{"id":65797,"date":"2016-02-03T17:50:12","date_gmt":"2016-02-03T15:50:12","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=65797"},"modified":"2016-02-03T17:50:12","modified_gmt":"2016-02-03T15:50:12","slug":"v-r-36-13-nicht-steuerbare-geschaeftsveraeusserung-im-rahmen-einer-betriebsaufspaltung-organschaft-und-eingliederungsvoraussetzungen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/v-r-36-13-nicht-steuerbare-geschaeftsveraeusserung-im-rahmen-einer-betriebsaufspaltung-organschaft-und-eingliederungsvoraussetzungen\/","title":{"rendered":"V&nbsp;R&nbsp;36\/13 &#8211; Nicht steuerbare Gesch&auml;ftsver&auml;u&szlig;erung im Rahmen einer Betriebsaufspaltung &#8211; Organschaft und Eingliederungsvoraussetzungen"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 3.12.2015, V R 36\/13<\/p>\n<p class=\"titel\">Nicht steuerbare Gesch&auml;ftsver&auml;u&szlig;erung im Rahmen einer Betriebsaufspaltung &#8211; Organschaft und Eingliederungsvoraussetzungen<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>&Uuml;bertr&auml;gt ein Einzelunternehmer sein Unternehmensverm&ouml;gen mit Ausnahme des Anlageverm&ouml;gens auf eine KG, die seine bisherige Unternehmenst&auml;tigkeit fortsetzt und das Anlageverm&ouml;gen auf eine Gesellschaft b&uuml;rgerlichen Rechts (GbR), die das Anlageverm&ouml;gen ihrem Gesellschaftszweck entsprechend der KG unentgeltlich zur Verf&uuml;gung stellt, liegt nur im Verh&auml;ltnis zur KG, nicht aber auch zur GbR eine nichtsteuerbare Gesch&auml;ftsver&auml;u&szlig;erung (&sect; 1 Abs. 1a UStG) vor.<\/p>\n<\/div>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Auf die Revision des Beklagten wird das Urteil des Finanz-gerichts N&uuml;rnberg vom 6. August 2013&nbsp;&nbsp;2 K 1964\/10 aufgehoben.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Sache wird an das Finanzgericht N&uuml;rnberg zur&uuml;ckverwiesen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Diesem wird die Entscheidung &uuml;ber die Kosten des Revisionsverfahrens &uuml;bertragen.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>    <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Der Kl&auml;ger und Revisionsbeklagte (Kl&auml;ger) betrieb ein Bauunternehmen. Mit Wirkung zum 31.&nbsp;Dezember 2006 teilte er sein Einzelunternehmen in eine GmbH &#038; Co.&nbsp;KG (KG) und eine Gesellschaft b&uuml;rgerlichen Rechts (GbR) auf. Grundlage hierf&uuml;r war ein Vertrag vom 21.&nbsp;November 2006. Danach brachte der Kl&auml;ger die Wirtschaftsg&uuml;ter seines Einzelunternehmens mit Ausnahme des Anlageverm&ouml;gens in eine neu gegr&uuml;ndete KG ein. Pers&ouml;nlich haftender Gesellschafter war eine GmbH ohne Kapitaleinlage. Das Anlageverm&ouml;gen brachte der Kl&auml;ger in eine neu gegr&uuml;ndete GbR ein. Nach Gr&uuml;ndung der beiden Gesellschaften &uuml;bertrug der Kl&auml;ger Gesellschaftsanteile auf seine beiden S&ouml;hne, so dass er zu jeweils 20&nbsp;% und seine beiden S&ouml;hne zu jeweils 40&nbsp;% an beiden Gesellschaften beteiligt waren.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die KG setzte die bisher vom Kl&auml;ger ausge&uuml;bte T&auml;tigkeit als Bauunternehmen fort. Ihrem Gesellschaftsvertrag entsprechend stellte die GbR der KG das Anlageverm&ouml;gen &quot;unentgeltlich zur uneingeschr&auml;nkten Nutzung&quot; zur Verf&uuml;gung. Nach ihrem Gesellschaftsvertrag hatte sie zudem die Aufgabe, das Anlageverm&ouml;gen zu erhalten und zu pflegen. In den Folgejahren ver&auml;u&szlig;erte die GbR mehrfach Teile des Anlageverm&ouml;gens.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Anschluss an eine Au&szlig;enpr&uuml;fung ging der Beklagte und Revisionskl&auml;ger (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) davon aus, die Einbringung des Anlageverm&ouml;gens des Einzelunternehmens in die GbR und des restlichen Betriebsverm&ouml;gens in die KG sei keine Gesch&auml;ftsver&auml;u&szlig;erung gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;1a des Umsatzsteuergesetzes (UStG) gewesen und nahm steuerpflichtige Ums&auml;tze an. Dies f&uuml;hrte zu einer Erh&ouml;hung der steuerpflichtigen Ums&auml;tze um &#8230;&nbsp;EUR aus der Einbringung in die GbR und &#8230;&nbsp;EUR aus der Einbringung in die KG. Zudem versagte das FA den Vorsteuerabzug aus Kosten einer Lagerhallenaufstockung und nahm eine Vorsteuerberichtigung in Bezug auf eine Photovoltaikanlage vor. Der hiergegen eingelegte Einspruch hatte keinen Erfolg.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Demgegen&uuml;ber gab das Finanzgericht (FG) der Klage mit seinem in Entscheidungen der Finanzgerichte 2013, 1964 ver&ouml;ffentlichten Urteil statt. Eine nichtsteuerbare Gesch&auml;ftsver&auml;u&szlig;erung liege auch dann vor, wenn der Gesch&auml;ftsbetrieb auf mehrere Umsatzsteuersubjekte &uuml;bertragen werde, die den fr&uuml;heren Gesch&auml;ftsbetrieb in der bisherigen Form aber nur gemeinsam weiterf&uuml;hren k&ouml;nnen und dies auch tun. Dies ergebe sich aus der zur Sechsten Richtlinie 77\/388\/EWG des Rates vom 17.&nbsp;Mai 1977 zur Harmonisierung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten &uuml;ber die Umsatzsteuern (Richtlinie 77\/388\/EWG) ergangenen Rechtsprechung des Gerichtshofs der Europ&auml;ischen Union (EuGH), wonach die Nichtsteuerbarkeit dazu diene, die &Uuml;bertragung von Unternehmen oder Unternehmensteilen zu erleichtern und zu vereinfachen. Der Fortsetzung der bisher durch den Ver&auml;u&szlig;erer ausge&uuml;bten T&auml;tigkeit stehe es nach der Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs (BFH) nicht entgegen, wenn der Erwerber den von ihm erworbenen Gesch&auml;ftsbetrieb in seinem Zuschnitt &auml;ndere oder modernisiere.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Hiergegen wendet sich das FA mit seiner Revision, mit der es Verletzung materiellen Rechts geltend macht. Die beiden &Uuml;bertragungsvorg&auml;nge seien einzeln zu betrachten und erf&uuml;llten dabei beide nicht die Voraussetzungen einer Gesch&auml;ftsver&auml;u&szlig;erung. Die GbR sei bereits kein Unternehmer gewesen. Erst durch den sp&auml;teren Verkauf von Wirtschaftsg&uuml;tern habe sie ihren Gesellschaftszweck ge&auml;ndert und sei Unternehmer geworden. Sie habe auch nicht die T&auml;tigkeit eines Bauunternehmens fortgef&uuml;hrt. Hinsichtlich der KG liege keine Gesch&auml;ftsver&auml;u&szlig;erung vor, da ihr nicht die gesamten f&uuml;r die Unternehmenst&auml;tigkeit erforderlichen Wirtschaftsg&uuml;ter &uuml;bertragen worden seien. Das Anlageverm&ouml;gen sei nicht auf die KG, sondern auf die GbR &uuml;bertragen worden. Auf die KG seien nur unwesentliche Wirtschaftsg&uuml;ter &uuml;bergegangen. Bei der KG liege kein hinreichendes Ganzes mehr vor. Die Zur&uuml;ckhaltung von Betriebsmitteln sei bislang nur im Rahmen einer miet- oder pachtweisen &Uuml;berlassung als unsch&auml;dlich angesehen worden, an der es hier fehle. Der KG stehe gegen&uuml;ber der GbR kein Rechtsanspruch auf &Uuml;berlassung zu. Die Personenidentit&auml;t bei den beiden Gesellschaften &auml;ndere hieran nichts, da ein Vertragsverh&auml;ltnis fehle. Die Zur&uuml;ckhaltung der Betriebsgrundlage erfolge auch nicht durch den &Uuml;bergeber, sondern durch die GbR als dritte Person.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Hinblick auf die zwischen den Beteiligen streitige Frage der Organschaft und die hierf&uuml;r zu ber&uuml;cksichtigende Bedeutung des Unionsrechts (Art.&nbsp;4 Abs.&nbsp;4 Unterabs.&nbsp;2 der Richtlinie 77\/388\/EWG) hat der Senat mit Beschluss vom 24.&nbsp;April 2014 das Ruhen des Verfahrens bis zu einer Entscheidung des EuGH in der verbundenen Rechtssache C-108\/14 Larentia + Minerva und C-109\/14 Marenave Schiffahrt (Vorlagebeschl&uuml;sse des BFH vom 11.&nbsp;Dezember 2013 XI&nbsp;R&nbsp;17\/11, BFHE 244, 79, BStBl II 2014, 417, und vom 11.&nbsp;Dezember 2013 XI&nbsp;R&nbsp;38\/12, BFHE 244, 94, BStBl II 2014, 428) angeordnet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit Urteil vom 16.&nbsp;Juli 2015 (EU:C:2015:496) hat der EuGH in dieser verbundenen Rechtssache zur Auslegung der unionsrechtlichen Grundlagen der Organschaft wie folgt entschieden:<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td>&quot;2. Art.&nbsp;4 Abs.&nbsp;4 Unterabs.&nbsp;2 der Sechsten Richtlinie 77\/388 in der durch die Richtlinie 2006\/69 ge&auml;nderten Fassung ist dahin auszulegen, dass er einer nationalen Regelung entgegensteht, die die in dieser Bestimmung vorgesehene M&ouml;glichkeit, eine Gruppe von Personen zu bilden, die als ein Mehrwertsteuerpflichtiger behandelt werden k&ouml;nnen, allein den Einheiten vorbeh&auml;lt, die juristische Personen sind und mit dem Organtr&auml;ger dieser Gruppe durch ein Unterordnungsverh&auml;ltnis verbunden sind, es sei denn, dass diese beiden Anforderungen Ma&szlig;nahmen darstellen, die f&uuml;r die Erreichung der Ziele der Verhinderung missbr&auml;uchlicher Praktiken oder Verhaltensweisen und der Vermeidung von Steuerhinterziehung oder -umgehung erforderlich und geeignet sind, was das vorlegende Gericht zu pr&uuml;fen hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Bei Art.&nbsp;4 Abs.&nbsp;4 der Sechsten Richtlinie 77\/388 in der durch die Richtlinie 2006\/69 ge&auml;nderten Fassung kann nicht davon ausgegangen werden, dass er unmittelbare Wirkung hat, so dass Steuerpflichtige dessen Inanspruchnahme gegen&uuml;ber ihrem Mitgliedstaat geltend machen k&ouml;nnten, falls dessen Rechtsvorschriften nicht mit dieser Bestimmung vereinbar w&auml;ren und nicht in mit ihr zu vereinbarender Weise ausgelegt werden k&ouml;nnten.&quot;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA macht geltend, dass es weiterhin keine Organschaft mit einem Nichtunternehmer geben k&ouml;nne. Nichtunternehmer seien nicht zwingend in die Organschaft einzubeziehen. Dies ergebe sich zumindest aus den f&uuml;r den nationalen Gesetzgeber bestehenden Regelungsbefugnissen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt,<br \/>das Urteil des FG aufzuheben und die Klage abzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger beantragt sinngem&auml;&szlig;,<br \/>die Revision zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zwischen GbR und KG liege eine Organschaft vor. Bei der KG handele es sich um eine kapitalistisch gepr&auml;gte Personengesellschaft. Das nationale Recht versto&szlig;e gegen das Unionsrecht. Auf eine juristische Person komme es bei der Organschaft nicht an. Auch Nichtunternehmer seien einzubeziehen. Auf eine Unterordnung k&ouml;nne nicht abgestellt werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>    <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Revision des FA ist begr&uuml;ndet. Das Urteil des FG ist aufzuheben und die Sache an das FG zur&uuml;ckzuverweisen (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;3 Nr.&nbsp;2 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;). Entgegen dem Urteil des FG liegt eine Gesch&auml;ftsver&auml;u&szlig;erung nur in Bezug auf die Verm&ouml;gens&uuml;bertragung auf die KG, nicht aber auch hinsichtlich der Verm&ouml;gens&uuml;bertragung auf die GbR vor. Die Sache ist mangels Feststellungen des FG zur Versagung des Vorsteuerabzugs nicht spruchreif.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Ums&auml;tze im Rahmen einer Gesch&auml;ftsver&auml;u&szlig;erung an einen anderen Unternehmer f&uuml;r dessen Unternehmen unterliegen nach &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;1a UStG nicht der Umsatzsteuer.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;1a UStG setzt voraus, dass ein Unternehmen oder ein in der Gliederung eines Unternehmens gesondert gef&uuml;hrter Betrieb im Ganzen entgeltlich oder unentgeltlich &uuml;bereignet oder in eine Gesellschaft eingebracht wird. &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;1a UStG dient der Umsetzung von Art.&nbsp;5 Abs.&nbsp;8 und Art.&nbsp;6 Abs.&nbsp;5 der Richtlinie 77\/388\/EWG in nationales Recht und ist entsprechend diesen Bestimmungen richtlinienkonform auszulegen. Nach Art.&nbsp;5 Abs.&nbsp;8 Satz&nbsp;1 der Richtlinie 77\/388\/EWG k&ouml;nnen die Mitgliedstaaten &quot;die &Uuml;bertragung des Gesamtverm&ouml;gens oder eines Teilverm&ouml;gens, die entgeltlich oder unentgeltlich oder durch Einbringung in eine Gesellschaft erfolgt, so behandeln, als ob keine Lieferung von Gegenst&auml;nden vorliegt, und den Beg&uuml;nstigten der &Uuml;bertragung als Rechtsnachfolger des &Uuml;bertragenden ansehen.&quot;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Nach st&auml;ndiger Rechtsprechung (vgl. z.B. BFH-Urteile vom 30.&nbsp;April 2009 V&nbsp;R&nbsp;4\/07, BFHE 226, 138, BStBl II 2009, 863, unter II.2.a, und vom 6.&nbsp;Mai 2010 V&nbsp;R&nbsp;26\/09, BFHE 230, 256, BStBl II 2010, 1114, unter II.3.a) setzt die Gesch&auml;ftsver&auml;u&szlig;erung nach &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;1a UStG entsprechend dem EuGH-Urteil vom 27.&nbsp;November 2003 C-497\/01, Zita Modes (Slg. 2003, I-14393) die &Uuml;bertragung eines Gesch&auml;ftsbetriebs oder eines selbst&auml;ndigen Unternehmensteils voraus, der als Zusammenfassung materieller und immaterieller Bestandteile ein Unternehmen oder einen Unternehmensteil bildet, mit dem eine selbst&auml;ndige wirtschaftliche T&auml;tigkeit fortgef&uuml;hrt werden kann. Der Erwerber muss die Unternehmensfortf&uuml;hrung beabsichtigen, so dass das &uuml;bertragene Verm&ouml;gen die Fortsetzung einer bisher durch den Ver&auml;u&szlig;erer ausge&uuml;bten T&auml;tigkeit erm&ouml;glicht. Im Rahmen einer Gesamtw&uuml;rdigung ist zu entscheiden, ob das &uuml;bertragene Unternehmensverm&ouml;gen als hinreichendes Ganzes die Aus&uuml;bung einer wirtschaftlichen T&auml;tigkeit erm&ouml;glicht, und ob die vor und nach der &Uuml;bertragung ausge&uuml;bten T&auml;tigkeiten &uuml;bereinstimmen oder sich hinreichend &auml;hneln.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Im Streitfall hat das FG im Ergebnis zu Recht entschieden, dass es sich bei der &Uuml;bertragung von Unternehmensverm&ouml;gen durch den Kl&auml;ger auf die KG um eine nichtsteuerbare Gesch&auml;ftsver&auml;u&szlig;erung gehandelt hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Nach st&auml;ndiger Rechtsprechung des BFH muss dem Unternehmer nicht das gesamte Unternehmensverm&ouml;gen &uuml;bertragen werden, so dass eine Gesch&auml;ftsver&auml;u&szlig;erung auch vorliegen kann, wenn der &Uuml;bertragende einzelne Wirtschaftsg&uuml;ter seines Unternehmensverm&ouml;gens an den Erwerber vermietet oder verpachtet. So hat der BFH entschieden, dass die unentgeltliche &Uuml;bertragung eines Bauunternehmens durch den Unternehmer an seinen Sohn auch dann als nicht steuerbare Teilgesch&auml;ftsver&auml;u&szlig;erung beurteilt werden kann, wenn dem Sohn das Betriebsgrundst&uuml;ck f&uuml;r zehn Jahre mit Verl&auml;ngerungsoption zur Fortf&uuml;hrung des Bauunternehmens vermietet wird (BFH-Urteil vom 28.&nbsp;November 2002 V&nbsp;R&nbsp;3\/01, BFHE 200, 160, BStBl II 2004, 665, Leitsatz). Soweit der BFH die Langfristigkeit der Nutzungs&uuml;berlassung f&uuml;r erforderlich hielt, hat er hieran aufgrund des EuGH-Urteils vom 10.&nbsp;November 2011 C-444\/10, Schriever, Slg. 2011, I-11071 nicht festgehalten, sondern entschieden, dass eine Gesch&auml;ftsver&auml;u&szlig;erung auch dann vorliegt, wenn der Warenbestand und die Gesch&auml;ftsausstattung eines Einzelhandelsgesch&auml;fts unter gleichzeitiger Vermietung des Ladenlokals an den Erwerber auf unbestimmte Zeit, allerdings aufgrund eines von beiden Parteien kurzfristig k&uuml;ndbaren Vertrags, &uuml;bereignet wurden (BFH-Urteil vom 18.&nbsp;Januar 2012 XI&nbsp;R&nbsp;27\/08, BFHE 235, 571, BStBl II 2012, 842, Leitsatz).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Dauer des Mietvertrags und damit der Nutzungs&uuml;berlassung ist daher nur insoweit zu ber&uuml;cksichtigen, als sich hieraus &quot;ein Hindernis f&uuml;r die dauerhafte Fortf&uuml;hrung der wirtschaftlichen T&auml;tigkeit&quot; ergeben k&ouml;nnte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Danach steht der Gesch&auml;ftsver&auml;u&szlig;erung im Streitfall nicht entgegen, dass der Kl&auml;ger das Anlageverm&ouml;gen seines Einzelunternehmens nicht auf die KG &uuml;bertragen, sondern in die GbR eingebracht hat. Ebenso wie eine Gesch&auml;ftsver&auml;u&szlig;erung auch dann vorliegt, wenn der Kl&auml;ger das Anlageverm&ouml;gen an die KG nur vermietet oder zun&auml;chst vermietet und sodann in die GbR eingebracht h&auml;tte, kann eine Gesch&auml;ftsver&auml;u&szlig;erung auch gegeben sein, wenn nicht der Kl&auml;ger, sondern auf seine Veranlassung eine andere Person &#8211;hier die GbR&#8211; das Anlageverm&ouml;gen der KG zur Nutzung &uuml;berl&auml;sst.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Dabei ist ohne Belang, ob es sich um eine entgeltliche oder um eine unentgeltliche Nutzungs&uuml;berlassung handelt. Eine andere Beurteilung k&auml;me nur dann in Betracht, wenn die Unentgeltlichkeit der Nutzungs&uuml;berlassung durch die GbR an die KG &quot;ein Hindernis f&uuml;r die dauerhafte Fortf&uuml;hrung der wirtschaftlichen T&auml;tigkeit&quot; durch die KG sein k&ouml;nnte. Hierf&uuml;r bestehen im Streitfall unter Ber&uuml;cksichtigung des Gesellschaftszwecks der GbR und der Personenidentit&auml;t in beiden Gesellschaften aber keine Anhaltspunkte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Die hiergegen gerichteten Einwendungen des FA greifen nicht durch. Nach dem EuGH-Urteil Schriever in Slg. 2011, I-11071 ist nicht auf die Entgeltlichkeit der Nutzungs&uuml;berlassung, sondern darauf abzustellen, ob ein Hindernis f&uuml;r die dauerhafte Unternehmensfortf&uuml;hrung vorliegt. Die Unentgeltlichkeit begr&uuml;ndet ein derartiges Hindernis nach den Verh&auml;ltnissen des Streitfalls nicht, da bereits im Vertrag zur Gr&uuml;ndung der beiden Gesellschaften und zur Aufnahme der beiden S&ouml;hne die Nutzungs&uuml;berlassung von der GbR an die KG vereinbart worden war. Dass die Nutzungs&uuml;berlassung i.R. dieses dreiseitigen Vertrages unmittelbar zwischen GbR und KG vereinbart wurde und nicht zuerst der Kl&auml;ger an die KG &uuml;berlassen hat und die GbR in dieses &Uuml;berlassungsverh&auml;ltnis eingetreten ist, spielt keine Rolle.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Das FG hat indes rechtsfehlerhaft entschieden, auch die &Uuml;bertragung des Anlageverm&ouml;gens auf die GbR sei eine Gesch&auml;ftsver&auml;u&szlig;erung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) In Bezug auf das ihr &uuml;bertragene Anlageverm&ouml;gen hat die GbR keine eigene unternehmerische (wirtschaftliche) T&auml;tigkeit i.S. von &sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;1 UStG (Art.&nbsp;4 Abs.&nbsp;1 und Abs.&nbsp;2 der Richtlinie 77\/388\/EWG) ausge&uuml;bt, die als Fortsetzung der durch den Kl&auml;ger ausge&uuml;bten Unternehmenst&auml;tigkeit anzusehen sein k&ouml;nnte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>So hat die GbR das Anlageverm&ouml;gen &#8211;anders als der Kl&auml;ger&#8211; nicht f&uuml;r eigenunternehmerische Zwecke (als Bauunternehmung) verwendet. Es liegt auch keine Verwendung durch entgeltliche Vermietung als Unternehmenst&auml;tigkeit vor, da die Nutzungs&uuml;berlassung von der GbR an die KG unentgeltlich erfolgte. Die unentgeltliche Nutzungs&uuml;berlassung begr&uuml;ndet keine unternehmerische (wirtschaftliche) T&auml;tigkeit (EuGH-Urteil vom 13.&nbsp;M&auml;rz 2014 C-204\/13, Malburg, EU:C:2014:147, Rz&nbsp;36).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Soweit die GbR Teile des Anlageverm&ouml;gens in Teilakten ver&auml;u&szlig;ert hat, kann offenbleiben, ob sich hieraus eine Unternehmerstellung der GbR ergab. Denn selbst wenn hierin eine unternehmerische T&auml;tigkeit zu sehen w&auml;re, stellt sich diese jedenfalls nicht als Fortsetzung der durch den Kl&auml;ger ausge&uuml;bten Unternehmenst&auml;tigkeit dar.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Eine als Fortsetzung des Einzelunternehmens anzusehende T&auml;tigkeit der GbR ergibt sich auch nicht aus der vom FG als ma&szlig;geblich angesehenen Gesamtschau, da das FG insoweit nicht hinreichend die nach dem EuGH-Urteil vom 30.&nbsp;Mai 2013 C-651\/11&nbsp;X (EU:C:2013:346, Rz&nbsp;46&nbsp;f.) ma&szlig;gebliche Einzelbeurteilung ber&uuml;cksichtigt hat, die nicht nur f&uuml;r den &quot;&Uuml;bertragenden&quot;, sondern auch f&uuml;r den &quot;Beg&uuml;nstigten&quot; und damit f&uuml;r den Erwerber gilt (vgl. hierzu auch BFH-Urteil vom 4.&nbsp;Februar 2015 XI&nbsp;R&nbsp;14\/14, BFHE 250, 240, BStBl II 2015, 908, unter II.2.b).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Schlie&szlig;lich ergibt sich die f&uuml;r eine Gesch&auml;ftsver&auml;u&szlig;erung erforderliche &Uuml;bertragung auf nur einen Erwerber auch nicht unter dem Gesichtspunkt einer Organschaft nach &sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 UStG. Eine Organschaft besteht aus mehreren Gr&uuml;nden nicht: Es fehlt an einer finanziellen Eingliederung, da weder die KG an der GbR noch die GbR an der KG &uuml;ber eine eigene Mehrheitsbeteiligung verf&uuml;gte (vgl. hierzu z.B. BFH-Urteile vom 22.&nbsp;April 2010 V&nbsp;R&nbsp;9\/09, BFHE 229, 433, BStBl II 2011, 597, unter II.2.; vom 1.&nbsp;Dezember 2010 XI&nbsp;R&nbsp;43\/08, BFHE 232, 550, BStBl II 2011, 600, unter II.2.). Hieran hat sich durch das EuGH-Urteil Larentia + Minerva und Marenave Schiffahrt (EU:C:2015:496) nichts ge&auml;ndert, wie der erkennende Senat mit Urteil vom 2.&nbsp;Dezember 2015 V&nbsp;R&nbsp;15\/14 (Leitsatz) ausdr&uuml;cklich entschieden hat. Zur Vermeidung von Wiederholungen verweist der Senat zur Begr&uuml;ndung auf dieses Urteil.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zudem kommt auch unter Ber&uuml;cksichtigung des EuGH-Urteils Larentia + Minerva und Marenave Schiffahrt (EU:C:2015:496) die Einbeziehung eines Nichtunternehmers &#8211;wie hier der GbR&#8211; in den Organkreis nicht in Betracht (BFH-Urteil vom 2.&nbsp;Dezember 2015 V&nbsp;R&nbsp;67\/14, Leitsatz).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im &Uuml;brigen kann eine Personengesellschaft nur dann einer juristischen Person bei Anwendung von &sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 UStG gleichzustellen sein, wenn zu den Gesellschaftern der Personengesellschaft nur der Organtr&auml;ger und die seinem Unternehmen finanziell eingegliederten Personen geh&ouml;ren (BFH-Urteil vom 2.&nbsp;Dezember 2015 V&nbsp;R&nbsp;25\/13, Leitsatz). Dies kommt im Streitfall schon deshalb nicht in Betracht, da zu den Gesellschaftern von KG und GbR mehrere nat&uuml;rliche Personen geh&ouml;rten (hier der Kl&auml;ger und seine S&ouml;hne). Zwar steht die Beteiligung einer nat&uuml;rlichen Person der Einbeziehung der Personengesellschaft in den Organkreis nach dem Senatsurteil vom 2.&nbsp;Dezember 2015 V&nbsp;R&nbsp;25\/13 nicht entgegen, wenn die nat&uuml;rliche Person der Organtr&auml;ger ist. Die Einbeziehung der Personengesellschaft in den Organkreis setzt dann aber voraus, dass an ihr nur eine nat&uuml;rliche Person als Organtr&auml;ger beteiligt ist, da der erkennende Senat auch unter Ber&uuml;cksichtigung des EuGH-Urteils Larentia + Minerva und Marenave Schiffahrt (EU:C:2015:496) an seiner Rechtsprechung festh&auml;lt, nach der es keine sog. Mehrm&uuml;tterorganschaft gibt (BFH-Urteil vom 30.&nbsp;April 2009 V&nbsp;R&nbsp;3\/08, BFHE 226, 144, BStBl II 2013, 873, Leitsatz).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zur Vermeidung von Wiederholungen verweist der erkennende Senat hinsichtlich der weiteren Begr&uuml;ndung auf seine Urteile vom 2.&nbsp;Dezember 2015 V&nbsp;R&nbsp;15\/14, V&nbsp;R&nbsp;67\/14 und V&nbsp;R&nbsp;25\/13.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Die Sache ist nicht spruchreif.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FG hat &#8211;ausgehend von seinem Rechtsstandpunkt&#8211; keine hinreichenden Feststellungen zur Versagung des Vorsteuerabzugs in Bezug auf die Herstellungskosten getroffen. Der Senat kann nicht entscheiden, auf welcher Grundlage der Vorsteuerabzug insoweit zu versagen sein k&ouml;nnte. Vorsorglich weist der Senat darauf hin, dass sich der Vorsteuerabzug nach den beim Leistungsbezug bestehenden Verwendungsabsichten richtet (BFH-Urteil vom 9.&nbsp;Dezember 2010 V&nbsp;R&nbsp;17\/10, BFHE 232, 243, BStBl II 2012, 53, unter II.3.a). Sollte auch die Lagerhalle steuerpflichtig auf die GbR &uuml;bertragen worden sein, rechtfertigt auch diese &Uuml;bertragung nicht die vom FA angenommene Anwendung von &sect;&nbsp;15 Abs.&nbsp;2 UStG.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>33<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>5. Die &Uuml;bertragung der Kostenentscheidung beruht auf &sect;&nbsp;143 Abs.&nbsp;2 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 3.12.2015, V R 36\/13 Nicht steuerbare Gesch&auml;ftsver&auml;u&szlig;erung im Rahmen einer Betriebsaufspaltung &#8211; Organschaft und Eingliederungsvoraussetzungen Leits&auml;tze &Uuml;bertr&auml;gt ein Einzelunternehmer sein Unternehmensverm&ouml;gen mit Ausnahme des Anlageverm&ouml;gens auf eine KG, die seine bisherige Unternehmenst&auml;tigkeit fortsetzt und das Anlageverm&ouml;gen auf eine Gesellschaft b&uuml;rgerlichen Rechts (GbR), die das Anlageverm&ouml;gen ihrem Gesellschaftszweck entsprechend der KG unentgeltlich zur &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/v-r-36-13-nicht-steuerbare-geschaeftsveraeusserung-im-rahmen-einer-betriebsaufspaltung-organschaft-und-eingliederungsvoraussetzungen\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">V&nbsp;R&nbsp;36\/13 &#8211; Nicht steuerbare Gesch&auml;ftsver&auml;u&szlig;erung im Rahmen einer Betriebsaufspaltung &#8211; Organschaft und Eingliederungsvoraussetzungen<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-65797","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-steuer"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/65797","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=65797"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/65797\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=65797"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=65797"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=65797"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}