{"id":65960,"date":"2016-03-09T11:29:24","date_gmt":"2016-03-09T09:29:24","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=65960"},"modified":"2016-03-09T11:29:24","modified_gmt":"2016-03-09T09:29:24","slug":"x-r-30-14-rentenbeginn-bei-erwerbsminderungsrenten-nach-vorherigem-bezug-erstattungspflichtigen-krankengeldes","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/x-r-30-14-rentenbeginn-bei-erwerbsminderungsrenten-nach-vorherigem-bezug-erstattungspflichtigen-krankengeldes\/","title":{"rendered":"X&nbsp;R&nbsp;30\/14 &#8211; Rentenbeginn bei Erwerbsminderungsrenten nach vorherigem Bezug erstattungspflichtigen Krankengeldes"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 9.12.2015, X R 30\/14<\/p>\n<p class=\"titel\">Rentenbeginn bei Erwerbsminderungsrenten nach vorherigem Bezug erstattungspflichtigen Krankengeldes<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>1. Hat ein Steuerpflichtiger Krankengeld bezogen und wird infolge der sp&auml;teren Bewilligung einer Erwerbsminderungsrente der hierf&uuml;r zust&auml;ndige Leistungstr&auml;ger erstattungspflichtig, gilt der Rentenanspruch des Berechtigten insoweit gem&auml;&szlig; &sect; 107 Abs. 1 SGB X als erf&uuml;llt. Die Erwerbsminderungsrenten unterliegen damit bereits im Zeitpunkt des Zuflusses des Krankengeldes im Umfang der Erf&uuml;llungsfiktion mit ihrem Besteuerungsanteil der Einkommensteuer.<\/p>\n<\/p>\n<p>2. Die Grunds&auml;tze des Senatsurteils vom 10. Juli 2002 X R 46\/01 (BFHE 199, 541, BStBl II 2003, 391) gelten auch f&uuml;r die durch das AltEinkG eingef&uuml;hrte nachgelagerte Besteuerung von Erwerbsminderungsrenten.<\/p>\n<\/div>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Die Revision der Kl&auml;ger gegen das Urteil des Nieders&auml;chsischen Finanzgerichts vom 13. November 2013&nbsp;&nbsp;8 K 111\/13 wird als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckgewiesen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Kosten des Revisionsverfahrens haben die Kl&auml;ger zu tragen.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Die Kl&auml;ger und Revisionskl&auml;ger (Kl&auml;ger) werden zusammen zur Einkommensteuer veranlagt. Der Kl&auml;ger erhielt im Streitjahr 2010 von der Betriebskrankenkasse M (Krankenkasse) f&uuml;r den Zeitraum vom 1.&nbsp;Januar bis zum 10.&nbsp;November 2010 Krankengeld in H&ouml;he von 13.981,60&nbsp;EUR. Der vom Kl&auml;ger bei der Deutschen Rentenversicherung (Rentenversicherung) gestellte Antrag auf Zahlung einer Rente wurde in diesem Jahr abgelehnt. Anfang 2011 entschied die Rentenversicherung, dem Kl&auml;ger stehe f&uuml;r den Zeitraum vom 1.&nbsp;Mai 2010 bis 28.&nbsp;Februar 2011 eine Nachzahlung in H&ouml;he von 6.880,30&nbsp;EUR zu, da er die Voraussetzungen f&uuml;r eine Erwerbsminderungsrente bereits ab dem 6.&nbsp;April 2010 erf&uuml;llt habe. Dem Kl&auml;ger werde von dem Rentennachzahlungsanspruch in H&ouml;he von 6.880,30&nbsp;EUR ein Betrag in H&ouml;he von 2.519,86&nbsp;EUR ausgezahlt, da die Krankenkasse in H&ouml;he von 4.360,44&nbsp;EUR einen Erstattungsanspruch geltend gemacht habe, der verrechnet werde.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Rentenversicherung teilte dem Beklagten und Revisionsbeklagten (Finanzamt &#8211;FA&#8211;) f&uuml;r das Streitjahr 2010 geleistete Rentenzahlungen in H&ouml;he von 4.836&nbsp;EUR (4.360,44&nbsp;EUR zzgl. 382,09&nbsp;EUR f&uuml;r die Krankenversicherung sowie 94,30&nbsp;EUR f&uuml;r die Pflegeversicherung) mit.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;ger erkl&auml;rten in ihrer Einkommensteuererkl&auml;rung keine Renteneink&uuml;nfte, sondern Lohnersatzleistungen in H&ouml;he von 13.981&nbsp;EUR. Das FA legte demgegen&uuml;ber Rentenzahlungen in H&ouml;he von 4.836&nbsp;EUR der Besteuerung zugrunde und setzte gleichzeitig Krankengeld in der von den Kl&auml;gern erkl&auml;rten H&ouml;he von 13.981&nbsp;EUR als dem Progressionsvorbehalt unterliegende Eink&uuml;nfte des Kl&auml;gers an. Das hiergegen gerichtete Einspruchsverfahren hatte keinen Erfolg.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Klageverfahren machten die Kl&auml;ger geltend, der Kl&auml;ger habe im Streitjahr keine Rente, sondern Lohnersatzleistungen in H&ouml;he von 13.981&nbsp;EUR erhalten. Die erste Rentenzahlung sei im M&auml;rz 2011 erfolgt. Es sei nicht zul&auml;ssig und widerspreche dem Wortlaut des &sect;&nbsp;11 des Einkommensteuergesetzes in der im Streitjahr g&uuml;ltigen Fassung (EStG), eine genau bestimmte und im Streitjahr geleistete Zahlung nachtr&auml;glich zu Lasten der Kl&auml;ger umzuqualifizieren.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>W&auml;hrend des Klageverfahrens wurde der Einkommensteuerbescheid 2010 durch den Bescheid vom 2.&nbsp;August 2013 ge&auml;ndert und das dem Progressionsvorbehalt unterliegende, von der Krankenkasse gezahlte Krankengeld nunmehr nur noch in H&ouml;he von 9.621,16&nbsp;EUR (13.981,60&nbsp;EUR im Jahr 2010 gezahltes Krankengeld abz&uuml;glich des Erstattungsanspruchs gegen&uuml;ber der Rentenversicherung in H&ouml;he von 4.360,44&nbsp;EUR) angesetzt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Finanzgericht (FG) hat mit dem in Entscheidungen der Finanzgerichte 2014, 1481 ver&ouml;ffentlichten Urteil die Klage abgewiesen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;ger begr&uuml;nden ihre Revision mit einem Versto&szlig; gegen materielles Recht. Dazu tragen sie u.a. vor, das FA und ihm folgend das FG h&auml;tten &sect;&nbsp;11 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 EStG nicht beachtet. Hiernach seien Einnahmen in dem Jahr zu versteuern, in dem sie dem Steuerpflichtigen zugeflossen seien. Im Streitfall habe die Krankenkasse im Jahr 2010 dem Kl&auml;ger den in Streit stehenden Betrag als Krankengeld &uuml;berwiesen, w&auml;hrend die Rentenversicherung ihm keine Rente habe zukommen lassen. Wegen &sect;&nbsp;107 Abs.&nbsp;1 des Zehnten Buches Sozialgesetzbuch (SGB&nbsp;X) habe der Kl&auml;ger f&uuml;r dieses Jahr auch keinen Anspruch mehr auf eine Rentenzahlung, weil durch die Zahlung des Krankengeldes sein Anspruch auf Auszahlung einer Rente erloschen sei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>&sect;&nbsp;11 EStG k&ouml;nne nicht zum Nachteil der Steuerpflichtigen durch eine sachfremde Vorschrift wie &sect;&nbsp;107 SGB&nbsp;X ausgehebelt werden. Diese Regelung beziehe sich auf die sozialversicherungsrechtliche Behandlung mehrerer Forderungen des Steuerpflichtigen gegen&uuml;ber verschiedenen Leistungstr&auml;gern. Dort werde gesetzlich festgelegt, dass ein Anspruchsberechtigter nicht f&uuml;r ein und denselben Zeitraum sowohl Krankengeld als auch eine Erwerbsminderungsrente beanspruchen k&ouml;nne. Aus &sect;&nbsp;107 SGB&nbsp;X ergebe sich hingegen nicht, dass steuerfreies, lediglich dem Progressionsvorbehalt unterliegendes Krankengeld nachtr&auml;glich zum Nachteil des Kl&auml;gers in eine steuerpflichtige Rente umgewandelt werden d&uuml;rfe. &sect;&nbsp;107 SGB&nbsp;X solle die Verwaltung auf dem Gebiet des Sozialversicherungsrechts entlasten, nicht aber den Steuerpflichtigen auf dem Gebiet des Einkommensteuerrechts belasten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Austausch der sozialversicherungsrechtlichen Leistung Krankengeld durch die Erwerbsminderungsrente d&uuml;rfe nicht dazu f&uuml;hren, dass derselbe Betrag einmal als Erwerbsminderungsrente zu versteuern sei und ein zweites Mal in die Berechnung des Steuersatzes einbezogen werde. Diese Doppelbesteuerung sei unzul&auml;ssig.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FG k&ouml;nne sich auch nicht auf die Senatsentscheidung vom 10.&nbsp;Juli 2002 X&nbsp;R&nbsp;46\/01 (BFHE 199, 541, BStBl II 2003, 391) st&uuml;tzen, da sich sowohl der Sachverhalt als auch die Gesetzeslage erheblich vom Streitfall unterschieden. Insbesondere sei die Auffassung des FG abzulehnen, auch nach dem Inkrafttreten des Alterseink&uuml;nftegesetzes (AltEinkG) vom 5.&nbsp;Juli 2004 (BGBl I 2004, 1427) habe sich an der Erf&uuml;llungsfiktion des &sect;&nbsp;107 SGB&nbsp;X nichts ge&auml;ndert. Die steuerliche Belastung habe sich seit 2005 nahezu verdreifacht, da der Besteuerung nicht mehr der Ertragsanteil gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 Buchst.&nbsp;a Satz&nbsp;3 des Einkommensteuergesetzes in der Fassung vor Inkrafttreten des AltEinkG (EStG a.F.), sondern der Besteuerungsanteil gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 Buchst.&nbsp;a Doppelbuchst.&nbsp;aa Satz&nbsp;3 EStG zugrunde gelegt werde, der immer 50&nbsp;% &uuml;bersteige. Die Auffassung des FG widerspreche zudem dem Urteil vom 23.&nbsp;Oktober 2013 X&nbsp;R&nbsp;3\/12 (BFHE 243, 287, BStBl II 2014, 58), in dem der erkennende Senat von einer ab dem Jahr 2005 geltenden gesetzlichen Neukonzeption ausgehe, w&auml;hrend das FG meine, durch das Inkrafttreten des AltEinkG habe sich nichts ge&auml;ndert.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;ger beantragen sinngem&auml;&szlig;,<br \/>das angefochtene Urteil aufzuheben und den Steuerbescheid &uuml;ber Einkommensteuer, Kirchensteuer und Solidarit&auml;tszuschlag 2010 vom 2.&nbsp;August 2013 dahingehend zu &auml;ndern, dass die im Jahr 2010 als Krankengeld erhaltenen Zahlungen lediglich im Rahmen des Progressionsvorbehalts bei der Berechnung des Steuersatzes ber&uuml;cksichtigt und nicht als Renteneink&uuml;nfte gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;22 EStG besteuert werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt,<br \/>die Revision zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Bundesministerium der Finanzen ist dem Verfahren beigetreten und unterst&uuml;tzt das Vorbringen des FA.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Revision ist unbegr&uuml;ndet und daher zur&uuml;ckzuweisen (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;2 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FG hat zu Recht entschieden, dass der Kl&auml;ger im Streitjahr das von der Krankenkasse gezahlte Krankengeld als Leibrente in dem Umfang der Besteuerung gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 Buchst.&nbsp;a Doppelbuchst.&nbsp;aa EStG zu unterwerfen hat, in dem die Krankenversicherung gegen die Rentenversicherung gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;103 Abs.&nbsp;1 und 2 SGB&nbsp;X i.V.m. &sect;&nbsp;107 Abs.&nbsp;1 SGB&nbsp;X einen Erstattungsanspruch hatte (unter 1.). Die hiergegen vorgebrachten Argumente der Kl&auml;ger k&ouml;nnen den Senat nicht &uuml;berzeugen (unter 2.). Das als Lohnersatzleistung gezahlte Krankengeld in H&ouml;he von 9.621,16&nbsp;EUR ist gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;3 Nr.&nbsp;1 Buchst.&nbsp;a EStG steuerfrei, jedoch gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;32b Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 Buchst.&nbsp;b EStG bei der Ermittlung des Steuersatzes zu ber&uuml;cksichtigen (unter 3.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Das im Jahre 2010 von der Krankenkasse gezahlte Krankengeld unterliegt infolge der Erf&uuml;llungsfiktion des &sect;&nbsp;107 Abs.&nbsp;1 SGB&nbsp;X in H&ouml;he der von der Rentenversicherung geleisteten Erstattung von 4.360,44&nbsp;EUR als Leibrente mit ihrem Besteuerungsanteil gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 Buchst.&nbsp;a Doppelbuchst.&nbsp;aa Satz&nbsp;3 EStG der Einkommensteuer. Zwar sind diese Bez&uuml;ge dem Kl&auml;ger als Krankengeld zugeflossen. F&uuml;r die Besteuerung ist indes entscheidend, dass sie ihm auf der Rechtsgrundlage des mit der Rentenversicherung bestehenden Rentenversicherungsverh&auml;ltnisses als Erwerbsminderungsrente zustehen. Dieser &#8211;endg&uuml;ltige&#8211; sozialversicherungsrechtliche Rechtsgrund ist ma&szlig;gebend f&uuml;r die steuerliche Behandlung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Der BFH hat dieses Ergebnis in seinem Urteil in BFHE 199, 541, BStBl II 2003, 391 damit begr&uuml;ndet, dass der &quot;Austausch&quot; des sozialversicherungsrechtlichen Rechtsgrundes &#8211;Erwerbsminderungsrente (fr&uuml;her: Erwerbsunf&auml;higkeitsrente) statt Krankengeld&#8211; betragsm&auml;&szlig;ig durch den Erstattungsanspruch konkretisiert werde, der im Falle einer zeitlichen &Uuml;berschneidung zweier Leistungen dem vorleistenden Versicherungstr&auml;ger auf der Rechtsgrundlage des &sect;&nbsp;103 SGB&nbsp;X zustehe. In H&ouml;he der &Uuml;berzahlung durch die Krankenkasse gelte der Anspruch des Steuerpflichtigen gegen die Rentenversicherung als eigentliche Leistungstr&auml;gerin als erf&uuml;llt (&sect;&nbsp;107 Abs.&nbsp;1 SGB&nbsp;X). Mit dieser Erf&uuml;llungsfiktion habe sich der Gesetzgeber aus Gr&uuml;nden der Rechtsklarheit und der Verwaltungs&ouml;konomie f&uuml;r eine unkomplizierte und im Rahmen des Sozialleistungsrechts einheitliche Form des internen Ausgleichs von Leistungsbewilligungen entschieden. Damit solle eine R&uuml;ckabwicklung im Verh&auml;ltnis zwischen vorleistendem Tr&auml;ger und Leistungsberechtigtem (hier: dem Kl&auml;ger) sowie ein Nachholen der Leistung im Verh&auml;ltnis zwischen leistungspflichtigem Tr&auml;ger und Leistungsberechtigtem vermieden werden (vgl. auch Urteil des Bundessozialgerichts vom 29.&nbsp;April 1997&nbsp;&nbsp;8&nbsp;RKn&nbsp;29\/95, Sozialrecht 3-1300, &sect;&nbsp;107 Nr.&nbsp;10, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Entgegen der Auffassung der Kl&auml;ger gelten diese Grunds&auml;tze, die &#8211;soweit erkennbar&#8211; auf allgemeine Zustimmung gesto&szlig;en sind, ebenso f&uuml;r die Rechtslage nach dem Inkrafttreten des AltEinkG.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Zwar nimmt der BFH in seiner Begr&uuml;ndung des Urteils in BFHE 199, 541, BStBl II 2003, 391 auf die Ertragsanteilsbesteuerung Bezug, weil er ausf&uuml;hrt, nur auf diese Weise k&ouml;nne dem Konzept der Ertragsanteilsbesteuerung entsprechend der steuerbare Ertragsanteil in der zutreffenden H&ouml;he von der nichtsteuerbaren zeitlich gestreckten Auszahlung bzw. R&uuml;ckzahlung eigenen Verm&ouml;gens getrennt und in dem Veranlagungszeitraum steuerlich erfasst werden, in dem er gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;11 EStG zugeflossen sei (Senatsurteil in BFHE 199, 541, BStBl II 2003, 391, unter II.3.). Durch das dem AltEinkG zugrunde liegende Konzept der nachgelagerten Besteuerung wurden indes die Grunds&auml;tze der Besteuerung von Leibrenten der Basisversorgung neu geregelt. Der Gesetzgeber hat sich dabei grunds&auml;tzlich von dem Gedanken gel&ouml;st, dass bei Leistungen durch Versorgungseinrichtungen, die auf dem Versicherungsprinzip beruhen, die Ertragsanteilsbesteuerung als steuersystematisch gerechtfertigt angesehen werden kann (s. Senatsurteil vom 26.&nbsp;November 2008 X&nbsp;R&nbsp;15\/07, BFHE 223, 445, BStBl II 2009, 710, unter II.2.a&nbsp;bb&nbsp;(1)). Rentenzufl&uuml;sse k&ouml;nnen nunmehr &uuml;ber den Ertragsanteil hinaus der Besteuerung unterworfen werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Dennoch beh&auml;lt die bisherige Senatsrechtsprechung weiterhin G&uuml;ltigkeit, da sich an ihren Grundlagen durch den Systemwechsel nichts ge&auml;ndert hat. So ist &#8211;auch wenn seit 2005 nicht mehr der Ertragsanteil der Rente gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 Buchst.&nbsp;a EStG, sondern deren Besteuerungsanteil gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 Buchst.&nbsp;a Doppelbuchst.&nbsp;aa Satz&nbsp;3 EStG besteuert wird&#8211; f&uuml;r die Ermittlung des steuerpflichtigen Anteils der Rente weiterhin das Jahr des Rentenbeginns entscheidend. Dem Senat kam es in seinem Urteil in BFHE 199, 541, BStBl II 2003, 391 offensichtlich darauf an, den steuerbaren Ertragsanteil in dem Veranlagungszeitraum zu erfassen, in dem die Leistungen dem Steuerpflichtigen tats&auml;chlich zugeflossen sind. Daher ist das Urteil nicht &uuml;berholt und weiterhin anwendbar. Der Aspekt der Zuordnung einer empfangenen Leistung zum &quot;steuerlich richtigen&quot; Veranlagungszeitraum ist n&auml;mlich unabh&auml;ngig davon zu beantworten, wie hoch der zu besteuernde Anteil dieser Leistung ist. Durch die Neuregelung der Besteuerung der Alterseink&uuml;nfte hat sich hieran nichts ge&auml;ndert. Eine Modifikation von &sect;&nbsp;11 EStG oder &sect;&nbsp;107 SGB&nbsp;X durch das AltEinkG ist weder notwendig gewesen noch vorgenommen worden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Durch die folgerichtige Zugrundelegung der Erf&uuml;llungsfiktion des &sect;&nbsp;107 Abs.&nbsp;1 SGB&nbsp;X auch bei der Anwendung des &sect;&nbsp;22 EStG liegt der Rentenbeginn im Streitfall in dem Jahr, in dem der Kl&auml;ger die Leistungen &#8211;unabh&auml;ngig von ihrem Rechtsgrund&#8211; tats&auml;chlich erhalten und sich seine wirtschaftliche Leistungsf&auml;higkeit erh&ouml;ht hat. Unter Geltung des AltEinkG hat dieses Ergebnis zudem f&uuml;r die Kl&auml;ger die positive Nebenwirkung, dass sich der steuerfreie Teil der Erwerbsminderungsrente sowie der sich ggf. anschlie&szlig;enden Altersrenten der Rentenversicherung nach dem geringeren Besteuerungsanteil des Jahres 2010 (60&nbsp;%) und nicht nach dem des Jahres 2011 (62&nbsp;%) bemisst (s. auch &sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 Buchst.&nbsp;a Doppelbuchst.&nbsp;aa Satz&nbsp;8 EStG).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Die von den Kl&auml;gern gegen dieses Ergebnis geltend gemachten Einwendungen gehen entweder fehl oder k&ouml;nnen den Senat nicht &uuml;berzeugen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Sofern die Kl&auml;ger vorbringen, die Grunds&auml;tze der bisherigen Senatsrechtsprechung seien auch deswegen nach Inkrafttreten des AltEinkG nicht mehr anwendbar, weil sich die steuerliche Belastung der Erwerbsminderungsrente durch die Neuregelung verdreifacht habe, weist der Senat darauf hin, dass die h&ouml;here steuerliche Belastung von den streitgegenst&auml;ndlichen Fragen, wie der Beginn einer Rente zu ermitteln und wann diese zugeflossen ist, zu trennen ist. Sofern die Kl&auml;ger die Mehrbelastung als solche r&uuml;gen wollen, verweist der Senat ausdr&uuml;cklich auf das Senatsurteil vom 13.&nbsp;April 2011 X&nbsp;R&nbsp;54\/09 (BFHE 233, 487, BStBl II 2011, 910). Der Senat hat in dieser Entscheidung dargelegt, dass die (nachgelagerte) Besteuerung der Erwerbsminderungsrenten der Basisversorgung mit dem Besteuerungsanteil anstelle des Ertragsanteils weder gegen das Prinzip der Besteuerung nach der wirtschaftlichen Leistungsf&auml;higkeit noch gegen das Verbot der &Uuml;berma&szlig;besteuerung sowie gegen den rechtsstaatlichen Grundsatz des Vertrauensschutzes verst&ouml;&szlig;t. Zur Vermeidung von Wiederholungen wird auf die ausf&uuml;hrliche Begr&uuml;ndung in BFHE 233, 487, BStBl II 2011, 910, unter Rz&nbsp;28&nbsp;ff. verwiesen. Die verfassungsrechtlich zul&auml;ssige Erh&ouml;hung einer Steuerbelastung kann nicht dazu f&uuml;hren, dass bestehende Rechtsprechungsgrunds&auml;tze nicht mehr anzuwenden sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Der Senat vermag keinen Widerspruch zu seinem Urteil vom 13.&nbsp;April 2011 X&nbsp;R&nbsp;1\/10 (BFHE 233, 497, BStBl II 2011, 915) zu erkennen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In dieser Entscheidung hat der Senat zum einen best&auml;tigt, dass die Einbeziehung der Erwerbsminderungsrenten in die Besteuerung nach &sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 Buchst.&nbsp;a Doppelbuchst.&nbsp;aa EStG verfassungsgem&auml;&szlig; ist (Urteil in BFHE 233, 497, BStBl II 2011, 915, Rz&nbsp;10). Zum anderen lag die Besonderheit der steuerlichen Situation der dortigen Kl&auml;gerin darin, dass sie Rentennachzahlungen aufgrund des Zuflussprinzips in einem Veranlagungszeitraum zu versteuern hatte, dem sie wirtschaftlich nicht zuzuordnen waren (Senatsurteil in BFHE 233, 497, BStBl II 2011, 915, Rz&nbsp;20&nbsp;ff.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Streitfall handelt es sich hingegen nicht um nachgezahlte Renten, sondern f&uuml;r den Zeitraum vom 1.&nbsp;Mai 2010 bis zum 10.&nbsp;November 2010 aufgrund der Erf&uuml;llungsfiktion des &sect;&nbsp;107 Abs.&nbsp;1 SGB&nbsp;X um laufende Bez&uuml;ge, selbst wenn die Zahlungen zun&auml;chst als Krankengeld geleistet worden sind. Im Gegensatz zum Sachverhalt des Senatsurteils in BFHE 233, 497, BStBl II 2011, 915 sind im Streitfall dem Steuerpflichtigen die Eink&uuml;nfte damit in dem Jahr zugeflossen, zu dem sie wirtschaftlich geh&ouml;ren.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Lediglich f&uuml;r den Zeitraum vom 11.&nbsp;November 2010 bis zum 31.&nbsp;Dezember 2010 hat der Kl&auml;ger eine Nachzahlung erhalten. Diese ist dem Kl&auml;ger jedoch erst im Jahr 2011 zugeflossen, so dass sie f&uuml;r den vorliegenden Rechtsstreit ohne Bedeutung ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Eine Diskrepanz besteht auch nicht zu dem Senatsurteil in BFHE 243, 287, BStBl II 2014, 58, das zur notwendigen Unterscheidung der au&szlig;erordentlichen Eink&uuml;nfte des &sect;&nbsp;34 EStG von den Eink&uuml;nften, die der Regelbesteuerung unterliegen, deren atypische Zusammenballung voraussetzt. Aufgrund des Zwecks der Regelung, Progressionsnachteile auszugleichen, seien &#8211;so der Senat&#8211; au&szlig;erordentliche Eink&uuml;nfte grunds&auml;tzlich nur dann anzunehmen, wenn die zu beg&uuml;nstigenden Eink&uuml;nfte in einem einzigen Veranlagungszeitraum zu erfassen seien und durch die Zusammenballung von Eink&uuml;nften erh&ouml;hte steuerliche Belastungen entst&uuml;nden (Urteil in BFHE 243, 287, BStBl II 2014, 58, Rz&nbsp;71&nbsp;f.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Durch die den anerkannten Grunds&auml;tzen entsprechende Festlegung des Rentenbeginns unter Ber&uuml;cksichtigung der Erf&uuml;llungsfiktion des &sect;&nbsp;107 Abs.&nbsp;1 SGB&nbsp;X wird im Streitfall im Jahr 2010 eine Zusammenballung von Eink&uuml;nften gerade vermieden und so eine dem Leistungsf&auml;higkeitsprinzip angemessene Besteuerung erm&ouml;glicht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Der erkennende Senat vermag nicht zu erkennen, worin eine unzul&auml;ssige Doppelbesteuerung der Kl&auml;ger liegen k&ouml;nnte. Dem angefochtenen Einkommensteuerbescheid vom 2.&nbsp;August 2013 ist zweifelsfrei zu entnehmen, dass ein Jahresbetrag der Rente in H&ouml;he von 4.836&nbsp;EUR (4.360&nbsp;EUR zuz&uuml;glich Beitr&auml;ge zur Kranken- und Pflegeversicherung) abz&uuml;glich eines steuerfreien Teils der Rente in H&ouml;he von 1.935&nbsp;EUR der Besteuerung zugrunde gelegt wurde und dass Krankengeld in H&ouml;he von 9.621,16&nbsp;EUR dem Progressionsvorbehalt unterlegen hat. Anhaltspunkte f&uuml;r einen doppelten steuerlichen Ansatz der dem Kl&auml;ger zugeflossenen Zahlungen sind nicht ersichtlich.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>e) Die von den Kl&auml;gern in ihrer Revisionsbegr&uuml;ndung dargestellten Zahlungen und die sich daraus ergebenden Berechnungen k&ouml;nnen vom erkennenden Senat nicht ber&uuml;cksichtigt werden. Sie weichen von den Feststellungen des FG ab, an die das Revisionsgericht gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;118 Abs.&nbsp;2 FGO gebunden ist, sofern dagegen nicht zul&auml;ssige und begr&uuml;ndete Revisionsgr&uuml;nde vorgebracht werden. Solche Einwendungen haben die Kl&auml;ger indes nicht erhoben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Soweit dem Kl&auml;ger das Krankengeld auf der Grundlage der einschl&auml;gigen gesetzlichen Vorschriften in H&ouml;he von 9.621,16&nbsp;EUR endg&uuml;ltig zusteht, verbleibt es im Jahr des Zuflusses, also im Streitjahr bei der Rechtsfolge des &sect;&nbsp;3 Nr.&nbsp;1 Buchst.&nbsp;a EStG i.V.m. &sect;&nbsp;32b Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 Buchst.&nbsp;b EStG. Das Krankengeld ist in dieser H&ouml;he steuerfrei, jedoch bei der Ermittlung des Steuersatzes zu ber&uuml;cksichtigen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>33<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Die Kostenentscheidung beruht auf &sect;&nbsp;135 Abs.&nbsp;2 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 9.12.2015, X R 30\/14 Rentenbeginn bei Erwerbsminderungsrenten nach vorherigem Bezug erstattungspflichtigen Krankengeldes Leits&auml;tze 1. Hat ein Steuerpflichtiger Krankengeld bezogen und wird infolge der sp&auml;teren Bewilligung einer Erwerbsminderungsrente der hierf&uuml;r zust&auml;ndige Leistungstr&auml;ger erstattungspflichtig, gilt der Rentenanspruch des Berechtigten insoweit gem&auml;&szlig; &sect; 107 Abs. 1 SGB X als erf&uuml;llt. Die Erwerbsminderungsrenten unterliegen damit bereits &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/x-r-30-14-rentenbeginn-bei-erwerbsminderungsrenten-nach-vorherigem-bezug-erstattungspflichtigen-krankengeldes\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">X&nbsp;R&nbsp;30\/14 &#8211; Rentenbeginn bei Erwerbsminderungsrenten nach vorherigem Bezug erstattungspflichtigen Krankengeldes<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-65960","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/65960","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=65960"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/65960\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=65960"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=65960"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=65960"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}