{"id":66222,"date":"2017-01-18T12:22:57","date_gmt":"2017-01-18T10:22:57","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=66222"},"modified":"2017-01-18T12:22:57","modified_gmt":"2017-01-18T10:22:57","slug":"x-r-44-14-doppelte-besteuerung-von-altersvorsorgeaufwendungen-und-altersbezuegen-keine-pflicht-zur-zeitlich-unbegrenzten-aufbewahrung-von-einkommensteuerbescheiden-revisionsantrag","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/x-r-44-14-doppelte-besteuerung-von-altersvorsorgeaufwendungen-und-altersbezuegen-keine-pflicht-zur-zeitlich-unbegrenzten-aufbewahrung-von-einkommensteuerbescheiden-revisionsantrag\/","title":{"rendered":"X&nbsp;R&nbsp;44\/14 &#8211; Doppelte Besteuerung von Altersvorsorgeaufwendungen und Altersbez&uuml;gen &#8211; keine Pflicht zur zeitlich unbegrenzten Aufbewahrung von Einkommensteuerbescheiden &#8211; Revisionsantrag"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 21.6.2016, X R 44\/14<br \/>ECLI:DE:BFH:2016:U.210616.XR44.14.0<\/p>\n<p class=\"titel\">Doppelte Besteuerung von Altersvorsorgeaufwendungen und Altersbez&uuml;gen &#8211; keine Pflicht zur zeitlich unbegrenzten Aufbewahrung von Einkommensteuerbescheiden &#8211; Revisionsantrag<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>1. Auch wenn die mit dem AltEinkG geschaffene &Uuml;bergangsregelung f&uuml;r die Besteuerung von Leibrenten aus der Basisversorgung (&sect; 22 Nr. 1 Satz 3 Buchst. a Doppelbuchst. aa EStG) grunds&auml;tzlich verfassungsgem&auml;&szlig; ist, darf es in keinem Fall zu einer verfassungswidrigen doppelten Besteuerung der Altersvorsorgeaufwendungen und Altersbez&uuml;ge kommen. Die Feststellungslast hierf&uuml;r liegt beim Steuerpflichtigen.<\/p>\n<\/p>\n<p>2. Der Steuerpflichtige kann eine verfassungswidrige doppelte Besteuerung bereits bei Beginn des Rentenbezugs r&uuml;gen. Es kann nicht unterstellt werden, dass zu Beginn des Rentenbezugs zun&auml;chst nur solche Rentenzahlungen geleistet werden, die sich aus steuerentlasteten Beitr&auml;gen speisen.<\/p>\n<\/p>\n<p>3. Zu den Rechtsfragen, die sich im Rahmen der Berechnung stellen, ob im konkreten Einzelfall eine doppelte Besteuerung von Altersvorsorgeaufwendungen und Altersbez&uuml;gen gegeben ist.<\/p>\n<\/div>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Auf die Revision der Kl&auml;ger wird das Urteil des Finanzgerichts Baden-W&uuml;rttemberg vom 4. Juni 2014&nbsp;&nbsp;8 K 389\/11 aufgehoben.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Sache wird an das Finanzgericht Baden-W&uuml;rttemberg zur&uuml;ckverwiesen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Diesem wird die Entscheidung &uuml;ber die Kosten des Revisionsverfahrens &uuml;bertragen.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>    <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Die Kl&auml;ger und Revisionskl&auml;ger (Kl&auml;ger) sind Ehegatten, die im Streitjahr 2008 zur Einkommensteuer zusammenveranlagt wurden. Der im Jahr 1942 geborene Kl&auml;ger entrichtete in den Jahren 1962 bis 1964 aus einem Ausbildungsverh&auml;ltnis sowie in den Jahren 1970 bis 1977 als Angestellter Pflichtbeitr&auml;ge zur gesetzlichen Rentenversicherung. Seit 1977 war er freiberuflich t&auml;tig, blieb aber freiwillig in der gesetzlichen Rentenversicherung versichert. Die von ihm seit 1984 entrichteten Beitr&auml;ge waren weitestgehend mit dem jeweiligen H&ouml;chstbeitrag zur gesetzlichen Rentenversicherung identisch. Die Kl&auml;gerin war als Angestellte t&auml;tig und unterlag den Vorschriften &uuml;ber die gesetzliche Sozialversicherung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table class=\"Rsp\">\n<tr>\n<th colspan=\"3\" rowspan=\"1\" valign=\"top\"><\/th>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"3\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">Seit Dezember 2007 bezieht der Kl&auml;ger eine Altersrente aus der gesetzlichen Rentenversicherung. Im angefochtenen Einkommensteuerbescheid 2008 vom 24.&nbsp;August 2010 ermittelte der Beklagte und Revisionsbeklagte (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) die Eink&uuml;nfte aus dieser Altersrente wie folgt:<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">&#8211;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">Jahresbetrag der Rente<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\">19.839&nbsp;EUR<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">&#8211;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">Steuerfreier Teil der Rente (46&nbsp;% von 19.839&nbsp;EUR)<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\">.\/. 9.126&nbsp;EUR<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">&#8211;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">Werbungskostenpauschbetrag<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\">.\/. 102&nbsp;EUR<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">&#8211;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">Eink&uuml;nfte aus der Leibrente<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\">10.611&nbsp;EUR<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit ihrem Einspruch brachten die Kl&auml;ger vor, der Ansatz der Rente mit dem Besteuerungsanteil f&uuml;hre zu einer verfassungsrechtlich unzul&auml;ssigen Doppelbesteuerung. Dem Kl&auml;ger werde nach Ma&szlig;gabe seiner mittleren statistischen Lebenserwartung ein steuerfreier Rentenbezug in H&ouml;he von 154.502,16&nbsp;EUR zuflie&szlig;en. Demgegen&uuml;ber h&auml;tten sich die von ihm geleisteten Rentenversicherungsbeitr&auml;ge ausweislich des vorgelegten Rentenversicherungsverlaufs allein in der Zeit als Freiberufler auf insgesamt 290.199,78&nbsp;EUR belaufen. Diese Beitr&auml;ge seien weitestgehend aus versteuertem Einkommen entrichtet worden, da ihm kein steuerfreier Arbeitgeberanteil zugestanden habe, der den Sonderausgabenabzug erh&ouml;hende Vorwegabzug ganz &uuml;berwiegend durch die auf dem Arbeitslohn der Kl&auml;gerin beruhende, ehegatten&uuml;bergreifende K&uuml;rzung aufgebraucht worden sei und die Kl&auml;ger neben den Sozialversicherungsbeitr&auml;gen zahlreiche weitere Vorsorgeaufwendungen &#8211;u.a. Beitr&auml;ge zu Lebens-, Unfall- und Haftpflichtversicherungen&#8211; geleistet h&auml;tten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Insgesamt seien w&auml;hrend des Zeitraums der freiberuflichen T&auml;tigkeit 89,15&nbsp;% der Beitr&auml;ge aus versteuertem Einkommen gezahlt worden. Schon dieser Betrag &uuml;bersteige den der steuerfrei zuflie&szlig;enden Rentenbez&uuml;ge bei Weitem. Hinzu k&auml;men noch die ebenfalls teilweise aus versteuertem Einkommen geleisteten Beitr&auml;ge aus der Zeit als pflichtversicherter Auszubildender und Arbeitnehmer.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach Zur&uuml;ckweisung des Einspruchs blieb auch die Klage ohne Erfolg. Das Finanzgericht (FG) f&uuml;hrte aus, die Neuregelung der Rentenbesteuerung durch das Alterseink&uuml;nftegesetz (AltEinkG) sei verfassungsgem&auml;&szlig;. Zwar orientiere sich der gesetzliche Besteuerungsanteil von anf&auml;nglich 50&nbsp;% am typischen Fall eines Arbeitnehmers, dessen Arbeitgeber die H&auml;lfte des Rentenversicherungsbeitrags trage, ohne dass dies zu einer Steuerbelastung f&uuml;hre. Jedoch l&auml;gen auch bei Personen, die &uuml;berwiegend selbst&auml;ndig t&auml;tig gewesen seien, typischerweise gemischte Erwerbsbiographien vor. Da die individuelle Ermittlung der fr&uuml;heren steuerlichen Behandlung der Rentenversicherungsbeitr&auml;ge nicht geleistet werden k&ouml;nne, sei typisierend davon auszugehen, dass auch bei Selbst&auml;ndigen etwa die H&auml;lfte der Rentenversicherungsbeitr&auml;ge durch den Vorwegabzug steuerfrei gestellt worden seien. Da die Kl&auml;gerin nur als &quot;einfache Angestellte&quot; t&auml;tig gewesen sei, d&uuml;rfte der Vorwegabzug ganz &uuml;berwiegend durch den Kl&auml;ger geltend gemacht worden sein.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Auf dieser Grundlage ergebe sich ein aus versteuertem Einkommen geleisteter Rentenversicherungsbeitrag von insgesamt 152.431,45&nbsp;EUR, der geringer sei als der vom Kl&auml;ger angegebene Betrag der steuerfreien Rentenzufl&uuml;sse. Im &Uuml;brigen befinde sich der Kl&auml;ger erst im zweiten Jahr seines voraussichtlich knapp 17&nbsp;Jahre dauernden Rentenbezugs. Zu diesem fr&uuml;hen Zeitpunkt k&ouml;nne unter keinem Gesichtspunkt eine Doppelbesteuerung vorliegen. Danach k&ouml;nne offen bleiben, ob auch der Grundfreibetrag bei der Ermittlung der steuerlichen Belastung der Beitragszahlungen zu ber&uuml;cksichtigen sei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit ihrer Revision wiederholen und vertiefen die Kl&auml;ger ihr Vorbringen aus den fr&uuml;heren Verfahrensabschnitten. Sie tragen vor, noch &uuml;ber s&auml;mtliche Einkommensteuerbescheide seit 1962 zu verf&uuml;gen, so dass das FG die tats&auml;chliche Steuerentlastung der Beitr&auml;ge h&auml;tte ermitteln k&ouml;nnen. Auf der Grundlage dieser Bescheide haben sie den aus versteuertem Einkommen getragenen Beitragsanteil f&uuml;r die Zeit der freiberuflichen T&auml;tigkeit nunmehr mit 219.821,61&nbsp;EUR angegeben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Angesichts der L&auml;nge des Betrachtungszeitraums (im Streitfall von 1962 bis 2024) seien nicht die Nominalwerte, sondern abgezinste Barwerte zu vergleichen. Bei der Ermittlung der aus versteuertem Einkommen geleisteten Beitr&auml;ge seien die gesetzlichen H&ouml;chstbetr&auml;ge f&uuml;r den Sonderausgabenabzug nicht allein auf die Beitr&auml;ge zur gesetzlichen Sozialversicherung zu beziehen. Vielmehr seien s&auml;mtliche vom Gesetzgeber seinerzeit zum Abzug zugelassenen Vorsorgeaufwendungen gleich zu behandeln, so dass insbesondere die von den Kl&auml;gern geleisteten Lebensversicherungsbeitr&auml;ge einzubeziehen seien.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Ferner r&uuml;gen die Kl&auml;ger eine Ungleichbehandlung zwischen Renten aus der gesetzlichen Rentenversicherung und Bez&uuml;gen aus Pensionskassen, die auf pauschal versteuerten Beitr&auml;gen beruhten und daher nur der Ertragsanteilsbesteuerung unterl&auml;gen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;ger beantragen,<br \/>das angefochtene Urteil aufzuheben und den Einkommensteuerbescheid vom 24.&nbsp;August 2010 dahingehend abzu&auml;ndern, &quot;dass die Renteneink&uuml;nfte verfassungskonform besteuert werden&quot;.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt,<br \/>die Revision zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Es bringt vor, f&uuml;r eine Berechnung des Besteuerungsanteils nach den individuellen Verh&auml;ltnissen des einzelnen Steuerpflichtigen fehle es an einer gesetzlichen Grundlage.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>    <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Revision ist zul&auml;ssig.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Insbesondere ist das Erfordernis, dass die Revisionsbegr&uuml;ndung einen Revisionsantrag enthalten muss (&sect;&nbsp;120 Abs.&nbsp;3 Nr.&nbsp;1 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;), erf&uuml;llt. Auf einen f&ouml;rmlichen Revisionsantrag kann sogar ganz verzichtet werden, wenn sich aus der Begr&uuml;ndung das Begehren des Revisionskl&auml;gers unzweideutig ergibt (Urteile des Bundesfinanzhofs vom 8.&nbsp;August 2001 I&nbsp;R&nbsp;29\/00, BFHE 196, 178, BStBl II 2002, 392, unter B.I., m.w.N., und vom 11.&nbsp;Februar 2003 VII&nbsp;R&nbsp;1\/01, BFH\/NV 2003, 1100, unter 1.). Vorliegend l&auml;sst der Antrag, das angefochtene Urteil aufzuheben und den Einkommensteuerbescheid 2008 dahingehend abzu&auml;ndern, dass die Renteneink&uuml;nfte verfassungskonform besteuert werden, das Begehren der Kl&auml;ger noch hinreichend erkennen. Allein der Umstand, dass &#8211;wie zumeist bei der Geltendmachung von Verst&ouml;&szlig;en gegen den allgemeinen Gleichheitssatz&#8211; m&ouml;glicherweise mehrere Wege zur Erreichung der von den Kl&auml;gern begehrten verfassungskonformen Besteuerung denkbar sind, steht der Annahme eines Mindestma&szlig;es an Bestimmtheit des gestellten Antrags nicht entgegen. Hinzu kommt, dass die Kl&auml;ger in ihrer Revisionsbegr&uuml;ndung zahlenm&auml;&szlig;ig konkretisieren, in welchem Umfang sie eine einkommensteuerrechtliche Doppelbelastung ihrer Altersvorsorgeaufwendungen und Renteneink&uuml;nfte sehen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Vorinstanz hat den &#8211;mit dem Revisionsantrag insoweit gleichlautenden&#8211; Klageantrag zudem dahingehend ausgelegt, dass die Kl&auml;ger die Besteuerung der Leibrente mit dem Ertragsanteil begehren. Da dies &#8211;angesichts der diesem Begehren eindeutig entgegen stehenden gesetzlichen Regelung des &sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 Buchst.&nbsp;a Doppelbuchst.&nbsp;aa des Einkommensteuergesetzes (EStG)&#8211; nur dann erreicht werden k&ouml;nnte, wenn das Bundesverfassungsgericht (BVerfG) die genannte Vorschrift f&uuml;r nichtig erkl&auml;ren sollte, kann der Revisionsantrag der Kl&auml;ger zudem als Antrag auf eine Richtervorlage nach Art.&nbsp;100 Abs.&nbsp;1 des Grundgesetzes (GG) verstanden werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table style=\"margin-left:90\"pt>\n<tr>\n<td>III.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Revision ist auch begr&uuml;ndet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Sie f&uuml;hrt schon aus materiell-rechtlichen Gr&uuml;nden zur Aufhebung des angefochtenen Urteils und zur Zur&uuml;ckverweisung der Sache zur anderweitigen Verhandlung und Entscheidung (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 FGO). Einer Entscheidung &uuml;ber die von den Kl&auml;gern erhobenen Verfahrensr&uuml;gen bedarf es daher nicht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FG hat nicht die erforderlichen, auf den Einzelfall bezogenen Feststellungen zum Umfang der steuerlichen Entlastung der Beitr&auml;ge in der Beitragsphase getroffen (dazu unten 1.). Schon bei einer &uuml;berschl&auml;gigen Pr&uuml;fung auf der Grundlage der von den Kl&auml;gern unterbreiteten Angaben kann weder ausgeschlossen noch festgestellt werden, dass der aus versteuertem Einkommen geleistete Teilbetrag der fr&uuml;heren Altersvorsorgeaufwendungen des Kl&auml;gers h&ouml;her ist als der ihm k&uuml;nftig voraussichtlich steuerunbelastet zuflie&szlig;ende Rentenbetrag. Aus diesem Grund stellt sich die Sache auch nicht i.S. des &sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;4 FGO aus anderen Gr&uuml;nden als richtig dar, so dass sie zur Nachholung der erforderlichen Feststellungen an das FG zur&uuml;ckgeht (unten 2.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Mit den vom FG gegebenen Begr&uuml;ndungen und Hilfsbegr&uuml;ndungen l&auml;sst sich ein Absehen von einzelfallbezogenen Ermittlungen zu der Frage, ob es beim Kl&auml;ger zu einer doppelten Besteuerung im Bereich der Altersvorsorge kommt (Versteuerung von Altersbez&uuml;gen auch insoweit, als die entsprechenden Beitr&auml;ge aus bereits versteuertem Einkommen geleistet wurden), nicht rechtfertigen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Der bisherigen Rechtsprechung des BVerfG und des erkennenden Senats zu diesem Problemkreis l&auml;sst sich entnehmen, dass dann, wenn der jeweilige Steuerpflichtige eine doppelte Besteuerung hinreichend substantiiert darlegt, eine einzelfallbezogene Betrachtung anzustellen ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) In seinem grundlegenden Urteil vom 6.&nbsp;M&auml;rz 2002&nbsp;&nbsp;2&nbsp;BvL&nbsp;17\/99 (BVerfGE 105, 73) hat das BVerfG die Verfassungswidrigkeit der unterschiedlichen Besteuerung von Beamtenpensionen und Sozialversicherungsrenten festgestellt und dem Gesetzgeber aufgegeben, mit Wirkung zum 1.&nbsp;Januar 2005 eine Neuregelung zu schaffen. Am Schluss der Entscheidung (unter D.II.) hat es in Bezug auf die zu treffenden &Uuml;bergangsregelungen ausgef&uuml;hrt: &quot;In jedem Fall sind die Besteuerung von Vorsorgeaufwendungen f&uuml;r die Alterssicherung und die Besteuerung von Bez&uuml;gen aus dem Ergebnis der Vorsorgeaufwendungen so aufeinander abzustimmen, dass eine doppelte Besteuerung vermieden wird.&quot; Anschlie&szlig;end hei&szlig;t es, &quot;im &Uuml;brigen&quot; sei f&uuml;r die Abw&auml;gung zwischen den Erfordernissen folgerichtiger Ausrichtung der Einkommensbesteuerung an der wirtschaftlichen Leistungsf&auml;higkeit der Steuerpflichtigen und den Notwendigkeiten einfacher, praktikabler und gesamtwirtschaftlich tragf&auml;higer L&ouml;sungen ein weiter gesetzgeberischer Entscheidungsraum er&ouml;ffnet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Der erkennende Senat hat in seiner bisherigen Rechtsprechung zu dem mit dem AltEinkG vollzogenen Systemwechsel zum einen die nunmehrige grunds&auml;tzlich volle Einkommensteuerpflicht von Leibrenten und anderen Leistungen aus der Basisversorgung &#8211;auch im Vergleich zu anderen, weiterhin nicht voll steuerpflichtigen Bez&uuml;gen wie etwa Auszahlungen aus Vertr&auml;gen &uuml;ber Lebens- oder private Rentenversicherungen&#8211; als verfassungsgem&auml;&szlig; angesehen. Dar&uuml;ber hinaus h&auml;lt der Senat auch die Grundsystematik der gesetzlichen &Uuml;bergangsregelungen &#8211;insbesondere das Fehlen einer Differenzierung zwischen fr&uuml;heren Arbeitnehmern und fr&uuml;heren Selbst&auml;ndigen bei der Festlegung der H&ouml;he des Besteuerungsanteils&#8211; f&uuml;r verfassungsgem&auml;&szlig; (grundlegend Senatsentscheidungen vom 1.&nbsp;Februar 2006 X&nbsp;B&nbsp;166\/05, BFHE 212, 242, BStBl II 2006, 420; vom 26.&nbsp;November 2008 X&nbsp;R&nbsp;15\/07, BFHE 223, 445, BStBl II 2009, 710, und vom 19.&nbsp;Januar 2010 X&nbsp;R&nbsp;53\/08, BFHE 228, 223, BStBl II 2011, 567; zu der f&uuml;r die Beitragsseite geltenden &Uuml;bergangsregelung Senatsurteil vom 18.&nbsp;November 2009 X&nbsp;R&nbsp;34\/07, BFHE 227, 99, BStBl II 2010, 414). Dabei hat der Senat in Bezug auf die allgemeine Ausgestaltung der &Uuml;bergangsregelungen ausdr&uuml;cklich auch gr&ouml;bere Typisierungen und Generalisierungen als zul&auml;ssig angesehen, da eine auf die individuellen Verh&auml;ltnisse jedes einzelnen Steuerpflichtigen abstellende &Uuml;bergangsregelung nicht administrierbar gewesen w&auml;re (Urteil in BFHE 228, 223, BStBl II 2011, 567, Rz&nbsp;29, 32).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In Bezug auf eine im konkreten Einzelfall bestehende Doppelbelastungsproblematik hat der Senat indes &#8211;ohne dass dies allerdings bisher entscheidungstragend geworden ist&#8211; ausgesprochen, es sei &quot;das zwingende Gebot des BVerfG zu beachten&quot;, dass Rentenzahlungen, soweit die zugrunde liegenden Beitragszahlungen aus versteuertem Einkommen geleistet worden seien, nicht erneut der Besteuerung unterworfen werden d&uuml;rften (Senatsbeschluss in BFHE 212, 242, BStBl II 2006, 420, unter II.7.b&nbsp;bb). Der Senat hat in seinen einschl&auml;gigen Entscheidungen stets darauf hingewiesen, dass nach der vom BVerfG gew&auml;hlten Formulierung eine doppelte Besteuerung &quot;in jedem Fall&quot; zu vermeiden sei (Urteile in BFHE 223, 445, BStBl II 2009, 710, unter II.2.c; in BFHE 228, 223, BStBl II 2011, 567, Rz 68, 80; in BFHE 227, 99, BStBl II 2010, 414, Rz&nbsp;83; vom 4.&nbsp;Februar 2010 X&nbsp;R&nbsp;58\/08, BFHE 228, 326, BStBl II 2011, 579, und vom 18.&nbsp;Mai 2010 X&nbsp;R&nbsp;29\/09, BFHE 229, 309, BStBl II 2011, 591, Rz&nbsp;43, 45) und das Verbot der doppelten Besteuerung &quot;strikt&quot; zu beachten sowie ihm &quot;besondere Aufmerksamkeit zu widmen&quot; sei (Urteil in BFHE 227, 99, BStBl II 2010, 414, Rz&nbsp;87; ebenso auch F&ouml;rster, Deutsches Steuerrecht 2009, 141, 146; Hey, Deutsche Rentenversicherung 2004, 1, 3; Kulosa in Herrmann\/ Heuer\/Raupach, &sect;&nbsp;10 EStG Rz&nbsp;338; a.A. Musil, Steuer und Wirtschaft 2005, 278, 283: kein absolutes Verbot). Allerdings sei eine verfassungsrechtliche Pr&uuml;fung nicht bereits in der Beitragsphase, sondern erst beim sp&auml;teren Rentenbezug vorzunehmen (Senatsurteil in BFHE 227, 99, BStBl II 2010, 414, Rz&nbsp;84&nbsp;ff., m.w.N. auf die Rechtsprechung des BVerfG).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Ergebnis liegt daher der Senatsrechtsprechung die Wertung zugrunde, dass Ungleichbehandlungen, die mit der Anwendung der mit dem AltEinkG geschaffenen &Uuml;bergangsregelungen verbunden sind, angesichts der Komplexit&auml;t der zu regelnden Materie und der au&szlig;erordentlich hohen Zahl der betroffenen Steuerpflichtigen grunds&auml;tzlich solange hinzunehmen sind, als keine der Vergleichsgruppen einer unzul&auml;ssigen doppelten Besteuerung unterworfen wird, sich also die regelungsimmanenten Ungleichbehandlungen vollst&auml;ndig im Bereich einer &#8211;wenn auch in sehr unterschiedlichem Ausma&szlig; gew&auml;hrten&#8211; Milderung des theoretisch durchaus auch in gr&ouml;&szlig;erem Umfang m&ouml;glichen Steuerzugriffs bewegen. Kann der jeweilige Steuerpflichtige aber nachweisen, dass es in seinem konkreten Einzelfall zu einer solchen doppelten Besteuerung kommt, &auml;ndert dies &#8211;auf der abstrakten Ebene&#8211; zwar nichts daran, dass er etwaige Abzugsbeschr&auml;nkungen w&auml;hrend der Beitragsphase hinnehmen muss. Ihm kann aber aufgrund der besonderen Umst&auml;nde seines konkreten Einzelfalls aus verfassungsrechtlichen Gr&uuml;nden (Gebote der Besteuerung nach der wirtschaftlichen Leistungsf&auml;higkeit und der folgerichtigen Ausgestaltung der Besteuerung, Verbot einer &Uuml;berma&szlig;besteuerung) ein Anspruch auf eine Milderung des Steuerzugriffs in der Rentenbezugsphase zukommen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) In seinem Beschluss vom 29.&nbsp;September 2015&nbsp;&nbsp;2&nbsp;BvR&nbsp;2683\/11 (BStBl II 2016, 310) hat das BVerfG festgestellt, das Verbot der doppelten Besteuerung sei im jeweiligen Einzelfall &#8211;ungeachtet der Verfassungsm&auml;&szlig;igkeit der Neuregelung im Allgemeinen&#8211; zu pr&uuml;fen. Es hat damit die Senatsrechtsprechung best&auml;tigt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das BVerfG hat (unter B.II.1. der Entscheidungsgr&uuml;nde) zun&auml;chst umfassend dargelegt, weshalb die Festlegung des Besteuerungsanteils in der gesetzlichen &Uuml;bergangsregelung (&sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;1 Satz 3 Buchst.&nbsp;a Doppelbuchst.&nbsp;aa EStG) den allgemeinen Gleichheitssatz nicht verletzt, obwohl sie trotz der unterschiedlichen einkommensteuerlichen Vorbelastung der Beitr&auml;ge nicht zwischen vormals Selbst&auml;ndigen und vormaligen Arbeitnehmern differenziert. Es hat allerdings schon im Rahmen dieser sich noch auf einer generalisierenden Ebene bewegenden Pr&uuml;fungen &#8211;unter Bezugnahme auf die Formulierung in BVerfGE 105, 73, unter D.II.&#8211; ausgef&uuml;hrt, der gesetzgeberische Gestaltungsspielraum finde im &quot;Verbot der Doppelbesteuerung&quot; (BVerfG-Beschluss in BStBl II 2016, 310, Rz&nbsp;32) bzw. im &quot;strikten Verbot der doppelten Besteuerung&quot; (BVerfG-Beschluss in BStBl II 2016, 310, Rz&nbsp;46) seine Grenze. Anschlie&szlig;end pr&uuml;ft es in einem gesonderten Abschnitt (unter B.II.2. der Entscheidungsgr&uuml;nde), ob im Fall des konkreten Verfassungsbeschwerdef&uuml;hrers eine &quot;verfassungswidrige Doppelbesteuerung&quot; vorliegt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Aus dem systematischen Aufbau dieser Entscheidung folgt daher eindeutig, dass auch f&uuml;r das BVerfG &#8211;wie f&uuml;r den erkennenden Senat&#8211; eine verfassungsrechtliche Pr&uuml;fung in derartigen F&auml;llen nicht schon mit der Bejahung der generellen Verfassungsm&auml;&szlig;igkeit der gesetzlichen &Uuml;bergangsregelung ihr Bewenden hat, sondern zus&auml;tzlich &#8211;sofern der konkrete Streitfall Anlass dazu gibt&#8211; zu pr&uuml;fen ist, ob es im jeweiligen Einzelfall zu einer &quot;strikt verbotenen&quot; doppelten Besteuerung gekommen ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dieselbe Pr&uuml;fungssystematik liegt auch den weiteren BVerfG-Beschl&uuml;ssen vom 30.&nbsp;September 2015&nbsp;&nbsp;2&nbsp;BvR&nbsp;1066\/10 (H&ouml;chstrichterliche Finanzrechtsprechung &#8211;HFR&#8211; 2016, 72) und 2&nbsp;BvR&nbsp;1961\/10 (HFR 2016, 77) zugrunde.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Dem Gebot, &quot;in jedem Fall&quot; die steuerliche Behandlung von Vorsorgeaufwendungen so auf die Besteuerung der Altersbez&uuml;ge abzustimmen, dass eine doppelte Besteuerung vermieden wird, hat das FG nicht hinreichend Rechnung getragen. Es hat von Ermittlungen zur konkreten Besteuerungssituation der Kl&auml;ger mit der Begr&uuml;ndung abgesehen, dies k&ouml;nne nicht bei jedem einzelnen Steuerpflichtigen geleistet werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Diese Begr&uuml;ndung ist schon im Ansatz nicht tragf&auml;hig. Nach den f&uuml;r den Renteneintrittsjahrgang des Jahres 2007 ma&szlig;gebenden Verh&auml;ltnissen ist derzeit zwar in den weitaus meisten F&auml;llen eine doppelte Besteuerung schon vom Grundsatz her ausgeschlossen. Wird aber &#8211;wie von den Kl&auml;gern im Streitfall&#8211; substantiiert vorgetragen, dass das Verbot einer doppelten Besteuerung verletzt sei, ist es Aufgabe des FG, dem nachzugehen. Auch insoweit gilt der Amtsermittlungsgrundsatz.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Anders als in den bisher vom Senat entschiedenen F&auml;llen (vgl. Urteile in BFHE 223, 445, BStBl II 2009, 710, unter II.2.c&nbsp;ee; in BFHE 228, 223, BStBl II 2011, 567, Rz&nbsp;69; in BFHE 228, 326, BStBl II 2011, 579, Rz&nbsp;61; vom 4.&nbsp;Februar 2010 X&nbsp;R&nbsp;52\/08, BFH\/NV 2010, 1253, Rz&nbsp;69, und in BFHE 229, 309, BStBl II 2011, 591, Rz&nbsp;44) hat das FG im Streitfall keine Feststellungen getroffen, die es dem Senat erlauben, eine doppelte Besteuerung auszuschlie&szlig;en.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Auch die Hilfsbegr&uuml;ndung des FG ist nicht tragf&auml;hig.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>33<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Es hat insoweit &quot;zugunsten des Kl&auml;gers&quot; (gemeint wohl: zuungunsten des Kl&auml;gers) unterstellt, dass nach dem Beginn einer Rente zun&auml;chst nur Zahlungen geleistet werden, die sich aus denjenigen Beitr&auml;gen speisen, die in der Beitragszahlungsphase steuerentlastet gewesen seien. Dann k&ouml;nne eine doppelte Besteuerung ohnehin erst gegeben sein &#8211;so wohl sinngem&auml;&szlig; der Gedankengang des FG&#8211;, wenn dieser Teil der Rente aufgebraucht sei und es zu Zahlungen komme, die sich aus Beitr&auml;gen speisen, die aus versteuertem Einkommen erbracht wurden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>34<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dies widerspricht der bisherigen Senatsrechtsprechung. Darin ist ausdr&uuml;cklich ausgef&uuml;hrt, dass die gerichtliche &Uuml;berpr&uuml;fung des Verbots der doppelten Besteuerung &quot;auf den Beginn des Rentenbezugs&quot; vorzunehmen ist (so Senatsurteil vom 9.&nbsp;Dezember 2009 X&nbsp;R&nbsp;28\/07, BFHE 227, 165, BStBl II 2010, 348, Rz&nbsp;97). Auch das BVerfG formuliert, ein Versto&szlig; gegen das Verbot doppelter Besteuerung sei &quot;in den Veranlagungszeitr&auml;umen der Versorgungsphase zu r&uuml;gen, in denen die Altersbez&uuml;ge der Besteuerung unterworfen werden&quot; (Beschluss vom 13.&nbsp;Februar 2008&nbsp;&nbsp;2&nbsp;BvR&nbsp;1220\/04, 2&nbsp;BvR&nbsp;410\/05, BVerfGE 120, 169, unter B.I.2.b). Eine Einschr&auml;nkung der Rechtsschutzm&ouml;glichkeit dahingehend, dass eine verfassungsrechtliche Pr&uuml;fung erst am Ende der Rentenlaufzeit er&ouml;ffnet sein k&ouml;nnte, l&auml;sst sich dieser Formulierung nicht entnehmen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>35<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Grund hierf&uuml;r ist, dass sowohl die Altersvorsorgebeitr&auml;ge als auch die sp&auml;teren Altersbez&uuml;ge f&uuml;r Zwecke der Pr&uuml;fung, ob es zu einer doppelten Besteuerung kommt, als einheitliches Ganzes zu sehen sind. Ebenso wie in der Beitragsphase in jedem Jahr steuerbelastete und steuerentlastete Betr&auml;ge zusammentreffen, so treffen auch in jedem Jahr des Rentenbezugs steuerpflichtige und steuerfreie Bez&uuml;ge zusammen. Dies folgt schon aus der gesetzlichen Regelung des &sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 Buchst.&nbsp;a Doppelbuchst.&nbsp;aa EStG, nach der in jedem Jahr &#8211;bereits ab dem Jahr des Rentenbeginns&#8211; ein bestimmter steuerfreier Teilbetrag der Rente gew&auml;hrt wird, die zugeflossenen Betr&auml;ge im &Uuml;brigen aber der Besteuerung unterliegen. Das Gesetz ordnet gerade nicht an, die Steuerentlastung ausschlie&szlig;lich am Anfang oder &#8211;was wegen des ungewissen Endtermins des Rentenbezugs ohnehin technisch nicht m&ouml;glich w&auml;re&#8211; ausschlie&szlig;lich am Ende des Rentenbezugs geballt vorzunehmen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>36<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Wegen dieser klaren gesetzlichen Regelung kommt es auch nicht in Betracht, lediglich f&uuml;r Zwecke der verfassungsrechtlichen Pr&uuml;fung zu unterstellen, dass erst die in der Schlussphase des Rentenbezugs zuflie&szlig;enden Zahlungen aus versteuerten Beitr&auml;gen stammen. Dies w&uuml;rde zudem den Anspruch der Rentner auf effektiven Rechtsschutz (Art.&nbsp;19 Abs.&nbsp;4 GG) gegen eine etwaige doppelte Besteuerung in &uuml;berm&auml;&szlig;iger Weise verk&uuml;rzen, weil eine solche doppelte Besteuerung dann in der Praxis regelm&auml;&szlig;ig erst durch die Erbengeneration geltend gemacht werden k&ouml;nnte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>37<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Die vom FG bisher festgestellten Tatsachen erm&ouml;glichen keine Aussage dazu, ob es im Streitfall zu einer doppelten Besteuerung kommt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>38<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Im zweiten Rechtsgang wird das FG zum einen die H&ouml;he der dem Kl&auml;ger voraussichtlich steuerunbelastet zuflie&szlig;enden Rententeilbetr&auml;ge zu ermitteln haben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>39<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Insoweit ist zun&auml;chst der steuerfreie Jahresbetrag der Rente (&sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 Buchst.&nbsp;a Doppelbuchst.&nbsp;aa Satz&nbsp;4 EStG) ma&szlig;gebend. Auf der Grundlage des vom Kl&auml;ger f&uuml;r das Streitjahr 2008 erkl&auml;rten Gesamtrentenbetrags von 19.839&nbsp;EUR hat das FA insoweit einen steuerfreien Betrag von 9.126&nbsp;EUR ermittelt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>40<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FG kann allerdings im zweiten Rechtsgang Zweifeln nachgehen, die sich daraus ergeben, dass der Kl&auml;ger f&uuml;r den einzigen Rentenbezugsmonat des Vorjahres (2007) eine Renteneinnahme von 1.755&nbsp;EUR erkl&auml;rt hat. Dies w&uuml;rde bei einer Hochrechnung auf zw&ouml;lf&nbsp;Monate zu einem Jahresbetrag von 21.060&nbsp;EUR f&uuml;hren, der den vom Kl&auml;ger erkl&auml;rten Rentenzufluss deutlich &uuml;bersteigt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>41<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Umgekehrt passt indes auch die &#8211;relativ geringe&#8211; H&ouml;he der vom Kl&auml;ger f&uuml;r das Streitjahr erkl&auml;rten Kranken- und Pflegeversicherungsbeitr&auml;ge aus der Rente bei Zugrundelegung der hierf&uuml;r geltenden Beitragss&auml;tze nicht zu dem angegebenen Rentenzahlbetrag von 19.839&nbsp;EUR.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>42<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table class=\"Rsp\">\n<tr>\n<th colspan=\"2\" rowspan=\"1\" valign=\"top\"><\/th>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"2\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">bb) Dar&uuml;ber hinaus kann sich das FG &#8211;je nach den Umst&auml;nden des Einzelfalls&#8211; eine Auffassung dazu bilden, ob<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">&#8211;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">der steuerfreie Jahresbetrag der Rente mit der im Zeitpunkt des Renteneintritts gegebenen durchschnittlichen weiteren statistischen Lebenserwartung lediglich des Steuerpflichtigen selbst zu multiplizieren ist (so Senatsurteil in BFHE 223, 445, BStBl II 2009, 710, unter II.2.c&nbsp;ee), oder ob auch die auf statistischen Durchschnittswerten beruhende &#8211;h&ouml;here&#8211; Lebenserwartung eines Ehegatten mit Anspruch auf eine Hinterbliebenenrente zu ber&uuml;cksichtigen ist;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">&#8211;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">der Werbungskosten-Pauschbetrag nach &sect;&nbsp;9a Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;3 EStG als zus&auml;tzliche Steuerfreistellung anzusehen ist;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">&#8211;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">die Grundfreibetr&auml;ge, die Sonderausgabenabz&uuml;ge f&uuml;r die aus der Rente zu zahlenden Kranken- und Pflegeversicherungsbeitr&auml;ge sowie die gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;3 Nr.&nbsp;14 EStG steuerfrei bleibenden Zusch&uuml;sse der Rentenversicherungstr&auml;ger zu den Krankenversicherungsbeitr&auml;gen, die dem Steuerpflichtigen w&auml;hrend der Zeit des Rentenbezugs zustehen, im Rahmen der Ermittlung des steuerfrei gestellten Rententeilbetrags zu ber&uuml;cksichtigen sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>43<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Der so ermittelte steuerfrei gestellte Rententeilbetrag ist zu vergleichen mit dem aus versteuertem Einkommen geleisteten Teil der Altersvorsorgeaufwendungen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>44<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Als ersten Schritt wird das FG im zweiten Rechtsgang die Gesamtsumme der Rentenversicherungsbeitr&auml;ge des Kl&auml;gers festzustellen haben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>45<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table class=\"Rsp\">\n<tr>\n<th colspan=\"2\" rowspan=\"1\" valign=\"top\"><\/th>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"2\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">In einem zweiten Schritt wird zu kl&auml;ren sein, in welcher H&ouml;he diese Beitr&auml;ge aus versteuertem Einkommen geleistet wurden. Insoweit kommt es &#8211;anders als die Kl&auml;ger meinen&#8211; nicht auf die H&ouml;he der konkreten Einkommensteuerminderung an. F&uuml;r die erforderliche Einzelberechnung kann das FG erw&auml;gen,<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">&#8211;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">ob f&uuml;r Zwecke der erforderlichen Vergleichsrechnung die f&uuml;r den jeweiligen Veranlagungszeitraum geltenden H&ouml;chstbetr&auml;ge f&uuml;r den Abzug von Vorsorgeaufwendungen auch durch Beitr&auml;ge insbesondere zu Lebens-, Unfall- und Haftpflichtversicherungen sowie zu solchen privaten Krankenversicherungen, deren Leistungen &uuml;ber das Versorgungsniveau der gesetzlichen Krankenversicherung hinausgehen, aufgezehrt werden (offen gelassen im Senatsurteil in BFHE 223, 445, BStBl II 2009, 710, unter II.2.c&nbsp;cc; zum gleichrangigen Abzug der Beitr&auml;ge zu den verschiedenen Sparten der gesetzlichen Sozialversicherung s. unten d&nbsp;cc);<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">&#8211;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">wie der Vorwegabzug in F&auml;llen der Zusammenveranlagung von Ehegatten zuzuordnen ist;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">&#8211;&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">ob aus dem geleisteten Beitrag zur gesetzlichen Rentenversicherung solche Anteile herauszurechnen sind, die kalkulatorisch nicht auf den Erwerb eines Anspruchs auf Altersrente entfallen;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">&#8211;&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">ob in Veranlagungszeitr&auml;umen, in denen die Einkommensteuer tats&auml;chlich auf 0&nbsp;DM\/EUR festgesetzt worden ist, &uuml;berhaupt davon die Rede sein kann, ein Teil der Altersvorsorgeaufwendungen sei aus versteuertem Einkommen geleistet worden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>46<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Sollte sich im zweiten Rechtsgang ergeben, dass die steuerfreien Rentenbez&uuml;ge geringer sind als der aus versteuertem Einkommen geleistete Teil der Altersvorsorgeaufwendungen, h&auml;tte das FG noch dar&uuml;ber zu befinden, ob eine doppelte Belastung bis zu einer gewissen Bagatellgrenze hinzunehmen sein k&ouml;nnte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>47<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Demgegen&uuml;ber hat der Senat die folgenden &#8211;von den Kl&auml;gern gleichwohl nochmals in Frage gestellten&#8211; Einzelfragen zu den Modalit&auml;ten der vorzunehmenden Berechnung bereits entschieden:<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>48<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Die Berechnung ist auf der Grundlage des Nominalwertprinzips vorzunehmen. Dies gilt ungeachtet der Kritik der Kl&auml;ger und des Umstands, dass der Betrachtungszeitraum f&uuml;r die Beurteilung, ob die einkommensteuerrechtliche Behandlung der Altersvorsorgeaufwendungen und der Altersbez&uuml;ge im jeweiligen Einzelfall aufeinander abgestimmt ist, notwendigerweise eine Spanne von mehreren Jahrzehnten umfassen muss. Diese Rechtsfrage ist durch die Rechtsprechung des BVerfG (z.B. j&uuml;ngst BVerfG-Beschluss in BStBl II 2016, 310, Rz&nbsp;51&nbsp;ff.) und des erkennenden Senats (Urteil in BFHE 223, 445, BStBl II 2009, 710, unter II.2.c&nbsp;aa; ausf&uuml;hrlich Urteil in BFHE 228, 223, BStBl II 2011, 567, Rz&nbsp;70&nbsp;ff.) gekl&auml;rt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>49<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Auch mit dem Einwand der Kl&auml;ger, zu ihren Lasten bestehe eine Ungleichbehandlung im Verh&auml;ltnis zu Beziehern von Rentenzahlungen aus Pensionskassen &#8211;insbesondere den Zusatzversorgungseinrichtungen des &ouml;ffentlichen Dienstes&#8211;, hat sich der Senat bereits in seinem Urteil in BFHE 228, 223, BStBl II 2011, 567 (Rz&nbsp;38) befasst. Somit geh&ouml;rten nach der bis einschlie&szlig;lich 2007 geltenden Rechtslage Beitr&auml;ge zu umlagefinanzierten Pensionskassen zum grunds&auml;tzlich voll steuerpflichtigen Arbeitslohn, so dass dieser Teil der Altersvorsorge dem System der vorgelagerten Besteuerung zugewiesen war. Die weitere Anwendung der Ertragsanteilsbesteuerung auf die Auszahlungen aus derartigen Altersversorgungssystemen (&sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;5 Satz&nbsp;2 Buchst.&nbsp;a i.V.m. &sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 Buchst.&nbsp;a Doppelbuchst.&nbsp;bb EStG) ist dann nur folgerichtig. Soweit die Beitr&auml;ge zu Pensionskassen gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;40b EStG pauschal versteuert werden konnten, ist darauf hinzuweisen, dass auch die Pauschalversteuerung eine Form der Einkommensbesteuerung &#8211;nur eben mit einem im Regelfall g&uuml;nstigeren Steuersatz&#8211; darstellt und daher rechtssystematisch nicht etwa einer Steuerbefreiung der Beitr&auml;ge gleich zu achten ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>50<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Soweit f&uuml;r Beitr&auml;ge zu kapitalgedeckten Pensionskassen seit 2002 (&sect;&nbsp;3 Nr.&nbsp;63 EStG) bzw. f&uuml;r Beitr&auml;ge zu umlagefinanzierten Pensionskassen seit 2008 (&sect;&nbsp;3 Nr.&nbsp;56 EStG) Steuerbefreiungen vorgesehen sind, hat der Gesetzgeber in &sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;5 Satz&nbsp;1 EStG folgerichtig angeordnet, dass entsprechende Auszahlungen in voller H&ouml;he &#8211;nicht etwa nur mit dem Besteuerungsanteil wie die Rentenbez&uuml;ge des Kl&auml;gers&#8211; der Besteuerung unterliegen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>51<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Ebenso ist bereits entschieden, dass die Beitr&auml;ge zu den verschiedenen Sparten der gesetzlichen Sozialversicherung gleichrangig in die Berechnung des abziehbaren Teils der Altersvorsorgeaufwendungen einzustellen sind (Senatsurteile in BFHE 223, 445, BStBl II 2009, 710, unter II.2.c&nbsp;cc, und in BFHE 228, 223, BStBl II 2011, 567, Rz&nbsp;37; BVerfG-Beschluss vom 13.&nbsp;Februar 2008&nbsp;&nbsp;2&nbsp;BvL&nbsp;1\/06, BVerfGE 120, 125, unter C.II.1.b).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>52<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>e) Die Feststellungslast f&uuml;r das Vorliegen einer etwaigen verfassungswidrigen doppelten Besteuerung liegt bei dem Steuerpflichtigen, der aus einem derartigen Tatbestand ihm g&uuml;nstige Rechtsfolgen &#8211;Milderung der Besteuerung seiner Altersbez&uuml;ge&#8211; ableiten will.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>53<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Der Steuerpflichtige ist daher insbesondere gehalten, dem FG Darlegungen zu seiner Erwerbsbiographie und zum Rentenversicherungsverlauf zu unterbreiten, zumal diese Tatsachen ohnehin aus seiner Sph&auml;re stammen und entsprechende Unterlagen ihm in aller Regel vorliegen werden. Diesem Teil der Darlegungsanforderungen haben die Kl&auml;ger im Streitfall gen&uuml;gt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>54<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Dar&uuml;ber hinaus tr&auml;gt der Steuerpflichtige auch die Feststellungslast f&uuml;r die &#8211;in vielen F&auml;llen f&uuml;r die rechnerische Feststellung einer doppelten Besteuerung entscheidende&#8211; fr&uuml;here einkommensteuerrechtliche Behandlung der Altersvorsorgeaufwendungen in seinem konkreten Einzelfall. Zwar bestehen weder f&uuml;r die Steuerpflichtigen noch f&uuml;r die Finanzverwaltung Rechtspflichten, Einkommensteuerbescheide zeitlich unbegrenzt aufzubewahren. Wer sich jedoch darauf beruft, dass eine &#8211;wie hier&#8211; grunds&auml;tzlich verfassungsgem&auml;&szlig;e gesetzliche Regelung lediglich aufgrund der in seinem konkreten Einzelfall gegebenen Besonderheiten verfassungsrechtlich problematische Wirkungen (hier: eine doppelte Besteuerung) entfaltet, hat zu diesen Besonderheiten seines Einzelfalls grunds&auml;tzlich konkreten und substantiierten Sachvortrag zu leisten und im Falle der Nichterweislichkeit seines Vorbringens die damit verbundenen m&ouml;glichen Rechtsnachteile hinzunehmen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>55<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;ger haben hierzu vorgetragen, alle ihre Einkommensteuerbescheide seit Beginn der Rentenbeitragspflicht l&uuml;ckenlos vorlegen zu k&ouml;nnen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>56<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Die l&uuml;ckenlose Vorlage von Einkommensteuerbescheiden ist allerdings nicht das einzige Mittel, um den Anforderungen zu gen&uuml;gen, die an die Darlegung einer im konkreten Einzelfall gegebenen verfassungswidrigen doppelten Besteuerung zu stellen sind. Vielmehr l&auml;sst sich die H&ouml;he der Beitragszahlungen zur Rentenversicherung (auch des jeweiligen Ehegatten) im Allgemeinen den Rentenversicherungsverl&auml;ufen entnehmen, die jedem Versicherten vorliegen. Aus diesen Beitragszahlungen kann dann wiederum die H&ouml;he des Gehalts bzw. der sonstigen beitragspflichtigen Einnahmen &#8211;jedenfalls bis zur Beitragsbemessungsgrenze&#8211; abgeleitet werden. Da zudem die &#8211;in den einzelnen Jahren variierende&#8211; H&ouml;he der Beitragss&auml;tze zu den anderen Sparten der gesetzlichen Sozialversicherung bekannt ist, ergibt sich bei Kenntnis der beitragspflichtigen Einnahmen durch einen einfachen Rechenvorgang auch der Gesamtbeitrag zur Sozialversicherung. Dieser Gesamtbeitrag bildet wiederum die Tatsachengrundlage, um in Anwendung des &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;3 EStG in der im jeweiligen Veranlagungszeitraum geltenden Fassung eine H&ouml;chstbetragsberechnung vornehmen zu k&ouml;nnen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>57<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>dd) Wenn dem jeweiligen Steuerpflichtigen einzelfallbezogene Angaben ausnahmsweise nicht m&ouml;glich oder zumutbar sind, ist der Anteil der aus versteuertem Einkommen geleisteten Altersvorsorgeaufwendungen nach sachgerechten Ma&szlig;st&auml;ben zu sch&auml;tzen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>58<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Bei Sch&auml;tzungen sind alle Umst&auml;nde zu ber&uuml;cksichtigen, die f&uuml;r sie von Bedeutung sind (&sect;&nbsp;162 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 der Abgabenordnung); Typisierungen m&uuml;ssen realit&auml;tsgerecht sein (BVerfG-Beschluss vom 12.&nbsp;Oktober 2010&nbsp;&nbsp;1&nbsp;BvL&nbsp;12\/07, BVerfGE 127, 224, unter D.I., m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>59<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Daher existiert keine tats&auml;chliche Grundlage f&uuml;r die Annahme des FG, auch bei Selbst&auml;ndigen sei w&auml;hrend der Beitragsphase durchschnittlich nur etwa die H&auml;lfte der Altersvorsorgeaufwendungen aus versteuertem Einkommen geleistet worden. Beispielsweise hat bei Zugrundelegung der Daten des Verbands Deutscher Rentenversicherungstr&auml;ger ein Selbst&auml;ndiger, der &#8211;wie zumeist der Kl&auml;ger&#8211; Beitr&auml;ge nach Ma&szlig;gabe der Beitragsbemessungsgrenze gezahlt hat, in allen Jahren von 1985 bis 2004 mindestens 70&nbsp;% (zuletzt sogar bis zu 80&nbsp;%) der Beitr&auml;ge aus versteuertem Einkommen geleistet; in den Jahren 1972 bis 1984 waren es immerhin jeweils zwischen 60&nbsp;% und 70&nbsp;% (vgl. Broer, Betriebs-Berater 2004, 527, Abbildung 5).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>60<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Bei einer solchen Sch&auml;tzung wird daher im Allgemeinen sowohl nach der H&ouml;he der Beitr&auml;ge &#8211;je h&ouml;her die Beitr&auml;ge waren, desto geringer fiel der prozentuale Anteil der tats&auml;chlich als Sonderausgaben abziehbaren Beitr&auml;ge aus&#8211; als auch danach zu differenzieren sein, ob der Steuerpflichtige Anspruch auf steuerfreie Leistungen des Arbeitgebers f&uuml;r seine Altersvorsorge hatte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>61<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Die &Uuml;bertragung der Kostenentscheidung auf das FG beruht auf &sect;&nbsp;143 Abs.&nbsp;2 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 21.6.2016, X R 44\/14ECLI:DE:BFH:2016:U.210616.XR44.14.0 Doppelte Besteuerung von Altersvorsorgeaufwendungen und Altersbez&uuml;gen &#8211; keine Pflicht zur zeitlich unbegrenzten Aufbewahrung von Einkommensteuerbescheiden &#8211; Revisionsantrag Leits&auml;tze 1. Auch wenn die mit dem AltEinkG geschaffene &Uuml;bergangsregelung f&uuml;r die Besteuerung von Leibrenten aus der Basisversorgung (&sect; 22 Nr. 1 Satz 3 Buchst. a Doppelbuchst. aa EStG) grunds&auml;tzlich verfassungsgem&auml;&szlig; &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/x-r-44-14-doppelte-besteuerung-von-altersvorsorgeaufwendungen-und-altersbezuegen-keine-pflicht-zur-zeitlich-unbegrenzten-aufbewahrung-von-einkommensteuerbescheiden-revisionsantrag\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">X&nbsp;R&nbsp;44\/14 &#8211; Doppelte Besteuerung von Altersvorsorgeaufwendungen und Altersbez&uuml;gen &#8211; keine Pflicht zur zeitlich unbegrenzten Aufbewahrung von Einkommensteuerbescheiden &#8211; Revisionsantrag<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-66222","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/66222","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=66222"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/66222\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=66222"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=66222"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=66222"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}