{"id":65936,"date":"2016-03-09T11:28:24","date_gmt":"2016-03-09T09:28:24","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=65936"},"modified":"2016-03-09T11:28:24","modified_gmt":"2016-03-09T09:28:24","slug":"vii-r-35-37-14-blosse-branchenueblichkeit-eines-eigentumsvorbehalts-reicht-zur-stillschweigenden-einbeziehung-entsprechender-agb-nicht-aus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/vii-r-35-37-14-blosse-branchenueblichkeit-eines-eigentumsvorbehalts-reicht-zur-stillschweigenden-einbeziehung-entsprechender-agb-nicht-aus\/","title":{"rendered":"VII&nbsp;R&nbsp;35,&nbsp;37\/14 &#8211; Blo&szlig;e Branchen&uuml;blichkeit eines Eigentumsvorbehalts reicht zur stillschweigenden Einbeziehung entsprechender AGB nicht aus"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 10.11.2015, VII R 35, 37\/14; VII R 35\/14; VII R 37\/14<\/p>\n<p class=\"titel\">Blo&szlig;e Branchen&uuml;blichkeit eines Eigentumsvorbehalts reicht zur stillschweigenden Einbeziehung entsprechender AGB nicht aus<\/p>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Auf die Revision des Hauptzollamts wird das Urteil des Finanzgerichts Hamburg vom 17. Juni 2014&nbsp;&nbsp;4 K 98\/13 dahin ge&auml;ndert, dass die Klage in vollem Umfang abgewiesen wird.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Revision der Kl&auml;gerin wird als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckgewiesen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Kosten des gesamten Verfahrens hat die Kl&auml;gerin zu tragen.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Mit Schreiben vom 29.&nbsp;Dezember 2010 beantragte die Kl&auml;gerin, Revisionskl&auml;gerin und Revisionsbeklagte (Kl&auml;gerin) beim Hauptzollamt D eine Steuerentlastung nach &sect;&nbsp;60 des Energiesteuergesetzes (EnergieStG). Einen weiteren Antrag stellte sie mit Schreiben vom selben Tag beim Beklagten, Revisionsbeklagten und Revisionskl&auml;ger (Hauptzollamt &#8211;HZA&#8211;). Mit Schreiben vom 4.&nbsp;Januar 2011 teilte das Hauptzollamt D der Kl&auml;gerin mit, der Antrag sei an das HZA wegen dessen Zust&auml;ndigkeit weitergeleitet worden. Dieses bearbeitete in der Folgezeit den Antrag. Der Entlastungsantrag betraf zwei Dieselkraftstofflieferungen an eine AG. Die erste Lieferung vom 22.&nbsp;Dezember 2008, f&uuml;r die der Rechnungsbetrag am 11.&nbsp;Januar 2009 f&auml;llig war, umfasste 31&nbsp;850&nbsp;l Dieselkraftstoff. Die zweite Lieferung vom 13.&nbsp;Januar 2009, f&uuml;r die der Rechnungsbetrag am 2.&nbsp;Februar 2009 f&auml;llig war, umfasste 50&nbsp;148&nbsp;l Dieselkraftstoff. Beide Rechnungen wurden jeweils noch am Tag der Lieferung gestellt und enthielten einen Hinweis auf den F&auml;lligkeitszeitpunkt. Auf der R&uuml;ckseite fanden sich Verkaufs- und Lieferbedingungen, auf die auf der Vorderseite nicht hingewiesen wurde und die in &sect;&nbsp;6 einen Eigentumsvorbehalt enthielten. Da die AG die Rechnungen nicht beglich, mahnte die Kl&auml;gerin mit Schreiben vom 11. und 25.&nbsp;Februar 2009 und vom 10.&nbsp;M&auml;rz 2009, bevor sie am 11.&nbsp;M&auml;rz 2009 den Erlass eines Mahnbescheids beantragte. Mit Beschluss vom 13.&nbsp;M&auml;rz 2009 bestellte das Amtsgericht im Insolvenzverfahren &uuml;ber das Verm&ouml;gen der AG einen vorl&auml;ufigen Insolvenzverwalter. Er&ouml;ffnet wurde das Insolvenzverfahren durch Beschluss des Insolvenzgerichts vom &#8230;.&nbsp;April 2009. Am 28.&nbsp;April 2009 meldete die Kl&auml;gerin ihre Forderungen zur Insolvenztabelle an.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit Bescheid vom 9.&nbsp;September 2011 &#8211;eingegangen bei der Kl&auml;gerin am 26.&nbsp;September 2011&#8211; entsprach das HZA hinsichtlich der zweiten Lieferung vom 13.&nbsp;Januar 2009 dem Antrag der Kl&auml;gerin. Den Antrag in Bezug auf die erste Lieferung vom 22.&nbsp;Dezember 2008 lehnte es jedoch unter Hinweis auf das &Uuml;berschreiten der von der Rechtsprechung hinsichtlich der Rechtzeitigkeit der gerichtlichen Geltendmachung entwickelten Zweimonatsfrist ab. Dagegen legte die Kl&auml;gerin am 24.&nbsp;Oktober 2011 Einspruch ein. Mit Schreiben vom 20.&nbsp;Juni 2012 wies das HZA darauf hin, dass es aufgrund der fehlenden Vereinbarung eines Eigentumsvorbehalts auch bei der zweiten Lieferung an einer Voraussetzung f&uuml;r den geltend gemachten Entlastungsanspruch fehle und dass infolgedessen der Bescheid vom 9.&nbsp;September 2011 aufzuheben sei. Festsetzungsverj&auml;hrung sei noch nicht eingetreten. Demgem&auml;&szlig; &auml;nderte das HZA mit Bescheid vom 12.&nbsp;September 2012 den Bescheid vom 9.&nbsp;September 2011, indem es den Antrag insgesamt ablehnte und die bereits bewilligte Entlastung in H&ouml;he von 18.589,62&nbsp;EUR zur&uuml;ckforderte. Die nach erfolglosem Einspruchsverfahren erhobene Klage hatte teilweise Erfolg.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Finanzgericht (FG) urteilte, die angefochtenen Verwaltungsentscheidungen seien teilweise rechtswidrig. Da die Kl&auml;gerin ihren Sitz in D habe, sei zwar nicht das HZA, sondern das Hauptzollamt D &ouml;rtlich zust&auml;ndig, doch folge daraus aufgrund der Regelung des &sect;&nbsp;125 Abs.&nbsp;3 Nr.&nbsp;1 der Abgabenordnung (AO) nicht die Nichtigkeit der angefochtenen Bescheide. In der Sache h&auml;tte keine andere Entscheidung getroffen werden k&ouml;nnen, so dass sich die &ouml;rtliche Unzust&auml;ndigkeit auf die Sachentscheidung nicht ausgewirkt habe. Mangels Entscheidungsspielraums der Finanzbeh&ouml;rde liege ein Fall des &sect;&nbsp;127 AO vor. In Bezug auf die erste Lieferung habe die Kl&auml;gerin den Zahlungsanspruch erst 78&nbsp;Tage nach der Lieferung und damit nach der Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs (BFH) nicht rechtzeitig gerichtlich geltend gemacht, weshalb das HZA den Antrag zu Recht abgelehnt habe. Bei der vom BFH entwickelten Zweimonatsfrist handele es sich um eine Ausschlussfrist. Der Mineral&ouml;lh&auml;ndler d&uuml;rfe einzelne Lieferungen nicht isoliert betrachten, sondern m&uuml;sse sein Verhalten nach Unregelm&auml;&szlig;igkeiten bei vorangegangenen Lieferungen ausrichten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Hinsichtlich der zweiten Lieferung vom 13.&nbsp;Januar 2009 k&ouml;nne offengelassen werden, ob der Bescheid vom 9.&nbsp;September 2011 bereits bestandskr&auml;ftig geworden und daher einer Verb&ouml;serung nicht mehr zug&auml;nglich gewesen sei. Jedenfalls sei aufgrund der Branchen&uuml;blichkeit entgegen der Auffassung des HZA von der wirksamen Vereinbarung eines Eigentumsvorbehalts auszugehen, so dass die Voraussetzungen des &sect;&nbsp;60 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;3 EnergieStG erf&uuml;llt seien. Im gewerblichen Mineral&ouml;lhandel k&ouml;nne von der Branchen&uuml;blichkeit der Vereinbarung eines Eigentumsvorbehalts ausgegangen werden. Dies h&auml;tten wiederholte Anfragen des Gerichts beim Bundesverband mittelst&auml;ndischer Mineral&ouml;lunternehmen ergeben. Wie der Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer des Verbandes berichtete, h&auml;tten alle im Rahmen einer Umfrage im Jahr 2009 kontaktierten Verbandsmitglieder erkl&auml;rt, im gewerblichen Handel nur gegen Eigentumsvorbehalt, der in Allgemeinen Gesch&auml;ftsbedingungen (AGB) geregelt sei, zu liefern. Der Auffassung des FG Sachsen-Anhalt (Urteil vom 30.&nbsp;Juni 2010&nbsp;&nbsp;2&nbsp;K&nbsp;1440\/07, nicht ver&ouml;ffentlicht &#8211;n.v.&#8211;) k&ouml;nne nicht gefolgt werden, weil &sect;&nbsp;305 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 des B&uuml;rgerlichen Gesetzbuchs (BGB) im Streitfall gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;310 Abs.&nbsp;1 BGB keine Anwendung finde.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Gegen das erstinstanzliche Urteil haben beide Beteiligte Revision eingelegt. Mit ihrer Revision wendet sich die Kl&auml;gerin gegen die Ansicht des FG, bei der von der Rechtsprechung entwickelten Zweimonatsfrist handele es sich um eine starre Ausschlussfrist. Abzustellen sei auf die besonderen Umst&auml;nde des jeweiligen Einzelfalls. Im Streitfall m&uuml;sse ber&uuml;cksichtigt werden, dass sie eine ausschlie&szlig;lich auf den Warenwert bezogene Warenkreditversicherung abgeschlossen und ein EDV-gest&uuml;tztes System eingesetzt habe, um die Au&szlig;enst&auml;nde laufend zu &uuml;berwachen. Nur einen Tag nach der letzten Mahnung habe sie einen Mahnbescheid beantragt, wobei die Zweimonatsfrist nur geringf&uuml;gig &uuml;berschritten worden sei. Von einer nicht rechtzeitigen gerichtlichen Geltendmachung k&ouml;nne daher nicht gesprochen werden. Zweifel best&uuml;nden hinsichtlich der ordnungsgem&auml;&szlig;en Vertretung des HZA.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Entgegen der Ansicht des FG seien die angefochtenen Verwaltungsentscheidungen aufgrund der &ouml;rtlichen Unzust&auml;ndigkeit des HZA aufzuheben. Die Voraussetzungen des &sect;&nbsp;127 AO l&auml;gen im Streitfall nicht vor, denn das zust&auml;ndige Hauptzollamt D h&auml;tte in der Sache eine andere Entscheidung treffen k&ouml;nnen, wie das Urteil des FG belege. Zu Recht habe das FG auf die Bestandskraft des Bescheids vom 9.&nbsp;September 2011 verwiesen, so dass die &Uuml;berlegungen zur Branchen&uuml;blichkeit der Vereinbarung eines Eigentumsvorbehalts nur hilfsweise angestellt worden seien. Sofern das HZA behaupte, bei der AG handele es sich um ein branchenfremdes Unternehmen, k&ouml;nne dem nicht gefolgt werden. Gegenstand des Unternehmens der AG sei die internationale Produktion und insbesondere der Handel mit Biotreibstoffen, so dass sie Teilnehmer am Markt mit Kraftstoffen sei. Von Anfang an sei die Gesch&auml;ftsbeziehung der Kl&auml;gerin zur AG auf Dauer angelegt gewesen. Entgegen der Ansicht des HZA sei im Streitfall von der Vereinbarung eines Eigentumsvorbehalts auszugehen, auch wenn auf der Vorderseite der Rechnung nicht auf die umseitig abgedruckten AGB hingewiesen worden sei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin beantragt, das Urteil des FG dahin zu &auml;ndern, dass das HZA unter Aufhebung der angefochtenen Verwaltungsentscheidungen verpflichtet wird, f&uuml;r beide Lieferungen antragsgem&auml;&szlig; die Energiesteuer nach &sect;&nbsp;60 EnergieStG zu verg&uuml;ten sowie die Revision des HZA zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das HZA beantragt, das Urteil des FG dahin zu &auml;ndern, dass die Klage in vollem Umfang abgewiesen wird und die Revision der Kl&auml;gerin zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das HZA wendet sich gegen die Ansicht des FG, der angefochtene Bescheid vom 9.&nbsp;September 2011 enthalte zwei selbstst&auml;ndige Verwaltungsakte. Es werde nicht nach einzelnen Warenlieferungen, sondern nach einzelnen Warenempf&auml;ngern entschieden. Auch bei mehreren Warenlieferungen werde der Selbstbehalt nur einmal abgezogen. Entgegen der Auffassung des FG seien die AGB nicht Vertragsbestandteil geworden. Hinsichtlich der Branchen&uuml;blichkeit habe das FG keine hinreichenden Feststellungen getroffen. Zudem sei zu bezweifeln, dass es sich bei der AG um ein branchenkundiges Unternehmen handele. Von einer stillschweigenden Einbeziehung der AGB k&ouml;nne im Streitfall nicht ausgegangen werden, zumal sich auf der Vorderseite der Rechnungen kein Hinweis auf die r&uuml;ckseitig abgedruckten AGB befunden habe und von einer laufenden Gesch&auml;ftsbeziehung nicht ausgegangen werden k&ouml;nne. Zudem habe das FG keine Feststellung hinsichtlich der erforderlichen Geltendmachung des Eigentumsvorbehalts getroffen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Revision des HZA ist begr&uuml;ndet. Zu Unrecht hat das FG die AGB der Kl&auml;gerin allein aufgrund einer vermeintlichen Branchen&uuml;blichkeit als einbezogen und damit einen Eigentumsvorbehalt als zumindest stillschweigend vereinbart angesehen. Aufgrund der fehlenden Vereinbarung eines einfachen Eigentumsvorbehalts steht der Kl&auml;gerin der begehrte Entlastungsanspruch nach &sect;&nbsp;60 EnergieStG nicht zu, so dass das Urteil des FG hinsichtlich des Bescheids vom 12.&nbsp;September 2012 aufzuheben und die Klage abzuweisen ist. Aus demselben Grund erweist sich die Revision der Kl&auml;gerin als unbegr&uuml;ndet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Zutreffend hat das FG geurteilt, die angefochtenen Verwaltungsentscheidungen seien nicht bereits nichtig oder wegen Rechtswidrigkeit aufzuheben, weil das HZA &ouml;rtlich unzust&auml;ndig gewesen ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach &sect;&nbsp;127 AO kann die Aufhebung eines Verwaltungsakts, der nicht nach &sect;&nbsp;125 AO nichtig ist, nicht allein deshalb beansprucht werden, weil er unter Verletzung von Vorschriften &uuml;ber die &ouml;rtliche Zust&auml;ndigkeit zustande gekommen ist, wenn keine andere Entscheidung in der Sache h&auml;tte getroffen werden k&ouml;nnen. In Bezug auf diese Voraussetzung ist auf die rechtliche Alternativlosigkeit abzustellen. Anhand der objektiven Sach- und Rechtslage ist zu pr&uuml;fen, ob die getroffene Verwaltungsentscheidung rechtm&auml;&szlig;ig und alternativlos ist. Entgegen der Auffassung der Kl&auml;gerin ist deshalb nicht entscheidend, ob die theoretische M&ouml;glichkeit besteht, dass eine andere Finanzbeh&ouml;rde &#8211;etwa bei unzutreffender Auslegung einer streitentscheidenden Norm&#8211; zu einem abweichenden Ergebnis gekommen w&auml;re. &Uuml;ber einen Antrag nach &sect;&nbsp;60 EnergieStG ist nicht im Rahmen einer Ermessensentscheidung zu befinden; vielmehr besteht bei Erf&uuml;llung der tatbestandlichen Voraussetzungen ein Rechtsanspruch auf Gew&auml;hrung der Steuerentlastung (Senatsurteil vom 8.&nbsp;August 2006 VII&nbsp;R&nbsp;28\/05, BFHE 215, 392, Zeitschrift f&uuml;r Z&ouml;lle und Verbrauchsteuern 2007, 45), so dass nur eine Entscheidung rechtm&auml;&szlig;ig ist. Daher hat das FG zu Recht entschieden, dass ein Fall des &sect;&nbsp;127 AO vorliegt und dass die angefochtenen Bescheide nicht bereits aufgrund der &ouml;rtlichen Unzust&auml;ndigkeit des HZA aufzuheben sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Entgegen der Auffassung des FG handelt es sich bei dem Bescheid vom 9.&nbsp;September 2011 um einen einzigen Verwaltungsakt, mit dem das HZA &uuml;ber den von der Kl&auml;gerin mit Schreiben vom 29.&nbsp;Dezember 2010 geltend gemachten Entlastungsanspruch entschieden hat. Allein der Umstand, dass sich der Antrag nach &sect;&nbsp;60 EnergieStG auf zwei Lieferungen bezog, rechtfertigt nicht die Aufspaltung der f&uuml;r beide Lieferungen getroffenen Verwaltungsentscheidung in zwei selbstst&auml;ndige Verwaltungsakte, die unabh&auml;ngig voneinander angefochten werden k&ouml;nnten. Dagegen spricht bereits der Inhalt des Bescheids, dem nicht entnommen werden kann, dass zwei Verwaltungsakte erlassen werden sollten. Gegen eine verfahrensrechtliche Aufspaltung der einheitlich getroffenen Verwaltungsentscheidung sprechen auch die gesetzlichen Vorgaben, nach denen eine Steuerentlastung nur gew&auml;hrt wird, wenn der Steuerbetrag bei Eintritt der Zahlungsunf&auml;higkeit 5.000&nbsp;EUR &uuml;bersteigt (&sect;&nbsp;60 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 EnergieStG). Bei isolierter Betrachtung und Bescheidung jeder einzelnen Lieferung &#8211;unabh&auml;ngig davon, ob der Entlastungsberechtigte in Bezug auf mehrere Lieferungen nur einen Entlastungsantrag gestellt hat&#8211; bliebe unklar, in welchem Bescheid der Selbstbehalt abgezogen bzw. ob und nach welchen Kriterien er auf die einzelnen Lieferungen bzw. Kaufpreisforderungen aufgeteilt werden m&uuml;sste.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Der einheitliche Bescheid vom 9.&nbsp;September 2011, mit dem das HZA dem Antrag der Kl&auml;gerin hinsichtlich der zweiten Lieferung vom 13.&nbsp;Januar 2009 stattgegeben und gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;60 EnergieStG eine Verg&uuml;tung in H&ouml;he von 18.589,62&nbsp;EUR festgesetzt hat, ist in diesem Umfang nicht bestandskr&auml;ftig geworden. Infolgedessen konnte er zum Nachteil der Kl&auml;gerin ge&auml;ndert werden. Dies ergibt sich aus &sect;&nbsp;367 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 AO, nach dem die Finanzbeh&ouml;rde, die &uuml;ber den Einspruch entscheidet, die Sache in vollem Umfang erneut zu pr&uuml;fen hat. Insoweit ist sie nicht an das Einspruchsbegehren gebunden. Die umfassende &Uuml;berpr&uuml;fungsm&ouml;glichkeit wird weder durch den Einspruchsantrag noch durch die Einspruchsbegr&uuml;ndung begrenzt (Seer in Tipke\/Kruse, Abgabenordnung, Finanzgerichtsordnung, &sect;&nbsp;367 AO Rz&nbsp;16). Dies gilt nach st&auml;ndiger Rechtsprechung des BFH selbst im Fall einer nur teilweisen Anfechtung eines teilbaren Verwaltungsakts (BFH-Urteil vom 4.&nbsp;November 2003 VIII&nbsp;R&nbsp;38\/01, BFH\/NV 2004, 1372, m.w.N.), so dass die Finanzbeh&ouml;rde den Verwaltungsakt auch hinsichtlich desjenigen Teils zu Ungunsten des Steuerpflichtigen &auml;ndern kann, der nicht von ihm angefochten worden ist. Dabei steht der Ablauf der regul&auml;ren Festsetzungsfrist einer verb&ouml;sernden &Auml;nderung nicht entgegen, denn nach &sect;&nbsp;171 Abs.&nbsp;3a Satz&nbsp;2 AO ist der Ablauf der Festsetzungsfrist hinsichtlich des gesamten Steueranspruchs gehemmt. Nach diesen Grunds&auml;tzen er&ouml;ffnete der von der Kl&auml;gerin mit Schreiben vom 24.&nbsp;Oktober 2011 eingelegte Einspruch dem HZA die M&ouml;glichkeit, den urspr&uuml;nglichen Bescheid einer erneuten und umfassenden Pr&uuml;fung zu unterziehen und eine verb&ouml;sernde Entscheidung zu treffen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Der Kl&auml;gerin steht f&uuml;r beide Lieferungen kein Entlastungsanspruch nach &sect;&nbsp;60 EnergieStG zu, weil sie es vers&auml;umt hat, mit der AG einen wirksamen und nach &sect;&nbsp;60 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;3 EnergieStG f&uuml;r die Gew&auml;hrung eines solchen Anspruchs erforderlichen Eigentumsvorbehalt zu vereinbaren.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Nach &sect;&nbsp;60 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;3 EnergieStG wird eine Steuerentlastung auf Antrag gew&auml;hrt, wenn der Zahlungsausfall u.a. trotz vereinbarten Eigentumsvorbehalts nicht zu vermeiden war. Auf das Tatbestandsmerkmal der Vereinbarung eines Eigentumsvorbehalts kann nicht deshalb verzichtet werden, weil der Mineral&ouml;lh&auml;ndler weitere Sicherungsma&szlig;nahmen (wie z.B. der Abschluss einer Warenkreditversicherung oder die Anforderung einer B&uuml;rgschaftserkl&auml;rung) getroffen hat. Aufgrund der besonderen Sicherungsfunktion eines Eigentumsvorbehalts kann der Mineral&ouml;lh&auml;ndler von der Pflicht zur Vereinbarung eines Eigentumsvorbehalts nicht entbunden werden (Urteil des FG Hamburg vom 21.&nbsp;Oktober 2005 IV&nbsp;130\/04, n.v.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Wie das FG festgestellt hat, wurden die AGB der Kl&auml;gerin bei Vertragsabschluss nicht ausdr&uuml;cklich einbezogen. Auch hat die Kl&auml;gerin nicht erkennbar auf die AGB verwiesen. Vielmehr waren ihre AGB lediglich auf der R&uuml;ckseite der beiden Rechnungen vom 22.&nbsp;Dezember 2008 und vom 13.&nbsp;Januar 2009 abgedruckt, ohne dass auf der Vorderseite ein Hinweis auf die r&uuml;ckseitig abgedruckten AGB gegeben war. Bei den beiden Lieferungen, die diesen Rechnungen zugrunde lagen, handelte es sich nach eigenem Bekunden der Kl&auml;gerin um Erstlieferungen. Dieser Umstand und der kurze Abstand zwischen den beiden Lieferungen von drei Wochen deuten darauf hin, dass von einer dauernden Gesch&auml;ftsbeziehung noch nicht gesprochen werden kann. Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs (BGH) kommt eine Einbeziehung von AGB durch schl&uuml;ssiges Verhalten nur in Betracht, wenn der Vertragspartner im Rahmen einer laufenden Gesch&auml;ftsverbindung einen immer wiederkehrenden Hinweis auf diese Bedingungen unwidersprochen l&auml;sst (BGH-Urteile vom 7.&nbsp;Juni 1978 VIII&nbsp;ZR&nbsp;146\/77, Neue Juristische Wochenschrift &#8211;NJW&#8211; 1978, 2243, und vom 7.&nbsp;Mai 1969 VIII&nbsp;ZR&nbsp;142\/68, Wertpapiermitteilungen 1969, 772). Selbst f&uuml;r eine l&auml;nger andauernde Gesch&auml;ftsbeziehung hat das Hanseatische Oberlandesgericht entschieden, dass der blo&szlig;e Abdruck einer Gerichtsstandsklausel auf der R&uuml;ckseite von Rechnungen ohne jeden Hinweis auf der Vorderseite f&uuml;r eine Einbeziehung dieser Klausel nicht gen&uuml;gt (Urteil vom 19.&nbsp;September 1984&nbsp;&nbsp;5&nbsp;U&nbsp;56\/84, Zeitschrift f&uuml;r Wirtschaftsrecht 1984, 1241).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) In seinem Urteil vom 7.&nbsp;November 2002 IV&nbsp;273\/99 (n.v.) hat das FG Hamburg darauf hingewiesen, dass dieses Urteil keine Allgemeing&uuml;ltigkeit beanspruchen k&ouml;nne und zur stillschweigenden Einbeziehung einer Vereinbarung &uuml;ber einen Eigentumsvorbehalt &#8211;wie auch im Streitfall&#8211; lediglich auf die Branchen&uuml;blichkeit einer solchen Vereinbarung abgestellt. Der Senat kann offenlassen, ob die vom HZA mit Verfahrensr&uuml;gen angegriffenen Feststellungen des FG zutreffen, im Mineral&ouml;lhandel sei die Vereinbarung eines Eigentumsvorbehalts branchen&uuml;blich, denn eine blo&szlig;e Branchen&uuml;blichkeit reicht zur Einbeziehung nicht aus. Die Branchen&uuml;blichkeit einer AGB-Verwendung hat die Rechtsprechung bisher lediglich bei Speditions-, Versicherungs- und Bankgesch&auml;ften bejaht (Ulmer\/Brandner\/Hensen, AGB-Recht, 11.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;305 BGB Rz&nbsp;175, m.w.N.). Nach einer Entscheidung des BGH besteht f&uuml;r Lieferungen im Mineral&ouml;lhandel (Belieferung einer Tankstelle durch ein Mineral&ouml;lhandelsgesch&auml;ft) kein entsprechender Handelsbrauch (BGH-Urteil in NJW 1978, 2243). Ohne die M&ouml;glichkeit einer stillschweigenden Einbeziehung von AGB durch Branchen&uuml;blichkeit in Erw&auml;gung zu ziehen, hat der Senat selbst bei einer mehrj&auml;hrigen Gesch&auml;ftsbeziehung ein blo&szlig;es Wissenm&uuml;ssen des K&auml;ufers, dass der Gesch&auml;ftsbeziehung die AGB des Verk&auml;ufers mit einem dort geregelten Eigentumsvorbehalt zugrunde lagen, f&uuml;r die Vereinbarung eines Eigentumsvorbehalts f&uuml;r nicht ausreichend erachtet (Senatsbeschluss vom 21.&nbsp;Mai 2001 VII&nbsp;B&nbsp;53\/00, BFH\/NV 2001, 1304).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Nach der Rechtsprechung des BGH stellt die Branchen&uuml;blichkeit lediglich ein Indiz f&uuml;r einen konkludenten Einbeziehungswillen dar. Wie er geurteilt hat (BGH-Urteil vom 4.&nbsp;Februar 1992 X&nbsp;ZR&nbsp;105\/90, Neue Juristische Wochenschrift-Rechtsprechungs-Report Zivilrecht 1992, 626), reicht eine Branchen&uuml;blichkeit allein f&uuml;r die Einbeziehung von AGB nicht aus (best&auml;tigt durch BGH-Urteil vom 15.&nbsp;Januar 2014 VIII&nbsp;ZR&nbsp;111\/13, Betriebs-Berater 2014, 785). Vielmehr m&uuml;ssen Umst&auml;nde hinzutreten, die den Schluss darauf zulassen, dass der Vertragspartner stillschweigend mit der Regelung einverstanden ist. Nur in diesem Fall soll die Branchen&uuml;blichkeit das Wissenm&uuml;ssen des branchentypisch t&auml;tigen Kaufmanns begr&uuml;nden. Auch im Schrifttum wird die Ansicht vertreten, die reine Branchen&uuml;blichkeit reiche ohne die Feststellung eines Einbeziehungswillens f&uuml;r die wirksame Einbeziehung von AGB nicht aus (Pfeiffer in Wolf\/Lindacker\/Pfeiffer, AGB-Recht, 5.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;305 BGB Rz&nbsp;126; Staudinger, BGB-Kommentar, &sect;&nbsp;305 Rz&nbsp;194). Da das FG &#8211;ohne die dargestellte BGH-Rechtsprechung zu ber&uuml;cksichtigen und einen Einbeziehungswillen festzustellen&#8211; die Einbeziehung der AGB der Kl&auml;gerin allein mit der vermeintlichen Branchen&uuml;blichkeit begr&uuml;ndet hat, kann der Senat dieser Rechtsauffassung nicht folgen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Da es sich im Streitfall um Erstlieferungen handelte und Anhaltspunkte f&uuml;r einen erforderlichen Einbeziehungswillen nicht bestehen, kann von einer stillschweigenden Einbeziehung der AGB und der Vereinbarung eines Eigentumsvorbehalts nicht ausgegangen werden. Somit ist eine der in &sect;&nbsp;60 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;3 EnergieStG genannten Voraussetzungen nicht erf&uuml;llt, so dass die Kl&auml;gerin hinsichtlich beider Lieferungen keinen Entlastungsanspruch hat. Bei diesem Befund bedarf es keiner Entscheidung &uuml;ber die Fragen, ob die Entlastung hinsichtlich der ersten Lieferung auch zu versagen ist, weil der Zahlungsanspruch nicht rechtzeitig gerichtlich geltend gemacht worden ist, und unter welchen Voraussetzungen und in welchem Umfang die von der Senatsrechtsprechung entwickelte Zweimonatsfrist, die nicht als Ausschlussfrist zu begreifen ist, &uuml;berschritten werden kann.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Aus den dargelegten Gr&uuml;nden waren das Urteil des FG hinsichtlich des &Auml;nderungs- und R&uuml;ckforderungsbescheids vom 12.&nbsp;September 2012 aufzuheben, die Klage abzuweisen und die Revision der Kl&auml;gerin als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>5. Die Kostenentscheidung beruht auf &sect;&nbsp;135 Abs.&nbsp;2 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 10.11.2015, VII R 35, 37\/14; VII R 35\/14; VII R 37\/14 Blo&szlig;e Branchen&uuml;blichkeit eines Eigentumsvorbehalts reicht zur stillschweigenden Einbeziehung entsprechender AGB nicht aus Tenor Auf die Revision des Hauptzollamts wird das Urteil des Finanzgerichts Hamburg vom 17. Juni 2014&nbsp;&nbsp;4 K 98\/13 dahin ge&auml;ndert, dass die Klage in vollem Umfang abgewiesen wird. 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