichte (EFG) 2015, 1079 abgedruckt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit seiner Revision r&uuml;gt das FA eine Verletzung von Bundesrecht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FG habe in seinem Urteil nicht ber&uuml;cksichtigt, dass die Kl&auml;gerin als &uuml;bernehmende Gesellschaft nach &sect;&nbsp;14 Satz 1 i.V.m. &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;1 UmwStG 1995 an die Werte der Schlussbilanz der &uuml;bertragenden Gesellschaft gebunden sei. Dem letzten K&ouml;rperschaftsteuerbescheid 2004 f&uuml;r die &uuml;bertragende GmbH, der nach Rechtskraft des BFH-Urteils in BFH\/NV 2013, 743 bestandskr&auml;ftig geworden sei, habe jedoch ein Nichtansatz der immateriellen Wirtschaftsg&uuml;ter zugrunde gelegen. Daran sei die Kl&auml;gerin gebunden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zudem habe das FG &sect;&nbsp;3 UmwStG 1995 unzutreffend angewendet, denn diese Vorschrift gebe der &uuml;bertragenden K&ouml;rperschaft lediglich ein Bewertungs-, nicht aber ein Ansatzwahlrecht. Im Ergebnis k&ouml;nnten daher in der steuerlichen Schlussbilanz nach den allgemeinen Bilanzierungsregeln keine Wirtschaftsg&uuml;ter ausgewiesen werden, die mangels entgeltlichen Erwerbs dem Grunde nach steuerlich nicht aktiviert werden d&uuml;rften.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Abweichendes ergebe sich auch nicht aus dem BFH-Urteil vom 19.&nbsp;Oktober 2005 I&nbsp;R&nbsp;38\/04 (BFHE 211, 472, BStBl II 2006, 568), dem zufolge im Fall einer formwechselnden Umwandlung einer KG in eine GmbH die aufnehmende Kapitalgesellschaft selbst geschaffene immaterielle Wirtschaftsg&uuml;ter der &uuml;bertragenden Personengesellschaft im Rahmen der &Uuml;bernahme des Betriebsverm&ouml;gens erstmalig ansetzen d&uuml;rfe. Denn dieser Fall unterscheide sich in mehrfacher Hinsicht vom hier gegebenen umgekehrten Fall.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt sinngem&auml;&szlig;, das FG-Urteil aufzuheben und die Klage abzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin hat keinen Antrag gestellt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Sie f&uuml;hrt aus: In seinem Urteil in BFH\/NV 2013, 743 habe der BFH entschieden, dass sie, die Kl&auml;gerin, verfahrensrechtlich nicht daran gehindert sei, sich im Rahmen ihrer Gewinnermittlung auf die Aktivierung der immateriellen Wirtschaftsg&uuml;ter in der Schlussbilanz der &uuml;bertragenden Gesellschaft zu berufen und diese Werte bilanziell fortzuschreiben. Anderenfalls gebe es eine Rechtsschutzl&uuml;cke.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Entgegen der Auffassung des FA gew&auml;hre &sect;&nbsp;3 UmwStG 1995 nicht nur ein Bewertungs-, sondern auch ein Ansatzwahlrecht. Das ergebe sich aus dem von &sect;&nbsp;3 UmwStG 1977 abweichenden Wortlaut des &sect;&nbsp;3 UmwStG 1995. Zudem unterstelle der steuerlich fingierte &Uuml;bertragungsvorgang nach &sect;&nbsp;14 UmwStG 1995 auch beim Formwechsel ein entgeltliches Tauschgesch&auml;ft.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>B. Die Revision ist unbegr&uuml;ndet und war daher zur&uuml;ckzuweisen (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;2 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;). Zu Recht hat das FG entschieden, dass die Z-GmbH in ihrer Schlussbilanz auf den 30.&nbsp;Juni 2004 ihren Auftragsbestand und den von ihr geschaffenen Firmenwert mit dem Teilwert ansetzen durfte, und dass die Kl&auml;gerin dementsprechend im Streitjahr 2004 zur Gewinn mindernden Aufl&ouml;sung des &uuml;bernommenen Auftragsbestands und in den Streitjahren 2004 bis 2006 zur Gewinn mindernden Vornahme von Absetzung f&uuml;r Abnutzung (AfA) auf den Firmenwert berechtigt war.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;14 Satz 1 i.V.m. &sect; 4 Abs.&nbsp;1 UmwStG 1995 hat im Falle des &#8211;hier gegebenen&#8211; Formwechsels einer Kapitalgesellschaft in eine Personengesellschaft Letztere die auf sie &uuml;bergegangenen Wirtschaftsg&uuml;ter mit dem in der steuerlichen Schlussbilanz der &uuml;bertragenden K&ouml;rperschaft enthaltenen Wert zu &uuml;bernehmen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. In der steuerlichen Schlussbilanz der Z-GmbH waren sowohl der Firmenwert als auch der Auftragsbestand jeweils mit dem Teilwert aktiviert. Diese Zuschreibungen hatte das FA im Anschluss an eine Betriebspr&uuml;fung allerdings nicht anerkannt und seine insoweit abweichende Auffassung auch den der Z-GmbH gegen&uuml;ber f&uuml;r 2004 ergangenen Steuerbescheiden zugrunde gelegt. Entgegen der Auffassung des FA f&uuml;hrt dies im Streitfall aber nicht dazu, dass auch f&uuml;r die Kl&auml;gerin aufgrund der in &sect;&nbsp;14 Satz&nbsp;1 i.V.m. &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;1 UmwStG 1995 vorgesehenen Bindungswirkung damit bereits bindend feststand, dass sie in ihrer Er&ouml;ffnungsbilanz den Firmenwert und den Auftragsbestand nicht aktivieren durfte. Denn anderenfalls w&auml;re in einem Streitfall wie dem vorliegenden die Frage, ob die Auffassung des FA rechtswidrig ist, der gerichtlichen &Uuml;berpr&uuml;fung entzogen, obwohl sie sich zulasten der Kl&auml;gerin auswirkt. Da der Ansatz selbst geschaffener immaterieller Wirtschaftsg&uuml;ter zu einer Gewinnerh&ouml;hung f&uuml;hrt, wirkt sich der Umstand, dass das FA den Ansatz r&uuml;ckg&auml;ngig macht, f&uuml;r die &uuml;bertragende Gesellschaft, die &#8211;wie hier die Z-GmbH&#8211; den Ansatz in ihrer Bilanz vorgenommen hat, immer Gewinn mindernd aus. Die &uuml;bertragende K&ouml;rperschaft hat daher mangels eigener Beschwer keine M&ouml;glichkeit, die Rechtm&auml;&szlig;igkeit der ihren Steuerfestsetzungen zugrunde gelegten Auffassung des FA, der (erstmalige) Ansatz selbst geschaffener immaterieller Wirtschaftsg&uuml;ter in der Schlussbilanz sei unzul&auml;ssig, gerichtlich kl&auml;ren zu lassen. Im Hinblick auf die Rechtsschutzgarantie des Art.&nbsp;19 Abs.&nbsp;4 des Grundgesetzes muss daher in einem solchen Fall die &uuml;bernehmende Gesellschaft, die durch den vom FA vorgenommenen abweichenden Ansatz wegen der in &sect;&nbsp;14 Satz 1 i.V.m. &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;1 UmwStG 1995 vorgesehenen Bindungswirkung beschwert ist, die M&ouml;glichkeit haben, diese Frage in dem ihre eigene Steuerfestsetzung betreffenden Verfahren gerichtlich kl&auml;ren zu lassen (vgl. BFH-Urteile in BFH\/NV 2013, 743; vom 6.&nbsp;Juni 2013 I&nbsp;R&nbsp;36\/12, BFH\/NV 2014, 74; vom 21.&nbsp;Oktober 2014 I&nbsp;R&nbsp;1\/13, BFH\/NV 2015, 690; vom 16.&nbsp;Dezember 2014 VIII&nbsp;R&nbsp;45\/12, BFHE 249, 83, BStBl II 2015, 759; vgl. auch Beschluss des Bundesverfassungsgerichts vom 31.&nbsp;Mai 2011&nbsp;&nbsp;1&nbsp;BvR&nbsp;857\/07, BVerfGE 129, 1).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Entgegen der Auffassung des FA war die Z-GmbH zur Aktivierung des selbst geschaffenen Firmenwertes und ihres Auftragsbestands in ihrer Schlussbilanz berechtigt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Nach &sect;&nbsp;14 Satz 1 i.V.m. &sect;&nbsp;3 Satz 1 UmwStG 1995 kann die &uuml;bertragende Gesellschaft die Wirtschaftsg&uuml;ter in ihrer Schlussbilanz mit dem Buchwert oder einem h&ouml;heren Wert ansetzen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zu Recht hat das FG entschieden, dass &sect;&nbsp;3 Satz 1 UmwStG 1995 neben einem Bewertungswahlrecht (ebenso bereits BFH-Urteile in BFHE 211, 472, BStBl II 2006, 568, zur formwechselnden Umwandlung einer Personengesellschaft in eine Kapitalgesellschaft; vom 5.&nbsp;Juni 2007 I&nbsp;R&nbsp;97\/06, BFHE 218, 226, BStBl II 2008, 650, zur Verschmelzung einer K&ouml;rperschaft auf eine andere K&ouml;rperschaft) ein allgemeines Ansatzwahlrecht enth&auml;lt, das die &uuml;bertragende K&ouml;rperschaft berechtigt, in ihrer steuerlichen Schlussbilanz in Durchbrechung des Aktivierungsverbots des &sect;&nbsp;5 Abs.&nbsp;2 EStG i.V.m. &sect;&nbsp;8 Abs.&nbsp;1 des K&ouml;rperschaftsteuergesetzes auch selbst geschaffene immaterielle Wirtschaftsg&uuml;ter anzusetzen. Dies ergibt sich aus dem gegen&uuml;ber &sect;&nbsp;3 UmwStG 1977 ge&auml;nderten Wortlaut des &sect;&nbsp;3 UmwStG 1995 unter Bezugnahme auf die Begr&uuml;ndung des Gesetzentwurfs f&uuml;r diese Neufassung (ebenso z.B. Schmitt\/H&ouml;rtnagl\/Stratz, Umwandlungsgesetz, Umwandlungssteuergesetz, 3.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;3 UmwStG Rz&nbsp;32, 85; Brinkhaus in Haritz\/Benkert, Umwandlungssteuergesetz, 2.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;3 Rz&nbsp;99&nbsp;ff.; anderer Ansicht z.B. Schreiben des Bundesministeriums der Finanzen &#8211;BMF&#8211; vom 25.&nbsp;M&auml;rz 1998 IV&nbsp;B&nbsp;7&nbsp;&#8211;&nbsp;S&nbsp;1978&nbsp;&#8211; 21\/98, BStBl I 1998, 268, Tz.&nbsp;03.03. und 03.07.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Nach &sect;&nbsp;3 UmwStG 1977 waren in der steuerlichen Schlussbilanz der Kapitalgesellschaft nur &quot;die nach den steuerrechtlichen Vorschriften &uuml;ber die Gewinnermittlung auszuweisenden Wirtschaftsg&uuml;ter&quot; anzusetzen. Danach durften selbst geschaffene oder unentgeltlich erworbene immaterielle Wirtschaftsg&uuml;ter des Anlageverm&ouml;gens aufgrund des Verweises auf das Aktivierungsverbot des &sect;&nbsp;5 Abs.&nbsp;2 EStG nicht in der Schlussbilanz angesetzt werden (z.B. BFH-Urteile vom 16.&nbsp;Mai 2002 III&nbsp;R&nbsp;45\/98, BFHE 199, 254, BStBl II 2003, 10, und vom 22.&nbsp;Februar 2005 VIII&nbsp;R&nbsp;89\/00, BFHE 209, 224, BStBl II 2005, 624).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Bei der Neuregelung des &sect;&nbsp;3 UmwStG 1995 ist dieser Verweis auf die steuerlichen Gewinnermittlungsvorschriften jedoch nicht aus der Vorg&auml;ngerregelung &uuml;bernommen worden. &sect;&nbsp;3 Satz 1 UmwStG 1995 nennt lediglich das &quot;Verm&ouml;gen der &uuml;bertragenden K&ouml;rperschaft&quot; und regelt, dass &quot;die Wirtschaftsg&uuml;ter&quot; in der steuerlichen Schlussbilanz der &uuml;bertragenden K&ouml;rperschaft mit dem Buchwert oder einem h&ouml;heren Wert angesetzt werden k&ouml;nnen. Eine Bezugnahme auf die steuerrechtlichen Vorschriften &uuml;ber die Gewinnermittlung findet sich nur noch im Rahmen der Definition des Buchwerts in Satz&nbsp;3 des &sect;&nbsp;3 UmwStG 1995, demzufolge Buchwert der Wert ist, der sich nach den steuerrechtlichen Vorschriften &uuml;ber die Gewinnermittlung ergibt. Schon der im Hinblick auf die Bezugnahme auf die steuerrechtlichen Gewinnermittlungsvorschriften &#8211;und damit auf &sect;&nbsp;5 Abs.&nbsp;2 EStG&#8211; unterschiedliche Wortlaut spricht danach daf&uuml;r, dass &sect;&nbsp;3 UmwStG 1995 anders als die Vorg&auml;ngerfassung der &uuml;bertragenden Gesellschaft auch ein Ansatzwahlrecht f&uuml;r selbst geschaffene immaterielle Wirtschaftsg&uuml;ter gew&auml;hrt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) F&uuml;r diese Auslegung spricht zudem die Begr&uuml;ndung des Gesetzentwurfs des &sect;&nbsp;3 UmwStG 1995. Dort hei&szlig;t es: &quot;In Anlehnung an die Vorschriften des Umwandlungsgesetzes hat die &uuml;bertragende K&ouml;rperschaft das Wahlrecht, die Wirtschaftsg&uuml;ter in der steuerlichen Schlu&szlig;bilanz mit dem Buchwert oder einem h&ouml;heren Wert, h&ouml;chstens jedoch mit dem Teilwert anzusetzen. Der Ansatz der &uuml;bergehenden Wirtschaftsg&uuml;ter in der steuerlichen Schlu&szlig;bilanz mit einem &uuml;ber dem Buchwert liegenden Wert kann von Vorteil sein, wenn die &uuml;bertragende K&ouml;rperschaft noch einen nicht ausgeglichenen Verlust hat.&quot; (BTDrucks 12\/6885, S.&nbsp;16). Abgestellt wird also ausdr&uuml;cklich auf die Bewertung der &quot;&uuml;bergehenden&quot; Wirtschaftsg&uuml;ter und nicht lediglich auf die &quot;nach den steuerrechtlichen Vorschriften &uuml;ber die Gewinnermittlung auszuweisenden&quot;, d.h. die bereits bilanzierten Wirtschaftsg&uuml;ter. Durch die Einbeziehung selbst geschaffener immaterieller Wirtschaftsg&uuml;ter wird das gesetzgeberische Ziel, nicht ausgeglichene Verluste nicht untergehen zu lassen, eher erreicht, als wenn diese nicht angesetzt werden d&uuml;rften.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Nicht zuletzt spricht auch die Begr&uuml;ndung des Gesetzentwurfs zu &sect;&nbsp;3 UmwStG 2006, der nun ausdr&uuml;cklich auch nicht entgeltlich erworbene und selbst geschaffene immaterielle Wirtschaftsg&uuml;ter erfasst, daf&uuml;r, dass ein entsprechendes Ansatzwahlrecht bereits in &sect;&nbsp;3 UmwStG 1995 enthalten war. So ging die Bundesregierung in der Begr&uuml;ndung des Gesetzentwurfs davon aus, dass die Neufassung auch &quot;f&uuml;r immaterielle Wirtschaftsg&uuml;ter einschlie&szlig;lich des Firmenwertes, die nicht entgeltlich erworben wurden&quot; gelte, ohne eine entsprechende Klarstellung im Gesetzestext f&uuml;r erforderlich zu halten (BRDrucks 542\/06, S.&nbsp;18, 59). Die ausdr&uuml;ckliche Aufnahme immaterieller Wirtschaftsg&uuml;ter in den Gesetzestext selbst erfolgte erst auf entsprechende Bitte des Bundesrates um Klarstellung (BTDrucks 16\/2710, S.&nbsp;62; BTDrucks 16\/3315, S.&nbsp;29; BTDrucks 16\/3369, S.&nbsp;9).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>dd) Die gegen die hier vertretene Auffassung gerichteten Einw&auml;nde des FA greifen nicht durch.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(1) Wie dargelegt, ergibt sich jedenfalls unter Bezugnahme auf die Begr&uuml;ndung des Gesetzentwurfs zur Neufassung des &sect;&nbsp;3 UmwStG 1995, dass von Satz 1 dieser Norm mit den &quot;Wirtschaftsg&uuml;ter(n)&quot; nicht lediglich die bereits bilanzierten, sondern alle &uuml;bergehenden Wirtschaftsg&uuml;ter erfasst werden, die danach in der steuerlichen Schlussbilanz der &uuml;bertragenden Gesellschaft zu aktivieren sind. Insofern ergibt sich &#8211;entgegen der Auffassung des FA&#8211; kein Unterschied zu der &#8211;im Fall einer formwechselnden Umwandlung einer Personengesellschaft in eine Kapitalgesellschaft nach &sect;&nbsp;25 Satz&nbsp;1 UmwStG 1995 anzuwendenden&#8211; Vorschrift des &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 UmwStG 1995, die f&uuml;r die in der Er&ouml;ffnungsbilanz der aufnehmenden Gesellschaft anzusetzenden Wirtschaftsg&uuml;ter auf &quot;das eingebrachte Betriebsverm&ouml;gen&quot; abstellt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(2) Nicht zu &uuml;berzeugen vermag der Einwand des FA, aus &sect;&nbsp;3 Satz&nbsp;3 UmwStG 1995 folge, dass die &uuml;bertragende K&ouml;rperschaft in ihrer steuerlichen Schlussbilanz nur solche Wirtschaftsg&uuml;ter ansetzen d&uuml;rfe, denen dem Grunde nach ein Buchwert beigemessen werden k&ouml;nne, da sonst das Wahlrecht zum Buchwertansatz mangels eines &quot;tats&auml;chlichen&quot; Buchwerts leerlaufe; scheide danach bereits ein Buchwertansatz aus, gelte dies erst Recht f&uuml;r einen im Rahmen des Bewertungswahlrechts ausweisbaren h&ouml;heren Wertansatz. Insoweit &uuml;bersieht das FA, dass &sect;&nbsp;3 Satz&nbsp;3 UmwStG 1995 gerade bei Annahme eines Ansatzwahlrechts f&uuml;r den Ansatz selbst geschaffener immaterieller Wirtschaftsg&uuml;ter von Bedeutung ist. Ein Buchwerttransfer soll gerade die steuerneutrale Umstrukturierung erm&ouml;glichen. W&auml;hlt die &uuml;bertragende Gesellschaft den Buchwertansatz, so stellt &sect;&nbsp;3 Satz&nbsp;3 UmwStG 1995 sicher, dass von ihr selbst geschaffene immaterielle Wirtschaftsg&uuml;ter, die mangels Aktivierung bislang keinen Buchwert haben, nicht bzw. mit einem Wert von Null angesetzt werden und nicht mit ihrem tats&auml;chlichen Wert, der zu einer Gewinnauswirkung f&uuml;hren w&uuml;rde.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(3) Entgegen der Auffassung des FA bestehen auch keine sachlichen Gr&uuml;nde daf&uuml;r, den Fall der formwechselnden Umwandlung einer Personengesellschaft in eine Kapitalgesellschaft, f&uuml;r den &sect;&nbsp;25 Satz&nbsp;1 i.V.m. &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 UmwStG 1995 der in diesem Fall wahlrechtsberechtigten &uuml;bernehmenden Gesellschaft ein Ansatzwahlrecht auch f&uuml;r selbst geschaffene immaterielle Wirtschaftsg&uuml;ter gew&auml;hrt (z.B. BFH-Urteil in BFHE 211, 472, BStBl II 2006, 568), insoweit anders zu behandeln als den hier gegebenen umgekehrten Fall der formwechselnden Umwandlung einer Kapitalgesellschaft in eine Personengesellschaft. Es ist insbesondere nicht ersichtlich, weshalb der n&auml;mliche Vorgang einer formwechselnden Umwandlung aus der Sicht der &uuml;bernehmenden Gesellschaft einen Anschaffungsvorgang, aus der Sicht der &uuml;bertragenden Gesellschaft hingegen keinen Anschaffungsvorgang darstellen soll. Dementsprechend kann im Hinblick auf die Frage des Ansatzes selbst geschaffener immaterieller Wirtschaftsg&uuml;ter kein sachlicher Grund darin liegen, dass das Wahlrecht im einen Fall der &uuml;bernehmenden Gesellschaft in ihrer Er&ouml;ffnungsbilanz, im anderen Fall der &uuml;bertragenden Gesellschaft in ihrer Schlussbilanz einger&auml;umt wird. Ein insoweit entscheidender Unterschied ergibt sich auch nicht daraus, dass auf die formwechselnde Umwandlung einer Personengesellschaft in eine Kapitalgesellschaft nach &sect;&nbsp;25 Satz 1 UmwStG 1995 die Vorschriften &uuml;ber die Einbringung in eine Kapitalgesellschaft (&sect;&sect;&nbsp;20 bis 23 UmwStG 1995), auf den umgekehrten Fall der formwechselnden Umwandlung einer Kapitalgesellschaft in eine Personengesellschaft nach &sect;&nbsp;14 Satz 1 UmwStG 1995 hingegen die Vorschriften &uuml;ber die Verschmelzung auf eine Personengesellschaft (&sect;&sect;&nbsp;3 bis 8, 10 UmwStG 1995) f&uuml;r entsprechend anwendbar erkl&auml;rt werden. Denn ebenso wie die Einbringung wird auch eine solche Verschmelzung als Ver&auml;u&szlig;erungs- und Anschaffungsvorgang beurteilt (vgl. z.B. BFH-Urteil vom 15.&nbsp;Oktober 1997 I&nbsp;R&nbsp;22\/96, BFHE 184, 435, BStBl II 1998, 168).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Die Sache ist spruchreif. War die Z-GmbH zur Aktivierung ihres Firmenwertes und ihres Auftragsbestands berechtigt, hatte aufgrund der in &sect;&nbsp;14 Satz 1 i.V.m. &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;1 UmwStG 1995 angeordneten Bindungswirkung auch die Kl&auml;gerin in ihrer Er&ouml;ffnungsbilanz diese immateriellen Wirtschaftsg&uuml;ter mit den von der Z-GmbH in ihrer Schlussbilanz angesetzten Werten, deren H&ouml;he zwischen den Beteiligten nicht streitig ist, zu aktivieren. Sie war danach in 2004 zur Gewinn mindernden Aufl&ouml;sung des Auftragsbestands und in den Streitjahren 2004 bis 2006 zur Gewinn wirksamen Vornahme von AfA auf den Firmenwert berechtigt, deren H&ouml;he zwischen den Beteiligten ebenfalls nicht streitig ist. Zu Recht hat danach das FG in dem angegriffenen Urteil die Steuerbescheide antragsgem&auml;&szlig; ge&auml;ndert.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Kostenentscheidung folgt aus &sect;&nbsp;135 Abs.&nbsp;2 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 10.9.2015, IV R 49\/14 Bewertungs- und Ansatzwahlrecht nach &sect; 3 UmwStG 1995 &#8211; Formwechselnde Umwandlung einer Kapitalgesellschaft in eine Personengesellschaft Leits&auml;tze &sect; 3 UmwStG 1995 gew&auml;hrt der &uuml;bertragenden K&ouml;rperschaft neben einem Bewertungswahlrecht auch das Recht, in ihrer Schlussbilanz selbst geschaffene immaterielle Wirtschaftsg&uuml;ter anzusetzen (entgegen BMF-Schreiben vom 25. 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