{"id":66104,"date":"2017-01-18T12:48:24","date_gmt":"2017-01-18T10:48:24","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=66104"},"modified":"2017-01-18T12:48:24","modified_gmt":"2017-01-18T10:48:24","slug":"i-r-49-14-besteuerung-von-sonderbetriebseinnahmen-hier-dividenden-aus-sonderbetriebsvermoegen-ii-nach-massgabe-des-dba-spanien-1966-und-der-rueckfallregelung-in-par-50d-abs-9-satz-1-nr-1-estg-2002-idf","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/i-r-49-14-besteuerung-von-sonderbetriebseinnahmen-hier-dividenden-aus-sonderbetriebsvermoegen-ii-nach-massgabe-des-dba-spanien-1966-und-der-rueckfallregelung-in-par-50d-abs-9-satz-1-nr-1-estg-2002-idf\/","title":{"rendered":"I&nbsp;R&nbsp;49\/14 &#8211; Besteuerung von Sonderbetriebseinnahmen (hier Dividenden aus Sonderbetriebsverm&ouml;gen II) nach Ma&szlig;gabe des DBA-Spanien 1966 und der R&uuml;ckfallregelung in &sect; 50d Abs. 9 Satz 1 Nr. 1 EStG 2002 i.d.F. des JStG 2007"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 21.1.2016, I R 49\/14<\/p>\n<p class=\"titel\">Besteuerung von Sonderbetriebseinnahmen (hier Dividenden aus Sonderbetriebsverm&ouml;gen II) nach Ma&szlig;gabe des DBA-Spanien 1966 und der R&uuml;ckfallregelung in &sect; 50d Abs. 9 Satz 1 Nr. 1 EStG 2002 i.d.F. des JStG 2007<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>1. Die Besteuerung des in Deutschland ans&auml;ssigen Gesellschafters einer spanischen, nach dortigem im Gegensatz zum deutschen Recht steuerlich als intransparent behandelten Personengesellschaft ist nach Ma&szlig;gabe des DBA-Spanien 1966 auf der Grundlage des deutschen und nicht des spanischen Steuerrechts vorzunehmen (Best&auml;tigung des Senatsurteils vom 25. Mai 2011 I R 95\/10, BFHE 234, 63, BStBl II 2014, 760, dort zum DBA-Ungarn).<\/p>\n<\/p>\n<p>2. Die Ans&auml;ssigkeitsfiktion f&uuml;r die Gesellschafter einer Personengesellschaft nach Art. 4 Abs. 4 DBA-Spanien 1966 betrifft nur die sog. Verteilungsartikel in Art. 6 bis 22 DBA-Spanien 1966, nicht aber den sog. Methodenartikel in Art. 23 DBA-Spanien 1966, und richtet sich deshalb nicht an den Ans&auml;ssigkeitsstaat der Gesellschafter. Sie erfasst zudem allein Eink&uuml;nfte, die der Gesellschafter von der Personengesellschaft bezieht; Gewinnaussch&uuml;ttungen einer Kapitalgesellschaft, welche nach deutschem Recht als Sonderbetriebseinnahmen aus Sonderbetriebsverm&ouml;gen II resultieren, geh&ouml;ren dazu nicht.<\/p>\n<\/p>\n<p>3. F&uuml;r Eink&uuml;nfte, die aus deutscher Sicht nach einem Abkommen zur Vermeidung der Doppelbesteuerung insgesamt von der Bemessungsgrundlage der deutschen Steuer auszunehmen sind (hier f&uuml;r Unternehmensgewinne nach Art. 23 Abs. 1 Buchst. a Satz 1 i.V.m. Art. 7 Abs. 1 Satz 1 und Art. 10 Abs. 5 DBA-Spanien 1966 sowie i.V.m. Art. 3 Abs. 2 DBA-Spanien 1966, &sect; 15 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 Satz 1 Halbsatz 2 und Nr. 3 Halbsatz 2 EStG 2002), wird die Freistellung der Eink&uuml;nfte unbeschadet des in &sect; 50d Abs. 9 Satz 1 Nr. 1 i.V.m. &sect; 52 Abs. 59a Satz 6 EStG 2002 i.d.F. des JStG 2007 r&uuml;ckwirkend angeordneten Besteuerungsr&uuml;ckfalls auch dann gew&auml;hrt, wenn der andere Vertragsstaat (hier Spanien) die betreffenden Eink&uuml;nfte in Einklang mit den abkommensrechtlichen Vorschriften nur zu einem Teil (hier als Dividenden nach Art. 10 Abs. 1 i.V.m. Art. 4 Abs. 4 DBA-Spanien 1966) uneingeschr&auml;nkt besteuert, f&uuml;r einen anderen Teil (hier nach Art. 10 Abs. 1 und 2 DBA-Spanien 1966) die Bestimmungen des Abkommens jedoch so anwendet, dass sie nur mit einem begrenzten Steuersatz besteuert werden k&ouml;nnen. Ma&szlig;gebend daf&uuml;r, ob es sich um Eink&uuml;nfte jener Einkunftsart handelt, ist erneut das Steuerrecht des jeweiligen Anwenderstaats (hier Deutschlands).<\/p>\n<\/div>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Die Revision des Beklagten gegen das Urteil des Finanzgerichts M&uuml;nster vom 2. Juli 2014&nbsp;&nbsp;12 K 2707\/10 F wird als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckgewiesen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Kosten des gesamten Verfahrens fallen dem Beklagten zur Last.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>    <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Die Kl&auml;gerin und Revisionsbeklagte (Kl&auml;gerin), eine GmbH &#038; Co.&nbsp;KG, geh&ouml;rt zu einer Unternehmensgruppe. Ihre Kommanditistin war in den Streitjahren 2003 und 2004 die im Inland ans&auml;ssige E&nbsp;GmbH &#038; Co.&nbsp;KG, ihre Komplement&auml;rin ohne Kapitalbeteiligung die ebenfalls inl&auml;ndische E&nbsp;Verwaltung GmbH. &Uuml;ber weitere Obergesellschaften waren an ihr mittelbar im Inland ans&auml;ssige nat&uuml;rliche Personen beteiligt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin war in den Streitjahren zu 69,88&nbsp;v.H. an einer spanischen Personengesellschaft in der Rechtsform der Sociedad en Commandita (SC), der O&nbsp;SC, und zu 70&nbsp;v.H. an deren Komplement&auml;rin, einer spanischen Kapitalgesellschaft in der Rechtsform einer Sociedad de Responsabilidad Limitada (SL), der O&nbsp;SL, beteiligt. Mitgesellschafter der O&nbsp;SL und der O&nbsp;SC waren zwei in Spanien ans&auml;ssige Kapitalgesellschaften, die R&nbsp;SL und die M&nbsp;SL; deren Gesellschafter waren in Spanien ans&auml;ssig.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Unternehmensgegenstand der Kl&auml;gerin war in den Streitjahren u.a. die Produktion von und der Handel mit M-Produkten. Auch die O&nbsp;SC war als Produktionsunternehmen in der Herstellung und dem Verkauf von M-Produkten gewerblich t&auml;tig. Funktion und T&auml;tigkeit der O&nbsp;SL beschr&auml;nkten sich auf die Gesch&auml;ftsf&uuml;hrung und Komplement&auml;rstellung (Kapitalanteil 0,17&nbsp;v.H.) in der O&nbsp;SC. Sie erzielte Ertr&auml;ge aus der Weiterbelastung von Personalkosten der bei ihr besch&auml;ftigten Gesch&auml;ftsleitung an die O&nbsp;SC sowie Zinsertr&auml;ge aus kurzfristigen Bankeinlagen. Sowohl die O&nbsp;SC als auch die O&nbsp;SL waren ausschlie&szlig;lich in Spanien t&auml;tig und unterhielten allein dort Betriebsst&auml;tten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die O&nbsp;SL sch&uuml;ttete an die Kl&auml;gerin in den Streitjahren in den Vorjahren aufgelaufene Gewinne aus. In Spanien wurden diese Gewinne mit einem erm&auml;&szlig;igten Quellensteuersatz von 10&nbsp;v.H. (entsprechend Art.&nbsp;10 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 Halbsatz&nbsp;2 Buchst.&nbsp;a Alternative&nbsp;2 des Abkommens zwischen der Bundesrepublik Deutschland und dem Spanischen Staat zur Vermeidung der Doppelbesteuerung und zur Verhinderung der Steuerverk&uuml;rzung bei den Steuern vom Einkommen und vom Verm&ouml;gen vom 5.&nbsp;Dezember 1966, BGBl II 1968, 10, BStBl I 1968, 297 &#8211;DBA-Spanien 1966&#8211;) besteuert; in Spanien betrug die von Nichtans&auml;ssigen an der Quelle erhobene Kapitalertragsteuer auf Dividenden nach innerstaatlichem Recht 18&nbsp;v.H. (2003) und 15&nbsp;v.H. (2004).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach Auffassung der Kl&auml;gerin sind die Dividenden Teil der Unternehmensgewinne der O&nbsp;SC und infolgedessen nach Ma&szlig;gabe von Art.&nbsp;10 Abs.&nbsp;5 i.V.m. Art.&nbsp;7 DBA-Spanien 1966 von der Bemessungsgrundlage der deutschen Ertragsteuer auszunehmen. Der Beklagte und Revisionskl&auml;ger (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) sah das anders. Die Voraussetzungen des Art.&nbsp;10 Abs.&nbsp;5 DBA-Spanien 1966 seien nicht erf&uuml;llt. Die Beteiligung an der O&nbsp;SL m&uuml;sse daf&uuml;r tats&auml;chlich zu einer spanischen Betriebsst&auml;tte geh&ouml;ren. Dies erfordere, dass die Beteiligung in einem funktionalen Zusammenhang mit der Betriebsst&auml;tte stehe und die Beteiligung aus Sicht der Betriebsst&auml;tte einen Aktivposten bilde; an der letztgenannten Voraussetzung fehle es. Der Umstand, dass in Spanien entsprechend Art.&nbsp;10 Abs.&nbsp;2 DBA-Spanien 1966&nbsp;&nbsp;10&nbsp;v.H. Quellensteuer einbehalten worden sei, zeige, dass die spanische Finanzbeh&ouml;rde ebenfalls nicht von einem Unternehmensgewinn i.S. von Art.&nbsp;7 DBA-Spanien 1966 ausgegangen sei. Die Quellensteuer sei grunds&auml;tzlich anzurechnen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Klage gegen die hiernach f&uuml;r die Streitjahre ergangenen Bescheide &uuml;ber die gesonderten und einheitlichen Feststellungen war erfolgreich. Das Finanzgericht (FG) M&uuml;nster gab ihr mit Urteil vom 2.&nbsp;Juli 2014&nbsp;&nbsp;12&nbsp;K&nbsp;2707\/10&nbsp;F statt; das Urteil ist in Entscheidungen der Finanzgerichte (EFG) 2014, 2043 abgedruckt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dagegen wendet sich das FA mit seiner Revision. Es st&uuml;tzt diese auf Verletzung materiellen Rechts und beantragt sinngem&auml;&szlig;, das FG-Urteil aufzuheben und die Klage abzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin beantragt sinngem&auml;&szlig;, die Revision zur&uuml;ckzuweisen, hilfsweise das Verfahren auszusetzen und nach Art.&nbsp;100 Abs.&nbsp;1 des Grundgesetzes i.V.m. &sect;&nbsp;80 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 des Gesetzes &uuml;ber das Bundesverfassungsgericht eine Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts &uuml;ber die Verfassungsm&auml;&szlig;igkeit von &sect;&nbsp;50d Abs.&nbsp;9 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 des Einkommensteuergesetzes 2002 (EStG 2002) sowie von &sect;&nbsp;52 Abs.&nbsp;59a Satz&nbsp;6 EStG 2002, jeweils i.d.F. des Jahressteuergesetzes 2007 (JStG 2007) vom 13.&nbsp;Dezember 2006 (BGBl I 2006, 2878, BStBl I 2007, 28) &#8211;EStG 2002\/2007&#8211;, einzuholen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>    <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Revision des FA ist unbegr&uuml;ndet. Die Vorinstanz hat der Klage jedenfalls im Ergebnis zu Recht stattgegeben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Die Kl&auml;gerin war in den beiden Streitjahren als Kommanditistin an der spanischen O&nbsp;SC und als Anteilseignerin an deren Komplement&auml;rin, der O&nbsp;SL, beteiligt. Die seitens der O&nbsp;SL ausgesch&uuml;tteten Dividenden (i.S. von &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 EStG 2002) wurden von der Kl&auml;gerin als Kapitaleink&uuml;nfte vereinnahmt. Sie waren f&uuml;r sie &#8211;und ihre Gesellschafter und damit die in der &quot;Feststellungskette&quot; &uuml;ber diverse Zwischengesellschaften s&auml;mtlich im Inland ans&auml;ssigen und damit dem Welteinkommensprinzip unterfallenden (vgl. &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;1 EStG 2002) nat&uuml;rlichen Personen als Obergesellschafter&#8211; gesondert und einheitlich nach &sect;&nbsp;179 Abs.&nbsp;1, Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2, &sect;&nbsp;180 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;a der Abgabenordnung i.d.F. vor dem Gesetz zur Anpassung der Abgabenordnung an den Zollkodex der Union und zur &Auml;nderung weiterer steuerlicher Vorschriften vom 22.&nbsp;Dezember 2014 (BGBl I 2014, 2417, BStBl I 2015, 58) festzustellen. Im Einzelnen gen&uuml;gt es, daf&uuml;r auf die gr&uuml;ndlichen und zutreffenden Ausf&uuml;hrungen des FG zu verweisen; diese werden von keinem der Beteiligten angegriffen und der Senat hat keinen Anhaltspunkt daf&uuml;r, dass dem ein Rechtsfehler zugrunde l&auml;ge.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. In Streit steht unter den Beteiligten aber, wem das Besteuerungsrecht an den Dividenden geb&uuml;hrt, ob Spanien oder Deutschland. Das FG hat angenommen, dass aufgrund der abkommensrechtlichen bilateralen Vereinbarungen Ersteres der Fall sei. Dem ist im Ergebnis zu folgen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Nach Art.&nbsp;23 Abs.&nbsp;1 Buchst.&nbsp;a Satz 1 DBA-Spanien 1966 werden bei einer in Deutschland (nach Art.&nbsp;4 Abs.&nbsp;1 DBA-Spanien 1966) ans&auml;ssigen Person u.a. die Eink&uuml;nfte aus Quellen innerhalb Spaniens, die nach diesem Abkommen in Spanien besteuert werden k&ouml;nnen, von der Bemessungsgrundlage der deutschen Steuer ausgenommen. Das gilt nicht f&uuml;r Eink&uuml;nfte, auf die Art.&nbsp;23 Abs.&nbsp;1 Buchst.&nbsp;b DBA-Spanien 1966 anzuwenden ist und damit nach dessen Doppelbuchst.&nbsp;aa f&uuml;r Dividenden, die ihrerseits nicht die Voraussetzungen des Art.&nbsp;23 Abs.&nbsp;1 Buchst.&nbsp;a Satz&nbsp;3 DBA-Spanien 1966 erf&uuml;llen; f&uuml;r solche Dividenden i.S. von Art.&nbsp;23 Abs.&nbsp;1 Buchst.&nbsp;b Doppelbuchst.&nbsp;aa DBA-Spanien 1966 wird die spanische Steuer angerechnet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Um solche Dividenden handelt es sich im Streitfall aber nicht. Vielmehr sind die hier in Rede stehenden Dividenden solche aus spanischen Quellen, die nach dem Abkommen in Spanien besteuert werden k&ouml;nnen, sofern sie dem sog. Betriebsst&auml;ttenvorbehalt des Art.&nbsp;10 Abs.&nbsp;5 i.V.m. Art.&nbsp;7 Abs.&nbsp;1 DBA-Spanien 1966 unterfallen, und das ist mit dem FG zu bejahen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Nach Art.&nbsp;10 Abs.&nbsp;1 DBA-Spanien 1966 k&ouml;nnen Dividenden (i.S. von Art.&nbsp;10 Abs.&nbsp;4 DBA-Spanien 1966), die eine in einem Vertragsstaat ans&auml;ssige Gesellschaft an eine im anderen Vertragsstaat ans&auml;ssige Person zahlt, im anderen Staat besteuert werden. Die Dividenden k&ouml;nnen jedoch nach Art.&nbsp;10 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 DBA-Spanien 1966 auch in dem Vertragsstaat, in dem die die Dividenden zahlende Gesellschaft ans&auml;ssig ist, im Rahmen bestimmter H&ouml;chstgrenzen, welche (u.a.) in Satz&nbsp;1 Buchst.&nbsp;a und b der Vorschrift bestimmt werden, nach dem Recht dieses Staats besteuert werden. Die Abs&auml;tze&nbsp;1 bis 3 sind indessen nicht anzuwenden, wenn der in einem Vertragsstaat ans&auml;ssige Empf&auml;nger der Dividenden in dem anderen Vertragsstaat, in dem die die Dividenden zahlende Gesellschaft ans&auml;ssig ist, eine Betriebsst&auml;tte hat und die Beteiligung, f&uuml;r die die Dividenden gezahlt werden, tats&auml;chlich zu dieser Betriebsst&auml;tte geh&ouml;rt. In diesem Fall ist Art.&nbsp;7 DBA-Spanien 1966 anzuwenden, und danach k&ouml;nnen Gewinne eines Unternehmens eines Vertragsstaats nur in diesem Staat besteuert werden, es sei denn, dass das Unternehmen seine T&auml;tigkeit im anderen Vertragsstaat durch eine dort gelegene Betriebsst&auml;tte aus&uuml;bt. &Uuml;bt das Unternehmen eine T&auml;tigkeit in dieser Weise aus, so k&ouml;nnen die Gewinne des Unternehmens in dem anderen Staat besteuert werden, jedoch nur insoweit, als sie dieser Betriebsst&auml;tte zugerechnet werden k&ouml;nnen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Die tatbestandlichen Erfordernisse des Art.&nbsp;10 Abs.&nbsp;5 i.V.m. Art.&nbsp;7 DBA-Spanien 1966 liegen im Streitfall vor.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aaa) Bei der O&nbsp;SC handelt es sich nach deutschem wie spanischem Gesellschaftsrecht um eine Personengesellschaft. Diese wird in Spanien allerdings wie eine Kapitalgesellschaft besteuert (vgl. z.B. Schick, Internationale Wirtschafts-Briefe &#8211;IWB&#8211; 2011, 93; Behrenz in Wassermeyer, Spanien Anh. Rz&nbsp;8&nbsp;ff.). Aus Sicht des spanischen Steuerrechts ist damit die O&nbsp;SC als solche abkommensberechtigtes Steuersubjekt (Art.&nbsp;1 i.V.m. Art.&nbsp;4 Abs.&nbsp;1 DBA-Spanien 1966). Aus Sicht des deutschen Steuerrechts verh&auml;lt es sich freilich anders. Unternehmer sind (nach &sect;&nbsp;15 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 EStG 2002) die Gesellschafter (Mitunternehmer) der O&nbsp;SC. Die Sicht des deutschen Steuerrechts ist (in Einklang mit Art.&nbsp;3 Abs.&nbsp;2 DBA-Spanien 1966) im Streitfall f&uuml;r die Anwendung des Abkommens ma&szlig;geblich. Der Senat verweist dazu auf sein Urteil vom 25.&nbsp;Mai 2011 I&nbsp;R&nbsp;95\/10 (BFHE 234, 63, BStBl II 2014, 760), das zwar zum DBA-Ungarn ergangen ist, dem aber insoweit eine gleichliegende Sach- und Regelungslage zugrunde lag.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bbb) Ist die O&nbsp;SC sonach (auch) aus Abkommenssicht als transparente Personengesellschaft zu behandeln, kann sie ihren Gesellschaftern &#8211;hier den Obergesellschaftern der Kl&auml;gerin&#8211; jeweils eine in Spanien gelegene Betriebsst&auml;tte (vgl. Art.&nbsp;5 Abs.&nbsp;1 DBA-Spanien 1966) vermitteln. Gewinne eines Unternehmens eines Vertragsstaats, das seine T&auml;tigkeit durch eine solche Betriebsst&auml;tte aus&uuml;bt, k&ouml;nnen in dem anderen Staat insoweit besteuert werden, als sie dieser Betriebsst&auml;tte zugerechnet werden k&ouml;nnen. Das Besteuerungsrecht f&uuml;r dieser Betriebsst&auml;tte zuzuweisende Eink&uuml;nfte steht nach Art.&nbsp;7 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Halbsatz&nbsp;2 (i.V.m. Art.&nbsp;23 Abs.&nbsp;1 Buchst.&nbsp;a Satz&nbsp;1) DBA-Spanien 1966 sonach Spanien zu.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>ccc) Das gilt unter den Gegebenheiten des Streitfalls auch f&uuml;r die von der O&nbsp;SL ausgesch&uuml;tteten Dividenden, weil diese nach Art.&nbsp;10 Abs.&nbsp;5 DBA-Spanien 1966 den &#8211;den im Inland ans&auml;ssigen (und als nat&uuml;rliche Personen abkommensberechtigten) Obergesellschaftern der Kl&auml;gerin vermittelten&#8211; Betriebsst&auml;tten zuzurechnen sind (und als solche auch zugerechnet werden k&ouml;nnen, s. dazu Senatsurteil vom 24.&nbsp;August 2011 I&nbsp;R&nbsp;46\/10, BFHE 234, 339, BStBl II 2014, 764). Das ergibt sich aus der Sachverhaltsw&uuml;rdigung, die das FG an dem hiernach zutreffenden Ma&szlig;stab einer tats&auml;chlich-funktionalen Betrachtungsweise vorgenommen hat: Von einer tats&auml;chlich-funktionalen Zuordnung sei bei einer Komplement&auml;r-GmbH auszugehen, wenn sich deren Gesch&auml;ftst&auml;tigkeit in der &Uuml;bernahme der pers&ouml;nlichen Haftung und der Gesch&auml;ftsf&uuml;hrung ersch&ouml;pft. Dieser W&uuml;rdigung ist nichts weiter hinzuzuf&uuml;gen. Sie entspricht der Ausgangs&uuml;berlegung, welche der Senat in seinem einschl&auml;gigen Urteil vom 26.&nbsp;Februar 1992 I&nbsp;R&nbsp;85\/91 (BFHE 168, 52, BStBl II 1992, 937) angestellt hat, verst&ouml;&szlig;t nicht gegen Denkgesetze und ist deshalb f&uuml;r den Senat bindend (&sect;&nbsp;118 Abs.&nbsp;2 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die dagegen gerichteten Angriffe des FA bewirken nichts anderes: Insbesondere sind die Sachverhaltsunterschiede des Streitfalls und besagter Entscheidung des Senats in BFHE 168, 52, BStBl II 1992, 937 daf&uuml;r ungeeignet. Das FA erkennt solche Unterschiede in einer (angeblichen) Minderheitenbeteiligung des Gesellschafters an der dortigen KG, dessen Gesellschafterstellung durch die Alleinbeteiligung an der Komplement&auml;r-GmbH ma&szlig;geblich gest&auml;rkt worden sei. Im Streitfall bed&uuml;rfe es einer solchen St&auml;rkung indessen nicht, weil die Kl&auml;gerin ohnehin Mehrheitsgesellschafterin an der O&nbsp;SC sei. Der in dem Urteil in BFHE 168, 52, BStBl II 1992, 937 wiedergegebene Sachverhalt best&auml;tigt eine Minderheitsbeteiligung an der dortigen KG nicht. Selbst wenn es sich dort aber so verhalten h&auml;tte, bliebe das unbeachtlich. Denn es geht nicht um die Ma&szlig;st&auml;be der Zuordnung zum Sonderbetriebsverm&ouml;gen, sondern um die tats&auml;chlich-funktionale Zugeh&ouml;rigkeit, und diese ist nicht von den Beteiligungsverh&auml;ltnissen abh&auml;ngig. Ausschlaggebend ist vielmehr allein die &quot;dienende&quot; Funktion der Kapitalbeteiligung, welche nach den tatrichterlichen Feststellungen aber au&szlig;er Frage steht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Art.&nbsp;4 Abs.&nbsp;4 Satz 1 DBA-Spanien 1966, der anordnet, dass &quot;im Sinne der Artikel&nbsp;5 bis 22 (&#8230;) ein Gesellschafter einer Personengesellschaft f&uuml;r die Besteuerung der Eink&uuml;nfte, die er von der Gesellschaft bezieht (&#8230;), so behandelt (wird), als sei er in dem Vertragstaat ans&auml;ssig, in dem sich der Ort der tats&auml;chlichen Gesch&auml;ftsleitung der Gesellschaft befindet&quot;, steht diesem Ergebnis weder entgegen noch wird es dadurch unterst&uuml;tzt. Es verbleibt deswegen dabei, dass das Besteuerungsrecht f&uuml;r die fraglichen Dividenden der O&nbsp;SL dem spanischen Staat zusteht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Zum einen ist Normadressat des Art.&nbsp;4 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;1 DBA-Spanien 1966 allein der Quellenstaat, nicht jedoch der Ans&auml;ssigkeitsstaat, und in diesem Zusammenhang betrifft die hiernach bestimmte Ans&auml;ssigkeitsfiktion auch nur die Besteuerung der Eink&uuml;nfte der Personengesellschaft (hier in Spanien) und nicht deren Gesellschafter (hier in Deutschland). F&uuml;r ein derartiges Rechtsverst&auml;ndnis spricht, dass die abkommensrechtliche Ans&auml;ssigkeitsfiktion lediglich &quot;im Sinne der Artikel&nbsp;5 bis 22&quot; statuiert wird, nicht aber auch i.S. von Art.&nbsp;23 DBA-Spanien 1966. Die &Uuml;berlegung des FG, bei Art.&nbsp;7 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 i.V.m. Art.&nbsp;10 Abs.&nbsp;5 DBA-Spanien 1966 handele es sich um &quot;Verteilungsnormen mit abschlie&szlig;ender Rechtsfolge&quot;, auf Art.&nbsp;23 Abs.&nbsp;1 Buchst.&nbsp;a DBA-Spanien 1966 komme es deswegen nicht (mehr) an, &uuml;berzeugt demgegen&uuml;ber nicht; Art.&nbsp;23 Abs.&nbsp;1 Buchst.&nbsp;a DBA-Spanien 1966 ordnet eigenst&auml;ndig die Freistellungsmethode an und unterscheidet daf&uuml;r nicht zwischen &quot;Verteilungsnormen mit und ohne abschlie&szlig;ender Rechtsfolge&quot; (ebenso Rosenthal, Internationales Steuerrecht &#8211;IStR&#8211; 2007, 611; Wilke in Gosch\/Kroppen\/Grotherr, DBA, Spanien Art.&nbsp;4 Rz&nbsp;4; Engel\/Hilbert, IWB 2014, 110; Behrenz, IStR 2014, 782; s.a. allg. Wassermeyer in Wassermeyer, MA Art.&nbsp;7 Rz&nbsp;67; derselbe, IStR 2010, 684, sowie IStR 2011, 88; anders Hagemann\/ Kahlenberg, IStR 2015, 54, 57&nbsp;ff.; Schick, IWB 2011, 93).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Zum anderen muss es sich nach Ma&szlig;gabe von Art.&nbsp;4 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;1 DBA-Spanien 1966 um solche Eink&uuml;nfte handeln, die der Gesellschafter einer Personengesellschaft &quot;von&quot; der Gesellschaft bezieht, und daran jedenfalls mangelt es unter den Gegebenheiten des Streitfalls. Es handelt sich um Dividenden der O&nbsp;SL als einer Gesellschaft i.S. von Art.&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 Buchst.&nbsp;f DBA-Spanien 1966. Das lie&szlig;e sich wom&ouml;glich anders einsch&auml;tzen, wenn die Eink&uuml;nfteherkunft i.S. des Art.&nbsp;4 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;1 DBA-Spanien 1966 durch ein innerstaatlich deutsches Rechtsverst&auml;ndnis &quot;aufgeladen&quot; und in einem solchen Sinne auch Sonderverg&uuml;tungen nach &sect;&nbsp;15 Abs.&nbsp;1 Satz 1 Nr.&nbsp;2 EStG 2002 erfassen w&uuml;rde. Das ist aber nicht der Fall. Es ist schlechterdings ausgeschlossen, dass die Verhandlungspartner mit Art.&nbsp;4 Abs.&nbsp;4 DBA-Spanien 1966 das deutsch-rechtliche Konzept der Besteuerung von Personengesellschaften, einschlie&szlig;lich der Qualifizierung von Betriebsverm&ouml;gen als Sonderbetriebsverm&ouml;gen, h&auml;tten regeln und &uuml;bernehmen wollen. Es gibt nichts, was eine solche Annahme st&uuml;tzen k&ouml;nnte. Vielmehr spricht alles daf&uuml;r, dass man vermittels des Art.&nbsp;4 Abs.&nbsp;4 DBA-Spanien 1966 allein der unterschiedlichen Behandlung von Personengesellschaften als transparent oder intransparent Rechnung tragen wollte. Werden die in Rede stehenden Dividenden damit aber nicht &quot;von&quot; der O&nbsp;SC, sondern &quot;von&quot; der O&nbsp;SL geleistet, geht der Tatbestand des Art.&nbsp;4 Abs.&nbsp;4 DBA-Spanien 1966 insoweit ins Leere und ist der Vorinstanz nicht beizupflichten (zutreffend insoweit Hagemann\/Kahlenberg, IStR 2015, 54, 56; Behrenz, IStR 2014, 782).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Ein Besteuerungsr&uuml;ckfall an Deutschland kommt nicht in Betracht. Das DBA-Spanien 1966 gibt daf&uuml;r keine Handhabe und ein R&uuml;ckfall aus unilateraler Sicht scheidet aus, weil die daf&uuml;r einschl&auml;gigen Vorschriften einerseits in &sect;&nbsp;50d Abs.&nbsp;9 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 EStG 2002\/2007 und andererseits in &sect;&nbsp;50d Abs.&nbsp;10 Satz&nbsp;1 EStG 2002 i.d.F. des Jahressteuergesetzes 2009 (JStG 2009) vom 19.&nbsp;Dezember 2008 (BGBl I 2008, 2794, BStBl I 2009, 74) &#8211;EStG 2002 n.F.&#8211; bzw. i.d.F. der Bekanntmachung der Neufassung des Einkommensteuergesetzes vom 8.&nbsp;Oktober 2009 (BGBl I 2009, 3366, BStBl I 2009, 1346) &#8211;EStG&nbsp;2009&nbsp;a.F.&#8211; sowie &sect;&nbsp;50d Abs.&nbsp;10 Satz&nbsp;1 und 2 EStG 2009 i.d.F. des Gesetzes zur Umsetzung der Amtshilferichtlinie sowie zur &Auml;nderung steuerlicher Vorschriften (Amtshilferichtlinie-Umsetzungsgesetz &#8211;AmtshilfeRLUmsG&#8211;) vom 26.&nbsp;Juni 2013 (BGBl I 2013, 1809, BStBl I 2013, 790) &#8211;EStG 2009 n.F.&#8211; ihren tatbestandlichen Voraussetzungen oder ihren Rechtswirkungen nach nicht erf&uuml;llt sind:<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) &sect;&nbsp;50d Abs.&nbsp;10 Satz&nbsp;1 EStG 2002&nbsp;n.F.\/2009&nbsp;a.F.\/2009&nbsp;n.F. zielt darauf ab, vermittels des steuerlichen Konzepts der Sonderverg&uuml;tungen und Sonderbetriebseinnahmen in &sect;&nbsp;15 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 Halbsatz&nbsp;2 und Nr.&nbsp;3 Halbsatz&nbsp;2 EStG 2002 die abkommensrechtlichen Zuweisungsnormen zu &uuml;berschreiben, indem derartige Verg&uuml;tungen und Einnahmen, auf die die Vorschriften eines Abkommens zur Vermeidung der Doppelbesteuerung anzuwenden sind, f&uuml;r Zwecke der Anwendung des Abkommens ausschlie&szlig;lich als Teil des Unternehmensgewinns des verg&uuml;tungsberechtigten Gesellschafters gelten. Einer solchen Umqualifizierung bedarf es f&uuml;r die Konstellation des Streitfalls indessen nicht (mehr), weil es sich auch aus Sicht des Abkommensrechts infolge des sog. Betriebsst&auml;ttenvorbehalts in Art.&nbsp;10 Abs.&nbsp;5 DBA-Spanien 1966 bereits um Unternehmensgewinne i.S. von Art.&nbsp;7 DBA-Spanien 1966 handelt. Die Rechtswirkungen des &sect;&nbsp;50d Abs.&nbsp;10 Satz&nbsp;1 EStG 2002&nbsp;n.F.\/2009&nbsp;a.F.\/2009&nbsp;n.F. und des Art.&nbsp;10 Abs.&nbsp;5 DBA-Spanien 1966 gehen also parallel.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Es bedarf deswegen an dieser Stelle (noch, s. jedoch unten sub II.4.b&nbsp;bb&nbsp;bbb) keiner Antwort auf die unter den Beteiligten streitigen Fragen danach, ob die Beteiligung der Kl&auml;gerin an der O&nbsp;SL deren Sonderbetriebsverm&ouml;gen II zu ihrer Beteiligung an der O&nbsp;SC zuzuordnen ist und ob das sog. Sonderbetriebsverm&ouml;gen II &uuml;berhaupt von der in &sect;&nbsp;50d Abs.&nbsp;10 Satz&nbsp;1 EStG 2002&nbsp;n.F.\/2009&nbsp;a.F.\/2009&nbsp;n.F. angeordneten Umqualifikation erfasst wird (s. dazu Senatsurteil vom 12.&nbsp;Juni 2013 I&nbsp;R&nbsp;47\/12, BFHE 242, 107, BStBl II 2014, 770; Gosch in Kirchhof, EStG, 15.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;50d Rz&nbsp;45a; dagegen z.B. Weggenmann in Wassermeyer\/Richter\/Schnittker, Personengesellschaften im Internationalen Steuerrecht, 2.&nbsp;Aufl., Rz&nbsp;6.76; Kempermann, daselbst, Rz&nbsp;2.79). Ebenso kann dahinstehen, ob die Vorschrift und die dazu ergangenen Anwendungsvorschriften in &sect;&nbsp;52 Abs.&nbsp;59a Satz&nbsp;8 EStG 2002&nbsp;n.F.\/2009&nbsp;a.F. sowie in &sect;&nbsp;52 Abs.&nbsp;59a Satz&nbsp;10 und 11 EStG 2009&nbsp;n.F. verfassungswidrig sind (s. dazu Senatsbeschluss vom 11.&nbsp;Dezember 2013 I&nbsp;R&nbsp;4\/13, BFHE 244, 1, BStBl II 2014, 791).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Die (nach &sect;&nbsp;50d Abs.&nbsp;10 Satz&nbsp;2 EStG 2002&nbsp;n.F.\/2009&nbsp;a.F., &sect;&nbsp;50d Abs.&nbsp;10 Satz&nbsp;8 EStG 2009&nbsp;n.F. von &sect;&nbsp;50d Abs.&nbsp;10 EStG 2002&nbsp;n.F.\/2009&nbsp;a.F.\/2009&nbsp;n.F. unber&uuml;hrt bleibende) Vorschrift in &sect;&nbsp;50d Abs.&nbsp;9 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 EStG 2002\/2007 ist tatbestandlich nicht erf&uuml;llt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Die abkommensrechtlich vereinbarte Freistellung von Eink&uuml;nften eines unbeschr&auml;nkt Steuerpflichtigen wird hiernach nicht gew&auml;hrt, wenn der andere Staat die Bestimmungen des Abkommens so anwendet, dass die Eink&uuml;nfte in diesem Staat von der Besteuerung auszunehmen sind oder nur zu einem durch das Abkommen begrenzten Steuersatz besteuert werden k&ouml;nnen. So liegt es im Streitfall bezogen auf die &quot;unmittelbar&quot; von der O&nbsp;SC vereinnahmten Eink&uuml;nfte jedoch nicht. Zwar sieht das spanische Steuerrecht Personengesellschaften als intransparent an, wohingegen das deutsche Steuerrecht sie als transparent behandelt. Insoweit liegt also ein sog. Qualifikationskonflikt vor. Doch ergeben sich daraus im Ausgangspunkt, wie schon aufgezeigt, aufgrund der getroffenen abkommensrechtlichen Vereinbarungen keine unterschiedlichen Rechtswirkungen: Deutschland nimmt die Eink&uuml;nfte nach Ma&szlig;gabe von Art.&nbsp;7 Abs.&nbsp;1 i.V.m. Art.&nbsp;10 Abs.&nbsp;5 DBA-Spanien 1966 von seiner Besteuerung aus und &uuml;berantwortet das Besteuerungsrecht an Spanien, und Spanien nimmt dieses Besteuerungsrecht unbeschadet seiner abweichenden Behandlung der Personengesellschaft nach Ma&szlig;gabe von Art.&nbsp;10 Abs.&nbsp;1 und 2 DBA-Spanien 1966 auch wahr, weil die Gesellschafter der Kl&auml;gerin nach dem erw&auml;hnten Art.&nbsp;4 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;1 DBA-Spanien 1966 insoweit als in Spanien ans&auml;ssig gelten. Das Besteuerungsrecht an den &quot;origin&auml;ren&quot; Gewinnanteilen aus der O&nbsp;SC verbleibt in &Uuml;bereinstimmung mit den abkommensrechtlichen Vereinbarungen zwischen Deutschland und Spanien also bei Spanien und es wird dort auch wahrgenommen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Allerdings wirken sich die besagten Qualifikationsunterschiede in der steuerlichen Behandlung der Personengesellschaft gleichwohl auf die Besteuerung der Kl&auml;gerin aus, weil Spanien aus den (oben unter II.3.) beschriebenen Gr&uuml;nden nur diejenigen Eink&uuml;nfte nach Ma&szlig;gabe von Art.&nbsp;10 Abs.&nbsp;1 i.V.m. Art.&nbsp;4 Abs.&nbsp;4 DBA-Spanien 1966 beansprucht (und beanspruchen kann), welche die Gesellschafter von der Personengesellschaft beziehen, nicht hingegen die Eink&uuml;nfte, welche die Gesellschafter von der Komplement&auml;r-GmbH beziehen. Eine abkommenseigene Vorschrift f&auml;ngt die Wirkungen des Konflikts insoweit nicht ab; Art.&nbsp;4 Abs.&nbsp;4 DBA-Spanien 1966 gen&uuml;gt daf&uuml;r nicht, weil der Qualifikationskonflikt dadurch insoweit weder geregelt noch beseitigt wird. Dennoch erweist sich &sect;&nbsp;50d Abs.&nbsp;9 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 EStG 2002\/2007 im Ergebnis als nicht einschl&auml;gig.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aaa) Ausschlaggebend daf&uuml;r ist, dass Spanien &#8211;als der andere Staat i.S. von &sect;&nbsp;50d Abs.&nbsp;9 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 EStG 2002\/2007&#8211; die Eink&uuml;nfte der in Deutschland unbeschr&auml;nkt Steuerpflichtigen aus der spanischen Personengesellschaft, hier der O&nbsp;SC, in &Uuml;bereinstimmung mit dem DBA-Spanien 1966 weder von der Besteuerung ausnimmt noch nur zu einem durch das Abkommen begrenzten Steuersatz besteuert (und besteuern kann). Dass von jener Besteuerung blo&szlig; die von der O&nbsp;SC &quot;unmittelbar&quot; bezogenen Eink&uuml;nfte erfasst werden, nicht jedoch die von der O&nbsp;SL ausgesch&uuml;tteten Dividenden, welche nach deutschem Steuerrecht und der hiernach vorzunehmenden Behandlung der O&nbsp;SC als transparente Personengesellschaft zu den Unternehmensgewinnen nach Art.&nbsp;7 Abs.&nbsp;1 (i.V.m. Art.&nbsp;10 Abs.&nbsp;5) DBA-Spanien 1966 geh&ouml;ren, steht dem nicht entgegen. Gleicherma&szlig;en ist es ohne Belang, dass die Eink&uuml;nfte aus der O&nbsp;SC infolge der spanischen Intransparenzbehandlung als Dividenden i.S. von Art.&nbsp;10 Abs.&nbsp;1 i.V.m. Art.&nbsp;4 Abs.&nbsp;4 DBA-Spanien 1966 und nicht als Unternehmensgewinne i.S. von Art.&nbsp;7 Abs.&nbsp;1 DBA-Spanien 1966 qualifiziert werden. Es gen&uuml;gt vielmehr, dass der andere Staat einen Teil der betreffenden Eink&uuml;nfte besteuert. Der in &sect;&nbsp;50d Abs.&nbsp;9 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 EStG 2002\/2007 angeordnete Besteuerungsr&uuml;ckfall wird n&auml;mlich tatbestandlich nur dann ausgel&ouml;st, &quot;wenn&quot; &#8211;nicht aber &quot;soweit&quot;&#8211; abkommensrechtlich freigestellte Eink&uuml;nfte aus den Gr&uuml;nden der Qualifikationsunabgestimmtheit im anderen Vertragsstaat nicht oder nur zu einem durch das Abkommen begrenzten Steuersatz besteuert werden k&ouml;nnen. Und freigestellte Eink&uuml;nfte in diesem Sinne sind die Eink&uuml;nfte, f&uuml;r die das Abkommen dem anderen Vertragsstaat das Besteuerungsrecht gew&auml;hrt, und das sind jene Eink&uuml;nfte, die in &Uuml;bereinstimmung mit dem abkommensrechtlich Vereinbarten unter Art.&nbsp;7 DBA-Spanien 1966 als der einschl&auml;gigen Einkunftsart fallen. Denn ma&szlig;gebend daf&uuml;r, um welche Einkunftsart &#8211;und damit um welche Eink&uuml;nfte&#8211; es sich handelt, ist allein das Steuerrecht des jeweiligen Anwenderstaats, vorliegend also das deutsche Recht (vgl. &sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;1 EStG 2002); das ergibt sich schon daraus, dass das Gesetz den Begriff der Eink&uuml;nfte f&uuml;r Nr.&nbsp;2 wie f&uuml;r Nr.&nbsp;1 des &sect;&nbsp;50d Abs.&nbsp;9 Satz&nbsp;1 EStG 2002\/2007 gleicherma&szlig;en verwendet und hier wie dort nichts daf&uuml;r ersichtlich ist, dass er nach Ma&szlig;gabe des ausl&auml;ndischen Rechts zu qualifizieren w&auml;re. Wird jedenfalls ein Teil der als r&uuml;ckfallausl&ouml;sende Bezugsgr&ouml;&szlig;e so zu bestimmenden Eink&uuml;nfte im anderen Staat besteuert, versagt infolgedessen der Tatbestand des &sect;&nbsp;50d Abs.&nbsp;9 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 EStG 2002\/2007 (im Ergebnis ebenso z.B. Meretzki, IStR 2008, 23, und IStR 2009, 217, 223; derselbe in Wassermeyer\/Richter\/ Schnittker, a.a.O., Rz&nbsp;15.68&nbsp;ff.; Gosch in Kirchhof, a.a.O., &sect;&nbsp;50d Rz&nbsp;41a; Prokisch in Vogel\/Lehner, DBA, 6.&nbsp;Aufl., Art.&nbsp;1 Rz&nbsp;134a; Klein\/Hagena in Herrmann\/Heuer\/Raupach, &sect;&nbsp;50d EStG Rz&nbsp;122; jeweils m.w.N.; vgl. auch insoweit im Ansatz &auml;hnlich &#8211;bezogen auf &sect;&nbsp;50d Abs.&nbsp;9 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 EStG 2002\/2007&#8211; Senatsurteile vom 20.&nbsp;Mai 2015 I&nbsp;R&nbsp;68\/14, BFHE 250, 96, sowie I&nbsp;R&nbsp;69\/14, BFH\/NV 2015, 1395; anders Rosenberg\/Farle in Wassermeyer\/Richter\/Schnittker, Personengesellschaften im Internationalen Steuerrecht, 1.&nbsp;Aufl., Rz&nbsp;13.43; u.U. auch Frotscher in Frotscher, EStG, &sect;&nbsp;50d Rz&nbsp;196).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bbb) Auf diesem Hintergrund bleibt die unilaterale R&uuml;ckfallregelung des &sect;&nbsp;50d Abs.&nbsp;9 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 EStG 2002\/2007 im Streitfall wirkungslos. Denn die Beteiligung an der O&nbsp;SL geh&ouml;rt nach den daf&uuml;r getroffenen Feststellungen der Vorinstanz zum Sonderbetriebsverm&ouml;gen II der Kl&auml;gerin. Das FA stellt das zwar in Abrede, doch sind die vorgebrachten Erw&auml;gungen daf&uuml;r nicht tragf&auml;hig: Das FG hat sich auf die einschl&auml;gige Rechtsprechung gest&uuml;tzt, insbesondere auf die Erw&auml;gungen, die der Senat in seinem Urteil vom 13.&nbsp;Februar 2008 I&nbsp;R&nbsp;63\/06 (BFHE 220, 415, BStBl II 2009, 414) angestellt hat: Die Beteiligung hat danach st&auml;rkenden Einfluss auf die Gesch&auml;ftsf&uuml;hrung in der KG, weil sie &quot;f&uuml;r das Unternehmen der Personengesellschaft vorteilhaft ist und der Gesellschafter der Personengesellschaft sie aus diesem Grund h&auml;lt. Dabei reicht ein ganz &uuml;berwiegender Veranlassungszusammenhang mit der Beteiligung an der Personengesellschaft aus; dass die Veranlassung f&uuml;r den Erwerb der Gesellschaftsanteile ausschlie&szlig;lich im Interessenbereich der Personengesellschaft liegt, ist nicht erforderlich&quot;. Die tatrichterliche W&uuml;rdigung steht damit in Einklang; sie ist nicht zu beanstanden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Folge davon ist, dass die von der O&nbsp;SL ausgesch&uuml;tteten Dividenden aus deutscher Sicht als Eink&uuml;nfte i.S. von &sect;&nbsp;15 (i.V.m. &sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;2) EStG 2002 zu qualifizieren sind, was deren Besteuerungszuweisung nach Art.&nbsp;7 Abs.&nbsp;1 DBA-Spanien 1966 nach sich zieht. Da die Eink&uuml;nfte teilweise, n&auml;mlich soweit sie von der O&nbsp;SC herr&uuml;hren, in Spanien uneingeschr&auml;nkt besteuert wurden, f&uuml;hrt &sect;&nbsp;50d Abs.&nbsp;9 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 EStG 2002\/2007 zu keinem Besteuerungsr&uuml;ckfall.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Auf die weiterhin streitige Frage, ob die eine R&uuml;ckwirkung ausl&ouml;sende Anwendungsvorschrift in &sect;&nbsp;52 Abs.&nbsp;59a Satz&nbsp;6 EStG 2002\/2007 verfassungsrechtliche Bedenken aufwirft, kam es nach alledem nicht mehr an. Allerdings l&auml;sst sich die Anwendung der R&uuml;ckfallregelung nicht, wie aber das FG aus Gr&uuml;nden einer schonenden, verfassungskonformen Auslegung annimmt, von vornherein dadurch vermeiden, dass die Eink&uuml;nftefreistellung aus den Zuweisungsartikeln in Art.&nbsp;7 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 und Art.&nbsp;10 Abs.&nbsp;5 DBA-Spanien 1966 resultiere, &sect;&nbsp;50d Abs.&nbsp;9 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 EStG 2002\/2007 jedoch auf den Freistellungsartikel in Art.&nbsp;23 Abs.&nbsp;1 Buchst.&nbsp;a DBA-Spanien 1966 abhebe. In diesem Punkt ist das bereits oben (sub II.3.a) Gesagte zu wiederholen und der Ansicht der Vorinstanz erneut entgegenzutreten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>33<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>5. Die Kostenentscheidung beruht auf &sect;&nbsp;135 Abs.&nbsp;2 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 21.1.2016, I R 49\/14 Besteuerung von Sonderbetriebseinnahmen (hier Dividenden aus Sonderbetriebsverm&ouml;gen II) nach Ma&szlig;gabe des DBA-Spanien 1966 und der R&uuml;ckfallregelung in &sect; 50d Abs. 9 Satz 1 Nr. 1 EStG 2002 i.d.F. des JStG 2007 Leits&auml;tze 1. Die Besteuerung des in Deutschland ans&auml;ssigen Gesellschafters einer spanischen, nach dortigem im Gegensatz zum deutschen &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/i-r-49-14-besteuerung-von-sonderbetriebseinnahmen-hier-dividenden-aus-sonderbetriebsvermoegen-ii-nach-massgabe-des-dba-spanien-1966-und-der-rueckfallregelung-in-par-50d-abs-9-satz-1-nr-1-estg-2002-idf\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">I&nbsp;R&nbsp;49\/14 &#8211; Besteuerung von Sonderbetriebseinnahmen (hier Dividenden aus Sonderbetriebsverm&ouml;gen II) nach Ma&szlig;gabe des DBA-Spanien 1966 und der R&uuml;ckfallregelung in &sect; 50d Abs. 9 Satz 1 Nr. 1 EStG 2002 i.d.F. des JStG 2007<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-66104","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/66104","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=66104"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/66104\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=66104"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=66104"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=66104"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}