{"id":66270,"date":"2017-01-18T12:21:15","date_gmt":"2017-01-18T10:21:15","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=66270"},"modified":"2017-01-18T12:21:15","modified_gmt":"2017-01-18T10:21:15","slug":"i-r-33-15-sog-erdienensdauer-bei-einer-unterstuetzungskassenzusage","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/i-r-33-15-sog-erdienensdauer-bei-einer-unterstuetzungskassenzusage\/","title":{"rendered":"I&nbsp;R&nbsp;33\/15 &#8211; Sog. Erdienensdauer bei einer Unterst&uuml;tzungskassenzusage"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 20.7.2016, I R 33\/15<br \/>ECLI:DE:BFH:2016:U.200716.IR33.15.0<\/p>\n<p class=\"titel\">Sog. Erdienensdauer bei einer Unterst&uuml;tzungskassenzusage<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>1. Der von der Rechtsprechung zu Direktzusagen entwickelte Grundsatz, nach dem sich der beherrschende Gesellschafter-Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer einer Kapitalgesellschaft einen Anspruch auf Altersversorgung regelm&auml;&szlig;ig nur erdienen kann, wenn zwischen dem Zusagezeitpunkt und dem vorgesehenen Eintritt in den Ruhestand noch ein Zeitraum von mindestens zehn Jahren liegt, gilt auch bei einer mittelbaren Versorgungszusage in Gestalt einer r&uuml;ckgedeckten Unterst&uuml;tzungskassenzusage.<\/p>\n<\/p>\n<p>2. Kann die sog. Erdienensdauer vom beherrschenden Gesellschafter-Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer nicht mehr abgeleistet werden, ist prinzipiell davon auszugehen, dass ein ordentlicher und gewissenhafter Gesch&auml;ftsleiter im Interesse der Gesellschaft von der (mittelbaren) Versorgungszusage abgesehen h&auml;tte. Die von der Gesellschaft als Tr&auml;gerunternehmen an die Unterst&uuml;tzungskasse geleisteten Zuwendungen sind dann regelm&auml;&szlig;ig nicht als Betriebsausgaben abziehbar.<\/p>\n<\/div>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Die Revision der Kl&auml;gerin gegen das Urteil des Finanzgerichts des Landes Sachsen-Anhalt vom 25. Februar 2015&nbsp;&nbsp;3 K 135\/12 wird als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckgewiesen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Kosten des Revisionsverfahrens hat die Kl&auml;gerin zu tragen.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>    <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Die Kl&auml;gerin und Revisionskl&auml;gerin (Kl&auml;gerin), eine GmbH, wurde 1994 gegr&uuml;ndet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In den Streitjahren (2008, 2009) war der am &#8230;&nbsp;M&auml;rz 1952 geborene H Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer und alleiniger Gesellschafter der Kl&auml;gerin. Neben einem Anstellungsvertrag schloss die Kl&auml;gerin mit ihm im Dezember 1996 auch eine Versorgungsvereinbarung. Danach sollte er eine lebenslange Monatsrente u.a. dann erhalten, wenn er nach Vollendung des 65.&nbsp;Lebensjahres aus dem Unternehmen ausscheidet. Eine Witwenversorgung war ebenfalls vorgesehen. Zur Sicherung der Versorgungszusage schloss die Kl&auml;gerin eine R&uuml;ckdeckungsversicherung ab. Sie bildete in ihrer Bilanz eine Pensionsr&uuml;ckstellung und aktivierte Anspr&uuml;che gegen die Versicherungsgesellschaft.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table class=\"Rsp\">\n<tr>\n<th colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\"><\/th>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">Im November 2008, d.h. im 57.&nbsp;Lebensjahr des H, kam eine &quot;Vereinbarung zur &Auml;nderung der Versorgungszusage&quot; mit folgendem Inhalt zustande:<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">&quot;1. Der bis zum 30.&nbsp;November 2008 ratierlich, d.h. zusagedauerabh&auml;ngig erdiente Anspruch aus der o.a. Pensionszusage auf Altersrente (&quot;past-Service&quot;) bleibt als unmittelbare Pensionsverpflichtung bei der Gesellschaft bestehen. Dieser Anspruch ermittelt sich aus . . . und betr&auml;gt 2.063,33&nbsp;EUR monatliche Pension.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">2. Die Parteien vereinbaren weiter, dass der Anspruch auf Hinterbliebenenrente sowohl f&uuml;r die Vergangenheit als auch f&uuml;r die Zukunft aufgehoben wird.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">3. Die bestehenden R&uuml;ckdeckungsversicherungen bei der . . . Lebensversicherung . . . werden durch die Gesellschaft beitragsfrei gestellt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">4. Die Parteien erkl&auml;ren sich &uuml;berein gekommen, dass f&uuml;r den noch zu erdienenden Teil der Altersversorgung (&quot;future-Service&quot;) der Durchf&uuml;hrungsweg gewechselt werden soll. Die Altersversorgungszusage wird daher hinsichtlich des future-Service auf die &uuml;berbetriebliche Versorgungskasse X&nbsp;e.V. (im folgenden: &quot;X&nbsp;e.V.&quot;), eine kongruent r&uuml;ckgedeckte Unterst&uuml;tzungskasse nach &sect;&nbsp;4d Ziff. c EStG, &uuml;bertragen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">5. Die Gesellschaft veranlasst die X&nbsp;e.V. zum 01.&nbsp;Dezember 2008, eine Versorgungszusage auf Leistungen der Altersversorgung zu erteilen, deren Inhalt dem beigef&uuml;gten Exemplar &quot;Anlage zum Mitgliedsvertrag zur &uuml;berbetrieblichen Versorgungskasse X&nbsp;e.V.&quot; zu entnehmen ist, und die eine garantierte Erlebensfallsumme von 643.956&nbsp;EUR beinhaltet. Zur Finanzierung dieser Versorgungszusage leistet die Gesellschaft zuk&uuml;nftig j&auml;hrliche Zuwendungen von 70.000,00&nbsp;EUR an die X&nbsp;e.V. (&quot;Zuwendungen&quot;). Soweit die j&auml;hrlichen Zuwendungen zu einem Anspruch des Pensionsberechtigten f&uuml;hrt, der &uuml;ber den bis zum 30.&nbsp;November 2008 in der Pensionszusage bestehenden Anspruch f&uuml;hrt, soll dieser so behandelt werden wie die bisherigen Erh&ouml;hungen der Pensionszusage.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">6. Die Gesellschaft wird die X&nbsp;e.V. veranlassen, zur Finanzierung und Sicherstellung der Versorgungszusage eine R&uuml;ckdeckungsversicherung abzuschlie&szlig;en und die Zuwendungen in die R&uuml;ckdeckungsversicherung einzuzahlen. Im Rahmen einer wertgleichen &Uuml;bertragung der k&uuml;nftig zu erdienenden Anspr&uuml;che auf Alters- und Hinterbliebenenversorgung (future-Service) von der Gesellschaft auf die X&nbsp;e.V. und zur Kalkulation der n&ouml;tigen Beitragsh&ouml;he wird von einer Garantieverzinsung der Beitr&auml;ge bei der R&uuml;ckdeckungsversicherung der X&nbsp;e.V. von z.&nbsp;Zt. 2,25&nbsp;v.H. p.a. ausgegangen. Die dar&uuml;ber hinaus erwirtschafteten Ertr&auml;ge kommen dem Pensionsberechtigten zugute.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">7. Alle Rechte und Anspr&uuml;che aus diesem R&uuml;ckdeckungsversicherungsvertrag stehen der X&nbsp;e.V. zu.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">8. Die Parteien sind sich einig, dass f&uuml;r den noch zu erdienenden Teil (future-Service) der urspr&uuml;nglichen Pensionszusage k&uuml;nftig eine Leistungszusage gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 BetrAVG seitens der X&nbsp;e.V. ausgesprochen wird. Bei vorzeitigem Ausscheiden vor Eintritt des Versorgungsfalls bleibt dem Pensionsberechtigten eine sofortige unverfallbare Anwartschaft erhalten. . . . &quot;.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die X gab daraufhin eine &quot;Versorgungszusage&quot; des Inhalts ab, dass H auf Veranlassung der Kl&auml;gerin Leistungen der betrieblichen Altersversorgung erhalte und dass sich die Versorgung ausschlie&szlig;lich nach den Versicherungsleistungen der abgeschlossenen R&uuml;ckdeckungsversicherung richte. Hiernach habe H insbesondere Anspruch auf &quot;Altersversorgung im Alter&nbsp;65&quot; in Form einer einmaligen Kapitalzahlung in H&ouml;he von 643.956&nbsp;EUR sowie &quot;Hinterbliebenenversorgung&quot; in Art und H&ouml;he der aus der R&uuml;ckdeckungsversicherung f&auml;lligen Leistungen. Zur Finanzierung dieser Versorgung leiste die Kl&auml;gerin regelm&auml;&szlig;ige Zuwendungen in H&ouml;he von 70.000&nbsp;EUR j&auml;hrlich. Diese Zuwendungen w&uuml;rden in voller H&ouml;he zum Abschluss einer R&uuml;ckdeckungsversicherung auf das Leben des H verwendet. Die H&ouml;he der Versorgung entspreche den Leistungen aus der R&uuml;ckdeckungsversicherung. Somit erh&ouml;he sich das Versorgungskapital des H bis zur F&auml;lligkeit noch um die betragsm&auml;&szlig;ig nicht garantierte &Uuml;berschussbeteiligung aus der R&uuml;ckdeckungsversicherung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die X schloss sodann als Versicherungsnehmer bei einer Lebensversicherungsgesellschaft eine Kapital-Lebensversicherung mit &Uuml;berschussbeteiligung zum Zweck einer arbeitgeberfinanzierten betrieblichen Altersversorgung ab. Versicherte Person war H.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin leistete die j&auml;hrlichen Zuwendungen an die X und diese entrichtete die j&auml;hrlichen Versicherungspr&auml;mien.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Beklagte und Revisionsbeklagte (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) behandelte einen Teilbetrag der von der Kl&auml;gerin geleisteten Zahlungen als verdeckte Gewinnaussch&uuml;ttung (vGA) i.S. des &sect;&nbsp;8 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;2 des K&ouml;rperschaftsteuergesetzes in der in den Streitjahren geltenden Fassung (KStG) und rechnete den Teilbetrag dem Einkommen der Kl&auml;gerin wieder hinzu.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Einspruch und Klage blieben erfolglos. Das Finanzgericht (FG) des Landes Sachsen-Anhalt ging &#8211;in den Grenzen des Verb&ouml;serungsverbots&#8211; davon aus, dass die gesamten Zuwendungen der Kl&auml;gerin an die Unterst&uuml;tzungskasse nach den Vorgaben des &sect;&nbsp;4d Abs.&nbsp;1 des Einkommensteuergesetzes in der in den Streitjahren geltenden Fassung (EStG) nicht als Betriebsausgaben abgezogen werden d&uuml;rfen (Urteil vom 25.&nbsp;Februar 2015&nbsp;&nbsp;3&nbsp;K&nbsp;135\/12).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dagegen wendet sich die Kl&auml;gerin mit ihrer Revision. Sie r&uuml;gt die Verletzung sachlichen Rechts.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Sie beantragt, unter Aufhebung des vorinstanzlichen Urteils die Bescheide &uuml;ber K&ouml;rperschaftsteuer und den Gewerbesteuermessbetrag f&uuml;r 2008 und 2009 dahingehend zu &auml;ndern, dass die K&ouml;rperschaftsteuer und der Gewerbesteuermessbetrag mit der Ma&szlig;gabe herabgesetzt werden, dass die vGA nicht mehr angesetzt werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt, die Revision als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ck zu weisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Beteiligten haben &uuml;bereinstimmend auf m&uuml;ndliche Verhandlung verzichtet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>    <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Revision ist unbegr&uuml;ndet und daher zur&uuml;ckzuweisen (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;2 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;). Die Zuwendungen an die Unterst&uuml;tzungskasse sind nicht betrieblich veranlasst und d&uuml;rfen daher das Einkommen der Kl&auml;gerin nicht mindern.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;8 Abs.&nbsp;1 KStG i.V.m. &sect;&nbsp;4d Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 EStG d&uuml;rfen Zuwendungen an eine Unterst&uuml;tzungskasse von dem Unternehmen, das die Zuwendungen leistet (Tr&auml;gerunternehmer), als Betriebsausgaben abgezogen werden, soweit die Leistungen der Kasse, wenn sie vom Tr&auml;gerunternehmen unmittelbar erbracht w&uuml;rden, bei diesem betrieblich veranlasst w&auml;ren.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Nach dieser gesetzlichen Vorgabe kommt es darauf an, ob bei gedachten unmittelbaren Versorgungszahlungen des Tr&auml;gerunternehmens die betriebliche Veranlassung gegeben w&auml;re (H&ouml;fer in H&ouml;fer\/Veit\/Verhuven, Betriebsrentenrecht, Bd.&nbsp;II Kap.&nbsp;23 Rz&nbsp;88). Zuwendungen einer Kapitalgesellschaft als Tr&auml;gerunternehmen f&uuml;r Versorgungsleistungen an ihren Gesellschafter-Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer sind danach nicht abziehbar, wenn sich die Versorgungsleistungen als vGA darstellen w&uuml;rden. Denn in diesem Fall w&auml;ren die Leistungen nicht betrieblich, sondern durch das Gesellschaftsverh&auml;ltnis veranlasst (vgl. Gosch in Kirchhof\/ S&ouml;hn\/Mellinghoff, EStG, &sect;&nbsp;4c Rz&nbsp;C 15; Bl&uuml;mich\/H.-J.&nbsp;Heger, &sect;&nbsp;4d EStG Rz&nbsp;210). Da allein ma&szlig;geblich ist, ob fiktive Versorgungsleistungen betrieblich oder gesellschaftsrechtlich veranlasst sind, kommt das Abzugsverbot aus &sect;&nbsp;4d Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 EStG auch dann zum Tragen, wenn die weiteren Voraussetzungen einer vGA, z.B. die Eignung der Verm&ouml;gensminderung oder der verhinderten Verm&ouml;gensmehrung, beim Gesellschafter einen Vorteil auszul&ouml;sen (vgl. z.B. Senatsurteil vom 7.&nbsp;August 2002 I&nbsp;R&nbsp;2\/02, BFHE 200, 197, BStBl II 2004, 131), nicht vorliegen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) In der Spruchpraxis des Senats ist anerkannt, dass eine gesellschaftsrechtliche Veranlassung von Versorgungszusagen &#8211;als Grundlage von i.S. des &sect;&nbsp;4d Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 EStG gedachten Versorgungsleistungen&#8211; einer Kapitalgesellschaft gegen&uuml;ber ihrem Gesellschafter dann gegeben sein kann, wenn sich der Gesellschafter diese Leistungen im Zeitraum zwischen Zusage und seinem Ausscheiden aus dem Dienstverh&auml;ltnis nicht mehr erdienen k&ouml;nnte, sog. Erdienbarkeit (vgl. z.B. Senatsurteile vom 23.&nbsp;September 2008 I&nbsp;R&nbsp;62\/07, BFHE 223, 64, BStBl II 2013, 39; vom 20.&nbsp;Mai 2015 I&nbsp;R&nbsp;17\/14, BFHE 250, 82, BStBl II 2015, 1022; vgl. auch Senatsbeschluss vom 19.&nbsp;November 2008 I&nbsp;B&nbsp;108\/08, BFH\/NV 2009, 608).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Diese auf die steuerrechtliche Beurteilung von Direktzusagen entwickelten Rechtsprechungsgrunds&auml;tze sind auf mittelbare Versorgungszusagen grunds&auml;tzlich &uuml;bertragbar (Gosch, KStG, 3.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;8 Rz&nbsp;991; Keil\/Prost, Pensions- und Unterst&uuml;tzungskassenzusagen an Gesellschafter-Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer von Kapitalgesellschaften, 3.&nbsp;Aufl., Rz&nbsp;508, 518; Doetsch\/Lenz, Versorgungszusagen an Gesellschafter-Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer und Vorst&auml;nde, 8.&nbsp;Aufl., S.&nbsp;122; H&ouml;fer, a.a.O., Kap.&nbsp;44 Rz&nbsp;322).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Dass bei diesen Formen der betrieblichen Altersversorgung das steuerliche Gestaltungspotential geringer ist als bei Direktzusagen (vgl. Lang in D&ouml;tsch\/Pung\/M&ouml;hlenbrock, Die K&ouml;rperschaftsteuer, &sect;&nbsp;8 Abs.&nbsp;3 KStG Teil&nbsp;D Rz&nbsp;741), mag zutreffen, rechtfertigt im Grundsatz jedoch keine abweichende rechtliche Beurteilung. Hier wie dort ist der Frage der betrieblichen oder gesellschaftsrechtlichen Veranlassung nach den Umst&auml;nden des Einzelfalles nachzugehen. Die Senatsrechtsprechung misst dem Erdienbarkeitskriterium ohnehin lediglich indizielle Bedeutung bei und l&auml;sst damit hinreichend Raum f&uuml;r eine dem Einzelfall gerecht werdende Beurteilung der Versorgungszusage. Hinzu kommt, dass mit einer generalisierenden Aussage etwa des Inhalts, bei mittelbaren Versorgungszusagen sei wegen des geringeren Gestaltungspotentials eine weniger strenge Pr&uuml;fung angezeigt, die Praktikabilit&auml;t der Rechtsanwendung und die Rechtssicherheit (&quot;Leitlinienfunktion&quot; des Merkmals der Erdienbarkeit, vgl. Senatsbeschluss in BFH\/NV 2009, 608) verloren gingen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Dass bei den im Streitfall zur Beurteilung anstehenden r&uuml;ckgedeckten Unterst&uuml;tzungskassenzusagen die Versorgung des Arbeitnehmers bzw. Gesch&auml;ftsf&uuml;hrers bis zu dessen Ausscheiden aus dem Unternehmen durch die j&auml;hrlichen Zuwendungen des Tr&auml;gerunternehmens und die daran ankn&uuml;pfende Versicherungspr&auml;mienzahlung der Kasse im Unterschied zu Direktzusagen bereits vollst&auml;ndig ausfinanziert ist (vgl. z.B. H&ouml;fer, a.a.O., Kap.&nbsp;44 Rz&nbsp;320.1), rechtfertigt es ebenfalls nicht, den Zeitkriterien der Erdienbarkeit keine Beachtung zu schenken. Denn die unterschiedlichen Finanzierungsmodelle &auml;ndern an der grunds&auml;tzlichen Fragestellung, ob ein gewissenhafter Gesch&auml;ftsleiter einer Arbeitskraft, die dem Unternehmen voraussichtlich nur noch wenige Jahre zur Verf&uuml;gung steht, &uuml;berhaupt noch eine Versorgungszusage mit hohen finanziellen Lasten erteilen w&uuml;rde, nichts (zur Grundvorstellung, die hinter dem Erdienbarkeitskriterium steht, vgl. etwa Senatsurteil vom 13.&nbsp;Dezember 1961 I&nbsp;321\/60&nbsp;U, BFHE 74, 657, BStBl III 1962, 243).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Nach diesen Grunds&auml;tzen hat die Vorinstanz den Abzug der Zuwendungen an die Unterst&uuml;tzungskasse zu Recht versagt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Das FG hat zutreffend die streitgegenst&auml;ndliche Altersversorgungszusage nicht lediglich als &Auml;nderung einer bestehenden Versorgungszusage, sondern als eine Neuzusage behandelt. Mit der &Auml;nderungsvereinbarung vom 12.&nbsp;November 2008 wurde eine andere Form der betrieblichen Altersversorgung vereinbart. Hierbei handelte es sich nicht lediglich um eine Formalie. Vielmehr wurde mit dem Wechsel des Versorgungswegs in rechtlicher Hinsicht eine wesentliche Status&auml;nderung vorgenommen. Der beg&uuml;nstigte Arbeitnehmer erhielt in Gestalt der Unterst&uuml;tzungskasse einen neuen Vertragspartner und er verlor hinsichtlich des noch zu erdienenden Teils der Altersversorgung zugleich seinen Direktanspruch gegen die Kl&auml;gerin (zu arbeitsrechtlich begr&uuml;ndeten Anspr&uuml;chen gegen den Arbeitgeber bei Unterst&uuml;tzungskassenzusagen vgl. &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 des Gesetzes zur Verbesserung der betrieblichen Altersversorgung &#8211;BetrAVG&#8211;). Dass die auf die zur&uuml;ckliegende Dienstzeit entfallende Altersversorgung (sog. past service) ausdr&uuml;cklich von dem die verbleibende Dienstzeit betreffenden Versorgungsversprechen abgekoppelt wurde (Nr.&nbsp;1 der &Auml;nderungsvereinbarung), belegt ebenfalls den Charakter der Vereinbarung als Neuzusage.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Die &#8211;im Wesentlichen auf tats&auml;chlichem Gebiet liegende und damit grunds&auml;tzlich den Senat bindende (&sect;&nbsp;118 Abs.&nbsp;2 FGO)&#8211; W&uuml;rdigung des FG, die Versorgungszusage sei durch das Gesellschaftsverh&auml;ltnis veranlasst, ist nicht zu beanstanden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Zur Beantwortung der Frage, ob eine Versorgungszusage durch das Gesellschaftsverh&auml;ltnis veranlasst oder mitveranlasst ist, ist nach st&auml;ndiger Rechtsprechung des Senats u.a. zu pr&uuml;fen, ob die beg&uuml;nstigte Person w&auml;hrend der ihr voraussichtlich verbleibenden Dienstzeit den Versorgungsanspruch noch erdienen kann. Das ist im Allgemeinen nicht anzunehmen, wenn die Zusage einem Gesellschafter-Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer erteilt wurde und dieser im Zusagezeitpunkt das 60.&nbsp;Lebensjahr vollendet hatte oder wenn zwischen dem Zusagezeitpunkt und dem vorgesehenen Eintritt in den Ruhestand nur noch eine kurze Zeitspanne liegt, in der der Versorgungsanspruch vom Beg&uuml;nstigten nicht mehr erdient werden kann. In solchen F&auml;llen ist prinzipiell davon auszugehen, dass ein ordentlicher und gewissenhafter Gesch&auml;ftsleiter im Interesse der Gesellschaft von der Erteilung einer Pensionszusage abgesehen h&auml;tte. Es liegt dann regelm&auml;&szlig;ig eine vGA vor. Ein Versorgungsanspruch ist nach st&auml;ndiger Senatsrechtsprechung von einem beherrschenden Gesellschafter-Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer grunds&auml;tzlich nur dann erdienbar, wenn zwischen der Erteilung der Pensionszusage und dem vorgesehenen Eintritt in den Ruhestand ein Zeitraum von mindestens zehn Jahren liegt. Allerdings kann diese Frist mangels eindeutiger gesetzlicher Vorgaben nicht i.S. einer allgemein g&uuml;ltigen zwingenden Voraussetzung verstanden werden. Ist aufgrund der Gegebenheiten des Einzelfalles anderweitig sichergestellt, dass mit der Zusage die k&uuml;nftige Arbeitsleistung des Gesch&auml;ftsf&uuml;hrers abgegolten werden soll, ist eine erdienbare Zusage auch dann anzunehmen, wenn die besagten Zeitr&auml;ume nicht erreicht werden (Senatsurteile in BFHE 223, 64, BStBl II 2013, 39, und in BFHE 250, 82, BStBl II 2015, 1022).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Das FG hat diese Grunds&auml;tze auf den Streitfall &uuml;bertragen, eine Unterschreitung des Zehnjahreszeitraumes um ein Jahr und acht Monate festgestellt und diesen Umstand als gewichtiges Indiz f&uuml;r eine gesellschaftsrechtliche (Mit-)Veranlassung gewertet. Gr&uuml;nde daf&uuml;r, die Indizwirkung ausnahmsweise als entkr&auml;ftet anzusehen, hat das FG im Streitfall nicht erkennen k&ouml;nnen. Diese W&uuml;rdigung ist revisionsrichterlich nicht zu beanstanden. Die diesbez&uuml;glichen Revisionsangriffe zielen im Kern darauf ab, H als f&uuml;r das Unternehmen der Kl&auml;gerin unverzichtbare Arbeitskraft mit enormer Bedeutung f&uuml;r deren wirtschaftlichen Erfolg darzustellen, dessen weitere Mitarbeit bis zum 65.&nbsp;Lebensjahr auch von einem ordentlichen und gewissenhaften Gesch&auml;ftsleiter durch Erh&ouml;hung der Versorgungszusage sichergestellt worden w&auml;re. Dem ist nicht zu folgen, da jeder Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer f&uuml;r eine Kapitalgesellschaft typischerweise von besonderer Bedeutung ist. Zudem l&auml;sst sich zwischen blo&szlig; &quot;wichtig&quot; und ganz und gar &quot;unersetzlich&quot; nicht hinreichend unterscheiden. Auch kann der altersbedingt fehlenden Erdienbarkeit nicht entgegengehalten werden, dass sich die Kl&auml;gerin durch die Gew&auml;hrung einer Versorgungszusage die Kenntnisse und Erfahrungen des Gesch&auml;ftsf&uuml;hrers habe sichern wollen (vgl. Senatsurteil vom 20.&nbsp;Mai 1992 I&nbsp;R&nbsp;2\/91, BFH\/NV 1993, 52). Dass das FG schlie&szlig;lich davon ausgegangen ist, dass die Verh&auml;ltnisse des Streitfalles nicht mit den Sachverhalten vergleichbar seien, in denen der Senat trotz Unterschreitens der zehnj&auml;hrigen Frist die betriebliche Veranlassung der Versorgungszusage bejaht habe (vgl. Senatsurteile vom 30.&nbsp;Januar 2002 I&nbsp;R&nbsp;56\/01, BFH\/NV 2002, 1055; vom 24.&nbsp;April 2002 I&nbsp;R&nbsp;43\/01, BFHE 199, 157, BStBl II 2003, 416; in BFHE 223, 64, BStBl II 2013, 39), kann der Revision gleichfalls nicht zum Erfolg verhelfen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Die Kostenentscheidung beruht auf &sect;&nbsp;135 Abs.&nbsp;2 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 20.7.2016, I R 33\/15ECLI:DE:BFH:2016:U.200716.IR33.15.0 Sog. Erdienensdauer bei einer Unterst&uuml;tzungskassenzusage Leits&auml;tze 1. Der von der Rechtsprechung zu Direktzusagen entwickelte Grundsatz, nach dem sich der beherrschende Gesellschafter-Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer einer Kapitalgesellschaft einen Anspruch auf Altersversorgung regelm&auml;&szlig;ig nur erdienen kann, wenn zwischen dem Zusagezeitpunkt und dem vorgesehenen Eintritt in den Ruhestand noch ein Zeitraum von mindestens zehn &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/i-r-33-15-sog-erdienensdauer-bei-einer-unterstuetzungskassenzusage\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">I&nbsp;R&nbsp;33\/15 &#8211; Sog. 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