{"id":65970,"date":"2016-03-09T11:31:36","date_gmt":"2016-03-09T09:31:36","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=65970"},"modified":"2016-03-09T11:31:36","modified_gmt":"2016-03-09T09:31:36","slug":"iv-b-68-14-selbstentscheidung-des-abgelehnten-richters","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/iv-b-68-14-selbstentscheidung-des-abgelehnten-richters\/","title":{"rendered":"IV&nbsp;B&nbsp;68\/14 &#8211; Selbstentscheidung des abgelehnten Richters"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 29.12.2015, IV B 68\/14<\/p>\n<p class=\"titel\">Selbstentscheidung des abgelehnten Richters<\/p>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Die Beschwerde des Kl&auml;gers wegen Nichtzulassung der Revision gegen das Urteil des Finanzgerichts Berlin-Brandenburg vom 10. April 2014&nbsp;&nbsp;13 K 3121\/07 wird als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckgewiesen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Kosten des Beschwerdeverfahrens hat der Kl&auml;ger zu tragen.<\/p>\n<\/div>\n<p class=\"gruende\">Gr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Senat kann trotz des Befangenheitsgesuchs des Kl&auml;gers und Beschwerdef&uuml;hrers (Kl&auml;ger) in der aus dem Rubrum ersichtlichen Besetzung entscheiden (I.). Die Nichtzulassungsbeschwerde ist unbegr&uuml;ndet und war daher gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;116 Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;1 der Finanzgerichtsordnung (FGO) durch Beschluss zur&uuml;ckzuweisen (II.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Obwohl der Kl&auml;ger erkl&auml;rt hat, er lehne die Richter, die die Prozesskostenhilfe (PKH) f&uuml;r diese Nichtzulassungsbeschwerde mangels Aussicht auf Erfolg abgelehnt haben, wegen Besorgnis der Befangenheit ab, kann der Senat unter Mitwirkung der abgelehnten Richter selbst in der Sache entscheiden, denn der Befangenheitsantrag ist offensichtlich unzul&auml;ssig.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Nach &sect;&nbsp;51 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 FGO i.V.m. &sect;&nbsp;42 Abs.&nbsp;2 der Zivilprozessordnung (ZPO) findet die Ablehnung eines Richters wegen Besorgnis der Befangenheit statt, wenn ein Grund vorliegt, der geeignet ist, Misstrauen gegen dessen Unparteilichkeit zu rechtfertigen. Dabei kommt es darauf an, ob der betroffene Beteiligte von seinem Standpunkt aus bei vern&uuml;nftiger objektiver Betrachtung Anlass hat, die Voreingenommenheit des abgelehnten Richters zu bef&uuml;rchten (vgl. Beschl&uuml;sse des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 1.&nbsp;April 2003 VII&nbsp;S&nbsp;7\/03, BFH\/NV 2003, 1331, und vom 10.&nbsp;M&auml;rz 2015 V&nbsp;B&nbsp;108\/14, BFH\/NV 2015, 849). Grunds&auml;tzlich ist &uuml;ber das Ablehnungsgesuch nach vorheriger dienstlicher &Auml;u&szlig;erung des abgelehnten Richters ohne dessen Mitwirkung (&sect;&nbsp;51 Abs.&nbsp;1 FGO i.V.m. &sect;&nbsp;44 Abs.&nbsp;3 ZPO) zu entscheiden. Ist in Ausnahmef&auml;llen das Ablehnungsgesuch wegen Rechtsmissbrauchs oder aus anderen Gr&uuml;nden offensichtlich unzul&auml;ssig, so kann der Ablehnungsantrag in den Gr&uuml;nden der Hauptsacheentscheidung unter Mitwirkung des abgelehnten Richters zur&uuml;ckgewiesen werden (vgl. BFH-Beschl&uuml;sse vom 4.&nbsp;M&auml;rz 2014 VII&nbsp;B&nbsp;131\/13, BFH\/NV 2014, 1055; vom 3.&nbsp;Juli 2014 V&nbsp;S&nbsp;15\/14, BFH\/NV 2014, 1574). Diese Voraussetzungen sind etwa gegeben, wenn ein ganzer Spruchk&ouml;rper abgelehnt wird und keine konkreten Anhaltspunkte vorgebracht werden, die bei vern&uuml;nftiger objektiver Betrachtung auf eine Befangenheit jedes einzelnen Mitglieds des Spruchk&ouml;rpers hindeuten k&ouml;nnen (vgl. BFH-Beschluss in BFH\/NV 2014, 1055).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Selbstentscheidung des abgelehnten Richters ist vor dem Hintergrund der Garantie des gesetzlichen Richters in Art.&nbsp;101 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 des Grundgesetzes nur dann und insoweit gerechtfertigt, wie die durch den gestellten Ablehnungsantrag erforderliche Entscheidung keine Beurteilung des eigenen Verhaltens des abgelehnten Richters und damit keine Entscheidung in eigener Sache voraussetzt. Denn &uuml;ber eine blo&szlig; formale Pr&uuml;fung hinaus darf sich der abgelehnte Richter nicht durch Mitwirkung an einer n&auml;heren inhaltlichen Pr&uuml;fung der Ablehnungsgr&uuml;nde zum Richter in eigener Sache machen (vgl. Beschl&uuml;sse des Bundesverfassungsgerichts vom 2.&nbsp;Juni 2005&nbsp;&nbsp;2&nbsp;BvR&nbsp;625\/01, 2&nbsp;BvR&nbsp;638\/01, unter IV.2.a, Kammerentscheidungen des Bundesverfassungsgerichts 5, 269, und vom 15.&nbsp;Juni 2015&nbsp;&nbsp;1&nbsp;BvR&nbsp;1288\/14, unter II.2.a, juris).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Im Streitfall ist der Befangenheitsantrag offensichtlich unzul&auml;ssig. Auch unter Beachtung der oben dargelegten engen Voraussetzungen ist eine Selbstentscheidung &uuml;ber den Befangenheitsantrag durch die abgelehnten Richter vorzunehmen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Ablehnungsgesuch beschr&auml;nkt sich auf die Kritik an der rechtlichen W&uuml;rdigung, die der Pr&uuml;fung der Erfolgsaussichten zugrunde liegt, mit der die abgelehnten Richter in dem Beschluss vom 16.&nbsp;Oktober 2014 in dem Verfahren IV&nbsp;S&nbsp;15\/14&nbsp;(PKH) die PKH f&uuml;r diese Nichtzulassungsbeschwerde mangels Aussicht auf Erfolg abgelehnt haben. So wendet sich der Kl&auml;ger insbesondere dagegen, dass der Nichtzulassungsbeschwerde keine Erfolgsaussichten zugebilligt wurden, obwohl das angegriffene Urteil des Finanzgerichts (FG) unzutreffend eine Mitunternehmerstellung des Kl&auml;gers bejaht habe. Da der Ablehnungsantrag mithin nur den (sachlichen) Inhalt der Begr&uuml;ndung der Vorentscheidung &uuml;ber die PKH, nicht aber das Verhalten der abgelehnten Richter selbst beinhaltet, ist der Antrag offensichtlich unzul&auml;ssig und &uuml;ber ihn von den abgelehnten Richtern selbst zu entscheiden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Gr&uuml;nde, die nach &sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 FGO die Zulassung der Revision rechtfertigen w&uuml;rden, liegen, soweit sie &uuml;berhaupt in der nach &sect;&nbsp;116 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;3 FGO gebotenen Weise dargelegt worden sind, nicht vor.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Die Revision ist nicht wegen grunds&auml;tzlicher Bedeutung der Rechtssache i.S. von &sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 FGO zuzulassen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Die Revision ist wegen grunds&auml;tzlicher Bedeutung zuzulassen, wenn die f&uuml;r bedeutsam gehaltene Rechtsfrage im Allgemeininteresse kl&auml;rungsbed&uuml;rftig und im Streitfall kl&auml;rbar ist. An der Kl&auml;rungsbed&uuml;rftigkeit fehlt es, wenn die Rechtsfrage anhand der gesetzlichen Grundlagen und der bereits vorliegenden Rechtsprechung beantwortet werden kann und keine neuen Gesichtspunkte erkennbar sind, die eine erneute Pr&uuml;fung und Entscheidung der Rechtsfrage durch den BFH geboten erscheinen lassen (st&auml;ndige Rechtsprechung, z.B. BFH-Beschluss vom 9.&nbsp;Januar 2013 IV&nbsp;B&nbsp;64\/11, BFH\/NV 2013, 512).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Die durch den Kl&auml;ger aufgeworfene Frage nach der m&ouml;glichen Haftung als Gesellschafter, der kein Mitunternehmerrisiko tr&auml;gt und keinerlei Einfluss auf das Geschehen der Gesellschaft hat, ist vorliegend schon deshalb nicht kl&auml;rungsf&auml;hig, weil der Streitfall keinen Haftungsbescheid nach &sect;&nbsp;191 der Abgabenordnung (AO) betrifft, sondern Bescheide &uuml;ber die gesonderte und einheitliche Feststellung von Besteuerungsgrundlagen f&uuml;r gewerbliche Eink&uuml;nfte aus einer Mitunternehmerschaft i.S. des &sect;&nbsp;15 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 des Einkommensteuergesetzes (EStG).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Aus diesem Grund geht auch der Vorwurf des Kl&auml;gers an den Beklagten und Beschwerdegegner (das Finanzamt), er h&auml;tte nach pflichtgem&auml;&szlig;em Ermessen pr&uuml;fen m&uuml;ssen, ob auch andere Personen &#8211;wie die Steuerberater und die Sekret&auml;rin der Firma &#8230; GbR (GbR)&#8211; f&uuml;r den Steuerschaden verantwortlich seien, ins Leere.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Auch der &#8211;zudem erst nach Ablauf der Frist zur Begr&uuml;ndung der Nichtzulassungsbeschwerde (&sect;&nbsp;116 Abs.&nbsp;3 FGO) vorgebrachte&#8211; Einwand des Kl&auml;gers betreffend etwaige Folgewirkungen des Besteuerungsverfahrens auf ein m&ouml;glicherweise nachfolgendes Haftungsverfahren &auml;ndert hieran nichts. Denn hinsichtlich der verfahrensgegenst&auml;ndlichen gesonderten und einheitlichen Feststellung der Eink&uuml;nfte aus einer Mitunternehmerschaft erfolgt nur eine Zuordnung der festgestellten Eink&uuml;nfte zur individuellen Besteuerung der einzelnen Mitunternehmer nach &sect;&nbsp;180 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;a, &sect;&nbsp;182 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 AO; sie bietet keine Grundlage f&uuml;r eine Haftung im Zusammenhang mit Besteuerungsgrundlagen, die andere Mitunternehmer betreffen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Soweit die Frage nach der Steuerbarkeit von Eink&uuml;nften aus der Beteiligung an einer Mitunternehmerschaft nach &sect;&nbsp;15 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 EStG aufgeworfen wird, wenn die Tatbestandsmerkmale des Mitunternehmerrisikos und der Mitunternehmerinitiative nicht gegeben seien bzw. nur eine Vereinbarung zum Schein vorliege, ist diese Frage nicht kl&auml;rungsbed&uuml;rftig. Denn der BFH hat in st&auml;ndiger Rechtsprechung entschieden, dass u.a. diese beiden Tatbestandsmerkmale f&uuml;r die Bejahung gewerblicher Eink&uuml;nfte aus einer Mitunternehmerschaft gegeben sein m&uuml;ssen (vgl. BFH-Beschluss vom 21.&nbsp;Januar 2010 IV&nbsp;B&nbsp;128\/08, BFH\/NV 2010, 1425, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Die Zulassung der Revision wegen grunds&auml;tzlicher Bedeutung der Rechtssache ist auch nicht wegen der Einlassung des Kl&auml;gers vorzunehmen, das FG habe Zeugenaussagen nicht gew&uuml;rdigt. Bereits aus &sect;&nbsp;96 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 FGO ergibt sich f&uuml;r das FG die Pflicht, das Gesamtergebnis des Verfahrens, also den gesamten Prozessstoff, zu ber&uuml;cksichtigen (st&auml;ndige Rechtsprechung, vgl. BFH-Beschluss vom 9.&nbsp;Juli 2012 III&nbsp;B&nbsp;66\/11, BFH\/NV 2012, 1631). Zu diesem Gesamtergebnis des Verfahrens geh&ouml;ren auch die Aussagen der durch das FG vernommenen Zeugen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>e) Eine Zulassung der Revision zur Kl&auml;rung der von dem Kl&auml;ger aufgeworfenen Frage, ob ein hinreichender Rechtsschein auch dadurch begr&uuml;ndet werden k&ouml;nne, dass die Parteien nach innen einen Gesellschaftsvertrag schl&ouml;ssen, obwohl sich beide einig seien, dass aus diesem Vertrag nicht die darin beschriebenen Rechte und Pflichten abgeleitet werden k&ouml;nnten, muss schon deshalb ausscheiden, weil das FG einen solchen Sachverhalt nicht festgestellt hat. Das FG ist vielmehr davon ausgegangen, dass die Parteien die Rechtswirkungen des geschlossenen Gesellschaftsvertrags eintreten lassen wollten. In einem solchen Fall abweichenden Sachverhalts fehlt es an der f&uuml;r die Grundsatz- und Rechtsfortbildungsrevision n&ouml;tigen Kl&auml;rbarkeit der Rechtsfrage (vgl. BFH-Beschluss vom 29.&nbsp;Mai 2012 IV&nbsp;B&nbsp;111\/11, BFH\/NV&nbsp;2012, 1482). Der BFH ist an die durch das FG festgestellten Tatsachen nach &sect;&nbsp;118 Abs.&nbsp;2 FGO gebunden; zul&auml;ssige und begr&uuml;ndete Verfahrensr&uuml;gen hat der Kl&auml;ger hiergegen nicht erhoben (siehe unter 4.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>f) Soweit der Kl&auml;ger mit seinem Schriftsatz vom 5.&nbsp;M&auml;rz 2015 weitere Fragen aufwirft, deren grunds&auml;tzliche Bedeutung er annimmt, erfolgte dieses Vorbringen zum einen erst nach Ablauf der Frist zur Begr&uuml;ndung der Nichtzulassungsbeschwerde und kann schon deshalb nicht ber&uuml;cksichtigt werden (vgl. &sect;&nbsp;116 Abs.&nbsp;3 FGO). Zum anderen gen&uuml;gt die Begr&uuml;ndung dieser gestellten Fragen nicht den Anforderungen an die hinreichende Darlegung der grunds&auml;tzlichen Bedeutung i.S. von &sect;&nbsp;116 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;3 FGO (vgl. dazu BFH-Beschluss vom 28.&nbsp;August 2012 IV&nbsp;B&nbsp;14\/12, BFH\/NV 2013, 52).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Soweit der Kl&auml;ger die Zulassung der Revision zur Fortbildung des Rechts nach &sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 Alternative&nbsp;1 FGO, einem Unterfall der grunds&auml;tzlichen Bedeutung nach &sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 FGO, begehrt, fehlt es bereits an einer hinreichenden Darlegung der Zulassungsvoraussetzungen i.S. von &sect;&nbsp;116 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;3 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Die Revision ist auch nicht zur Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung nach &sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 Alternative&nbsp;2 FGO zuzulassen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Die Zulassung der Revision nach &sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 Alternative&nbsp;2 FGO setzt voraus, dass das FG in einer Rechtsfrage von der Entscheidung eines anderen Gerichts abgewichen ist, dass dabei &uuml;ber dieselbe Rechtsfrage entschieden wurde und diese f&uuml;r beide Entscheidungen rechtserheblich war, dass die Entscheidungen zu gleichen oder vergleichbaren Sachverhalten ergangen sind, dass die abweichend beantwortete Rechtsfrage im Revisionsverfahren gekl&auml;rt werden kann und dass eine Entscheidung des BFH zur Wahrung der Rechtseinheit erforderlich ist (vgl. BFH-Beschluss vom 11.&nbsp;Januar 2012 IV&nbsp;B&nbsp;142\/10, BFH\/NV 2012, 784).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Eine Divergenz zu dem BFH-Beschluss vom 4.&nbsp;Mai 2011 VII&nbsp;B&nbsp;236\/10 (BFH\/NV 2011, 1473) scheidet schon deshalb aus, weil dort zwar zur Frage der Rechtm&auml;&szlig;igkeit der Haftung eines Gesellschafters einer OHG nach &sect;&nbsp;191 AO, &sect;&nbsp;128 des Handelsgesetzbuchs entschieden worden ist. Ausf&uuml;hrungen zur Erzielung von Eink&uuml;nften aus einer Mitunternehmerschaft nach &sect;&nbsp;15 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 EStG waren in dieser Entscheidung jedenfalls nicht tragend. Das Gleiche gilt hinsichtlich der Urteile, die der Kl&auml;ger mit seiner Geh&ouml;rsr&uuml;ge vom 14.&nbsp;November 2014 &#8211;zudem nach Ablauf der Frist zur Begr&uuml;ndung der Nichtzulassungsbeschwerde gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;116 Abs.&nbsp;3 FGO&#8211; genannt hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Es besteht auch keine Abweichung der Entscheidung des FG vom Urteil des Oberlandesgerichts K&ouml;ln vom 11.&nbsp;Januar 1995&nbsp;&nbsp;11&nbsp;U&nbsp;115\/94 (https:\/\/openjur.de\/u\/444624.html). Diese zivilrechtliche Entscheidung ist zur Abgrenzung von Scheingesch&auml;ft und Strohmann ergangen. Ein Scheingesch&auml;ft setze voraus, dass die Parteien die mit dem Gesch&auml;ft verbundenen Rechtswirkungen nicht eintreten lassen wollen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Streitfall hat das FG keinen davon abweichenden Rechtssatz aufgestellt. Es begr&uuml;ndete die Ablehnung des Vorliegens einer Scheingesellschaft nach &sect;&nbsp;41 Abs.&nbsp;2 AO damit, dass der Kl&auml;ger mit L eine GbR gr&uuml;nden wollte, weil die beiden davon ausgegangen seien, dass dies notwendig sei, um dadurch mit der nur bei dem Kl&auml;ger vorhandenen Berufsqualifikation die gew&uuml;nschte Eintragung in die Handwerksrolle zu erlangen. Diese Feststellungen des FG zu getroffenen Vereinbarungen sind Feststellungen, die nicht mit zul&auml;ssigen und begr&uuml;ndeten Verfahrensr&uuml;gen angegriffen wurden und an die der BFH deshalb gebunden ist (vgl. &sect;&nbsp;118 Abs.&nbsp;2 FGO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit seinem weiteren Vorbringen wendet sich der Kl&auml;ger inhaltlich im Kern gegen die Sachverhalts- und Beweisw&uuml;rdigung sowie eine angenommene fehlerhafte Rechtsanwendung durch das FG. Damit macht er die unzutreffende Anwendung materiellen Rechts geltend; allein damit kann jedoch die Zulassung der Revision nicht erreicht werden (vgl. BFH-Beschluss vom 2.&nbsp;Februar 2012 IV&nbsp;B&nbsp;60\/10, BFH\/NV 2012, 699).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Soweit der Kl&auml;ger mit Schriftsatz vom 3.&nbsp;Dezember 2014 zur weiteren Begr&uuml;ndung der Nichtzulassungsbeschwerde vortr&auml;gt, dass der Kl&auml;ger nunmehr davon ausgehe, sein Steuerberater habe die Anlagen der von ihm unterzeichneten Steuererkl&auml;rungen nachtr&auml;glich ausgewechselt und der Kl&auml;ger fechte seine steuerlichen Erkl&auml;rungen nach &sect;&sect;&nbsp;119&nbsp;ff. des B&uuml;rgerlichen Gesetzbuchs an, so ist dieses Vorbringen vorliegend nicht zu ber&uuml;cksichtigen, da es zum einen au&szlig;erhalb der Frist zur Begr&uuml;ndung der Nichtzulassungsbeschwerde (&sect;&nbsp;116 Abs.&nbsp;3 FGO) vorgebracht wurde und zum anderen von Tatsachen ausgeht, die das FG nicht festgestellt hat (vgl. &sect;&nbsp;118 Abs.&nbsp;2 FGO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Die Revision ist auch nicht nach &sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 FGO wegen eines schweren Rechtsfehlers zuzulassen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Zwar ist die Revision auch zuzulassen, wenn ein Rechtsfehler des FG zu einer &quot;greifbar gesetzwidrigen&quot; Entscheidung gef&uuml;hrt hat. Voraussetzung hierf&uuml;r ist aber eine Fehlerhaftigkeit in einem solchen Ma&szlig;e, dass das Vertrauen in die Rechtsprechung nur durch eine h&ouml;chstrichterliche Korrektur der finanzgerichtlichen Entscheidung wiederhergestellt werden kann (vgl. BFH-Beschluss vom 31.&nbsp;Januar 2012 IV&nbsp;B&nbsp;22\/11, BFH\/NV 2012, 766).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Dies ist im Streitfall erkennbar fernliegend. Soweit der Kl&auml;ger davon ausgeht, die Entscheidung des FG habe entgegen dem Ergebnis der Zeugeneinvernahmen eine Mitunternehmerstellung des Kl&auml;gers bejaht und stelle sich deshalb als willk&uuml;rlich oder greifbar gesetzwidrig dar, so trifft dies nicht zu. Denn das FG hat sich in seinen Entscheidungsgr&uuml;nden mit den Aussagen von f&uuml;nf vernommenen Zeugen auseinandergesetzt. Ein Widerspruch dieser Beweisw&uuml;rdigung zu dem protokollierten Inhalt der Aussagen ist nicht erkennbar. Das FG hat weiterhin den Gesellschaftsvertrag vom 31.&nbsp;Dezember 1996 gew&uuml;rdigt und auch die nachfolgende Vereinbarung vom 31.&nbsp;Januar 1997 im Tatbestand des Urteils festgestellt. Dass es aus diesen Tatsachen und Beweismitteln andere Schl&uuml;sse als der Kl&auml;ger zieht, vermag aus sich heraus keine Zulassung der Revision zu begr&uuml;nden. Die auf den festgestellten Tatsachen gr&uuml;ndende Entscheidung des FG, den Kl&auml;ger entsprechend dem Gesellschaftsvertrag vom 31.&nbsp;Dezember 1996 als Mitunternehmer mit dem dort zu Grunde gelegten Gewinnverteilungsschl&uuml;ssel von 30&nbsp;% zu behandeln, ist eine gut vertretbare W&uuml;rdigung des FG. Es hat f&uuml;r die Verneinung einer Scheingesellschaft auf die Absicht der Vertragsparteien, eine GbR zu gr&uuml;nden, abgestellt und die sich aus dem Gesellschaftsvertrag f&uuml;r den Kl&auml;ger ergebenden Befugnisse zur Gesch&auml;ftsf&uuml;hrung f&uuml;r die Bejahung der Mitunternehmerinitiative herangezogen und zu Recht nicht darauf abgestellt, ob der Kl&auml;ger diese Befugnis in der Praxis auch wahrgenommen hat. Weiterhin ist das FG davon ausgegangen, dass die Vereinbarung vom 31.&nbsp;Januar 1997 den einen Monat zuvor geschlossenen Gesellschaftsvertrag mit der Gewinnverteilungsabrede von 30&nbsp;% zu 70&nbsp;% nicht aufgehoben hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Diese Entscheidung l&auml;sst keinen Rechtsfehler erkennen. Denn die zeitlich nachfolgende Vereinbarung vom 31.&nbsp;Januar 1997 gew&auml;hrt dem Kl&auml;ger f&uuml;r die Kontrolle der durch die GbR ausgef&uuml;hrten T&auml;tigkeiten ein monatliches Honorar von 1.300&nbsp;DM. Etwaige Mehrsteuern, die dem Kl&auml;ger deshalb entstehen, weil sein Gewinn bei der GbR oberhalb des monatlichen Honorars liegt, sollte L tragen. Diese interne Verpflichtung des Mitgesellschafters gegen&uuml;ber dem Kl&auml;ger, etwaige Teile der Einkommensteuer des Kl&auml;gers zu &uuml;bernehmen, stellt nicht notwendigerweise eine &Auml;nderung der zuvor getroffenen gesellschaftsrechtlichen Vereinbarung dar.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Die Revision ist auch nicht wegen einer Verletzung des Verfahrensrechts i.S. von &sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;3 FGO zuzulassen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Der Kl&auml;ger kann eine Verletzung der Sachaufkl&auml;rungspflicht des FG nach &sect;&nbsp;76 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 FGO dadurch, dass L nicht als Zeuge geladen und geh&ouml;rt wurde, nicht geltend machen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Bei der Verletzung der Sachaufkl&auml;rungspflicht handelt es sich grunds&auml;tzlich um einen verzichtbaren Verfahrensmangel. Muss dem rechtskundig vertretenen Beteiligten in der m&uuml;ndlichen Verhandlung klar sein, dass das Gericht einem vorher gestellten Beweisantrag nicht nachgehen werde, ist dies zur Vermeidung des Verlusts des R&uuml;gerechts nach &sect;&nbsp;155 FGO, &sect;&nbsp;295 ZPO zu r&uuml;gen (vgl. BFH-Beschluss vom 8.&nbsp;Dezember 2010 IX&nbsp;B&nbsp;102\/10, BFH\/NV 2011, 1364).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger hat durch seinen rechtskundigen Prozessvertreter in einem Schriftsatz vom 11.&nbsp;Dezember 2012 beantragt, den in X ans&auml;ssigen L zu verschiedenen Fragen als Zeugen zu h&ouml;ren (vgl. Blatt 131 der FG-Akte). Das FG ist diesem Antrag jedoch nicht nachgekommen, ohne dass eine entsprechende R&uuml;ge in den m&uuml;ndlichen Verhandlungen vom 3.&nbsp;Dezember 2013 oder 10.&nbsp;April 2014 erfolgt w&auml;re.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>33<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Der Kl&auml;ger kann ebenfalls nicht mehr r&uuml;gen, das FG habe gegen seine Amtsaufkl&auml;rungspflicht versto&szlig;en, indem es Zeugen nicht aufgegeben habe, Unterlagen zu der m&uuml;ndlichen Verhandlung mitzubringen. Eine R&uuml;ge in den beiden durchgef&uuml;hrten m&uuml;ndlichen Verhandlungen des FG ist nicht erkennbar. Es ist zudem nicht erkennbar, inwieweit eine solche Aufforderung zur Vorlage von Unterlagen Einfluss auf das ergangene Urteil i.S. von &sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;3 FGO h&auml;tte haben k&ouml;nnen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>34<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Eine Zulassung der Revision wegen der Verletzung der Sachaufkl&auml;rungspflicht ist auch nicht wegen der Unterlassung der Einholung eines Sachverst&auml;ndigengutachtens zur Urheberschaft des Gesellschaftsvertrags vorzunehmen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>35<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zwar hat der Kl&auml;ger die Nichterhebung dieses Beweises in der m&uuml;ndlichen Verhandlung vom 10.&nbsp;April 2014 ger&uuml;gt und damit nicht auf sein R&uuml;gerecht verzichtet. Allerdings hat das FG bereits in der m&uuml;ndlichen Verhandlung die Ablehnung dieser Beweiserhebung damit begr&uuml;ndet, dass es auf diesen Beweis nicht ankomme. F&uuml;r die Frage, ob eine Ermittlungsma&szlig;nahme geboten ist, kommt es im Rahmen der Pr&uuml;fung eines Verfahrensfehlers auf den materiellen Rechtsstandpunkt des FG an (st&auml;ndige Rechtsprechung, z.B. BFH-Beschluss vom 14.&nbsp;Januar 2011 III&nbsp;B&nbsp;96\/09, BFH\/NV 2011, 788). Das FG hat f&uuml;r die Entscheidung der Frage, ob der Kl&auml;ger als Mitunternehmer der GbR zu qualifizieren ist, ma&szlig;geblich u.a. auf die Tatsache abgestellt, dass er &#8211;unstreitig&#8211; den Gesellschaftsvertrag unterzeichnet hat, nicht aber darauf, wer den Vertrag (unterschriftsreif) vorbereitet hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>36<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Die unterlassene Vereidigung von Zeugen stellt keine Verletzung von Verfahrensrecht (&sect;&nbsp;82 FGO, &sect;&nbsp;391 ZPO) dar.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>37<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Bei der Frage, ob das FG die Beeidigung einer Aussage f&uuml;r geboten erachtet, handelt es sich um eine Ermessensentscheidung, die von dem Revisionsgericht nur daraufhin &uuml;berpr&uuml;ft werden kann, ob das Gericht die Grenzen seines Ermessens verkannt oder missbr&auml;uchlich au&szlig;er Acht gelassen hat (vgl. BFH-Beschl&uuml;sse vom 13.&nbsp;M&auml;rz 1995 XI&nbsp;B&nbsp;73-90\/94, BFH\/NV 1995, 906, und vom 17.&nbsp;M&auml;rz 2005 X&nbsp;B&nbsp;46\/04, BFH\/NV 2005, 1132).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>38<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Da die Nichtvereidigung der Zeugin Z in der m&uuml;ndlichen Verhandlung vom 3.&nbsp;Dezember 2013 (vgl. Blatt&nbsp;210 der FG-Akte) sowie des Zeugen Y und der erneut vernommenen Zeugin Z in der m&uuml;ndlichen Verhandlung vom 10.&nbsp;April 2014 (vgl. Blatt&nbsp;312 der FG-Akte) ger&uuml;gt wurde, wurde durch den Kl&auml;ger nicht auf eine R&uuml;ge der unterlassenen Vereidigung der Zeugen verzichtet. Die durch das FG gegebene Begr&uuml;ndung der Ablehnung der Vereidigung l&auml;sst jedoch keine Verfahrensfehler erkennen. Das FG hat die Vereidigung ausweislich des Protokolls &uuml;ber die m&uuml;ndliche Verhandlung vom 10.&nbsp;April 2014 mit der Begr&uuml;ndung abgelehnt, die Vereidigung der Zeugen sei mit R&uuml;cksicht auf die Bedeutung ihrer Aussagen nicht geboten. Die Bekundungen enthielten bezogen auf die von dem Gericht zu entscheidenden Fragen zudem keinen erkennbaren Grund f&uuml;r eine Falschaussage (vgl. Blatt&nbsp;312 der FG-Akte). Aus dem Vorbringen des Kl&auml;gers ergeben sich vor dem Hintergrund des ma&szlig;geblichen materiell-rechtlichen Standpunkts des FG sowie angesichts seiner Begr&uuml;ndung keinerlei Hinweise f&uuml;r eine Verletzung des Ermessens durch das FG.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>39<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>e) Zu Unrecht macht der Kl&auml;ger geltend, das FG habe &sect;&nbsp;96 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 FGO verletzt und sei deshalb von einer Mitunternehmerstellung des Kl&auml;gers ausgegangen, indem es Aussagen der Zeugen &quot;ignoriert&quot; und Vertr&auml;ge nicht ber&uuml;cksichtigt habe. Denn das FG hat sich in seinen Entscheidungsgr&uuml;nden mit den Aussagen von f&uuml;nf vernommenen Zeugen auseinandergesetzt. Ein Widerspruch dieser Beweisw&uuml;rdigung zu dem protokollierten Inhalt der Aussagen ist nicht erkennbar.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>40<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>f) Die Revision ist nicht wegen eines Verfahrensmangels auf Grundlage einer &uuml;berlangen Verfahrensdauer zuzulassen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>41<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach der Rechtsprechung des BFH f&uuml;hrt die &uuml;berlange Dauer eines finanzgerichtlichen Verfahrens f&uuml;r sich genommen nicht zur Rechtswidrigkeit der Bescheide (vgl. BFH-Beschluss vom 30.&nbsp;August 2012 X&nbsp;B&nbsp;27\/11, BFH\/NV 2013, 180). Im Streitfall ist auch nicht erkennbar, dass konkrete Nachteile durch die lange Dauer zwischen der Erhebung der Klage am 21.&nbsp;Mai 2007 und dem Ergehen des Urteils am 10.&nbsp;April 2014 entstanden sein k&ouml;nnten. Zu beachten ist hier &uuml;berdies, dass durch die Insolvenz des Gesellschafters&nbsp;L eine besondere Verfahrenskonstellation geschaffen wurde, die zur Verl&auml;ngerung beitrug. Vor dem Hintergrund der Rechtsauffassung des FG, wonach der Wille des Kl&auml;gers und des L darauf gerichtet war, dem Kl&auml;ger zur Herbeif&uuml;hrung der Eintragung des Betriebs in die Handwerksrolle die Position eines GbR-Gesellschafters zu verschaffen, und dem Abstellen des FG auf die dem Kl&auml;ger gesellschaftsrechtlich einger&auml;umten Befugnisse und Risiken zur Begr&uuml;ndung einer Mitunternehmerstellung, ist auch nicht ersichtlich, wie eine von dem Kl&auml;ger angenommene bessere Erinnerungsf&auml;higkeit der Zeugen ein anderes Entscheidungsergebnis bewirkt haben k&ouml;nnte. Auf die Frage, wer den Gesellschaftsvertrag entworfen hat oder ob die beiden als Zeugen vernommenen Steuerberater m&ouml;glicherweise eine unzureichende Risikoaufkl&auml;rung vorgenommen haben, bevor der Kl&auml;ger den Gesellschaftsvertrag unstreitig unterzeichnet hat, kommt es jedenfalls f&uuml;r die verfahrensgegenst&auml;ndliche Begr&uuml;ndung einer steuerlichen Mitunternehmerstellung durch den Kl&auml;ger nicht an.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>42<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>g) Der absolute Revisionsgrund des &sect;&nbsp;119 Nr.&nbsp;2 FGO ist nicht gegeben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>43<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dies w&uuml;rde voraussetzen, dass an der angefochtenen Entscheidung ein von der Aus&uuml;bung des Richteramts kraft Gesetzes ausgeschlossener Richter mitgewirkt hat, oder ein Richter t&auml;tig geworden ist, der wegen der Besorgnis der Befangenheit mit Erfolg abgelehnt worden war. Die Vorschrift ist also nur dann einschl&auml;gig, wenn der Richter tats&auml;chlich vor der Entscheidung mit Erfolg abgelehnt worden war und gleichwohl mitwirkte (vgl. BFH-Beschluss vom 1.&nbsp;April 2009 X&nbsp;B&nbsp;90\/08, BFH\/NV 2009, 1135). Im Streitfall ist diese Voraussetzung nicht erf&uuml;llt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>44<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>h) Eine Revisionszulassung wegen eines Verfahrensmangels im Nachgang zu den beiden Befangenheitsantr&auml;gen des Prozessbevollm&auml;chtigten des Kl&auml;gers vom 3.&nbsp;Dezember 2013 sowie vom 10.&nbsp;April 2014 ist auch nicht deshalb vorzunehmen, weil das Gericht nicht vorschriftsgem&auml;&szlig; besetzt i.S. von &sect;&nbsp;119 Nr.&nbsp;1 FGO gewesen w&auml;re.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>45<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) &Uuml;ber den Befangenheitsantrag vom 3.&nbsp;Dezember 2013 hat ein Senat des FG entschieden, an dem die abgelehnten Richter nicht beteiligt waren. Der Beschluss vom 11.&nbsp;Februar 2014 ist nach &sect;&nbsp;128 Abs.&nbsp;2 FGO unanfechtbar. In einem solchen Fall ist die Revision gegen das anschlie&szlig;ende Urteil des FG wegen Vorenthaltung des gesetzlichen Richters durch eine unberechtigte Ablehnung eines Befangenheitsantrags nur dann zuzulassen, wenn die Zur&uuml;ckweisung des Befangenheitsantrags greifbar gesetzwidrig und damit willk&uuml;rlich war (vgl. BFH-Beschluss vom 7.&nbsp;April 2009 XI&nbsp;B&nbsp;115\/08, BFH\/NV 2009, 1085).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>46<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Anhaltspunkte f&uuml;r eine solche willk&uuml;rliche, also von sachfremden Erw&auml;gungen geleitete Zur&uuml;ckweisung des Befangenheitsantrags vom 3.&nbsp;Dezember 2013 durch den Beschluss des FG-Senats vom 11.&nbsp;Februar 2014 sind nicht gegeben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>47<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Auch die Ablehnung des kl&auml;gerischen Befangenheitsantrags vom 10.&nbsp;April 2014 in dem angefochtenen Urteil des FG unter Mitwirkung der abgelehnten Richter ist nicht verfahrensfehlerhaft.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>48<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(1) Zu den engen Voraussetzungen, unter denen ein wegen Befangenheit abgelehnter Richter selbst &uuml;ber ein offensichtlich unzul&auml;ssiges Ablehnungsgesuch entscheiden kann, wird Bezug genommen auf die Ausf&uuml;hrungen oben unter I.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>49<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(2) Im Streitfall handelt es sich bei dem Befangenheitsantrag des Kl&auml;gers vom 10.&nbsp;April 2014 um einen solchen offensichtlich unzul&auml;ssigen Antrag. Der Kl&auml;ger hatte durch seinen Prozessbevollm&auml;chtigten den gesamten Spruchk&ouml;rper des FG wegen der Mitwirkung an zuvor getroffenen Zwischenentscheidungen abgelehnt; bei diesen Zwischenentscheidungen handelte es sich um die Ablehnung der Vereidigung zweier vernommener Zeugen, die Ablehnung der Einholung eines Sachverst&auml;ndigengutachtens zu einem aus Sicht des FG nicht entscheidungserheblichen Beweisthema und die erst nach Aufforderung durch den Prozessbevollm&auml;chtigten des Kl&auml;gers erfolge Entfernung von Zeugen aus dem Sitzungssaal. Konkrete Umst&auml;nde, die die Besorgnis der Voreingenommenheit der einzelnen Richter des Senats des FG h&auml;tten ersichtlich machen k&ouml;nnen, gingen aus dem Antrag nicht hervor. Der Ablehnungsantrag war hinsichtlich der Vereidigung von Zeugen zudem ohne n&auml;here Begr&uuml;ndung wiederholt gestellt worden, nachdem er bereits durch Beschluss vom 10.&nbsp;April 2014 abgelehnt worden war. Der Antrag war nur auf die Mitwirkung der Mitglieder des Senats an vorangegangenen Zwischenentscheidungen gest&uuml;tzt. Ein Eingehen auf den Gegenstand des Ablehnungsverfahrens, also die m&ouml;gliche Voreingenommenheit der Richter, war mithin entbehrlich und ist von dem FG folgerichtig auch nicht vorgenommen worden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>50<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die von dem Kl&auml;ger beanstandete Begr&uuml;ndung des FG-Senats, der Befangenheitsantrag habe der Prozessverschleppung gedient, wurde erst mit der angefochtenen Hauptsacheentscheidung gegeben und war schon deshalb nicht geeignet, zur Begr&uuml;ndung des Befangenheitsantrags zu dienen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>51<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>5. Die Kostenentscheidung beruht auf &sect;&nbsp;135 Abs.&nbsp;2 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>52<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>6. Der Beschluss ergeht im &Uuml;brigen nach &sect;&nbsp;116 Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;2 Halbsatz&nbsp;2 FGO ohne weitere Begr&uuml;ndung, insbesondere ohne Wiedergabe des Tatbestandes.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 29.12.2015, IV B 68\/14 Selbstentscheidung des abgelehnten Richters Tenor Die Beschwerde des Kl&auml;gers wegen Nichtzulassung der Revision gegen das Urteil des Finanzgerichts Berlin-Brandenburg vom 10. April 2014&nbsp;&nbsp;13 K 3121\/07 wird als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckgewiesen. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens hat der Kl&auml;ger zu tragen. Gr&uuml;nde 1&nbsp; Der Senat kann trotz des Befangenheitsgesuchs des Kl&auml;gers &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/iv-b-68-14-selbstentscheidung-des-abgelehnten-richters\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">IV&nbsp;B&nbsp;68\/14 &#8211; Selbstentscheidung des abgelehnten Richters<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-65970","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/65970","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=65970"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/65970\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=65970"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=65970"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=65970"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}