{"id":66271,"date":"2017-01-18T12:22:47","date_gmt":"2017-01-18T10:22:47","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=66271"},"modified":"2017-01-18T12:22:47","modified_gmt":"2017-01-18T10:22:47","slug":"iv-r-26-14-vorlage-an-den-grossen-senat-des-bfh-zur-frage-der-gewaehrung-der-sog-erweiterten-kuerzung-nach-par-9-nr-1-satz-2-gewstg-fuer-eine-grundstuecksverwaltende-gewerblich-gepraegte-personengesel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/iv-r-26-14-vorlage-an-den-grossen-senat-des-bfh-zur-frage-der-gewaehrung-der-sog-erweiterten-kuerzung-nach-par-9-nr-1-satz-2-gewstg-fuer-eine-grundstuecksverwaltende-gewerblich-gepraegte-personengesel\/","title":{"rendered":"IV&nbsp;R&nbsp;26\/14 &#8211; Vorlage an den Gro&szlig;en Senat des BFH zur Frage der Gew&auml;hrung der sog. erweiterten K&uuml;rzung nach &sect; 9 Nr. 1 Satz 2 GewStG f&uuml;r eine grundst&uuml;cksverwaltende, gewerblich gepr&auml;gte Personengesellschaft bei Beteiligung an einer grundst&uuml;cksverwaltenden, nicht gewerblich gepr&auml;gten Personengesellschaft"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Vorlagebeschluss vom 21.7.2016, IV R 26\/14<br \/>ECLI:DE:BFH:2016:B.210716.IVR26.14.0<\/p>\n<p class=\"titel\">Vorlage an den Gro&szlig;en Senat des BFH zur Frage der Gew&auml;hrung der sog. erweiterten K&uuml;rzung nach &sect; 9 Nr. 1 Satz 2 GewStG f&uuml;r eine grundst&uuml;cksverwaltende, gewerblich gepr&auml;gte Personengesellschaft bei Beteiligung an einer grundst&uuml;cksverwaltenden, nicht gewerblich gepr&auml;gten Personengesellschaft<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>Dem Gro&szlig;en Senat des BFH wird gem&auml;&szlig; &sect; 11 Abs. 2 FGO folgende Rechtsfrage zur Entscheidung vorgelegt:<\/p>\n<\/p>\n<p>Ist einer grundst&uuml;cksverwaltenden, nur kraft ihrer Rechtsform gewerbliche Eink&uuml;nfte erzielenden Gesellschaft die sog. erweiterte K&uuml;rzung nach &sect; 9 Nr. 1 Satz 2 GewStG auch dann nicht zu gew&auml;hren, wenn sie an einer grundst&uuml;cksverwaltenden, nicht gewerblich gepr&auml;gten Personengesellschaft beteiligt ist?<\/p>\n<\/div>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Dem Gro&szlig;en Senat des Bundesfinanzhofs wird gem&auml;&szlig; &sect; 11 Abs. 2 der Finanzgerichtsordnung folgende Rechtsfrage zur Entscheidung vorgelegt:<\/p>\n<\/p>\n<p>Ist einer grundst&uuml;cksverwaltenden, nur kraft ihrer Rechtsform gewerbliche Eink&uuml;nfte erzielenden Gesellschaft die sog. erweiterte K&uuml;rzung nach &sect; 9 Nr. 1 Satz 2 des Gewerbesteuergesetzes auch dann nicht zu gew&auml;hren, wenn sie an einer grundst&uuml;cksverwaltenden, nicht gewerblich gepr&auml;gten Personengesellschaft beteiligt ist?<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td><strong>A. Tatbestand<\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin und Revisionsbeklagte (Kl&auml;gerin), eine GmbH &#038; Co. KG, wurde im Dezember 2006 im Handelsregister eingetragen. Gr&uuml;ndungsgesellschafter der Kl&auml;gerin waren die am Kapital der Kl&auml;gerin nicht beteiligte &quot;&#8230; Verwaltungs GmbH&quot; als Komplement&auml;rin (Komplement&auml;r-GmbH) sowie A als Kommanditist mit einer Kommanditeinlage von 1.000&nbsp;EUR. Unternehmensgegenstand der Kl&auml;gerin war nach ihrem Gesellschaftsvertrag die Entwicklung und Verwaltung eigenen Verm&ouml;gens, insbesondere Immobilienverm&ouml;gens, sowie das Halten von Beteiligungen an Immobiliengesellschaften. Gesellschafter der zur Gesch&auml;ftsf&uuml;hrung und Vertretung der Kl&auml;gerin allein berechtigten Komplement&auml;r-GmbH war A, Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer der Komplement&auml;r-GmbH waren A und seine Tochter C.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>A war Eigent&uuml;mer des Grundst&uuml;cks E-Stra&szlig;e 102 in F und zudem zu 2\/3 am Verm&ouml;gen einer verm&ouml;gensverwaltenden GbR (A-GbR) beteiligt, die Eigent&uuml;merin der Nachbargrundst&uuml;cke E-Stra&szlig;e&nbsp;98 bis 100 war. An der A-GbR war neben A nur noch eine andere GbR (B-GbR) beteiligt. Mit notariellem Einbringungsvertrag vom 21.&nbsp;Dezember 2006 legte A das Grundst&uuml;ck E-Stra&szlig;e 102 sowie seine Beteiligung an der A-GbR in die Kl&auml;gerin ein. Anschlie&szlig;end teilte er seinen Kommanditanteil an der Kl&auml;gerin und &uuml;bertrug die Beteiligungen im Wege der Schenkung auf seine T&ouml;chter D und C.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit notariell beurkundetem Vertrag vom 6.&nbsp;Dezember 2007 &uuml;bertrug die Kl&auml;gerin das Grundst&uuml;ck E-Stra&szlig;e 102 auf die A-GbR, die nunmehr Eigent&uuml;merin aller Grundst&uuml;cke E-Stra&szlig;e 98 bis 102 war.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach dem Gesellschaftsvertrag der A-GbR waren A und C zur ausschlie&szlig;lichen Gesch&auml;ftsf&uuml;hrung im Hinblick auf die Bewirtschaftung und Verwaltung des gesellschaftseigenen Grundbesitzes bevollm&auml;chtigt. Die Vollmacht war mit dem Recht ausgestattet, f&uuml;r einzelne Rechtshandlungen Untervollmacht an Dritte zu erteilen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die A-GbR, vertreten durch C, beauftragte mit einer Hausverwaltervollmacht vom 6.&nbsp;Dezember 2007 die X-GmbH, alle Rechtsgesch&auml;fte vorzunehmen und verbindlichen Erkl&auml;rungen abzugeben, die (u.a.) das Verwaltungsobjekt E-Stra&szlig;e 98 bis 102 betreffen. Die X-GmbH sollte die A-GbR gegen&uuml;ber Mietern, Beh&ouml;rden, Grundpfandgl&auml;ubigern und sonstigen Dritten vertreten. Sie erhielt daf&uuml;r die &uuml;bliche Verwaltergeb&uuml;hr.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Ausweislich ihrer Gewinn- und Verlustrechnungen bezog die Kl&auml;gerin in den Streitjahren 2007 bis 2011 ihre Ertr&auml;ge nahezu ausschlie&szlig;lich aus der Beteiligung an der A-GbR. Daneben erzielte sie &#8211;in geringem Umfang&#8211; Zinseinnahmen. Eine Verg&uuml;tung f&uuml;r eine Gesch&auml;ftsf&uuml;hrungst&auml;tigkeit bei der A-GbR ist nicht ausgewiesen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In ihren Gewerbesteuererkl&auml;rungen f&uuml;r die Streitjahre 2007 bis 2011 machte die Kl&auml;gerin die erweiterte K&uuml;rzung gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;1 S&auml;tze&nbsp;2&nbsp;ff. des Gewerbesteuergesetzes in der in den Streitjahren geltenden Fassung (GewStG) geltend. Der Beklagte und Revisionskl&auml;ger (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) folgte dem zun&auml;chst, &auml;nderte sp&auml;ter aber seine Auffassung und erlie&szlig; f&uuml;r die Streitjahre 2007 bis 2011 ge&auml;nderte Gewerbesteuermessbescheide, in denen die erweiterte K&uuml;rzung versagt wurde. Zudem setzte das FA f&uuml;r das Streitjahr 2013 den Gewerbesteuermessbetrag f&uuml;r Zwecke der Vorauszahlungen entsprechend fest.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA begr&uuml;ndete die Versagung der erweiterten K&uuml;rzung damit, dass es sich bei der Kl&auml;gerin um eine Beteiligungsgesellschaft handele. Das Halten einer Beteiligung an einer grundst&uuml;cksverwaltenden Personengesellschaft schlie&szlig;e die erweiterte K&uuml;rzung aus.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der nach erfolglos durchgef&uuml;hrtem Einspruchsverfahren erhobenen Klage gab das Finanzgericht (FG) mit Urteil vom 6.&nbsp;Mai 2014&nbsp;&nbsp;6&nbsp;K&nbsp;6322\/13 statt. Es entschied, dass das FA die erweiterte K&uuml;rzung nach &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;1 S&auml;tze&nbsp;2&nbsp;ff. GewStG zu Unrecht versagt habe. Die Kl&auml;gerin habe eigenen Grundbesitz verwaltet. Insoweit sei nicht auf das zivilrechtliche Eigentum der A-GbR an den Grundst&uuml;cken E-Stra&szlig;e 98 bis 102 abzustellen, sondern darauf, dass diese als Gesamthandseigentum nach &sect;&nbsp;39 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 der Abgabenordnung (AO) ertragsteuerlich dem Betriebsverm&ouml;gen der Kl&auml;gerin zuzurechnen seien. Die Kl&auml;gerin habe auch keine sch&auml;dlichen Nebent&auml;tigkeiten ausge&uuml;bt. Sie sei zwar nach &sect;&nbsp;709 des B&uuml;rgerlichen Gesetzbuchs (BGB) i.V.m. &sect;&nbsp;4 des Gesellschaftsvertrags der A-GbR zur Gesch&auml;ftsf&uuml;hrung und nach &sect;&nbsp;714 BGB zur Vertretung der GbR berechtigt gewesen, habe diese ihr zustehenden Gesch&auml;ftsf&uuml;hrungs- und Vertretungsbefugnisse bei der A-GbR aber nicht tats&auml;chlich genutzt, denn tats&auml;chlich seien die Gesch&auml;fte der A-GbR durch A und C sowie durch die X-GmbH gef&uuml;hrt worden. Auch wenn hinsichtlich A und C eine Personenidentit&auml;t zur Gesch&auml;ftsf&uuml;hrung der Komplement&auml;r-GmbH der Kl&auml;gerin bestehe, die auch durch weitere Vereinbarungen gesichert worden sei, k&ouml;nne daraus nicht abgeleitet werden, dass A und C dabei f&uuml;r die Kl&auml;gerin t&auml;tig geworden seien. Selbst wenn man aber von einer aktiven Verwaltung des Gesamthandsverm&ouml;gens der A-GbR durch die Kl&auml;gerin ausgehe, sei dies unsch&auml;dlich, da die T&auml;tigkeit unentgeltlich erfolgt sei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit seiner Revision r&uuml;gt das FA die Verletzung materiellen Rechts. Wie der Bundesfinanzhof (BFH) zuletzt in seinem Urteil vom 19.&nbsp;Oktober 2010 I&nbsp;R&nbsp;67\/09 (BFHE 232, 194, BStBl II 2011, 367) entschieden habe, sei &quot;eigener Grundbesitz&quot; i.S. des &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 GewStG nur gegeben, wenn das Grundst&uuml;cksunternehmen (auch) zivilrechtlich Eigent&uuml;mer des Grundbesitzes sei. Die wirtschaftliche Zurechnung zum Betriebsverm&ouml;gen des Grundst&uuml;cksunternehmens sei nicht ausreichend. Danach habe die Kl&auml;gerin durch ihre Beteiligung an der A-GbR keinen eigenen Grundbesitz i.S. des &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 GewStG verwaltet, denn nicht sie, sondern die A-GbR sei zivilrechtliche Eigent&uuml;merin der Grundst&uuml;cke E-Stra&szlig;e 98 bis 102. Zudem habe die Kl&auml;gerin nach den Ausf&uuml;hrungen des BFH in seinem Urteil in BFHE 232, 194, BStBl II 2011, 367 durch das Halten der Beteiligung an der A-GbR eine die Anwendung der erweiterten K&uuml;rzung ausschlie&szlig;ende T&auml;tigkeit ausge&uuml;bt. Die Beteiligung generiere k&uuml;rzungssch&auml;dliche gewerbliche Eink&uuml;nfte und keine beg&uuml;nstigten Eink&uuml;nfte aus Vermietung und Verpachtung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die gegen dieses Urteil vorgebrachten Einw&auml;nde k&ouml;nnten nicht &uuml;berzeugen. Soweit das FG auf &sect;&nbsp;39 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 AO abstelle, sei zu ber&uuml;cksichtigen, dass es nach dieser Vorschrift zu einer Bruchteilsbetrachtung nur komme, soweit eine getrennte Zurechnung f&uuml;r die Besteuerung erforderlich sei. &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;1 S&auml;tze&nbsp;2&nbsp;ff. GewStG erfordere jedoch keine Bruchteilsbetrachtung. Zu Unrecht stelle das FG auf &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;1 der Gewerbesteuer-Durchf&uuml;hrungsverordnung (GewStDV) ab. Denn diese Vorschrift treffe keine Festlegung dahin, ob das Vorliegen von &quot;eigenem Grundbesitz&quot; i.S. des &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 GewStG nach ertragsteuerlichen oder zivilrechtlichen Grunds&auml;tzen zu entscheiden sei, sondern ausschlie&szlig;lich, ob sich die Zugeh&ouml;rigkeit eigenen Grundbesitzes zum Betriebsverm&ouml;gen des Unternehmers nach ertragsteuerlichen oder nach bewertungsrechtlichen Vorschriften richte. Demnach stelle sich die Frage, ob eigener Grundbesitz zum Betriebsverm&ouml;gen des Grundst&uuml;cksunternehmers geh&ouml;re, nur, wenn der Grundbesitz im zivilrechtlichen Eigentum des Unternehmers stehe. Denn die Eigenschaft als &quot;eigener Grundbesitz&quot; i.S. des &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 GewStG und dessen Zugeh&ouml;rigkeit zum Betriebsverm&ouml;gen (&sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;1 GewStDV) seien zweierlei. Danach sei der im zivilrechtlichen Eigentum der A-GbR stehende streitige Grundbesitz dieser als Gesamthand zuzurechnen und nicht der Kl&auml;gerin. Wenn es der Gesetzgeber f&uuml;r die Gew&auml;hrung der erweiterten K&uuml;rzung f&uuml;r ausreichend erachtet h&auml;tte, dass der Grundbesitz lediglich zum Betriebsverm&ouml;gen des Unternehmers geh&ouml;re, auch wenn er zivilrechtlich nicht in seinem Eigentum stehe, h&auml;tte es nahe gelegen, den Wortlaut von Satz&nbsp;1 und Satz&nbsp;2 des &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;1 GewStG identisch zu formulieren.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Soweit das FG auf den Zweck des &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 GewStG hinweise, der darin bestehe, Grundst&uuml;cksunternehmen unabh&auml;ngig von ihrer Rechtsform von der Gewerbesteuer zu entlasten, sei anzumerken, dass die Kl&auml;gerin gerade kein Grundst&uuml;cksunternehmen sei, sondern ein Unternehmen, das eine Beteiligung an einer Grundst&uuml;cksgesellschaft halte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Soweit das FG ausf&uuml;hre, das Halten einer Beteiligung an einer verm&ouml;gensverwaltenden Personengesellschaft k&ouml;nne keine i.S. des &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 GewStG k&uuml;rzungssch&auml;dliche T&auml;tigkeit darstellen, weil die Beteiligung an einer Personengesellschaft kein eigenes Wirtschaftsgut sei, so dass ertragsteuerlich schon keine Beteiligung vorliege, die gehalten werden k&ouml;nne, sondern der Gesellschafter der verm&ouml;gensverwaltenden Gesellschaft deren Wirtschaftsg&uuml;ter unmittelbar halte, sei dem entgegenzuhalten, dass die Wirtschaftsg&uuml;ter lediglich anteilig zu seinem Betriebsverm&ouml;gen geh&ouml;rten, er also die Wirtschaftsg&uuml;ter nicht unmittelbar halte, was im Hinblick auf den Wortlaut des &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 GewStG einen erheblichen Unterschied mache. Zudem sei f&uuml;r die Beurteilung, ob eine k&uuml;rzungssch&auml;dliche T&auml;tigkeit vorliege, entscheidend, dass die Eink&uuml;nfte nur mittelbar durch die Beteiligung an einer Grundst&uuml;cksgesellschaft vermittelt w&uuml;rden und nicht unmittelbar durch die Erzielung von Miet- und Pachteinnahmen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Unter dem 5.&nbsp;Dezember 2014 ist der Gewerbesteuermessbescheid f&uuml;r 2013 ergangen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt sinngem&auml;&szlig;, das angegriffene Urteil, soweit darin der Klage wegen der Gewerbesteuermessbetr&auml;ge f&uuml;r die Jahre 2007 bis 2011 und f&uuml;r Vorauszahlungszwecke 2013 stattgegeben wurde, aufzuheben und die Klage abzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin beantragt sinngem&auml;&szlig;, die Revision als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Entgegen der Auffassung des FA komme es f&uuml;r die Frage, ob &quot;eigener Grundbesitz&quot; i.S. des &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 GewStG vorliege, nicht auf das zivilrechtliche Eigentum an. Nach dem BFH-Urteil vom 3.&nbsp;Februar 2010 IV&nbsp;R&nbsp;26\/07 (BFHE 228, 365, BStBl II 2010, 751) bestimme sich der Umfang eines Gewerbebetriebs nach der nach ertragsteuerlichen Grunds&auml;tzen vorzunehmenden Zuordnung von Betriebsverm&ouml;gen. Auch sei gekl&auml;rt, dass f&uuml;r den gewerblich an einer Zebragesellschaft Beteiligten auf dessen Ebene eine eigenst&auml;ndige Gewinnermittlung nach Ma&szlig;gabe der Bilanzierungsgrunds&auml;tze zu erfolgen habe und er &#8211;anders als die Zebragesellschaft&#8211; danach z.B. auch das Recht habe, bei dauerhaften Wertminderungen seines eigenen anteiligen Grundbesitzes aus der Beteiligung an der Zebragesellschaft Teilwertabschreibungen vorzunehmen. Auf seiner Ebene liege danach eigener, allen Bewertungsregeln zug&auml;nglicher Grundbesitz vor, mit entsprechenden Auswirkungen auf die Gewerbesteuer. Unerheblich sei auch, ob Bruchteilsverm&ouml;gen oder Gesamthandsverm&ouml;gen gegeben sei. Der Umfang eines Gewerbebetriebs bestimme sich also nach ertragsteuerlichen und nicht nach zivilrechtlichen Grunds&auml;tzen. Es stelle sich daher allein die Frage, ob k&uuml;rzungsspezifische &Uuml;berlegungen ein Abweichen von diesem Grundsatz erforderten. Diese Frage habe der I.&nbsp;Senat des BFH bereits in seinem Urteil vom 22.&nbsp;Januar 1992 I&nbsp;R&nbsp;61\/90 (BFHE 167, 144, BStBl II 1992, 628) verneint.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Halten einer Beteiligung sei auch keine sch&auml;dliche Nebent&auml;tigkeit. Ohne den Erhalt einer Gegenleistung sei es insbesondere keine gewerbliche Bet&auml;tigung i.S. des &sect;&nbsp;15 Abs.&nbsp;2 des Einkommensteuergesetzes in der in den Streitjahren geltenden Fassung (EStG). Insoweit unterscheide sich der Streitfall von dem Fall, der dem BFH-Urteil in BFHE 232, 194, BStBl II 2011, 367 zugrunde gelegen habe.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin habe ausschlie&szlig;lich eigenen und nicht auch fremden Grundbesitz verwaltet. Zusammen mit den anderen Eigent&uuml;mern habe sie eine Hausverwaltervollmacht zugunsten der X-GmbH erteilt. Es liege also eine gemeinschaftliche Verwaltung durch alle Mitgesellschafter der A-GbR vor und keine alleinige Verwaltung durch die Kl&auml;gerin.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>    <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td><strong>B. Entscheidungsgr&uuml;nde<\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Senat verneint die Vorlagefrage. Er ist der Ansicht, dass die Beteiligung einer grundst&uuml;cksverwaltenden, gewerblich gepr&auml;gten Personengesellschaft an einer grundst&uuml;cksverwaltenden, nicht gewerblich gepr&auml;gten Personengesellschaft die erweiterte K&uuml;rzung nach &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 GewStG nicht generell ausschlie&szlig;t. Da er damit in entscheidungserheblicher Weise von dem Urteil des I.&nbsp;Senats des BFH in BFHE 232, 194, BStBl II 2011, 367 abweicht und der I.&nbsp;Senat auf Anfrage mit Beschluss vom 28.&nbsp;April 2016 I&nbsp;ER-S&nbsp;4\/16 mitgeteilt hat, dass er an seiner in jenem Urteil niedergelegten Rechtsauffassung festh&auml;lt, legt der IV.&nbsp;Senat die Frage dem Gro&szlig;en Senat des BFH nach &sect;&nbsp;11 Abs.&nbsp;2 der Finanzgerichtsordnung (FGO) zur Entscheidung vor.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Gesetzliche Grundlagen<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Besteuerungsgrundlage f&uuml;r die Gewerbesteuer ist der Gewerbeertrag, d.h. bei einer gewerblich gepr&auml;gten Personengesellschaft der nach den Vorschriften des EStG zu ermittelnde Gewinn aus dem Gewerbebetrieb, vermehrt und vermindert um die in den &sect;&sect;&nbsp;8 und 9 GewStG bezeichneten Betr&auml;ge (&sect;&sect;&nbsp;6, 7 Satz&nbsp;1 GewStG).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;1 Satz 1 GewStG wird die Summe des Gewinns und der Hinzurechnungen um 1,2&nbsp;% des Einheitswerts des zum Betriebsverm&ouml;gen des Unternehmers geh&ouml;renden Grundbesitzes gek&uuml;rzt (sog. einfache K&uuml;rzung). An Stelle der K&uuml;rzung nach Satz&nbsp;1 tritt nach &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 GewStG auf Antrag bei Unternehmen, die ausschlie&szlig;lich eigenen Grundbesitz oder neben eigenem Grundbesitz eigenes Kapitalverm&ouml;gen verwalten und nutzen oder daneben Wohnungsbauten betreuen oder Einfamilienh&auml;user, Zweifamilienh&auml;user oder Eigentumswohnungen errichten und ver&auml;u&szlig;ern, die K&uuml;rzung um den Teil des Gewerbeertrags, der auf die Verwaltung und Nutzung des eigenen Grundbesitzes entf&auml;llt (sog. erweiterte K&uuml;rzung). Dieser Teil des Gewerbeertrags geht also nicht in die Bemessungsgrundlage f&uuml;r die Gewerbesteuer ein und wird so im Ergebnis nicht mit Gewerbesteuer belastet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Bisherige Rechtsprechung<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Beteiligung eines grundst&uuml;cksverwaltenden Unternehmens an einer ebenfalls grundst&uuml;cksverwaltenden, aber gewerblich gepr&auml;gten Personengesellschaft verst&ouml;&szlig;t nach st&auml;ndiger Rechtsprechung des I.&nbsp;Senats des BFH, der sich der VIII.&nbsp;Senat des BFH angeschlossen hat, gegen das Ausschlie&szlig;lichkeitsgebot des &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;1 Satz 2 GewStG. Es fehle an der Verwaltung und Nutzung eigenen Grundbesitzes, weil Wirtschaftsg&uuml;ter, die b&uuml;rgerlich-rechtlich oder wirtschaftlich Gesamthandsverm&ouml;gen einer gewerblich t&auml;tigen oder einer gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;15 Abs.&nbsp;3 Nr.&nbsp;2 EStG gewerblich gepr&auml;gten Personengesellschaft seien, einkommensteuerrechtlich grunds&auml;tzlich zu deren Betriebsverm&ouml;gen und nicht zu dem ihrer Gesellschafter geh&ouml;rten (BFH-Urteile in BFHE 167, 144, BStBl II 1992, 628; vom 30.&nbsp;November 2005 I&nbsp;R&nbsp;54\/04, BFH\/NV 2006, 1148; in BFHE 232, 194, BStBl II 2011, 367; BFH-Beschl&uuml;sse vom 17.&nbsp;Oktober 2002 I&nbsp;R&nbsp;24\/01, BFHE 200, 54, BStBl II 2003, 355; vom 2.&nbsp;Februar 2001 VIII&nbsp;B&nbsp;56\/00, BFH\/NV 2001, 817). Zudem geh&ouml;re das Halten einer solchen Beteiligung nicht zum Katalog der prinzipiell unsch&auml;dlichen T&auml;tigkeiten in &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 GewStG und stehe auch deshalb der erweiterten K&uuml;rzung entgegen (BFH-Urteile in BFHE 167, 144, BStBl II 1992, 628; in BFH 232, 194, BStBl II 2011, 367; in BFH\/NV 2006, 1148; BFH-Beschluss in BFHE 200, 54, BStBl II 2003, 355).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>III. Divergenzentscheidung des I.&nbsp;Senats des BFH<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach dem BFH-Urteil in BFHE 232, 194, BStBl II 2011, 367 soll das auch gelten, wenn die Beteiligung an einer nicht gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;15 Abs.&nbsp;3 Nr.&nbsp;2 EStG gewerblich gepr&auml;gten, verm&ouml;gensverwaltend t&auml;tigen Immobilien-KG besteht; auch dann sei das Halten der Beteiligung eine T&auml;tigkeit, die nicht zu dem abschlie&szlig;enden Katalog an steuerlich unsch&auml;dlichen (Neben-)T&auml;tigkeiten des beteiligten Grundst&uuml;cksunternehmens geh&ouml;re. Da es sich bei der KG um eine sog. Zebragesellschaft handele, erwirtschafte der daran betrieblich beteiligte Gesellschafter in diesem Rahmen k&uuml;rzungssch&auml;dliche gewerbliche Eink&uuml;nfte, nicht aber &#8211;wie die KG&#8211; solche aus Vermietung und Verpachtung. Der von der Untergesellschaft verwaltete und genutzte Immobilienbestand sei trotz des &sect;&nbsp;39 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 AO auch nicht als ausschlie&szlig;lich eigener Grundbesitz der Obergesellschaft anzusehen. Denn bei dem von der Untergesellschaft genutzten Grundbesitz handele es sich um deren Gesamthandsverm&ouml;gen und die bei einer sog. Zebragesellschaft vorzunehmende Einkunftsqualifikation auf Gesellschafterebene f&uuml;hre dazu, dass jedenfalls teilweise von fremdem Grundbesitz ausgegangen werden m&uuml;sse, da der Grundbesitz der grundst&uuml;cksverwaltenden Personengesellschaft nur im Rahmen der Beteiligung an jener Gesellschaft dem Betriebsverm&ouml;gen der Gesellschafter zuzurechnen sei. Gewerbesteuerspezifische &Uuml;berlegungen im Allgemeinen und hierbei k&uuml;rzungsspezifische &Uuml;berlegungen im Besonderen bedingten kein anderes Verst&auml;ndnis; ma&szlig;geblich sei vielmehr (auch) insoweit die zivilrechtliche Grundlegung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>IV. Auffassung des vorlegenden Senats<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach Ansicht des vorlegenden Senats schlie&szlig;t hingegen die Beteiligung an einer grundst&uuml;cksverwaltenden, nicht gewerblich gepr&auml;gten Personengesellschaft die erweiterte K&uuml;rzung nach &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;1 Satz 2 GewStG nicht generell aus (ebenso z.B. Sanna, Deutsches Steuerrecht &#8211;DStR&#8211; 2012, 1365; Schmid\/Mertgen, Finanz-Rundschau &#8211;FR&#8211; 2011, 468; Demleitner, Betriebs-Berater &#8211;BB&#8211; 2010, 1257, und BB 2011, 1190; Fr&ouml;hlich, DStR 2013, 377; Borggr&auml;fe\/Sch&uuml;ppen, Der Betrieb &#8211;DB&#8211; 2012, 1644; Kohlhaas, FR 2015, 397; Rei&szlig; in Kirchhof, EStG, 15.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;15 Rz&nbsp;399c; Fatouros in Hesselmann\/Tillmann\/Mueller-Thuns, Handbuch GmbH &#038; Co.&nbsp;KG, 21.&nbsp;Aufl., Rz&nbsp;2.434; Wienke, DB 2014, 2801; Renner in Bergemann\/Wingler, GewStG, 1.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;9 Rz&nbsp;33; Deloitte\/Paprotny, GewStG, &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;1 Rz&nbsp;31; FG Berlin-Brandenburg, Urteile vom 6.&nbsp;Mai 2014&nbsp;&nbsp;6&nbsp;K&nbsp;6322\/13 und 6&nbsp;K&nbsp;6091\/12 &#8211;Revision anh&auml;ngig unter IV&nbsp;R&nbsp;27\/14&#8211;; FG M&uuml;nchen, Urteile vom 2.&nbsp;M&auml;rz 2009&nbsp;&nbsp;7&nbsp;K 1341\/07, und vom 29.&nbsp;Februar 2016&nbsp;&nbsp;7&nbsp;K&nbsp;1109\/14 &#8211;Revision anh&auml;ngig unter I&nbsp;R&nbsp;21\/16&#8211;, mit zustimmender Anmerkung Forchhammer, Entscheidungen der Finanzgerichte &#8211;EFG&#8211; 2016, 934; so auch noch Gosch, Steuer und Wirtschaft 1992, 350; anderer Ansicht z.B. FG K&ouml;ln, Urteil vom 10.&nbsp;Februar 2011&nbsp;&nbsp;13&nbsp;K&nbsp;2516\/07, 13&nbsp;K&nbsp;4047\/10; Hessisches FG, Urteil vom 7.&nbsp;Mai 2012&nbsp;&nbsp;8&nbsp;K&nbsp;2580\/11 &#8211;Revision anh&auml;ngig unter IV&nbsp;R&nbsp;24\/12&#8211;; Bodden, DStR 2014, 2208; Schnitter in Frotscher\/Maas, KStG\/GewStG\/ UmwStG, &sect;&nbsp;9 GewStG Rz&nbsp;46 und 52a; jetzt auch Bl&uuml;mich\/Gosch, &sect;&nbsp;9 GewStG Rz&nbsp;65, 65c; nicht eindeutig Roser in Lenski\/ Steinberg, Gewerbesteuergesetz, &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;1 Rz&nbsp;113, 113a). Die Beteiligung stellt sich in einem solchen Fall insbesondere als Verwaltung und Nutzung von eigenem Grundbesitz dar (ebenso insoweit Graw, EFG 2012, 1872; wohl auch G&uuml;roff in Glanegger\/ G&uuml;roff, GewStG, 8.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;1 Rz&nbsp;21). Soweit sie im Einzelfall nicht &uuml;ber die Verwaltung des anteilig eigenen Grundbesitzes hinaus geht oder unentgeltlich ist, stellt sie auch keine k&uuml;rzungssch&auml;dliche T&auml;tigkeit dar (anderer Ansicht insoweit Graw, EFG 2012, 1872; G&uuml;roff in Glanegger\/G&uuml;roff, a.a.O., &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;1 Rz&nbsp;25).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Handelt es sich bei der Obergesellschaft um eine grundst&uuml;cksverwaltende, aber gewerblich gepr&auml;gte Gesellschaft, so erzielt sie aufgrund ihrer gewerblichen Pr&auml;gung (&sect;&nbsp;15 Abs.&nbsp;3 Nr.&nbsp;2 EStG) zwar gewerbliche Eink&uuml;nfte, w&auml;hrend die Untergesellschaft verm&ouml;gensverwaltend t&auml;tig ist und Eink&uuml;nfte aus Vermietung und Verpachtung gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;21 EStG erzielt. Dass die ihr zuzurechnenden Eink&uuml;nfte der Untergesellschaft bei der Obergesellschaft in gewerbliche Eink&uuml;nfte umqualifiziert werden, schlie&szlig;t die erweiterte K&uuml;rzung aber nicht aus, weil es gerade deren Funktion ist, nur aufgrund der Rechtsform gewerbliche Eink&uuml;nfte zu entlasten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>33<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Eigener Grundbesitz i.S. des &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;1 Satz 2 GewStG ist der zum Betriebsverm&ouml;gen des Unternehmers geh&ouml;rende Grundbesitz. Die Begriffe &quot;eigener Grundbesitz&quot; i.S. des &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 GewStG und &quot;zum Betriebsverm&ouml;gen des Unternehmers geh&ouml;render Grundbesitz&quot; i.S. des &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 GewStG sind danach bedeutungsgleich. Ob eigener Grundbesitz gegeben ist, bestimmt sich daher nicht nach zivilrechtlichen, sondern nach (ertrag-)steuerrechtlichen Grunds&auml;tzen (so auch &#8211;noch&#8211; BFH-Urteil in BFHE 167, 144, BStBl II 1992, 628; vgl. auch BFH-Urteil vom 3.&nbsp;August 1972 IV&nbsp;R&nbsp;235\/67, BFHE 106, 331, BStBl II 1972, 799; anderer Ansicht jetzt BFH-Urteil in BFHE 232, 194, BStBl II 2011, 367).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>34<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Entgegen der Auffassung des FG ergibt sich dies allerdings nicht bereits aus &sect;&nbsp;20 GewStDV. Nach Abs.&nbsp;1 Satz 1 dieser Vorschrift ist die Frage, ob und inwieweit i.S. des &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;1 GewStG Grundbesitz zum Betriebsverm&ouml;gen des Unternehmers geh&ouml;rt, nach den Vorschriften des EStG oder des K&ouml;rperschaftsteuergesetzes zu entscheiden. Da die erweiterte K&uuml;rzung nach &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 GewStG insofern an &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 GewStG ankn&uuml;pft, als sie nur &quot;an Stelle&quot; der K&uuml;rzung nach Satz&nbsp;1 in Anspruch genommen werden kann, kommt sie nur f&uuml;r Unternehmen in Betracht, die grunds&auml;tzlich auch die Voraussetzungen des &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 GewStG erf&uuml;llen. Erforderlich ist daher auch f&uuml;r die erweiterte K&uuml;rzung nach &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 GewStG jedenfalls, dass der Grundbesitz zum Betriebsverm&ouml;gen des Unternehmers geh&ouml;rt. Ob Satz&nbsp;2 mit dem Erfordernis &quot;eigenen&quot; Grundbesitzes lediglich das Tatbestandsmerkmal der Zugeh&ouml;rigkeit zum Betriebsverm&ouml;gen des Unternehmers wiederholen will oder aber das zus&auml;tzliche Erfordernis zivilrechtlichen Eigentums aufstellen soll, l&auml;sst sich &sect;&nbsp;20 GewStDV daher nicht entnehmen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>35<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Dass &quot;eigener Grundbesitz&quot; i.S. des &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;1 Satz 2 GewStG der &quot;zum Betriebsverm&ouml;gen des Unternehmers geh&ouml;rende Grundbesitz&quot; ist, ergibt sich aus einer teleologischen wie auch aus einer systematischen Auslegung des &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;1 GewStG. Das so gefundene Auslegungsergebnis vermeidet zudem Gleichheitsverst&ouml;&szlig;e, die sich ergeben, wenn man den Begriff &quot;eigener&quot; Grundbesitz in &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 GewStG nach zivilrechtlichen Grunds&auml;tzen auslegt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>36<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Ma&szlig;gebend f&uuml;r die Interpretation eines Gesetzes ist der in ihm zum Ausdruck kommende objektivierte Wille des Gesetzgebers (vgl. z.B. Beschluss des Bundesverfassungsgerichts &#8211;BVerfG&#8211; vom 9.&nbsp;November 1988&nbsp;&nbsp;1&nbsp;BvR&nbsp;243\/86, BVerfGE 79, 106, unter B.II.1., m.w.N.; BFH-Urteil vom 18.&nbsp;Dezember 2014 IV&nbsp;R&nbsp;22\/12, BFHE 248, 354, BStBl II 2015, 606, Rz&nbsp;24, m.w.N.). Der Feststellung des zum Ausdruck gekommenen objektivierten Willens des Gesetzgebers dienen die Auslegung aus dem Wortlaut der Norm (grammatikalische Auslegung), aus dem Zusammenhang (systematische Auslegung), aus ihrem Zweck (teleologische Auslegung) sowie aus den Gesetzesmaterialien und der Entstehungsgeschichte (historische Auslegung); zur Erfassung des Inhalts einer Norm darf sich der Richter dieser verschiedenen Auslegungsmethoden gleichzeitig und nebeneinander bedienen (z.B. BFH-Urteil vom 1.&nbsp;Dezember 1998 VII&nbsp;R&nbsp;21\/97, BFHE 187, 177, m.w.N.). Insbesondere bei der Auslegung einer Norm aus ihrem Wortlaut ist zu ber&uuml;cksichtigen, dass diese nur eine von mehreren anerkannten Auslegungsmethoden ist, zu denen &#8211;wie ausgef&uuml;hrt&#8211; auch die systematische Auslegung z&auml;hlt. Nach Letzterer ist darauf abzustellen, dass einzelne Rechtss&auml;tze, die der Gesetzgeber in einen sachlichen Zusammenhang gebracht hat, grunds&auml;tzlich so zu interpretieren sind, dass sie logisch miteinander vereinbar sind. Ziel jeder Auslegung ist die Feststellung des Inhalts einer Norm, wie er sich aus dem Wortlaut und dem Sinnzusammenhang ergibt, in den sie hineingestellt ist (vgl. BFH-Urteile vom 9.&nbsp;April 2008 II&nbsp;R&nbsp;39\/06, BFH\/NV 2008, 1529, und in BFHE 248, 354, BStBl II 2015, 606, Rz&nbsp;24, m.w.N.). Gegen seinen Wortlaut ist die Auslegung eines Gesetzes allerdings nur ausnahmsweise m&ouml;glich, wenn die wortgetreue Auslegung zu einem sinnwidrigen Ergebnis f&uuml;hrt, das vom Gesetzgeber nicht beabsichtigt sein kann, oder wenn sonst anerkannte Auslegungsmethoden dies verlangen (z.B. BFH-Urteil vom 21.&nbsp;Oktober 2010 IV&nbsp;R&nbsp;23\/08, BFHE 231, 544, BStBl II 2011, 277, Rz&nbsp;23, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>37<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Lassen der Wortlaut, die Entstehungsgeschichte, der Gesamtzusammenhang der einschl&auml;gigen Regelungen und deren Sinn und Zweck mehrere Deutungen zu, von denen eine zu einem verfassungsgem&auml;&szlig;en Ergebnis f&uuml;hrt, so ist diese geboten (z.B. BVerfG-Beschluss vom 9.&nbsp;August 1978&nbsp;&nbsp;2&nbsp;BvR&nbsp;831\/76, BVerfGE 49, 148, unter B.I.2.b). Art.&nbsp;20 Abs.&nbsp;3 des Grundgesetzes (GG) verpflichtet die Gerichte, nach &quot;Gesetz und Recht&quot; zu entscheiden. Eine bestimmte Auslegungsmethode (oder gar eine reine Wortinterpretation) schreibt die Verfassung nicht vor (z.B. BVerfG-Beschluss vom 30.&nbsp;M&auml;rz 1993&nbsp;&nbsp;1&nbsp;BvR&nbsp;1045\/89, 1&nbsp;BvR&nbsp;1381\/90, 1&nbsp;BvL&nbsp;11\/90, BVerfGE 88, 145, unter C.II.1.; BFH-Urteil vom 20.&nbsp;September 2012 IV&nbsp;R&nbsp;36\/10, BFHE 238, 429, BStBl II 2013, 498, Rz&nbsp;67).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>38<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Der Wortlaut des &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;1 Satz 2 GewStG ist offen und steht der hier vertretenen Auslegung des Begriffs &quot;eigener Grundbesitz&quot; als &quot;zum Betriebsverm&ouml;gen des Unternehmers geh&ouml;render Grundbesitz&quot; daher nicht entgegen. Das Gesetz spricht von &quot;eigenem&quot; Grundbesitz des Unternehmens und nicht von &quot;im zivilrechtlichen Eigentum&quot; des Unternehmens stehendem Grundbesitz. Der Begriff &quot;eigen&quot; ist auch nicht etwa gleichbedeutend mit &quot;im zivilrechtlichen Eigentum stehend&quot;. Vielmehr verwendet der Gesetzgeber das Wort &quot;eigen&quot; allgemein i.S. von &quot;einer Person (einem Steuerpflichtigen, einem Unternehmen etc.) zuzurechnen&quot;. Das kann gleichbedeutend mit zivilrechtlichem Eigentum sein, muss es aber nicht. So spricht z.B. &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;2 EStG vom &quot;eigenen Betriebsverm&ouml;gen des Steuerpflichtigen&quot; und meint damit ersichtlich kein &quot;zivilrechtliches Eigentum&quot;. Ebenso wenig wird mit einem &quot;eigenen Hausstand&quot; i.S. des &sect;&nbsp;9 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 Nr.&nbsp;5 EStG an das zivilrechtliche Eigentum angekn&uuml;pft. So hat auch der I.&nbsp;Senat des BFH den Begriff &quot;eigener Grundbesitz&quot; in seinem Urteil in BFHE 167, 144, BStBl II 1992, 628 noch ausdr&uuml;cklich als bedeutungsgleich mit dem Begriff &quot;zum Betriebsverm&ouml;gen des Unternehmers geh&ouml;render Grundbesitz&quot; bezeichnet und dementsprechend nicht darauf abgestellt, wem Wirtschaftsg&uuml;ter nach zivilrechtlichen Grunds&auml;tzen zuzurechnen sind, sondern darauf, wem sie einkommensteuerrechtlich zuzurechnen sind (ebenso noch im BFH-Beschluss in BFHE 200, 54, BStBl II 2003, 355). Weshalb der I.&nbsp;Senat des BFH an dieser Auffassung nicht mehr festh&auml;lt, l&auml;sst sich der Divergenzentscheidung in BFHE 232, 194, BStBl II 2011, 367 ebenso wenig entnehmen wie eine Begr&uuml;ndung daf&uuml;r, dass der Begriff &quot;eigener&quot; Grundbesitz nach zivilrechtlichen Grunds&auml;tzen zu bestimmen sei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>39<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) F&uuml;r die hier vertretene Auslegung, dass &quot;eigener Grundbesitz&quot; i.S. des &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;1 Satz 2 GewStG bedeutungsgleich mit dem in Satz&nbsp;1 der Vorschrift verwendeten Begriff &quot;zum Betriebsverm&ouml;gen des Unternehmers geh&ouml;render Grundbesitz&quot; ist, sprechen Sinn und Zweck der erweiterten K&uuml;rzung nach &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 GewStG. Die Vorschrift soll bestimmte Grundst&uuml;cksunternehmen beg&uuml;nstigen, die nach der Art ihrer T&auml;tigkeit nicht gewerbesteuerpflichtig w&auml;ren und die es nur aufgrund ihrer Rechtsform sind (z.B. BFH-Urteile in BFHE 248, 354, BStBl II 2015, 606, Rz&nbsp;30; vom 18.&nbsp;April 2000 VIII&nbsp;R&nbsp;68\/98, BFHE 192, 100, BStBl II 2001, 359; vom 28.&nbsp;Juni 1973 IV&nbsp;R&nbsp;97\/72, BFHE 109, 459, BStBl II 1973, 688). Sie kn&uuml;pft dabei allerdings insofern an &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 GewStG an, als sie nur in Betracht kommt f&uuml;r Unternehmen, die grunds&auml;tzlich auch die Voraussetzungen des &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 GewStG erf&uuml;llen. Denn sie kann nur &quot;an Stelle&quot; der K&uuml;rzung nach Satz&nbsp;1 in Anspruch genommen werden. Insoweit geht es &#8211;ebenso wie bei der einfachen K&uuml;rzung nach &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 GewStG&#8211; auch bei der erweiterten K&uuml;rzung nach Satz&nbsp;2 dieser Vorschrift im Ausgangspunkt (zumindest auch) darum, die Doppelbelastung mit Grundsteuer und Gewerbesteuer zu vermeiden. Insofern will &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 GewStG nicht generell Unternehmen beg&uuml;nstigen, die allein nach der Art ihrer T&auml;tigkeit nicht gewerbesteuerpflichtig w&auml;ren und die es nur aufgrund ihrer Rechtsform sind, sondern nur derartige Grundst&uuml;cksunternehmen (vgl. BFH-Urteil in BFHE 106, 331, BStBl II 1972, 799, unter II.3.; BFH-Beschluss vom 12.&nbsp;November 2009 IV&nbsp;B&nbsp;8\/09, BFH\/NV 2010, 464). Hierf&uuml;r kommt es aber nicht darauf an, ob der Grundbesitz, den die betreffende Gesellschaft verwaltet und nutzt, in ihrem zivilrechtlichen Eigentum steht oder nicht, sondern allein darauf, ob der Grundbesitz &#8211;wie &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 GewStG dies ausdr&uuml;cklich voraussetzt&#8211; &quot;zum Betriebsverm&ouml;gen des Unternehmers&quot; geh&ouml;rt. Es ist nicht ersichtlich, dass der Gesetzgeber die Voraussetzungen f&uuml;r die erweiterte K&uuml;rzung insoweit gegen&uuml;ber den Voraussetzungen f&uuml;r die einfache K&uuml;rzung versch&auml;rfen wollte. Dies gilt insbesondere auch im Hinblick darauf, dass eine Beurteilung &quot;eigenen Grundbesitzes&quot; nach zivilrechtlichen Grunds&auml;tzen dazu f&uuml;hren w&uuml;rde, dass gerade die Eink&uuml;nfte aus der Beteiligung an einer nicht gewerblich gepr&auml;gten, grundst&uuml;cksverwaltenden Personengesellschaft gewerbesteuerpflichtig blieben. Denn f&uuml;r sie k&auml;me, anders als f&uuml;r die Eink&uuml;nfte aus der Beteiligung an einer gewerblich gepr&auml;gten, grundst&uuml;cksverwaltenden Personengesellschaft (vgl. BFH-Urteil in BFH\/NV 2006, 1148, unter II.3.a, am Ende), auch die K&uuml;rzung nach &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;2 GewStG nicht zur Anwendung. Selbst wenn man davon ausgeht, dass es sich bei der erweiterten K&uuml;rzung nach &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 GewStG um eine steuerliche Beg&uuml;nstigung handelt, die der Gesetzgeber von engen tatbestandlichen Voraussetzungen abh&auml;ngig machen darf (vgl. BFH-Urteil in BFHE 232, 194, BStBl II 2011, 367, und BFH-Beschluss in BFHE 200, 54, BStBl II 2003, 355), ist nicht ersichtlich, dass der Gesetzgeber durch eine entsprechende Ausgestaltung dieser Norm gerade die Eink&uuml;nfte aus der Beteiligung an einer nicht gewerblich gepr&auml;gten, grundst&uuml;cksverwaltenden Personengesellschaft (endg&uuml;ltig) mit Gewerbesteuer belastet wissen wollte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>40<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>dd) Auch eine systematische Auslegung spricht daf&uuml;r, dass der Begriff &quot;eigener&quot; Grundbesitz i.S. des &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 GewStG nicht nach zivilrechtlichen, sondern nach steuerrechtlichen Grunds&auml;tzen zu bestimmen ist. Durch das Jahressteuergesetz 2009 vom 19.&nbsp;Dezember 2008 (BGBl I 2008, 2794) wurde in &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;5 GewStG eine Nr.&nbsp;1a eingef&uuml;gt. Danach gilt die erweiterte K&uuml;rzung nicht, soweit der Gewerbeertrag Verg&uuml;tungen i.S. des &sect;&nbsp;15 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 EStG enth&auml;lt, die der Gesellschafter von der Gesellschaft (u.a.) f&uuml;r die &Uuml;berlassung von Wirtschaftsg&uuml;tern, mit Ausnahme der &Uuml;berlassung von Grundbesitz, bezogen hat. Nach dieser Vorschrift werden also die in die Gewerbeertragsermittlung und damit auch in die erweiterte K&uuml;rzung grunds&auml;tzlich einzubeziehenden Sonderverg&uuml;tungen von der erweiterten K&uuml;rzung ausgenommen, mit Ausnahme der Sonderverg&uuml;tungen aus Grundst&uuml;cks&uuml;berlassungen an die Gesellschaft.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>41<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>&Uuml;berl&auml;sst der Gesellschafter der Gesellschaft ein in seinem Eigentum stehendes Grundst&uuml;ck zur Nutzung, so wird dieses Grundst&uuml;ck steuerliches Sonderbetriebsverm&ouml;gen des Gesellschafters bei der Gesellschaft. Es geh&ouml;rt damit steuerrechtlich zum Betriebsverm&ouml;gen der Gesellschaft, bleibt aber weiterhin zivilrechtliches Eigentum des Gesellschafters. K&auml;me es f&uuml;r die erweiterte K&uuml;rzung nach &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;1 S&auml;tze&nbsp;2&nbsp;ff. GewStG darauf an, dass der von der Gesellschaft genutzte Grundbesitz in ihrem zivilrechtlichen Eigentum steht, liefe &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;5 Nr.&nbsp;1a GewStG ins Leere. Denn die Gesellschaft nutzte insoweit fremdes Eigentum und w&uuml;rde damit bei diesem Verst&auml;ndnis des &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 GewStG nicht &quot;ausschlie&szlig;lich eigenen Grundbesitz&quot; nutzen, so dass die Gew&auml;hrung der erweiterten K&uuml;rzung schon dem Grunde nach nicht m&ouml;glich w&auml;re. &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;5 Nr.&nbsp;1a GewStG kann also nur dann eine Regelungswirkung entfalten, wenn sich der Begriff &quot;eigener&quot; Grundbesitz nicht nach zivilrechtlichen Grunds&auml;tzen, sondern danach richtet, ob der Grundbesitz dem Betriebsverm&ouml;gen des Unternehmers zuzuordnen ist (&auml;hnlich Fr&ouml;hlich, DStR 2013, 377; auch Roser in Lenski\/Steinberg, a.a.O., &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;1 Rz&nbsp;113a; anderer Ansicht, aber ohne Begr&uuml;ndung, Schnitter in Frotscher\/Maas, a.a.O., &sect;&nbsp;9 GewStG Rz&nbsp;52a, und Bl&uuml;mich\/Gosch, &sect;&nbsp;9 GewStG Rz&nbsp;65c).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>42<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Soweit der I.&nbsp;Senat des BFH in seinem Beschluss vom 28.&nbsp;April 2016 I&nbsp;ER-S 4\/16 ausf&uuml;hrt, man k&ouml;nne &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;5 Nr.&nbsp;1a GewStG auch dahin deuten, dass die Vorschrift den Inhalt des Tatbestandsmerkmals &quot;eigener Grundbesitz&quot; konstitutiv und punktuell ausweite, ohne zugleich die streitgegenst&auml;ndliche Fallgestaltung durch allgemeine Erstreckung auf steuerrechtliches Betriebsverm&ouml;gen zu erfassen, l&auml;sst sich ein entsprechender Wille des Gesetzgebers nach Ansicht des vorlegenden Senats weder dem Wortlaut der Norm noch ihrer Entstehungsgeschichte entnehmen. Mit der neu in &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;5 GewStG eingef&uuml;gten Nr.&nbsp;1a verfolgte der Gesetzgeber das Ziel, steuerliche Gestaltungen im Zusammenhang mit der erweiterten K&uuml;rzung f&uuml;r Grundst&uuml;cksunternehmen in der Rechtsform der Personengesellschaft zu verhindern. Es geht dabei um Gestaltungen, nach denen Ertr&auml;ge, die die Gesellschaft gewerbesteuerpflichtigen Dritten f&uuml;r erbrachte Leistungen zahlt, in den K&uuml;rzungsumfang einbezogen werden, weil der Dritte Gesellschafter der Gesellschaft ist (BTDrucks 16\/10189, S.&nbsp;73). Gew&auml;hrt z.B. eine Bank einer grundst&uuml;cksverwaltenden Personengesellschaft ein Darlehen, so geh&ouml;ren die daraus erzielten Darlehenszinsen zum Gewerbeertrag der Bank und unterliegen bei ihr der Gewerbesteuer. Beteiligt sich die Bank (und sei es auch nur mit einem minimalen Anteil) mitunternehmerisch an der Gesellschaft, f&uuml;hrt dies dazu, dass die Darlehenszinsen nach &sect;&nbsp;15 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 Halbsatz&nbsp;2 EStG als Sonderverg&uuml;tungen qualifiziert und damit zwar in die gewerbesteuerliche Bemessungsgrundlage nach &sect;&nbsp;7 GewStG einbezogen werden, aber ohne die Regelung in &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;5 Nr.&nbsp;1a GewStG bei der Gesellschaft nach &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 GewStG im Ergebnis gewerbesteuerfrei gestellt w&uuml;rden, zugleich jedoch bei der Bank nach &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;2 GewStG zu k&uuml;rzen sind, weil sie bereits bei der Gesellschaft bei der Ermittlung des Gewinns nach &sect;&nbsp;7 GewStG angesetzt wurden. Im Ergebnis w&uuml;rden die Darlehenszinsen dann nicht mit Gewerbesteuer belastet (vgl. zu einem solchen Fall z.B. FG D&uuml;sseldorf, Urteil vom 18.&nbsp;Juni 2007&nbsp;&nbsp;17&nbsp;K&nbsp;923\/05&nbsp;F). Um dieses Ergebnis zu vermeiden, sieht &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;5 Nr.&nbsp;1a GewStG nun vor, dass Sonderverg&uuml;tungen eines Gesellschafters von der erweiterten K&uuml;rzung ausgeschlossen werden, also bei der Gesellschaft mit Gewerbesteuer belastet werden. Von diesem Grundsatz nimmt das Gesetz lediglich Sonderverg&uuml;tungen f&uuml;r die &Uuml;berlassung von Grundbesitz an die Gesellschaft aus, da sie &quot;die Kernt&auml;tigkeit der Gesellschaft umfassen&quot; (BTDrucks 16\/10189, S.&nbsp;73). Hinsichtlich solcher Verg&uuml;tungen bleibt es also bei dem Grundsatz, dass sie in die erweiterte K&uuml;rzung nach &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 GewStG einbezogen werden und somit im Ergebnis nicht (weder bei der Gesellschaft noch beim Gesellschafter &#8211; f&uuml;r ihn gilt &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;2 GewStG) mit Gewerbesteuer belastet werden. Insoweit hei&szlig;t es in der Begr&uuml;ndung des Gesetzentwurfs (BTDrucks 16\/10189, S.&nbsp;73): &quot;Hierzu wird die erweiterte K&uuml;rzung auf Ebene der grundbesitzverwaltenden Personengesellschaft in Bezug auf Sonderverg&uuml;tungen des Mitunternehmers dahingehend eingeschr&auml;nkt, dass nur die Sonderverg&uuml;tungen in die erweiterte K&uuml;rzung einzubeziehen sind, die auf die &Uuml;berlassung von Grundbesitz an die Gesellschaft entfallen, d.h. die die Kernt&auml;tigkeit der Gesellschaft umfassen. Soweit der Mitunternehmer der Gesellschaft Darlehen &uuml;berl&auml;sst oder andere Leistungen wie zum Beispiel Beratungsleistungen erbringt, wird die erweiterte K&uuml;rzung ausgeschlossen&quot;.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>43<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dass der Gesetzgeber mit der durch &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;5 Nr.&nbsp;1a GewStG erfolgenden Einschr&auml;nkung der Beg&uuml;nstigung der erweiterten K&uuml;rzung den Inhalt des Tatbestandsmerkmals &quot;eigener Grundbesitz&quot; &quot;konstitutiv und punktuell ausweiten&quot; wollte, ist nach Ansicht des vorlegenden Senats danach nicht ersichtlich. Vielmehr spricht auch die neu in &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;5 GewStG eingef&uuml;gte Nr.&nbsp;1a daf&uuml;r, dass der Gesetzgeber mit &quot;eigenem&quot; Grundbesitz i.S. des &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 GewStG den &quot;zum Betriebsverm&ouml;gen des Unternehmers geh&ouml;renden&quot; Grundbesitz meint, zu dem auch der im zivilrechtlichen Eigentum des Gesellschafters stehende, an die Gesellschaft zur Nutzung &uuml;berlassene Grundbesitz geh&ouml;rt, und die Regelung in Satz&nbsp;5 Nr.&nbsp;1a lediglich der Verhinderung missbr&auml;uchlicher Gestaltungen dient.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>44<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>ee) Die hier vertretene Auffassung vermeidet schlie&szlig;lich auch Gleichheitsverst&ouml;&szlig;e, die sich bei der vom I.&nbsp;Senat des BFH vertretenen Auslegung des Begriffs &quot;eigener Grundbesitz&quot; ergeben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>45<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Selbst wenn man, wie der I.&nbsp;Senat des BFH, davon ausgeht, dass es sich bei der erweiterten K&uuml;rzung nach &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 GewStG um eine verfassungsrechtlich nicht gebotene Beg&uuml;nstigung handelt, ist der Gesetzgeber bei ihrer rechtlichen Umsetzung nicht vollst&auml;ndig frei. Er darf eine solche Verg&uuml;nstigung zwar grunds&auml;tzlich von engen Voraussetzungen abh&auml;ngig machen, ist dabei aber gleichwohl an die Voraussetzungen des Gleichheitssatzes des Art.&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 GG gebunden. Nach Ansicht des vorlegenden Senats f&uuml;hrt eine Auslegung des Begriffs &quot;eigener&quot; Grundbesitz als &quot;im zivilrechtlichen Eigentum stehender&quot; Grundbesitz im Hinblick auf den Zweck der erweiterten K&uuml;rzung jedenfalls in den folgenden zwei F&auml;llen zu einer nicht gerechtfertigten Ungleichbehandlung gleichartiger Sachverhalte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>46<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(1) Eine gewerblich gepr&auml;gte Personengesellschaft P, die Eink&uuml;nfte aus der Vermietung eines Grundst&uuml;cks erzielt, das in ihrem Eigentum steht, erzielt dem Grunde nach Eink&uuml;nfte aus Vermietung und Verpachtung, die nach &sect;&nbsp;15 Abs.&nbsp;3 Nr.&nbsp;2 EStG allerdings als gewerbliche Eink&uuml;nfte gelten, wegen der erweiterten K&uuml;rzung nach &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 GewStG jedoch im Ergebnis nicht mit Gewerbesteuer belastet werden. Beschlie&szlig;t P nun &#8211;wie im Streitfall&#8211;, die gleiche T&auml;tigkeit nicht selbst, sondern zusammen mit anderen auszu&uuml;ben und gr&uuml;ndet deshalb zusammen mit diesen eine (nicht gewerblich gepr&auml;gte) Gesellschaft (Untergesellschaft), die das den Gesellschaftern zur gesamten Hand geh&ouml;rende Grundst&uuml;ck vermietet, erzielt sie als Gesellschafterin dieser rein verm&ouml;gensverwaltenden Gesellschaft dem Grunde nach ebenfalls Eink&uuml;nfte aus Vermietung und Verpachtung, die nach &sect;&nbsp;15 Abs.&nbsp;3 Nr.&nbsp;2 EStG bei ihr als gewerbliche Eink&uuml;nfte erfasst werden. Da der Grundbesitz aber zivilrechtlich nicht in ihrem, sondern im Eigentum der Untergesellschaft steht, findet &#8211;ausgehend von der Auslegung des I.&nbsp;Senats des BFH&#8211; die erweiterte K&uuml;rzung nach &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 GewStG keine Anwendung. Auch &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;2 GewStG kommt nicht zur Anwendung, da der P als Gesellschafterin der rein verm&ouml;gensverwaltenden Untergesellschaft keine &quot;Anteile am Gewinn einer &#8230; Gesellschaft, bei der die Gesellschafter als Unternehmer (Mitunternehmer) &#8230; anzusehen sind&quot;, zuflie&szlig;en. Ihre Eink&uuml;nfte bleiben also endg&uuml;ltig mit Gewerbesteuer belastet. Obwohl es also in beiden F&auml;llen dem Grunde nach um Eink&uuml;nfte der P aus Vermietung und Verpachtung geht, die bei ihr nur deshalb als gewerbliche Eink&uuml;nfte erfasst werden, weil sie eine gewerblich gepr&auml;gte Personengesellschaft ist, werden die Eink&uuml;nfte hinsichtlich der Belastung mit Gewerbesteuer unterschiedlich behandelt. Ber&uuml;cksichtigt man den Zweck der Regelung des &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 GewStG, der insbesondere darin besteht, solche Grundst&uuml;cksunternehmen zu beg&uuml;nstigen, die nach der Art ihrer T&auml;tigkeit nicht gewerbesteuerpflichtig w&auml;ren und die es nur aufgrund ihrer Rechtsform sind, ist kein sachlicher Grund f&uuml;r die dargestellte unterschiedliche Belastung der P mit Gewerbesteuer ersichtlich.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>47<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(2) Beteiligt sich eine gewerblich gepr&auml;gte, grundst&uuml;cksverwaltende Personengesellschaft an einer anderen gewerblich gepr&auml;gten, grundst&uuml;cksverwaltenden Personengesellschaft, so werden die aus der Vermietung des Grundbesitzes erzielten Eink&uuml;nfte im Ergebnis nicht mit Gewerbesteuer belastet &#8211; die Untergesellschaft kann die erweiterte K&uuml;rzung nach &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 GewStG in Anspruch nehmen, die Obergesellschaft die K&uuml;rzung nach &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;2 GewStG. Beteiligt sich die gewerblich gepr&auml;gte, grundst&uuml;cksverwaltende Personengesellschaft hingegen &#8211;wie im Streitfall&#8211; an einer nicht gewerblich gepr&auml;gten, grundst&uuml;cksverwaltenden Personengesellschaft, so werden die Eink&uuml;nfte aus der Vermietung des im Gesamthandseigentum der Untergesellschaft stehenden Grundst&uuml;cks mit Gewerbesteuer belastet, denn die Obergesellschaft erf&uuml;llt &#8211;ausgehend von der Auslegung des I.&nbsp;Senats des BFH&#8211;, wie unter (1) bereits dargelegt weder die Voraussetzungen der K&uuml;rzung nach &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 GewStG noch die der K&uuml;rzung nach &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;2 GewStG. Ein sachlicher Grund f&uuml;r diese Ungleichbehandlung ist ebenfalls nicht ersichtlich.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>48<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(3) Legt man hingegen den Begriff &quot;eigener&quot; Grundbesitz als &quot;zum Betriebsverm&ouml;gen des Unternehmers geh&ouml;render&quot; Grundbesitz aus, kommt man in dem jeweils dargestellten Vergleichsfall (der dem Streitfall entspricht) dazu, dass die erweiterte K&uuml;rzung nach &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 GewStG nicht generell ausgeschlossen ist, und damit zu einer Gleichbehandlung der im Hinblick auf den Zweck des &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 GewStG nach Ansicht des Senats auch gleich zu behandelnden F&auml;lle (s. unter B.IV.3. und 4.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>49<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>ff) Angesichts der dargestellten Gr&uuml;nde, die f&uuml;r die hier vertretene Auslegung des Begriffs &quot;eigener&quot; Grundbesitz sprechen, kommt dem Umstand, dass der Gesetzgeber in zwei aufeinanderfolgenden S&auml;tzen der gleichen Norm keine gleiche Wortwahl getroffen hat, keine Bedeutung zu. Bei dem Tatbestandsmerkmal &quot;eigener&quot; Grundbesitz in &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 GewStG handelt es sich nach Ansicht des Senats vielmehr lediglich um einen pr&auml;gnanten und zusammenfassenden Begriff des in Satz&nbsp;1 der Vorschrift genannten Tatbestandsmerkmals &quot;zum Betriebsverm&ouml;gen des Unternehmers geh&ouml;render&quot; Grundbesitz (ebenso bereits Kohlhaas, FR 2015, 397; anderer Ansicht der I.&nbsp;Senat des BFH in seinem Beschluss vom 28.&nbsp;April 2016 I&nbsp;ER-S&nbsp;4\/16).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>50<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Ob und inwieweit Grundbesitz zum Betriebsverm&ouml;gen des Unternehmers geh&ouml;rt, richtet sich nach den Vorschriften des EStG. Dies ergibt sich aus &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 GewStDV, denn die Begriffe &quot;zum Betriebsverm&ouml;gen des Unternehmers geh&ouml;render Grundbesitz&quot; in &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 GewStG und &quot;eigener Grundbesitz&quot; sind, wie dargelegt, bedeutungsgleich (ebenso Borggr&auml;fe\/ Sch&uuml;ppen, DB 2012, 1644 &lt;1645&gt;).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>51<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Einkommensteuerrechtlich geh&ouml;ren Wirtschaftsg&uuml;ter, die b&uuml;rgerlich-rechtlich oder wirtschaftlich Gesamthandsverm&ouml;gen einer gewerblich t&auml;tigen Personengesellschaft sind, grunds&auml;tzlich zu deren Betriebsverm&ouml;gen und nicht &#8211;auch nicht anteilig&#8211; zum Betriebsverm&ouml;gen eines an einer solchen Gesellschaft betrieblich Beteiligten. Insoweit wird &sect;&nbsp;39 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 AO durch &sect;&nbsp;15 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 Halbsatz&nbsp;1 EStG verdr&auml;ngt (z.B. BFH-Urteil vom 26.&nbsp;April 2012 IV&nbsp;R&nbsp;44\/09, BFHE 237, 453, BStBl II 2013, 142, m.w.N.). Dies gilt auch f&uuml;r gewerblich gepr&auml;gte Personengesellschaften, da sie &#8211;obwohl nicht gewerblich t&auml;tig&#8211; nach &sect;&nbsp;15 Abs.&nbsp;3 Nr.&nbsp;2 EStG als Gewerbebetrieb gelten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>52<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Anders verh&auml;lt es sich bei einer verm&ouml;gensverwaltenden Personengesellschaft. Hier erfolgt gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;39 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 AO f&uuml;r Zwecke der Einkommensbesteuerung eine Zurechnung des Gesamthandsverm&ouml;gens bei den beteiligten Gesellschaftern nach Bruchteilen. Dem liegt die Vorstellung zugrunde, dass eine getrennte Zurechnung nach &sect;&nbsp;39 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 AO f&uuml;r die Besteuerung erforderlich ist, weil die Gesamthandsgemeinschaft selbst nicht Schuldnerin der Einkommensteuer ist, aber den Besteuerungstatbestand erf&uuml;llt. &sect;&nbsp;39 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 AO wird bei verm&ouml;gensverwaltenden Personengesellschaften auch nicht durch &sect;&nbsp;15 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 Halbsatz&nbsp;1 EStG verdr&auml;ngt (z.B. BFH-Urteil vom 27.&nbsp;Juli 2004 IX&nbsp;R&nbsp;20\/03, BFHE 206, 444, BStBl II 2005, 33, unter II.2.b&nbsp;aa&nbsp;(1)). Kommt &sect;&nbsp;39 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 AO zur Anwendung, ist &#8211;f&uuml;r Zwecke der steuerrechtlichen Beurteilung&#8211; die Existenz des Gesamthandsverm&ouml;gens zu negieren und (gedanklich) in Bruchteilsberechtigungen (&sect;&sect;&nbsp;741&nbsp;ff. BGB), also in unmittelbare Anteilsrechte der Gesellschafter an den Wirtschaftsg&uuml;tern der Gesamthand zu konvertieren (Wacker, DStR 2005, 2014 &lt;2015&gt;; Schmidt\/Wacker, EStG, 35.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;15 Rz&nbsp;201; vgl. auch BFH-Urteil in BFHE 237, 453, BStBl II 2013, 142). Wird ein Gesellschaftsanteil an einer verm&ouml;gensverwaltenden Personengesellschaft von einem Gesellschafter im Betriebsverm&ouml;gen gehalten, f&uuml;hrt dies daher dazu, dass die Anteile an den Wirtschaftsg&uuml;tern der verm&ouml;gensverwaltenden Gesellschaft bei dem Gesellschafter Betriebsverm&ouml;gen sind (z.B. Beschluss des Gro&szlig;en Senats des BFH vom 11.&nbsp;April 2005 GrS&nbsp;2\/02, BFHE 209, 399, BStBl II 2005, 679, unter C.2.; BFH-Urteil in BFHE 237, 453, BStBl II 2013, 142). Es handelt sich also insoweit i.S. des &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 GewStG um &quot;eigenen Grundbesitz&quot; und nicht um &quot;fremden Grundbesitz kraft Zurechnung nach &sect;&nbsp;39 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 AO&quot; (anderer Ansicht z.B. Schnitter in Frotscher\/Maas, a.a.O., &sect;&nbsp;9 GewStG Rz&nbsp;52a).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>53<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Soweit die Beteiligung im Einzelfall nicht &uuml;ber die Verwaltung des anteilig eigenen Grundbesitzes hinausgeht, stellt sie auch keine k&uuml;rzungssch&auml;dliche T&auml;tigkeit dar.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>54<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Stellt sich die Beteiligung an einer grundst&uuml;cksverwaltenden, nicht gewerblich gepr&auml;gten Personengesellschaft als Verwaltung eigenen Grundbesitzes dar, kann diese &quot;T&auml;tigkeit&quot; als solche nicht zugleich eine sch&auml;dliche T&auml;tigkeit &quot;Halten einer Beteiligung&quot; sein, die zur Versagung der erweiterten K&uuml;rzung f&uuml;hrt (&auml;hnlich Demleitner, BB 2011, 1190; Borggr&auml;fe\/Sch&uuml;ppen, DB&nbsp;2012, 1644).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>55<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Nach st&auml;ndiger Rechtsprechung ist der Gesellschaftsanteil an einer Personengesellschaft kein (eigenst&auml;ndiges) immaterielles Wirtschaftsgut. Die gesellschaftsrechtliche Beteiligung verk&ouml;rpert nach &sect;&nbsp;39 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 AO vielmehr die quotale Berechtigung des Gesellschafters an den zum Gesamthandsverm&ouml;gen geh&ouml;renden Wirtschaftsg&uuml;tern (z.B. Beschluss des Gro&szlig;en Senats des BFH vom 25.&nbsp;Februar 1991 GrS&nbsp;7\/89, BFHE 163, 1, BStBl&nbsp;II&nbsp;1991, 691; BFH-Urteil in BFHE 237, 453, BStBl II 2013, 142).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>56<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Dahinstehen kann, welche Bedeutung dem Umstand zukommt, dass &sect;&nbsp;39 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 AO f&uuml;r mitunternehmerische Personengesellschaften durch &sect;&nbsp;15 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 Halbsatz&nbsp;1 EStG verdr&auml;ngt wird, wenn es darum geht, ob ein an einer gewerblich gepr&auml;gten, grundst&uuml;cksverwaltenden Personengesellschaft Beteiligter die erweiterte K&uuml;rzung nach &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 GewStG in Anspruch nehmen kann (das Halten einer Beteiligung an einer gewerblich gepr&auml;gten, grundst&uuml;cksverwaltenden Personengesellschaft ist nach Ansicht des I. und des VIII.&nbsp;Senats des BFH k&uuml;rzungssch&auml;dlich, vgl. die Nachweise oben unter B.II.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>57<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Jedenfalls h&auml;lt aufgrund des &sect;&nbsp;39 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 AO der an einer grundst&uuml;cksverwaltenden, <em>nicht<\/em> gewerblich gepr&auml;gten Personengesellschaft Beteiligte keine Beteiligung an dieser Gesellschaft, sondern unmittelbar (anteilig) deren Wirtschaftsg&uuml;ter; er &uuml;bt danach keine T&auml;tigkeit &quot;Halten einer Beteiligung&quot; aus, die, da sie nicht als unsch&auml;dliche T&auml;tigkeit in &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 GewStG aufgef&uuml;hrt ist, der erweiterten K&uuml;rzung entgegen stehen k&ouml;nnte. Auch insoweit weicht der vorlegende Senat von dem Urteil des I.&nbsp;Senats des BFH in BFHE 232, 194, BStBl II 2011, 367 ab.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>58<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Allerdings kann sich aus der Art der Beteiligung an einer grundst&uuml;cksverwaltenden, nicht gewerblich gepr&auml;gten Personengesellschaft eine k&uuml;rzungssch&auml;dliche T&auml;tigkeit ergeben. Insoweit kommt es darauf an, ob und ggf. welche Aufgaben der Beteiligte bei der Gesellschaft &uuml;bernimmt (vgl. Fr&ouml;hlich, DStR 2013, 377 &lt;380&nbsp;f.&gt;).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>59<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) F&uuml;hrt der Beteiligte die Gesch&auml;fte der Gesellschaft zusammen mit allen anderen Beteiligten (gemeinschaftliche Gesch&auml;ftsf&uuml;hrung gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;709 BGB), verwaltet er ausschlie&szlig;lich eigenen und nicht auch teilweise fremden Grundbesitz.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>60<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(1) F&uuml;r die Bruchteilsgemeinschaft hat der BFH bereits entschieden, dass die gemeinschaftliche Verwaltung des Grundbesitzes durch alle Miteigent&uuml;mer der Anwendung der erweiterten K&uuml;rzung nach &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 GewStG nicht entgegensteht. Die gemeinschaftliche Verwaltung entspreche der grunds&auml;tzlichen Regelung von Miteigentumsverh&auml;ltnissen in &sect;&nbsp;744 Abs.&nbsp;1 BGB. Gegenstand der gemeinschaftlichen Verwaltung und Nutzung seien nicht die Miteigentumsanteile, sondern das gemeinschaftliche Grundst&uuml;ck. Die Teilnahme an der gemeinschaftlichen Verwaltung stelle die Aus&uuml;bung der Rechte aus dem eigenen Miteigentumsanteil dar, nicht aber zugleich die Verwaltung des fremden Miteigentumsanteils (BFH-Urteil vom 9.&nbsp;Februar 1966 I&nbsp;173\/63, BFHE 85, 115, BStBl III 1966, 253).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>61<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(2) Da im Anwendungsbereich des &sect;&nbsp;39 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 AO f&uuml;r Zwecke der Besteuerung die Existenz des Gesamthandsverm&ouml;gens negiert und in Bruchteilsberechtigungen der einzelnen Beteiligten konvertiert wird, gelten diese Grunds&auml;tze f&uuml;r die an einer grundst&uuml;cksverwaltenden, nicht gewerblich gepr&auml;gten Personengesellschaft Beteiligten gleicherma&szlig;en (anderer Ansicht BFH-Urteil in BFHE 232, 194, BStBl II 2011, 367). Der an einer grundst&uuml;cksverwaltenden, nicht gewerblich gepr&auml;gten Personengesellschaft Beteiligte verwaltet daher insoweit i.S. des &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 GewStG &quot;eigenen Grundbesitz&quot; und nicht, auch nicht anteilig, &quot;fremden Grundbesitz&quot;.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>62<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Gibt es einen gesch&auml;ftsf&uuml;hrenden Beteiligten, so &uuml;ben die &uuml;brigen Beteiligten in Bezug auf den Grundbesitz keine Verwaltungst&auml;tigkeit, insbesondere keine Verwaltung fremden Grundbesitzes aus, die k&uuml;rzungssch&auml;dlich w&auml;re.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>63<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) (Teilweise) fremden Grundbesitz verwaltet allerdings der Beteiligte, der in der Gesellschaft zur alleinigen Wahrnehmung ma&szlig;geblicher Verwaltungsrechte in Bezug auf den Grundbesitz berechtigt ist, wie z.B. der gesch&auml;ftsf&uuml;hrende Gesellschafter einer GbR oder der gesch&auml;ftsf&uuml;hrende Kommanditist einer (nicht gewerblich gepr&auml;gten) GmbH &#038; Co. KG.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>64<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Auch eine derartige Mitverwaltung fremden Grundbesitzes ist allerdings nur dann k&uuml;rzungssch&auml;dlich, wenn sie entgeltlich erfolgt. Der Wortlaut des &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 GewStG k&ouml;nnte zwar daf&uuml;r sprechen, dass jede darin nicht ausdr&uuml;cklich als erlaubt aufgef&uuml;hrte T&auml;tigkeit k&uuml;rzungssch&auml;dlich ist, selbst wenn sie unentgeltlich erfolgt. Da die erweiterte K&uuml;rzung allerdings auf Ertr&auml;ge abstellt, ist nicht die weitere T&auml;tigkeit als solche, sondern es sind nur etwaige Ertr&auml;ge aus dieser T&auml;tigkeit k&uuml;rzungssch&auml;dlich (Roser in Lenski\/Steinberg, a.a.O., &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;1 Rz&nbsp;126; FG Berlin-Brandenburg, Urteile vom 6.&nbsp;Mai 2014&nbsp;&nbsp;6&nbsp;K&nbsp;6322\/13 und 6&nbsp;K&nbsp;6091\/12). Eine Mitverwaltung fremden Grundbesitzes ist daher nur k&uuml;rzungssch&auml;dlich, wenn sie entgeltlich erfolgt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>65<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>V. Entscheidungserheblichkeit der Vorlagefrage<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>66<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Ist einer grundst&uuml;cksverwaltenden, nur kraft ihrer Rechtsform gewerbliche Eink&uuml;nfte erzielenden (Ober-)Gesellschaft die sog. erweiterte K&uuml;rzung nach &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 GewStG auch dann nicht zu gew&auml;hren, wenn sie an einer grundst&uuml;cksverwaltenden, nicht gewerblich gepr&auml;gten (Unter-)Personengesellschaft beteiligt ist, weil der Begriff &quot;eigener&quot; Grundbesitz nach zivilrechtlichen Grunds&auml;tzen zu bestimmen ist und die Obergesellschaft danach keinen (ausschlie&szlig;lich) eigenen Grundbesitz nutzt oder weil eine solche Beteiligung als k&uuml;rzungssch&auml;dlich anzusehen ist, hat die Revision des FA Erfolg. Sie f&uuml;hrt zur Aufhebung des angegriffenen Urteils und zur Abweisung der Klage. Denn bei der Kl&auml;gerin handelt es sich um eine grundst&uuml;cksverwaltende, gewerblich gepr&auml;gte und damit nur kraft ihrer Rechtsform gewerbliche Eink&uuml;nfte erzielende Gesellschaft, die sich an einer grundst&uuml;cksverwaltenden, nicht gewerblich gepr&auml;gten Personengesellschaft &#8211;der A-GbR&#8211; beteiligt hat. Ihr w&auml;re danach die erweiterte K&uuml;rzung nach &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 GewStG nicht zu gew&auml;hren, so dass das insoweit anders lautende Urteil des FG (hinsichtlich des Gewerbesteuermessbetrags 2013 schon aus anderen Gr&uuml;nden, dazu unten B.V.2.) aufzuheben und die Klage insgesamt (d.h. auch hinsichtlich des Streitjahres 2013) abzuweisen w&auml;re.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>67<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Ist der Begriff &quot;eigener&quot; Grundbesitz in &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 GewStG hingegen als &quot;zum Betriebsverm&ouml;gen des Unternehmers geh&ouml;render Grundbesitz&quot; auszulegen und stellt sich die Beteiligung an einer grundst&uuml;cksverwaltenden, nicht gewerblich gepr&auml;gten Personengesellschaft auch nicht generell als k&uuml;rzungssch&auml;dliche T&auml;tigkeit dar, ist die Revision hinsichtlich der Streitjahre 2007 bis 2011 unbegr&uuml;ndet. Hinsichtlich des Streitjahres 2013 ist sie zwar begr&uuml;ndet, f&uuml;hrt insoweit aber nur zur Aufhebung des angegriffenen Urteils und zur Zur&uuml;ckverweisung der Sache an das FG zur anderweitigen Verhandlung und Entscheidung:<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>68<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Hinsichtlich der Streitjahre 2007 bis 2011 ist die Revision unbegr&uuml;ndet, da das FG die Gewerbesteuermessbescheide f&uuml;r diese Streitjahre zu Recht dahin ge&auml;ndert hat, dass es die Gewerbesteuermessbetr&auml;ge nach Anwendung des &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 GewStG jeweils auf 0&nbsp;EUR festgesetzt hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>69<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach den Feststellungen des FG bezog die Kl&auml;gerin in diesen Streitjahren neben den Ertr&auml;gen aus der Beteiligung an der A-GbR lediglich noch in geringem Umfang Zinseinnahmen. Sie hat damit in den Streitjahren eigenen Grundbesitz i.S. des &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 GewStG verwaltet und daneben keine sch&auml;dlichen T&auml;tigkeiten entfaltet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>70<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Legt man den Begriff &quot;eigener Grundbesitz&quot; i.S. des &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;1 Satz 2 GewStG als den &quot;zum Betriebsverm&ouml;gen des Unternehmers geh&ouml;renden Grundbesitz&quot; aus, stellt sich die Beteiligung der Kl&auml;gerin an der A-GbR als Verwaltung und Nutzung eigenen Grundbesitzes dar. Bei der A-GbR handelt es sich um eine grundst&uuml;cksverwaltende, nicht gewerblich gepr&auml;gte Personengesellschaft, f&uuml;r die dementsprechend Eink&uuml;nfte aus Vermietung und Verpachtung festgestellt wurden. Die zivilrechtlich der Kl&auml;gerin und der B-GbR als Eigentum zur gesamten Hand geh&ouml;renden Grundst&uuml;cke der A-GbR waren der Kl&auml;gerin daher f&uuml;r Zwecke der Besteuerung nach &sect;&nbsp;39 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 AO im Wege der Bruchteilsbetrachtung anteilig zuzurechnen und geh&ouml;rten insoweit zu ihrem Betriebsverm&ouml;gen. Insoweit hat die Kl&auml;gerin &quot;eigenen Grundbesitz&quot; verwaltet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>71<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Die Kl&auml;gerin hat in den Streitjahren auch keine sch&auml;dlichen Nebent&auml;tigkeiten entfaltet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>72<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(1) Das Erzielen von Zinseinnahmen stellt sich als Nutzung und Verwaltung eigenen Kapitalverm&ouml;gens dar und ist eine nach &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;1 Satz 2 GewStG unsch&auml;dliche Nebent&auml;tigkeit.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>73<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(2) Die Kl&auml;gerin hat auch nicht anteilig fremden Grundbesitz verwaltet. Zwar kamen A und C, den Gesch&auml;ftsf&uuml;hrern der ihrerseits die Gesch&auml;fte der Kl&auml;gerin f&uuml;hrenden Komplement&auml;r-GmbH (auch) bei der A-GbR in nicht unerheblichem Umfang Verwaltungs- und Gesch&auml;ftsf&uuml;hrungsbefugnisse zu. Revisionsrechtlich nicht zu beanstanden ist aber die Wertung des FG, dass A und C diese Befugnisse bei der A-GbR nicht f&uuml;r die Kl&auml;gerin wahrnahmen. Abgesehen davon hat die Kl&auml;gerin f&uuml;r eine etwaige Verwaltungs- und Gesch&auml;ftsf&uuml;hrungst&auml;tigkeit bei der A-GbR nach den Feststellungen des FG jedenfalls kein Entgelt erhalten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>74<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Hinsichtlich des Gewerbesteuermessbetrags 2013 ist das Urteil des FG zwar unabh&auml;ngig von der Beantwortung der Vorlagefrage bereits aus verfahrensrechtlichen Gr&uuml;nden aufzuheben, da der w&auml;hrend des Revisionsverfahrens ergangene Gewerbesteuermessbescheid f&uuml;r 2013 vom 5.&nbsp;Dezember 2014 an die Stelle des im FG-Verfahren angegriffenen Bescheids f&uuml;r Zwecke der Vorauszahlungen zur Gewerbesteuer f&uuml;r 2013 vom 5.&nbsp;Oktober 2012 getreten ist (vgl. BFH-Urteil vom 23.&nbsp;April 2009 IV&nbsp;R&nbsp;73\/06, BFHE 225, 343, BStBl II 2010, 40). Damit liegt dem FG-Urteil ein nicht mehr existierender Bescheid mit der Folge zugrunde, dass das FG-Urteil keinen Bestand haben kann (z.B. BFH-Urteil vom 12.&nbsp;Dezember 2013 IV&nbsp;R&nbsp;17\/10, BFHE 244, 23, BStBl II 2014, 316). Die Sache ist jedoch nicht spruchreif und daher an das FG zur anderweitigen Verhandlung und Entscheidung zur&uuml;ckzuverweisen. Denn es fehlen die Feststellungen, die dem Senat die Entscheidung erm&ouml;glichen w&uuml;rden, auf welchen Betrag der nach &sect;&nbsp;68 Satz&nbsp;1 FGO zum Gegenstand des Verfahrens gewordene Bescheid &uuml;ber die Festsetzung des Gewerbesteuermessbetrags unter Ber&uuml;cksichtigung des &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 GewStG abzu&auml;ndern ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Vorlagebeschluss vom 21.7.2016, IV R 26\/14ECLI:DE:BFH:2016:B.210716.IVR26.14.0 Vorlage an den Gro&szlig;en Senat des BFH zur Frage der Gew&auml;hrung der sog. erweiterten K&uuml;rzung nach &sect; 9 Nr. 1 Satz 2 GewStG f&uuml;r eine grundst&uuml;cksverwaltende, gewerblich gepr&auml;gte Personengesellschaft bei Beteiligung an einer grundst&uuml;cksverwaltenden, nicht gewerblich gepr&auml;gten Personengesellschaft Leits&auml;tze Dem Gro&szlig;en Senat des BFH wird gem&auml;&szlig; &sect; 11 &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/iv-r-26-14-vorlage-an-den-grossen-senat-des-bfh-zur-frage-der-gewaehrung-der-sog-erweiterten-kuerzung-nach-par-9-nr-1-satz-2-gewstg-fuer-eine-grundstuecksverwaltende-gewerblich-gepraegte-personengesel\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">IV&nbsp;R&nbsp;26\/14 &#8211; Vorlage an den Gro&szlig;en Senat des BFH zur Frage der Gew&auml;hrung der sog. erweiterten K&uuml;rzung nach &sect; 9 Nr. 1 Satz 2 GewStG f&uuml;r eine grundst&uuml;cksverwaltende, gewerblich gepr&auml;gte Personengesellschaft bei Beteiligung an einer grundst&uuml;cksverwaltenden, nicht gewerblich gepr&auml;gten Personengesellschaft<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-66271","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/66271","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=66271"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/66271\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=66271"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=66271"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=66271"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}