{"id":6616,"date":"2012-11-30T16:11:09","date_gmt":"2012-11-30T14:11:09","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=6616"},"modified":"2012-11-30T16:11:09","modified_gmt":"2012-11-30T14:11:09","slug":"iii-r-64-10-vollzeiterwerbstaetigkeit-schliesst-beruecksichtigung-als-kind-im-familienleistungsausgleich-nicht-aus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/iii-r-64-10-vollzeiterwerbstaetigkeit-schliesst-beruecksichtigung-als-kind-im-familienleistungsausgleich-nicht-aus\/","title":{"rendered":"III&nbsp;R&nbsp;64\/10 &#8211; Vollzeiterwerbst&auml;tigkeit schlie&szlig;t Ber&uuml;cksichtigung als Kind im Familienleistungsausgleich nicht aus"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 22.12.2011, III R 64\/10<\/p>\n<p class=\"titel\">Vollzeiterwerbst&auml;tigkeit schlie&szlig;t Ber&uuml;cksichtigung als Kind im Familienleistungsausgleich nicht aus<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Der Kl&auml;ger und Revisionsbeklagte (Kl&auml;ger) bezog zun&auml;chst aufgrund einer entsprechend befristeten Festsetzung f&uuml;r Januar und Februar 2008 Kindergeld f&uuml;r seinen 1989 geborenen Sohn (S), der im Februar 2008 seine Ausbildung zum Bankkaufmann beendete. Im Februar 2008 teilte der Kl&auml;ger der Beklagten und Revisionskl&auml;gerin (Familienkasse) mit, dass S bis Mitte 2008 bei der Bank besch&auml;ftigt sein werde und ab dem neuen Schuljahr, d.h. ab September 2008, die Berufsoberschule zur Erlangung des Abiturs besuchen werde. Daraufhin hob die Familienkasse die Bewilligung von Kindergeld f&uuml;r S im Februar 2008 ab M&auml;rz 2008 auf. Zur Begr&uuml;ndung f&uuml;hrte sie aus, dass S im Februar 2008 die Berufsausbildung beendet habe und danach kein Anspruch mehr auf Kindergeld bestehe.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Hinblick auf den beabsichtigten Ausbildungsbeginn im September 2008 und die in diesem Zusammenhang erfolgte K&uuml;ndigung des Arbeitsverh&auml;ltnisses bei der Bank zum 31. August 2008 beantragte der Kl&auml;ger im Juni 2008 die Bewilligung von Kindergeld f&uuml;r S ab September 2008. Mit Bescheid vom 26. September 2008 hob die Familienkasse daraufhin die Bewilligung von Kindergeld ab Januar 2008 auf, da S im gesamten Kalenderjahr 2008 als Kind zu ber&uuml;cksichtigen sei und seine voraussichtlichen Eink&uuml;nfte und Bez&uuml;ge den Jahresgrenzbetrag &uuml;berstiegen. Den hiergegen gerichteten Einspruch des Kl&auml;gers wies sie zur&uuml;ck.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Finanzgericht (FG) gab der Klage des Kl&auml;gers, mit der er Kindergeld f&uuml;r S f&uuml;r die Monate Januar und Februar 2008 sowie f&uuml;r September bis Dezember 2008 begehrte, statt. Es entschied, dass die Monate der Vollzeiterwerbst&auml;tigkeit, d.h. die Monate M&auml;rz bis einschlie&szlig;lich August 2008, als K&uuml;rzungsmonate zu behandeln und die in diesen Monaten erzielten Eink&uuml;nfte und Bez&uuml;ge daher nicht zu ber&uuml;cksichtigen seien. Die in den Ber&uuml;cksichtigungsmonaten Januar, Februar und September bis Dezember 2008 erzielten Eink&uuml;nfte und Bez&uuml;ge &uuml;berschritten den anteiligen Jahresgrenzbetrag nicht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit ihrer Revision r&uuml;gt die Familienkasse eine unzutreffende Auslegung des &sect; 32 Abs. 4 Satz 1 Nr. 2 Buchst. c des Einkommensteuergesetzes in der im Streitzeitraum geltenden Fassung (EStG) und nimmt auf das Senatsurteil vom 17. Juni 2010 III R 34\/09 (BFHE 230, 61, BStBl II 2010, 982) Bezug.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Sie beantragt, das Urteil des FG aufzuheben und die Klage abzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger beantragt, die Revision zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Revision der Familienkasse ist hinsichtlich der Monate September bis Dezember 2008 begr&uuml;ndet (unten 1.). Insoweit f&uuml;hrt die Revision zur Aufhebung des angegriffenen Urteils und zur Zur&uuml;ckverweisung der Sache an das FG, da dessen bisherige Feststellungen keine abschlie&szlig;ende Entscheidung dar&uuml;ber erm&ouml;glichen, ob dem Kl&auml;ger f&uuml;r diese Monate ein Kindergeldanspruch zusteht (&sect; 126 Abs. 3 Satz 1 Nr. 2 der Finanzgerichtsordnung -FGO-). Hinsichtlich der Monate Januar und Februar 2008 ist die Revision der Familienkasse als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckzuweisen (&sect; 126 Abs. 2 FGO). Denn die Familienkasse war zu einer (r&uuml;ckwirkenden) Aufhebung der bestandskr&auml;ftigen Festsetzung f&uuml;r diese Monate nicht berechtigt (unten 2.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. F&uuml;r ein &uuml;ber 18 Jahre altes Kind, das, wie S in 2008, das 25. Lebensjahr noch nicht vollendet hat, besteht nach &sect; 62 Abs. 1, &sect; 63 Abs. 1 Satz 2 i.V.m. &sect; 32 Abs. 4 Satz 1 Nr. 2, &sect; 32 Abs. 4 Satz 2 EStG u.a. dann Anspruch auf Kindergeld, wenn das Kind f&uuml;r einen Beruf ausgebildet wird (&sect; 32 Abs. 4 Satz 1 Nr. 2 Buchst. a EStG) oder eine Berufsausbildung mangels Ausbildungsplatzes nicht beginnen oder fortsetzen kann (&sect; 32 Abs. 4 Satz 1 Nr. 2 Buchst. c EStG) und seine zur Bestreitung des Unterhalts oder der Berufsausbildung bestimmten oder geeigneten Eink&uuml;nfte und Bez&uuml;ge 7.680 EUR im Kalenderjahr nicht &uuml;bersteigen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) In Berufsausbildung i.S. des &sect; 32 Abs. 4 Satz 1 Nr. 2 Buchst. a EStG befindet sich, wer sein Berufsziel noch nicht erreicht hat, sich aber ernsthaft und nachhaltig darauf vorbereitet (st&auml;ndige Rechtsprechung, z.B. Senatsurteil vom 24. Februar 2010 III R 3\/08, BFH\/NV 2010, 1262). Nach &sect; 32 Abs. 4 Satz 1 Nr. 2 Buchst. c EStG ist ein Kind zu ber&uuml;cksichtigen, wenn es eine Berufsausbildung mangels Ausbildungsplatzes nicht beginnen oder fortsetzen kann. Das ist nicht nur dann der Fall, wenn das Kind noch keinen Ausbildungsplatz gefunden hat, sondern auch dann, wenn ihm ein Ausbildungsplatz bereits zugesagt wurde, es diesen aber aus schul-, studien- oder betriebsorganisatorischen Gr&uuml;nden erst zu einem sp&auml;teren Zeitpunkt antreten kann (z.B. Senatsurteil in BFHE 230, 61, BStBl II 2010, 982).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Danach geht das FG zun&auml;chst zutreffend davon aus, dass S im gesamten Kalenderjahr 2008 die Voraussetzungen eines Ber&uuml;cksichtigungstatbestands nach &sect; 32 Abs. 4 Satz 1 Nr. 2 EStG erf&uuml;llt hat. In den Monaten Januar und Februar 2008 (Ausbildung zum Bankkaufmann) und in den Monaten September bis Dezember 2008 (Besuch der Berufsoberschule zur Erlangung des Abiturs) wurde er i.S. des &sect; 32 Abs. 4 Satz 1 Nr. 2 Buchst. a EStG f&uuml;r einen Beruf ausgebildet. In den Monaten M&auml;rz bis August 2008 war er als Kind nach &sect; 32 Abs. 4 Satz 1 Nr. 2 Buchst. c EStG zu ber&uuml;cksichtigen, denn er hatte sich (sp&auml;testens) im M&auml;rz 2008 bei der Schule f&uuml;r das kommende Schuljahr, dem n&auml;chstm&ouml;glichen Ausbildungsbeginn, beworben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Entgegen der Auffassung des FG wird der Tatbestand des &sect; 32 Abs. 4 Satz 1 Nr. 2 Buchst. c EStG jedoch nicht dadurch ausgeschlossen, dass S in den danach auch zu ber&uuml;cksichtigenden Monaten M&auml;rz bis August 2008 einer Vollzeiterwerbst&auml;tigkeit nachging. Insoweit verweist der Senat zur weiteren Begr&uuml;ndung auf sein Urteil in BFHE 230, 61, BStBl II 2010, 982. Danach stand die Vollzeiterwerbst&auml;tigkeit des S seiner Ber&uuml;cksichtigung als Kind i.S. des &sect; 32 Abs. 4 EStG nicht entgegen. Bei der Frage, ob der Grenzbetrag &uuml;berschritten ist, sind daher auch die Eink&uuml;nfte und Bez&uuml;ge aus den Monaten M&auml;rz bis August 2008 einzubeziehen. Das FG hat &#8211;aus seiner Sicht zu Recht&#8211; bislang lediglich gepr&uuml;ft, ob die Eink&uuml;nfte und Bez&uuml;ge der Monate Januar, Februar und September bis Dezember 2008 den anteiligen Grenzbetrag &uuml;berschritten haben. Es wird nunmehr auch die in den Monaten der Vollzeiterwerbst&auml;tigkeit erzielten Eink&uuml;nfte festzustellen und sodann abschlie&szlig;end zu pr&uuml;fen haben, ob der Jahresgrenzbetrag von 7.680 EUR &uuml;berschritten ist. Hiervon h&auml;ngt ab, ob dem Kl&auml;ger in den streitbefangenen Monaten September bis Dezember 2008 tats&auml;chlich ein Anspruch auf Kindergeld f&uuml;r S zusteht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Im Ergebnis zu Recht hat das FG den Bescheid der Familienkasse vom 26. September 2008 und die hierzu ergangene Einspruchsentscheidung vom 1. Dezember 2008 aufgehoben, soweit die Familienkasse damit die f&uuml;r Januar und Februar 2008 bereits bestandskr&auml;ftige Festsetzung von Kindergeld aufgehoben hat. Denn<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td>die verfahrensrechtlichen Voraussetzungen f&uuml;r eine Aufhebung lagen nicht vor (vgl. Senatsurteil vom 21. Oktober 2010 III R 74\/09, BFH\/NV 2011, 250).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Insbesondere kam eine Korrektur der Festsetzung nach &sect; 70 Abs. 4 EStG nicht in Betracht. Denn im Streitfall haben sich nach den Feststellungen des FG hinsichtlich des Betrages der Eink&uuml;nfte und Bez&uuml;ge keine tats&auml;chlichen &Auml;nderungen gegen&uuml;ber den Annahmen in der Prognose ergeben. Vielmehr hat sich im Jahr 2008 allein die Rechtsauffassung der Verwaltung zur Ber&uuml;cksichtigungsf&auml;higkeit von Kindern, die w&auml;hrend des Wartens auf einen Ausbildungsplatz (&sect; 32 Abs. 4 Satz 1 Nr. 2 Buchst. c EStG) einer Vollzeiterwerbst&auml;tigkeit nachgehen, mit der Folge ge&auml;ndert, dass die Eink&uuml;nfte aus der Vollzeiterwerbst&auml;tigkeit bei der Pr&uuml;fung der Grenzbetrags&uuml;berschreitung einzubeziehen sind. Eine derartige &Auml;nderung der Rechtsauffassung gen&uuml;gt allein aber nicht, um eine Korrektur der Festsetzung gem&auml;&szlig; &sect; 70 Abs. 4 EStG zu rechtfertigen. Auch andere &Auml;nderungsvorschriften greifen nicht ein. Zur weiteren Begr&uuml;ndung wird auf das Urteil in BFH\/NV 2011, 250 Bezug genommen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Klarstellend weist der Senat darauf hin, dass der Anwendungsbereich des &sect; 70 Abs. 4 EStG dann wieder er&ouml;ffnet ist, wenn nicht allein die Einbeziehung der Eink&uuml;nfte aus der Vollzeiterwerbst&auml;tigkeit in Folge ge&auml;nderter Rechtsauffassung zur nachtr&auml;glichen Feststellung der Grenzbetrags&uuml;berschreitung f&uuml;hrt, sondern sich zus&auml;tzlich tats&auml;chliche &Auml;nderungen hinsichtlich des Betrages der Eink&uuml;nfte und Bez&uuml;ge ergeben &#8211;z.B. durch eine bei Erlass der Prognoseentscheidung nicht absehbare Nebenerwerbst&auml;tigkeit des Kindes, die parallel zu einer avisierten Ausbildung an einer Schule oder Hochschule aufgenommen wird&#8211; und diese tats&auml;chlichen &Auml;nderungen bereits f&uuml;r sich genommen die nachtr&auml;gliche Feststellung der &Uuml;berschreitung des (anteiligen) Grenzbetrages erm&ouml;glicht h&auml;tten. Das Vorliegen eines solchen Sachverhalts hat das FG indes nicht festgestellt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 22.12.2011, III R 64\/10 Vollzeiterwerbst&auml;tigkeit schlie&szlig;t Ber&uuml;cksichtigung als Kind im Familienleistungsausgleich nicht aus Tatbestand 1&nbsp; I. Der Kl&auml;ger und Revisionsbeklagte (Kl&auml;ger) bezog zun&auml;chst aufgrund einer entsprechend befristeten Festsetzung f&uuml;r Januar und Februar 2008 Kindergeld f&uuml;r seinen 1989 geborenen Sohn (S), der im Februar 2008 seine Ausbildung zum Bankkaufmann beendete. 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