{"id":65906,"date":"2016-03-09T11:27:11","date_gmt":"2016-03-09T09:27:11","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=65906"},"modified":"2016-03-09T11:27:11","modified_gmt":"2016-03-09T09:27:11","slug":"iii-r-2-14-errichtung-eines-hotelgebaeudes-und-dessen-innenausstattung-als-einheitliches-erstinvestitionsvorhaben","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/iii-r-2-14-errichtung-eines-hotelgebaeudes-und-dessen-innenausstattung-als-einheitliches-erstinvestitionsvorhaben\/","title":{"rendered":"III&nbsp;R&nbsp;2\/14 &#8211; Errichtung eines Hotelgeb&auml;udes und dessen Innenausstattung als einheitliches Erstinvestitionsvorhaben"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 17.9.2015, III R 2\/14<\/p>\n<p class=\"titel\">Errichtung eines Hotelgeb&auml;udes und dessen Innenausstattung als einheitliches Erstinvestitionsvorhaben<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>1. Ein Erstinvestitionsvorhaben kann sich auf eine oder mehrere Einzelinvestitionen erstrecken. Es ist die Summe der r&auml;umlich, zeitlich und sachlich mit einem der in &sect; 2 Abs. 3 InvZulG 2007 genannten Vorhaben zusammenh&auml;ngenden Ma&szlig;nahmen.<\/p>\n<\/p>\n<p>2. Ein Erstinvestitionsvorhaben wird mit der ersten hierzu geh&ouml;renden Einzelinvestition begonnen. Im Falle der Errichtung einer neuen Betriebsst&auml;tte durch den Bau eines Hotels h&auml;ngen die Herstellung des Geb&auml;udes und die Inneneinrichtung auch dann r&auml;umlich und sachlich zusammen, wenn wesentliche Entscheidungen &uuml;ber die Inneneinrichtung nach dem Baubeginn getroffen oder abge&auml;ndert werden.<\/p>\n<\/p>\n<p>3. Der die Bemessungsgrundlage betreffende &sect; 4 InvZulG 2007 setzt ein beg&uuml;nstigtes Erstinvestitionsvorhaben voraus und begr&uuml;ndet keinen Zulagenanspruch f&uuml;r Einzelinvestitionen.<\/p>\n<\/div>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Die Revision der Kl&auml;gerin gegen das Urteil des S&auml;chsischen Finanzgerichts vom 6. M&auml;rz 2012&nbsp;&nbsp;5 K 1353\/10 wird als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckgewiesen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Kosten des Revisionsverfahrens hat die Kl&auml;gerin zu tragen.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Die Beteiligten streiten um die Gew&auml;hrung von Investitionszulage f&uuml;r die Einrichtung eines F&uuml;nf-Sterne-Hotels nach dem Investitionszulagengesetz (InvZulG) 2007.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin und Revisionskl&auml;gerin (Kl&auml;gerin) ist eine GmbH, deren Unternehmensgegenstand der Erwerb und Betrieb von Hotelanlagen sowie die Beteiligung an Gesellschaften des Hotelgewerbes ist. In den Jahren 2003 bis 2005 erwarb sie mehrere benachbarte Grundst&uuml;cke, die zu einer Hotelanlage ausgebaut werden sollten. Zus&auml;tzlich erwarb sie 2003 ein weiteres Grundst&uuml;ck, welches im selben Ort etwa 300 Meter Luftlinie von den anderen Grundst&uuml;cken entfernt liegt und zu einer Apartmentanlage ausgebaut werden sollte. Die Apartmentanlage er&ouml;ffnete im Juli 2005 ihren Probebetrieb und wurde im August 2006 endg&uuml;ltig fertiggestellt. Mit den Abriss- bzw. Sanierungsarbeiten auf den anderen Grundst&uuml;cken wurde im Jahr 2005 begonnen. Die Grundsteinlegung f&uuml;r die Errichtung der neuen Hotelanlage fand im April 2006 statt, die Er&ouml;ffnung im August 2007.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Planung und Errichtung der Hotelanlage &uuml;bertrug die Kl&auml;gerin mit General&uuml;bernehmervertrag vom Oktober 2004 einer Projektgesellschaft. Vertragsgegenstand waren die Planung und schl&uuml;sselfertige Errichtung einer betriebsbereiten Vier-Sterne-Superior-Hotelanlage. Der Vertrag schloss die Planung und Errichtung der Apartmentanlage mit ein. Im Mai 2006 wurde der General&uuml;bernehmervertrag dahingehend ge&auml;ndert, dass nunmehr die Planung und Errichtung einer betriebsbereiten F&uuml;nf-Sterne-Hotelanlage Vertragsgegenstand war; f&uuml;r die Apartmentanlage wurde die Hotelklassifizierung &quot;Vier Sterne&quot; vereinbart. In einer weiteren &Auml;nderung des General&uuml;bernehmervertrags im September 2006 l&ouml;sten die Vertragsparteien die urspr&uuml;nglich als (Teil-)Leistung vereinbarte Einrichtung und Ausstattung der Hotelanlage aus dem Vertrag.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im August 2008 reichte die Kl&auml;gerin beim Beklagten und Revisionsbeklagten (Finanzamt &#8211;FA&#8211;) einen Antrag auf Investitionszulage nach dem InvZulG 2007 f&uuml;r die Einrichtung des Hotels ein, den sie im September 2009 &uuml;berarbeitete und erg&auml;nzte. Die Gew&auml;hrung der begehrten Zulage st&uuml;tzte die Kl&auml;gerin dabei auf &sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;3 Nr.&nbsp;1 InvZulG 2007 (Errichtung einer Betriebsst&auml;tte), wobei mit der Errichtung im Februar 2007 durch Bestellung der Inneneinrichtung begonnen worden sein soll.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA setzte die Investitionszulage in H&ouml;he von 0&nbsp;EUR fest, da mit der Errichtung der neuen Betriebst&auml;tte vor dem 21.&nbsp;Juli 2006 begonnen worden sei (&sect;&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 InvZulG 2007). Den hiergegen gerichteten Einspruch wies es als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ck. Die Kl&auml;gerin erhob daraufhin Klage zum Finanzgericht (FG). Im Klageverfahren wurde in mehreren Schrifts&auml;tzen er&ouml;rtert, ob Bau und Einrichtung ein einheitliches Erstinvestitionsvorhaben seien. Nachdem das FG in der m&uuml;ndlichen Verhandlung darauf hingewiesen hatte, dass es entgegen dem fr&uuml;heren Hinweis eines ehemaligen Berichterstatters von einem einheitlichen Erstinvestitionsvorhaben ausgehe, beantragte die Kl&auml;gerin eine Frist zur Nachreichung eines Schriftsatzes. Das FG schloss daraufhin die m&uuml;ndliche Verhandlung und verk&uuml;ndete nach der Beratung das in Entscheidungen der Finanzgerichte (EFG) 2014, 1329 ver&ouml;ffentlichte Urteil, in dem der Antrag auf Nachreichung eines Schriftsatzes abschl&auml;gig beschieden (insoweit in EFG 2014, 1329 nicht ver&ouml;ffentlicht) und die Klage abgewiesen wurde. Zur Begr&uuml;ndung der Abweisung f&uuml;hrte das FG aus, das InvZulG 2007 f&ouml;rdere nur noch Erstinvestitionsvorhaben. Der Begriff des Erstinvestitionsvorhabens sei mit R&uuml;cksicht auf europarechtliche Vorgaben auszulegen. Bau und Einrichtung (Innenausstattung) der Hotelanlage stellten ein einheitliches Erstinvestitionsvorhaben in diesem Sinne dar, mit dem sp&auml;testens durch die &Auml;nderungsvereinbarung vom Mai 2006 und damit au&szlig;erhalb des beg&uuml;nstigten Investitionszeitraums begonnen worden sei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit der Revision r&uuml;gt die Kl&auml;gerin die Verletzung formellen und materiellen Rechts. In formell-rechtlicher Hinsicht macht sie geltend, durch die Entscheidung ohne Gew&auml;hrung einer Schriftsatzfrist sei ihr die M&ouml;glichkeit genommen worden, auf eine &uuml;berraschende &Auml;nderung der Rechtsauffassung des Gerichts reagieren zu k&ouml;nnen. Damit sei ihr das rechtliche Geh&ouml;r versagt worden. Materiell-rechtlich f&uuml;hrt sie aus, das FG gehe, soweit es die F&ouml;rderf&auml;higkeit der Einrichtung des F&uuml;nf-Sterne-Hotels als Errichtung einer neuen Betriebsst&auml;tte ablehne, von einem falschen Begriff des Investitionsvorhabens aus.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Jedenfalls bedeute die Einrichtung eines F&uuml;nf-Sterne-Hotels anstatt eines Vier-Sterne-Superior-Hotels eine wesentliche &Auml;nderung, die der Annahme eines einheitlichen Vorhabens entgegenstehe. Zivilrechtlich sei der urspr&uuml;ngliche General&uuml;bernehmervertrag nicht lediglich ge&auml;ndert, sondern durch einen neuen Vertrag ersetzt worden. Auch das Investitionsvolumen habe sich nicht unwesentlich ge&auml;ndert. Der Beginn der Einrichtung sei von der &Auml;nderung des General&uuml;bernehmervertrags im Mai 2006 zu trennen und falle in den beg&uuml;nstigten Investitionszeitraum. Zumindest sei die Einrichtung des F&uuml;nf-Sterne-Hotels als Erweiterung einer bestehenden Betriebsst&auml;tte f&ouml;rderf&auml;hig, da sie eine Diversifizierung des Angebots der Apartmentanlage bewirkt habe. Dass insoweit eine einheitliche Betriebsst&auml;tte vorliege, ergebe sich aus der gewerbesteuerlichen Rechtsprechung zur mehrgemeindlichen Betriebsst&auml;tte und entspreche der Behandlung durch das FA im Rahmen der Lohnsteuer.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin beantragt sinngem&auml;&szlig;, unter Aufhebung des Investitionszulagenbescheids, der Einspruchsentscheidung vom 24.&nbsp;August 2010 und des FG-Urteils f&uuml;r 2007 eine Investitionszulage in H&ouml;he von &#8230;&nbsp;EUR festzusetzen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt, die Revision zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Revision ist unbegr&uuml;ndet und daher zur&uuml;ckzuweisen (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;2 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>A. Das FG hat den Anspruch der Kl&auml;gerin auf rechtliches Geh&ouml;r nicht verletzt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Vor Gericht hat jedermann Anspruch auf rechtliches Geh&ouml;r (Art.&nbsp;103 Abs.&nbsp;1 des Grundgesetzes &#8211;GG&#8211;). Das Urteil darf nur auf Tatsachen und Beweisergebnisse gest&uuml;tzt werden, zu denen die Beteiligten sich &auml;u&szlig;ern konnten (&sect;&nbsp;96 Abs.&nbsp;2 FGO). Unter Ber&uuml;cksichtigung von Art.&nbsp;103 Abs.&nbsp;1 GG ist &uuml;ber den Wortlaut des &sect;&nbsp;96 Abs.&nbsp;2 FGO hinaus im finanzgerichtlichen Verfahren rechtliches Geh&ouml;r nicht nur zu Tatsachen und Beweisergebnissen, sondern auch zu entscheidungserheblichen Rechtsfragen zu gew&auml;hren (Urteil des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 6.&nbsp;Dezember 1996 VI&nbsp;R&nbsp;80\/96, BFH\/NV 1997, 368). Das Gericht darf daher &uuml;ber einen Antrag auf Schriftsatznachlass nicht ohne ausreichende Begr&uuml;ndung hinweggehen (Beschluss des Bundesverfassungsgerichts vom 10.&nbsp;Dezember 2014&nbsp; 2&nbsp;BvR&nbsp;514\/12, Neue Juristische Wochenschrift 2015, 1166, Rz&nbsp;13).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Im Streitfall hat das FG zu Recht angenommen, dass kein Schriftsatznachlass zu gew&auml;hren war.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Wie bereits das FG hervorgehoben hat und auch die Kl&auml;gerin einr&auml;umt, wurden die rechtlichen Ma&szlig;st&auml;be f&uuml;r die Einheitlichkeit eines Erstinvestitionsvorhabens schrifts&auml;tzlich eingehend und bis zuletzt strittig er&ouml;rtert. Die Kl&auml;gerin musste sich daher ungeachtet der vorl&auml;ufigen Beurteilung durch das FG auf eine umfassende Er&ouml;rterung dieser Frage im Rahmen eines Rechtsgespr&auml;chs einstellen. Es ist auch nicht ersichtlich, was in einem nachgereichten Schriftsatz zus&auml;tzlich h&auml;tte vorgetragen werden k&ouml;nnen und inwieweit dieser Vortrag die Entscheidung des FG h&auml;tte beeinflussen k&ouml;nnen (vgl. BFH-Beschluss vom 23.&nbsp;August 2011 IX&nbsp;B&nbsp;63\/11, BFH\/NV 2012, 53, Rz&nbsp;8). Die von der Kl&auml;gerin in der Revisionsbegr&uuml;ndung vorgetragenen Gesichtspunkte sind sowohl schrifts&auml;tzlich als auch im FG-Urteil behandelt worden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>B. Das FG hat zutreffend einen Anspruch der Kl&auml;gerin auf Investitionszulage verneint.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Als beg&uuml;nstigte Investitionen nach dem InvZulG 2007 kommen grunds&auml;tzlich sowohl die Anschaffung und Herstellung von neuen abnutzbaren beweglichen Wirtschaftsg&uuml;tern des Anlageverm&ouml;gens (&sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;1 InvZulG 2007) als auch die Anschaffung neuer Geb&auml;ude bis zum Ende des Jahres der Fertigstellung sowie die Herstellung neuer Geb&auml;ude (&sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;2 InvZulG 2007) in Betracht. Voraussetzung ist jeweils u.a., dass sie zu einem Erstinvestitionsvorhaben i.S. des &sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;3 InvZulG 2007 geh&ouml;ren (&sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 bzw. Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 InvZulG 2007). Nach &sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;3 InvZulG 2007 sind Erstinvestitionen die Anschaffung und Herstellung von Wirtschaftsg&uuml;tern, insbesondere bei der Errichtung einer neuen Betriebsst&auml;tte (&sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;3 Nr.&nbsp;1 InvZulG 2007), der Erweiterung einer bestehenden Betriebsst&auml;tte (&sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;3 Nr.&nbsp;2 InvZulG 2007) und der Diversifizierung der Produktion einer Betriebsst&auml;tte in neue, zus&auml;tzliche Produkte (&sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;3 Nr.&nbsp;3 InvZulG 2007).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Der Anspruchsberechtigte muss mit dem Erstinvestitionsvorhaben in diesem Sinne ferner &#8211;von hier nicht einschl&auml;gigen Ausnahmen (&sect;&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 InvZulG 2007) abgesehen&#8211; in der Zeit vom 21.&nbsp;Juli 2006 bis 31.&nbsp;Dezember 2009 begonnen haben (&sect;&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 InvZulG 2007). F&uuml;r davor begonnene Vorhaben kommt nur eine F&ouml;rderung nach dem InvZulG 2005 in Betracht. Danach werden aber nur Betriebe des verarbeitenden Gewerbes oder der produktionsnahen Dienstleistungen gef&ouml;rdert (&sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 InvZulG 2005), nicht hingegen Betriebe des Beherbergungsgewerbes.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Erstinvestitionsvorhaben im vorgenannten Sinne sind die in &sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;3 Nrn.&nbsp;1 bis 5 InvZulG 2007 genannten Ma&szlig;nahmen (so auch Schreiben des Bundesministeriums der Finanzen &#8211;BMF&#8211; vom 23.&nbsp;Juli 2009, BStBl I 2009, 810, Tz.&nbsp;14; Fleischmann\/Ludolph in Herrmann\/Heuer\/Raupach, Anhang zu &sect;&nbsp;7a EStG Rz&nbsp;6; Uhlmann, Betriebs-Berater &#8211;BB&#8211; 2007, 854, 855).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Dies folgt schon daraus, dass &sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 InvZulG 2007 und &sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 InvZulG 2007 f&uuml;r die Definition des Erstinvestitionsvorhabens ausdr&uuml;cklich auf &sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;3 InvZulG 2007 verweisen. Das wird best&auml;tigt durch die Entwurfsbegr&uuml;ndung zum InvZulG 2007, nach der durch &sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;3 InvZulG 2007 der Begriff des Erstinvestitionsvorhabens bestimmt werden sollte (BTDrucks 16\/1409, S.&nbsp;12). Im &Uuml;brigen entspricht dieses Verst&auml;ndnis auch der Rechtslage nach &sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;3 InvZulG 2010, wo die in &sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;3 InvZulG 2007 genannten Ma&szlig;nahmen als Erstinvestitionsvorhaben bezeichnet werden, ohne dass damit ersichtlich eine sachliche &Auml;nderung verbunden sein sollte (vgl. BTDrucks 16\/10291, S.&nbsp;16).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Ein Erstinvestitionsvorhaben kann sich auf eine oder mehrere Einzelinvestitionen erstrecken (vgl. Senatsurteil vom 18.&nbsp;Dezember 2013 III&nbsp;R&nbsp;56\/12, BFHE 244, 474, BStBl II 2014, 899, Rz&nbsp;12). Es ist die Summe der r&auml;umlich, zeitlich und sachlich (funktional, strategisch, technisch) mit einem der in &sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;3 InvZulG 2007 genannten Vorhaben zusammenh&auml;ngenden Ma&szlig;nahmen. Investitionen, bei denen technisch oder wirtschaftlich durch andere Investitionen vorentschieden worden ist, dass sie vorgenommen werden, k&ouml;nnen kein von diesen Investitionen getrenntes Investitionsvorhaben bilden (so zutreffend Th&uuml;ringer FG, Urteil vom 11.&nbsp;August 2010&nbsp; 3&nbsp;K&nbsp;31\/09, EFG 2010, 2115, 2116; s. auch BMF-Schreiben in BStBl I 2009, 810, Tz.&nbsp;14&nbsp;f.; Bl&uuml;mich\/Selder, &sect;&nbsp;2 InvZulG 2007 Rz&nbsp;15, &sect;&nbsp;2 InvZulG 2010 Rz&nbsp;62; im Ergebnis ebenso S&ouml;nksen\/Rosarius, Investitionsf&ouml;rderung, &sect;&nbsp;2 InvZulG 2007 Rz&nbsp;12; Kroschel\/Petersohn, BB 2006, 1415, 1417).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Ein Erstinvestitionsvorhaben ist begonnen, wenn mit der ersten hierzu geh&ouml;renden Einzelinvestition begonnen worden ist (&sect;&nbsp;3 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 InvZulG 2007). Die Einzelinvestition ist in dem Zeitpunkt begonnen, in dem das Wirtschaftsgut bestellt oder seine Herstellung begonnen worden ist. Geb&auml;ude gelten in dem Zeitpunkt als bestellt, in dem &uuml;ber ihre Anschaffung ein rechtswirksam abgeschlossener obligatorischer Vertrag oder ein gleichstehender Rechtsakt vorliegt. Als Beginn der Herstellung gilt bei Geb&auml;uden der Abschluss eines der Ausf&uuml;hrung zuzurechnenden Lieferungs- oder Leistungsvertrages oder die Aufnahme von Bauarbeiten (&sect;&nbsp;3 Abs.&nbsp;2 S&auml;tze&nbsp;3 bis 5 InvZulG 2007).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Die Kl&auml;gerin hat im beg&uuml;nstigten Investitionszeitraum nicht mit der Errichtung einer neuen Betriebsst&auml;tte (&sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;3 Nr.&nbsp;1 InvZulG 2007) begonnen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Betriebsst&auml;tte ist jede feste Gesch&auml;ftseinrichtung oder Anlage, die der T&auml;tigkeit eines Unternehmens dient (&sect;&nbsp;12 Satz&nbsp;1 der Abgabenordnung &#8211;AO&#8211;). Nach &sect;&nbsp;13 Satz&nbsp;1 InvZulG 2007 sind die f&uuml;r Steuerverg&uuml;tungen geltenden Vorschriften der AO mit Ausnahme des &sect;&nbsp;163 AO f&uuml;r die Investitionszulage entsprechend anzuwenden. Dies schlie&szlig;t die Definition der Betriebsst&auml;tte (&sect;&nbsp;12 AO) mit ein (Bl&uuml;mich\/Selder, &sect;&nbsp;2 InvZulG 2007, Rz&nbsp;41, &sect;&nbsp;2 InvZulG 2010, Rz&nbsp;65; Klein\/Gersch, AO, 12.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;12 Rz&nbsp;1; Uhlmann, BB 2007, 854, 856; vgl. Senatsbeschluss vom 31.&nbsp;Oktober 2011 III&nbsp;B&nbsp;7\/11, BFH\/NV 2012, 267, zum InvZulG 1999; S&ouml;nksen\/Rosarius, a.a.O., &sect;&nbsp;2 InvZulG 2010 Rz&nbsp;228&nbsp;f., zum InvZulG 2010). Zu der Errichtung einer neuen Betriebsst&auml;tte i.S. von &sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;3 Nr.&nbsp;1 InvZulG 2007 geh&ouml;ren alle Einzelinvestitionen, die f&uuml;r die Aufnahme der urspr&uuml;nglich geplanten betrieblichen Nutzung erforderlich sind (so auch BMF-Schreiben in BStBl I 2009, 810, Tz.&nbsp;19).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Im Streitfall wurde durch Bau und Einrichtung des Hotels eine neue Betriebsst&auml;tte errichtet, die als einheitliches Erstinvestitionsvorhaben anzusehen ist. Geb&auml;ude und Inneneinrichtung bilden im Hotelgewerbe grunds&auml;tzlich eine einheitliche Betriebsst&auml;tte. Sie h&auml;ngen regelm&auml;&szlig;ig insbesondere r&auml;umlich und sachlich zusammen. Das Geb&auml;ude kann nur im eingerichteten Zustand zur Aus&uuml;bung des Hotelgewerbes genutzt werden und die Inneneinrichtung nur bei Vorhandensein eines Geb&auml;udes sinnvoll verwendet werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Dem steht nicht entgegen, dass im September 2006 die Einrichtung und Ausstattung aus dem General&uuml;bernehmervertrag gel&ouml;st wurden. Der r&auml;umliche, zeitliche und sachliche Zusammenhang zwischen Bau und Einrichtung blieb davon unber&uuml;hrt. Beide Ma&szlig;nahmen gehen weiterhin auf eine einheitliche unternehmerische Grundentscheidung zur&uuml;ck. Das InvZulG 2007 soll einen Anreiz f&uuml;r die Anschaffung bzw. Herstellung von Wirtschaftsg&uuml;tern bieten (BTDrucks 16\/1409, S.&nbsp;8, 13). Dieser Anreizzweck w&uuml;rde verfehlt, wenn Ma&szlig;nahmen, die bereits Gegenstand einer einheitlichen Grundentscheidung waren und &uuml;ber deren Anschaffung oder Herstellung bereits entschieden wurde, gesondert f&ouml;rderf&auml;hig w&auml;ren (vgl. Urteil des Th&uuml;ringer FG in EFG 2010, 2115, 2117).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Die Errichtung des Hotels wurde vor dem 21.&nbsp;Juli 2006 begonnen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Die in den General&uuml;bernehmervertr&auml;gen vereinbarten Ma&szlig;nahmen beinhalteten u.a. die Errichtung von Geb&auml;uden. Sie wurden daher entweder &#8211;sofern auf die Aufnahme von Bauarbeiten abzustellen ist&#8211; mit Beginn der Abriss- bzw. Sanierungsarbeiten 2005 oder &#8211;sofern auf den Vertragsschluss abzustellen ist&#8211; sp&auml;testens mit &Auml;nderung des General&uuml;bernehmervertrags im Mai 2006 begonnen. Beide Zeitpunkte liegen vor dem 21.&nbsp;Juli 2006, so dass dahingestellt bleiben kann, ob im Streitfall der Beginn der Bauarbeiten oder der Vertragsschluss ma&szlig;geblich ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Die Notwendigkeit, unternehmerische Entscheidungen gegebenenfalls an ver&auml;nderte Umst&auml;nde anzupassen, rechtfertigt entgegen der Auffassung der Kl&auml;gerin keine andere Beurteilung. Im Streitfall bestand zu keinem Zeitpunkt ein Anspruch auf Investitionszulage, so dass nicht ersichtlich ist, inwiefern von der Investitionszulage wirtschaftlicher Druck zum Festhalten an &uuml;berholten Entscheidungen ausgegangen sein sollte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Es kommt auch nicht darauf an, ob zumindest ausgew&auml;hlte Einzelinvestitionen im Zusammenhang mit der Errichtung des Hotels, insbesondere die Inneneinrichtung, nach dem 21.&nbsp;Juli 2006 begonnen wurden. Nach &sect;&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 und Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 InvZulG 2007 richtet sich die Zuordnung zum beg&uuml;nstigten Investitionszeitraum f&uuml;r alle zu einem Erstinvestitionsvorhaben geh&ouml;renden Einzelinvestitionen einheitlich nach dem Beginn der ersten Einzelinvestition. Eine Einzelinvestition, die zu einem Erstinvestitionsvorhaben geh&ouml;rt, das vor dem beg&uuml;nstigten Investitionszeitraum begonnen wurde, ist daher selbst dann nicht beg&uuml;nstigt, wenn sie f&uuml;r sich genommen innerhalb des beg&uuml;nstigten Investitionszeitraums begonnen wurde (so auch BTDrucks 16\/1409, S.&nbsp;13).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Anders als die Kl&auml;gerin meint, ergibt sich auch aus der die Bemessungsgrundlage der Investitionszulage betreffenden Regelung des &sect;&nbsp;4 InvZulG 2007 nicht, dass ein als solches nicht beg&uuml;nstigtes einheitliches Erstinvestitionsvorhaben in einen &#8211;bei isolierter Betrachtung&#8211; nicht beg&uuml;nstigten und beg&uuml;nstigten Teil aufgeteilt werden kann. Die Vorschrift betrifft den Sonderfall, dass grunds&auml;tzlich ein Anspruch sowohl nach dem InvZulG 2005 als auch nach dem InvZulG 2007 besteht, und soll eine mehrfache Ber&uuml;cksichtigung derselben Aufwendungen verhindern (BTDrucks 16\/1409, S.&nbsp;13). Sie setzt ein beg&uuml;nstigtes Erstinvestitionsvorhaben i.S. des InvZulG 2007 voraus und begr&uuml;ndet keinen Zulagenanspruch f&uuml;r Einzelinvestitionen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>5. Die Kl&auml;gerin hat im beg&uuml;nstigten Investitionszeitraum auch kein Erstinvestitionsvorhaben i.S. des &sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 i.V.m. Abs.&nbsp;3 Nr.&nbsp;2 InvZulG 2007 &#8211;Erweiterung einer Betriebsst&auml;tte&#8211; oder Abs.&nbsp;3 Nr.&nbsp;3 InvZulG 2007 (Diversifizierung der Produktion einer Betriebsst&auml;tte) begonnen. Im Streitfall muss nicht abschlie&szlig;end entschieden werden, wann eine Erweiterung in diesem Sinne vorliegt. Sie liegt jedenfalls dann nicht vor, wenn eine zus&auml;tzliche, eigenst&auml;ndige Betriebsst&auml;tte errichtet wird.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Das FG ist vom zutreffenden Begriff der Betriebsst&auml;tte (s. unter 4.a) ausgegangen und hat aufgrund seiner f&uuml;r den Senat bindenden (&sect;&nbsp;118 Abs.&nbsp;2 FGO) tats&auml;chlichen Feststellungen in revisionsrechtlich nicht zu beanstandender Weise entschieden, dass das Hotel und das Apartmenthaus unterschiedliche Betriebsst&auml;tten sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>33<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Es begegnet keinen rechtlichen Bedenken, dass das FG f&uuml;r die Annahme unterschiedlicher Betriebsst&auml;tten auch auf die r&auml;umliche Trennung von Hotel und Apartmentanlage abgestellt hat. Zwar setzt, worauf die Kl&auml;gerin hinweist, die im Gesetz vorgesehene Zerlegung bei mehrgemeindlichen Betriebsst&auml;tten (&sect;&nbsp;30 des Gewerbesteuergesetzes) die M&ouml;glichkeit voraus, dass sich eine Betriebsst&auml;tte auf mehrere Gemeinden erstreckt. Gleichwohl erfordert auch die Annahme einer einheitlichen mehrgemeindlichen Betriebsst&auml;tte grunds&auml;tzlich einen r&auml;umlichen und betrieblichen Zusammenhang der betroffenen Betriebsanlagen oder Gesch&auml;ftseinrichtungen (BFH-Urteil vom 16.&nbsp;Dezember 2009 I&nbsp;R&nbsp;56\/08, BFHE 228, 356, BStBl II 2010, 492, unter B.II.2.a.). Aus der M&ouml;glichkeit mehrgemeindlicher Betriebsst&auml;tten kann daher nicht gefolgert werden, dass der r&auml;umliche Zusammenhang f&uuml;r die Annahme einer einheitlichen Betriebsst&auml;tte unerheblich w&auml;re.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>34<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) F&uuml;r die Frage, ob es sich bei Hotel und Apartmenthaus um unterschiedliche Betriebsst&auml;tten i.S. des &sect;&nbsp;12 AO und des Investitionszulagenrechts handelt, ist es auch unerheblich, ob das FA, wie die Kl&auml;gerin geltend macht, von einer einheitlichen Betriebsst&auml;tte im Sinne des Lohnsteuerrechts ausgeht. Im Lohnsteuerrecht gilt ein von &sect;&nbsp;12 AO abweichender Betriebsst&auml;ttenbegriff (&sect;&nbsp;41 Abs.&nbsp;2 EStG; Schmidt\/Kr&uuml;ger, EStG, 34.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;41 Rz&nbsp;2).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>35<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Selbst wenn es sich bei der Errichtung des Hotels um eine Erweiterung des Apartmenthauses gehandelt haben sollte, best&uuml;nde kein Anspruch auf Investitionszulage nach dem InvZulG 2007. Erst der Verbund von Geb&auml;ude und Einrichtung erm&ouml;glicht die Nutzung zu Beherbergungszwecken. Geb&auml;ude und Inneneinrichtung w&uuml;rden daher auch als Erweiterung des Apartmenthauses ein einheitliches Erstinvestitionsvorhaben bilden. Auch mit einer Erweiterung w&auml;re also bereits mit dem Vertrag &uuml;ber die Herstellung des Geb&auml;udes bzw. dem Beginn der Abriss- und Sanierungsarbeiten, mithin vor dem 21.&nbsp;Juli 2006 begonnen worden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>36<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>6. Die Kostenentscheidung beruht auf &sect;&nbsp;135 Abs.&nbsp;2 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 17.9.2015, III R 2\/14 Errichtung eines Hotelgeb&auml;udes und dessen Innenausstattung als einheitliches Erstinvestitionsvorhaben Leits&auml;tze 1. Ein Erstinvestitionsvorhaben kann sich auf eine oder mehrere Einzelinvestitionen erstrecken. Es ist die Summe der r&auml;umlich, zeitlich und sachlich mit einem der in &sect; 2 Abs. 3 InvZulG 2007 genannten Vorhaben zusammenh&auml;ngenden Ma&szlig;nahmen. 2. Ein Erstinvestitionsvorhaben wird &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/iii-r-2-14-errichtung-eines-hotelgebaeudes-und-dessen-innenausstattung-als-einheitliches-erstinvestitionsvorhaben\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">III&nbsp;R&nbsp;2\/14 &#8211; Errichtung eines Hotelgeb&auml;udes und dessen Innenausstattung als einheitliches Erstinvestitionsvorhaben<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-65906","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/65906","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=65906"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/65906\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=65906"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=65906"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=65906"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}