{"id":66223,"date":"2017-01-18T12:24:28","date_gmt":"2017-01-18T10:24:28","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=66223"},"modified":"2017-01-18T12:24:28","modified_gmt":"2017-01-18T10:24:28","slug":"vii-r-20-14-berechnung-der-haftungsquote","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/vii-r-20-14-berechnung-der-haftungsquote\/","title":{"rendered":"VII&nbsp;R&nbsp;20\/14 &#8211; Berechnung der Haftungsquote"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 14.6.2016, VII R 20\/14<br \/>ECLI:DE:BFH:2016:U.140616.VIIR20.14.0<\/p>\n<p class=\"titel\">Berechnung der Haftungsquote<\/p>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Auf die Revision des Kl&auml;gers werden das Urteil des Finanzgerichts M&uuml;nster vom 16. Januar 2014 9 K 2879\/10 L und der Haftungsbescheid des Finanzamts vom 22. M&auml;rz 2010 in Gestalt der Einspruchsentscheidung vom 29. Juni 2010 &uuml;ber &#8230; EUR (Umsatzsteuer u.a.) dahin ge&auml;ndert, dass der Haftungsbetrag auf &#8230; EUR herabgesetzt wird.<\/p>\n<\/p>\n<p>Im &Uuml;brigen wird die Revision des Kl&auml;gers gegen das Urteil des Finanzgerichts M&uuml;nster vom 16. Januar 2014 9 K 2879\/10 L als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckgewiesen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Soweit das Finanzamt seine Anschlussrevision gegen das Urteil des Finanzgerichts M&uuml;nster vom 16. Januar 2014 9 K 2879\/10 L zur&uuml;ckgenommen hat, wird das Verfahren eingestellt (&sect; 125 Abs. 1, &sect; 121 Satz 1 i.V.m. &sect; 72 Abs. 2 Satz 2 der Finanzgerichtsordnung).<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Kosten des gesamten Verfahrens haben der Kl&auml;ger zu &#8230; und das Finanzamt zu &#8230; zu tragen.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>    <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Der Kl&auml;ger, Revisionskl&auml;ger und Revisionsbeklagte (Kl&auml;ger), der als ehemaliger Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer und Liquidator einer GmbH f&uuml;r deren Steuerschulden in Haftung genommen wurde, wendet sich gegen die Ber&uuml;cksichtigung der den Gl&auml;ubigerbanken in der Liquidierungsphase zugeflossenen Erl&ouml;se aus der Verwertung von Immobilien bei der Berechnung der Haftungsquote. Mit der Anschlussrevision hat der Beklagte, Revisionsbeklagte und Revisionskl&auml;ger (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) zun&auml;chst geltend gemacht, das Gericht habe den Umfang der Drittwirkung der Steuerfestsetzung gegen&uuml;ber der GmbH f&uuml;r den Haftungsbescheid (&sect;&nbsp;166 der Abgabenordnung &#8211;AO&#8211;) verkannt. Die Anschlussrevision ist in der m&uuml;ndlichen Verhandlung nach einem Hinweis des Senats auf das Urteil des Bundesfinanzhofs vom 22.&nbsp;April 2015 XI&nbsp;R&nbsp;43\/11 (BFHE 249, 315, BStBl II 2015, 755) zur&uuml;ckgenommen worden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Anteile an der GmbH, die Immobilien kaufte, errichtete, verwaltete, vermietete und verkaufte, wurden je zur H&auml;lfte von A und der Ehefrau des Kl&auml;gers gehalten. Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer bzw. Liquidatoren waren von 1994 bis August 2009 A und der Kl&auml;ger, danach &#8211;bis zur L&ouml;schung der GmbH im Handelsregister wegen Verm&ouml;genslosigkeit 2013&#8211; der Kl&auml;ger allein. Ein 2009 gestellter Antrag auf Er&ouml;ffnung des Insolvenzverfahrens wurde mangels Masse abgelehnt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nachdem ab August 2009 einigen Banken Erl&ouml;se aus der Ver&auml;u&szlig;erung von Eigentumswohnungen der GmbH zugeflossen waren, erlie&szlig; das FA gegen&uuml;ber A und dem Kl&auml;ger je zwei Haftungsbescheide, die es mit Einspruchsentscheidungen vom 29.&nbsp;Juni 2010 zusammenfasste und best&auml;tigte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger wurde wegen von der GmbH nicht abgef&uuml;hrter Lohnsteuer f&uuml;r die Anmeldungszeitr&auml;ume November 2008 bis Januar 2010 (nebst Solidarit&auml;tszuschl&auml;gen, Kirchenlohnsteuer, S&auml;umnis- und Versp&auml;tungszuschl&auml;gen) in H&ouml;he von &#8230;&nbsp;EUR in Haftung genommen und wegen Umsatzsteuer, K&ouml;rperschaftsteuer u.a. in H&ouml;he von &#8230;&nbsp;EUR. F&uuml;r den letztgenannten Haftungsbescheid legte das FA als Haftungszeitraum die Zeit von November 2008 bis M&auml;rz 2010 und eine gesch&auml;tzte Haftungsquote von 75&nbsp;% der ausstehenden Betr&auml;ge zugrunde.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>A wurde wegen Lohnsteuer u.a. f&uuml;r die Anmeldungszeitr&auml;ume November 2008 bis Juli 2009 &uuml;ber einen Betrag von insgesamt &#8230;&nbsp;EUR und wegen Umsatzsteuer u.a. &uuml;ber einen Betrag von insgesamt &#8230;&nbsp;EUR in Haftung genommen. In Bezug auf die Haftung wegen Umsatzsteuer u.a. legte das FA als Haftungszeitraum die Zeit vom &#8230;&nbsp;November 2008 bis &#8230;&nbsp;August 2009 und ebenfalls eine gesch&auml;tzte Haftungsquote von 75&nbsp;% zugrunde.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die unterschiedlichen Betr&auml;ge beruhten darauf, dass A im August 2009 aus der Gesch&auml;ftsf&uuml;hrung der GmbH ausgeschieden, der Kl&auml;ger hingegen noch bis Januar 2013 t&auml;tig war.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Sowohl der Kl&auml;ger als auch A, der w&auml;hrend des Revisionsverfahrens verstarb, haben Klage erhoben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Finanzgericht (FG) urteilte, die gegen&uuml;ber dem Kl&auml;ger ergangenen Bescheide seien insoweit aufzuheben, als der Haftungsbescheid f&uuml;r Lohnsteuer u.a. einen &#8230;&nbsp;EUR und der Haftungsbescheid f&uuml;r Umsatzsteuer u.a. einen &#8230;&nbsp;EUR &uuml;bersteigenden Haftungsbetrag ausweise.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA habe den Kl&auml;ger in seiner Eigenschaft als gesetzlicher Vertreter der GmbH dem Grunde nach zu Recht gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;69 Satz&nbsp;1, &sect;&nbsp;34 i.V.m. &sect;&nbsp;191 AO in Haftung genommen, weil er die ihm obliegende Pflicht zur Steuerzahlung aus den von ihm verwalteten Mitteln der GmbH verletzt und nicht daf&uuml;r gesorgt habe, dass die Unternehmenssteuern entsprechend dem &quot;Grundsatz der anteiligen Tilgung&quot; in gleichem Umfang getilgt wurden, wie die Verbindlichkeiten gegen&uuml;ber privaten Dritten. Die Berechnung der Tilgungsquote sei &#8211;anders als der Kl&auml;ger meine&#8211; nicht jeweils gesondert f&uuml;r verschiedene Gesch&auml;ftsbereiche des Unternehmens vorzunehmen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Jedoch sei die Haftung zu begrenzen:<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Da nach seiner (des FG) &Uuml;berzeugung letztmalig im November 2008 zwei Arbeitnehmern und im Dezember 2008 einer Arbeitnehmerin Lohn und Gesch&auml;ftsf&uuml;hrergeh&auml;lter nicht mehr gezahlt worden seien, sei nur hinsichtlich eines Betrags von &#8230;&nbsp;EUR von einer Voll-Haftung des Kl&auml;gers f&uuml;r Lohnsteuer u.a. auszugehen. Die Festsetzungen f&uuml;r November 2008 bis Mai 2009 in H&ouml;he von insgesamt &#8230;&nbsp;EUR, f&uuml;r die der Vorbehalt der Nachpr&uuml;fung mit Bescheid vom 5.&nbsp;Oktober 2009 aufgehoben worden sei, entfalteten gegen&uuml;ber dem Kl&auml;ger gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;166 AO Drittwirkung. Da jedoch eigentlich nur &#8230;&nbsp;EUR Lohnsteuer u.a. abzuf&uuml;hren gewesen w&auml;ren, sei hinsichtlich des &uuml;berschie&szlig;enden Betrags der Grundsatz der anteiligen Tilgung anzuwenden, weshalb der Kl&auml;ger hinsichtlich eines Betrags von &#8230;&nbsp;EUR nur quotal hafte (insoweit wurde keine Anschlussrevision des FA eingelegt). Hinsichtlich der im Haftungsbescheid f&uuml;r die Monate Juni 2009 bis Januar 2010 angesetzten Lohnsteuer-Betr&auml;ge in H&ouml;he von &#8230;&nbsp;EUR st&uuml;nden die Festsetzungen mangels Abgabe von Lohnsteuer-Anmeldungen und mangels Anzeige der GmbH nach &sect;&nbsp;41a Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;4 des Einkommensteuergesetzes gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;168 Satz&nbsp;1, &sect;&nbsp;164 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;1, &sect;&nbsp;169 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2, &sect;&nbsp;170 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 AO im Zeitpunkt seiner (des FG) Entscheidung noch unter dem Vorbehalt der Nachpr&uuml;fung, weshalb insoweit nicht von einer Bindung und mangels Lohnzahlung nicht von einer Haftung auszugehen sei (insoweit wurde die Anschlussrevision zur&uuml;ckgenommen). Deshalb sei auch eine Haftungsinanspruchnahme f&uuml;r die auf die Anmeldungszeitr&auml;ume Juni 2009 bis Januar 2010 entfallenden Versp&auml;tungszuschl&auml;ge nicht ermessensgerecht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die vom FA zugrunde gelegte Summe der K&ouml;rperschaftsteuer- und Umsatzsteuer-Verbindlichkeiten sei zu vermindern (dies ist nicht mehr im Streit).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die sich aus dem Grundsatz der anteiligen Tilgung ergebende Haftungsquote betrage 65&nbsp;% der Steuerverbindlichkeiten. Die GmbH sei im Haftungszeitraum mit Verbindlichkeiten in H&ouml;he von insgesamt ca. &#8230;&nbsp;EUR belastet gewesen. Hiervon seien insgesamt ca. &#8230;&nbsp;EUR getilgt worden, darunter rd. &#8230;&nbsp;EUR, die nach M&auml;rz 2010 aus dem Verkauf von Eigentumswohnungen unmittelbar an Banken geflossen seien. F&uuml;r die Tilgungen h&auml;tten der GmbH neben dem Erl&ouml;s aus dem Verkauf von Eigentumswohnungen u.a. in der Zeit von November 2008 bis April 2009 ca. &#8230;&nbsp;EUR aus Darlehensauszahlungen, aus Mieteinnahmen und aus Einlagen ihrer Gesellschafter zur Verf&uuml;gung gestanden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Hieraus ergebe sich eine Haftungsquote von 65&nbsp;%. Bei Anwendung dieser Quote h&auml;tten die im Haftungszeitraum zu tilgenden Steuerbetr&auml;ge in H&ouml;he von &#8230;&nbsp;EUR getilgt werden m&uuml;ssen; nach Abzug der von der GmbH durch Umbuchungen geleisteten Tilgungen in H&ouml;he von &#8230;&nbsp;EUR verbleibe ein Haftungsbetrag von &#8230;&nbsp;EUR. Dieser Betrag entspreche 62,74&nbsp;% der nicht getilgten Steuerverbindlichkeiten in H&ouml;he von &#8230;&nbsp;EUR; er entfalle zu &#8230;&nbsp;EUR auf Umsatzsteuer u.a. und zu &#8230;&nbsp;EUR auf Lohnsteuer u.a.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Haftung f&uuml;r die Lohnsteuer u.a. sei hiernach herabzusetzen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit der Revision r&auml;umt der Kl&auml;ger zwar eine schuldhafte Pflichtverletzung hinsichtlich der nicht bzw. nicht rechtzeitigen Festsetzung und Erf&uuml;llung von Anspr&uuml;chen aus Steuerschuldverh&auml;ltnissen der GmbH ein, bestreitet jedoch eine Haftung in H&ouml;he einer unter Ber&uuml;cksichtigung von Tilgungsleistungen zugunsten privater Gl&auml;ubiger errechneten Quote. Als die GmbH die Sicherungsrechte begr&uuml;ndet habe, die letztlich die (anteilige) Tilgung der Steuerschulden verhindert h&auml;tten, seien die Umsatzsteuer-Forderungen noch nicht absehbar gewesen, weil die GmbH zun&auml;chst nur umsatzsteuerfreie Grundst&uuml;cksgesch&auml;fte get&auml;tigt habe und in diesem Zusammenhang den finanzierenden Banken die streitgegenst&auml;ndlichen Grundpfandrechte bestellt und Sicherheiten gew&auml;hrt habe. Im &Uuml;brigen habe die GmbH &uuml;ber die Tilgungsleistungen nicht verf&uuml;gen k&ouml;nnen, da sie nicht &uuml;ber die Konten der GmbH geflossen bzw. aufgrund der privaten Gl&auml;ubigern bestellten Sicherheiten von diesen vereinnahmt worden seien.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In der m&uuml;ndlichen Verhandlung hat der Kl&auml;ger klargestellt, dass sich die Revision nicht gegen die Lohnsteuer-Haftung richtet und beantragt,<br \/>das Urteil und den Haftungsbescheid in Gestalt der Einspruchsentscheidung dahin zu &auml;ndern, dass die Haftung f&uuml;r Umsatzsteuer u.a., die im Urteil auf &#8230;&nbsp;EUR festgesetzt wurde, aufgehoben wird.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach R&uuml;cknahme der Anschlussrevision beantragt das FA, die Revision als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Revision des Kl&auml;gers ist in dem im Tenor genannten Umfang erfolgreich. Soweit das FA seine Anschlussrevision zur&uuml;ckgenommen hat, war das Verfahren einzustellen (&sect;&nbsp;125 Abs.&nbsp;1, &sect;&nbsp;121 Satz&nbsp;1 i.V.m. &sect;&nbsp;72 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1.&nbsp;Gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;69 Satz&nbsp;1 AO haften die in den &sect;&sect;&nbsp;34 und 35 AO bezeichneten Personen, zu denen die Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer und Liquidatoren einer GmbH geh&ouml;ren (&sect;&nbsp;35 Abs.&nbsp;1 des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschr&auml;nkter Haftung &#8211;GmbHG&#8211; i.V.m. &sect;&sect;&nbsp;69, 70 GmbHG), soweit Anspr&uuml;che aus dem Steuerschuldverh&auml;ltnis (&sect;&nbsp;37 AO) infolge vors&auml;tzlicher oder grob fahrl&auml;ssiger Pflichtverletzung nicht oder nicht rechtzeitig festgesetzt oder erf&uuml;llt oder soweit infolgedessen Steuerverg&uuml;tungen oder Steuererstattungen ohne rechtlichen Grund gezahlt werden. Gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;69 Satz&nbsp;2 AO umfasst die Haftung auch die infolge der Pflichtverletzung zu zahlenden S&auml;umniszuschl&auml;ge.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zu den steuerlichen Pflichten der Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer bzw. Liquidatoren einer GmbH geh&ouml;rt es insbesondere, rechtzeitig Steuererkl&auml;rungen abzugeben (&sect;&nbsp;149 AO) und die f&auml;lligen Anspr&uuml;che aus dem Steuerschuldverh&auml;ltnis (&sect;&nbsp;37 Abs.&nbsp;1 AO) aus den von ihnen verwalteten Mitteln zu begleichen (&sect;&nbsp;34 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 AO) oder zumindest f&uuml;r eine m&ouml;glichst gleichm&auml;&szlig;ige Befriedigung s&auml;mtlicher Gl&auml;ubiger zu sorgen (Senatsbeschluss vom 11.&nbsp;November 2015 VII&nbsp;B&nbsp;57\/15, BFH\/NV 2016, 372). Da die f&auml;lligen Anspr&uuml;che aus den verwalteten, d.h. den vorhandenen Mitteln zu begleichen sind, handelt ein Vertreter nicht stets i.S. des &sect;&nbsp;69 AO pflichtwidrig, soweit er die Entrichtung f&auml;lliger Unternehmenssteuern (Umsatzsteuer, K&ouml;rperschaftsteuer u.&auml;.) unterl&auml;sst, weil keine Mittel vorhanden sind (Senatsbeschluss in BFH\/NV 2016, 372). Aus der Beschr&auml;nkung der Steuerentrichtungspflicht auf die verwalteten Mittel leitet sich u.a. ab, dass die Nichterf&uuml;llung der Anspr&uuml;che aus dem Steuerschuldverh&auml;ltnis, wenn sonst keine relevanten Pflichtverletzungen vorliegen, nur in dem Umfang zu einer Haftung f&uuml;r Unternehmenssteuern f&uuml;hrt, in dem der Verpflichtete die Finanzbeh&ouml;rde gegen&uuml;ber den anderen Gl&auml;ubigern benachteiligt hat (Senatsurteile vom 27.&nbsp;Februar 2007 VII&nbsp;R&nbsp;60\/05, BFHE 216, 487, BStBl II 2008, 508; vom 1.&nbsp;August 2000 VII&nbsp;R&nbsp;110\/99, BFHE 192, 249, BStBl II 2001, 271; vom 21.&nbsp;Juni 1994 VII&nbsp;R&nbsp;34\/92, BFHE 175, 198, BStBl II 1995, 230).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Soweit eine Verletzung der Pflicht zur anteiligen Befriedigung aller Gl&auml;ubiger in Betracht kommt, ist dieser (ad&auml;quat kausal und schuldhaft herbeigef&uuml;hrte) Steuerschaden anhand der Tilgungsquote zu berechnen, die sich aus dem Verh&auml;ltnis der Tilgungsleistungen (mit Ausnahme der Lohnsteuer) und den Gesamtverbindlichkeiten (mit Ausnahme der Lohnsteuer) w&auml;hrend des Haftungszeitraums ergibt oder ggf. zu sch&auml;tzen. Dabei ist nicht relevant, ob die Mittel &uuml;ber ein Konto des Steuerschuldners flie&szlig;en; ma&szlig;geblich ist allein, ob ihm die Tilgungsleistung zuzurechnen ist. Tilgungsleistungen au&szlig;erhalb des Haftungszeitraums sind bei der Bemessung der Quote im Zusammenhang mit einem Versto&szlig; gegen den Grundsatz der anteiligen Tilgung nicht einzubeziehen, soweit keine sonstige Pflichtverletzung, wie z.B. ein Versto&szlig; gegen die Mittelvorsorgepflicht, festgestellt wird (zur Sch&auml;tzung vgl. auch Senatsbeschluss vom 28.&nbsp;M&auml;rz 2001 VII&nbsp;B&nbsp;213\/00, BFH\/NV 2001, 1217).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Bei der Quotenberechnung ist nach st&auml;ndiger Rechtsprechung nicht auf den einzelnen F&auml;lligkeitstermin abzustellen, sondern zu ermitteln, in welchem Umfang die Verbindlichkeiten im gesamten Haftungszeitraum getilgt wurden (Senatsbeschluss in BFH\/NV 2016, 372).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Entsprechend kommt auch eine Aufteilung nach &quot;Gesch&auml;ftsbereichen&quot; nicht in Betracht, insbesondere dann nicht, wenn &#8211;wie im Streitfall&#8211; keinerlei rechtliche und organisatorische Trennung festgestellt ist. Die anzustellende Vergleichsrechnung soll auch insoweit nicht mit Ausnahmen und Komplikationen belastet werden; regelm&auml;&szlig;ig wird sich die Frage nach einer Aufteilung in Gesch&auml;ftsfelder im Nachhinein nur schwer beantworten lassen. Im &Uuml;brigen ist die Argumentation des Kl&auml;gers zu den angeblich bestehenden Gesch&auml;ftsbereichen &#8211;einerseits umsatzsteuerfreie Grundst&uuml;cksgesch&auml;fte, aus denen die den Banken in der Liquidierungsphase zugeflossenen Mittel stammen sollen, andererseits die Errichtung von Eigentumswohnungen auf fremden Grundst&uuml;cken in den Jahren 2007 und 2008, aus denen die Unternehmenssteuerschulden resultieren sollen&#8211; vor dem Hintergrund von Umsatzsteuer- und K&ouml;rperschaftsteuer-Schulden u.&auml;. der GmbH ab 2003 &#8211;jedenfalls vor 2007&#8211; nicht nachvollziehbar.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Nach diesen Grunds&auml;tzen haftet der Kl&auml;ger als Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer, sp&auml;ter Liquidator und damit gesetzlicher Vertreter der GmbH (&sect;&nbsp;35 Abs.&nbsp;1 GmbHG i.V.m. &sect;&sect;&nbsp;69, 70 GmbHG) &#8211;gesamtschuldnerisch&#8211; f&uuml;r die von der GmbH schuldig gebliebenen Unternehmenssteuern und steuerlichen Nebenleistungen (Umsatzsteuer u.a.) dem Grunde nach, aber nur in H&ouml;he von &#8230;&nbsp;EUR, denn die erst nach dem Ende des Haftungszeitraums zugeflossenen &#8230;&nbsp;EUR sind bei der Haftungsquote mangels entsprechender Feststellungen des FG (etwa hinsichtlich eines Versto&szlig;es gegen die Mittelvorsorgepflicht o.&auml;.) nicht zu ber&uuml;cksichtigen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach den Feststellungen des FG, an die der Senat mangels Vortrags zul&auml;ssiger und begr&uuml;ndeter Revisionsgr&uuml;nde gebunden ist (&sect;&nbsp;118 Abs.&nbsp;2 FGO), hatte die GmbH im Haftungszeitraum Gesamtverbindlichkeiten in H&ouml;he von &#8230;&nbsp;EUR, von denen &#8230;&nbsp;EUR getilgt wurden, davon &#8230;&nbsp;EUR erst nach dem Haftungszeitraum. Zu ber&uuml;cksichtigen sind deshalb nur Tilgungsleistungen in H&ouml;he von &#8230;&nbsp;EUR.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Hiernach wurden rd. 58&nbsp;% der Gesamtverbindlichkeiten getilgt. Die GmbH schuldete Unternehmenssteuern (Umsatzsteuer u.a.) in H&ouml;he von &#8230;&nbsp;EUR. Hiervon h&auml;tte sie &#8230;&nbsp;EUR (58&nbsp;% von &#8230;&nbsp;EUR) tilgen m&uuml;ssen; tats&auml;chlich wurden jedoch nur &#8230;&nbsp;EUR durch Umbuchungen getilgt. Zur Erf&uuml;llung der Quote fehlte somit ein Betrag von &#8230;&nbsp;EUR. Dieser Betrag entspricht knapp 30&nbsp;% der nach den Feststellungen des FG der GmbH jedenfalls frei zur Verf&uuml;gung stehenden Mittel in H&ouml;he von &#8230;&nbsp;EUR; er h&auml;tte bei Ber&uuml;cksichtigung des Grundsatzes der anteiligen Tilgung aus diesen Mitteln getilgt werden k&ouml;nnen. Ob die Erl&ouml;se aus den Grundst&uuml;cksver&auml;u&szlig;erungen &uuml;ber die Konten der GmbH gelaufen sind, spielt deshalb keine Rolle.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Umst&auml;nde, die es rechtfertigen k&ouml;nnten, die den Banken im Haftungszeitraum zugeflossenen Tilgungsleistungen bei der Berechnung der Haftungsquote nicht zu ber&uuml;cksichtigen, hat das FG nicht festgestellt; der Kl&auml;ger hat insoweit keine (zul&auml;ssige und begr&uuml;ndete) Revisionsr&uuml;ge erhoben, sondern die &quot;Pflichtwidrigkeit der Nichtabf&uuml;hrung&quot; der Steuern und sein Verschulden ausdr&uuml;cklich einger&auml;umt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Anders als das FG geurteilt hat, ist der Betrag von &#8230;&nbsp;EUR &#8211;Lohnsteuer, die das FG gewisserma&szlig;en von Lohnsteuer in Unternehmenssteuern &quot;umqualifiziert&quot; hat&#8211; allerdings in die Quotenberechnung nicht einzubeziehen. Denn die Lohnsteuer-Festsetzung wurde noch w&auml;hrend der Gesch&auml;ftsf&uuml;hrung des Kl&auml;gers formell bestandskr&auml;ftig. Der Vorbehalt der Nachpr&uuml;fung nach &sect;&nbsp;164 AO wurde gleichfalls w&auml;hrend dieser Zeit aufgehoben. Nach &sect;&nbsp;166 AO ist der Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer bei seiner Inanspruchnahme als Haftender mit solchen Einwendungen ausgeschlossen, die er als Vertreter der Gesellschaft gegen die betreffende Steuerfestsetzung h&auml;tte vorbringen k&ouml;nnen und m&uuml;ssen (Senatsbeschluss in BFH\/NV 2001, 1217). Dies schlie&szlig;t es aus, die bestandkr&auml;ftig, weder vorl&auml;ufig noch unter dem Vorbehalt der Nachpr&uuml;fung (oder sonst &auml;nderbar) festgesetzte Lohnsteuer, in eine Unternehmenssteuer umzuqualifizieren.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Die Kostenentscheidung beruht auf &sect;&nbsp;136 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 14.6.2016, VII R 20\/14ECLI:DE:BFH:2016:U.140616.VIIR20.14.0 Berechnung der Haftungsquote Tenor Auf die Revision des Kl&auml;gers werden das Urteil des Finanzgerichts M&uuml;nster vom 16. Januar 2014 9 K 2879\/10 L und der Haftungsbescheid des Finanzamts vom 22. M&auml;rz 2010 in Gestalt der Einspruchsentscheidung vom 29. Juni 2010 &uuml;ber &#8230; EUR (Umsatzsteuer u.a.) dahin ge&auml;ndert, dass &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/vii-r-20-14-berechnung-der-haftungsquote\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">VII&nbsp;R&nbsp;20\/14 &#8211; Berechnung der Haftungsquote<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-66223","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/66223","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=66223"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/66223\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=66223"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=66223"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=66223"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}