{"id":6615,"date":"2012-11-30T16:11:10","date_gmt":"2012-11-30T14:11:10","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=6615"},"modified":"2012-11-30T16:11:10","modified_gmt":"2012-11-30T14:11:10","slug":"iii-r-93-10-vollzeiterwerbstaetigkeit-schliesst-beruecksichtigung-als-kind-im-familienleistungsausgleich-nicht-aus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/iii-r-93-10-vollzeiterwerbstaetigkeit-schliesst-beruecksichtigung-als-kind-im-familienleistungsausgleich-nicht-aus\/","title":{"rendered":"III&nbsp;R&nbsp;93\/10 &#8211; Vollzeiterwerbst&auml;tigkeit schlie&szlig;t Ber&uuml;cksichtigung als Kind im Familienleistungsausgleich nicht aus"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 22.12.2011, III R 93\/10<\/p>\n<p class=\"titel\">Vollzeiterwerbst&auml;tigkeit schlie&szlig;t Ber&uuml;cksichtigung als Kind im Familienleistungsausgleich nicht aus<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Die Kl&auml;gerin, Revisionsbeklagte und Anschlussrevisionskl&auml;gerin (Kl&auml;gerin) ist die Mutter eines vollj&auml;hrigen Sohnes (S), der im Jahr 2005 erfolgreich seine Ausbildung zum Hotelfachmann absolviert hatte und von M&auml;rz 2006 bis zum August des Streitjahres 2009 vollschichtig in seinem erlernten Beruf arbeitete. Im Januar 2009 bewarb er sich bei einer beruflichen Schule um einen Platz f&uuml;r eine weitere Ausbildung zum staatlich gepr&uuml;ften Betriebswirt in der Fachrichtung Hotel- und Gastst&auml;ttengewerbe. S erhielt im M&auml;rz eine Aufnahmezusage und begann die Ausbildung am 1. September 2009. Ab Ausbildungsbeginn erhielt er ein Betriebsstipendium seines bisherigen Arbeitgebers.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im August 2009 beantragte die Kl&auml;gerin Kindergeld f&uuml;r die Zeit ab September 2009. Die Beklagte, Revisionskl&auml;gerin und Anschlussrevisionsbeklagte (Familienkasse) lehnte die Festsetzung von Kindergeld f&uuml;r die Zeit ab Januar 2009 ab. Der Einspruch blieb ohne Erfolg. Die Familienkasse ging davon aus, dass S im gesamten Jahr 2009 kindergeldrechtlich zu ber&uuml;cksichtigen sei und seine Eink&uuml;nfte und Bez&uuml;ge &uuml;ber dem Grenzbetrag l&auml;gen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Finanzgericht (FG) gab der hiergegen gerichteten Klage teilweise statt. S k&ouml;nne in den Monaten seiner Vollzeitbesch&auml;ftigung nicht als Kind ber&uuml;cksichtigt werden, weshalb der Kl&auml;gerin f&uuml;r die Monate Januar bis August 2009 kein Kindergeld zustehe. F&uuml;r die Zeit der zweiten Ausbildung ab September 2009 sei Kindergeld jedoch festzusetzen, da die in diesem Zeitraum bezogenen Eink&uuml;nfte den anteiligen Grenzbetrag unterschreiten w&uuml;rden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Bundesfinanzhof (BFH) hat auf Beschwerde der Familienkasse mit Beschluss vom 28. Dezember 2010 die Revision f&uuml;r beide Beteiligte in vollem Umfang zugelassen. Die Familienkasse hat Revision, die Kl&auml;gerin Anschlussrevision eingelegt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Familienkasse r&uuml;gt die Verletzung sachlichen Rechts. Nach der ge&auml;nderten Rechtsprechung des BFH sei ein Kind, das auf einen Ausbildungsplatz warte oder sich zwischen zwei Ausbildungsabschnitten befinde, auch dann zu ber&uuml;cksichtigen, wenn es einer Vollzeiterwerbst&auml;tigkeit nachgehe. Daher seien die Eink&uuml;nfte aus dieser T&auml;tigkeit bei der Pr&uuml;fung der Grenzbetrags&uuml;berschreitung einzubeziehen. Feststellungen zur H&ouml;he der Jahreseink&uuml;nfte habe das FG nicht getroffen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Familienkasse beantragt, das Urteil des FG Mecklenburg- Vorpommern vom 27. Juli 2010&nbsp;&nbsp;2 K 40\/10 aufzuheben und die Klage abzuweisen, hilfsweise die Sache zur anderweitigen Verhandlung und Entscheidung zur&uuml;ckzuverweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin beantragt (sinngem&auml;&szlig;), die Revision der Familienkasse zur&uuml;ckzuweisen und die Familienkasse zu verpflichten, abweichend von dem Bescheid vom 21. Oktober 2009 in Gestalt der Einspruchsentscheidung vom 5. Januar 2010 ab dem 1. Januar 2009 Kindergeld f&uuml;r ihren Sohn festzusetzen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Bei Anwendung der neuen h&ouml;chstrichterlichen Rechtsprechung (BFH-Urteil vom 17. Juni 2010 III R 34\/09, BFHE 230, 61, BStBl II 2010, 982) w&auml;re das FG zu dem Ergebnis gelangt, dass ein Kindergeldanspruch bereits ab dem Zeitpunkt der Bewerbung zur Ausbildung als staatlich gepr&uuml;fter Betriebswirt bestanden h&auml;tte. Die Jahreseink&uuml;nfte seien niedriger als der Grenzbetrag. Also habe sie einen Kindergeldanspruch f&uuml;r das ganze Jahr.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Beteiligten haben auf m&uuml;ndliche Verhandlung verzichtet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Revision der Familienkasse ist hinsichtlich der Monate September bis Dezember 2009 begr&uuml;ndet, im &Uuml;brigen ist sie unzul&auml;ssig. Die Anschlussrevision der Kl&auml;gerin ist unzul&auml;ssig.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>A. Zur Revision der Familienkasse<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Hinsichtlich der Monate Januar bis August 2009 ist die Revision unzul&auml;ssig und durch Urteil zu verwerfen (vgl. Gr&auml;ber\/Ruban, Finanzgerichtsordnung, 7. Aufl., &sect; 126 Rz 4, m.w.N.). Die Familienkasse hat die Aufhebung des FG-Urteils insgesamt &#8211;also auch hinsichtlich des genannten Zeitraumes&#8211; beantragt. F&uuml;r eine einschr&auml;nkende Auslegung des sprachlich eindeutig formulierten Revisionsantrages gibt das sonstige Revisionsvorbringen der Familienkasse keine gen&uuml;genden Anhaltspunkte. Da das FG die Verpflichtungsklage f&uuml;r den genannten Zeitraum, also einen teilbaren Streitgegenstand, bereits abgewiesen hatte, fehlt es insoweit an der notwendigen materiellen Beschwer der Beh&ouml;rde (vgl. Gr&auml;ber\/Ruban, a.a.O., Vor &sect; 115 Rz 17).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Hinsichtlich der Monate September bis Dezember 2009 ist die Revision begr&uuml;ndet. Sie f&uuml;hrt zur Aufhebung der Vorentscheidung und zur Zur&uuml;ckverweisung der Sache an das FG (&sect; 126 Abs. 3 Satz 1 Nr. 2 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;). Das FG hat den Sohn der Kl&auml;gerin rechtsfehlerhaft nicht im gesamten Streitjahr 2009 als Kind gem&auml;&szlig; &sect; 32 Abs. 4 Satz 1 des Einkommensteuergesetzes (EStG) ber&uuml;cksichtigt und deshalb seine im Zeitraum Januar bis August erzielten Eink&uuml;nfte bei der Pr&uuml;fung der Grenzbetrags&uuml;berschreitung zu Unrecht nicht einbezogen. Die tats&auml;chlichen Feststellungen des FG erm&ouml;glichen noch keine abschlie&szlig;ende Beurteilung, ob S im Streitjahr Eink&uuml;nfte und Bez&uuml;ge von mehr als 7.680 EUR hatte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) F&uuml;r ein &uuml;ber 18 Jahre altes Kind, das, wie S im Streitjahr 2009, das 25. Lebensjahr noch nicht vollendet hat, besteht nach &sect; 62 Abs. 1, &sect; 63 Abs. 1 Satz 2 i.V.m. &sect; 32 Abs. 4 Satz 1 Nr. 2, &sect; 32 Abs. 4 Satz 2 EStG u.a. dann Anspruch auf Kindergeld, wenn das Kind f&uuml;r einen Beruf ausgebildet wird (&sect; 32 Abs. 4 Satz 1 Nr. 2 Buchst. a EStG) oder eine Berufsausbildung mangels Ausbildungsplatzes nicht beginnen oder fortsetzen kann (&sect; 32 Abs. 4 Satz 1 Nr. 2 Buchst. c EStG) und seine zur Bestreitung des Unterhalts oder der Berufsausbildung bestimmten oder geeigneten Eink&uuml;nfte und Bez&uuml;ge 7.680 EUR im Kalenderjahr nicht &uuml;bersteigen. In Berufsausbildung i.S. des &sect; 32 Abs. 4 Satz 1 Nr. 2 Buchst. a EStG befindet sich, wer sein Berufsziel noch nicht erreicht hat, sich aber ernsthaft und nachhaltig darauf vorbereitet (st&auml;ndige Rechtsprechung, z.B. Senatsurteil vom 24. Februar 2010 III R 3\/08, BFH\/NV 2010, 1262). Nach &sect; 32 Abs. 4 Satz 1 Nr. 2 Buchst. c EStG ist ein Kind zu ber&uuml;cksichtigen, wenn es eine Berufsausbildung mangels Ausbildungsplatzes nicht beginnen oder fortsetzen kann. Das ist nicht nur dann der Fall, wenn das Kind noch keinen Ausbildungsplatz gefunden hat, sondern auch dann, wenn ihm ein Ausbildungsplatz bereits zugesagt wurde, es diesen aber aus schul-, studien- oder betriebsorganisatorischen Gr&uuml;nden erst zu einem sp&auml;teren Zeitpunkt antreten kann (z.B. Senatsurteil in BFHE 230, 61, BStBl II 2010, 982).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Danach geht das FG zun&auml;chst zutreffend davon aus, dass S im gesamten Streitjahr 2009 die Voraussetzungen eines Ber&uuml;cksichtigungstatbestands nach &sect; 32 Abs. 4 Satz 1 Nr. 2 EStG erf&uuml;llt hat. In den Monaten September bis Dezember 2009 (Schulausbildung an der beruflichen Schule der Stadt X) wurde er i.S. des &sect; 32 Abs. 4 Satz 1 Nr. 2 Buchst. a EStG f&uuml;r einen Beruf ausgebildet. In den Monaten Januar bis August 2009 war er als Kind nach &sect; 32 Abs. 4 Satz 1 Nr. 2 Buchst. c EStG zu ber&uuml;cksichtigen, denn er hatte sich nach den den Senat bindenden Feststellungen des FG (&sect; 118 Abs. 2 FGO) im Januar um eine weitere Ausbildung zum staatlich gepr&uuml;ften Betriebswirt beworben, im M&auml;rz eine Aufnahmezusage f&uuml;r das Schuljahr 2009\/2010 erhalten und diese Ausbildung entsprechend der Aufnahmezusage zum 1. September 2009 tats&auml;chlich begonnen. Anhaltspunkte daf&uuml;r, dass S gleichwohl in der Zeit von Januar bis August 2009 nicht ausbildungswillig gewesen ist, hat das FG nicht festgestellt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Entgegen der Auffassung des FG wird der Tatbestand des &sect; 32 Abs. 4 Satz 1 Nr. 2 Buchst. c EStG jedoch nicht dadurch ausgeschlossen, dass S in den danach auch zu ber&uuml;cksichtigenden Monaten Januar bis August 2009 einer Vollzeiterwerbst&auml;tigkeit nachging. Insoweit verweist der Senat zur weiteren Begr&uuml;ndung auf sein Urteil in BFHE 230, 61, BStBl II 2010, 982. Danach stand die Vollzeiterwerbst&auml;tigkeit des S seiner Ber&uuml;cksichtigung als Kind i.S. des &sect; 32 Abs. 4 EStG nicht entgegen. Bei der Frage, ob der Grenzbetrag &uuml;berschritten ist, sind daher auch die Eink&uuml;nfte und Bez&uuml;ge aus den Monaten Januar bis August 2009 einzubeziehen. Ausreichende Feststellungen zur H&ouml;he dieser Eink&uuml;nfte und Bez&uuml;ge hat das FG &#8211;von seinem Standpunkt aus folgerichtig&#8211; nicht getroffen. Diese wird es im zweiten Rechtsgang nachzuholen haben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>B. Zur Anschlussrevision der Kl&auml;gerin<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Die Kl&auml;gerin hat zwar nicht selbst &#8211;binnen eines Monats nach Zustellung des Revisionszulassungsbeschlusses (vgl. &sect; 116 Abs. 7 Satz 2 FGO)&#8211; Revision eingelegt. Ihr Antrag im Schriftsatz vom 11. Mai 2011, wonach die Familienkasse verpflichtet werden soll, Kindergeld f&uuml;r das gesamte Streitjahr festzusetzen, l&auml;sst aber ihren auf Ab&auml;nderung des FG-Urteils zu ihren Gunsten gerichteten Willen erkennen und ist damit als Anschlussrevision auszulegen (BFH-Urteile vom 21. August 1990 VIII R 25\/86, BFHE 163, 524, BStBl II 1991, 564; vom 22. April 2004 V R 72\/03, BFHE 205, 525, BStBl II 2004, 684). Diese ist jedoch unzul&auml;ssig, da sie nicht innerhalb eines Monats nach Zustellung der Revisionsbegr&uuml;ndungsschrift der Familienkasse eingelegt wurde (&sect; 155 FGO i.V.m. &sect; 554 Abs. 2 Satz 2 der Zivilprozessordnung; BFH-Urteile vom 20. September 1999 III R 33\/97, BFHE 190, 266, BStBl II 2000, 208; vom 2. Juni 2005 III R 15\/04, BFHE 210, 141, BStBl II 2005, 828). Die Zustellung der Revisionsbegr&uuml;ndungsschrift erfolgte am 11. Februar 2011; die Anschlussrevision wurde erst im Mai 2011 eingelegt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Da die Kl&auml;gerin weder Revision noch eine zul&auml;ssige Anschlussrevision eingelegt hat, kann das FG-Urteil, soweit darin die Klage hinsichtlich Kindergeld f&uuml;r die Monate Januar bis August abgewiesen wurde, nicht mehr zu ihren Gunsten aufgehoben werden. Wegen der mit dem vorliegenden Urteil eintretenden Rechtskraft kann Kindergeld damit f&uuml;r diesen Zeitraum selbst dann nicht mehr festgesetzt werden, wenn sich nach der Zur&uuml;ckverweisung herausstellen sollte, dass der Jahresgrenzbetrag nicht &uuml;berschritten ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 22.12.2011, III R 93\/10 Vollzeiterwerbst&auml;tigkeit schlie&szlig;t Ber&uuml;cksichtigung als Kind im Familienleistungsausgleich nicht aus Tatbestand 1&nbsp; I. Die Kl&auml;gerin, Revisionsbeklagte und Anschlussrevisionskl&auml;gerin (Kl&auml;gerin) ist die Mutter eines vollj&auml;hrigen Sohnes (S), der im Jahr 2005 erfolgreich seine Ausbildung zum Hotelfachmann absolviert hatte und von M&auml;rz 2006 bis zum August des Streitjahres 2009 vollschichtig in &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/iii-r-93-10-vollzeiterwerbstaetigkeit-schliesst-beruecksichtigung-als-kind-im-familienleistungsausgleich-nicht-aus\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">III&nbsp;R&nbsp;93\/10 &#8211; Vollzeiterwerbst&auml;tigkeit schlie&szlig;t Ber&uuml;cksichtigung als Kind im Familienleistungsausgleich nicht aus<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-6615","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6615","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=6615"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6615\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=6615"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=6615"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=6615"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}