{"id":66235,"date":"2017-01-18T12:20:59","date_gmt":"2017-01-18T10:20:59","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=66235"},"modified":"2017-01-18T12:20:59","modified_gmt":"2017-01-18T10:20:59","slug":"x-r-54-14-keine-erweiterte-kuerzung-fuer-grundbesitz-der-im-rahmen-einer-betriebsaufspaltung-ueberlassen-wird","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/x-r-54-14-keine-erweiterte-kuerzung-fuer-grundbesitz-der-im-rahmen-einer-betriebsaufspaltung-ueberlassen-wird\/","title":{"rendered":"X&nbsp;R&nbsp;54\/14 &#8211; Keine erweiterte K&uuml;rzung f&uuml;r Grundbesitz, der im Rahmen einer Betriebsaufspaltung &uuml;berlassen wird"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 22.6.2016, X R 54\/14<br \/>ECLI:DE:BFH:2016:U.220616.XR54.14.0<\/p>\n<p class=\"titel\">Keine erweiterte K&uuml;rzung f&uuml;r Grundbesitz, der im Rahmen einer Betriebsaufspaltung &uuml;berlassen wird<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>1. Ein Besitz-Einzelunternehmen, das im Rahmen einer Betriebsaufspaltung Grundbesitz an eine Betriebs-Kapitalgesellschaft verpachtet, kann die erweiterte K&uuml;rzung nach &sect; 9 Nr. 1 Satz 2 GewStG auch dann nicht in Anspruch nehmen, wenn die Betriebs-Kapitalgesellschaft verm&ouml;gensverwaltend t&auml;tig ist.<\/p>\n<\/p>\n<p>2. Selbst wenn in einem derartigen Fall die Betriebs-Kapitalgesellschaft die Voraussetzungen f&uuml;r die Inanspruchnahme der erweiterten K&uuml;rzung erf&uuml;llt, kommt eine Anwendung dieser K&uuml;rzungsvorschrift auf das Besitz-Einzelunternehmen im Wege einer &quot;Merkmals&uuml;bertragung&quot; nicht in Betracht (Abgrenzung zu dem zu &sect; 3 Nr. 20 GewStG ergangenen Senatsurteil vom 29. M&auml;rz 2006 X R 59\/00, BFHE 213, 50, BStBl II 2006, 661).<\/p>\n<\/div>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Auf die Revision des Beklagten wird das Urteil des Finanzgerichts M&uuml;nchen vom 5. August 2014&nbsp;&nbsp;13 K 2280\/11 aufgehoben.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Klage wird abgewiesen, soweit sie die Gewerbesteuermessbescheide f&uuml;r 1989 bis 2001 betrifft.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Gewerbesteuermessbetr&auml;ge f&uuml;r 2002 bis 2005 werden unter &Auml;nderung der Bescheide vom 9. Dezember 2008 und unter teilweiser Aufhebung der Einspruchsentscheidung vom 4. Juli 2011 in der H&ouml;he festgesetzt, die sich ergibt, wenn f&uuml;r das Grundst&uuml;ck &#8230; die einfache K&uuml;rzung nach &sect; 9 Nr. 1 Satz 1 des Gewerbesteuergesetzes gew&auml;hrt wird.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Berechnung des Messbetrags wird dem Beklagten &uuml;bertragen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Im &Uuml;brigen wird die Klage gegen die Gewerbesteuermessbescheide f&uuml;r 2002 bis 2005 abgewiesen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Kosten des gesamten Verfahrens haben die Kl&auml;gerin zu 95 % und der Beklagte zu 5 % zu tragen.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Die Kl&auml;gerin und Revisionsbeklagte (Kl&auml;gerin) verpachtet seit vielen Jahren ein Grundst&uuml;ck an eine GmbH, deren Alleingesellschafterin sie ist. Die GmbH hat das Grundst&uuml;ck zun&auml;chst eigengewerblich genutzt. Sp&auml;ter errichtete sie auf dem Pachtgrundst&uuml;ck &#8211;sowie auf einem unmittelbar angrenzenden Grundst&uuml;ck, das ihr selbst geh&ouml;rt&#8211; mehrere B&uuml;ro- und Lagergeb&auml;ude, die sie an Dritte zu gewerblichen Zwecken vermietet. Diese Geb&auml;ude werden &#8211;anders als der Grund und Boden&#8211; bewertungsrechtlich der GmbH zugerechnet. Zwischen den Beteiligten ist unstreitig, dass sie im wirtschaftlichen Eigentum der GmbH stehen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die GmbH nimmt die erweiterte K&uuml;rzung nach &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 des Gewerbesteuergesetzes (GewStG) in Anspruch.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Verpachtungst&auml;tigkeit der Kl&auml;gerin wurde zun&auml;chst als verm&ouml;gensverwaltend behandelt. Beginnend mit dem Jahr 1978 nahmen die Beteiligten an, es handele sich um eine Betriebsaufspaltung. Die Kl&auml;gerin erstellte in der Folgezeit entsprechende Bilanzen. F&uuml;r das Jahr 1988 vertrat das damals zust&auml;ndige Finanzamt (FA&nbsp;X) erneut die Auffassung, die Kl&auml;gerin sei &#8211;sinngem&auml;&szlig;: von Anfang an&#8211; verm&ouml;gensverwaltend t&auml;tig, weil das Grundst&uuml;ck nicht f&uuml;r die besonderen Zwecke der GmbH hergerichtet worden sei. Eine steuerliche Auswirkung hatte dies &#8211;mit Ausnahme der unterbliebenen Festsetzung von Gewerbesteuer f&uuml;r dieses Jahr&#8211; nicht; insbesondere wurde kein Entnahmegewinn ermittelt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die nachfolgenden Betriebspr&uuml;fungen f&uuml;r die Streitjahre 1989 bis 2005 w&uuml;rdigten den Sachverhalt rechtlich erneut dahingehend, dass die Kl&auml;gerin das Grundst&uuml;ck im Rahmen einer Betriebsaufspaltung verpachte; der Pr&uuml;fer nahm zum 1.&nbsp;Januar 1989 eine &quot;Einlage&quot; an, die er mit dem aktuellen Teilwert bewertete. F&uuml;r die Jahre 1989 bis 2001 erlie&szlig; das FA&nbsp;X, f&uuml;r die Jahre 2002 bis 2005 der Beklagte und Revisionskl&auml;ger (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) entsprechende Gewerbesteuermessbescheide. Darin wurden die ermittelten Eink&uuml;nfte aus Gewerbebetrieb um die Gewinnaussch&uuml;ttungen aus den GmbH-Anteilen, die ebenfalls dem Betriebsverm&ouml;gen des Besitzunternehmens der Kl&auml;gerin zugeordnet wurden, gemindert (&sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;2a GewStG). Ferner wurde der Kl&auml;gerin f&uuml;r die Jahre 1989 bis 2001, nicht aber f&uuml;r die Jahre 2002 bis 2005, die sog. &quot;einfache&quot; K&uuml;rzung f&uuml;r Grundbesitz (&sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 GewStG) gew&auml;hrt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>W&auml;hrend des nachfolgenden Einspruchsverfahrens wurde zwischen den Beteiligten unstreitig, dass die Voraussetzungen einer Betriebsaufspaltung erf&uuml;llt sind. Die Kl&auml;gerin begehrte aber, in Anwendung der &quot;erweiterten&quot; K&uuml;rzung nach &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 GewStG ihren gesamten verbleibenden Gewerbeertrag gewerbesteuerfrei zu stellen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Am 4.&nbsp;Juli 2011 wies das FA die Einspr&uuml;che zur&uuml;ck. Es f&uuml;hrte aus, die erweiterte K&uuml;rzung k&ouml;nne nicht gew&auml;hrt werden. Die Regelung des &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 GewStG diene dazu, diejenigen Gewerbebetriebe kraft Rechtsform, die ausschlie&szlig;lich verm&ouml;gensverwaltend t&auml;tig seien, mit verm&ouml;gensverwaltenden Personenunternehmen gleichzustellen. Eine Betriebsaufspaltung sei aber nicht als normale Vermietungst&auml;tigkeit anzusehen, sondern durch die Vermietung einer wesentlichen Betriebsgrundlage i.V.m. der Beherrschung der Betriebs-Kapitalgesellschaft gekennzeichnet. Dies sei eine origin&auml;r gewerbliche T&auml;tigkeit. Die zu einigen der Steuerbefreiungen des &sect;&nbsp;3 GewStG ergangene Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs (BFH) zur &Uuml;bertragung von Merkmalen der Betriebsgesellschaft auf das Besitzunternehmen (Senatsurteil vom 29.&nbsp;M&auml;rz 2006 X&nbsp;R&nbsp;59\/00, BFHE 213, 50, BStBl II 2006, 661) k&ouml;nne nicht auf die erweiterte K&uuml;rzung &uuml;bertragen werden. Sie sei zu Subventionsnormen ergangen und stelle jeweils auf deren Normzweck ab, w&auml;hrend &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 GewStG einem anderen Zweck diene.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Klageverfahren brachte die Kl&auml;gerin vor, wenn die Betriebs-Kapitalgesellschaft ihrerseits die Voraussetzungen der erweiterten K&uuml;rzung erf&uuml;lle, sei dies auch dem Besitzunternehmen zuzurechnen. Beide Betriebe seien steuersystematisch als Einheit anzusehen. Der Belastungsgrund der Gewerblichkeit des Besitzunternehmens beruhe auf der Zurechnung der gewerblichen Bet&auml;tigung der Betriebsgesellschaft; entsprechend m&uuml;sse dem Besitzunternehmen auch der Entlastungsgrund der Steuerbefreiung der Betriebsgesellschaft zugerechnet werden. Mit seiner Rechtsprechung zur Merkmals&uuml;bertragung habe der BFH eine systematische Neuorientierung der Betriebsaufspaltung vorgenommen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Finanzgericht (FG) gab der Klage statt (Entscheidungen der Finanzgerichte &#8211;EFG&#8211; 2014, 2069). Zwar k&ouml;nne nach der bisher ergangenen BFH-Rechtsprechung ein Besitzunternehmen im Rahmen einer Betriebsaufspaltung die erweiterte K&uuml;rzung nicht in Anspruch nehmen. Diese Entscheidungen seien allerdings s&auml;mtlich zu Sachverhalten ergangen, in denen die Betriebs-Kapitalgesellschaft origin&auml;r gewerblich t&auml;tig gewesen sei. Vorliegend erf&uuml;lle die GmbH aber selbst die Voraussetzungen der erweiterten K&uuml;rzung. Dem stehe die Mitvermietung des &#8211;nicht der GmbH, sondern der Kl&auml;gerin geh&ouml;renden&#8211; Grund und Bodens nicht entgegen, da Nebent&auml;tigkeiten, die als zwingend notwendiger Teil einer wirtschaftlich sinnvoll gestalteten Verwaltung eigenen Grundbesitzes anzusehen seien, ausnahmsweise nicht beg&uuml;nstigungssch&auml;dlich seien. Auch werde die erweiterte K&uuml;rzung bei der GmbH nicht durch &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;5 GewStG ausgeschlossen. Zwar sei der Wortlaut dieser Ausschlussklausel erf&uuml;llt, weil der Grundbesitz dem Gewerbebetrieb eines Gesellschafters diene. Indes nutze die Kl&auml;gerin das Grundst&uuml;ck nicht f&uuml;r eine origin&auml;r gewerbliche T&auml;tigkeit. Vielmehr werde ihre Vermietungst&auml;tigkeit erst durch die Zurechnung von Merkmalen der GmbH zu einer gewerblichen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>W&uuml;rden beide Betriebe zusammengefasst, w&auml;re die Grenze der Verm&ouml;gensverwaltung nicht &uuml;berschritten: Bei einer einheitlichen Vermietung durch die GmbH w&auml;re dieser die erweiterte K&uuml;rzung zu gew&auml;hren; bei einer einheitlichen Vermietung durch die Kl&auml;gerin l&auml;ge schon kein Steuergegenstand der Gewerbesteuer vor. Ohne eine solche zusammenfassende Betrachtung w&uuml;rde es zu einer Benachteiligung der Kl&auml;gerin kommen, die &uuml;ber das mit dem Institut der Betriebsaufspaltung verfolgte Ziel hinausginge. Das Halten des GmbH-Anteils im Betriebsverm&ouml;gen der Kl&auml;gerin stelle eine im Rahmen des &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 GewStG zul&auml;ssige Nebent&auml;tigkeit dar.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit seiner Revision wiederholt und vertieft das FA sein bisheriges Vorbringen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Es beantragt,<br \/>das angefochtene Urteil aufzuheben und die Klage abzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin beantragt,<br \/>die Revision zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Sie schlie&szlig;t sich der Auffassung des FG an.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>    <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Revision des FA ist begr&uuml;ndet. Sie f&uuml;hrt zur Aufhebung des angefochtenen Urteils und zur Entscheidung des Senats in der Sache selbst (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;). Die Klage ist f&uuml;r die Streitjahre 1989 bis 2001 vollst&auml;ndig und f&uuml;r die Streitjahre 2002 bis 2005 zum &uuml;berwiegenden Teil abzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FG und die Beteiligten gehen im Ausgangspunkt zu Recht davon aus, dass zwischen der Kl&auml;gerin und der GmbH eine Betriebsaufspaltung besteht (dazu unten 1.). In solchen F&auml;llen erf&uuml;llt das Besitzunternehmen die Voraussetzungen f&uuml;r die Inanspruchnahme der erweiterten K&uuml;rzung auch dann nicht, wenn die Betriebs-Kapitalgesellschaft verm&ouml;gensverwaltend t&auml;tig ist (unten 2.). Eine &quot;Merkmals&uuml;bertragung&quot; von der GmbH auf die Kl&auml;gerin kommt im Anwendungsbereich des &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 GewStG nicht in Betracht (unten 3.), so dass im Streitfall offen bleiben kann, ob der GmbH diese Beg&uuml;nstigung &uuml;berhaupt zu Recht gew&auml;hrt worden ist (unten 4.). Allerdings hat die Kl&auml;gerin Anspruch auf die Anwendung der einfachen K&uuml;rzung nach &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 GewStG. Da das FA f&uuml;r die Streitjahre 2002 bis 2005 auch diesen K&uuml;rzungsbetrag nicht ber&uuml;cksichtigt hat, hat die Klage in diesem Umfang Erfolg (unten 5.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Zwischen der Kl&auml;gerin und der GmbH besteht eine Betriebsaufspaltung. Dies hat zur Folge, dass das Besitzunternehmen der Kl&auml;gerin als Steuergegenstand der Gewerbesteuer anzusehen ist (&sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;1 GewStG), und ist zwischen den Beteiligten zu Recht nicht mehr streitig.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Die erforderliche personelle Verflechtung ist gegeben, weil die Kl&auml;gerin Alleingesellschafterin der GmbH ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Die Voraussetzung einer sachlichen Verflechtung in Gestalt der &Uuml;berlassung einer wesentlichen Betriebsgrundlage ist ebenfalls erf&uuml;llt. Auch ein unbebautes Grundst&uuml;ck kann eine wesentliche Betriebsgrundlage darstellen, wenn es vom Betriebsunternehmen nach seinen Bed&uuml;rfnissen bebaut oder in anderer Weise gestaltet worden ist (BFH-Urteile vom 24.&nbsp;August 1989 IV&nbsp;R&nbsp;135\/86, BFHE 158, 245, BStBl II 1989, 1014, unter 5.b, und vom 10.&nbsp;April 1991 XI&nbsp;R&nbsp;22\/89, BFH\/NV 1992, 312, unter 2.a) bzw. k&uuml;nftig bebaut werden soll (BFH-Urteile vom 15.&nbsp;Januar 1998 IV&nbsp;R&nbsp;8\/97, BFHE 185, 500, BStBl II 1998, 478, unter II.3., und vom 19.&nbsp;M&auml;rz 2002 VIII&nbsp;R&nbsp;57\/99, BFHE 198, 137, BStBl II 2002, 662, unter II.B.2.b&nbsp;bb).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Hier hat die GmbH das von der Kl&auml;gerin angepachtete Grundst&uuml;ck gemeinsam mit einem deutlich kleineren, in ihrem Eigentum stehenden Grundst&uuml;ck &uuml;berbaut; dabei erstreckt sich der Haupt-Bauk&ouml;rper &uuml;ber beide Grundst&uuml;cke. Die Einnahmen der GmbH &#8211;und damit ihre wirtschaftliche Existenzgrundlage&#8211; resultieren im Wesentlichen aus der Vermietung der beiden Grundst&uuml;cke und der darauf errichteten Geb&auml;ude. Ohne die &Uuml;berlassung des der Kl&auml;gerin geh&ouml;renden Grundst&uuml;cks, das sich in einer h&ouml;chst begehrten Lage f&uuml;r Gewerbeimmobilien befindet, k&ouml;nnte die GmbH ihren Gesch&auml;ftsbetrieb nicht fortf&uuml;hren; das Grundst&uuml;ck ist daher f&uuml;r die Erreichung des Betriebszwecks der GmbH unmittelbar erforderlich.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Der Annahme einer Betriebsaufspaltung steht nicht entgegen, wenn die Betriebs-Kapitalgesellschaft allein kraft ihrer Rechtsform als Gewerbebetrieb anzusehen ist (BFH-Entscheidungen vom 22.&nbsp;Januar 1988 III&nbsp;B&nbsp;9\/87, BFHE 152, 539, BStBl II 1988, 537, unter 2.b am Ende, und vom 22.&nbsp;Februar 2005 VIII&nbsp;R&nbsp;53\/02, BFH\/NV 2005, 1624, unter II.2.c).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Nach st&auml;ndiger h&ouml;chstrichterlicher Rechtsprechung erf&uuml;llt das Besitzunternehmen in F&auml;llen der Betriebsaufspaltung die Voraussetzungen f&uuml;r die Inanspruchnahme der erweiterten K&uuml;rzung nicht. Entscheidend daf&uuml;r ist, dass die personelle und sachliche Verflechtung, die f&uuml;r eine Betriebsaufspaltung kennzeichnend ist, den Rahmen der blo&szlig;en Verm&ouml;gensverwaltung &uuml;berschreitet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Entgegen der Auffassung der Kl&auml;gerin hat der BFH diesen Rechtssatz nicht nur in Bezug auf solche Sachverhalte ausgesprochen, in denen die Betriebsgesellschaft origin&auml;r gewerblich t&auml;tig war. Zwar war eine solche Fallgestaltung in der Mehrzahl der entschiedenen Verfahren gegeben (vgl. BFH-Urteile vom 11.&nbsp;Dezember 1974 I&nbsp;R&nbsp;260\/72, BFHE 114, 433, BStBl II 1975, 266, unter 3. &#8211;&nbsp;Fertigungsbetrieb; in BFH\/NV 1992, 312, unter 2.c &#8211;&nbsp;Fabrikationsbetrieb, und vom 12.&nbsp;September 1991 IV&nbsp;R&nbsp;8\/90, BFHE 166, 55, BStBl II 1992, 347, unter 2., Verfassungsbeschwerde nicht zur Entscheidung angenommen durch Beschluss des Bundesverfassungsgerichts vom 22.&nbsp;September 1994&nbsp;&nbsp;2&nbsp;BvR&nbsp;204\/92 &#8211;&nbsp;l&uuml;ftungstechnisches Unternehmen; BFH-Urteile vom 27.&nbsp;August 1992 IV&nbsp;R&nbsp;13\/91, BFHE 169, 231, BStBl II 1993, 134 &#8211;&nbsp;Hotel; vom 26.&nbsp;August 1993 IV&nbsp;R&nbsp;48\/91, BFH\/NV 1994, 265, unter 1. &#8211;&nbsp;M&ouml;bel-Einzelhandel, und vom 22.&nbsp;Januar 2009 IV&nbsp;R&nbsp;80\/06, BFH\/NV 2009, 1279, unter II.1.a &#8211;&nbsp;Textilhandel).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Urteil in BFH\/NV 2005, 1624 (unter II.1.) hat der BFH einem Besitzunternehmen die erweiterte K&uuml;rzung aber auch in einem Sachverhalt versagt, der dadurch gekennzeichnet war, dass die Betriebs-GmbH sich auf die reine Vermietung von Grundbesitz beschr&auml;nkte; erg&auml;nzend wickelte sie noch die Pensionen ihrer fr&uuml;heren Arbeitnehmer als Tr&auml;gerin einer Unterst&uuml;tzungskasse ab. Zur Begr&uuml;ndung hat der BFH ausgef&uuml;hrt, das Besitzunternehmen bet&auml;tige sich wegen der M&ouml;glichkeit, &uuml;ber den einheitlichen Bet&auml;tigungswillen der Gesellschafter Einfluss auf die Betriebsgesellschaft zu nehmen, eigengewerblich. Diese Entscheidung zeigt, dass es f&uuml;r die &#8211;von den Ertragsteuersenaten des BFH in st&auml;ndiger Rechtsprechung ausgesprochene&#8211; Versagung der erweiterten K&uuml;rzung in F&auml;llen der Betriebsaufspaltung nicht darauf ankommt, ob die Betriebsgesellschaft als Gewerbebetrieb kraft T&auml;tigkeit (&sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;1 GewStG) oder als Gewerbebetrieb kraft Rechtsform (&sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 GewStG) anzusehen ist. Damit steht in Einklang, dass auch das Vorliegen des Grundtatbestands der Betriebsaufspaltung nicht davon abh&auml;ngig ist, dass die Betriebsgesellschaft eine origin&auml;re gewerbliche T&auml;tigkeit aus&uuml;bt. Vielmehr gen&uuml;gt auch das Vorhandensein eines Gewerbebetriebs kraft Rechtsform (vgl. hierzu die Nachweise unter 1.c).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Diese Beurteilung wird noch dadurch gest&uuml;tzt, dass gerade in den beiden ausf&uuml;hrlich begr&uuml;ndeten Leitentscheidungen des BFH, die zu dieser Thematik ergangen sind, gar keine Angaben zur konkreten T&auml;tigkeit der Betriebsgesellschaft mitgeteilt werden (BFH-Urteile vom 29.&nbsp;M&auml;rz 1973 I&nbsp;R&nbsp;174\/72, BFHE 109, 456, BStBl II 1973, 686, unter 2.a, und vom 28.&nbsp;Juni 1973 IV&nbsp;R&nbsp;97\/72, BFHE 109, 459, BStBl II 1973, 688). In beiden F&auml;llen wurde zwar u.a. ein &quot;Fabrikgeb&auml;ude&quot; &uuml;berlassen. Ob die Betriebsgesellschaft das Fabrikgeb&auml;ude zu eigengewerblichen Zwecken nutzt oder aber das &uuml;berlassene Grundst&uuml;ck in einer an sich verm&ouml;gensverwaltenden Weise an Dritte weiter&uuml;berl&auml;&szlig;t &#8211;wie die GmbH im vorliegenden Verfahren oder auch im Falle des BFH-Urteils in BFH\/NV 2005, 1624&#8211;, kann den genannten Urteilen nicht entnommen werden. Dies zeigt, dass es f&uuml;r den BFH auf eine solche &#8211;von der Kl&auml;gerin gew&uuml;nschte&#8211; Differenzierung von vornherein nicht ankommt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Besitzunternehmen kann die erweiterte K&uuml;rzung in F&auml;llen der Betriebsaufspaltung nur dann in Anspruch nehmen, wenn es selbst die Rechtsform der Kapitalgesellschaft hat (&quot;kapitalistische Betriebsaufspaltung&quot;) und die Anteile an der Betriebs-Kapitalgesellschaft nicht der Besitz-Kapitalgesellschaft als solcher, sondern deren Gesellschaftern zuzurechnen sind (BFH-Urteil vom 1.&nbsp;August 1979 I&nbsp;R&nbsp;111\/78, BFHE 129, 57, BStBl II 1980, 77), weil ein Durchgriff durch die Kapitalgesellschaft grunds&auml;tzlich nicht zul&auml;ssig ist. Anders verh&auml;lt es sich jedoch, wenn die Besitz-Kapitalgesellschaft selbst Inhaberin der Anteile an der Betriebs-Kapitalgesellschaft ist und als solche selbst die die Betriebsaufspaltung kennzeichnende Beherrschung aus&uuml;bt. Hier kommt die Gew&auml;hrung der erweiterten K&uuml;rzung nicht in Betracht (BFH-Entscheidungen vom 24.&nbsp;Januar 2012 I&nbsp;B&nbsp;136\/11, BFH\/NV 2012, 1176, und vom 28.&nbsp;Januar 2015 I&nbsp;R&nbsp;20\/14, BFH\/NV 2015, 1109, unter II.1.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Literatur hat sich zu dieser Rechtsprechung &uuml;berwiegend zustimmend ge&auml;u&szlig;ert (z.B. Bl&uuml;mich\/Gosch, &sect;&nbsp;9 GewStG Rz&nbsp;62&nbsp;f.; G&uuml;roff in Glanegger\/G&uuml;roff, GewStG, 8.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;1 Rz&nbsp;26; Roser in Lenski\/Steinberg, &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;1 GewStG Rz&nbsp;106, 150&nbsp;ff.; kritisch N&ouml;cker in Lenski\/Steinberg, &sect;&nbsp;2 GewStG Rz&nbsp;1279).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Eine &Uuml;bertragung gewerbesteuerrechtlich g&uuml;nstiger Merkmale der Betriebs-Kapitalgesellschaft &#8211;selbst wenn diese im Streitfall die Voraussetzungen des &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 GewStG erf&uuml;llen sollte&#8211; kommt bei der erweiterten K&uuml;rzung nicht in Betracht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Der erkennende Senat hat entschieden, dass eine nach &sect;&nbsp;3 Nr.&nbsp;20 Buchst.&nbsp;c GewStG (bestimmte Altenheime) bestehende Gewerbesteuerbefreiung der Betriebs-Kapitalgesellschaft sich bei einer Betriebsaufspaltung auch auf die Vermietungs- oder Verpachtungst&auml;tigkeit des Besitz-Personenunternehmens erstreckt (Urteil in BFHE 213, 50, BStBl II 2006, 661). Dem hat sich der IV.&nbsp;Senat des BFH f&uuml;r die Verpachtung an eine Betriebs-Kapitalgesellschaft, die gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;3 Nr.&nbsp;6 GewStG wegen Gemeinn&uuml;tzigkeit von der Gewerbesteuer befreit ist (Urteil vom 19.&nbsp;Oktober 2006 IV&nbsp;R&nbsp;22\/02, BFHE 215, 268, unter II.2.) sowie an eine gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;3 Nr.&nbsp;20 Buchst.&nbsp;b GewStG steuerbefreite Krankenhaus-Betriebs-Kapitalgesellschaft (Urteil vom 20.&nbsp;August 2015 IV&nbsp;R&nbsp;26\/13, BFHE 251, 53, BStBl II 2016, 408) angeschlossen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Senat hat zwar zur Begr&uuml;ndung seines Urteils in BFHE 213, 50, BStBl II 2006, 661 zun&auml;chst darauf abgestellt, dass der gewerbliche Charakter der an sich verm&ouml;gensverwaltenden Bet&auml;tigung des Besitzunternehmens nicht in einer isolierenden Sichtweise ausschlie&szlig;lich aus Merkmalen abgeleitet werden k&ouml;nne, die allein dem Besitzunternehmen anhafteten (unter II.3.c). Ferner hei&szlig;t es (unter II.3.d), es versto&szlig;e gegen das Gebot der Folgerichtigkeit, wenn einerseits f&uuml;r den &quot;Belastungsgrund&quot; der Gewerblichkeit ma&szlig;gebend auf die wirtschaftliche Verflochtenheit und andererseits f&uuml;r den &quot;Entlastungsgrund&quot; der Gewerbesteuerbefreiung auf den Aspekt der rechtlichen Trennung abgestellt werde.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Anschlie&szlig;end (unter II.3.e) hat der Senat aber ausgef&uuml;hrt, es bed&uuml;rfe &quot;zur schl&uuml;ssigen Begr&uuml;ndung einer dahin gehenden weiten Auslegung des &sect;&nbsp;3 Nr.&nbsp;20 GewStG&quot; keiner Aufgabe der seit dem Beschluss des Gro&szlig;en Senats des BFH vom 8.&nbsp;November 1971 GrS&nbsp;2\/71 (BFHE 103, 440, BStBl II 1972, 63) in st&auml;ndiger Rechtsprechung zum Ausdruck kommenden Vorstellung von der zivil- und steuerrechtlichen Selbst&auml;ndigkeit des Besitz- und Betriebsunternehmens in F&auml;llen der Betriebsaufspaltung. Vielmehr folge die weite Auslegung der Steuerbefreiungsvorschrift schon aus ihrem sozial- und wirtschaftspolitisch motivierten Zweck, der darin liege, die bestehenden Strukturen bei der Pflege zu verbessern (Kostenentlastung der Tr&auml;ger der Einrichtungen, Anreiz f&uuml;r die Vornahme entsprechender Investitionen). Dieser Normzweck w&uuml;rde ohne eine Merkmals&uuml;bertragung nur unvollst&auml;ndig erreicht. Denn die Aussch&uuml;ttungen der Betriebs-Kapitalgesellschaft &#8211;und damit letztlich s&auml;mtliche im Betriebsunternehmen erwirtschafteten Gewinne&#8211; w&auml;ren im Besitzunternehmen gewerbesteuerpflichtig, weil &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;2a GewStG nur die Aussch&uuml;ttungen von <em>nicht<\/em> steuerbefreiten Kapitalgesellschaften steuerfrei stelle, im Fall einer steuerbefreiten Betriebs-Kapitalgesellschaft also nicht anwendbar sei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Danach ist mit diesen Entscheidungen des erkennenden und des IV.&nbsp;Senats &#8211;anders als die Kl&auml;gerin meint&#8211; keine grundlegende Neuausrichtung der systematischen Betrachtung des Instituts der Betriebsaufspaltung verbunden gewesen. Im Gegenteil haben auch diese Entscheidungen ausdr&uuml;cklich an der Vorstellung des Gro&szlig;en Senats des BFH von der zivil- und steuerrechtlichen Selbst&auml;ndigkeit der beiden Unternehmen festgehalten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die im Anwendungsbereich der Steuerbefreiungen gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;3 Nr.&nbsp;6 sowie &sect;&nbsp;3 Nr.&nbsp;20 Buchst.&nbsp;b, c GewStG vorgenommenen Merkmals&uuml;bertragungen sind vielmehr tragend mit den Besonderheiten und den Zwecksetzungen dieser &#8211;in Bezug auf die zur Entscheidung gestellten Sachverhalte &quot;weit ausgelegten&quot;&#8211; Befreiungsvorschriften begr&uuml;ndet worden (so auch W&uuml;llenkemper in seiner Anmerkung zur vorinstanzlichen Entscheidung in EFG 2014, 2073). Insoweit unterscheidet sich die erweiterte K&uuml;rzung des &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 GewStG aber in entscheidungserheblicher Weise von den genannten Regelungen des &sect;&nbsp;3 GewStG.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>33<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Zum einen hat der erkennende Senat ausdr&uuml;cklich darauf abgestellt, dass es sich bei &sect;&nbsp;3 Nr.&nbsp;20 GewStG um eine Sozialzwecknorm handelt, die zum Wirtschaftsrecht geh&ouml;rt (Urteil in BFHE 213, 50, BStBl II 2006, 661, unter II.3.i). Demgegen&uuml;ber ist &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 GewStG &#8211;nicht anders als &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 GewStG&#8211; als Fiskalzwecknorm anzusehen. Diese Regelung dient dazu, Gewerbebetriebe kraft Rechtsform bei Aus&uuml;bung einer rein verm&ouml;gensverwaltenden T&auml;tigkeit mit nat&uuml;rlichen Personen und Personengesellschaften gleichzustellen, die bei Aus&uuml;bung derartiger T&auml;tigkeiten von vornherein nicht als Steuergegenstand anzusehen sind (BFH-Entscheidungen in BFHE 109, 456, BStBl II 1973, 686, unter 2.a; in BFH\/NV 2012, 1176, unter II.a; BFH-Urteil vom 17.&nbsp;Mai 2006 VIII&nbsp;R&nbsp;39\/05, BFHE 213, 64, BStBl II 2006, 659, unter II.2.b&nbsp;aa). Dabei handelt es sich aber um einen in der gewerbesteuerrechtlichen Systematik selbst angelegten Fiskalzweck; die Verfolgung eines besonderen au&szlig;ersteuerlichen Lenkungs- oder Subventionszwecks ist nicht erkennbar.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>34<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Vor allem aber ist die Rechtslage hinsichtlich der Gewerbesteuerbelastung der Aussch&uuml;ttungen, die das Besitzunternehmen von der Betriebs-Kapitalgesellschaft erh&auml;lt und auf die der Senat in seiner Rechtsprechung zur &quot;Merkmals&uuml;bertragung&quot; entscheidend abgestellt hat, in den F&auml;llen des &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 GewStG genau gegenteilig zu &sect;&nbsp;3 Nr.&nbsp;6, 20 GewStG: In den zuletzt genannten F&auml;llen ist die Betriebs-Kapitalgesellschaft von der Gewerbesteuer befreit (vgl. den Einleitungssatz des &sect;&nbsp;3 GewStG). Der Gewerbeertrag des Besitzunternehmens kann daher nicht gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;2a GewStG um die Gewinnaussch&uuml;ttung, die das Besitzunternehmen erh&auml;lt, gek&uuml;rzt werden, da diese K&uuml;rzungsvorschrift ausschlie&szlig;lich f&uuml;r Gewinne aus Anteilen an einer &quot;nicht steuerbefreiten &#8230; Kapitalgesellschaft&quot; gilt. Vor diesem Hintergrund ist die vom erkennenden Senat in seinem Urteil in BFHE 213, 50, BStBl II 2006, 661 vorgenommene W&uuml;rdigung zu sehen, dass die Steuerbefreiung der Betriebs-Kapitalgesellschaft letztlich leer liefe &#8211;bzw. allenfalls eine vorl&auml;ufige w&auml;re&#8211;, wenn ihr Gewinn mittels einer Erfassung der Dividende beim Besitzunternehmen wirtschaftlich letztlich doch in vollem Umfang der Gewerbesteuer unterl&auml;ge.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>35<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Gerade umgekehrt stellt es sich jedoch in den F&auml;llen der erweiterten K&uuml;rzung dar: Diese ist rechtstechnisch nicht als Steuerbefreiung anzusehen, sondern &#8211;entsprechend der amtlichen &Uuml;berschrift des &sect;&nbsp;9 GewStG&#8211; als &quot;K&uuml;rzung&quot;, d.h. als blo&szlig;er Abzugsposten im Rahmen der Ermittlung des Gewerbeertrags. Folglich steht sie der Anwendung des &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;2a GewStG auf die Aussch&uuml;ttung der Betriebs-Kapitalgesellschaft an das Besitzunternehmen nicht entgegen. Der ausgesch&uuml;ttete Gewinn der Betriebs-Kapitalgesellschaft wird daher, soweit er auf der Verwaltung und Nutzung von eigenem Grundbesitz beruht, auch im wirtschaftlichen Ergebnis vollst&auml;ndig von der Gewerbesteuer freigestellt. Es l&auml;sst sich daher &#8211;anders als bei der Gewerbesteuerbefreiung nach &sect;&nbsp;3 Nr.&nbsp;20 GewStG&#8211; nicht sagen, dass diese Steuerbefreiung durch eine an anderer Stelle ersatzweise eintretende Steuerpflicht in vollem Umfang konterkariert wird.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>36<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Vielmehr kommt es bei der im Streitfall verwirklichten wirtschaftlichen Gestaltung nur insoweit zu einer Gewerbesteuerbelastung, als das Besitzunternehmen Gewinne aus der &#8211;im Wege sachlicher und personeller Verflechtung vorgenommenen&#8211; &Uuml;berlassung des Grundst&uuml;cks an die Betriebs-Kapitalgesellschaft erzielt. Die Ertr&auml;ge der Betriebs-Kapitalgesellschaft aus der &Uuml;berlassung eigenen Grundbesitzes bleiben hingegen auf beiden Ebenen in vollem Umfang gewerbesteuerfrei, sofern man unterstellt, dass die GmbH die Voraussetzungen der erweiterten K&uuml;rzung erf&uuml;llt. Dass es sich hierbei um erhebliche Betr&auml;ge handelt, zeigt sich im Streitfall schon daran, dass die H&ouml;he der Aussch&uuml;ttungen, die die Kl&auml;gerin von der GmbH erhalten hat, ihren verbleibenden Gewerbeertrag in mehreren Streitjahren &#8211;teils um ein Vielfaches&#8211; &uuml;berschritten hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>37<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Dem steht der Hinweis der Kl&auml;gerin auf das BFH-Urteil vom 26.&nbsp;Juni 2007 IV&nbsp;R&nbsp;9\/05 (BFH\/NV 2007, 2197) nicht entgegen. Der BFH hat dort entschieden, dass die Regelung des &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;5 GewStG, die die erweiterte K&uuml;rzung in F&auml;llen der &Uuml;berlassung des Grundbesitzes an einen Gesellschafter oder Genossen ausschlie&szlig;t, im Wege der teleologischen Reduktion &quot;nur dann&quot; (so ausdr&uuml;cklich unter II.5.e des angef&uuml;hrten Urteils) nicht anzuwenden sei, wenn die gesamten (positiven oder negativen) Eink&uuml;nfte des nutzenden Unternehmens von der Gewerbesteuer befreit seien. Vorliegend sind aber &#8211;selbst wenn man der Kl&auml;gerin noch darin folgen wollte, dass die Betriebs-GmbH die Voraussetzungen des &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 GewStG erf&uuml;llt&#8211; nicht die gesamten Eink&uuml;nfte dieser GmbH von der Gewerbesteuer befreit. Vielmehr bleibt es hinsichtlich der Eink&uuml;nfte aus der Verwaltung und Nutzung von eigenem Kapitalverm&ouml;gen sowie hinsichtlich der weiteren in &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 GewStG genannten, zwar unsch&auml;dlichen, aber nicht selbst steuerbeg&uuml;nstigten T&auml;tigkeiten bei der Belastung mit Gewerbesteuer. Die genannte Regelung stellt &#8211;wie unter bb) bereits ausgef&uuml;hrt&#8211; in systematischer Hinsicht keine Steuerbefreiung dar, sondern gew&auml;hrt einen Abzugsposten im Rahmen der Ermittlung der gewerbesteuerlichen Bemessungsgrundlage.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>38<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>dd) Die Kl&auml;gerin verweist ferner darauf, dass die Betriebsaufspaltung sie hier benachteilige, wenn keine Merkmals&uuml;bertragung vorgenommen werde. Denn sowohl bei der Alternativgestaltung, dass sie als nat&uuml;rliche Person ein (bebautes) Grundst&uuml;ck einheitlich vermiete, als auch wenn die GmbH Eigent&uuml;merin sowohl des Grund und Bodens als auch des Geb&auml;udes gewesen w&auml;re und dieses vermiete, w&auml;re im Ergebnis keine Gewerbesteuer angefallen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>39<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Hierauf ist indes zu entgegnen, dass ein solcher Sachverhalt (einheitliches Eigentum von Grund und Boden sowie Geb&auml;ude) im Streitfall gerade nicht verwirklicht worden ist und daher auch nicht der Besteuerung zugrunde gelegt werden kann. Im &Uuml;brigen ist die Annahme einer Betriebsaufspaltung &#8211;und die damit verbundene Gewerblichkeit der Vermietungst&auml;tigkeit der Kl&auml;gerin&#8211; durchaus nicht ausschlie&szlig;lich nachteilig. So vermeidet dieses Institut etwa die Aufdeckung der &#8211;hier sehr hohen&#8211; stillen Reserven im Wertansatz des schon seit langer Zeit im Eigentum der Kl&auml;gerin stehenden Grundst&uuml;cks. Ferner besteht infolge der Zuordnung des Grundst&uuml;cks zum Betriebsverm&ouml;gen die M&ouml;glichkeit, bei Verwirklichung eines Sachverhalts, der der Erbschaft- oder Schenkungsteuer unterliegt, hohe Steuerverg&uuml;nstigungen zu erlangen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>40<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Danach kann offen bleiben, ob die Auffassung des FG zutrifft, die GmbH habe die Beg&uuml;nstigung des &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 GewStG zu Recht in Anspruch genommen. Hiergegen hegt der Senat insofern Bedenken, als die genannte Regelung zur Voraussetzung hat, &quot;ausschlie&szlig;lich eigenen Grundbesitz&quot; zu verwalten und nutzen. Der Grund und Boden, den die GmbH von der Kl&auml;gerin angepachtet hat und an verschiedene Mieter weiter &uuml;berl&auml;sst, k&ouml;nnte aus Sicht der GmbH aber fremden Grundbesitz darstellen. Er d&uuml;rfte angesichts der guten Lage des Grundst&uuml;cks sowie des Bedarfs des Hauptmieters an gro&szlig;en Stell- und Rangierfl&auml;chen f&uuml;r LKW auch im Verh&auml;ltnis zu den darauf errichteten Geb&auml;uden nicht von vollkommen untergeordneter Bedeutung sein.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>41<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>5. Die Klage ist allerdings insoweit begr&uuml;ndet, als das FA der Kl&auml;gerin f&uuml;r die Streitjahre 2002 bis 2005 auch die einfache K&uuml;rzung nach &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 GewStG versagt hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>42<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Die Voraussetzungen dieser Vorschrift &#8211;zum Betriebsverm&ouml;gen des Unternehmens geh&ouml;render Grundbesitz&#8211; liegen offensichtlich vor. Ist zum ma&szlig;gebenden Stichtag (&sect;&nbsp;20 der Gewerbesteuer-Durchf&uuml;hrungsverordnung) Grundbesitz im Betriebsverm&ouml;gen vorhanden, ist entweder die K&uuml;rzung nach &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 GewStG oder diejenige nach &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 GewStG (&quot;An Stelle der K&uuml;rzung nach Satz&nbsp;1 &#8230;&quot;) zu gew&auml;hren; ein vollst&auml;ndiges Au&szlig;erachtlassen kommt nicht in Betracht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>43<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Der H&ouml;he nach bel&auml;uft sich der K&uuml;rzungsbetrag auf 1,2&nbsp;% des auf den letzten Feststellungszeitpunkt vor dem Ende des jeweiligen Erhebungszeitraums festgestellten Einheitswerts, wobei der Einheitswert um 40&nbsp;% zu erh&ouml;hen ist (&sect;&nbsp;121a des Bewertungsgesetzes).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>44<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Ermittlung der festzusetzenden Messbetr&auml;ge wird gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;100 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2, &sect;&nbsp;121 Satz&nbsp;1 FGO dem FA &uuml;bertragen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>45<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>6. Der Senat entscheidet mit Einverst&auml;ndnis der Beteiligten ohne m&uuml;ndliche Verhandlung (&sect;&nbsp;90 Abs.&nbsp;2, &sect;&nbsp;121 Satz&nbsp;1 FGO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>46<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kostenentscheidung nach dem gesch&auml;tzten Verh&auml;ltnis des jeweiligen Obsiegens und Unterliegens beruht auf &sect;&nbsp;136 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 22.6.2016, X R 54\/14ECLI:DE:BFH:2016:U.220616.XR54.14.0 Keine erweiterte K&uuml;rzung f&uuml;r Grundbesitz, der im Rahmen einer Betriebsaufspaltung &uuml;berlassen wird Leits&auml;tze 1. Ein Besitz-Einzelunternehmen, das im Rahmen einer Betriebsaufspaltung Grundbesitz an eine Betriebs-Kapitalgesellschaft verpachtet, kann die erweiterte K&uuml;rzung nach &sect; 9 Nr. 1 Satz 2 GewStG auch dann nicht in Anspruch nehmen, wenn die Betriebs-Kapitalgesellschaft verm&ouml;gensverwaltend &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/x-r-54-14-keine-erweiterte-kuerzung-fuer-grundbesitz-der-im-rahmen-einer-betriebsaufspaltung-ueberlassen-wird\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">X&nbsp;R&nbsp;54\/14 &#8211; Keine erweiterte K&uuml;rzung f&uuml;r Grundbesitz, der im Rahmen einer Betriebsaufspaltung &uuml;berlassen wird<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-66235","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/66235","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=66235"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/66235\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=66235"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=66235"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=66235"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}