{"id":65963,"date":"2016-03-09T11:29:16","date_gmt":"2016-03-09T09:29:16","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=65963"},"modified":"2016-03-09T11:29:16","modified_gmt":"2016-03-09T09:29:16","slug":"iv-r-4-13-anwendung-des-par-16-abs-3-satz-5-estg-auch-fuer-die-gewerbesteuer","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/iv-r-4-13-anwendung-des-par-16-abs-3-satz-5-estg-auch-fuer-die-gewerbesteuer\/","title":{"rendered":"IV&nbsp;R&nbsp;4\/13 &#8211; Anwendung des &sect; 16 Abs. 3 Satz 5 EStG auch f&uuml;r die Gewerbesteuer"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 3.12.2015, IV R 4\/13<\/p>\n<p class=\"titel\">Anwendung des &sect; 16 Abs. 3 Satz 5 EStG auch f&uuml;r die Gewerbesteuer<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>1. &sect; 16 Abs. 3 Satz 5 EStG ist als typisierende Missbrauchsverhinderungsvorschrift &uuml;ber &sect; 7 Satz 1 GewStG auch gewerbesteuerlich anzuwenden.<\/p>\n<\/p>\n<p>2. Eine teleologische Reduktion des &sect; 7 Satz 1 GewStG kommt nicht in Betracht, soweit ein Mitunternehmer zun&auml;chst eine in seinem Sonderbetriebsverm&ouml;gen gehaltene GmbH-Beteiligung an seine Mitunternehmerschaft ver&auml;u&szlig;ert, um sodann seinen gesamten Mitunternehmeranteil an einen Dritten zu ver&auml;u&szlig;ern.<\/p>\n<\/div>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Auf die Revision der Kl&auml;gerin wird das Urteil des Finanzgerichts M&uuml;nster vom 29. November 2012&nbsp;&nbsp;3 K 3834\/10 G aufgehoben.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Klage wird abgewiesen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Kosten des gesamten Verfahrens hat die Kl&auml;gerin zu tragen.<\/p>\n<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I.&nbsp;&nbsp;Die Kl&auml;gerin und Revisionskl&auml;gerin (Kl&auml;gerin) ist eine GmbH &#038; Co. KG, deren alleiniger Kommanditist K war, der auch alle Anteile an der Komplement&auml;r-GmbH hielt. Zum Sonderbetriebsverm&ouml;gen des K geh&ouml;rten neben den Anteilen an der Komplement&auml;r-GmbH seine das gesamte Stammkapital der Gesellschaft ausmachenden Anteile an der R-GmbH (GmbH).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>K ver&auml;u&szlig;erte &#8211;dem Wunsch der A-AG (AG) als sp&auml;terer Erwerberin folgend&#8211; am selben Tag zun&auml;chst seine Beteiligung an der GmbH an die Kl&auml;gerin und sodann seine Beteiligung an der Kl&auml;gerin an die AG:<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit notarieller Vereinbarung vom 15.&nbsp;September 2008 &uuml;bertrug er dazu zun&auml;chst seine Anteile an der GmbH insgesamt auf die Kl&auml;gerin. Die dingliche Wirkung der &Uuml;bertragung sollte eintreten, sobald der Kaufpreis in H&ouml;he von X&nbsp;EUR gezahlt, die Verpflichtungen der AG aus einer weiteren notariellen Vereinbarung vom gleichen Tage in Form der Zahlung des Kaufpreises von &#8230;&nbsp;EUR f&uuml;r die Anteile an der Kl&auml;gerin sowie der Auszahlung eines Darlehns in H&ouml;he von X&nbsp;EUR erf&uuml;llt und die Freigabe des Zusammenschlusses der Kl&auml;gerin und der AG durch das Bundeskartellamt erteilt war.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit der genannten weiteren notariellen Vereinbarung vom 15.&nbsp;September 2008 &uuml;bertrug K sodann seine Anteile an der Komplement&auml;r-GmbH sowie seine Kommanditbeteiligung an der Kl&auml;gerin auf die AG zum Kaufpreis von &#8230;&nbsp;EUR. Die AG verpflichtete sich zudem, der Kl&auml;gerin ein Darlehn &uuml;ber X&nbsp;EUR zu gew&auml;hren. Der &Uuml;bergang mit dinglicher Wirkung sollte erfolgen, sobald der Kaufpreis gezahlt und das Darlehen zur Verf&uuml;gung gestellt, die Freigabe durch das Bundeskartellamt erteilt und die AG als Kommanditistin der Kl&auml;gerin in das Handelsregister eingetragen war.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Aufgrund der von der Kl&auml;gerin eingereichten Gewerbesteuererkl&auml;rung 2008 setzte der Beklagte und Revisionsbeklagte (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) den Gewerbesteuermessbetrag unter dem Vorbehalt der Nachpr&uuml;fung auf &#8230;&nbsp;EUR fest und erfasste dabei den Gewinn aus der Ver&auml;u&szlig;erung der Anteile an der GmbH durch K an die Kl&auml;gerin als Gewerbeertrag gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;7 des Gewerbesteuergesetzes in der im Streitjahr geltenden Fassung (GewStG). Zur Begr&uuml;ndung f&uuml;hrte das FA unter Hinweis auf &sect;&nbsp;7 GewStG und &sect;&nbsp;16 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;3 des Einkommensteuergesetzes in der im Streitjahr geltenden Fassung (EStG) aus, die Ver&auml;u&szlig;erung der Beteiligung an der GmbH sei nicht in einem einheitlichen Akt mit der Ver&auml;u&szlig;erung der Beteiligung an der Kl&auml;gerin vollzogen worden und stehe daher nicht mit der Ver&auml;u&szlig;erung eines Mitunternehmeranteils im Zusammenhang. Bei der Ver&auml;u&szlig;erung der GmbH-Anteile stehe sich als Ver&auml;u&szlig;erer und Erwerber dieselbe Person gegen&uuml;ber.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der dagegen eingelegte Einspruch blieb, nachdem das FA zwischenzeitlich den Gewerbesteuermessbetrag mit &Auml;nderungsbescheid vom 16.&nbsp;Juli 2010 aus hier nicht streitigen Gr&uuml;nden auf &#8230;&nbsp;EUR festgesetzt hatte, erfolglos.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Auch die dagegen vor dem Finanzgericht (FG) erhobene Klage hatte keinen Erfolg. Das FG entschied dabei auf der Grundlage des am 26.&nbsp;Juni 2012 erneut ge&auml;nderten Gewerbesteuermessbescheids, mit welchem der Gewerbesteuermessbetrag wiederum aus hier nicht streitigen Gr&uuml;nden auf &#8230;&nbsp;EUR festgesetzt wurde. Ein weiterer &Auml;nderungsbescheid vom 30.&nbsp;Oktober 2012, mit welchem der Gewerbesteuermessbetrag erneut aus hier nicht streitigen Gr&uuml;nden auf &#8230;&nbsp;EUR reduziert wurde, gelangte demgegen&uuml;ber w&auml;hrend des FG-Verfahrens nicht zu den Gerichtsakten. In seinem in Entscheidungen der Finanzgerichte (EFG) 2013, 388 ver&ouml;ffentlichten Urteil ging das FG bezogen auf den &Auml;nderungsbescheid vom 26.&nbsp;Juni 2012 davon aus, dass das FA den Gewinn aus der Ver&auml;u&szlig;erung der Anteile an der GmbH an die Kl&auml;gerin zu Recht der Gewerbesteuer unterworfen habe.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dagegen richtet sich die Revision der Kl&auml;gerin, mit der sie die Verletzung der &sect;&sect;&nbsp;2, 7 GewStG i.V.m. &sect;&nbsp;16 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;3 EStG geltend macht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin beantragt, unter Aufhebung des Urteils des FG M&uuml;nster vom 29.&nbsp;November 2012&nbsp;&nbsp;3&nbsp;K&nbsp;3834\/10&nbsp;G den Gewerbesteuermessbescheid vom 30.&nbsp;Oktober 2012 dergestalt zu &auml;ndern, dass der Gewinn aus der Ver&auml;u&szlig;erung der Anteile an der R-GmbH nicht als Gewerbeertrag gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;7 GewStG erfasst wird.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt, die Revision als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Revision ist aus verfahrensrechtlichen Gr&uuml;nden begr&uuml;ndet, da das FG &uuml;ber den ge&auml;nderten Gewerbesteuermessbescheid vom 26.&nbsp;Juni 2012 entschieden hat, obwohl unter dem 30.&nbsp;Oktober 2012 und damit vor dem Ergehen des FG-Urteils am 29.&nbsp;November 2012 &#8211;f&uuml;r das FG nicht erkennbar&#8211; ein weiterer &Auml;nderungsbescheid ergangen ist. Insoweit ist die Vorentscheidung aufzuheben. Der ge&auml;nderte Gewerbesteuermessbescheid vom 30.&nbsp;Oktober 2012 ist nach &sect;&nbsp;68 der Finanzgerichtsordnung (FGO) Gegenstand des anh&auml;ngigen Verfahrens geworden (vgl. Urteile des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 14.&nbsp;April 2011 IV&nbsp;R&nbsp;36\/08, BFH\/NV 2011, 1361; vom 26.&nbsp;Juni 2014 IV&nbsp;R&nbsp;51\/11, BFH\/NV 2014, 1716; vom 4.&nbsp;Dezember 2014 IV&nbsp;R&nbsp;53\/11, BFHE 248, 57, BStBl II 2015, 483). Da das FG damit &uuml;ber einen Bescheid entschieden hat, der zum Zeitpunkt seiner Sachentscheidung nicht mehr Verfahrensgegenstand war, kann das angefochtene Urteil keinen Bestand haben (vgl. BFH-Urteile vom 31.&nbsp;Mai 2006 II&nbsp;R&nbsp;32\/04, BFH\/NV 2006, 2232, und vom 26.&nbsp;Januar 2011 IX&nbsp;R&nbsp;7\/09, BFHE 232, 463, BStBl II 2011, 540, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<blockquote>\n<blockquote>\n<blockquote>\n<blockquote>\n<blockquote>\n<table style=\"margin-left:90\"pt>\n<tr>\n<td>III.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/blockquote>\n<\/blockquote>\n<\/blockquote>\n<\/blockquote>\n<\/blockquote>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Senat entscheidet aufgrund seiner Befugnis aus den &sect;&sect;&nbsp;121 und 100 FGO auf der Grundlage der verfahrensfehlerfrei zustande gekommenen und damit nach &sect;&nbsp;118 Abs.&nbsp;2 FGO weiterhin bindenden tats&auml;chlichen Feststellungen des FG gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 FGO in der Sache selbst, da der &Auml;nderungsbescheid vom 30.&nbsp;Oktober 2012 hinsichtlich des streitigen Sachverhalts keine &Auml;nderungen enth&auml;lt und die Sache spruchreif ist (vgl. BFH-Urteile vom 23.&nbsp;Januar 2003 IV&nbsp;R&nbsp;71\/00, BFHE 201, 269, BStBl II 2004, 43, und vom 22.&nbsp;Januar 2013 IX&nbsp;R&nbsp;18\/12, BFH\/NV 2013, 1094). In der Sache hat die Klage keinen Erfolg, denn das FG ist im Ergebnis zu Recht davon ausgegangen, dass der Gewinn aus der Ver&auml;u&szlig;erung der Anteile an der GmbH durch K an die Kl&auml;gerin als Gewerbeertrag der Kl&auml;gerin zu erfassen war.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Nach &sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 GewStG unterliegt die Kl&auml;gerin mit ihrem im Inland betriebenen stehenden Gewerbebetrieb der Gewerbesteuer. Besteuerungsgrundlage f&uuml;r die Gewerbesteuer ist der Gewerbeertrag (&sect;&nbsp;6 GewStG), also der nach den Vorschriften des EStG zu ermittelnde Gewinn aus dem Gewerbebetrieb, der bei der Ermittlung des Einkommens f&uuml;r den dem Erhebungszeitraum (&sect;&nbsp;14 GewStG) entsprechenden Veranlagungszeitraum zu ber&uuml;cksichtigten ist, vermehrt und vermindert um die in &sect;&sect;&nbsp;8 und 9 GewStG bezeichneten Betr&auml;ge (&sect;&nbsp;7 Satz&nbsp;1 GewStG). Der der Gewerbesteuer zu Grunde zu legende Gewerbeertrag entspricht damit von den gewerbesteuerlichen Zu- und Abrechnungen abgesehen grunds&auml;tzlich dem Gewinn aus Gewerbebetrieb, der der Bemessung der Einkommensteuer zu Grunde zu legen ist. Davon ist nur insoweit abzuweichen, als sich unmittelbar aus dem GewStG etwas anderes ergibt oder soweit die Vorschriften des Einkommensteuerrechts mit dem besonderen Charakter der Gewerbesteuer als Objektsteuer nicht in Einklang stehen (vgl. dazu BFH-Urteile vom 8.&nbsp;Mai 1991 I&nbsp;R&nbsp;33\/90, BFHE 165, 191, BStBl II 1992, 437, unter II.B.2.a der Gr&uuml;nde; vom 15.&nbsp;Juni 2004 VIII&nbsp;R&nbsp;7\/01, BFHE 205, 307, BStBl II 2004, 754, unter II.1. der Gr&uuml;nde).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Als eine auf den t&auml;tigen Gewerbebetrieb bezogene Sachsteuer erfasst die Gewerbesteuer bei nat&uuml;rlichen Personen und Personengesellschaften, sofern bei Letzteren keine Sonderregelungen eingreifen, nur die durch den laufenden Betrieb anfallenden Gewinne (vgl. Urteil des Gro&szlig;en Senats des BFH vom 13.&nbsp;November 1963 GrS&nbsp;1\/63, BFHE 78, 315, BStBl III 1964, 124; BFH-Urteile vom 25.&nbsp;Juli 2001 X&nbsp;R&nbsp;55\/97, BFHE 195, 402, BStBl II 2001, 809; vom 26.&nbsp;Juni 2007 IV&nbsp;R&nbsp;49\/04, BFHE 217, 150, BStBl II 2009, 289). In den Gewerbeertrag sind danach u.a. nicht die nach Einkommensteuerrecht mit dem erm&auml;&szlig;igten Steuersatz zu versteuernden Ver&auml;u&szlig;erungs- und Aufgabegewinne einzubeziehen (vgl. BFH-Urteile vom 7.&nbsp;Februar 1995 VIII&nbsp;R&nbsp;36\/93, BFHE 178, 110, BStBl II 1995, 770; vom 29.&nbsp;Oktober 1987 IV&nbsp;R&nbsp;93\/85, BFHE 151, 181, BStBl II 1988, 374, und vom 28.&nbsp;Februar 1990 I&nbsp;R&nbsp;92\/86, BFHE 160, 262, BStBl II 1990, 699). Zu den aus dem Gewinn aus Gewerbebetrieb auszugrenzenden Bestandteilen geh&ouml;ren auch solche, die zwar nach dem Einkommensteuerrecht nicht Ver&auml;u&szlig;erungs- oder Aufgabegewinne darstellen, die aber in einem unmittelbaren sachlichen Zusammenhang mit der Betriebsver&auml;u&szlig;erung oder Betriebsaufgabe stehen und deshalb gleichfalls keine &quot;laufenden&quot; Gewinne darstellen (vgl. BFH-Urteil in BFHE 217, 150, BStBl II 2009, 289).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Die vorgenannten Grunds&auml;tze gelten auch f&uuml;r Gewinne aus der Ver&auml;u&szlig;erung einer im Sonderbetriebsverm&ouml;gen II eines Mitunternehmers gehaltenen Beteiligung an einer GmbH (vgl. BFH-Urteil vom 3.&nbsp;April 2008 IV&nbsp;R&nbsp;54\/04, BFHE 220, 495, BStBl II 2008, 742, unter II.2.a&nbsp;bb&nbsp;(3) der Gr&uuml;nde). Von einem der Zurechnung zum Gewerbeertrag i.S. des &sect;&nbsp;7 Satz&nbsp;1 GewStG entgegenstehenden Zusammenhang der Ver&auml;u&szlig;erung einer solchen Beteiligung mit der Ver&auml;u&szlig;erung oder Aufgabe eines Betriebs oder eines Mitunternehmeranteils ist dabei grunds&auml;tzlich auszugehen, wenn die Anteilsver&auml;u&szlig;erung Bestandteil des einheitlichen wirtschaftlichen Vorgangs der Betriebsver&auml;u&szlig;erung oder Betriebs- bzw. Mitunternehmeranteilsaufgabe ist, welche zur Einstellung der werbenden T&auml;tigkeit des Unternehmens f&uuml;hrt (vgl. BFH-Urteil vom 7.&nbsp;September 2005 VIII&nbsp;R&nbsp;99\/03, BFH\/NV 2006, 608, unter II.3. der Gr&uuml;nde).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Im Streitfall ist zwar ein solcher Zusammenhang zwischen der Ver&auml;u&szlig;erung des GmbH-Anteils und der Aufgabe eines Mitunternehmeranteils an der Kl&auml;gerin gegeben (s. unter III.4.a). Gleichwohl z&auml;hlt unter den im Streitfall vorliegenden Umst&auml;nden der Gewinn aus der Ver&auml;u&szlig;erung der GmbH-Beteiligung zum laufenden Gewinn und damit zum Gewerbeertrag der Kl&auml;gerin i.S. von &sect;&nbsp;7 Satz&nbsp;1 GewStG (s. unter III.4.b).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Der Senat geht f&uuml;r den Streitfall &#8211;entgegen der Auffassung der Beteiligten und des FG&#8211; davon aus, dass K durch die gestufte Ver&auml;u&szlig;erung zun&auml;chst seiner Beteiligung an der GmbH an die Kl&auml;gerin und sodann seiner Beteiligung an der Kl&auml;gerin an die AG seinen Mitunternehmeranteil an der Kl&auml;gerin i.S. des &sect;&nbsp;16 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 EStG aufgegeben hat. Danach gilt als Ver&auml;u&szlig;erung auch die Aufgabe eines Anteils i.S. des &sect;&nbsp;16 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 EStG, also des gesamten Anteils eines Gesellschafters, der als Unternehmer (Mitunternehmer) des Betriebs anzusehen ist (&sect;&nbsp;15 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 EStG). Die Aufgabe eines Anteils eines Mitunternehmers setzt voraus, dass alle wesentlichen Betriebsgrundlagen in einem einheitlichen Vorgang aufgegeben werden. Der Mitunternehmeranteil i.S. von &sect;&nbsp;16 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 EStG umfasst dabei nicht nur den Anteil des Mitunternehmers am Verm&ouml;gen der Gesellschaft, sondern auch etwaiges Sonderbetriebsverm&ouml;gen des Gesellschafters, denn das Sonderbetriebsverm&ouml;gen eines Mitunternehmers geh&ouml;rt zu seiner gewerblichen T&auml;tigkeit und damit zum Betriebsverm&ouml;gen der Mitunternehmerschaft (vgl. BFH-Urteil vom 2.&nbsp;Oktober 1997 IV&nbsp;R&nbsp;84\/96, BFHE 184, 425, BStBl II 1998, 104, m.w.N.). K hat durch die gew&auml;hlte gestufte Ver&auml;u&szlig;erung einerseits seines Sonderbetriebsverm&ouml;gens an die Kl&auml;gerin und andererseits seines KG-Anteils an die AG danach nicht etwa seinen Mitunternehmeranteil i.S. des &sect;&nbsp;16 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 EStG an einen einzigen Erwerber ver&auml;u&szlig;ert, sondern in der Sache das Sonderbetriebsverm&ouml;gen und das Gesamthandsverm&ouml;gen seines Mitunternehmeranteils getrennt ver&auml;u&szlig;ert und dadurch seinen Mitunternehmeranteil in zwei unmittelbar zeitlich und sachlich zusammenh&auml;ngenden Akten aufgegeben (vgl. dazu auch BFH-Beschluss vom 31.&nbsp;August 1995 VIII&nbsp;B&nbsp;21\/93, BFHE 178, 379, BStBl II 1995, 890).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Anders als die Kl&auml;gerin meint, ist der im Rahmen der Aufgabe des Mitunternehmeranteils des K erzielte Gewinn aus der Ver&auml;u&szlig;erung der GmbH-Beteiligung aber nach &sect;&nbsp;7 Satz&nbsp;1 GewStG i.V.m. &sect;&nbsp;16 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;5 EStG als laufender Gewinn in die Gewerbesteuer einzubeziehen. Anderes folgt auch nicht aus &sect;&nbsp;7 Satz&nbsp;2 GewStG.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Nach &sect;&nbsp;16 Abs.&nbsp;3 Satz 5 EStG gilt der Gewinn aus der Aufgabe des Gewerbebetriebs (hier: des Mitunternehmeranteils des K an der Kl&auml;gerin) als laufender Gewinn, soweit einzelne dem Betrieb gewidmete Wirtschaftsg&uuml;ter im Rahmen der Aufgabe des Betriebs ver&auml;u&szlig;ert werden und soweit auf der Seite des Ver&auml;u&szlig;erers und auf der Seite des Erwerbers dieselben Personen Unternehmer oder Mitunternehmer sind. Unzweifelhaft hat K seine dem Betrieb der Kl&auml;gerin gewidmete Beteiligung an der GmbH im Rahmen der Aufgabe seines Mitunternehmeranteils an der Kl&auml;gerin ver&auml;u&szlig;ert. Er stand auch sowohl auf der Erwerber- und der Ver&auml;u&szlig;ererseite, denn bei Ver&auml;u&szlig;erungen zwischen Mitunternehmer (hier: K) und Mitunternehmerschaft (hier: der Kl&auml;gerin) ist zur Bestimmung der personellen Identit&auml;t auf die jeweiligen Beteiligungsverh&auml;ltnisse im Ver&auml;u&szlig;erungszeitpunkt abzustellen. Die in &sect;&nbsp;16 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;5 EStG angeordnete Fiktion eines laufenden Gewinns betrifft insoweit diejenigen Mitunternehmer, die auf beiden Seiten des Ver&auml;u&szlig;erungsgesch&auml;fts stehen (vgl. Kulosa in Herrmann\/Heuer\/Raupach &#8211;HHR&#8211;, &sect;&nbsp;16 EStG Rz&nbsp;578 i.V.m. HHR\/Kobor, &sect;&nbsp;16 EStG Rz&nbsp;457). Da K seine Beteiligung an der GmbH an die Kl&auml;gerin ver&auml;u&szlig;ert hat, an der er verm&ouml;gensm&auml;&szlig;ig alleine beteiligt war, ist der Tatbestand des &sect;&nbsp;16 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;5 EStG in seiner Person erf&uuml;llt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) &sect;&nbsp;16 Abs.&nbsp;3 Satz 5 EStG gilt &uuml;ber &sect;&nbsp;7 Satz&nbsp;1 GewStG auch f&uuml;r die Gewerbesteuer. F&uuml;r eine teleologische Reduktion des &sect;&nbsp;7 Satz&nbsp;1 GewStG besteht insoweit kein Anlass (f&uuml;r &sect;&nbsp;16 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;3 EStG bereits BFH-Urteile in BFHE 205, 307, BStBl II 2004, 754; vom 15.&nbsp;April 2010 IV&nbsp;R&nbsp;5\/08, BFHE 229, 524, BStBl II 2010, 912; vom 18.&nbsp;Dezember 2014 IV&nbsp;R&nbsp;59\/11, BFH\/NV 2015, 520).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(1) Die durch das Mi&szlig;brauchsbek&auml;mpfungs- und Steuerbereinigungsgesetz vom 21.&nbsp;Dezember 1993 (BGBl I 1993, 2310) zun&auml;chst als Satz&nbsp;2 in das Gesetz gelangte Vorschrift des &sect;&nbsp;16 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;5 EStG soll &#8211;parallel zu den gleichzeitig eingef&uuml;hrten und inhaltsgleich begr&uuml;ndeten Vorschriften des &sect;&nbsp;16 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;3 EStG und des &sect;&nbsp;24 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;2 des Umwandlungssteuergesetzes&#8211; sicherstellen, dass im Rahmen einer Betriebsaufgabe anfallende Ver&auml;u&szlig;erungsgewinne nur steuerlich beg&uuml;nstigt werden, soweit Wirtschaftsg&uuml;ter an Dritte ver&auml;u&szlig;ert werden (BTDrucks 12\/5630, S.&nbsp;58). Entsprechend sollen bei Ver&auml;u&szlig;erungen, die wirtschaftlich &quot;an sich selbst&quot; erfolgen, die anfallenden Gewinne als laufende Gewinne behandelt werden, die auch der Gewerbesteuer unterliegen (so ausdr&uuml;cklich BTDrucks 12\/5630, S.&nbsp;80; vgl. auch BRDrucks 612\/93, S.&nbsp;60, 82). Durch die Neuregelungen sollen die mit dem sog. Aufstockungsmodell angestrebten Rechtsfolgen verhindert werden (vgl. BFH-Urteil in BFHE 205, 307, BStBl II 2004, 754), die darin bestehen, dass ein Betrieb oder diesem Betrieb dienende Wirtschaftsg&uuml;ter unter Ausnutzung des Freibetrags nach &sect;&nbsp;16 Abs.&nbsp;4 EStG und des erm&auml;&szlig;igten Steuersatzes nach &sect;&nbsp;34 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 EStG an eine Personengesellschaft ver&auml;u&szlig;ert oder in diese eingebracht werden, an der der Ver&auml;u&szlig;erer beteiligt ist, und es diesem dadurch erm&ouml;glicht wird, die um die stillen Reserven aufgestockten Wirtschaftsg&uuml;ter bei der erwerbenden Gesellschaft sowohl mit Wirkung f&uuml;r die Einkommensteuer als auch mit Wirkung f&uuml;r die Gewerbesteuer nochmals abzuschreiben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(2) Der Gesetzgeber hat die vorgenannte Gestaltung typisierend als rechtsmissbr&auml;uchlich angesehen. Diese Beurteilung betrifft nicht nur die Einkommensteuer, sondern bezogen auf die ohne die neu eingef&uuml;hrten Sonderregelungen m&ouml;gliche Inanspruchnahme der Steuerfreiheit f&uuml;r die Ver&auml;u&szlig;erungsgewinne auch die Gewerbesteuer. Der Gesetzgeber verfolgt insoweit das Ziel, die durch die Ver&auml;u&szlig;erung aufgedeckten stillen Reserven einkommen- und gewerbesteuerlich zu erfassen, weil bei &quot;Ver&auml;u&szlig;erungen an sich selbst&quot; der Gewerbebetrieb vom ver&auml;u&szlig;ernden (Mit-)Unter-nehmer im Umfang seiner Beteiligung an der erwerbenden Gesellschaft faktisch nicht beendet, sondern unter Aufl&ouml;sung der stillen Reserven fortgef&uuml;hrt wird (vgl. BFH-Urteil in BFHE 205, 307, BStBl II 2004, 754).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(3) Die Zuordnung eines Ver&auml;u&szlig;erungsgewinns zum laufenden Gewinn nach &sect;&nbsp;16 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;5 EStG kann auch nicht f&uuml;r Zwecke der Gewerbesteuer durch eine teleologische Reduktion des &sect;&nbsp;7 Satz&nbsp;1 GewStG vermieden werden. Die Kl&auml;gerin kann sich zur Begr&uuml;ndung der Notwendigkeit einer teleologischen Reduktion des &sect;&nbsp;7 Satz&nbsp;1 GewStG nicht mit Erfolg darauf berufen, in ihrem konkreten Fall liege keine Steuerumgehung vor, weil die unter &sect;&nbsp;16 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;5 EStG fallende Ver&auml;u&szlig;erung des GmbH-Anteils des K an die Kl&auml;gerin in die unmittelbar nachfolgende Ver&auml;u&szlig;erung seines nunmehr um die GmbH-Beteiligung angereicherten KG-Anteils an die AG gem&uuml;ndet habe. Dies folgt schon daraus, dass es bei der Anwendung einer typisierenden Missbrauchsverhinderungsvorschrift &#8211;wie hier des &sect;&nbsp;16 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;5 EStG&#8211; gerade nicht des Nachweises bedarf, der im Einzelfall verwirklichte Sachverhalt sei f&uuml;r sich betrachtet als missbr&auml;uchlich zu werten (BFH-Urteil vom 26.&nbsp;Januar 1978 IV&nbsp;R&nbsp;97\/76, BFHE 124, 516, BStBl II 1978, 368, unter 4.a der Gr&uuml;nde). Hinzu kommt, dass es den Vertragsbeteiligten gerade darauf ankam, dass zun&auml;chst die Beteiligung des K an der GmbH an die Kl&auml;gerin ver&auml;u&szlig;ert werden und sodann der Erwerb des Mitunternehmeranteils an der Kl&auml;gerin durch die AG erfolgen sollte, weil die AG nur eine Beteiligung erwerben wollte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(4) Gegen die Einbeziehung des genannten Ver&auml;u&szlig;erungsgewinns aus der Ver&auml;u&szlig;erung der GmbH-Beteiligung in die gewerbesteuerliche Bemessungsgrundlage spricht schlie&szlig;lich auch nicht, dass die Vertragsbeteiligten den erstrebten Zustand ggf. auch ohne gewerbesteuerliche Belastung h&auml;tten erreichen k&ouml;nnen, denn sie haben einen solchen Weg nicht gew&auml;hlt und m&uuml;ssen sich daher an der von ihnen gew&auml;hlten Gestaltung festhalten lassen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Nichts anderes folgt aus &sect;&nbsp;7 Satz&nbsp;2 GewStG i.d.F. des F&uuml;nften Gesetzes zur &Auml;nderung des Steuerbeamten-Ausbildungsgesetzes und zur &Auml;nderung von Steuergesetzen vom 23.&nbsp;Juli 2002 (BGBl I 2002, 2715), der bestimmte Ver&auml;u&szlig;erungsgewinne ausdr&uuml;cklich dem Gewerbeertrag zuordnet. Diese Vorschrift dient nach den Ausf&uuml;hrungen im BFH-Urteil in BFH\/NV 2015, 520 (unter II.1.c der Gr&uuml;nde) ebenfalls dem Ziel, Steuerumgehungen zu verhindern, indem Ver&auml;u&szlig;erungsgewinne unter bestimmten Voraussetzungen in den Gewerbeertrag einbezogen werden (vgl. BFH-Urteile vom 28.&nbsp;Februar 2013 IV&nbsp;R&nbsp;33\/09, BFH\/NV 2013, 1122, und vom 22.&nbsp;Juli 2010 IV&nbsp;R&nbsp;29\/07, BFHE 230, 215, BStBl II 2011, 511). Anhaltspunkte daf&uuml;r, dass mit dieser Regelung Gewinne, die bereits nach &sect;&nbsp;7 Satz&nbsp;1 GewStG i.V.m. &sect;&nbsp;16 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;5 EStG Bestandteile des Gewerbeertrags sind, aus dem Anwendungsbereich dieser Norm wieder herausgenommen werden sollten, sind f&uuml;r den Senat nicht zu erkennen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>6. Die Kostenentscheidung folgt aus &sect;&nbsp;135 Abs.&nbsp;1 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 3.12.2015, IV R 4\/13 Anwendung des &sect; 16 Abs. 3 Satz 5 EStG auch f&uuml;r die Gewerbesteuer Leits&auml;tze 1. &sect; 16 Abs. 3 Satz 5 EStG ist als typisierende Missbrauchsverhinderungsvorschrift &uuml;ber &sect; 7 Satz 1 GewStG auch gewerbesteuerlich anzuwenden. 2. 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