{"id":66262,"date":"2017-01-18T12:22:44","date_gmt":"2017-01-18T10:22:44","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=66262"},"modified":"2017-01-18T12:22:44","modified_gmt":"2017-01-18T10:22:44","slug":"v-b-37-16-aufhebung-der-vollziehung-bei-verfassungsrechtlichen-zweifeln-an-der-gueltigkeit-einer-dem-angefochtenen-verwaltungsakt-zugrunde-liegenden-norm-die-entscheidung-wurde-nachtraeglich-zur-amtli","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/v-b-37-16-aufhebung-der-vollziehung-bei-verfassungsrechtlichen-zweifeln-an-der-gueltigkeit-einer-dem-angefochtenen-verwaltungsakt-zugrunde-liegenden-norm-die-entscheidung-wurde-nachtraeglich-zur-amtli\/","title":{"rendered":"V&nbsp;B&nbsp;37\/16 &#8211; Aufhebung der Vollziehung bei verfassungsrechtlichen Zweifeln an der G&uuml;ltigkeit einer dem angefochtenen Verwaltungsakt zugrunde liegenden Norm &#8211; Die Entscheidung wurde nachtr&auml;glich zur amtlichen Ver&ouml;ffentlichung bestimmt; sie war seit dem 24.8.2016 als NV-Entscheidung abrufbar."},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 21.7.2016, V B 37\/16<br \/>ECLI:DE:BFH:2016:BA.210716.VB37.16.0<\/p>\n<p class=\"titel\">Aufhebung der Vollziehung bei verfassungsrechtlichen Zweifeln an der G&uuml;ltigkeit einer dem angefochtenen Verwaltungsakt zugrunde liegenden Norm &#8211; Die Entscheidung wurde nachtr&auml;glich zur amtlichen Ver&ouml;ffentlichung bestimmt; sie war seit dem 24.8.2016 als NV-Entscheidung abrufbar.<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>1. Ernstliche Zweifel i.S. des &sect; 69 Abs. 2 und 3 FGO k&ouml;nnen auch verfassungsrechtliche Zweifel an der G&uuml;ltigkeit einer dem angefochtenen Verwaltungsakt zugrunde liegenden Norm sein.<\/p>\n<\/p>\n<p>2. In diesem Fall kommt wegen des Geltungsanspruchs jedes formell verfassungsgem&auml;&szlig; zustande gekommenen Gesetzes eine Aufhebung der Vollziehung nur in Betracht, wenn ein besonderes berechtigtes Interesse des Antragstellers an der Gew&auml;hrung vorl&auml;ufigen Rechtsschutzes vorliegt.<\/p>\n<\/div>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Auf die Beschwerde des Antragsgegners wird der Beschluss des Nieders&auml;chsischen Finanzgerichts vom 16. Februar 2016&nbsp;&nbsp;7 V 237\/15 insoweit aufgehoben, als er die Vollziehung des Bescheides &uuml;ber Einkommensteuer und Solidarit&auml;tszuschlag 2014 vom 16. September 2015 &uuml;ber die Ber&uuml;cksichtigung eines um 72 EUR je Kind (zusammen 144 EUR) erh&ouml;hten Kinderfreibetrages hinaus aufgehoben hat.<\/p>\n<\/p>\n<p>Der &uuml;ber die Ber&uuml;cksichtigung eines um 144 EUR erh&ouml;hten Kinderfreibetrages hinausgehende Antrag auf Aufhebung der Vollziehung wird abgelehnt.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Kosten des gesamten Verfahrens hat die Antragstellerin zu tragen.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Das Verfahren betrifft die Verfassungsm&auml;&szlig;igkeit der Kinderfreibetr&auml;ge f&uuml;r das Jahr 2014.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Antragstellerin und Beschwerdegegnerin (Antragstellerin) ist verwitwet und alleinerziehende Mutter. Ihre beiden T&ouml;chter wurden in den Jahren 1993 und 1998 geboren und befanden sich im Streitjahr (2014) in Ausbildung. Die Familienkasse zahlte f&uuml;r die T&ouml;chter Kindergeld in H&ouml;he von jeweils 2.208&nbsp;EUR.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Einkommensteuerbescheid 2014 zog der Antragsgegner und Beschwerdef&uuml;hrer (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) f&uuml;r die T&ouml;chter Freibetr&auml;ge in der gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;32 Abs.&nbsp;6 des Einkommensteuergesetzes (EStG) f&uuml;r das Streitjahr 2014 geltenden H&ouml;he von jeweils 7.008&nbsp;EUR ab (4.368&nbsp;EUR f&uuml;r das s&auml;chliche Existenzminimum und 2.640&nbsp;EUR f&uuml;r den Betreuungs- und Erziehungs- oder Ausbildungsbedarf). Zus&auml;tzlich zog das FA f&uuml;r die 1993 geborene Tochter gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;33a Abs.&nbsp;2 EStG einen Freibetrag zur Abgeltung des Sonderbedarfs wegen ausw&auml;rtiger Unterbringung in H&ouml;he von 924&nbsp;EUR ab. Der Abzug der steuerlichen Freibetr&auml;ge nach &sect;&nbsp;32 Abs.&nbsp;6 EStG war f&uuml;r die Antragstellerin g&uuml;nstiger als das Kindergeld. Im Gegenzug erh&ouml;hte das FA nach &sect;&sect;&nbsp;31, 2 Abs.&nbsp;6 Satz&nbsp;3 EStG die sich unter Abzug dieser Freibetr&auml;ge ermittelte Einkommensteuer um das Kindergeld.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit ihrem Einspruch hiergegen machte die Antragstellerin unter Hinweis auf den Neunten Existenzminimumbericht (Bericht &uuml;ber die H&ouml;he des steuerfrei zu stellenden Existenzminimums von Erwachsenen und Kindern f&uuml;r das Jahr 2014 in der vom Bundeskabinett am 7.&nbsp;November 2012 beschlossenen Fassung, BTDrucks 17\/11425) geltend, die Kinderfreibetr&auml;ge 2014 seien aus mehreren Gr&uuml;nden verfassungswidrig zu niedrig. Das Einspruchsverfahren ist noch anh&auml;ngig.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Antragstellerin beantragte, insoweit die Vollziehung des Bescheides f&uuml;r 2014 &uuml;ber Einkommensteuer und Solidarit&auml;tszuschlag auszusetzen. Das FA lehnte den Antrag auf Aussetzung der Vollziehung (AdV) ab.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der beim Finanzgericht (FG) gestellte &#8211;und nach Zahlung der Einkommensteuer auf Aufhebung der Vollziehung gerichtete&#8211; Antrag hatte zum Teil Erfolg. Das FG ging in seinem in Entscheidungen der Finanzgerichte (EFG) 2016, 656 ver&ouml;ffentlichten Beschluss davon aus, dass die den Kinderfreibetrag regelnde Vorschrift in &sect;&nbsp;32 Abs.&nbsp;6 EStG im Streitjahr 2014 aus mehreren Gr&uuml;nden verfassungswidrig sei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>So sei die im Neunten Existenzminimumbericht (BTDrucks 17\/11425) von der Bundesregierung beschlossene Anhebung des Kinderfreibetrages 2014 auf 4.440&nbsp;EUR erst f&uuml;r 2015 erfolgt. Der in &sect;&nbsp;32 Abs.&nbsp;6 EStG vorgesehene Freibetrag von 4.368&nbsp;EUR sei um 72&nbsp;EUR zu niedrig und insoweit verfassungswidrig.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dar&uuml;ber hinaus best&uuml;nden an der H&ouml;he des Kinderfreibetrages f&uuml;r 2014 verfassungsrechtliche Zweifel, soweit diese f&uuml;r das s&auml;chliche Existenzminimum auf dem errechneten Durchschnittssatz basiere und unter dem im Existenzminimumbericht selbst festgesetzten sozialhilferechtlichen Existenzminimum liege.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die folgerichtige Ermittlung des gewichteten durchschnittlichen monatlichen Regelbedarfs eines Kindes erg&auml;be einen Regelsatz von 3.540&nbsp;EUR, der um 444&nbsp;EUR &uuml;ber dem im Neunten Existenzminimumbericht angesetzten durchschnittlichen Regelsatz (3.096&nbsp;EUR) liege. Der Freibetrag f&uuml;r die j&uuml;ngere Tochter sei deshalb um weitere 444&nbsp;EUR zu erh&ouml;hen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zudem habe der Gesetzgeber zur steuerlichen Freistellung des Existenzminimums f&uuml;r einen als Kind i.S. des &sect;&nbsp;32 Abs.&nbsp;4 EStG zu ber&uuml;cksichtigenden Erwachsenen keine Ermittlungen zur H&ouml;he des Existenzminimums angestellt, sondern wende den sich f&uuml;r eine Vergleichsgruppe mit anders geartetem Bedarf &#8211;minderj&auml;hrige Kinder&#8211; ergebenden Durchschnittsbetrag an. Das sei nicht vom Gestaltungsspielraum des Gesetzgebers gedeckt. Folgerichtig sei ein dem Grundfreibetrag des &sect;&nbsp;32a Abs.&nbsp;1 EStG (im Streitjahr 8.354&nbsp;EUR) entsprechender Freibetrag zu ber&uuml;cksichtigen. Da dieser um 1.346&nbsp;EUR &uuml;ber dem f&uuml;r die &auml;ltere Tochter ber&uuml;cksichtigten Freibetrag von 7.008&nbsp;EUR liege, sei der Kinderfreibetrag f&uuml;r die &auml;ltere Tochter um 1.346&nbsp;EUR zu erh&ouml;hen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Diese verfassungsrechtlichen Zweifel m&uuml;ssten auch im AdV-Verfahren ber&uuml;cksichtigt werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Hiergegen wendet sich das FA mit der vom FG zugelassenen Beschwerde.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt,<br \/>den AdV-Beschluss des FG vom 16.&nbsp;Februar 2016&nbsp;&nbsp;7&nbsp;V&nbsp;237\/15 insoweit aufzuheben, als das FG dem Antrag auf AdV &uuml;ber die Ber&uuml;cksichtigung eines um 72&nbsp;EUR je Kind erh&ouml;hten Kinderfreibetrages hinaus entsprochen hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Antragstellerin beantragt,<br \/>die Beschwerde zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Beschwerde ist zul&auml;ssig und begr&uuml;ndet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Die Beschwerde gegen die Entscheidung des FG &uuml;ber die AdV nach &sect;&nbsp;69 Abs.&nbsp;3 der Finanzgerichtsordnung (FGO) ist statthaft, da sie vom FG zugelassen wurde (&sect;&nbsp;128 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 FGO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Sie ist auch begr&uuml;ndet. Unter Aufhebung des angefochtenen Beschlusses in dem aus dem Tenor ersichtlichen Umfang wird der dar&uuml;ber hinausgehende Antrag auf AdV abgelehnt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Nach &sect;&nbsp;69 Abs.&nbsp;3 i.V.m. Abs.&nbsp;2 Satz 2 FGO soll die Vollziehung eines angefochtenen Verwaltungsaktes ausgesetzt werden, wenn ernstliche Zweifel an dessen Rechtm&auml;&szlig;igkeit bestehen oder wenn die Vollziehung f&uuml;r den Betroffenen eine unbillige, nicht durch &uuml;berwiegende &ouml;ffentliche Interessen gebotene H&auml;rte zur Folge h&auml;tte. Ist der Verwaltungsakt &#8211;wie vorliegend&#8211; im Zeitpunkt der Entscheidung schon vollzogen, kann das Gericht ganz oder teilweise die Aussetzung der Vollziehung, auch gegen Sicherheit, anordnen (&sect;&nbsp;69 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;3 FGO). Ernstliche Zweifel i.S. von &sect;&nbsp;69 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 FGO liegen vor, wenn bei summarischer Pr&uuml;fung des angefochtenen Bescheids neben f&uuml;r seine Rechtm&auml;&szlig;igkeit sprechenden Umst&auml;nden gewichtige Gr&uuml;nde zutage treten, die Unentschiedenheit oder Unsicherheit in der Beurteilung von Rechtsfragen oder Unklarheit in der Beurteilung entscheidungserheblicher Tatfragen bewirken (z.B. Beschluss des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 20.&nbsp;Januar 2015 XI&nbsp;B&nbsp;112\/14, BFH\/NV 2015, 537, Rz&nbsp;15).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Ernstliche Zweifel i.S. des &sect;&nbsp;69 Abs.&nbsp;2 und 3 FGO k&ouml;nnen auch verfassungsrechtliche Zweifel an der G&uuml;ltigkeit einer dem angefochtenen Verwaltungsakt zugrunde liegenden Norm sein (BFH-Beschl&uuml;sse vom 22.&nbsp;Dezember 2003 IX&nbsp;B&nbsp;177\/02, BFHE 204, 39, BStBl II 2004, 367, Rz&nbsp;10; vom 6.&nbsp;November 2001 II&nbsp;B&nbsp;85\/01, BFH\/NV 2002, 508, Rz&nbsp;11; vom 5.&nbsp;M&auml;rz 2001 IX&nbsp;B&nbsp;90\/00, BFHE 195, 205, BStBl II 2001, 405, Rz&nbsp;13).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Wegen des Geltungsanspruchs jedes formell verfassungsgem&auml;&szlig; zustande gekommenen Gesetzes kommt in F&auml;llen, in denen die ernstlichen Zweifel an der Rechtm&auml;&szlig;igkeit des Verwaltungsaktes auf Bedenken gegen die Verfassungsm&auml;&szlig;igkeit einer dem Verwaltungsakt zugrunde liegenden Gesetzesvorschrift beruhen, eine Aufhebung der Vollziehung nur in Betracht, wenn ein besonderes berechtigtes Interesse des Antragstellers an der Gew&auml;hrung vorl&auml;ufigen Rechtsschutzes vorliegt (st&auml;ndige Rechtsprechung, z.B. BFH-Beschl&uuml;sse vom 1.&nbsp;April 2010 II&nbsp;B&nbsp;168\/09, BFHE 228, 149, BStBl II 2010, 558, Rz&nbsp;11; vom 27.&nbsp;August 2002 XI&nbsp;B&nbsp;94\/02, BFHE 199, 566, BStBl II 2003, 18, Rz&nbsp;13; vom 6.&nbsp;November 2001 II&nbsp;B&nbsp;85\/01, BFH\/NV 2002, 508, 2.&nbsp;Leitsatz; vom 30.&nbsp;Januar 2001 VII&nbsp;B&nbsp;291\/00, BFH\/NV 2001, 1031, 3.&nbsp;Leitsatz und Rz&nbsp;11; vom 19.&nbsp;August 1994 X&nbsp;B&nbsp;318, 319\/93, BFH\/NV 1995, 143, Rz&nbsp;15; vom 17.&nbsp;M&auml;rz 1994 VI&nbsp;B&nbsp;154\/93, BFHE 173, 554, BStBl II 1994, 567, Rz&nbsp;16; vom 9.&nbsp;November 1992 X&nbsp;B&nbsp;137\/92, BFH\/NV 1994, 324, 4.&nbsp;Orientierungssatz sowie Rz&nbsp;18; vom 21.&nbsp;Mai 1992 X&nbsp;B&nbsp;106\/91, BFH\/NV 1992, 721, Rz&nbsp;15; vom 20.&nbsp;Mai 1992 III&nbsp;B&nbsp;100\/91, BFHE 168, 174, BStBl II 1992, 729, Rz&nbsp;25; vom 14.&nbsp;April 1992 VIII&nbsp;B&nbsp;114\/91, BFH\/NV 1993, 165, Rz&nbsp;30; vom 1.&nbsp;April 1992 III&nbsp;B&nbsp;137\/91, BFH\/NV 1992, 598, Rz&nbsp;14; vom 20.&nbsp;Juli 1990 III&nbsp;B&nbsp;144\/89, BFHE 162, 542, BStBl II 1991, 104, Rz&nbsp;13; vom 2.&nbsp;August 1988 III&nbsp;B&nbsp;12\/88, BFHE 154, 123, Rz&nbsp;15; vom 6.&nbsp;November 1987 III&nbsp;B&nbsp;101\/86, BFHE 151, 428, BStBl II 1988, 134, Rz&nbsp;32; offengelassen in BFH-Beschl&uuml;ssen vom 25.&nbsp;August 2009 VI&nbsp;B&nbsp;69\/09, BFHE 226, 85, BStBl II 2009, 826, Rz&nbsp;18; vom 23.&nbsp;August 2007 VI&nbsp;B&nbsp;42\/07, BFHE 218, 558, BStBl II 2007, 799, Rz&nbsp;18; vom 2.&nbsp;August 2007 IX&nbsp;B&nbsp;92\/07, BFH\/NV 2007, 2270, Rz&nbsp;21; vom 31.&nbsp;Januar 2007 VIII&nbsp;B&nbsp;219\/06, BFH\/NV 2007, 914, Rz&nbsp;12; vom 11.&nbsp;Juni 2003 IX&nbsp;B&nbsp;16\/03, BFHE 202, 53, BStBl II 2003, 663, Rz&nbsp;16; in BFHE 195, 205, BStBl II 2001, 405, Rz&nbsp;22).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Erfordernis eines besonderen berechtigten Interesses des Antragstellers ist zwar im Schrifttum umstritten (z.B. Seer, in Steuer und Wirtschaft &#8211;StuW&#8211; 2001, 3, 17&nbsp;f.; ders., in Tipke\/Kruse, Abgabenordnung\/Finanzgerichtsordnung, &sect;&nbsp;69 Tz.&nbsp;97; Gr&auml;ber\/Koch, Finanzgerichtsordnung, 8.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;69 FGO Rz&nbsp;190; Schallmoser, Deutsches Steuerrecht 2010, 297; Dr&uuml;en, in Finanz-Rundschau 1999, 289; a.A. aber Klaus J. Wagner, &Uuml;ber effektiven vorl&auml;ufigen Rechtsschutz im finanzgerichtlichen Verfahren, Festschrift f&uuml;r Kruse, 735, 751&nbsp;ff.; Gosch in Beermann\/Gosch, &sect;&nbsp;69 FGO Rz&nbsp;129&nbsp;ff., 180, 180.1, m.w.N.), vom Bundesverfassungsgericht (BVerfG) aber ausdr&uuml;cklich gebilligt (BVerfG-Beschl&uuml;sse vom 3.&nbsp;April 1992&nbsp;&nbsp;2&nbsp;BvR&nbsp;283\/92, H&ouml;chstrichterliche Finanzrechtsprechung 1992, 726, 2.&nbsp;Orientierungssatz; vom 6.&nbsp;April 1988&nbsp;&nbsp;1&nbsp;BvR&nbsp;146\/88, Information StW&nbsp;1989, 335, 2.&nbsp;Orientierungssatz).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Senat h&auml;lt an der st&auml;ndigen Rechtsprechung des BFH fest. Die Ausf&uuml;hrungen des FG, die sich weder mit der hierzu ergangenen Rechtsprechung des BVerfG noch mit der des BFH auseinandersetzen und sich darauf beschr&auml;nken, auf seine eigenen Beschl&uuml;sse vom 22.&nbsp;September 2015&nbsp;&nbsp;7&nbsp;V&nbsp;89\/14 (EFG 2016, 63) und vom 6.&nbsp;Januar 2011&nbsp;&nbsp;7&nbsp;V&nbsp;66\/10 (EFG 2011, 827) zu verweisen, bieten keinen Anlass f&uuml;r eine &Auml;nderung der Rechtsprechung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Die Gew&auml;hrung einstweiligen Rechtsschutzes ist somit erforderlich, um eine erhebliche, &uuml;ber Randbereiche hinausgehende Verletzung von Grundrechten zu vermeiden, die durch eine Entscheidung in der Hauptsache nicht mehr beseitigt werden kann (vgl. BVerfG-Beschl&uuml;sse vom 15.&nbsp;August 2002&nbsp;&nbsp;1&nbsp;BvR&nbsp;1790\/00, Neue Juristische Wochenschrift 2002, 3691, Rz&nbsp;13; vom 16.&nbsp;Mai 1995&nbsp;&nbsp;1&nbsp;BvR&nbsp;1087\/91, BVerfGE 93, 1, 14, Rz&nbsp;28; vom 25.&nbsp;Oktober 1988&nbsp;&nbsp;2&nbsp;BvR&nbsp;745\/88, BVerfGE 79, 69, 1.&nbsp;Leitsatz).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Diese Voraussetzung hat der BFH in verschiedenen Fallgruppen als erf&uuml;llt angesehen, und zwar, wenn<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>&#8211;&nbsp;das zust&auml;ndige Gericht von der Verfassungswidrigkeit einer streitentscheidenden Vorschrift &uuml;berzeugt ist und diese deshalb gem&auml;&szlig; Art.&nbsp;100 Abs.&nbsp;1 des Grundgesetzes (GG) dem BVerfG zur Pr&uuml;fung vorgelegt hat (BFH-Beschl&uuml;sse vom 23.&nbsp;April 2012 III&nbsp;B&nbsp;183\/11, BFH\/NV 2012, 1173, Rz&nbsp;15; vom 26.&nbsp;Januar 2010 VI&nbsp;B&nbsp;115\/09, BFH\/NV 2010, 935, Rz&nbsp;20; in BFHE 204, 39, BStBl II 2004, 367, Rz&nbsp;21),<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>&#8211;&nbsp;ein beim BFH anh&auml;ngiges Verfahren, das f&uuml;r die Beantwortung von Rechtsfragen vorgreiflich ist, im Hinblick auf mehrere beim BVerfG anh&auml;ngige Verfahren der konkreten Normenkontrolle ruht (BFH-Beschluss vom 21.&nbsp;Mai 2010 IV&nbsp;B&nbsp;88\/09, BFH\/NV&nbsp;2010, 1613, Rz&nbsp;17),<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>&#8211;&nbsp;wenn dem Steuerpflichtigen durch den sofortigen Vollzug irreparable Nachteile drohen (BFH-Beschl&uuml;sse in BFH\/NV 1994, 324, Rz&nbsp;18; in BFH\/NV 1995, 143, Rz&nbsp;15),<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>&#8211;&nbsp;wenn das zu versteuernde Einkommen abz&uuml;glich der darauf zu entrichtenden Einkommensteuer unter dem sozialhilferechtlich garantierten Existenzminimum liegt (BFH-Beschl&uuml;sse vom 25.&nbsp;Juli 1991 III&nbsp;B&nbsp;555\/90, BFHE 164, 570, BStBl II 1991, 876, 1.&nbsp;Leitsatz; vom 29.&nbsp;Oktober 1991 III&nbsp;B&nbsp;83\/91, BFH\/NV 1992, 246, Rz&nbsp;13),<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>&#8211;&nbsp;wenn das BVerfG eine &auml;hnliche Vorschrift f&uuml;r nichtig erkl&auml;rt hatte (BFH-Beschluss vom 15.&nbsp;Dezember 2000 IX&nbsp;B&nbsp;128\/99, BFHE 194, 157, BStBl II 2001, 411, Rz&nbsp;14),<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>&#8211;&nbsp;wenn der BFH die vom Kl&auml;ger als verfassungswidrig angesehene Vorschrift bereits dem BVerfG gem&auml;&szlig; Art.&nbsp;100 Abs.&nbsp;1 GG zur Pr&uuml;fung der Verfassungsm&auml;&szlig;igkeit vorgelegt hatte (BFH-Beschl&uuml;sse in BFHE 202, 53, BStBl II 2003, 663, Rz&nbsp;9; in BFHE 204, 39, BStBl II 2004, 367, Rz&nbsp;21; vom 30.&nbsp;November 2004 IX&nbsp;B&nbsp;120\/04, BFHE 208, 213, BStBl II 2005, 287, Rz&nbsp;8; in BFH\/NV 2007, 914, Rz&nbsp;8).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Unter Zugrundelegung dieser Voraussetzungen kommt vorliegend eine &uuml;ber den Antrag des FA hinausgehende Aufhebung der Vollziehung nicht in Betracht. Es liegt ersichtlich keine der unter II.2.b&nbsp;aa genannten Fallgruppen vor. Die Verfassungswidrigkeit des &sect;&nbsp;32 Abs.&nbsp;6 EStG in seiner im Streitjahr geltenden Fassung einmal unterstellt, w&uuml;rde es sich im konkreten Einzelfall auch allenfalls um eine den Randbereich der Grundrechte ber&uuml;hrende Verletzung handeln. Denn die Belastung durch einen um 1.862&nbsp;EUR zu niedrigen Kinderfreibetrag f&auml;llt bei einer Steuerpflichtigen, deren Einkommensverh&auml;ltnisse dergestalt sind, dass f&uuml;r sie die Inanspruchnahme des Freibetrages g&uuml;nstiger ist als das Kindergeld, nicht so schwerwiegend ins Gewicht, dass durch die Aufrechterhaltung des Vollzuges bis zum Abschluss des Hauptsacheverfahrens irreparable Nachteile drohen. In einem Fall eher geringf&uuml;giger Belastung, die ohne Weiteres in einem Hauptsacheverfahren beseitigt werden kann, sind die Voraussetzungen f&uuml;r die Aufhebung der Vollziehung wegen Bedenken gegen die Verfassungsm&auml;&szlig;igkeit einer dem Verwaltungsakt zugrunde liegenden Gesetzesvorschrift nicht erf&uuml;llt (vgl. die ausdr&uuml;cklich zum Kinderfreibetrag ergangenen BFH-Beschl&uuml;sse in BFHE 162, 542, BStBl II 1991, 104, 2.&nbsp;Leitsatz sowie Rz&nbsp;13; in BFHE 154, 123, Rz&nbsp;14, 16).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Die Kostenentscheidung beruht auf &sect;&nbsp;135 Abs.&nbsp;1 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 21.7.2016, V B 37\/16ECLI:DE:BFH:2016:BA.210716.VB37.16.0 Aufhebung der Vollziehung bei verfassungsrechtlichen Zweifeln an der G&uuml;ltigkeit einer dem angefochtenen Verwaltungsakt zugrunde liegenden Norm &#8211; Die Entscheidung wurde nachtr&auml;glich zur amtlichen Ver&ouml;ffentlichung bestimmt; sie war seit dem 24.8.2016 als NV-Entscheidung abrufbar. Leits&auml;tze 1. Ernstliche Zweifel i.S. des &sect; 69 Abs. 2 und 3 FGO k&ouml;nnen auch &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/v-b-37-16-aufhebung-der-vollziehung-bei-verfassungsrechtlichen-zweifeln-an-der-gueltigkeit-einer-dem-angefochtenen-verwaltungsakt-zugrunde-liegenden-norm-die-entscheidung-wurde-nachtraeglich-zur-amtli\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">V&nbsp;B&nbsp;37\/16 &#8211; Aufhebung der Vollziehung bei verfassungsrechtlichen Zweifeln an der G&uuml;ltigkeit einer dem angefochtenen Verwaltungsakt zugrunde liegenden Norm &#8211; Die Entscheidung wurde nachtr&auml;glich zur amtlichen Ver&ouml;ffentlichung bestimmt; sie war seit dem 24.8.2016 als NV-Entscheidung abrufbar.<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-66262","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/66262","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=66262"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/66262\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=66262"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=66262"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=66262"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}