{"id":6622,"date":"2012-11-30T21:34:21","date_gmt":"2012-11-30T19:34:21","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=6622"},"modified":"2012-11-30T21:34:21","modified_gmt":"2012-11-30T19:34:21","slug":"iv-r-2-09-zufluss-der-gegenleistung-in-form-eines-grundstuecks-bei-einnahmeueberschussrechnung-anwendung-der-verlustausschlussklausel-in-par-55-abs-6-estg-bei-gestreckter-veraeusserung-anwendungsberei","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/iv-r-2-09-zufluss-der-gegenleistung-in-form-eines-grundstuecks-bei-einnahmeueberschussrechnung-anwendung-der-verlustausschlussklausel-in-par-55-abs-6-estg-bei-gestreckter-veraeusserung-anwendungsberei\/","title":{"rendered":"IV&nbsp;R&nbsp;2\/09 &#8211; Zufluss der Gegenleistung in Form eines Grundst&uuml;cks bei Einnahme&uuml;berschussrechnung &#8211; Anwendung der Verlustausschlussklausel in &sect; 55 Abs. 6 EStG bei gestreckter Ver&auml;u&szlig;erung &#8211; Anwendungsbereich des &sect; 4 Abs. 3 Satz 4 EStG i.d.F. des StEind&auml;mmG &#8211; Anh&ouml;rung des Steuerpflichtigen bei Vorwurf der leichtfertigen Steuerverk&uuml;rzung &#8211; Beurteilung der &quot;Leichtfertigkeit&quot; &#8211; Bindung an die Gesamtw&uuml;rdigung des FG &#8211; Einheitlichkeit der Kostenentscheidung"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 17.11.2011, IV R 2\/09<\/p>\n<p class=\"titel\">Zufluss der Gegenleistung in Form eines Grundst&uuml;cks bei Einnahme&uuml;berschussrechnung &#8211; Anwendung der Verlustausschlussklausel in &sect; 55 Abs. 6 EStG bei gestreckter Ver&auml;u&szlig;erung &#8211; Anwendungsbereich des &sect; 4 Abs. 3 Satz 4 EStG i.d.F. des StEind&auml;mmG &#8211; Anh&ouml;rung des Steuerpflichtigen bei Vorwurf der leichtfertigen Steuerverk&uuml;rzung &#8211; Beurteilung der &quot;Leichtfertigkeit&quot; &#8211; Bindung an die Gesamtw&uuml;rdigung des FG &#8211; Einheitlichkeit der Kostenentscheidung<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Der Vater des Kl&auml;gers und Revisionskl&auml;gers (Kl&auml;ger) war Landwirt. Zum landwirtschaftlichen Verm&ouml;gen geh&ouml;rte &#8211;bereits vor dem Jahr 1970&#8211; ein Grundst&uuml;ck mit Kies- und Sandvorkommen (im Folgenden: Kiesgrundst&uuml;ck).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit Tauschvertrag vom 22. September 1982 zwischen dem Vater des Kl&auml;gers und einem Kiesbauunternehmen verpflichtete sich der Vater zur &Uuml;bertragung des Kiesgrundst&uuml;cks (&#8230; ha) an das Kiesbauunternehmen zum 1. Januar 1983. Als Gegenleistung wurde ein Grundst&uuml;ck &uuml;ber &#8230; ha sofort auf den Vater &uuml;bertragen. Daneben verpflichtete sich das Kiesbauunternehmen, dem Vater ein in der N&auml;he des Hofes gelegenes Grundst&uuml;ck in einer Gr&ouml;&szlig;e von &#8230; ha (im Folgenden: hofnahes Grundst&uuml;ck) nach Ende der Entkiesung zu beschaffen. F&uuml;r den Fall, dass das Kiesbauunternehmen der Pflicht zur &Uuml;bertragung des hofnahen Grundst&uuml;cks nicht nachkommt, sollte der Vater ein n&auml;her bezeichnetes Grundst&uuml;ck &quot;in entsprechender Gr&ouml;&szlig;e und entsprechendem Wert&quot; erhalten (im Folgenden: Ersatzgrundst&uuml;ck). Letzterer Anspruch wurde durch eine Auflassungsvormerkung gesichert. Die steuerliche Behandlung des Tauschvertrags beim Vater kann nicht mehr ermittelt werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Hoferbe des Vaters war zun&auml;chst dessen Ehefrau, die sodann vom Kl&auml;ger beerbt wurde. Der Kl&auml;ger ist Nebenerwerbslandwirt und ermittelt seinen Gewinn durch Einnahmen&uuml;berschussrechnung gem&auml;&szlig; &sect; 4 Abs. 3 des Einkommensteuergesetzes (EStG) f&uuml;r das Wirtschaftsjahr nach &sect; 4a Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 EStG vom 1. Juli eines Jahres bis 30. Juni des Folgejahres.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit notariellem Vertrag vom 29. Juli 1997 vereinbarte der Kl&auml;ger mit dem Kiesbauunternehmen, dass er anstelle des hofnahen Grundst&uuml;cks bzw. des Ersatzgrundst&uuml;cks eine als Barleistung bezeichnete Geldzahlung in H&ouml;he von 150.000 DM erhalten soll (im Weiteren Barleistung). Die Barleistung wurde noch im Jahr 1997 an den Kl&auml;ger ausgezahlt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger erkl&auml;rte weder in seiner Einkommensteuererkl&auml;rung 1997 vom 25. Februar 1999 noch in seiner Einkommensteuererkl&auml;rung 1998 vom 9. Mai 2000 die Einnahme von 150.000 DM (oder einen Teilbetrag). Das Finanzamt X veranlagte die Kl&auml;ger mit Einkommensteuerbescheid 1997 vom 25. M&auml;rz 1999 und mit Einkommensteuerbescheid 1998 vom 26. Mai 2000 erkl&auml;rungsgem&auml;&szlig;.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach einer im Jahr 2004 durchgef&uuml;hrten Au&szlig;enpr&uuml;fung ordnete das Finanzamt X ein Drittel der Barleistung dem Grund und Boden zu und erh&ouml;hte die Betriebseinnahmen im Wirtschaftsjahr 1997\/98 in den hier streitigen ge&auml;nderten Einkommensteuerbescheiden 1997 und 1998 vom 18. November 2005 um 50.000 DM.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach erfolglosem Einspruch wies das Finanzgericht (FG) die Klage ab. In den Streitjahren (1997 und 1998) sei eine Betriebseinnahme von 50.000 DM anzusetzen. Hiervon k&ouml;nnten die Anschaffungskosten f&uuml;r das Kiesgrundst&uuml;ck nicht abgezogen werden, da diese bereits bei der Ver&auml;u&szlig;erung des Grundst&uuml;cks im Jahr 1983 vom Vater des Kl&auml;gers h&auml;tten ber&uuml;cksichtigt werden m&uuml;ssen. Festsetzungsverj&auml;hrung sei noch nicht eingetreten, weil der Kl&auml;ger eine leichtfertige Steuerverk&uuml;rzung begangen habe, indem er die Betriebseinnahme in H&ouml;he von 50.000 DM nicht erkl&auml;rt habe. Die Vorentscheidung ist in Entscheidungen der Finanzgerichte 2009, 389 ver&ouml;ffentlicht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit der Revision r&uuml;gt der Kl&auml;ger die Verletzung materiellen Rechts. Die Gegenleistung f&uuml;r die Ver&auml;u&szlig;erung des Kiesgrundst&uuml;cks sei dem Vater des Kl&auml;gers bereits im Jahr 1982 zugeflossen. Im Wirtschaftsjahr 1997\/98 sei kein Wertzuwachs mehr zu versteuern.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Sollte gleichwohl im Wirtschaftsjahr 1997\/98 eine Betriebseinnahme von 50.000 DM anzusetzen sein, w&auml;ren jedenfalls die &#8211;nach &sect; 55 Abs. 1 EStG ermittelten&#8211; fiktiven Anschaffungskosten des Kiesgrundst&uuml;cks anteilig als Betriebsausgabe abzuziehen, weil der Kl&auml;ger von der gesamten Gegenleistung im Wirtschaftsjahr 1997\/98 nur einen Teilbetrag erhalten habe. Dies folge aus &sect; 4 Abs. 3 Satz 4 EStG i.d.F. des Gesetzes zur Eind&auml;mmung missbr&auml;uchlicher Steuergestaltungen (StEind&auml;mmG) vom 28. April 2006 (BGBl I 2006, 1095). Danach seien die Anschaffungskosten u.a. f&uuml;r nicht abnutzbare Wirtschaftsg&uuml;ter des Anlageverm&ouml;gens wie Grund und Boden erst im Zeitpunkt des Zuflusses des Ver&auml;u&szlig;erungserl&ouml;ses zu ber&uuml;cksichtigen. Die Vorschrift sei auf alle noch offenen F&auml;lle, in denen das Grundst&uuml;ck vor dem 5. Mai 2006 angeschafft worden sei, anwendbar. Denn die Anwendungsvorschrift des &sect; 52 Abs. 10 Satz 3 EStG stelle allein auf das Anschaffungsdatum ab. Eine Einschr&auml;nkung hinsichtlich des Ver&auml;u&szlig;erungszeitpunkts enthalte diese Vorschrift nicht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Abzug der anteiligen Anschaffungskosten als Betriebsausgabe ergebe sich auch aus R 4.5 Abs. 5 Satz 1 der Einkommensteuer-Richtlinien (EStR) 2008 bzw. den identischen Vorg&auml;ngerbestimmungen, wonach bei Ratenzahlung eines Kaufpreises in jedem Wirtschaftsjahr der Teilbetrag des Buchwertes anzusetzen sei, der den zugeflossenen Kaufpreisraten entspreche.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Au&szlig;erdem seien die Besonderheiten der Verlustausschlussklausel des &sect; 55 Abs. 6 Satz 1 EStG zu ber&uuml;cksichtigen. Es k&ouml;nne nicht richtig sein, dass im Jahr 1983 ein &#8211;wegen des Betriebsausgabenabzugs der gesamten Anschaffungskosten f&uuml;r das Kiesgrundst&uuml;ck zwangsl&auml;ufig entstehender&#8211; Verlust dem Abzugsverbot des &sect; 55 Abs. 6 Satz 1 EStG unterliege, w&auml;hrend im Wirtschaftsjahr 1997\/98 &#8211;wegen des Zahlungseingangs&#8211; ein Gewinn zu versteuern sei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>F&uuml;r die Einkommensteuer 1997 sei schlie&szlig;lich bereits Festsetzungsverj&auml;hrung eingetreten. Das FG habe zu Unrecht eine leichtfertige Steuerverk&uuml;rzung angenommen; insbesondere habe es den Kl&auml;ger nicht pers&ouml;nlich angeh&ouml;rt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger beantragt sinngem&auml;&szlig;, die Vorentscheidung sowie die ge&auml;nderten Einkommensteuerbescheide 1997 und 1998 vom 18. November 2005 in Gestalt der Einspruchsentscheidung vom 7. Dezember 2006 aufzuheben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Finanzamt X beantragt, die Revision als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Verlauf des Revisionsverfahrens ist durch einen Zust&auml;ndigkeitswechsel das Finanzamt Y (FA) neuer Beklagter und Revisionsbeklagter geworden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Revision wegen Einkommensteuer 1998 ist unbegr&uuml;ndet und war daher zur&uuml;ckzuweisen (&sect; 126 Abs. 2 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;). Die Revision wegen Einkommensteuer 1997 ist begr&uuml;ndet. Sie f&uuml;hrt insoweit zur Aufhebung der Vorentscheidung und Zur&uuml;ckverweisung der Sache zur anderweitigen Verhandlung und Entscheidung (&sect; 126 Abs. 3 Satz 1 Nr. 2 FGO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FG ist zu Recht davon ausgegangen, dass die Barleistung in H&ouml;he von 50.000 DM im Wirtschaftsjahr 1997\/98 als Betriebseinnahme zu erfassen ist (dazu unter 1.) und anteilige Anschaffungskosten des Kiesgrundst&uuml;cks in diesem Wirtschaftsjahr nicht als Betriebsausgaben abzuziehen sind (dazu unter 2.). Ebenfalls zutreffend hat das FG angenommen, dass der &Auml;nderung des Einkommensteuerbescheids 1998 die Festsetzungsverj&auml;hrung nicht entgegenstand (dazu unter 3.). Die Feststellungen des FG lassen indes eine Beurteilung der Frage, ob der ge&auml;nderte Einkommensteuerbescheid 1997 innerhalb der Festsetzungsfrist erlassen worden ist, nicht zu (dazu unter 4.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Der Kl&auml;ger hat im Wirtschaftsjahr 1997\/98 eine Betriebseinnahme in H&ouml;he von 50.000 DM erzielt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Der im eigenen Grundst&uuml;ck befindliche Bodenschatz stellt im Streitfall Privatverm&ouml;gen dar, da er nicht f&uuml;r Zwecke der Land- und Forstwirtschaft gewonnen und verwertet wurde (Urteil des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 28. Oktober 1982 IV R 73\/81, BFHE 137, 32, BStBl II 1983, 106). Die Gegenleistung ist daher nur insoweit bei den Eink&uuml;nften aus Land- und Forstwirtschaft zu erfassen, als sie auf den zum landwirtschaftlichen Betriebsverm&ouml;gen geh&ouml;renden Grund und Boden entf&auml;llt. Die Aufteilung ist zwischen den Beteiligten unstreitig.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Die Zahlung ist dem Kl&auml;ger in der zweiten H&auml;lfte des Jahres 1997 zugeflossen und war somit im Wirtschaftsjahr 1997\/98 zu erfassen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Der Kl&auml;ger hat seinen Gewinn in den Streitjahren durch Einnahmen&uuml;berschussrechnung gem&auml;&szlig; &sect; 4 Abs. 3 EStG ermittelt. Daher gilt das Zuflussprinzip (&sect; 11 Abs. 1 EStG). Eine Einnahme flie&szlig;t dem Steuerpflichtigen i.S. des &sect; 11 Abs. 1 Satz 1 EStG zu, wenn er die wirtschaftliche Verf&uuml;gungsmacht &uuml;ber die in Geld oder Geldeswert bestehenden G&uuml;ter erlangt hat (BFH-Urteil vom 21. November 1989 IX R 170\/85, BFHE 159, 72, BStBl II 1990, 310). Dies ist dann der Fall, wenn er zivilrechtlicher oder wirtschaftlicher Eigent&uuml;mer des Wirtschaftsguts i.S. des &sect; 39 Abs. 2 Nr. 1 der Abgabenordnung (AO) wird.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Eine Betriebseinnahme im Wirtschaftsjahr 1997\/98 kann der Kl&auml;ger nicht damit in Abrede stellen, dass sein Vater bereits im Jahr 1982 einen Grundst&uuml;cks&uuml;bertragungsanspruch zu versteuern gehabt habe und ein Wertzuwachs im Wirtschaftsjahr 1997\/98 nicht mehr zu erfassen sei. Dies gilt unabh&auml;ngig davon, nach welcher Methode der Vater des Kl&auml;gers seinen Gewinn ermittelt hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Sollte der Vater seinen Gewinn ebenfalls durch Einnahmen&uuml;berschussrechnung ermittelt haben, h&auml;tte der Anspruch auf &Uuml;bertragung des hofnahen Grundst&uuml;cks bzw. des Ersatzgrundst&uuml;cks seinen Gewinn noch nicht erh&ouml;ht, weil von einer Betriebseinnahme erst mit &Uuml;bergang des wirtschaftlichen Eigentums (&sect; 39 Abs. 2 Nr. 1 AO) auszugehen ist. Bei Grundst&uuml;cken erlangt der Erwerber wirtschaftliches Eigentum regelm&auml;&szlig;ig ab dem Zeitpunkt, von dem ab er nach dem Willen der Vertragspartner wirtschaftlich &uuml;ber das Grundst&uuml;ck verf&uuml;gen kann. Das ist der Fall, sobald Besitz, Gefahr, Nutzen und Lasten auf den Erwerber &uuml;bergegangen sind (BFH-Urteile vom 2. Oktober 1987 VI R 65\/84, BFH\/NV 1988, 86; vom 10. November 1989 VI R 155\/85, BFH\/NV 1990, 290; BFH-Beschluss vom 23. M&auml;rz 1994 VIII B 50\/93, BFH\/NV 1994, 786; vgl. auch BFH-Urteil vom 2. Mai 1984 VIII R 276\/81, BFHE 141, 498, BStBl II 1984, 820). Der Abschluss des notariellen Kaufvertrags und die Eintragung einer Auflassungsvormerkung reichen f&uuml;r den Erwerb des wirtschaftlichen Eigentums noch nicht aus (BFH-Beschluss vom 23. M&auml;rz 2007 IX B 114\/06, BFH\/NV 2007, 1272); daher ist es auch ohne Bedeutung, ob der Kauf der Grunderwerbsteuer unterliegt. Im Streitfall w&auml;re bei dem Vater danach durch die Einr&auml;umung eines Anspruchs auf &Uuml;bertragung des hofnahen Grundst&uuml;cks bzw. auf &Uuml;bertragung des Ersatzgrundst&uuml;cks im Jahr 1982 eine Betriebseinnahme nicht zu erfassen gewesen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Sollte der Vater dagegen seinen Gewinn durch Betriebsverm&ouml;gensvergleich nach &sect; 4 Abs. 1 EStG ermittelt haben, h&auml;tte er mit Abschluss des Tauschvertrags im Wirtschaftsjahr 1982\/83 eine Forderung in entsprechender H&ouml;he erfolgswirksam einzubuchen gehabt. Diese w&auml;re auf den Kl&auml;ger als den (mittelbaren) Gesamtrechtsnachfolger nach &sect; 7 Abs. 1 der Einkommensteuer-Durchf&uuml;hrungsverordnung a.F. (entspricht &sect; 6 Abs. 3 Satz 1 EStG i.d.F. des Steuerentlastungsgesetzes 1999\/2000\/2002 vom 24. M&auml;rz 1999, BGBl I 1999, 402, BStBl I 1999, 304) zum Buchwert &uuml;bergegangen. Durch den zwischenzeitlichen &Uuml;bergang von der Gewinnermittlung durch Bestandsvergleich zur Einnahmen&uuml;berschussrechnung w&auml;re jedoch der Gewinn um die bestehende Forderung gek&uuml;rzt worden, um eine doppelte Versteuerung des betreffenden Gewinns zu vermeiden (vgl. Anlage zu R 4.6 EStR 2008). Die &#8211;erneute&#8211; Erfassung des der Forderung zugrunde liegenden Betrags im Zeitpunkt der Zahlung im Wirtschaftsjahr 1997\/98 w&auml;re dann ebenfalls rechtm&auml;&szlig;ig.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Das FG hat zu Recht die (anteiligen) Anschaffungskosten des Kiesgrundst&uuml;cks im Wirtschaftsjahr 1997\/98 nicht als Betriebsausgabe ber&uuml;cksichtigt. Diese waren bereits im Wirtschaftsjahr 1982\/83 abzuziehen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Nach &sect; 4 Abs. 3 Satz 4 EStG in der Fassung vor dem StEind&auml;mmG sind die Anschaffungs- oder Herstellungskosten f&uuml;r nicht abnutzbare Wirtschaftsg&uuml;ter des Anlageverm&ouml;gens erst im Zeitpunkt der Ver&auml;u&szlig;erung oder Entnahme dieser Wirtschaftsg&uuml;ter als Betriebsausgaben zu ber&uuml;cksichtigen. Ver&auml;u&szlig;erung ist die &Uuml;bertragung des rechtlichen oder wirtschaftlichen Eigentums (&sect; 39 Abs. 2 Nr. 1 AO) an einem Wirtschaftsgut (BFH-Urteil vom 16. Februar 1995 IV R 29\/94, BFHE 177, 389, BStBl II 1995, 635, m.w.N.). Auf die Vereinnahmung der Gegenleistung kommt es nicht an.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Streitfall sollten nach dem notariell beurkundeten Tauschvertrag vom 22. September 1982 Nutzungen, Lasten und Gefahr des Kiesgrundst&uuml;cks zum 1. Januar 1983 auf den Erwerber &uuml;bergehen. Weil die Ver&auml;u&szlig;erung damit zum 1. Januar 1983 stattgefunden hat, waren die Anschaffungskosten des Kiesgrundst&uuml;cks bereits insgesamt im Wirtschaftsjahr 1982\/83 abzuziehen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Der Abzug der Anschaffungskosten erst im Wirtschaftsjahr 1997\/98 ergibt sich nicht aus &sect; 4 Abs. 3 Satz 4 EStG i.d.F. des StEind&auml;mmG. Die Vorschrift ist im Streitfall nicht anzuwenden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Gem&auml;&szlig; der Neufassung des &sect; 4 Abs. 3 Satz 4 EStG sind die Anschaffungs- oder Herstellungskosten f&uuml;r nicht abnutzbare Wirtschaftsg&uuml;ter des Anlageverm&ouml;gens sowie f&uuml;r bestimmte Wirtschaftsg&uuml;ter des Umlaufverm&ouml;gens erst im Zeitpunkt des Zuflusses des Ver&auml;u&szlig;erungserl&ouml;ses oder bei Entnahme erst im Zeitpunkt der Entnahme als Betriebsausgabe zu ber&uuml;cksichtigen. Abgesehen von der erstmaligen Regelung f&uuml;r Wirtschaftsg&uuml;ter des Umlaufverm&ouml;gens wird damit auch f&uuml;r nicht abnutzbare Wirtschaftsg&uuml;ter des Anlageverm&ouml;gens &#8211;wie insbesondere Grundst&uuml;cke&#8211; der Abzug der Anschaffungskosten auf einen sp&auml;teren Zeitpunkt verschoben (Zufluss des Ver&auml;u&szlig;erungserl&ouml;ses statt Ver&auml;u&szlig;erung des Grundst&uuml;cks). Der Vorschrift kommt insoweit eine &quot;Gewinngl&auml;ttungsfunktion&quot; zu, d.h. es sollen m&ouml;gliche Progressionsnachteile durch das Auseinanderfallen von Ver&auml;u&szlig;erung und Kaufpreiseingang vermieden werden (vgl. die Gesetzesbegr&uuml;ndung, BTDrucks 16\/975, S. 12).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach der Anwendungsregel des &sect; 52 Abs. 10 Satz 3 EStG sind die Herstellungskosten f&uuml;r nicht abnutzbare Wirtschaftsg&uuml;ter des Anlageverm&ouml;gens, die vor dem 5. Mai 2006 angeschafft, hergestellt oder in das Betriebsverm&ouml;gen eingelegt wurden, erst im Zeitpunkt des Zuflusses des Ver&auml;u&szlig;erungserl&ouml;ses oder im Zeitpunkt der Entnahme als Betriebsausgaben zu ber&uuml;cksichtigen. Die Regelung enth&auml;lt indes keine Aussage dazu, ob sich die Neufassung des &sect; 4 Abs. 3 Satz 4 EStG auch auf Wirtschaftsg&uuml;ter erstreckt, die bereits vor dem 5. Mai 2006 ver&auml;u&szlig;ert worden sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit dem FG ist der Senat der Auffassung, dass die vom Wortlaut her offene Neuregelung nach ihrem Sinn und Zweck und unter Heranziehung der Gesetzesmaterialien nur f&uuml;r Wirtschaftsg&uuml;ter gilt, die nach dem 5. Mai 2006 ver&auml;u&szlig;ert worden sind. Bereits aus der Beschlussempfehlung und dem Bericht des Finanzausschusses vom 15. M&auml;rz 2006 (BTDrucks 16\/975, S. 12) ergibt sich, dass die Neuregelung nur f&uuml;r Ver&auml;u&szlig;erungen nach dem Stichtag gelten soll. Danach war die Erg&auml;nzung des Absatzes 10 um einen weiteren Satz erforderlich, weil die &Auml;nderung (gemeint ist &sect; 4 Abs. 3 Satz 4 EStG) auch f&uuml;r Wirtschaftsg&uuml;ter gelten soll (nicht abnutzbare Wirtschaftsg&uuml;ter des Anlageverm&ouml;gens), f&uuml;r die bereits nach der bisherigen gesetzlichen Regelung die Anschaffungs- oder Herstellungskosten nicht im Zeitpunkt der Anschaffung oder Herstellung als Betriebsausgabe abziehbar waren und die nach der Neuregelung des &sect; 4 Abs. 3 Satz 4 EStG ver&auml;u&szlig;ert oder entnommen werden. Der Gesetzgeber hat damit ersichtlich die Neuregelung nur auf k&uuml;nftige und nicht bereits get&auml;tigte Ver&auml;u&szlig;erungs- bzw. Entnahmevorg&auml;nge erstrecken wollen (ebenso Meurer in Lademann, EStG, &sect; 4 EStG Rz 461 a.E., und Felsmann, Einkommensbesteuerung der Land- und Forstwirte, C Rz 33). Nur diese Auslegung vermeidet &#8211;wie das FG zutreffend erkannt hat&#8211;, dass die Anschaffungskosten f&uuml;r das Grundst&uuml;ck doppelt ber&uuml;cksichtigt werden. Das w&auml;re aber der Fall, wenn die Anschaffungskosten nach der alten Rechtslage schon im Zeitpunkt der Ver&auml;u&szlig;erung und nach der neuen Rechtslage &#8211;erneut&#8211; beim Zufluss des Ver&auml;u&szlig;erungserl&ouml;ses abgezogen werden k&ouml;nnten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Die Anschaffungskosten f&uuml;r das Kiesgrundst&uuml;ck sind auch nicht unter Heranziehung der Verwaltungsauffassung in R 16 Abs. 5 EStR 1997 (heute R 4.5 Abs. 5 Satz 1 EStR 2008) im Wirtschaftsjahr 1997\/98 abzuziehen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>33<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Danach ist u.a. bei einem in Raten zu zahlenden Kaufpreis in jedem Wirtschaftsjahr in H&ouml;he der in demselben Wirtschaftsjahr zuflie&szlig;enden Kaufpreisraten ein Teilbetrag der Anschaffungs- und Herstellungskosten als Betriebsausgaben anzusetzen. Die Regelung kann entgegen der Auffassung des Kl&auml;gers schon deshalb nicht &quot;automatisch&quot; anzuwenden sein, weil sie von der gesetzlichen Vorgabe des &sect; 4 Abs. 3 Satz 4 EStG in der Fassung vor dem StEind&auml;mmG abweicht und daher z.B. nicht einseitig zu Lasten des Steuerpflichtigen angewendet werden d&uuml;rfte. Demgem&auml;&szlig; wird die Richtlinienregelung in der Literatur als Kann-Bestimmung verstanden (z.B. Meurer in Lademann, a.a.O., &sect; 4 EStG Rz 462 a.E.; Leing&auml;rtner\/Kanzler, Besteuerung der Landwirte, Kap. 26, Rz 222; Bl&uuml;mich\/Wied, &sect; 4 EStG Rz 163 a.E.). Dar&uuml;ber hinaus weist das FG f&uuml;r den Streitfall zutreffend darauf hin, dass der Vater des Kl&auml;gers entgegen der Verpflichtung hierzu (vgl. &sect; 4 Abs. 3 Satz 5 EStG) kein Anlageverzeichnis gef&uuml;hrt hat, aus dem eine etwaige unterbliebene oder nur teilweise Ber&uuml;cksichtigung der Anschaffungskosten im Jahr 1983 ersichtlich w&auml;re. Die Nichtaufkl&auml;rbarkeit der f&uuml;r den Kl&auml;ger g&uuml;nstigen Tatsache geht daher zu seinen Lasten (vgl. Leing&auml;rtner\/ Kanzler, a.a.O., Kap. 27, Rz 8 f.; Meurer in Lademann, a.a.O., &sect; 4 EStG Rz 464).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>34<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Die Verlustausschlussklausel des &sect; 55 Abs. 6 Satz 1 EStG steht dem hier gefundenen Auslegungsergebnis ebenfalls nicht entgegen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>35<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach dieser Vorschrift d&uuml;rfen Verluste, die bei der Ver&auml;u&szlig;erung oder Entnahme von Grund und Boden im Sinne des Absatzes 1 entstehen, bei der Ermittlung des Gewinns in H&ouml;he des Betrags nicht ber&uuml;cksichtigt werden, um den der ausschlie&szlig;lich auf den Grund und Boden entfallende Ver&auml;u&szlig;erungspreis oder der an dessen Stelle tretende Wert nach Abzug der Ver&auml;u&szlig;erungskosten unter dem Zweifachen des Ausgangsbetrags (fiktive Anschaffungskosten) liegt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>36<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Verlustausschlussklausel des &sect; 55 Abs. 6 EStG erg&auml;nzt die pauschale Wertermittlung des Grund und Bodens nach &sect; 55 Abs. 1 EStG (vgl. BFH-Urteile vom 10. August 1978 IV R 181\/77, BFHE 126, 191, BStBl II 1979, 103; vom 25. November 1999 IV R 64\/98, BFHE 190, 214, BStBl II 2003, 61). Sie soll verhindern, dass es zur Ber&uuml;cksichtigung von Verlusten kommt, die sich allein deshalb ergeben, weil der Teilwert des Grund und Bodens nicht konkret, sondern pauschal ermittelt und deshalb zu hoch angesetzt worden ist. Verhindert werden soll der Ansatz von Buchverlusten, d.h. von Verlusten, die nicht auf eine tats&auml;chliche Verm&ouml;genseinbu&szlig;e zur&uuml;ckgehen (BTDrucks VI\/1901, S. 14).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>37<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Auch wenn &#8211;wie im Streitfall&#8211; bei einem zeitlich gestreckten Ver&auml;u&szlig;erungsgesch&auml;ft Leistung und Gegenleistung (bzw. Teile hiervon) in verschiedenen Besteuerungszeitr&auml;umen zu ber&uuml;cksichtigen sind, ist das Rechtsgesch&auml;ft bei der Ermittlung des nichtabzugsf&auml;higen Verlusts i.S. des &sect; 55 Abs. 6 Satz 1 EStG von Anfang an einheitlich zu beurteilen (vgl. Kanzler in Herrmann\/Heuer\/Raupach, &sect; 55 EStG Rz 115). Es d&uuml;rfen weder die Ver&auml;u&szlig;erung des Grundst&uuml;cks in dem einen Besteuerungszeitraum noch der Zufluss des Ver&auml;u&szlig;erungserl&ouml;ses (bzw. Teile hiervon) in dem anderen Besteuerungszeitraum isoliert betrachtet werden. Die Verlustausschlussklausel greift nur insoweit, als bei der anzustellenden Gesamtbetrachtung die fiktiven Anschaffungskosten nach &sect; 55 Abs. 1 EStG die gesamte vereinbarte Gegenleistung &uuml;bersteigen. Nur in H&ouml;he dieses Differenzbetrags liegt ein Verlust i.S. des &sect; 55 Abs. 6 EStG vor, der in dem Jahr, in dem nach der jeweils g&uuml;ltigen Gesetzeslage der Buchwert des Grundst&uuml;cks auf Grund des Ver&auml;u&szlig;erungsvorgangs gewinnwirksam auszubuchen ist, nicht zu ber&uuml;cksichtigen ist. &Auml;ndert sich &#8211;wie im Streitfall&#8211; nachtr&auml;glich die Gegenleistung, ist dies ggf. als r&uuml;ckwirkendes Ereignis i.S. des &sect; 175 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 AO zu werten (vgl. zu einer nachtr&auml;glichen Kaufpreisminderung bei einer Betriebsaufgabe gem&auml;&szlig; &sect; 16 Abs. 3 EStG: BFH-Urteil vom 12. Oktober 2005 VIII R 66\/03, BFHE 211, 458, BStBl II 2006, 307, unter II.2.c).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>38<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Entgegen der Auffassung des Kl&auml;gers entspricht das FG-Urteil dieser Vorgabe. Die Vorentscheidung stellt zutreffend heraus, dass bei der Ermittlung des nichtabzugsf&auml;higen Verlusts im Jahr 1982\/83 als Gegenleistung nicht nur das in diesem Jahr &uuml;bertragene Grundst&uuml;ck, sondern auch die weitere Gegenleistung in Gestalt des hofnahen Grundst&uuml;cks bzw. des Ersatzgrundst&uuml;cks einzubeziehen war. Bei zutreffender rechtlicher Beurteilung waren die fiktiven Anschaffungskosten des Kiesgrundst&uuml;cks daher gem&auml;&szlig; &sect; 4 Abs. 3 Satz 4 EStG a.F. bereits im Wirtschaftsjahr 1982\/83 bis zur H&ouml;he der vereinbarten Gesamtgegenleistung gewinnwirksam zu ber&uuml;cksichtigen. Bei dieser Auslegung des &sect; 55 Abs. 6 Satz 1 EStG ist der vom Kl&auml;ger ger&uuml;gte Versto&szlig; gegen den Grundsatz der Gesamtgewinngleichheit von Betriebsverm&ouml;gensvergleich und Einnahmen&uuml;berschussrechnung nicht zu erkennen. Dass das Rechtsgesch&auml;ft insgesamt zu einem Verlust gef&uuml;hrt hat, macht der Kl&auml;ger im &Uuml;brigen auch nicht geltend.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>39<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Dem ge&auml;nderten Einkommensteuerbescheid 1998 vom 18. November 2005 stand die Festsetzungsverj&auml;hrung nicht entgegen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>40<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach &sect; 170 Abs. 2 Satz 1 Nr. 1 AO beginnt die Festsetzungsfrist, wenn eine Steuererkl&auml;rung einzureichen ist, mit Ablauf des Kalenderjahres, in dem die Steuererkl&auml;rung eingereicht wird. Die Festsetzungsfrist f&uuml;r Steuern betr&auml;gt vier Jahre (&sect; 169 Abs. 2 Satz 1 Nr. 2 AO). Bei Steuerhinterziehung verl&auml;ngert sie sich auf zehn Jahre, bei leichtfertiger Steuerverk&uuml;rzung auf f&uuml;nf Jahre (&sect; 169 Abs. 2 Satz 2 AO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>41<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Streitfall begann die Festsetzungsfrist f&uuml;r die Einkommensteuer 1998 mit Ablauf des Jahres 2000, da der Kl&auml;ger in diesem Jahr die Steuererkl&auml;rung abgegeben hat, und endete regul&auml;r nach vier Jahren mit Ablauf des Jahres 2004. Der Fristablauf wurde aber durch den Beginn der Au&szlig;enpr&uuml;fung im Jahr 2004 insoweit nach &sect; 171 Abs. 4 Satz 1 AO gehemmt. Auf das Vorliegen einer leichtfertigen Steuerverk&uuml;rzung kam es daher f&uuml;r die Einkommensteuer 1998 &#8211;was das FG &uuml;bersehen hat&#8211; nicht an.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>42<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Die Feststellungen des FG lassen indes eine Beurteilung nicht zu, ob der ge&auml;nderte Einkommensteuerbescheid 1997 innerhalb der Festsetzungsfrist erlassen worden ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>43<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Festsetzungsfrist f&uuml;r die Einkommensteuer 1997 begann mit Ablauf des Jahres 1999 und endete regul&auml;r mit Ablauf des Jahres 2003. Die Frist verl&auml;ngert sich jedoch auf f&uuml;nf Jahre bis zum Ablauf des Jahres 2004, soweit eine leichtfertige Steuerverk&uuml;rzung (&sect; 378 AO) begangen worden ist. Nach &sect; 171 Abs. 4 Satz 1 AO w&auml;re dann der Ablauf der Festsetzungsfrist durch den Beginn der Au&szlig;enpr&uuml;fung im Jahr 2004, die sich nach Erlass der erweiterten Pr&uuml;fungsanordnung u.a. auch auf die Eink&uuml;nfte aus Land- und Forstwirtschaft vom 1. Juli 1997 bis 30. Juni 1998 erstreckte, gehemmt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>44<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Zutreffend hat das FG den objektiven Tatbestand einer leichtfertigen Steuerverk&uuml;rzung bejaht. Der Kl&auml;ger hat die Betriebseinnahme von 50.000 DM nicht in der Einkommensteuererkl&auml;rung 1997 erkl&auml;rt. Dadurch wurden Steuern zu niedrig festgesetzt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>45<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Die weiteren Feststellungen des FG rechtfertigen indes nicht dessen rechtliche W&uuml;rdigung, dass der Kl&auml;ger auch den subjektiven Tatbestand einer leichtfertigen Steuerverk&uuml;rzung verwirklicht hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>46<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Leichtfertig handelt, wer diejenige Sorgfalt au&szlig;er Acht l&auml;sst, zu der er nach den besonderen Umst&auml;nden des Falles und seinen pers&ouml;nlichen F&auml;higkeiten und Kenntnissen verpflichtet und imstande ist, obwohl sich ihm h&auml;tte aufdr&auml;ngen m&uuml;ssen, dass dadurch Steuern verk&uuml;rzt werden (Urteil des Bundesgerichtshofs vom 13. Januar 1988&nbsp;&nbsp;3 StR 450\/87, Zeitschrift f&uuml;r Wirtschafts- und Steuerstrafrecht 1988, 196; BFH-Urteil vom 24. April 1996 II R 73\/93, BFH\/NV 1996, 731).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>47<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Ob Leichtfertigkeit vorliegt, ist im Wesentlichen Tatfrage. Die hierzu getroffenen Feststellungen des FG hinsichtlich des subjektiven Tatbestands k&ouml;nnen in der Revisionsinstanz grunds&auml;tzlich nur darauf &uuml;berpr&uuml;ft werden, ob der Rechtsbegriff der Leichtfertigkeit richtig erkannt wurde und ob die W&uuml;rdigung der Verh&auml;ltnisse hinsichtlich dieses individuellen Verschuldens den Denkgesetzen und Erfahrungss&auml;tzen entspricht (BFH-Urteil vom 30. Juni 2010 II R 14\/09, BFH\/NV 2010, 2002). Die Bindung entf&auml;llt nur dann, wenn die Folgerungen mit den Denkgesetzen oder Erfahrungss&auml;tzen unvereinbar sind. Die Gesamtw&uuml;rdigung durch das FG bindet das Revisionsgericht auch dann, wenn sie zwar nicht zwingend, aber m&ouml;glich ist (BFH-Urteil vom 29. April 2008 VIII R 28\/07, BFHE 220, 332, BStBl II 2009, 842).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>48<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Das FG hat diesbez&uuml;glich ausgef&uuml;hrt, dass dem Kl&auml;ger nach seinen pers&ouml;nlichen F&auml;higkeiten und Kenntnissen habe klar sein m&uuml;ssen, dass er die Zahlung im Rahmen seiner Einnahmen&uuml;berschussrechnung zu erfassen gehabt habe. Ihm habe der Zusammenhang der Zahlung mit seinem Verpachtungsbetrieb und generell die Relevanz von Zahlungen im Rahmen der Einnahmen&uuml;berschussrechnung bewusst gewesen sein m&uuml;ssen. Wegen des auf der Hand liegenden Zusammenhangs der Einnahmen mit dem land- und forstwirtschaftlichen Betrieb habe sich ihm aufdr&auml;ngen m&uuml;ssen, dass solche Einnahmen gegen&uuml;ber dem Finanzamt zu erkl&auml;ren gewesen seien, um die Beh&ouml;rde in die Lage zu versetzen, den Sachverhalt von Amts wegen steuerlich zu w&uuml;rdigen. Aus dem Vorliegen der objektiven Tatumst&auml;nde k&ouml;nne auf den subjektiven Tatbestand der Leichtfertigkeit geschlossen werden. Weiterer Feststellungen bed&uuml;rfe es nicht. Insbesondere habe der Kl&auml;ger im Rahmen der m&uuml;ndlichen Verhandlung nicht pers&ouml;nlich geh&ouml;rt werden m&uuml;ssen. Es komme n&auml;mlich nicht darauf an, ob ihm die mit der Nichterkl&auml;rung der Einnahme verbundene Steuerverk&uuml;rzung bewusst gewesen sei, sondern darauf, dass sich ihm diese h&auml;tte aufdr&auml;ngen m&uuml;ssen. Letzteres sei nach der &Uuml;berzeugung des Senats der Fall.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>49<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Die Ausf&uuml;hrungen des FG halten einer revisionsrechtlichen Pr&uuml;fung nicht stand. Es ist bereits nicht nachvollziehbar, worauf das FG seine Ausgangspr&auml;misse st&uuml;tzt, dass sich dem Kl&auml;ger habe aufdr&auml;ngen m&uuml;ssen, er sei verpflichtet gewesen, die Barleistung gegen&uuml;ber dem Finanzamt zu erkl&auml;ren, um dieses in die Lage zu versetzen, den Sachverhalt von Amts wegen steuerlich zu w&uuml;rdigen. Eine solche Erkl&auml;rungspflicht k&ouml;nnte allenfalls dann angenommen werden, wenn sich dem Kl&auml;ger h&auml;tte aufdr&auml;ngen m&uuml;ssen, dass die Barleistung in den Streitjahren steuerlich zu erfassen ist. Allein die dem Kl&auml;ger zu unterstellende und von ihm auch nicht in Abrede gestellte Kenntnis davon, dass die Barleistung im Zusammenhang mit dem land- und forstwirtschaftlichen Betrieb gestanden hat, rechtfertigt eine solche Annahme aber, anders als das FG meint, nicht. Es ist jedenfalls nicht auszuschlie&szlig;en, dass der Kl&auml;ger, wie er bereits im Klageverfahren vorgetragen hat, davon ausgegangen ist, der gesamte Ver&auml;u&szlig;erungsgewinn sei bereits im Wirtschaftsjahr 1982\/83 vollst&auml;ndig bei seinem Vater steuerlich ber&uuml;cksichtigt worden bzw. h&auml;tte dort ber&uuml;cksichtigt werden m&uuml;ssen. Eine derartige rechtliche W&uuml;rdigung, die der Annahme einer leichtfertigen Steuerverk&uuml;rzung entgegenst&uuml;nde, erscheint dem Senat jedenfalls deshalb nicht ganz fernliegend, weil es, wie den Entscheidungsgr&uuml;nden im &Uuml;brigen und auch der Vorentscheidung zu entnehmen ist, einer umf&auml;nglichen rechtlichen W&uuml;rdigung bedurfte, um die steuerliche Erfassung der Barleistung in den vorliegenden Streitjahren zu begr&uuml;nden. Um gleichwohl den subjektiven Tatbestand einer leichtfertigen Steuerverk&uuml;rzung zu bejahen, h&auml;tte es daher zwingend einer pers&ouml;nlichen Anh&ouml;rung des Kl&auml;gers durch das FG bedurft. Nur dadurch w&auml;re es dem FG m&ouml;glich gewesen, einen pers&ouml;nlichen Eindruck von dem Kl&auml;ger zu gewinnen, der es ggf. ungeachtet der rechtlichen Komplexit&auml;t der vorliegenden Rechtsfragen erlaubt h&auml;tte, R&uuml;ckschl&uuml;sse auf das Vorliegen einer leichtfertigen Steuerverk&uuml;rzung zu ziehen. Von einer Anh&ouml;rung des Kl&auml;gers h&auml;tte das FG f&uuml;r seine &Uuml;berzeugungsbildung nur dann absehen d&uuml;rfen, wenn sich z.B. aus &Auml;u&szlig;erungen des Kl&auml;gers, Urkunden oder sonstigen Indizien eindeutig die Leichtfertigkeit ergeben h&auml;tte (vgl. f&uuml;r die Bejahung von Hinterziehungsvorsatz: BFH-Urteil vom 27. August 1991 VIII R 84\/89, BFHE 165, 330, BStBl II 1992, 9, unter 2.b bb). Derartige Umst&auml;nde sind vom FG aber nicht festgestellt worden. Von der pers&ouml;nlichen Anh&ouml;rung des Kl&auml;gers konnte das FG auch nicht mit der Begr&uuml;ndung absehen, der Kl&auml;ger habe ausreichend Gelegenheit gehabt, zu dem Vorliegen der objektiven und subjektiven Voraussetzungen einer leichtfertigen Steuerverk&uuml;rzung vorzutragen. Das FG &uuml;bersieht insoweit, dass das FA zun&auml;chst auf Grund der ihm obliegenden Beweislast diejenige Tatsachen vorzutragen hat, die den subjektiven Vorwurf einer leichtfertigen Steuerverk&uuml;rzung rechtfertigen k&ouml;nnen. Es ist nicht Aufgabe des Kl&auml;gers, etwaige Gr&uuml;nde vorzutragen, die der Annahme einer leichtfertigen Steuerverk&uuml;rzung entgegenstehen, solange das FA seinerseits keine ausreichenden Tatsachen zum Vorliegen des subjektiven Tatbestands vorgetragen hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>50<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>5. Die &Uuml;bertragung der Kostenentscheidung ergibt sich aus &sect; 143 Abs. 2 FGO. Auch bei nur teilweiser Zur&uuml;ckverweisung der Sache muss dem FG die Entscheidung &uuml;ber die gesamten Kosten des Verfahrens &uuml;bertragen werden (Grundsatz der Einheitlichkeit der Kostenentscheidung).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 17.11.2011, IV R 2\/09 Zufluss der Gegenleistung in Form eines Grundst&uuml;cks bei Einnahme&uuml;berschussrechnung &#8211; Anwendung der Verlustausschlussklausel in &sect; 55 Abs. 6 EStG bei gestreckter Ver&auml;u&szlig;erung &#8211; Anwendungsbereich des &sect; 4 Abs. 3 Satz 4 EStG i.d.F. des StEind&auml;mmG &#8211; Anh&ouml;rung des Steuerpflichtigen bei Vorwurf der leichtfertigen Steuerverk&uuml;rzung &#8211; Beurteilung der &quot;Leichtfertigkeit&quot; &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/iv-r-2-09-zufluss-der-gegenleistung-in-form-eines-grundstuecks-bei-einnahmeueberschussrechnung-anwendung-der-verlustausschlussklausel-in-par-55-abs-6-estg-bei-gestreckter-veraeusserung-anwendungsberei\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">IV&nbsp;R&nbsp;2\/09 &#8211; Zufluss der Gegenleistung in Form eines Grundst&uuml;cks bei Einnahme&uuml;berschussrechnung &#8211; Anwendung der Verlustausschlussklausel in &sect; 55 Abs. 6 EStG bei gestreckter Ver&auml;u&szlig;erung &#8211; Anwendungsbereich des &sect; 4 Abs. 3 Satz 4 EStG i.d.F. des StEind&auml;mmG &#8211; Anh&ouml;rung des Steuerpflichtigen bei Vorwurf der leichtfertigen Steuerverk&uuml;rzung &#8211; Beurteilung der &quot;Leichtfertigkeit&quot; &#8211; Bindung an die Gesamtw&uuml;rdigung des FG &#8211; Einheitlichkeit der Kostenentscheidung<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-6622","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6622","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=6622"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6622\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=6622"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=6622"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=6622"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}