{"id":65943,"date":"2016-03-09T11:28:29","date_gmt":"2016-03-09T09:28:29","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=65943"},"modified":"2016-03-09T11:28:29","modified_gmt":"2016-03-09T09:28:29","slug":"vii-b-57-15-zur-anwendung-des-haftungsrechtlichen-grundsatzes-der-anteiligen-tilgung-auf-die-gmbh-einer-gmbh-co-kg-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/vii-b-57-15-zur-anwendung-des-haftungsrechtlichen-grundsatzes-der-anteiligen-tilgung-auf-die-gmbh-einer-gmbh-co-kg-2\/","title":{"rendered":"VII&nbsp;B&nbsp;57\/15 &#8211; Zur Anwendung des haftungsrechtlichen Grundsatzes der anteiligen Tilgung auf die GmbH einer GmbH &#038; Co. KG"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 11.11.2015, VII B 57\/15<\/p>\n<p class=\"titel\">Zur Anwendung des haftungsrechtlichen Grundsatzes der anteiligen Tilgung auf die GmbH einer GmbH &#038; Co. KG<\/p>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Die Beschwerde des Kl&auml;gers wegen Nichtzulassung der Revision gegen das Urteil des Finanzgerichts M&uuml;nster vom 24. M&auml;rz 2015&nbsp;&nbsp;2 K 2007\/11 U wird als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckgewiesen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Kosten des Beschwerdeverfahrens hat der Kl&auml;ger zu tragen.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Der Kl&auml;ger und Beschwerdef&uuml;hrer (Kl&auml;ger) und sein Bruder waren einzelvertretungsberechtigte Gesellschaftergesch&auml;ftsf&uuml;hrer einer GmbH, die Komplement&auml;rin einer GmbH &#038; Co. KG (KG) gewesen ist. &Uuml;ber das Verm&ouml;gen beider Gesellschaften ist inzwischen auf Antrag der Gesellschaftergesch&auml;ftsf&uuml;hrer das Insolvenzverfahren er&ouml;ffnet worden. F&uuml;r ihre T&auml;tigkeit erhielt die GmbH von der KG eine monatliche Verg&uuml;tung in H&ouml;he von 12.299&nbsp;EUR zzgl. 19&nbsp;% Umsatzsteuer. Die KG zahlte die Verg&uuml;tung jeweils zur H&auml;lfte direkt an die Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer der GmbH und &uuml;berwies die Umsatzsteuer vor dem streitgegenst&auml;ndlichen Zeitraum im Wege einer abgek&uuml;rzten Zahlung an den Beklagten und Beschwerdegegner (Finanzamt &#8211;FA&#8211;). Die Verg&uuml;tung einschlie&szlig;lich der Umsatzsteuer wurde bei der KG &uuml;ber das Verrechnungskonto des jeweiligen Gesch&auml;ftsf&uuml;hrers verbucht. Gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;1 des Gesellschaftsvertrags der KG waren der pers&ouml;nlich haftenden Gesellschafterin &#8211;unabh&auml;ngig von einem etwaigen Gewinn und Verlust der Gesellschaft&#8211; alle Aufwendungen zu erstatten, die im Zusammenhang mit der Gesch&auml;ftsf&uuml;hrung und Vertretung standen. Dies galt insbesondere f&uuml;r die an ihre Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer zu zahlenden Verg&uuml;tungen. W&auml;hrend in den Monaten Januar und Februar 2010 die Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer der GmbH insgesamt 12.299&nbsp;EUR erhielten, wurde die Umsatzsteuer im streitbefangenen Zeitraum nicht an das FA abgef&uuml;hrt. F&uuml;r die aus dem Leistungsaustausch zwischen der KG und der GmbH resultierende und r&uuml;ckst&auml;ndige Umsatzsteuer der Monate Dezember 2009 bis M&auml;rz 2010 nahm das FA den Kl&auml;ger sowie dessen Bruder nach &sect;&nbsp;69 Abs.&nbsp;1 der Abgabenordnung (AO) i.V.m. &sect;&nbsp;191 Abs.&nbsp;1 AO als Haftungsschuldner in Anspruch. Im Einspruchsverfahren schr&auml;nkte das FA den Haftungszeitraum auf die Monate Januar und Februar 2010 ein. Die Klage hatte keinen Erfolg.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Finanzgericht (FG) urteilte, der Kl&auml;ger sei zu Recht als Haftungsschuldner in Anspruch genommen worden. Als Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer der GmbH sei er verpflichtet gewesen, f&uuml;r die Entrichtung der von der KG vorangemeldeten Umsatzsteuer zu sorgen. Es sei nicht ersichtlich, dass es der GmbH unm&ouml;glich gewesen sei, von der KG neben den Gesch&auml;ftsf&uuml;hrergeh&auml;ltern auch die dazu abzuf&uuml;hrende Umsatzsteuer zur Verf&uuml;gung gestellt zu bekommen. Das FA habe den Kl&auml;ger zu Recht in H&ouml;he von 100&nbsp;% der Umsatzsteuerr&uuml;ckst&auml;nde in Haftung genommen, denn eine Haftungsbeschr&auml;nkung nach dem Grundsatz der anteiligen Tilgung komme im Streitfall nicht in Betracht, weil nicht ersichtlich sei, dass die GmbH im Haftungszeitraum anderen Forderungen als den zu 100&nbsp;% den Gesch&auml;ftsf&uuml;hrern gutgeschriebenen Verg&uuml;tungen und der hierauf beruhenden Umsatzsteuer ausgesetzt gewesen sei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit seiner Beschwerde begehrt der Kl&auml;ger die Zulassung der Revision wegen grunds&auml;tzlicher Bedeutung (&sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;). Grunds&auml;tzlich bedeutsam sei die Frage, ob bei einer Komplement&auml;r-GmbH einer GmbH &#038; Co. KG, die &uuml;ber keine eigenen direkten Finanzmittel (Bankkonto) verf&uuml;ge, bei der Berechnung der Haftungsquote unter Ber&uuml;cksichtigung des Grundsatzes der anteiligen Tilgung auf die GmbH oder auf die KG abzustellen sei. Zu kl&auml;ren sei, ob es in Anweisungsf&auml;llen bei der Berechnung der Haftungsquote auf die Situation des Anweisenden oder des Angewiesenen ankomme, wenn der Anweisende keine eigenen finanziellen Mittel habe. Im Gesch&auml;ftsverkehr sei es verbreitet, dass die Komplement&auml;r-GmbH &uuml;ber kein eigenes Bankkonto verf&uuml;ge. Das allgemeine Interesse an einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs (BFH) ergebe sich aus dem Umstand, dass gegebenenfalls bei der Vertragsgestaltung der GmbH &#038; Co. KG und tats&auml;chlichen Durchf&uuml;hrung der Gesch&auml;ftst&auml;tigkeit Anpassungen vorzunehmen seien, um das Haftungsrisiko f&uuml;r den Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer einer GmbH zu minimieren. Im &Uuml;brigen sei die vorliegende Fallkonstellation noch nicht Gegenstand der h&ouml;chstrichterlichen Rechtsprechung gewesen. Im Streitfall, bei dem auf die Situation der ausf&uuml;hrenden KG abzustellen sei, sei zu ber&uuml;cksichtigen, dass die Gesamtverbindlichkeiten der KG ca. &#8230;&nbsp;Mio.&nbsp;EUR betragen h&auml;tten; infolgedessen sei die Haftungsschuld auf einen Prozent- oder Promillebereich herabzusetzen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA ist der Beschwerde entgegengetreten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Beschwerde hat keinen Erfolg. Der Senat l&auml;sst es uner&ouml;rtert, ob und inwieweit die Beschwerdebegr&uuml;ndung bereits an M&auml;ngeln in der Darlegung des geltend gemachten Revisionszulassungsgrundes leidet (zu den Darlegungserfordernissen vgl. Gr&auml;ber\/Ruban, Finanzgerichtsordnung, 7.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;116 Rz&nbsp;25&nbsp;ff.); denn der von der Beschwerde aufgeworfenen Frage kommt keine grunds&auml;tzliche Bedeutung zu.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Einer Rechtsfrage kommt nur dann grunds&auml;tzliche Bedeutung zu, wenn sie kl&auml;rungsbed&uuml;rftig ist. Das ist sie, wenn ihre Beantwortung zu Zweifeln Anlass gibt, so dass mehrere L&ouml;sungen vertretbar sind (vgl. Gr&auml;ber\/Ruban, a.a.O., &sect;&nbsp;115 Rz&nbsp;28). An der zu fordernden Kl&auml;rungsbed&uuml;rftigkeit fehlt es jedoch, wenn sich die Beantwortung der Rechtsfrage ohne weiteres aus dem klaren Wortlaut und Sinngehalt des Gesetzes ergibt oder die Rechtsfrage offensichtlich so zu beantworten ist, wie es das FG in seiner Entscheidung getan hat, wenn die Rechtslage also eindeutig ist (st&auml;ndige Rechtsprechung, vgl. BFH-Beschl&uuml;sse vom 18.&nbsp;Dezember 1998 VI&nbsp;B&nbsp;215\/98, BFHE 187, 559, BStBl II 1999, 231, und vom 31.&nbsp;Mai 2000 X&nbsp;B&nbsp;111\/99, BFH\/NV 2000, 1461). Dar&uuml;ber hinaus ist eine Rechtsfrage auch dann nicht kl&auml;rungsbed&uuml;rftig, wenn sie durch die Rechtsprechung des BFH hinreichend gekl&auml;rt ist und keine neuen Gesichtspunkte erkennbar oder vorgetragen sind, die eine erneute Pr&uuml;fung und Entscheidung dieser Frage durch den BFH geboten erscheinen lassen (BFH-Beschluss vom 4.&nbsp;Mai 1999 IX&nbsp;B&nbsp;38\/99, BFHE 188, 395, BStBl II 1999, 587).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Nach &sect;&nbsp;69 Abs.&nbsp;1 AO haften die in den &sect;&sect;&nbsp;34 und 35 AO bezeichneten Personen, soweit Anspr&uuml;che aus dem Steuerschuldverh&auml;ltnis infolge vors&auml;tzlicher oder grob fahrl&auml;ssiger Verletzung der ihnen auferlegten Pflichten u.a. nicht oder nicht rechtzeitig erf&uuml;llt werden. Bei der Haftung f&uuml;r Umsatzsteuer ist der von der BFH-Rechtsprechung entwickelte Grundsatz der anteiligen Tilgung zu beachten, der dem Umstand Rechnung tr&auml;gt, dass die haftungsrechtliche Inanspruchnahme eines gesetzlichen Vertreters (&sect;&nbsp;34 Abs.&nbsp;1 AO) einen auf dessen schuldhafte Pflichtverletzung zur&uuml;ckzuf&uuml;hrenden Verm&ouml;gensschaden voraussetzt. Ein Vertreter handelt deshalb nicht pflichtwidrig, wenn er die Entrichtung f&auml;lliger Steuern unterl&auml;sst, weil hierzu keine finanziellen Mittel vorhanden sind. Jedoch darf er in Kenntnis der Unzul&auml;nglichkeit der evtl. noch vorhandenen Zahlungsmittel keinen Gl&auml;ubiger einseitig bevorzugen, vielmehr ist von ihm zu verlangen, dass er eine m&ouml;glichst gleichm&auml;&szlig;ige Befriedigung s&auml;mtlicher Gl&auml;ubiger sicherstellt (vgl. zur Haftung f&uuml;r Umsatzsteuern BFH-Entscheidungen vom 31.&nbsp;M&auml;rz 2000 VII&nbsp;B&nbsp;187\/99, BFH\/NV 2000, 1322; vom 26.&nbsp;August 1992 VII&nbsp;R&nbsp;50\/91, BFHE 169, 13, BStBl II 1993, 8; vom 5.&nbsp;M&auml;rz 1991 VII&nbsp;R&nbsp;93\/88, BFHE 164, 203, BStBl II 1991, 678, und vom 26.&nbsp;M&auml;rz 1985 VII&nbsp;R&nbsp;139\/81, BFHE 143, 488, BStBl II 1985, 539). Zur Berechnung der Tilgungsquote sind die im Haftungszeitraum bestehenden Gesamtverbindlichkeiten den auf diese Verbindlichkeiten geleisteten Zahlungen gegen&uuml;berzustellen (BFH-Urteil vom 27.&nbsp;Februar 2007 VII&nbsp;R&nbsp;60\/05, BFHE 216, 487, BStBl II 2008, 508). Grunds&auml;tzlich unbeachtlich ist dabei, aus welchen Quellen die der Gesellschaft zur Begleichung der R&uuml;ckst&auml;nde zur Verf&uuml;gung stehenden Mittel stammen. Es kann sich auch um Mittel handeln, die von den Gesellschaftern oder selbst vom Vertreter zur Verf&uuml;gung gestellt worden sind (Senatsbeschluss vom 28.&nbsp;Juni 2006 VII&nbsp;B&nbsp;267\/05, BFH\/NV 2006, 1792). Es ist somit keine Haftungsvoraussetzung, dass der Steuerschuldner ein eigenes Konto unterh&auml;lt, auf das der Vertreter Zugriff hat. Vielmehr ist es als ausreichend zu erachten, wenn der Prim&auml;rschuldner bzw. dessen Vertreter die M&ouml;glichkeit hat, die Steuern wie im Streitfall durch R&uuml;ckgriff auf anderes Verm&ouml;gen bzw. durch Anweisung eines Dritten zu entrichten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Nach den dargelegten Grunds&auml;tzen ist auf den jeweiligen Steuerschuldner abzustellen, f&uuml;r den der gesetzliche Vertreter t&auml;tig wird. Dies gilt grunds&auml;tzlich auch f&uuml;r verbundene Gesellschaften. Bei einer GmbH &#038; Co. KG ist der f&uuml;r die Komplement&auml;r-GmbH bestellte Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer u.a. f&uuml;r die Entrichtung der von der GmbH geschuldeten Steuern verpflichtet. Wie bereits ausgef&uuml;hrt, ist dabei unbeachtlich, ob er sich hierzu eines eigenen Kontos bedienen kann. Entscheidend ist allein, ob Mittel zur Begleichung der Steuerschulden verf&uuml;gbar sind bzw. beschafft werden k&ouml;nnen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Streitfall stand der GmbH aufgrund der &Uuml;bernahme der Gesch&auml;ftsf&uuml;hrung der KG ein vertraglich vereinbarter Anspruch gegen die KG auf Zahlung einer Verg&uuml;tung zzgl. Umsatzsteuer zu, den die GmbH &#8211;ungeachtet der finanziellen Situation der KG&#8211; hinsichtlich der Verg&uuml;tung auch durchgesetzt hat. Dass im Haftungszeitraum Anspr&uuml;che anderer Gl&auml;ubiger gegen&uuml;ber der GmbH bestanden haben, macht die Beschwerde nicht geltend, so dass sich die Frage einer Aufteilung vorhandener Mittel auf mehrere Gl&auml;ubiger nicht stellt. Zu befriedigen waren lediglich die Forderungen des FA. Auch macht die Beschwerde nicht geltend, dass von der KG Mittel lediglich in H&ouml;he von 100&nbsp;% der den Gesch&auml;ftsf&uuml;hrern zustehenden Verg&uuml;tungen zu erlangen gewesen sind. Dabei ist zu ber&uuml;cksichtigen, dass die KG sowohl die Verg&uuml;tungen als auch die Umsatzsteuer &uuml;ber entsprechende Verrechnungskonten gebucht hat. Bei diesem Befund kann sich der Kl&auml;ger nicht auf eine Haftungsbeschr&auml;nkung nach dem Grundsatz der anteiligen Tilgung berufen. Die von der Beschwerde aufgeworfene Frage ist so zu beantworten, wie es das FG getan hat, weshalb eine Zulassung der Revision nicht in Betracht kommt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Die Kostenentscheidung beruht auf &sect;&nbsp;135 Abs.&nbsp;2 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 11.11.2015, VII B 57\/15 Zur Anwendung des haftungsrechtlichen Grundsatzes der anteiligen Tilgung auf die GmbH einer GmbH &#038; Co. KG Tenor Die Beschwerde des Kl&auml;gers wegen Nichtzulassung der Revision gegen das Urteil des Finanzgerichts M&uuml;nster vom 24. M&auml;rz 2015&nbsp;&nbsp;2 K 2007\/11 U wird als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckgewiesen. 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