{"id":6576,"date":"2012-11-30T21:50:29","date_gmt":"2012-11-30T19:50:29","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=6576"},"modified":"2012-11-30T21:50:29","modified_gmt":"2012-11-30T19:50:29","slug":"x-r-5-12-kostenentscheidung-bei-erledigung-der-hauptsache-keine-erledigungserklaerung-durch-bmf","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/x-r-5-12-kostenentscheidung-bei-erledigung-der-hauptsache-keine-erledigungserklaerung-durch-bmf\/","title":{"rendered":"X&nbsp;R&nbsp;5\/12 &#8211; Kostenentscheidung bei Erledigung der Hauptsache &#8211; Keine Erledigungserkl&auml;rung durch BMF"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 29.8.2012, X R 5\/12<\/p>\n<p class=\"titel\">Kostenentscheidung bei Erledigung der Hauptsache &#8211; Keine Erledigungserkl&auml;rung durch BMF<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Die Kl&auml;ger und Revisionsbeklagten (Kl&auml;ger) erwarben eine unsanierte Eigentumswohnung in X, die sie im September 2010 bezogen. Sie reichten am 21.&nbsp;September 2010 beim Amt f&uuml;r Bauordnung und Denkmalpflege der Stadt X (Denkmalschutzbeh&ouml;rde) einen Antrag auf Ausstellung einer Bescheinigung gem&auml;&szlig; &sect;&sect;&nbsp;7i, 10f und 11b des Einkommensteuergesetzes (EStG) ein, was von der Denkmalschutzbeh&ouml;rde ebenso best&auml;tigt wurde wie die Tatsache, dass das erforderliche denkmalschutzrechtliche Abstimmungsverfahren eingehalten worden sei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In ihrer Steuererkl&auml;rung f&uuml;r das Streitjahr 2010 begehrten die Kl&auml;ger gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;10f Abs.&nbsp;1 EStG die Ber&uuml;cksichtigung von 24.480&nbsp;EUR als Aufwendungen f&uuml;r Wohneigentum; dieses wurde von dem Beklagten und Revisionskl&auml;ger (Finanzamt &#8211;FA&#8211;) abgelehnt. Mit dem Urteil vom 11.&nbsp;Januar 2012 hat das Finanzgericht (FG) der nach erfolglosem Vorverfahren erhobenen Klage teilweise stattgegeben und den Einkommensteuerbescheid 2010 in Gestalt der Einspruchsentscheidung vom 24.&nbsp;August 2011 dahingehend ge&auml;ndert, dass weitere Sonderausgaben in H&ouml;he von 22.032&nbsp;EUR zu ber&uuml;cksichtigen seien. Das FA hat die zugelassene Revision fristgerecht eingelegt und begr&uuml;ndet, das Bundesministerium der Finanzen (BMF) ist dem Verfahren beigetreten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nachdem die Denkmalschutzbeh&ouml;rde am 2.&nbsp;Mai 2012 Sanierungsaufwendungen in H&ouml;he von 224.067,14&nbsp;EUR anerkannt hatte, &auml;nderte das FA mit Bescheid vom 13.&nbsp;Juni 2012 den Einkommensteuerbescheid 2010 und legte nunmehr Sonderausgaben in H&ouml;he von 20.167&nbsp;EUR als Aufwendungen f&uuml;r die eigene Wohnung der Besteuerung der Kl&auml;ger zugrunde. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;ger erkl&auml;rten am 18.&nbsp;Juli 2012 &quot;den Rechtsstreit in der Hauptsache im Revisionsverfahren f&uuml;r erledigt&quot;. Sie sind der Auffassung, dem FA seien die Kosten aufzuerlegen, weil das FA den urspr&uuml;nglichen Einkommensteuerbescheid erlassen habe, ohne seiner Pflicht gem&auml;&szlig; &sect;&sect;&nbsp;155 Abs.&nbsp;2 und 162 Abs.&nbsp;5 der Abgabenordnung (AO) nachzukommen und die Sonderausgaben gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;10f EStG zu sch&auml;tzen. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA erkl&auml;rte am 9.&nbsp;August 2012 den Rechtsstreit in der Hauptsache f&uuml;r erledigt. Es beantragt eine Kostenentscheidung gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;138 Abs.&nbsp;1 der Finanzgerichtsordnung (FGO). F&uuml;r eine Kostenentscheidung gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;138 Abs.&nbsp;2 FGO sei kein Raum, da der angefochtene Einkommensteuerbescheid 2010 rechtm&auml;&szlig;ig gewesen und der Grund f&uuml;r die &Auml;nderung des Einkommensteuerbescheids von ihm nicht zu vertreten gewesen sei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. 1. Der Rechtsstreit ist wirksam in der Hauptsache f&uuml;r erledigt erkl&auml;rt worden. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Die Kl&auml;ger haben zwar &quot;den Rechtsstreit in der Hauptsache im Revisionsverfahren f&uuml;r erledigt&quot; erkl&auml;rt. Die Bezugnahme in der Formulierung auf das Revisionsverfahren bedeutet indes keine Einschr&auml;nkung der Erledigungserkl&auml;rung auf das Rechtsmittelverfahren (vgl. dazu Gr&auml;ber\/Ratschow, Finanzgerichtsordnung, 7.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;138 Rz&nbsp;60). Dies ergibt sich eindeutig aus dem Kontext mit den Schreiben des FA vom 12.&nbsp;Juni 2012 und der Gesch&auml;ftsstelle des angerufenen Senats vom 21.&nbsp;Juni 2012. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Es ist unerheblich, dass das BMF keine Erledigungserkl&auml;rung abgegeben hat. Hat sich der Rechtsstreit durch die &uuml;bereinstimmenden Erkl&auml;rungen der Kl&auml;ger und des FA in der Hauptsache erledigt, ist f&uuml;r eine Erledigungserkl&auml;rung des dem Verfahren beigetretenen BMF kein Raum mehr (st&auml;ndige Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211;, vgl. Beschl&uuml;sse vom 14.&nbsp;Mai 1975 VII&nbsp;R&nbsp;107\/72, BFHE 115, 425, und vom 29.&nbsp;Juli 1996 III&nbsp;R&nbsp;144\/93, nicht ver&ouml;ffentlicht, juris). <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Da die Erledigungserkl&auml;rungen im Revisionsverfahren abgegeben wurden, ist das angefochtene Urteil einschlie&szlig;lich der darin enthaltenen Kostenentscheidung gegenstandslos geworden (BFH-Beschl&uuml;sse vom 29.&nbsp;Mai 1996 I&nbsp;R&nbsp;79\/95, BFH\/NV 1996, 846; vom 25.&nbsp;Januar 1994 V&nbsp;R&nbsp;128\/85, BFH\/NV 1995, 918, und vom 30.&nbsp;M&auml;rz 2011 X&nbsp;R&nbsp;13\/11, nicht ver&ouml;ffentlicht, juris).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Nachdem die Beteiligten die Hauptsache &uuml;bereinstimmend f&uuml;r erledigt erkl&auml;rt haben, hat der beschlie&szlig;ende Senat nur noch &uuml;ber die Kosten des Rechtsstreits zu entscheiden (&sect;&nbsp;138 Abs.&nbsp;1 FGO). <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Zwar sind gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;138 Abs.&nbsp;2 FGO die Kosten der Beh&ouml;rde aufzuerlegen, wenn sich ein Rechtsstreit dadurch erledigt, dass dem Antrag des Steuerpflichtigen durch R&uuml;cknahme oder &Auml;nderung des angefochtenen Verwaltungsaktes stattgegeben oder der beantragte Verwaltungsakt erlassen wird (vgl. z.B. BFH-Beschluss vom 17.&nbsp;Dezember 2002 I&nbsp;R&nbsp;87\/00, BFH\/NV 2003, 785). Ist die Erledigung hingegen auf ein nachtr&auml;glich eingetretenes au&szlig;erprozessuales Ereignis (hier die Bescheinigung der Denkmalschutzbeh&ouml;rde) zur&uuml;ckzuf&uuml;hren, ist nicht &sect;&nbsp;138 Abs.&nbsp;2 FGO sondern &sect;&nbsp;138 Abs.&nbsp;1 Halbsatz&nbsp;2 FGO der Ma&szlig;stab f&uuml;r die Kostentragungspflicht (vgl. Senatsbeschluss vom 16.&nbsp;Oktober 2001 X&nbsp;R&nbsp;128\/97, BFH\/NV 2002, 337, m.w.N.; siehe dazu auch Brandis in Tipke\/Kruse, Abgabenordnung, Finanzgerichtsordnung, &sect;&nbsp;138 FGO Rz&nbsp;61). Mithin h&auml;ngt die Kostenfolge von einer summarischen Beurteilung der Frage ab, wie &#8211;ausgehend vom bisherigen Sach- und Streitstand&#8211; das Gericht voraussichtlich entschieden h&auml;tte, wenn es nicht zur Hauptsacheerledigung gekommen w&auml;re (Senatsbeschluss in BFH\/NV 2002, 337). Dabei sind f&uuml;r die Kostenentscheidung nicht die Erfolgsaussichten der Revision, sondern die des Rechtsstreits ma&szlig;geblich (siehe Gr&auml;ber\/ Ratschow, a.a.O., &sect;&nbsp;138 Rz&nbsp;35).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Die summarische Pr&uuml;fung der Erfolgsaussichten ergibt im Streitfall, dass das FA zum gr&ouml;&szlig;ten Teil unterlegen w&auml;re und dementsprechend die Kosten zu tragen hat. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Es bestehen ernstliche Zweifel an der Rechtm&auml;&szlig;igkeit des angefochtenen Einkommensteuerbescheids 2010 insoweit, als das FA den Antragstellern den vollst&auml;ndigen Sonderausgabenabzug gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;10f EStG i.V.m. &sect;&nbsp;7i EStG versagt hat. Das FG hat unter ausdr&uuml;cklicher Ber&uuml;cksichtigung der Rechtsprechung des erkennenden Senats in dessen Beschluss vom 20.&nbsp;Juli 2010 X&nbsp;B&nbsp;70\/10 (BFH\/NV 2010, 2007) entschieden, das FA habe nicht ohne Weiteres den Ansatz des geltend gemachten Abzugsbetrags vollst&auml;ndig unterlassen d&uuml;rfen. Vielmehr h&auml;tte es den vorl&auml;ufigen Ansatz eines Abzugsbetrags im Wege der Sch&auml;tzung nach &sect;&nbsp;155 Abs.&nbsp;2 AO i.V.m. &sect;&nbsp;162 Abs.&nbsp;5 AO pr&uuml;fen m&uuml;ssen, da gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;162 Abs.&nbsp;5 AO alle in einem Grundlagenbescheid festzustellenden Besteuerungsgrundlagen gesch&auml;tzt werden k&ouml;nnten. Die Sch&auml;tzungsbefugnis nach &sect;&nbsp;162 Abs.&nbsp;5 AO kn&uuml;pfe in systematischer Hinsicht nicht an die Voraussetzungen des &sect;&nbsp;162 Abs.&nbsp;1 und 2 AO an. Innerhalb der Sch&auml;tzungsbefugnis habe die Finanzbeh&ouml;rde die Frage zu beantworten, ob sie im Streitfall die gesetzlichen Vorgaben eines Abzugsbetrags nach &sect;&nbsp;7i EStG vorl&auml;ufig als gegeben ansehe. Falls sie mit ihrer Sch&auml;tzung von der Steuererkl&auml;rung abweichen wolle, m&uuml;sse sie auch insoweit &uuml;berpr&uuml;fbar darlegen, aus welchem Grund die Anerkennung versagt werden solle.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Das FA hat eine entsprechende Sch&auml;tzung nicht vorgenommen, so dass nunmehr im Rahmen der Kostenentscheidung die beg&uuml;nstigten Aufwendungen zu sch&auml;tzen sind. Ebenso wie das FG ist davon auszugehen, dass die wesentlichen Voraussetzungen des &sect;&nbsp;7i EStG dem Grunde nach als gegeben angesehen werden k&ouml;nnen. Durch die vorgelegten Unterlagen steht fest, dass die Kl&auml;ger eine Wohnung in einem denkmalgesch&uuml;tzten Geb&auml;ude erworben haben. Es steht auch fest, dass ihnen daraus Herstellungskosten f&uuml;r Bauma&szlig;nahmen entstanden sind, die nach Art und Umfang zur Erhaltung des Geb&auml;udes als Baudenkmal oder zu seiner sinnvollen Nutzung erforderlich waren, da das Geb&auml;ude so saniert wurde, dass die Kl&auml;ger die Wohnung im September 2010 beziehen konnten. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Wegen der Sanierungsaufwendungen, die m&ouml;glicherweise nicht die Voraussetzungen des &sect;&nbsp;7i EStG erf&uuml;llten, sah das FG einen Sicherheitsabschlag von 10&nbsp;% als gerechtfertigt an. Es bestehen keine Bedenken, im Rahmen der Kostenentscheidung ebenfalls diesen Sicherheitsabschlag zugrunde zu legen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Aufgrund der Bescheinigung der Denkmalschutzbeh&ouml;rde steht zwar zwischenzeitlich fest, dass die beg&uuml;nstigten Sanierungsaufwendungen 224.067,14&nbsp;EUR betragen; damit sind im Streitjahr Aufwendungen in H&ouml;he von 20.167&nbsp;EUR als Sonderausgaben anzuerkennen. Demgegen&uuml;ber haben die Kl&auml;ger im Klageverfahren den Abzug von 24.280&nbsp;EUR beantragt, so dass sie in H&ouml;he von 4.113&nbsp;EUR, d.h. zu ca. 17&nbsp;%, nicht obsiegt h&auml;tten. Dennoch sind ihnen nur 10&nbsp;% der Kosten aufzuerlegen, da im Rahmen der Kostenentscheidung gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;138 Abs.&nbsp;1 FGO das materiell erledigende Ereignis &#8211;hier die Bescheinigung der Denkmalschutzbeh&ouml;rde&#8211; unber&uuml;cksichtigt bleibt (vgl. BFH-Beschl&uuml;sse vom 19.&nbsp;Dezember 2006 X&nbsp;B&nbsp;192\/03, BFH\/NV 2007, 497; vom 29.&nbsp;November 2011 VII&nbsp;B&nbsp;110\/09, BFH\/NV 2012, 797; vgl. Gr&auml;ber\/Ratschow, a.a.O., &sect;&nbsp;138 Rz&nbsp;30). <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Es kann dahinstehen, dass die dem Senatsbeschluss in BFH\/NV 2010, 2007 zugrunde liegende Rechtsauffassung in dem anh&auml;ngigen Revisionsverfahren X&nbsp;R&nbsp;7\/12 nochmals einer &Uuml;berpr&uuml;fung unterzogen wird. Eine in dem vorliegenden Verfahren vorzunehmende erneute sachliche Auseinandersetzung mit den vorgetragenen Argumenten w&uuml;rde einen Aufwand erfordern, der die Begr&uuml;ndung einer Kostenentscheidung &uuml;berspannt. Die im Rahmen von &sect;&nbsp;138 Abs.&nbsp;1 FGO gebotene Ber&uuml;cksichtigung des bisherigen Sach- und Streitstands dient nicht dazu, schwierige rechtliche Fragen, die in der Hauptsache zu entscheiden gewesen w&auml;ren, erstmals einer Pr&uuml;fung zu unterziehen (BFH-Beschluss vom 27.&nbsp;M&auml;rz 2012 VIII&nbsp;B&nbsp;176\/11, BFH\/NV 2012, 1163). Entsprechendes gilt, wenn die Rechtsfrage erstmals in einem Revisionsverfahren zu kl&auml;ren gewesen w&auml;re.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 29.8.2012, X R 5\/12 Kostenentscheidung bei Erledigung der Hauptsache &#8211; Keine Erledigungserkl&auml;rung durch BMF Tatbestand 1&nbsp; I. Die Kl&auml;ger und Revisionsbeklagten (Kl&auml;ger) erwarben eine unsanierte Eigentumswohnung in X, die sie im September 2010 bezogen. 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