{"id":66119,"date":"2017-01-18T12:48:26","date_gmt":"2017-01-18T10:48:26","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=66119"},"modified":"2017-01-18T12:48:26","modified_gmt":"2017-01-18T10:48:26","slug":"i-b-41-15-darlegung-der-grundsaetzlichen-bedeutung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/i-b-41-15-darlegung-der-grundsaetzlichen-bedeutung\/","title":{"rendered":"I&nbsp;B&nbsp;41\/15 &#8211; Darlegung der grunds&auml;tzlichen Bedeutung"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 11.1.2016, I B 41\/15<\/p>\n<p class=\"titel\">Darlegung der grunds&auml;tzlichen Bedeutung<\/p>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Die Beschwerde der Kl&auml;gerin wegen Nichtzulassung der Revision gegen das Urteil des Finanzgerichts M&uuml;nchen vom 23. M&auml;rz 2015&nbsp;&nbsp;7 K 386\/13 wird als unzul&auml;ssig verworfen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Kosten des Beschwerdeverfahrens hat die Kl&auml;gerin zu tragen.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Die Kl&auml;gerin und Beschwerdef&uuml;hrerin (Kl&auml;gerin) ist eine GmbH, deren Unternehmensgegenstand lt. Handelsregistereintrag der Erwerb von Beteiligungen und Anlagen aller Art sowie von Immobilien ist. Seit ihrer Gr&uuml;ndung im Jahr 1984 hatte die Kl&auml;gerin sich sukzessive einen Aktienbestand im Wert von (zum 31.&nbsp;Dezember 2003) mehr als 21&nbsp;Mio.&nbsp;EUR aufgebaut. Innerhalb des Aktienbestands nahm die Kl&auml;gerin erhebliche Zu- und Verk&auml;ufe vor (2001: Zuk&auml;ufe von rd. 15,8&nbsp;Mio.&nbsp;EUR und Verk&auml;ufe von rd. 7,3&nbsp;Mio.&nbsp;EUR; 2002: Zuk&auml;ufe von rd. 10,8&nbsp;Mio.&nbsp;EUR und Verk&auml;ufe von rd. 17,3&nbsp;Mio.&nbsp;EUR; 2003: Zuk&auml;ufe von rd. 6,4&nbsp;Mio.&nbsp;EUR und Verk&auml;ufe von 11,7&nbsp;Mio.&nbsp;EUR). Im Januar 2004 ver&auml;u&szlig;erte die Kl&auml;gerin den Gro&szlig;teil ihres Wertpapierbestands an ihren Alleingesellschafter. Die Kl&auml;gerin war dar&uuml;ber hinaus langj&auml;hrig an zwei weiteren GmbH und einer Beteiligungsgesellschaft beteiligt; Immobiliengesch&auml;fte hat sie nicht get&auml;tigt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In ihren f&uuml;r das Jahr 2002 abgegebenen Steuererkl&auml;rungen bezeichnete sich die Kl&auml;gerin als Finanzunternehmen i.S. des &sect;&nbsp;8b Abs.&nbsp;7 Satz&nbsp;2 des K&ouml;rperschaftsteuergesetzes 2002 (KStG 2002), da sie in jenem Jahr in gr&ouml;&szlig;erem Umfang Wertpapiere erworben und ver&auml;u&szlig;ert habe, um einen kurzfristigen Handelserfolg zu erzielen. Die Wertpapiere hatte die Kl&auml;gerin, wie schon in den Vorjahren, im Umlaufverm&ouml;gen erfasst. Sie nahm infolgedessen im Jahr 2002 Teilwertabschreibungen auf die Wertpapiere vor, die der Beklagte und Beschwerdegegner (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) anerkannte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In den Steuererkl&auml;rungen f&uuml;r 2003 und 2004 (Streitjahre) bezeichnete sich die Kl&auml;gerin nicht mehr als Finanzunternehmen i.S. von &sect;&nbsp;8b Abs.&nbsp;7 Satz&nbsp;2 KStG 2002 und sah die in diesen Jahren erzielten Beteiligungsertr&auml;ge demzufolge als nach &sect;&nbsp;8b Abs.&nbsp;1 und 2 KStG 2002 steuerfrei an. Sie reichte im Februar 2005 einen berichtigten Jahresabschluss f&uuml;r 2003 ein, in dem die Wertpapiere vom Umlauf- in das Anlageverm&ouml;gen umgegliedert worden waren.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA sah demgegen&uuml;ber die Kl&auml;gerin auch f&uuml;r die Streitjahre als Finanzunternehmen und die erzielten Beteiligungsertr&auml;ge mithin als steuerpflichtig an; es erlie&szlig; entsprechende k&ouml;rperschaft- und gewerbesteuerliche Bescheide. Die deswegen erhobene Klage blieb ohne Erfolg. Das Finanzgericht (FG) M&uuml;nchen hat sie mit Urteil vom 23.&nbsp;M&auml;rz 2015&nbsp;&nbsp;7&nbsp;K&nbsp;386\/13 (abgedruckt in Entscheidungen der Finanzgerichte &#8211;EFG&#8211; 2015, 1226) als unbegr&uuml;ndet abgewiesen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin beantragt mit ihrer Beschwerde, die Revision gegen das FG-Urteil zuzulassen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt, die Nichtzulassungsbeschwerde zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>    <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Nichtzulassungsbeschwerde ist unzul&auml;ssig. Die Kl&auml;gerin hat die Voraussetzungen der geltend gemachten Zulassungsgr&uuml;nde nicht den Anforderungen des &sect;&nbsp;116 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;3 der Finanzgerichtsordnung (FGO) entsprechend dargetan.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Die Kl&auml;gerin behauptet eine Divergenz des angefochtenen Urteils zu den Senatsurteilen vom 12.&nbsp;Oktober 2011 I&nbsp;R&nbsp;4\/11 (BFH\/NV 2012, 453) und vom 26.&nbsp;Oktober 2011 I&nbsp;R&nbsp;17\/11 (BFH\/NV 2012, 613) sowie zum Urteil des FG Hamburg vom 14.&nbsp;Dezember 2010&nbsp;&nbsp;3&nbsp;K&nbsp;40\/10 (EFG 2011, 1186). Zur Darlegung einer Divergenz (Zulassungsgrund der Erforderlichkeit einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs zur Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung, &sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 FGO) ist es erforderlich, einen das FG-Urteil tragenden abstrakten Rechtssatz einem ebensolchen Rechtssatz aus der Entscheidung des anderen Gerichts in der Weise gegen&uuml;berzustellen, dass die Abweichung erkennbar wird (Senatsbeschluss vom 25.&nbsp;April 2007 I&nbsp;B&nbsp;117\/06, BFH\/NV 2007, 1619, m.w.N.). Des Weiteren ist auszuf&uuml;hren, dass es sich im Streitfall um einen vergleichbaren Sachverhalt und eine identische Rechtsfrage handelt (vgl. Senatsbeschluss vom 29.&nbsp;Februar 2012 I&nbsp;B&nbsp;88\/11, BFH\/NV 2012, 1089, m.w.N.). Dem werden die Ausf&uuml;hrungen in der Beschwerdebegr&uuml;ndung nicht gerecht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Es fehlt an einer Gegen&uuml;berstellung konkreter abstrakter Rechtss&auml;tze des angefochtenen Urteils und ebensolcher der angeblichen Divergenzentscheidungen. Die Kl&auml;gerin zitiert eine l&auml;ngere Passage aus dem Urteil des FG Hamburg in EFG 2011, 1186 und f&uuml;hrt sodann auf Sachverhaltsebene aus, warum aus ihrer Sicht nach diesen Grunds&auml;tzen im Streitfall die Voraussetzungen des Tatbestandsmerkmals des Ziels der kurzfristigen Erzielung eines Handelserfolgs (&sect;&nbsp;8b Abs.&nbsp;7 Satz&nbsp;2 KStG 2002) nicht gegeben sei. Auf welchen abweichenden Rechtss&auml;tzen das FG-Urteil beruhen soll, ergibt sich daraus indessen nicht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Soweit der beschlie&szlig;ende Senat in seinem Urteil in BFH\/NV 2012, 613 der W&uuml;rdigung der dortigen Vorinstanz gefolgt ist, dass die in jenem Fall nicht zeitnah mit dem Erwerb erfolgte buchhalterische Erfassung der Aktien im Anlageverm&ouml;gen keine Indizwirkung f&uuml;r das Fehlen der Absicht der kurzfristigen Erzielung eines Handelserfolgs hat, steht dies in keinem erkennbaren Widerspruch zu der Annahme der Vorinstanz im hiesigen Verfahren, die Erfassung der Wertpapiere im Umlaufverm&ouml;gen sei ma&szlig;gebliches Indiz f&uuml;r die Absicht der kurzfristigen Erzielung eines Handelserfolgs.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Die Kl&auml;gerin zeigt nicht schl&uuml;ssig auf, dass die Zulassung der Revision wegen der grunds&auml;tzlichen Bedeutung der Rechtssache (&sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 FGO) geboten sein k&ouml;nnte. Zur Darlegung einer grunds&auml;tzlichen Bedeutung muss der Beschwerdef&uuml;hrer zun&auml;chst eine f&uuml;r die Entscheidung des Streitfalls erhebliche abstrakte Rechtsfrage herausstellen (st&auml;ndige Rechtsprechung, z.B. Senatsbeschluss vom 26.&nbsp;Oktober 2010 I&nbsp;B&nbsp;21-25\/10, BFH\/NV 2011, 833, m.w.N.). Schon daran ermangelt es den Ausf&uuml;hrungen in der Beschwerdebegr&uuml;ndung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Die Kl&auml;gerin f&uuml;hrt unter Bezugnahme auf den Senatsbeschluss vom 16.&nbsp;Oktober 2012 I&nbsp;B&nbsp;63\/12 (BFH\/NV 2013, 255) aus, die Abgrenzungsmerkmale f&uuml;r eine finanzunternehmerische Beteiligung bei gemischter Bet&auml;tigung seien nicht abschlie&szlig;end gekl&auml;rt. Es sei entweder nach dem zur steuerlichen Gesellschafter-Fremdfinanzierung entwickelten Ma&szlig;stab der Bruttoertr&auml;ge i.S. des Abschn.&nbsp;76 Abs.&nbsp;8 Satz&nbsp;1 der K&ouml;rperschaftsteuer-Richtlinien 1995 im Durchschnitt der drei vorausgegangenen Jahre oder nach einem aus dem Gesetz &uuml;ber das Kreditwesen abgeleiteten Ma&szlig;stab nach dem Anteil der betreffenden T&auml;tigkeit am Gesamtumsatz ggf. auch an der Bilanzsumme oder dem Eigenkapital (sog. Bilanztest) abzugrenzen. Das FG habe im angefochtenen Urteil nur auf das Verh&auml;ltnis der Bruttoertr&auml;ge abgestellt und keine Feststellungen zum Bilanztest oder zum Eigenkapital getroffen. Die Kl&auml;gerin vers&auml;umt es indes, aus diesen Zusammenh&auml;ngen eine abstrakte Rechtsfrage abzuleiten und herauszustellen, die in dem angestrebten Revisionsverfahren kl&auml;rungsf&auml;hig und kl&auml;rungsbed&uuml;rftig ist. Die ihrem Vorbringen zu entnehmende Aufforderung, der Senat m&ouml;ge kl&auml;ren, nach welchen Grunds&auml;tzen bei einem gemischten Unternehmen das Tatbestandsmerkmal der finanzunternehmerischen Hauptt&auml;tigkeit auszulegen sei, ist keine konkrete Rechtsfrage.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Entsprechendes gilt f&uuml;r das weitere Ansinnen der Kl&auml;gerin, zu kl&auml;ren, wie der Begriff der &quot;Bruttoertr&auml;ge&quot; im o.g. Zusammenhang zu definieren ist. Auch insoweit findet sich in der Beschwerdebegr&uuml;ndung zwar die Darstellung diverser Stimmen aus Rechtsprechung, Literatur und Finanzverwaltung. Es fehlt jedoch an der Herausarbeitung und Ausformulierung einer im Streitfall erheblichen und kl&auml;rungsf&auml;higen abstrakten Rechtsfrage.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Auch soweit die Kl&auml;gerin die Verfassungsm&auml;&szlig;igkeit des &sect;&nbsp;8b Abs.&nbsp;7 KStG 2002 unter R&uuml;ckwirkungsgesichtspunkten in Abrede stellt, reicht ihr Vorbringen zur Darlegung der grunds&auml;tzlichen Bedeutung der Rechtssache nicht aus. Ihrer Auffassung nach verst&ouml;&szlig;t die Praxis der Finanzverwaltung (Schreiben des Bundesministeriums der Finanzen &#8211;BMF&#8211; vom 25.&nbsp;Juli 2002, BStBl I 2002, 712), f&uuml;r die Absicht der kurzfristigen Erzielung eines Eigenhandelserfolgs auf den Zeitpunkt des Erwerbs der Finanzinstrumente abzustellen und in die Regelung auch jene Finanzinstrumente einzubeziehen, die schon vor Ver&ouml;ffentlichung jenes BMF-Schreibens erworben und dem Umlaufverm&ouml;gen zugeordnet worden waren, gegen das verfassungsrechtliche R&uuml;ckwirkungsverbot. Es bedarf keiner Er&ouml;rterung, ob die Kl&auml;gerin ihre Auffassung hinreichend anhand der einschl&auml;gigen verfassungsrechtlichen Rechtsprechung erl&auml;utert hat (vgl. zu diesen Anforderungen z.B. Senatsbeschluss vom 6.&nbsp;November 2007 I&nbsp;B&nbsp;88\/07, BFH\/NV 2008, 577, m.w.N.). Denn jedenfalls l&auml;sst die Kl&auml;gerin in diesem Zusammenhang unerw&auml;hnt, dass sie nicht nur ihre Wertpapiere auch nach Bekanntwerden des BMF-Schreibens in BStBl I 2002, 712 zun&auml;chst noch im Umlaufverm&ouml;gen belassen hat, sondern f&uuml;r den Veranlagungszeitraum 2002 die Anwendbarkeit des &sect;&nbsp;8b Abs.&nbsp;7 KStG 2002 explizit f&uuml;r sich in Anspruch genommen und daraus steuerliche Vorteile gezogen hat. Inwiefern vor diesem Hintergrund die Anwendbarkeit der gleichen Vorschrift in den nachfolgenden Veranlagungszeitr&auml;umen sch&uuml;tzenswertes Vertrauen der Kl&auml;gerin verletzt haben k&ouml;nnte, h&auml;tte eingehender Erl&auml;uterung bedurft.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Aus der Beschwerdebegr&uuml;ndung ergibt sich kein schl&uuml;ssig dargelegter Verfahrensmangel (Zulassungsgrund gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;3 FGO). Bei dem ger&uuml;gten Versto&szlig; gegen das Gleichbehandlungsgebot des Art.&nbsp;3 des Grundgesetzes wegen angeblicher Nichtbeachtung einer der Kl&auml;gerin g&uuml;nstigen Verwaltungsregelung im BMF-Schreiben in BStBl I 2002, 712 w&uuml;rde es sich nicht um einen Verfahrensmangel, sondern um einen materiell-rechtlichen Fehler handeln, der als solcher nicht zur Zulassung der Revision f&uuml;hrt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Von einer weiter gehenden Begr&uuml;ndung wird gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;116 Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;2 FGO abgesehen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>5. Die Kostenentscheidung beruht auf &sect;&nbsp;135 Abs.&nbsp;2 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 11.1.2016, I B 41\/15 Darlegung der grunds&auml;tzlichen Bedeutung Tenor Die Beschwerde der Kl&auml;gerin wegen Nichtzulassung der Revision gegen das Urteil des Finanzgerichts M&uuml;nchen vom 23. M&auml;rz 2015&nbsp;&nbsp;7 K 386\/13 wird als unzul&auml;ssig verworfen. 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