{"id":65935,"date":"2016-03-09T11:28:22","date_gmt":"2016-03-09T09:28:22","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=65935"},"modified":"2016-03-09T11:28:22","modified_gmt":"2016-03-09T09:28:22","slug":"ix-r-10-15-veraeusserung-eines-vermieteten-grundstuecks-aus-dem-gesamthandvermoegen-mischfall-keine-gesonderte-und-einheitliche-feststellung-des-gewinns-revision-gegen-mehrere-selbstaendige-streitgege","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/ix-r-10-15-veraeusserung-eines-vermieteten-grundstuecks-aus-dem-gesamthandvermoegen-mischfall-keine-gesonderte-und-einheitliche-feststellung-des-gewinns-revision-gegen-mehrere-selbstaendige-streitgege\/","title":{"rendered":"IX&nbsp;R&nbsp;10\/15 &#8211; Ver&auml;u&szlig;erung eines vermieteten Grundst&uuml;cks aus dem Gesamthandverm&ouml;gen &#8211; Mischfall &#8211; Keine gesonderte und einheitliche Feststellung des Gewinns &#8211; Revision gegen mehrere selbst&auml;ndige Streitgegenst&auml;nde"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 10.11.2015, IX R 10\/15<\/p>\n<p class=\"titel\">Ver&auml;u&szlig;erung eines vermieteten Grundst&uuml;cks aus dem Gesamthandverm&ouml;gen &#8211; Mischfall &#8211; Keine gesonderte und einheitliche Feststellung des Gewinns &#8211; Revision gegen mehrere selbst&auml;ndige Streitgegenst&auml;nde<\/p>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>1. Auf die Revision des Kl&auml;gers wird das Urteil des Finanzgerichts D&uuml;sseldorf vom 14. Januar 2015&nbsp;&nbsp;15 K 2051\/12 F teilweise aufgehoben, soweit es die einheitliche und gesonderte Feststellung eines privaten Ver&auml;u&szlig;erungsgewinns betrifft.<\/p>\n<\/p>\n<p>Der Bescheid &uuml;ber die einheitliche und gesonderte Feststellung von Besteuerungsgrundlagen f&uuml;r 2001, zuletzt ge&auml;ndert am 20. November 2014, wird mit der Ma&szlig;gabe ge&auml;ndert, dass die Feststellung sonstiger Eink&uuml;nfte (Eink&uuml;nfte aus privaten Ver&auml;u&szlig;erungsgesch&auml;ften i.S. des &sect; 23 des Einkommensteuergesetzes) entf&auml;llt.<\/p>\n<\/p>\n<p>2. Im &Uuml;brigen wird die Revision als unzul&auml;ssig verworfen.<\/p>\n<\/p>\n<p>3. Von den Kosten des gesamten Rechtsstreits haben der Kl&auml;ger 1\/4 und der Beklagte 3\/4 zu tragen.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Der Kl&auml;ger und Revisionskl&auml;ger (Kl&auml;ger) gr&uuml;ndete im Jahr 1990 gemeinsam mit den Beigeladenen H, K und S zu gleichen Teilen eine Gesellschaft b&uuml;rgerlichen Rechts (GbR). Diese erwarb zum 1.&nbsp;August 1990 ein mit einem Gesch&auml;ftshaus bebautes, vermietetes Grundst&uuml;ck zum Preis von 1.750.000&nbsp;DM. Die GbR setzte die Vermietungst&auml;tigkeit fort.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Am 11.&nbsp;Mai 2001 ver&auml;u&szlig;erte der Beigeladene K seinen Gesellschaftsanteil zum Preis von 500.000&nbsp;DM an den Kl&auml;ger. Am selben Tag und in derselben Vertragsurkunde ver&auml;u&szlig;erte der Beigeladene S seinen Gesellschaftsanteil ebenfalls zum Preis von 500.000&nbsp;DM an den Beigeladenen H. Die GbR bestand danach nur noch aus dem Kl&auml;ger und dem Beigeladenen H. Alle Beteiligten stimmten der Berichtigung des Grundbuchs zu. Am 18.&nbsp;Mai 2001 ver&auml;u&szlig;erte die GbR das Grundst&uuml;ck zum Preis von 2.300.000&nbsp;DM.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Da die GbR f&uuml;r 2001 eine Feststellungserkl&auml;rung nicht abgab und der Kl&auml;ger auch keine eigenen Angaben machte, sch&auml;tzte der Beklagte und Revisionsbeklagte (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) die Besteuerungsgrundlagen unter Vorbehalt der Nachpr&uuml;fung. Festgestellt wurden Eink&uuml;nfte aus Vermietung und Verpachtung, Eink&uuml;nfte aus Kapitalverm&ouml;gen und sonstige Eink&uuml;nfte (Gewinn aus einem privaten Ver&auml;u&szlig;erungsgesch&auml;ft). Dagegen erhob der Kl&auml;ger Einspruch, den er jedoch nicht begr&uuml;ndete. Das FA folgte den Angaben eines anderen Gesellschafters und &auml;nderte die H&ouml;he der Eink&uuml;nfte aus Vermietung und Verpachtung. Im &Uuml;brigen wies es den Einspruch zur&uuml;ck. Der Vorbehalt der Nachpr&uuml;fung blieb bestehen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dagegen hat der Kl&auml;ger eine erste Klage erhoben (Finanzgericht &#8211;FG&#8211; D&uuml;sseldorf 16&nbsp;K&nbsp;1806\/07&nbsp;F), mit der er vor allem begehrte, von ihm allein getragene Schuldzinsen als Sonderwerbungskosten anzuerkennen. Im Jahr 1998 hatte der Kl&auml;ger f&auml;llige Darlehen der GbR, mit denen die Anschaffung des Grundst&uuml;cks finanziert worden war, in voller H&ouml;he abgel&ouml;st und daf&uuml;r Bankdarlehen in Anspruch genommen. Im Innenverh&auml;ltnis hatte der Kl&auml;ger seine Mitgesellschafter deswegen anteilig (teilweise erfolgreich) auf Ausgleich in Anspruch genommen. Der Kl&auml;ger meint, dass die von ihm allein getragenen Zinsen in voller H&ouml;he als Sonderwerbungskosten bei den Eink&uuml;nften aus Vermietung und Verpachtung zu ber&uuml;cksichtigen seien. Das FA h&auml;lt dagegen die Zinsen nur in H&ouml;he von 50&nbsp;% durch die Vermietungst&auml;tigkeit veranlasst und geht davon aus, dass der Kl&auml;ger im &Uuml;brigen seinen Mitgesellschaftern Darlehen gew&auml;hrt habe, die nicht durch die Vermietungst&auml;tigkeit veranlasst, sondern ihm pers&ouml;nlich zurechenbar seien. In der m&uuml;ndlichen Verhandlung hat der Kl&auml;ger erstmals eine Feststellungserkl&auml;rung f&uuml;r 2001 abgegeben. Nachdem die Vertreterin des FA zugesagt hatte, die Zinsen zur H&auml;lfte zu ber&uuml;cksichtigen, haben die Beteiligten den Rechtsstreit insoweit &uuml;bereinstimmend f&uuml;r erledigt erkl&auml;rt. Das FG hat dem Kl&auml;ger die Kosten des Verfahrens auferlegt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA &auml;nderte danach den Feststellungsbescheid gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;172 der Abgabenordnung (AO) und ber&uuml;cksichtigte bei den Eink&uuml;nften aus Vermietung und Verpachtung Sonderwerbungskosten des Kl&auml;gers wie in der m&uuml;ndlichen Verhandlung zugesagt. Eine sachliche Pr&uuml;fung der versp&auml;tet abgegebenen Feststellungserkl&auml;rung lehnte es jedoch ab und wies den dagegen gerichteten Einspruch zur&uuml;ck.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dagegen hat der Kl&auml;ger erneut Klage erhoben. Erst im Klageverfahren hat das FA eine vollumf&auml;ngliche Pr&uuml;fung der Erkl&auml;rung zugesagt. Das FA setzte die Besteuerungsgrundlagen mit Bescheid vom 20.&nbsp;November 2014 abweichend fest. Streitig blieb danach bei den Eink&uuml;nften aus Vermietung und Verpachtung ein Teil der vom Kl&auml;ger geltend gemachten Werbungskosten sowie die vom Kl&auml;ger weiterverfolgte volle Anerkennung der von ihm allein aufgewandten Zinsen f&uuml;r die Umfinanzierung der Anschaffungsdarlehen als Sonderwerbungskosten. Erstmals machte der Kl&auml;ger au&szlig;erdem geltend, dass ein Gewinn aus privaten Ver&auml;u&szlig;erungsgesch&auml;ften nicht entstanden oder jedenfalls nicht im Feststellungsbescheid zu erfassen sei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FG hat der Klage teilweise stattgegeben und weitere Werbungskosten bei den Eink&uuml;nften aus Vermietung und Verpachtung in H&ouml;he von 6.000&nbsp;DM anerkannt. Im &Uuml;brigen hat es die Klage abgewiesen und dem Kl&auml;ger die Kosten des Verfahrens auferlegt. Weitere Werbungskosten seien nicht anzuerkennen. Zum Teil habe der Kl&auml;ger einen Zusammenhang mit der Vermietung nicht nachgewiesen (Zinszahlungen an die Beigeladenen S und K im Zusammenhang mit der &Uuml;bernahme von deren Gesellschaftsanteilen), zum Teil habe er den Aufwand nicht nachgewiesen (Rechtsanwaltskosten). Auch Sonderwerbungskosten seien &uuml;ber den festgestellten Anteil hinaus nicht zu ber&uuml;cksichtigen. Soweit im gewerblichen Bereich Sonderverg&uuml;tungen f&uuml;r die &Uuml;berlassung von Wirtschaftsg&uuml;tern als Eink&uuml;nfte aus Gewerbebetrieb behandelt w&uuml;rde, komme eine entsprechende Anwendung auf &Uuml;berschusseink&uuml;nfte nicht in Betracht. Das Darlehen, welches der Kl&auml;ger seinen Mitgesellschaftern gew&auml;hrt habe, sei ihm zuzurechnen und stelle kein Sonderbetriebsverm&ouml;gen dar. Ein Spekulationsgewinn sei in der festgestellten H&ouml;he entstanden und auch zu Recht gesondert und einheitlich festgestellt worden. Aufgrund des gleichzeitigen und in einer Urkunde dokumentierten Erwerbs der restlichen Gesellschaftsanteile durch den Kl&auml;ger und den Beigeladenen H sei von einer gemeinsamen Verwirklichung des gesetzlichen Tatbestands auszugehen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dagegen richtet sich die Revision des Kl&auml;gers. Der Kl&auml;ger r&uuml;gt die Verletzung materiellen Rechts (&sect;&nbsp;180 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;a AO; &sect;&nbsp;23 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;4 des Einkommensteuergesetzes &#8211;EStG&#8211;; &sect;&nbsp;21 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 EStG).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger beantragt,<br \/>unter Aufhebung der Vorentscheidung den Bescheid f&uuml;r 2001 &uuml;ber die gesonderte und einheitliche Feststellung von Besteuerungsgrundlagen vom 20.&nbsp;November 2014 dahingehend zu &auml;ndern, dass die Eink&uuml;nfte aus Vermietung und Verpachtung unter Ber&uuml;cksichtigung weiterer Werbungskosten und ihm allein zuzuweisender Sonderwerbungskosten von 30.925,43&nbsp;DM angesetzt werden in H&ouml;he von -34.029,50&nbsp;DM und dass der Ansatz der sonstigen Eink&uuml;nfte entf&auml;llt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt,<br \/>die Revision zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Revision ist, soweit sie zul&auml;ssig ist, begr&uuml;ndet. Mit Erfolg wendet sich die Revision dagegen, dass ein Gewinn aus privaten Ver&auml;u&szlig;erungsgesch&auml;ften gesondert und einheitlich festgestellt worden ist. Insofern ist die Vorentscheidung aufzuheben und der Klage stattzugeben. Im &Uuml;brigen ist die Revision unzul&auml;ssig.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Soweit sich die Revision gegen mehrere selbst&auml;ndige oder teilbare Streitgegenst&auml;nde richtet, kann sie zum Teil zul&auml;ssig und zum Teil unzul&auml;ssig sein (Urteil des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 8.&nbsp;Februar 1989 II&nbsp;R&nbsp;85\/86, BFHE 160, 1, BStBl II 1990, 587). Ein Bescheid &uuml;ber die gesonderte und einheitliche Feststellung der Besteuerungsgrundlagen (&sect;&nbsp;180 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;a AO) kann nach st&auml;ndiger Rechtsprechung des BFH eine Vielzahl selbst&auml;ndiger Regelungen enthalten, die selbst&auml;ndig angefochten werden und in Rechtskraft erwachsen k&ouml;nnen. So verh&auml;lt es sich im Streitfall. Soweit sich die Revision gegen die H&ouml;he der Eink&uuml;nfte aus Vermietung und Verpachtung, die Sonderwerbungskosten des Kl&auml;gers bei den Eink&uuml;nften aus Vermietung und Verpachtung und die Eink&uuml;nfte aus privaten Ver&auml;u&szlig;erungsgesch&auml;ften richtet, handelt es sich jeweils um selbst&auml;ndige Besteuerungsgrundlagen. Unzul&auml;ssig ist die Revision mangels Begr&uuml;ndung (vgl. nur Gr&auml;ber\/Ruban, Finanzgerichtsordnung, 7.&nbsp;Aufl., Vor &sect;&nbsp;115 Rz&nbsp;11), soweit der Revisionsantrag durch die Revisionsbegr&uuml;ndung nicht gedeckt ist (BFH-Urteil in BFHE 160, 1, BStBl II 1990, 587).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Nach diesen Ma&szlig;st&auml;ben ist die Revision unzul&auml;ssig, soweit der Kl&auml;ger den Ansatz h&ouml;herer Sonderwerbungskosten begehrt. Die Revisionsbegr&uuml;ndung gen&uuml;gt in diesem Punkt nicht den gesetzlichen Anforderungen (&sect;&nbsp;120 Abs.&nbsp;3 Nr.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;a der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;). Zur Begr&uuml;ndung hat der Kl&auml;ger insofern nur ausgef&uuml;hrt, er halte an seinem Standpunkt fest, &quot;dass Kosten der Abl&ouml;sung einer vermieterbedingten Verbindlichkeit der GbR Sonderwerbungskosten aus Vermietung und Verpachtung darstellen und nicht in Zusammenhang mit m&ouml;glichen Darlehenseinnahmen stehen, welche nicht im Rahmen der gesonderten und einheitlichen Feststellung der GbR zu erfassen w&auml;ren&quot;. Diese Ausf&uuml;hrungen lassen eine Auseinandersetzung mit den Gr&uuml;nden des angefochtenen Urteils nicht erkennen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Unzul&auml;ssig ist die Revision auch, soweit sie sich gegen die Nichtber&uuml;cksichtigung weiterer Werbungskosten bei den Eink&uuml;nften aus Vermietung und Verpachtung richtet. Streitig ist insofern nur noch die Ber&uuml;cksichtigung von Rechtsanwaltskosten. Der Kl&auml;ger hat dazu im Klageverfahren behauptet, er habe die Rechnung als Anlage zur Feststellungserkl&auml;rung dem FA &uuml;bergeben. Das FA hat dem widersprochen. Die Rechnung sei nicht bei den eingereichten Anlagen gewesen. Sie befindet sich jedenfalls nicht in den Akten. Das FG hat die Aufwendungen nicht ber&uuml;cksichtigt, weil dem Kl&auml;ger der Nachweis nicht gelungen sei. Dass er die Rechnung dem FA &uuml;bergeben habe, k&ouml;nne nicht festgestellt werden. Es gen&uuml;ge insoweit nicht, dass das FA die Erkl&auml;rung unbeanstandet entgegen genommen habe. Ohne einen Nachweis sei der Senat nicht in der Lage, den Aufwand festzustellen. Wo und wann der Beleg verloren gegangen sei, k&ouml;nne dahinstehen. Den Nachteil aus der Nichterweislichkeit der Aufwendungen treffe den Kl&auml;ger, denn er h&auml;tte die Rechnung aufbewahren m&uuml;ssen (&sect;&nbsp;147 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;5, Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;3 AO). Mit der Revision wird dagegen lediglich geltend gemacht, aufgrund der Nichtbeanstandung durch den Beklagten habe der Kl&auml;ger nicht mehr damit rechnen m&uuml;ssen, die Unterlagen weiter vorzuhalten. Diese Begr&uuml;ndung zeigt keine Umst&auml;nde auf, aus denen sich eine Rechtsverletzung ergeben k&ouml;nnte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Soweit sich die Revision dagegen richtet, dass das FG den Ansatz eines privaten Ver&auml;u&szlig;erungsgewinns im angefochtenen Feststellungsbescheid nicht beanstandet hat, ist sie zul&auml;ssig und begr&uuml;ndet. Zu Unrecht hat das FG angenommen, dass unter den Umst&auml;nden des Falles &uuml;ber den privaten Ver&auml;u&szlig;erungsgewinn im Verfahren der einheitlichen und gesonderten Feststellung entschieden wird.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Nach &sect;&nbsp;179 Abs.&nbsp;1 AO werden die Besteuerungsgrundlagen abweichend von &sect;&nbsp;157 Abs.&nbsp;2 AO durch Feststellungsbescheid gesondert festgestellt, soweit dies in diesem Gesetz oder sonst in den Steuergesetzen bestimmt ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Eink&uuml;nfte, an denen i.S. von &sect;&nbsp;180 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;a AO Mehrere beteiligt sind, liegen neben anderen Voraussetzungen nur dann vor, wenn mehrere Personen &quot;gemeinsam&quot; den Tatbestand der Einkunftserzielung verwirklichen (BFH-Urteile vom 11.&nbsp;Juli 1985 IV&nbsp;R&nbsp;61\/83, BFHE 144, 151, BStBl II 1985, 577; vom 13.&nbsp;Juli 1994 X&nbsp;R&nbsp;7\/91, BFH\/NV 1995, 303; Klein\/Ratschow, AO, 12.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;180 Rz&nbsp;7).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Nach &sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;7 i.V.m. &sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;2, &sect;&nbsp;23 Abs.&nbsp;1 Satz 1 Nr.&nbsp;1 EStG in der im Streitjahr geltenden Fassung unterliegen private Ver&auml;u&szlig;erungsgesch&auml;fte bei Grundst&uuml;cken als sonstige Eink&uuml;nfte der Einkommensteuer, wenn der Zeitraum zwischen Anschaffung und Ver&auml;u&szlig;erung nicht mehr als zehn Jahre betr&auml;gt. Dieser zweiaktige Tatbestand (Anschaffung und Ver&auml;u&szlig;erung; zum Begriff vgl. BFH-Urteil vom 21.&nbsp;Januar 2014 IX&nbsp;R&nbsp;11\/13, BFHE 244, 44, BStBl II 2014, 385) wird nur dann gemeinsam verwirklicht, wenn beide Teilakte gemeinsam verwirklicht worden sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) An der gemeinsamen Anschaffung des Grundst&uuml;cks fehlt es bei einem Gesellschafter, soweit er erst nach Anschaffung des Grundst&uuml;cks durch die Gesellschaft im Wege des Anteilserwerbs Gesellschafter geworden ist (vgl. Senatsurteil vom 21.&nbsp;Januar 2014 IX&nbsp;R&nbsp;9\/13, BFHE 244, 225, m.w.N.). Das gilt jedenfalls, soweit in dem Anteilserwerb bei der gebotenen Bruchteilsbetrachtung (vgl. &sect;&nbsp;39 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 AO) eine anteilige Anschaffung des Grundst&uuml;cks zu sehen ist (vgl. BFH-Urteil in BFHE 244, 225). Dieser anteilige Grundst&uuml;ckserwerb vollzieht sich vermittels der Anteils&uuml;bertragung gerade nicht &quot;in der Einheit der Gesellschafter&quot;, sondern ist dem erwerbenden Gesellschafter allein zuzurechnen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>e) Eine gemeinsame Tatbestandsverwirklichung liegt unter den besonderen Umst&auml;nden des Streitfalls auch nicht deshalb vor, weil der Kl&auml;ger und der andere verbleibende Gesellschafter zu den Gr&uuml;ndungsgesellschaftern geh&ouml;rten, weil die Gesellschaft das Grundst&uuml;ck mehr als zehn Jahre gehalten hat oder weil die Anteilserwerbe am selben Tag und in derselben Urkunde vereinbart worden sind. Diese Umst&auml;nde &auml;ndern nichts daran, dass der Kl&auml;ger und der Beigeladene H die hinzu erworbenen Gesellschaftsanteile nicht gemeinsam (z.B. in gesamth&auml;nderischer Verbundenheit), sondern jeder f&uuml;r sich erworben haben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Das FG ist von anderen Rechtsgrunds&auml;tzen ausgegangen. Sein Urteil ist insoweit aufzuheben und der Klage stattzugeben (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 FGO). Im &Uuml;brigen bleibt es bei der rechtskr&auml;ftig gewordenen Entscheidung des FG, die Klage abzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Die Kostenentscheidung beruht auf &sect;&nbsp;135 Abs.&nbsp;2 und &sect;&nbsp;136 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 FGO. Die teilweise Aufhebung des Urteils erfasst auch die Kostenentscheidung. Der Senat muss deshalb &uuml;ber die Kosten des Rechtsstreits unter Ber&uuml;cksichtigung der rechtskr&auml;ftig gewordenen Urteilsbestandteile insgesamt neu entscheiden. Der Kl&auml;ger hat die Kosten des Verfahrens zu tragen, soweit er endg&uuml;ltig unterlegen ist. Soweit die Revision unzul&auml;ssig war, hat der Kl&auml;ger die Kosten des ohne Erfolg eingelegten Rechtsmittels zu tragen (&sect;&nbsp;135 Abs.&nbsp;2 FGO). Dies betrifft das Begehren auf Ber&uuml;cksichtigung weiterer Werbungskosten bei den Eink&uuml;nften aus Vermietung und Verpachtung sowie weiterer Sonderwerbungskosten. Der Kl&auml;ger tr&auml;gt ferner die Kosten, soweit die Abhilfe durch das FA auf Umst&auml;nden beruht, die er fr&uuml;her h&auml;tte geltend machen k&ouml;nnen und sollen (versp&auml;tete Abgabe der Feststellungserkl&auml;rung). Insofern war dem Senat eine erneute Sachentscheidung und auch eine abweichende Kostenentscheidung verwehrt, weil die Revision unzul&auml;ssig war. Im &Uuml;brigen hat das FA die Kosten des Verfahrens zu tragen (gesonderte Feststellung eines privaten Ver&auml;u&szlig;erungsgewinns).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 10.11.2015, IX R 10\/15 Ver&auml;u&szlig;erung eines vermieteten Grundst&uuml;cks aus dem Gesamthandverm&ouml;gen &#8211; Mischfall &#8211; Keine gesonderte und einheitliche Feststellung des Gewinns &#8211; Revision gegen mehrere selbst&auml;ndige Streitgegenst&auml;nde Tenor 1. Auf die Revision des Kl&auml;gers wird das Urteil des Finanzgerichts D&uuml;sseldorf vom 14. Januar 2015&nbsp;&nbsp;15 K 2051\/12 F teilweise aufgehoben, soweit es die &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/ix-r-10-15-veraeusserung-eines-vermieteten-grundstuecks-aus-dem-gesamthandvermoegen-mischfall-keine-gesonderte-und-einheitliche-feststellung-des-gewinns-revision-gegen-mehrere-selbstaendige-streitgege\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">IX&nbsp;R&nbsp;10\/15 &#8211; Ver&auml;u&szlig;erung eines vermieteten Grundst&uuml;cks aus dem Gesamthandverm&ouml;gen &#8211; Mischfall &#8211; Keine gesonderte und einheitliche Feststellung des Gewinns &#8211; Revision gegen mehrere selbst&auml;ndige Streitgegenst&auml;nde<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-65935","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/65935","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=65935"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/65935\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=65935"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=65935"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=65935"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}