{"id":66108,"date":"2017-01-18T12:48:21","date_gmt":"2017-01-18T10:48:21","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=66108"},"modified":"2017-01-18T12:48:21","modified_gmt":"2017-01-18T10:48:21","slug":"i-r-22-14-namensnutzung-im-konzern-kein-einkommenserhoehender-ansatz-auf-der-grundlage-von-par-1-abs-1-astg-af-bei-blosser-ueberlassung-des-firmennamens-keine-bindung-des-bfh-an-die-vom-fg-vorgenommen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/i-r-22-14-namensnutzung-im-konzern-kein-einkommenserhoehender-ansatz-auf-der-grundlage-von-par-1-abs-1-astg-af-bei-blosser-ueberlassung-des-firmennamens-keine-bindung-des-bfh-an-die-vom-fg-vorgenommen\/","title":{"rendered":"I&nbsp;R&nbsp;22\/14 &#8211; Namensnutzung im Konzern &#8211; Kein einkommenserh&ouml;hender Ansatz auf der Grundlage von &sect; 1 Abs. 1 AStG a.F. bei blo&szlig;er &Uuml;berlassung des Firmennamens &#8211; Keine Bindung des BFH an die vom FG vorgenommene Auslegung eines gesellschaftsrechtlichen Organisationsvertrags"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 21.1.2016, I R 22\/14<\/p>\n<p class=\"titel\">Namensnutzung im Konzern &#8211; Kein einkommenserh&ouml;hender Ansatz auf der Grundlage von &sect; 1 Abs. 1 AStG a.F. bei blo&szlig;er &Uuml;berlassung des Firmennamens &#8211; Keine Bindung des BFH an die vom FG vorgenommene Auslegung eines gesellschaftsrechtlichen Organisationsvertrags<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>Eine Namensnutzung im Konzern begr&uuml;ndet keine Gesch&auml;ftsbeziehung i.S. &sect; 1 Abs. 4 AStG a.F., die den Ansatz eines Korrekturbetrags i.S. &sect; 1 Abs. 1 AStG a.F. rechtfertigt.<\/p>\n<\/div>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Auf die Revision der Kl&auml;ger wird das Urteil des Finanzgerichts M&uuml;nster vom 14. Februar 2014&nbsp;&nbsp;4 K 1053\/11 E aufgehoben.<\/p>\n<\/p>\n<p>Zu den Streitjahren 2004 und 2005 wird die Sache an das Finanzgericht M&uuml;nster zur&uuml;ckverwiesen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Zum Streitjahr 2006 wird die Einkommensteuer unter Ab&auml;nderung der angefochtenen Festsetzung in Gestalt der (Teil-)Einspruchsentscheidung vom 24. Februar 2011 in der Weise festgesetzt, dass ein einkommenserh&ouml;hender Ansatz auf der Grundlage von &sect; 1 Abs. 1 AStG a.F. unterbleibt.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Berechnung der Steuer wird dem Beklagten &uuml;bertragen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Dem Finanzgericht wird die Entscheidung &uuml;ber die Kosten des Revisionsverfahrens &uuml;bertragen.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>A. Streitig ist der einkommenserh&ouml;hende Ansatz eines Korrekturbetrags gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;1 des Gesetzes &uuml;ber die Besteuerung bei Auslandsbeziehungen in der f&uuml;r die Jahre 2004 bis 2006 (Streitjahre) ma&szlig;gebenden Fassung des Gesetzes zum Abbau von Steuerverg&uuml;nstigungen und Ausnahmeregelungen (Steuerverg&uuml;nstigungsabbaugesetz &#8211;StVergAbG&#8211;) vom 16.&nbsp;Mai 2003 (BGBl I 2003, 660, BStBl I 2003, 321) &#8211;AStG a.F.&#8211; und eines Aussch&uuml;ttungsertrags (Beteiligung an einer ausl&auml;ndischen Kapitalgesellschaft).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;ger und Revisionskl&auml;ger (Kl&auml;ger) werden in den Streitjahren als Ehegatten zusammen zur Einkommensteuer veranlagt. Der Kl&auml;ger erzielte gewerbliche Eink&uuml;nfte, u.a. im Rahmen einer sog. Betriebsaufspaltung aus der Verpachtung von Betriebsverm&ouml;gen an die B.K. GmbH, die Anlagen im Bereich der B-Technik entwickelt und produziert. Dar&uuml;ber hinaus war der Kl&auml;ger an verschiedenen Unternehmen im Bereich der B-Technik beteiligt, u.a. an den in Polen ans&auml;ssigen Gesellschaften B.P. Sp.z o.o. (B.P.) und B.T. Sp.z o.o. (B.T.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die B.P. hatte in Polen das operative Gesch&auml;ft betrieben, bis sie im Jahr 1999 den Gesch&auml;ftsbetrieb unter Zur&uuml;ckbehaltung der Immobilien an die neu gegr&uuml;ndete B.T. ver&auml;u&szlig;erte. Im Zuge der &Uuml;bertragung des Gesch&auml;ftsbetriebs verminderte der Kl&auml;ger seine bislang 51&nbsp;%-ige Beteiligung an der B.P. durch &Uuml;bertragung von 2&nbsp;% auf den Mitgesellschafter Z. An der B.T. beteiligte sich der Kl&auml;ger zu 51&nbsp;% (Mitgesellschafter Z: 49&nbsp;%).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In &sect;&nbsp;2 des Gesellschaftsvertrags (GV) zur Gr&uuml;ndung der B.T. hei&szlig;t es: &quot;1. Die Firma der Gesellschaft lautet: &#8218;B.T.&#8216; Gesellschaft mit beschr&auml;nkter Haftung. 2. Die Gesellschaft kann eine Abk&uuml;rzung des Firmennamens &#8218;B.T.&#8216; Sp.z o.o. und ein sie auszeichnendes graphisches Zeichen gebrauchen.&quot; Dar&uuml;ber hinaus bestimmt &sect;&nbsp;8 GV: &quot;Die Patent- und Lizenzrechte sowie technisches Know-how und sp&auml;ter die Schutzrechte auf dem Gebiet der Republik Polen bleiben grunds&auml;tzlich im Eigentum des urspr&uuml;nglichen Patent- bzw. Lizenzgebers B.I.K., B.K. GmbH (Y-Stadt) oder B. AG X-Stadt, X-Stadt, die Schweiz.&quot;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Auf der Grundlage eines bereits am 1.&nbsp;Januar 1999 abgeschlossenen Lizenzvertrages zwischen der B.P. und der in der Schweiz ans&auml;ssigen B. AG, an der der Kl&auml;ger in den Streitjahren zu 90&nbsp;% beteiligt war, &uuml;berlie&szlig; die B. AG der B.T. die Nutzung von Patenten zur Herstellung von B. Vorrichtungen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die B.T. verwendete das (graphisch gestaltete) Markenzeichen &quot;B&quot;, dessen Inhaber der Kl&auml;ger war, in ihrem Internetauftritt, auf Gesch&auml;ftspapieren und Fahrzeugen, ohne daf&uuml;r ein Entgelt zu zahlen. Der Kl&auml;ger, der auch selbst Inhaber verschiedener Patente im Bereich der B-Technik ist, hatte das Markenzeichen &quot;B.&quot; im Jahr 1985 beim Deutschen Patent- und Markenamt als gesch&uuml;tztes Markenzeichen eintragen lassen, es zugleich auch international zun&auml;chst f&uuml;r die Benelux-Staaten, &Ouml;sterreich, die Schweiz und Frankreich registriert und den Markenrechtsschutz im Jahr 1994 auf weitere europ&auml;ische Staaten, darunter Polen, erstreckt. Unter Verwendung des Markenzeichens waren in Polen im Jahr 1993 B-Produkte beworben worden, die der seinerzeit noch als H&auml;ndler von&nbsp;&#8230; t&auml;tige Z ver&auml;u&szlig;erte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die B.T. fasste am 29.&nbsp;M&auml;rz 2004 (f&uuml;r 2003) und am 23.&nbsp;Juni 2005 (f&uuml;r 2004) Gewinnverwendungsbeschl&uuml;sse, denen zufolge ihr Gewinn zu 75&nbsp;% (f&uuml;r 2003) bzw. zu 25&nbsp;% (f&uuml;r 2004) an die Gesellschafter verteilt wurde; der restliche Gewinn sollte dem Reservekapital zugef&uuml;hrt werden. Zu einer Auszahlung der auf den Kl&auml;ger entfallenden Betr&auml;ge kam es nicht. Durch Gesellschafterbeschl&uuml;sse vom 30.&nbsp;Mai 2005 (f&uuml;r 2003) bzw. vom 30.&nbsp;Juli 2005 (f&uuml;r 2004) wurden die bisherigen Beschl&uuml;sse dahin ge&auml;ndert, dass jeweils der gesamte Gewinn dem Reservekapital zugef&uuml;hrt werden sollte. F&uuml;r den Gewinn des Jahres 2005 wurde im Jahr 2006 von vornherein die Zuf&uuml;hrung zum Reservekapital beschlossen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In seinen f&uuml;r die Streitjahre erstellten Bilanzen behandelte der Kl&auml;ger nur die Beteiligung an der B.P. als Betriebsverm&ouml;gen, nicht jedoch die Beteiligung an der B.T. Dividendenertr&auml;ge der B.T. erfasste er weder in den Gewinnermittlungen noch gaben die Kl&auml;ger sie in ihren Einkommensteuererkl&auml;rungen als Kapitaleinnahmen an.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Beklagte und Revisionsbeklagte (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) war der Meinung, durch die &Uuml;berlassung u.a. des Markenrechts (&quot;B.&quot;) an die B.T. sei eine Betriebsaufspaltung begr&uuml;ndet worden. Deshalb und wegen der Funktion der B.T. als Vertriebsgesellschaft sei die Beteiligung notwendiges Betriebsverm&ouml;gen des Kl&auml;gers. Aufgrund der unentgeltlichen &Uuml;berlassung des Markenrechts sei in allen Streitjahren eine Gewinnkorrektur nach &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;1 AStG a.F. anzusetzen. Im &Uuml;brigen seien auf der Grundlage der Gewinnverwendungsbeschl&uuml;sse der B.T. in 2004 und in 2005 Betriebseinnahmen sowie Wechselkursgewinne und -verluste zu ber&uuml;cksichtigen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das von den Kl&auml;gern angerufene Finanzgericht (FG) M&uuml;nster folgte im Urteil vom 14.&nbsp;Februar 2014 (4&nbsp;K&nbsp;1053\/11&nbsp;E, abgedruckt in Entscheidungen der Finanzgerichte &#8211;EFG&#8211; 2014, 921) im Kern der Auffassung des FA, schr&auml;nkte die Einkommenskorrektur allerdings der H&ouml;he nach ein unter Hinweis auf zivilrechtliche Ma&szlig;gaben einer Schadensersatzbemessung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit der dagegen erhobenen Revision r&uuml;gen die Kl&auml;ger eine Verletzung materiellen und formellen Rechts.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Sie beantragen, das angefochtene Urteil aufzuheben und die angefochtenen Einkommensteuerbescheide f&uuml;r 2004 bis 2006 vom 2.&nbsp;Februar 2010 in Gestalt der (Teil-)Einspruchsentscheidung vom 24.&nbsp;Februar 2011 dahingehend abzu&auml;ndern, dass kein Lizenzentgelt f&uuml;r die Nutzung der Marke &quot;B.&quot; durch die B.T. und keine Dividendenertr&auml;ge aus der Beteiligung an der B.T. angesetzt werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt, die Revision zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>    <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>B. Die Revision der Kl&auml;ger ist begr&uuml;ndet. Sie f&uuml;hrt f&uuml;r die Streitjahre 2004 und 2005 zur Aufhebung des angefochtenen Urteils und zur Zur&uuml;ckverweisung der Sache an das FG zur anderweitigen Verhandlung und Entscheidung (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;) und f&uuml;r das Streitjahr 2006 zur Aufhebung des angefochtenen Urteils und zur Entscheidung des Senats in der Sache selbst (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;3 Satz 1 Nr.&nbsp;1 FGO). Der einkommenserh&ouml;hende Ansatz auf der Grundlage von &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;1 AStG a.F. (Streitjahre 2004 bis 2006) verletzt Bundesrecht (s. zu I.). Zur Frage, ob Aussch&uuml;ttungsertr&auml;ge anzusetzen sind (Streitjahre 2004 und 2005), ist die Sache nicht entscheidungsreif, da noch weitere tats&auml;chliche Feststellungen zu treffen sind (s. zu II.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Der einkommenserh&ouml;hende Ansatz eines &quot;fremd&uuml;blichen Entgelts f&uuml;r die &Uuml;berlassung des Markenrechts&quot; auf der Grundlage von &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;1 AStG a.F. (Streitjahre 2004 bis 2006) verletzt Bundesrecht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Die Zuordnung der Einkommenserh&ouml;hung zu den gewerblichen Eink&uuml;nften erfolgte im angefochtenen Urteil mit der Begr&uuml;ndung, die Anteile an der B.T. seien Teil des notwendigen Betriebsverm&ouml;gens des Kl&auml;gers (gewerbliches Einzelunternehmen), da eine Betriebsaufspaltung vorliege. Die f&uuml;r eine Betriebsaufspaltung erforderliche sachliche Verflechtung folge daraus, dass der Kl&auml;ger der B.T. mit dem Markenzeichen &quot;B.&quot; eine wesentliche Betriebsgrundlage &uuml;berlassen habe, was wiederum aus &sect;&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 GV zu schlie&szlig;en sei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Der Senat ist an die von der Vorinstanz vorgenommene Auslegung von &sect;&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 GV nicht gebunden. Er erkennt darin keine Grundlage f&uuml;r die &Uuml;berlassung der dem Kl&auml;ger als Recht einger&auml;umten &#8211;und auch in Polen gesch&uuml;tzten&#8211; Marke. Dann fehlt es aber auch an der Voraussetzung einer sachlichen Verflechtung, um eine Betriebsaufspaltung (s. z.B. Senatsurteil vom 25.&nbsp;August 2010 I&nbsp;R&nbsp;97\/09, BFH\/NV 2011, 312; Urteil des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 24.&nbsp;September 2015 IV&nbsp;R&nbsp;9\/13, BFHE 251, 227, m.w.N.) annehmen zu k&ouml;nnen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Die fehlende Bindung des Senats an die Auslegung des FG ergibt sich zum Einen daraus, dass nach st&auml;ndiger Rechtsprechung Vereinbarungen der Gesellschafter mit k&ouml;rperschaftsrechtlichem Charakter &#8211;zu denen die Satzung als gesellschaftsrechtlicher Organisationsvertrag z&auml;hlt&#8211; der freien Nachpr&uuml;fung durch das Revisionsgericht unterliegen. Der Grund hierf&uuml;r liegt darin, dass solche korporativen Regeln f&uuml;r einen unbestimmten Personenkreis, insbesondere f&uuml;r die Gl&auml;ubiger und k&uuml;nftigen Gesellschafter, bestimmt sind und deshalb nur einheitlich ausgelegt werden k&ouml;nnen (s. z.B. Senatsurteil vom 28.&nbsp;November 2007 I&nbsp;R&nbsp;94\/06, BFHE 220, 51, unter Hinweis auf das Urteil des Bundesgerichtshofs vom 11.&nbsp;Oktober 1993 II&nbsp;ZR&nbsp;155\/92, BGHZ 123, 347; s.a. Senatsbeschl&uuml;sse vom 22.&nbsp;Oktober 2008 I&nbsp;R&nbsp;66\/07, BFHE 223, 162, BStBl II 2009, 972; vom 23.&nbsp;Januar 2013 I&nbsp;R&nbsp;1\/12, BFH\/NV 2013, 989).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Allerdings hat das FG den &sect;&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 GV zugleich in einen schuldrechtlichen Zusammenhang gestellt, indem es unter Verweis auf diese Regelung auf eine Gesch&auml;ftsbeziehung zwischen dem Kl&auml;ger und der B.T. i.S. des &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;1, 4 AStG&nbsp;a.F. (zu diesem Ansatz zust. z.B. Schulz-Trieglaff, Internationales Steuerrecht &#8211;IStR&#8211; 2014, 596, 597) geschlossen hat (&Uuml;berlassung des Markenrechts). F&uuml;r einen solchen Schluss fehlt aber sowohl nach dem&nbsp;&nbsp;Wortlaut der Regelung als auch den Gesamtumst&auml;nden der Errichtung der Gesellschaft eine tragf&auml;hige Grundlage; demgem&auml;&szlig; entf&auml;llt auch eine Bindung des Senats nach &sect;&nbsp;118 Abs.&nbsp;2 FGO (s. zu den Grenzen der Bindungswirkung z.B. BFH-Urteil vom 19.&nbsp;August 2015 X&nbsp;R&nbsp;30\/12, BFH\/NV 2016, 203).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Der Wortlaut der Regelung des &sect;&nbsp;2 GV sieht mit Blick auf eine Marke &quot;B.&quot; in Nr.&nbsp;1 lediglich vor, dass sie Bestandteil des Firmennamens ist und dass die Gesellschaft eine Abk&uuml;rzung des Firmennamens und ein sie auszeichnendes graphisches Zeichen gebrauchen darf (Nr.&nbsp;2). Auch wenn man aus der unstreitigen und vom FG f&uuml;r die Streitjahre festgestellten Nutzung des Firmenlogos &quot;B.&quot; durch die B.T. darauf schlie&szlig;en kann, dass die Nutzung des &quot;graphischen Zeichens&quot; im Zusammenhang mit dem abgek&uuml;rzten Firmennamen satzungskonform war, war die B.T. in der konkreten Gestaltung jedoch frei &#8211; eine Bindung an das konkrete Firmenlogo, das Gegenstand der Marke des Kl&auml;gers ist, ist nicht ersichtlich. Dar&uuml;ber hinaus ergeben sich keine Anhaltspunkte daf&uuml;r, dass die Regelung des &sect;&nbsp;2 GV in einem anderen Zusammenhang als dem des Firmennamens der polnischen Gesellschaft steht. Dies ist auch aus &sect;&nbsp;8 GV zu schlie&szlig;en, der ausdr&uuml;cklich (und offensichtlich abschlie&szlig;end) die Patent- und Lizenzrechte (bzw. Schutzrechte) auf dem Gebiet der Republik Polen regelt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Nach den Grunds&auml;tzen, die der Senat in seinem Urteil vom 9.&nbsp;August 2000 I&nbsp;R&nbsp;12\/99 (BFHE 193, 274, BStBl II 2001, 140) zur Sorgfalt eines ordentlichen und gewissenhaften Gesch&auml;ftsleiters im Zusammenhang mit der Nutzung des Konzernnamens entwickelt hat und an denen er festh&auml;lt, liegt im Streitfall lediglich eine &Uuml;berlassung des Firmennamens durch einen Gesellschafter an die Gesellschaft als Gegenstand der gesellschaftsvertraglichen Vereinbarung &#8211;i.S. einer Erlaubnis, den Namen als Bestandteil des eigenen Firmennamens und damit i.S. des deutschen Handelsrechts zur Unternehmensunterscheidung (&sect;&nbsp;18 Abs.&nbsp;1 des Handelsgesetzbuchs) zu nutzen&#8211; vor (s.a. Senatsurteil in BFH\/NV 2011, 312; Baumhoff in Wassermeyer\/Baumhoff, Verrechnungspreise international verbundener Unternehmen, 2014, Rz&nbsp;6.133; Ditz\/B&auml;rsch, IStR 2014, 492; Haverkamp, Internationale Steuer-Rundschau 2014, 190; Kr&uuml;ger, IStR 2015, 650, 651 f.). F&uuml;r eine solche Erlaubnis sind aber in der Regel Lizenzentgelte steuerlich nicht verrechenbar (Senatsurteil in BFHE 193, 274, BStBl II 2001, 140, unter Hinweis auf das Schreiben des Bundesministers der Finanzen vom 23.&nbsp;Februar 1983, BStBl I 1983, 218 Tz.&nbsp;6.3.2.; zust. z.B. Baumhoff, Ditz\/B&auml;rsch u. Haverkamp, jeweils a.a.O.). Nur wenn &#8211;wie im dortigen Streitfall (in BFHE 193, 274, BStBl II 2001, 140)&#8211; durch einen Warenzeichen-Lizenzvertrag, der ein Recht zur Benutzung des Konzernnamens und des Firmenlogos als Warenzeichen f&uuml;r die im Gebiet verkauften oder zum Verkauf angebotenen Produkte einr&auml;umt, ein untrennbarer Zusammenhang zwischen Namensrecht und produktbezogenem Markenrecht hergestellt wird, kann die &Uuml;berlassung des Markenrechts, wenn insoweit ein eigenst&auml;ndiger Wert festzustellen ist, im Vordergrund stehen und insoweit insgesamt (einheitlich) nach Ma&szlig;gabe der Sorgfalt eines ordentlichen und gewissenhaften Gesch&auml;ftsleiters ein fremd&uuml;bliches Entgelt gefordert werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>F&uuml;r Letzteres bestehen im Streitfall jedoch keine hinreichenden Anhaltspunkte. Soweit das FG nach Ma&szlig;gabe der Grunds&auml;tze im Senatsurteil in BFHE 193, 274, BStBl II 2001, 140 einen eigenst&auml;ndigen Wert der produktbezogenen Marke f&uuml;r den Gesch&auml;ftsbetrieb der B.T. ermittelt haben will (zu II.2.b der Gr&uuml;nde des angefochtenen Urteils unter Verweis auf II.1.a zur sog. sachlichen Verflechtung), ohne dazu konkret auf die unternehmerische T&auml;tigkeit der B.T. bezogene Analysen einer Vorteilhaftigkeit i.S. eines &quot;erwarteten Nutzens&quot; (Baumhoff in L&uuml;dicke\/Mellinghoff\/R&ouml;dder [Hrsg.], Nationale und internationale Unternehmensbesteuerung in der Rechtsordnung, Festschrift f&uuml;r Dietmar Gosch, 2016, S.&nbsp;7, 12&nbsp;f.) vorzunehmen, kommt einer solchen Einsch&auml;tzung bezogen auf den hier einschl&auml;gigen Sachumstand der Nutzung der Marke in ihrem Firmennamen keine Bedeutung zu (so im Erg. auch Ditz\/B&auml;rsch, IStR 2014, 492, 493; Kr&uuml;ger, IStR 2015, 650, 651&nbsp;f.; wohl auch Renz\/Kern, IStR 2015, 132&nbsp;f.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Da somit im Streitfall ein einkommenserh&ouml;hender Ansatz auf der Grundlage von &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;1 AStG a.F. nicht in Betracht kommt, ist auf die in diesem Sachzusammenhang erhobenen verfahrensrechtlichen R&uuml;gen der Kl&auml;ger, das FG habe durch das angefochtene Urteil gegen den klaren Inhalt der Akten versto&szlig;en (&sect;&nbsp;96 Abs.&nbsp;1 Satz 1 FGO) bzw. es liege eine mangelhafte Sachverhaltsaufkl&auml;rung vor (&sect;&nbsp;76 Abs.&nbsp;1 FGO), nicht weiter einzugehen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Zur Frage, ob Aussch&uuml;ttungsertr&auml;ge anzusetzen sind (Streitjahre 2004 und 2005), ist die Sache nicht entscheidungsreif.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Das FG hat im angefochtenen Urteil entschieden, die sich aus den Beschl&uuml;ssen der Gesellschafterversammlung vom 29.&nbsp;M&auml;rz 2004 und vom 23.&nbsp;Juni 2005 ergebenden und auf den Kl&auml;ger entfallenden Gewinnanteile der B.T. seien bereits mit Beschlussfassung der Gesellschafterversammlung als Betriebseinnahmen des Kl&auml;gers (betriebliche Forderungen, Ansatz mit dem Nennwert als Anschaffungskosten) zu erfassen (Streitjahre 2004 und 2005), dar&uuml;ber hinaus im Zeitpunkt der Ausbuchung der Forderungen (Streitjahr 2005) die Wechselkursschwankungen als Betriebseinnahmen bzw. Betriebsausgaben. In diesem Zusammenhang hat es darauf hingewiesen, die Anteile seien auf der Grundlage einer Betriebsaufspaltung (sachliche Verflechtung durch &Uuml;berlassung des Markenzeichens) als notwendiges Betriebsverm&ouml;gen des Einzelunternehmens des Kl&auml;gers anzusehen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Da im Streitfall eine sachliche Verflechtung zwischen dem Einzelunternehmen des Kl&auml;gers (Markenzeichen als Betriebsverm&ouml;gen) und der B.T. unter Hinweis auf eine &quot;&Uuml;berlassung des Markenzeichens&quot; nicht vorliegt (s. zu I.), kann die Zuordnung der Beteiligung an der B.T. zum Betriebsverm&ouml;gen des Kl&auml;gers nicht nach den Grunds&auml;tzen der Betriebsaufspaltung vorgenommen werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Das FG hat allerdings im angefochtenen Urteil ausdr&uuml;cklich offen gelassen, ob eine Betriebsaufspaltung nicht auch auf der Grundlage des von der B. AG der B.T. &uuml;berlassenen Patents anzunehmen sein k&ouml;nne, oder ob die Beteiligung an der B.T. nicht auf der Grundlage &quot;enger Gesch&auml;ftsbeziehungen&quot; zum notwendigen Betriebsverm&ouml;gen des Kl&auml;gers (gewerbliches Einzelunternehmen) zu rechnen sei. Dazu wurden vom FG keine weiteren Tatsachenfeststellungen (Einzelheiten zur vertraglichen Grundlage oder zu den Gesch&auml;ftsbeziehungen) getroffen, die ausreichen k&ouml;nnten, in der Sache zu entscheiden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Auch wenn die Beteiligung an der B.T. nicht zum Betriebsverm&ouml;gen des Kl&auml;gers zu rechnen sein sollte, k&ouml;nnte in den Streitjahren ein einkommenserheblicher Zufluss von Kapitalertr&auml;gen nach den Ma&szlig;gaben der st&auml;ndigen BFH-Rechtsprechung anzunehmen sein: Denn bei beherrschenden Gesellschaftern ist der Zufluss eines Verm&ouml;gensvorteils nicht erst im Zeitpunkt der Gutschrift auf dem Konto des Gesellschafters, sondern bereits im Zeitpunkt der F&auml;lligkeit der Forderung anzunehmen, da er es regelm&auml;&szlig;ig in der Hand hat, sich geschuldete Betr&auml;ge auszahlen zu lassen (st&auml;ndige Rechtsprechung, z.B. BFH-Urteil vom 2.&nbsp;Dezember 2014 VIII&nbsp;R&nbsp;2\/12, BFHE 248, 45, BStBl II 2015, 333, m.w.N.). Insoweit hat das FG unter ausf&uuml;hrlicher W&uuml;rdigung der polnischen Rechtsregeln (und insoweit das Revisionsgericht nach &sect;&nbsp;118 Abs.&nbsp;2 FGO bindend, z.B. BFH-Urteil vom 13.&nbsp;Juni 2013 III&nbsp;R&nbsp;63\/11, BFHE 242, 34, BStBl II 2014, 711) festgestellt, dass im Zeitpunkt der jeweiligen Beschlussfassung rechtswirksame Aussch&uuml;ttungsbeschl&uuml;sse vorgelegen haben. Allerdings hat das FG mit seinen Feststellungen keine ausreichende Grundlage f&uuml;r eine Entscheidung dar&uuml;ber geschaffen, ob eine solche Zuflussregel, die nach der Rechtsprechung jedenfalls dann gilt, wenn der Anspruch eindeutig, unbestritten und f&auml;llig ist und sich gegen eine zahlungsf&auml;hige Gesellschaft richtet (s. BFH-Urteil in BFHE 248, 45, BStBl II 2015, 333), im Streitfall anzuwenden ist. Denn die Feststellungen zur Zahlungsf&auml;higkeit der B.T. hat das FG im Rahmen seiner Pr&uuml;fung einer &quot;voraussichtlich dauernden Wertminderung&quot; der Forderung (&sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 Satz 2 EStG &#8211; Wertansatz mit einem niedrigeren Teilwert) getroffen (es k&ouml;nnten &quot;allenfalls vor&uuml;bergehende Zahlungsengp&auml;sse vorgelegen haben&quot;); eine Feststellung zur (zeitpunktbezogenen) Zahlungsf&auml;higkeit im Rahmen der Pr&uuml;fung des &sect;&nbsp;11 Abs.&nbsp;1 EStG ist hiermit nicht verbunden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>III. Die Berechnung der Einkommensteuer des Streitjahres 2006 wird dem FA &uuml;bertragen (&sect;&nbsp;100 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 i.V.m. &sect;&nbsp;121 Satz&nbsp;1 FGO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>IV. Die &Uuml;bertragung der Kostenentscheidung auf das FG folgt aus &sect;&nbsp;143 Abs.&nbsp;2 FGO. Auch bei einer nur teilweisen Zur&uuml;ckverweisung der Sache kann dem FG im Hinblick auf den Grundsatz der Einheitlichkeit der Kostenentscheidung die Entscheidung &uuml;ber die gesamten Kosten des Revisionsverfahrens &uuml;bertragen werden (z.B. Senatsurteil vom 14.&nbsp;M&auml;rz 2011 I&nbsp;R&nbsp;29\/10, BFH\/NV 2011, 1875; BFH-Urteil vom 9.&nbsp;Juni 2015 X&nbsp;R&nbsp;14\/14, BFHE 250, 19, BStBl II 2015, 931).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 21.1.2016, I R 22\/14 Namensnutzung im Konzern &#8211; Kein einkommenserh&ouml;hender Ansatz auf der Grundlage von &sect; 1 Abs. 1 AStG a.F. bei blo&szlig;er &Uuml;berlassung des Firmennamens &#8211; Keine Bindung des BFH an die vom FG vorgenommene Auslegung eines gesellschaftsrechtlichen Organisationsvertrags Leits&auml;tze Eine Namensnutzung im Konzern begr&uuml;ndet keine Gesch&auml;ftsbeziehung i.S. &sect; 1 Abs. &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/i-r-22-14-namensnutzung-im-konzern-kein-einkommenserhoehender-ansatz-auf-der-grundlage-von-par-1-abs-1-astg-af-bei-blosser-ueberlassung-des-firmennamens-keine-bindung-des-bfh-an-die-vom-fg-vorgenommen\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">I&nbsp;R&nbsp;22\/14 &#8211; Namensnutzung im Konzern &#8211; Kein einkommenserh&ouml;hender Ansatz auf der Grundlage von &sect; 1 Abs. 1 AStG a.F. bei blo&szlig;er &Uuml;berlassung des Firmennamens &#8211; Keine Bindung des BFH an die vom FG vorgenommene Auslegung eines gesellschaftsrechtlichen Organisationsvertrags<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-66108","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/66108","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=66108"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/66108\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=66108"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=66108"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=66108"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}