{"id":65927,"date":"2016-03-09T11:28:18","date_gmt":"2016-03-09T09:28:18","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=65927"},"modified":"2016-03-09T11:28:18","modified_gmt":"2016-03-09T09:28:18","slug":"vii-r-35-13-beschraenkte-erbenhaftung-fuer-von-einem-nachlassverwalter-verursachte-steuerschulden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/vii-r-35-13-beschraenkte-erbenhaftung-fuer-von-einem-nachlassverwalter-verursachte-steuerschulden\/","title":{"rendered":"VII&nbsp;R&nbsp;35\/13 &#8211; Beschr&auml;nkte Erbenhaftung f&uuml;r von einem Nachlassverwalter verursachte Steuerschulden"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 10.11.2015, VII R 35\/13<\/p>\n<p class=\"titel\">Beschr&auml;nkte Erbenhaftung f&uuml;r von einem Nachlassverwalter verursachte Steuerschulden<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>Im Fall der Nachlassverwaltung kommt es f&uuml;r die Beschr&auml;nkung der Erbenhaftung gem&auml;&szlig; &sect; 45 Abs. 2 Satz 1 AO i.V.m. &sect; 1975 BGB allein darauf an, ob zivilrechtlich eine Nachlassverbindlichkeit vorliegt. Dass der Nachlass weder Einkommensteuer- noch K&ouml;rperschaftsteuersubjekt ist, f&uuml;hrt nicht zur Ablehnung einer solchen Nachlassverbindlichkeit. Wird eine Steuerschuld der Erben durch die T&auml;tigkeit des Nachlassverwalters verursacht, liegt zivilrechtlich vielmehr eine Nachlassverbindlichkeit in Form der Erbfallschuld vor.<\/p>\n<\/div>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Auf die Revision der Kl&auml;gerin wird das Urteil des Finanzgerichts K&ouml;ln vom 10. April 2013&nbsp;&nbsp;3 K 2990\/10 aufgehoben und der Abrechnungsbescheid des Finanzamts vom 11. August 2009 in Gestalt der Einspruchsentscheidung vom 26. August 2010 dahin ge&auml;ndert, dass der Kl&auml;gerin ein Erstattungsbetrag gem&auml;&szlig; &sect; 37 Abs. 2 der Abgabenordnung in H&ouml;he von 18.146,31 EUR zusteht.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Kosten des gesamten Verfahrens hat das Finanzamt zu tragen.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Der Vater der Kl&auml;gerin und Revisionskl&auml;gerin (Kl&auml;gerin) war Kommanditist eines geschlossenen Immobilienfonds und erzielte hierdurch Eink&uuml;nfte aus Gewerbebetrieb. Er verstarb am 17.&nbsp;November 2002. Zuvor hatte er aufgrund von Verlustzuweisungen ein negatives Kapitalkonto aufgebaut.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Auf Antrag der Erben, zu denen auch die Kl&auml;gerin geh&ouml;rt, ordnete das Nachlassgericht mit Beschluss vom 16.&nbsp;Januar 2003 die Nachlassverwaltung an und bestellte einen Nachlassverwalter. Der Nachlassverwalter k&uuml;ndigte die Kommanditbeteiligung am 15.&nbsp;Februar 2003 zum 31.&nbsp;Dezember 2004, dem fr&uuml;hestm&ouml;glichen Zeitpunkt. Dem Nachlass flossen durch die K&uuml;ndigung keine Mittel zu. Der Fonds setzte seine Forderungen auf R&uuml;ckzahlung von Aussch&uuml;ttungen nicht durch, da das Nachlassverm&ouml;gen nach Abzug der Kosten f&uuml;r die Nachlassverwaltung 0&nbsp;EUR betrug.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das f&uuml;r den Fonds zust&auml;ndige Finanzamt ermittelte in dem bestandskr&auml;ftigen Gewinnfeststellungsbescheid f&uuml;r das Jahr 2004 einen anteiligen Ver&auml;u&szlig;erungsgewinn der Kl&auml;gerin in H&ouml;he von 35.710,60&nbsp;EUR, der aus der Aufl&ouml;sung des negativen Kapitalkontos stammt. Der Beklagte und Revisionsbeklagte (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) setzte die Einkommensteuer f&uuml;r das Jahr 2004 gegen&uuml;ber der Kl&auml;gerin unter nachtr&auml;glicher Ber&uuml;cksichtigung dieses Ver&auml;u&szlig;erungsgewinns fest. Der Bescheid ist bestandskr&auml;ftig und f&uuml;hrte zu einer Einkommensteuernachzahlung einschlie&szlig;lich Solidarit&auml;tszuschlag und Zinsen in H&ouml;he von 18.146,31&nbsp;EUR.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nachdem die Kl&auml;gerin mit ihrem Hinweis auf die beschr&auml;nkte Erbenhaftung gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;1975 des B&uuml;rgerlichen Gesetzbuchs (BGB) keinen Erfolg hatte, zahlte sie die auf den Ver&auml;u&szlig;erungsgewinn entfallenden Steuerbetr&auml;ge, um weitere Vollstreckungsma&szlig;nahmen zu vermeiden. Einspruch und Klage gegen den Abrechnungsbescheid des FA vom 11.&nbsp;August 2009, der hinsichtlich der auf den Ver&auml;u&szlig;erungsgewinn gezahlten Steuerbetr&auml;ge keinen Erstattungsanspruch der Kl&auml;gerin auswies, blieben erfolglos.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Finanzgericht (FG) urteilte, der Kl&auml;gerin stehe der geltend gemachte Erstattungsanspruch nicht zu, da sie sich trotz der Nachlassverwaltung nicht auf die dauernde Einrede der beschr&auml;nkten Erbenhaftung berufen k&ouml;nne. Auch diejenigen Steuerbetr&auml;ge, die auf den Ver&auml;u&szlig;erungsgewinn entfielen, seien keine Nachlassverbindlichkeiten i.S. des &sect;&nbsp;45 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 der Abgabenordnung (AO) i.V.m. &sect;&sect;&nbsp;1975, 1967 Abs.&nbsp;2 BGB (Erblasser- oder Erbfallschulden), sondern Eigenschulden der Erben. Trotz Anordnung der Nachlassverwaltung verwirklichten die Erben selbst den Tatbestand der Eink&uuml;nfteerzielung. Auch unter Ber&uuml;cksichtigung des Senatsurteils vom 11.&nbsp;August 1998 VII&nbsp;R&nbsp;118\/95 (BFHE 186, 328, BStBl II 1998, 705) komme im Streitfall keine Ausnahme in Betracht. Denn das K&uuml;ndigungsrecht habe allein den Miterben zugestanden, die sich die K&uuml;ndigung durch den Nachlassverwalter, d.h. die Rechtshandlung, die den steuerpflichtigen Gewinn ausgel&ouml;st habe, materiell zurechnen lassen m&uuml;ssten. Im &Uuml;brigen f&uuml;hre auch eine Qualifizierung als sog. Nachlasserbenschuld zu keinem g&uuml;nstigeren Ergebnis. Denn f&uuml;r eine solche Schuld hafte sowohl der Nachlass als auch das Eigenverm&ouml;gen der Erben (doppelter Haftungsgrund). Die streitigen Rechtsfolgen h&auml;tten nur durch eine Ausschlagung der Erbschaft nach &sect;&sect;&nbsp;1942&nbsp;ff. BGB vermieden werden k&ouml;nnen. Die Gr&uuml;nde sind in Entscheidungen der Finanzgerichte 2014, 1357 ver&ouml;ffentlicht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit ihrer Revision macht die Kl&auml;gerin geltend, sie sei zwar Steuerschuldnerin geworden, k&ouml;nne sich aber hinsichtlich der streitigen Betr&auml;ge auf die dauerhafte Einrede einer beschr&auml;nkten Erbenhaftung gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;1975 BGB berufen. Dies f&uuml;hre zu einem Erstattungsanspruch gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;37 AO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die auf den Ver&auml;u&szlig;erungsgewinn entfallenden Steuerbetr&auml;ge seien als Nachlassverbindlichkeit i.S. des &sect;&nbsp;1975 BGB einzuordnen. Der wesentliche Entstehungstatbestand liege in der Sph&auml;re des Erblassers, der die Verlustzuweisungen, die zu dem negativen Kapitalkonto gef&uuml;hrt h&auml;tten, genutzt und anschlie&szlig;end bewusst entschieden habe, die Beteiligung weiter zu halten und die Besteuerung hinauszuschieben. Die sp&auml;tere K&uuml;ndigung sei lediglich als formaler Akt anzusehen, auf den sie, die Kl&auml;gerin, aufgrund der Nachlassverwaltung keinen Einfluss gehabt habe. Deshalb sei sie auch nicht als Mitunternehmerin anzusehen. Im &Uuml;brigen sei sie zum Zeitpunkt der Ver&auml;u&szlig;erung noch nicht im Handelsregister eingetragen gewesen und habe aus der v&ouml;llig wertlosen Beteiligung keinerlei Vorteile gezogen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dar&uuml;ber hinaus k&ouml;nne sie nicht auf die M&ouml;glichkeit der Ausschlagung der Erbschaft verwiesen werden. Die Ausschlagung sei nur binnen einer Frist von sechs Wochen m&ouml;glich. Mit &sect;&nbsp;1975 BGB habe der Gesetzgeber dagegen einen ausgewogenen und gerechten Ausgleich zwischen den Interessen der Erben sowie den Interessen der Eigengl&auml;ubiger der Erben und der Nachlassgl&auml;ubiger geschaffen. Diese Vorschrift habe nicht dazu f&uuml;hren sollen, dass der Fiskus im Vergleich zur Situation ohne Erbfall eine zus&auml;tzliche Haftungsgrundlage erhalte. Schlie&szlig;lich widerspreche es der Rechtssicherheit und dem Vertrauensschutz, wenn sie, die Kl&auml;gerin, sich nicht auf &sect;&nbsp;1975 BGB berufen k&ouml;nne.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA folgt der Begr&uuml;ndung des FG und verweist auf seine Ausf&uuml;hrungen im Klageverfahren. Die streitigen Steuerschulden seien keine Nachlassverbindlichkeiten i.S. des &sect;&nbsp;1975 BGB, sondern Nachlasserbenschulden, f&uuml;r welche die Kl&auml;gerin auch mit ihrem eigenen Verm&ouml;gen hafte. Die Kl&auml;gerin k&ouml;nne sich nicht auf hypothetische Geschehensabl&auml;ufe (Ausschlagung der Erbschaft oder Verkauf der Beteiligung durch den Erblasser) berufen. Ma&szlig;gebend sei allein der tats&auml;chliche Geschehensablauf.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Revision der Kl&auml;gerin ist begr&uuml;ndet. Das Urteil des FG wird aufgehoben und der Abrechnungsbescheid vom 11.&nbsp;August 2009 in Gestalt der Einspruchsentscheidung vom 26.&nbsp;August 2010 dahin ge&auml;ndert, dass der Kl&auml;gerin ein Erstattungsbetrag gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;37 Abs.&nbsp;2 AO in H&ouml;he von 18.146,31&nbsp;EUR zusteht (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Urteil des FG verletzt Bundesrecht (&sect;&nbsp;118 Abs.&nbsp;1 FGO). Soweit das FA einen Erstattungsanspruch in H&ouml;he von 18.146,31&nbsp;EUR abgelehnt hat, ist der angefochtene Abrechnungsbescheid (&sect;&nbsp;218 Abs.&nbsp;2 AO) rechtswidrig und verletzt die Kl&auml;gerin in ihren Rechten. Der Abrechnungsbescheid war entsprechend zu &auml;ndern (&sect;&nbsp;100 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 FGO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Das FG ist f&uuml;r die streitigen Steuerbetr&auml;ge, die durch den Ver&auml;u&szlig;erungsgewinn i.S. des &sect;&nbsp;16 des Einkommensteuergesetzes (EStG) infolge der K&uuml;ndigung der Kommanditbeteiligung ausgel&ouml;st worden sind, zutreffend von einer eigenen Steuerschuld der Kl&auml;gerin ausgegangen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach gefestigter Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; (vgl. Senatsurteil in BFHE 186, 328, BStBl II 1998, 705, m.w.N.) sind einkommensteuerrechtliche Anspr&uuml;che des Finanzamts, die infolge der Ver&auml;u&szlig;erung eines zum Nachlass des Erblassers geh&ouml;renden Gegenstands entstehen oder aus Ertr&auml;gen des Nachlassverm&ouml;gens resultieren, gegen den Erben und nicht gegen den Nachlass zu richten. Nach dem Tod des Erblassers verwirklichen allein die Erben den Tatbestand der Eink&uuml;nfteerzielung. Der Nachlass ist weder Einkommensteuer- noch K&ouml;rperschaftsteuersubjekt. Dies gilt trotz der Verwaltungs- und Verf&uuml;gungsbeschr&auml;nkung gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;1984 Abs.&nbsp;1 BGB auch im Fall der Anordnung einer Nachlassverwaltung (vgl. auch Musil in Herrmann\/Heuer\/ Raupach, &sect;&nbsp;2 EStG Rz&nbsp;340 &quot;Nachlassverwalter&quot;; Rei&szlig; in Kirchhof, EStG, 14.&nbsp;Aufl. 2015, &sect;&nbsp;15 Rz&nbsp;154).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im &Uuml;brigen sind im Streitfall sowohl der Gewinnfeststellungsbescheid als auch die Steuerbescheide f&uuml;r das Jahr 2004 bestandskr&auml;ftig.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Macht ein Erbe gegen&uuml;ber einer solchen Steuerschuld im Erhebungsverfahren geltend, sie sei wegen der Anordnung einer Nachlassverwaltung gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;45 Abs.&nbsp;2 Satz 1 AO i.V.m. &sect;&nbsp;1975 BGB nur aus dem Nachlass zu begleichen, kann er nicht nur die gegen ihn gerichteten Vollstreckungsakte angreifen (so die Verfahrenskonstellation im Senatsurteil in BFHE 186, 328, BStBl II 1998, 705), sondern auch &#8211;wie im Streitfall&#8211; die Steuerschuld (unter Protest) begleichen und anschlie&szlig;end einen Erstattungsanspruch gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;37 Abs.&nbsp;2 AO geltend machen. Das FG hat insofern zutreffend festgestellt, dass im Fall der Geltendmachung der dauerhaften Einrede des &sect;&nbsp;1975 BGB die Steuer ohne rechtlichen Grund i.S. des &sect;&nbsp;37 Abs.&nbsp;2 AO gezahlt wird (vgl. bereits Senatsurteil vom 28.&nbsp;April 1992 VII&nbsp;R&nbsp;33\/91, BFHE 168, 206, BStBl II 1992, 781, das hierzu aber noch keine abschlie&szlig;ende Aussage getroffen hat). &Uuml;ber den Erstattungsanspruch ist durch Abrechnungsbescheid (&sect;&nbsp;218 Abs.&nbsp;2 AO) zu entscheiden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Einwendungen, die sich gegen die Steuerfestsetzung selbst richten, k&ouml;nnen im Erhebungsverfahren allerdings nicht mehr vorgebracht werden (Senatsurteil in BFHE 168, 206, BStBl II 1992, 781). Hierzu z&auml;hlt insbesondere der Einwand der Kl&auml;gerin, sie sei wegen der Nachlassverwaltung nicht als Mitunternehmerin i.S. des &sect;&nbsp;16 EStG anzusehen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Entgegen der Auffassung des FG liegen im Streitfall die Voraussetzungen einer dauerhaften Einrede gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;45 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 AO i.V.m. &sect;&nbsp;1975 BGB vor, so dass der Kl&auml;gerin der geltend gemachte Erstattungsanspruch gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;37 Abs.&nbsp;2 AO zusteht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Nach &sect;&nbsp;45 Abs.&nbsp;2 Satz 1 AO haben Erben f&uuml;r die aus dem Nachlass zu entrichtenden Schulden nach den Vorschriften des b&uuml;rgerlichen Rechts &uuml;ber die Haftung des Erben f&uuml;r Nachlassverbindlichkeiten einzustehen. Dies ist als Rechtsgrundverweisung auf die zivilrechtlichen Vorschriften zu verstehen, die trotz des Wortlauts &quot;aus dem Nachlass zu entrichtende Schulden&quot; auch dann gilt, wenn der Erbe die Steuer selbst schuldet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Der Senat weicht insofern von seiner Rechtsprechung in BFHE 168, 206, BStBl II 1992, 781 ab, die auch im Fall einer Nachlassverwaltung allenfalls von einer Nachlasserbenschuld, d.h. einer Doppelstellung als Nachlassverbindlichkeit und als Eigenschuld des Erben, ausgegangen ist und hierf&uuml;r ma&szlig;geblich darauf abgestellt hat, dass nach dem Tod des Erblassers allein der Erbe den einkommensteuerlichen Tatbestand der Eink&uuml;nfteerzielung verwirklicht (so weiterhin Dr&uuml;en in Tipke\/Kruse, Abgabenordnung, Finanzgerichtsordnung, &sect;&nbsp;45 AO Rz&nbsp;27).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die hieran ge&auml;u&szlig;erte Kritik hat der Senat bereits in seinem Urteil in BFHE 186, 328, BStBl II 1998, 705 aufgegriffen und statt der zwangsl&auml;ufigen Ankn&uuml;pfung an das steuerrechtliche Eigenschuldkonzept eine erbrechtliche Beurteilung nach materiellen Zurechnungsgesichtspunkten in Erw&auml;gung gezogen. Letztlich musste der Senat in jenem Fall aber keine abschlie&szlig;ende Entscheidung treffen, da nach dem zugrunde liegenden Sachverhalt weder die Erben noch der Nachlassverwalter Einfluss auf die Entstehung der Einkommensteuerschuld hatten. Vielmehr waren allein die Handlungen des Erblassers urs&auml;chlich. Diese besonderen Voraussetzungen sind im Streitfall nicht erf&uuml;llt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach ge&auml;nderter Auffassung des Senats kommt es f&uuml;r die Anwendung des &sect;&nbsp;45 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 AO i.V.m. &sect;&nbsp;1975 BGB allein darauf an, ob zivilrechtlich eine Nachlassverbindlichkeit vorliegt (so auch Koenig in Koenig, Abgabenordnung, 3.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;45 Rz&nbsp;21). Dass der Nachlass als solcher weder Einkommensteuer- noch K&ouml;rperschaftsteuersubjekt ist, sondern allein der Erbe den steuerrechtlichen Tatbestand der Eink&uuml;nfteerzielung verwirklichen kann, f&uuml;hrt nicht zur Ablehnung einer Nachlassverbindlichkeit. Aus &sect;&nbsp;45 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 AO ergeben sich keine Anhaltspunkte f&uuml;r eine Besserstellung des Fiskus. Vielmehr folgt aus dieser Vorschrift, dass die f&uuml;r den Erben in &sect;&nbsp;1975 BGB geregelten Schutzm&ouml;glichkeiten in vollem Umfang auch gegen&uuml;ber dem Fiskus gelten m&uuml;ssen. Danach haften Erben zwar auch f&uuml;r Nachlassverbindlichkeiten grunds&auml;tzlich unbeschr&auml;nkt (&sect;&nbsp;1967 Abs.&nbsp;1 BGB). Im Fall der Anordnung der Nachlassverwaltung (Nachlasspflegschaft zum Zweck der Befriedigung der Nachlassgl&auml;ubiger) ist ihre Haftung f&uuml;r Nachlassverbindlichkeiten allerdings auf den Nachlass beschr&auml;nkbar (&sect;&nbsp;1975 BGB).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Als Nachlassverbindlichkeit sind gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;1967 Abs.&nbsp;2 BGB nicht nur die vom Erblasser herr&uuml;hrenden Schulden (Erblasserschulden), sondern auch die den Erben als solchen treffenden Verbindlichkeiten (Erbfallschulden) anzusehen. Im Streitfall fallen die auf den Ver&auml;u&szlig;erungsgewinn entfallenden Steuerbetr&auml;ge unter die Fallgruppe der Erbfallschulden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zu den Erbfallschulden geh&ouml;ren zivilrechtlich nicht nur die ausdr&uuml;cklich in &sect;&nbsp;1967 Abs.&nbsp;2 BGB genannten Verbindlichkeiten aus Pflichtteilsrechten, Verm&auml;chtnissen und Auflagen, sondern u.a. auch diejenigen Verbindlichkeiten, die zwar nicht mit dem Erbfall, aber infolge des Erbfalls entstehen. Diese Untergruppe kann als Nachlasskosten- bzw. Nachlassverwaltungsschulden bezeichnet werden (M&uuml;nchKommBGB\/K&uuml;pper, 7.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;1967 Rz&nbsp;10a). Sie erfasst unter anderem die durch die T&auml;tigkeit eines Nachlassverwalters verursachten Verbindlichkeiten. Nachlasserbenschulden, die sowohl als Nachlassverbindlichkeit als auch als Eigenschuld des Erben anzusehen sind, setzen dagegen eine eigenh&auml;ndige Verwaltung des Nachlasses durch den Erben voraus (Urteil des Bundesgerichtshofs &#8211;BGH&#8211; vom 5.&nbsp;Juli 2013 V&nbsp;ZR&nbsp;81\/12, Neue Juristische Wochenschrift &#8211;NJW&#8211; 2013, 3446; (M&uuml;nchKommBGB\/K&uuml;pper, 7.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;1967 Rz&nbsp;12 und 21, jeweils m.w.N.; abweichend noch BGH-Urteil vom 4.&nbsp;November 2011 V&nbsp;ZR&nbsp;82\/11, NJW 2012, 316, wonach es im Fall einer Testamentsvollstreckung zu Nachlasserbenschulden kommt).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach den bindenden Feststellungen des FG (&sect;&nbsp;118 Abs.&nbsp;2 FGO) hat im Streitfall der Nachlassverwalter die Kommanditbeteiligung gek&uuml;ndigt und damit die auf den Ver&auml;u&szlig;erungsgewinn entfallende Einkommensteuerschuld ausgel&ouml;st. Unabh&auml;ngig davon, ob er dazu trotz der grunds&auml;tzlichen Einschr&auml;nkung der Verwaltungsbefugnis im Rahmen der Beteiligung an Personengesellschaften (BGH-Urteil vom 30.&nbsp;M&auml;rz 1967 II&nbsp;ZR&nbsp;102\/65, BGHZ 47, 293) gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;1985 BGB i.V.m. einer analogen Anwendung des &sect;&nbsp;725 BGB befugt war (vgl. hierzu Beschluss des Oberlandesgerichts Hamm vom 25.&nbsp;November 1992&nbsp;&nbsp;15&nbsp;W&nbsp;129\/92, Entscheidungen der Oberlandesgerichte in Zivilsachen 1993, 147; (M&uuml;nchKommBGB\/K&uuml;pper, 7.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;1985 Rz&nbsp;6; Marotzke in Staudinger, &sect;&nbsp;1985 BGB Rz&nbsp;21, jeweils m.w.N.), kommt somit keine Nachlasserbenschuld in Betracht. Die durch den Nachlassverwalter ausgesprochene K&uuml;ndigung f&uuml;hrt vielmehr zu einer Erbfallschuld in Form einer Nachlassverwaltungsschuld. F&uuml;r diese (reine) Nachlassverbindlichkeit kann sich die Kl&auml;gerin auf die Beschr&auml;nkung der Erbenhaftung gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;1975 BGB berufen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Die ge&auml;nderte Auffassung des Senats deckt sich mit der Rechtsprechung des X.&nbsp;Senats, der im Fall der Testamentsvollstreckung ebenfalls von einer Erbfallschuld ausgeht (allerdings nur bezogen auf &sect;&nbsp;24 Nr.&nbsp;2 EStG, vgl. BFH-Urteil vom 24.&nbsp;Januar 1996 X&nbsp;R&nbsp;14\/94, BFHE 179, 406, BStBl II 1996, 287). Eine Abweichung von dem Urteil des II.&nbsp;Senats vom 4.&nbsp;Juli 2012 II&nbsp;R&nbsp;15\/11 (BFHE 238, 233, BStBl II 2012, 790) liegt nicht vor, da es dort um die Auslegung des &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;5 Nr.&nbsp;1 des Erbschaftsteuergesetzes ging und dar&uuml;ber hinaus keine Nachlassverwaltung angeordnet war.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Die Kostenentscheidung beruht auf &sect;&nbsp;135 Abs.&nbsp;1 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 10.11.2015, VII R 35\/13 Beschr&auml;nkte Erbenhaftung f&uuml;r von einem Nachlassverwalter verursachte Steuerschulden Leits&auml;tze Im Fall der Nachlassverwaltung kommt es f&uuml;r die Beschr&auml;nkung der Erbenhaftung gem&auml;&szlig; &sect; 45 Abs. 2 Satz 1 AO i.V.m. &sect; 1975 BGB allein darauf an, ob zivilrechtlich eine Nachlassverbindlichkeit vorliegt. Dass der Nachlass weder Einkommensteuer- noch K&ouml;rperschaftsteuersubjekt ist, &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/vii-r-35-13-beschraenkte-erbenhaftung-fuer-von-einem-nachlassverwalter-verursachte-steuerschulden\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">VII&nbsp;R&nbsp;35\/13 &#8211; Beschr&auml;nkte Erbenhaftung f&uuml;r von einem Nachlassverwalter verursachte Steuerschulden<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-65927","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/65927","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=65927"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/65927\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=65927"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=65927"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=65927"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}