{"id":65934,"date":"2016-03-09T11:28:14","date_gmt":"2016-03-09T09:28:14","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=65934"},"modified":"2016-03-09T11:28:14","modified_gmt":"2016-03-09T09:28:14","slug":"iii-r-57-13-bestimmung-des-kindergeldberechtigten-bei-nachtraeglichen-unterhaltszahlungen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/iii-r-57-13-bestimmung-des-kindergeldberechtigten-bei-nachtraeglichen-unterhaltszahlungen\/","title":{"rendered":"III&nbsp;R&nbsp;57\/13 &#8211; Bestimmung des Kindergeldberechtigten bei nachtr&auml;glichen Unterhaltszahlungen"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 5.11.2015, III R 57\/13<\/p>\n<p class=\"titel\">Bestimmung des Kindergeldberechtigten bei nachtr&auml;glichen Unterhaltszahlungen<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>1. Die bei der Bestimmung des Kindergeldberechtigten nach &sect; 64 Abs. 3 EStG zu ber&uuml;cksichtigenden Unterhaltszahlungen m&uuml;ssen grunds&auml;tzlich f&uuml;r und in dem Zeitraum geleistet werden, f&uuml;r den das Kindergeld begehrt wird. Unterhalt, der um Jahre versp&auml;tet gezahlt wird, bleibt au&szlig;er Betracht.<\/p>\n<\/p>\n<p>2. Verpflichtet das FG die Familienkasse dazu, dem Kindergeldberechtigten Kindergeld zu &quot;gew&auml;hren&quot;, so bedeutet dies nicht, dass die Familienkasse damit verpflichtet werden soll, das Kindergeld trotz eines geltend gemachten Erstattungsanspruchs des Sozialleistungstr&auml;gers tats&auml;chlich an den Kindergeldberechtigten auszuzahlen.<\/p>\n<\/div>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Die Revision der Beklagten gegen das Urteil des Nieders&auml;chsischen Finanzgerichts vom 26. September 2013&nbsp;&nbsp;3 K 158\/13 wird als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckgewiesen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Kosten des Revisionsverfahrens hat die Beklagte zu tragen.<\/p>\n<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Die Kl&auml;gerin und Revisionsbeklagte (Kl&auml;gerin) ist Mutter einer im September 1991 geborenen Tochter (T), die im Sommer 2010 eine Ausbildung als Assistentin f&uuml;r Wirtschaftsinformatik abschloss und im Sommer 2012 die Fachhochschulreife erlangte. Danach bem&uuml;hte sich T um einen Ausbildungsplatz. Sie lebte in einer eigenen Wohnung und bezog zun&auml;chst Leistungen nach dem Zweiten Buch Sozialgesetzbuch (SGB&nbsp;II). Im November 2012 nahm sie eine Besch&auml;ftigung mit einer regelm&auml;&szlig;igen Arbeitszeit von 30&nbsp;Wochenstunden auf.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin beantragte Kindergeld f&uuml;r T. Die Beklagte und Revisionskl&auml;gerin (Familienkasse) lehnte den Antrag durch Bescheid vom 31.&nbsp;Oktober 2012 ab, weil die Kl&auml;gerin keine Nachweise f&uuml;r die Bem&uuml;hungen der T um einen Ausbildungsplatz vorgelegt habe. Zuvor hatte der Sozialleistungstr&auml;ger &#8211;der Landkreis A, Jobcenter&#8211; mit Schreiben vom 28.&nbsp;August 2012 gegen&uuml;ber der Familienkasse einen Erstattungsanspruch nach &sect;&sect;&nbsp;102&nbsp;ff. SGB&nbsp;X geltend gemacht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Gegen die Ablehnung wandte sich die Kl&auml;gerin mit Einspruch. Im Verlauf des Rechtsbehelfsverfahrens wurde bekannt, dass der Vater der T seit August 2012 monatliche Zahlungen von 200&nbsp;EUR leistete. Damit sollten bislang nicht erf&uuml;llte, jedoch titulierte Unterhaltsanspr&uuml;che der T ratenweise abgegolten werden. Diese beliefen sich bis zum Erreichen der Vollj&auml;hrigkeit der T im September 2009 auf insgesamt ca. 16.000&nbsp;EUR. Die Familienkasse war der Ansicht, die Zahlungen des Vaters an T seien als Unterhaltsrente i.S. von &sect;&nbsp;64 Abs.&nbsp;3 des Einkommensteuergesetzes (EStG) anzusehen. Somit sei der Vater kindergeldberechtigt und nicht die Kl&auml;gerin, die keinen Unterhalt leiste. Der Einspruch hatte keinen Erfolg.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Finanzgericht (FG) gab der anschlie&szlig;end erhobenen Klage zum Teil statt und verpflichtete die Familienkasse, der Kl&auml;gerin Kindergeld f&uuml;r den Zeitraum August 2012 bis November 2012 zu gew&auml;hren (Urteil vom 26.&nbsp;September 2013&nbsp;&nbsp;3&nbsp;K&nbsp;158\/13, Entscheidungen der Finanzgerichte &#8211;EFG&#8211; 2014, 147). Es war der Ansicht, die Zahlungen des Vaters seien keine Unterhaltsrente, da sie erst nachtr&auml;glich f&uuml;r nicht erf&uuml;llte Unterhaltsanspr&uuml;che geleistet worden seien. Da beide Elternteile keinen Unterhalt gezahlt h&auml;tten, greife die zwischen den Eltern getroffene Berechtigtenbestimmung zugunsten der Kl&auml;gerin ein. Trotzdem werde diese voraussichtlich kein Kindergeld ausgezahlt erhalten, weil der Sozialleistungstr&auml;ger die Erstattung des Kindergelds beantragt habe. Hinsichtlich der Monate Dezember 2012 bis April 2013 wies das FG die Klage ab, da T eine Erstausbildung abgeschlossen habe und mit 30&nbsp;Wochenstunden erwerbst&auml;tig sei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Gegen das Urteil des FG wendet sich die Familienkasse insoweit, als es den Zeitraum August 2012 bis November 2012 betrifft. Zur Begr&uuml;ndung tr&auml;gt sie vor, nach dem Urteil des FG M&uuml;nster vom 23.&nbsp;M&auml;rz 2007&nbsp;&nbsp;4&nbsp;K&nbsp;1807\/05&nbsp;Kg (EFG 2007, 1177) k&ouml;nnten auch versp&auml;tet geleistete Unterhaltszahlungen als Geldrente anzusehen sein. Zwar habe der Bundesfinanzhof (BFH) im Beschluss vom 28.&nbsp;Oktober 2005 III&nbsp;B&nbsp;107\/05 (BFH\/NV 2006, 549) entschieden, dass nachtr&auml;gliche Unterhaltszahlungen nicht dem Zeitraum zuzurechnen seien, f&uuml;r welchen sie geleistet w&uuml;rden. Allerdings seien sie im Zeitraum des tats&auml;chlichen Zuflusses zu ber&uuml;cksichtigen. Es l&auml;gen Unterhaltsleistungen vor, wenn auch versp&auml;tete.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das angefochtene Urteil sei auch deshalb fehlerhaft, weil die Sache nicht spruchreif sei. Das FG habe sie &#8211;die Familienkasse&#8211; zur &quot;Gew&auml;hrung&quot; von Kindergeld verpflichtet. Diese Verpflichtung beinhalte nicht nur die Festsetzung, sondern auch die Auszahlung des Kindergeldes an die Kl&auml;gerin. Die Entscheidung dar&uuml;ber, wer das Kindergeld erhalten solle, setze jedoch eine Entscheidung &uuml;ber den Erstattungsantrag des Sozialleistungstr&auml;gers oder gegebenenfalls &uuml;ber einen Abzweigungsantrag der T voraus, die noch nicht vorliege.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Familienkasse beantragt, das angefochtene Urteil hinsichtlich des Zeitraums August 2012 bis November 2012 aufzuheben und die Klage auch insoweit abzuweisen,<br \/>hilfsweise, das angefochtene Urteil hinsichtlich des Zeitraums August 2012 bis November 2012 aufzuheben und die Streitsache insoweit zur anderweitigen Verhandlung und Entscheidung an das FG zur&uuml;ckzuverweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin beantragt, die Revision als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Beteiligten sind mit einer Entscheidung ohne m&uuml;ndliche Verhandlung einverstanden (&sect;&nbsp;90 Abs.&nbsp;2 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Revision ist unbegr&uuml;ndet und daher zur&uuml;ckzuweisen (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;2 FGO). Das FG hat zutreffend die vom Kindsvater gegen&uuml;ber T erbrachten Zahlungen nicht als Unterhaltsrente i.S. von &sect;&nbsp;64 Abs.&nbsp;3 EStG beurteilt und hat zu Recht die Verpflichtung der Familienkasse zur Gew&auml;hrung von Kindergeld f&uuml;r den hier noch streitigen Zeitraum ausgesprochen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Nach &sect;&nbsp;64 Abs.&nbsp;1 EStG wird das Kindergeld nur an einen Kindergeldberechtigten gezahlt. Leben die Eltern in einem gemeinsamen Haushalt, so k&ouml;nnen sie nach &sect;&nbsp;64 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;2 EStG untereinander den Berechtigten bestimmen. Lebt das Kind nicht im Haushalt beider Eltern oder eines Elternteils, sondern in einem eigenen Haushalt, so ist gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;64 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 EStG kindergeldberechtigt, wer dem Kind eine Unterhaltsrente zahlt. Zahlt keiner der beiden Elternteile eine Unterhaltsrente, so k&ouml;nnen sie gemeinsam einen Berechtigten bestimmen; kommt keine Einigung zustande, so bestimmt das Familiengericht auf Antrag den Berechtigten (&sect;&nbsp;64 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;3 und 4 i.V.m. Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;3 EStG).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Der Begriff der Unterhaltsrente i.S. von &sect;&nbsp;64 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 EStG orientiert sich am Begriff der Geldrente i.S. von &sect;&nbsp;1612 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 und Abs.&nbsp;3 des B&uuml;rgerlichen Gesetzbuches (BGB). Hiernach ist Unterhalt durch Entrichtung einer monatlich im Voraus zu zahlenden Geldrente zu gew&auml;hren. Unterhaltsrente ist der laufende Barunterhalt (BFH-Urteil vom 16.&nbsp;Dezember 2003 VIII&nbsp;R&nbsp;67\/00, BFH\/NV 2004, 934, sowie BFH-Beschluss vom 28.&nbsp;Oktober 2004 VIII&nbsp;B&nbsp;253\/04, BFH\/NV 2005, 346). Nachtr&auml;glich erbrachte Unterhaltsleistungen wirken sich auf die Berechtigtenbestimmung nach &sect;&nbsp;64 Abs.&nbsp;3 EStG nicht aus (Senatsbeschluss in BFH\/NV 2006, 549; ebenso Wendl in Herrmann\/Heuer\/ Raupach, &sect;&nbsp;64 EStG Rz 16; Felix in: Kirchhof\/S&ouml;hn\/Mellinghoff, EStG, &sect;&nbsp;64 Rz&nbsp;D&nbsp;3; Pust in Littmann\/Bitz\/Pust, Das Einkommensteuerrecht, Kommentar, &sect;&nbsp;64 Rz&nbsp;151; zweifelnd Schmidt\/Weber-Grellet, EStG, 34.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;64 Rz&nbsp;8). Es ist grunds&auml;tzlich zu fordern, dass der Unterhalt sowohl f&uuml;r als auch in dem Zeitraum geleistet wird, f&uuml;r den das Kindergeld begehrt wird.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Im Streitfall hat der Vater von T in der Zeit bis zu deren Vollj&auml;hrigkeit im September 2009 keinen laufenden Unterhalt gezahlt. Die von ihm nachtr&auml;glich ab August 2012 geleisteten Zahlungen betrafen den seit Langem r&uuml;ckst&auml;ndigen Unterhalt (&sect;&nbsp;1613 BGB). Der Senat kann offenlassen, ob Unterhaltsleistungen auch dann bei der Berechtigtenbestimmung nach &sect;&nbsp;64 Abs.&nbsp;3 EStG au&szlig;er Betracht zu lassen sind, wenn die Zahlungen zwar kontinuierlich, jedoch jeweils um wenige Wochen oder Monate versp&auml;tet geleistet werden. Jedenfalls kann bei Unterhaltszahlungen, die &#8211;wie im Streitfall&#8211; erst Jahre nach der F&auml;lligkeit des Unterhaltsanspruchs aufgenommen werden, nicht mehr von laufendem Unterhalt gesprochen werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Entgegen der Rechtsansicht der Familienkasse hat das FG diese nicht zur Auszahlung des Kindergeldes an die Kl&auml;gerin trotz des vom Sozialleistungstr&auml;ger geltend gemachten Erstattungsanspruchs verpflichtet. Es hat die Familienkasse im Urteilstenor dazu verpflichtet, der Kl&auml;gerin Kindergeld zu &quot;gew&auml;hren&quot;. Damit ist bei verst&auml;ndiger W&uuml;rdigung gemeint, dass die Familienkasse verpflichtet werden soll, das Kindergeld festzusetzen. Bei der Auslegung der Urteilsformel (&sect;&nbsp;105 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;3 FGO) kann auch auf den Inhalt des Urteils zur&uuml;ckgegriffen werden (Senatsurteil vom 25.&nbsp;September 2014 III&nbsp;R&nbsp;56\/13, BFH\/NV 2015, 206). Aus dem angefochtenen Urteil ergibt sich, dass dem FG bewusst war, dass das Kindergeld trotz der Verpflichtung der Familienkasse zur Gew&auml;hrung von Kindergeld m&ouml;glicherweise an den Sozialleistungstr&auml;ger auszuzahlen sein wird. Die Annahme der Familienkasse, sie sei zur Auszahlung des Kindergeldes an die Kl&auml;gerin verpflichtet worden, geht fehl.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Die Kostenentscheidung beruht auf &sect;&nbsp;143 Abs.&nbsp;1, &sect;&nbsp;135 Abs.&nbsp;2 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 5.11.2015, III R 57\/13 Bestimmung des Kindergeldberechtigten bei nachtr&auml;glichen Unterhaltszahlungen Leits&auml;tze 1. Die bei der Bestimmung des Kindergeldberechtigten nach &sect; 64 Abs. 3 EStG zu ber&uuml;cksichtigenden Unterhaltszahlungen m&uuml;ssen grunds&auml;tzlich f&uuml;r und in dem Zeitraum geleistet werden, f&uuml;r den das Kindergeld begehrt wird. 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