{"id":66277,"date":"2017-01-18T12:21:10","date_gmt":"2017-01-18T10:21:10","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=66277"},"modified":"2017-01-18T12:21:10","modified_gmt":"2017-01-18T10:21:10","slug":"iv-r-19-13-aufgabe-eines-landwirtschaftlichen-betriebs-durch-uebertragung-der-grundstuecke-auf-mehrere-erben","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/iv-r-19-13-aufgabe-eines-landwirtschaftlichen-betriebs-durch-uebertragung-der-grundstuecke-auf-mehrere-erben\/","title":{"rendered":"IV&nbsp;R&nbsp;19\/13 &#8211; Aufgabe eines landwirtschaftlichen Betriebs durch &Uuml;bertragung der Grundst&uuml;cke auf mehrere Erben"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 14.7.2016, IV R 19\/13<br \/>ECLI:DE:BFH:2016:U.140716.IVR19.13.0<\/p>\n<p class=\"titel\">Aufgabe eines landwirtschaftlichen Betriebs durch &Uuml;bertragung der Grundst&uuml;cke auf mehrere Erben<\/p>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Auf die Revision der Kl&auml;ger wird das Urteil des Finanzgerichts Rheinland-Pfalz vom 20. M&auml;rz 2013&nbsp;&nbsp;1 K 1729\/11 aufgehoben.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Sache wird an das Finanzgericht Rheinland-Pfalz zur&uuml;ckverwiesen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Diesem wird die Entscheidung &uuml;ber die Kosten des Revisionsverfahrens &uuml;bertragen.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>    <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Die Kl&auml;ger und Revisionskl&auml;ger sind Gesamtrechtsnachfolger ihrer w&auml;hrend des Revisionsverfahrens verstorbenen Mutter (M). Diese war ihrerseits gemeinsam mit ihrem Sohn, dem Kl&auml;ger zu 1., Erbin ihres im Jahr 1987 verstorbenen Ehemanns (K). K hatte bis zu seinem Tod einen land- und forstwirtschaftlichen Betrieb unterhalten, der aus verpachteten Ackerfl&auml;chen und selbst bewirtschafteten Weinbaufl&auml;chen bestand. Nach dem Tod von K erkl&auml;rte M weiter Eink&uuml;nfte aus Land- und Forstwirtschaft in ihren Einkommensteuererkl&auml;rungen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Durch eine Anzeige des Notars erfuhr der Beklagte und Revisionsbeklagte (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) davon, dass die aus M und dem Kl&auml;ger zu 1. bestehende Erbengemeinschaft das unbebaute Grundst&uuml;ck B-Stra&szlig;e mit Vertrag vom 11.&nbsp;Dezember 2006 f&uuml;r 152.000&nbsp;EUR verkauft hatte. Nachdem die Erbengemeinschaft trotz Aufforderung des FA f&uuml;r das Jahr 2006 (Streitjahr) keine Erkl&auml;rung zur gesonderten und einheitlichen Feststellung der Eink&uuml;nfte 2006 abgegeben hatte, erlie&szlig; das FA gegen&uuml;ber der Erbengemeinschaft unter dem 18.&nbsp;November 2008 einen unter dem Vorbehalt der Nachpr&uuml;fung stehenden Bescheid f&uuml;r das Jahr 2006 &uuml;ber die gesonderte und einheitliche Feststellung von Besteuerungsgrundlagen, in dem Eink&uuml;nfte aus Land- und Forstwirtschaft in H&ouml;he von &#8230;&nbsp;EUR festgestellt wurden. Diese Eink&uuml;nfte ergaben sich ausschlie&szlig;lich aus der Ver&auml;u&szlig;erung des Grundst&uuml;cks, die folgenderma&szlig;en berechnet und als Gewinn des Wirtschaftsjahrs 2006\/2007 je zur H&auml;lfte den Jahren 2006 und 2007 zugerechnet wurden:<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table class=\"Rsp\">\n<tr>\n<th colspan=\"2\" rowspan=\"1\" valign=\"top\"><\/th>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">Ver&auml;u&szlig;erungspreis<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\">152.000&nbsp;EUR<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"bottom\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\">abzgl. Buchwert nach &sect;&nbsp;55 des Einkommensteuergesetzes (EStG)<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"bottom\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\"><span style=\"text-decoration:underline\">&nbsp;&nbsp;&#8230;&nbsp;EUR<\/span><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">Gewinn<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\">&#8230;&nbsp;EUR<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Erbengemeinschaft erhob hiergegen Einspruch mit der Begr&uuml;ndung, das Grundst&uuml;ck habe zum Privatverm&ouml;gen geh&ouml;rt. Unter dem 14.&nbsp;April 2011 erging ein nach &sect;&nbsp;164 Abs.&nbsp;2 der Abgabenordnung ge&auml;nderter Feststellungsbescheid f&uuml;r 2006, in dem die Eink&uuml;nfte um den Gewinn aus der Verpachtung von zum Betriebsverm&ouml;gen gerechneten Grundst&uuml;cken von 270&nbsp;EUR (1\/2 von 540&nbsp;EUR im Wirtschaftsjahr 2006\/2007) erh&ouml;ht wurden. Mit Einspruchsentscheidung vom 12.&nbsp;Mai 2011 wies das FA den Einspruch als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ck.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit dem verkauften Grundst&uuml;ck hatte es folgende Bewandtnis:<\/p>\n<p>Das Grundst&uuml;ck B-Stra&szlig;e ging 1976 zusammen mit zwei anderen Baugrundst&uuml;cken aus der Umlegung des damaligen Ackergrundst&uuml;cks A-Stra&szlig;e hervor. Jenes Ackergrundst&uuml;ck war Bestandteil des seit dem Tod des Vaters von K (J) im Jahr 1968 von der Mutter (P) fortgef&uuml;hrten Betriebs. P hatte dieses Grundst&uuml;ck im Jahr 1973 auf ihren Sohn K und ihre Tochter zu je 1\/2&nbsp;Miteigentumsanteil &uuml;bertragen. Ob das Grundst&uuml;ck von P selbst bewirtschaftet wurde oder ob es ab 1968 an den Bauern H verpachtet war, ist zwischen den Beteiligten streitig. Vor 1968 war das Grundst&uuml;ck allerdings unstreitig von J selbst bewirtschaftet worden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Eink&uuml;nfte des K aus Land- und Forstwirtschaft wurden seit 1973 nach Durchschnittss&auml;tzen gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;13a EStG ermittelt. In den Anlagen L zu den Einkommensteuererkl&auml;rungen von K und M ab 1973 wurden keine verpachteten Fl&auml;chen angegeben. Erst seit 1979 wurden alle Ackerfl&auml;chen als verpachtet erkl&auml;rt. Die Kl&auml;ger tragen vor, die betreffende Ackerfl&auml;che sei seit 1968 an den Landwirt H bzw. sp&auml;ter an dessen Sohn verpachtet gewesen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Klage, mit der weiter geltend gemacht wurde, das verkaufte Grundst&uuml;ck sei nicht Betriebsverm&ouml;gen gewesen, wies das Finanzgericht (FG) als unbegr&uuml;ndet ab. Das Grundst&uuml;ck B-Stra&szlig;e sei im Zeitpunkt des Verkaufs Betriebsverm&ouml;gen der Erbengemeinschaft gewesen. Das Vorg&auml;ngergrundst&uuml;ck A-Stra&szlig;e sei mit der &Uuml;bertragung von P auf ihre Kinder nicht Privatverm&ouml;gen geworden. Aus den Einkommensteuererkl&auml;rungen der Eheleute ergebe sich, dass in den Veranlagungszeitr&auml;umen 1970 bis 1972 Zupachtungen von P stattgefunden h&auml;tten. Ab dem Veranlagungszeitraum 1973 sei ein Zugang der selbst bewirtschafteten Eigentumsfl&auml;che in H&ouml;he von 1,5&nbsp;ha erkl&auml;rt und die selbst bewirtschaftete Fl&auml;che mit 5,25&nbsp;ha angegeben worden. Dieser Zugang sei mit den von P durch Schenkung erworbenen Eigentumsfl&auml;chen zu erkl&auml;ren. In dieser als selbst bewirtschaftetes Eigentum angegebenen Fl&auml;che sei auch der Anteil an der Fl&auml;che A-Stra&szlig;e enthalten; nur so seien die Fl&auml;chenangaben zu erkl&auml;ren.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im weiteren Verlauf des Verfahrens ist unter dem 24.&nbsp;Mai 2013 ein ge&auml;nderter Feststellungsbescheid f&uuml;r 2006 ergangen, mit dem der Gewinn um Erschlie&szlig;ungskosten f&uuml;r das Grundst&uuml;ck vermindert und die Eink&uuml;nfte aus Land- und Forstwirtschaft auf &#8230;&nbsp;EUR festgestellt worden sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit ihrer Revision r&uuml;gen die Kl&auml;ger die Verletzung formellen und materiellen Rechts.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Sie beantragen,<br \/>das angefochtene Urteil des FG aufzuheben und den Bescheid f&uuml;r 2006 &uuml;ber die gesonderte und einheitliche Feststellung von Besteuerungsgrundlagen vom 24.&nbsp;Mai 2013 mit der Ma&szlig;gabe abzu&auml;ndern, dass die Eink&uuml;nfte aus Land- und Forstwirtschaft auf 270&nbsp;EUR festgestellt werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt,<br \/>die Revision zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Revision ist zul&auml;ssig und begr&uuml;ndet. Sie f&uuml;hrt zur Aufhebung des angefochtenen Urteils und Zur&uuml;ckverweisung der Sache an das FG zur anderweitigen Verhandlung und Entscheidung (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;). Im zweiten Rechtsgang sind noch Feststellungen zur H&ouml;he des Teilwerts des im Streitjahr ver&auml;u&szlig;erten Grundst&uuml;cks bei dessen Einlage in das Betriebsverm&ouml;gen im Jahr 1973 zu treffen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Die Revision ist zul&auml;ssig.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Zul&auml;ssigkeit der Revision steht nicht entgegen, dass in der Revisionsbegr&uuml;ndung vom 16.&nbsp;Juli 2013 kein ausdr&uuml;cklicher Revisionsantrag gestellt worden ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach &sect;&nbsp;120 Abs.&nbsp;3 Nr.&nbsp;1 FGO muss die Revisionsbegr&uuml;ndung die Erkl&auml;rung enthalten, inwieweit das Urteil angefochten und dessen Aufhebung beantragt wird (Revisionsantr&auml;ge). Nach st&auml;ndiger h&ouml;chstrichterlicher Rechtsprechung kann auf einen f&ouml;rmlichen Revisionsantrag aber verzichtet werden, wenn sich aus der Revisionsbegr&uuml;ndung das Prozessbegehren des Revisionskl&auml;gers unzweifelhaft ergibt (z.B. Urteile des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 17.&nbsp;Juli 2013 X&nbsp;R&nbsp;31\/12, BFHE 242, 209, BStBl II 2013, 1015, Rz&nbsp;20; vom 22.&nbsp;Oktober 2015 IV&nbsp;R&nbsp;7\/13, BFHE 251, 335, BStBl II 2016, 219, Rz&nbsp;17). Im Streitfall geht aus der Revisionsbegr&uuml;ndung das Prozessbegehren, im Gewinnfeststellungsbescheid f&uuml;r das Streitjahr die Eink&uuml;nfte aus Land- und Forstwirtschaft um den Gewinn aus der Ver&auml;u&szlig;erung des in Rede stehenden Bauplatzes zu vermindern, deutlich hervor.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Die Revision ist auch begr&uuml;ndet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Das angefochtene Urteil ist bereits aus verfahrensrechtlichen Gr&uuml;nden aufzuheben, da sich w&auml;hrend des Revisionsverfahrens der Verfahrensgegenstand, &uuml;ber dessen Rechtm&auml;&szlig;igkeit das FG zu entscheiden hatte, ge&auml;ndert hat (&sect;&nbsp;127 FGO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FG hat &uuml;ber den Gewinnfeststellungsbescheid f&uuml;r 2006 vom 14.&nbsp;April 2011 in Gestalt der Einspruchsentscheidung vom 12.&nbsp;Mai 2011 entschieden. An dessen Stelle ist w&auml;hrend des Revisionsverfahrens der &Auml;nderungsbescheid vom 24.&nbsp;Mai 2013 getreten, der nach &sect;&nbsp;121 Satz&nbsp;1 i.V.m. &sect;&nbsp;68 Satz&nbsp;1 FGO Gegenstand des Verfahrens geworden ist. Damit liegt dem FG-Urteil ein nicht mehr existierender Bescheid zugrunde. Das angefochtene Urteil ist daher gegenstandslos geworden und aufzuheben (vgl. BFH-Urteil vom 28.&nbsp;Mai 2015 IV&nbsp;R&nbsp;27\/12, BFHE 249, 544, BStBl II 2015, 837).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Das FG hat im Ergebnis zu Recht angenommen, dass der Bauplatz B-Stra&szlig;e zum land- und forstwirtschaftlichen Betriebsverm&ouml;gen der Erbengemeinschaft geh&ouml;rt hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Das Grundst&uuml;ck kann nicht unter Fortf&uuml;hrung des damaligen Buchwerts aus dem urspr&uuml;nglich von J und nach dessen Tod von seiner Erbin P gef&uuml;hrten Betrieb in das Betriebsverm&ouml;gen des K &uuml;bergegangen sein. Die Grundst&uuml;cksfl&auml;che, aus der sp&auml;ter der Bauplatz B-Stra&szlig;e hervorgegangen ist, geh&ouml;rte urspr&uuml;nglich zu dem landwirtschaftlichen Betrieb des J und nach seinem Tod im Jahr 1968 zu dem landwirtschaftlichen Betrieb seiner Erbin P. Dieser Betrieb ist durch die &Uuml;bertragung der landwirtschaftlichen Grundst&uuml;cke im Umfang von 1&nbsp;007&nbsp;qm auf die Tochter, im Umfang von 10&nbsp;752&nbsp;qm auf den Sohn K sowie des Grundst&uuml;cks A-Stra&szlig;e mit einer Gr&ouml;&szlig;e von 6&nbsp;285&nbsp;qm auf die beiden Kinder zu Bruchteilseigentum zerschlagen und damit von P aufgegeben worden. Das Grundst&uuml;ck wurde dadurch zu Privatverm&ouml;gen und ist als solches auf K &uuml;bertragen worden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(1) Nach der Rechtsprechung des Senats wird ein landwirtschaftlicher Betrieb aufgegeben, wenn die landwirtschaftlichen Fl&auml;chen nach dem Tod des Betriebsinhabers auf die Erben aufgeteilt (BFH-Urteil vom 26.&nbsp;September 2013 IV&nbsp;R&nbsp;16\/10) oder wenn im Wege vorweggenommener Erbfolge die Betriebsgrundst&uuml;cke auf mehrere nicht mitunternehmerschaftlich verbundene Einzelrechtsnachfolger &uuml;bertragen werden (BFH-Urteil vom 16.&nbsp;Dezember 2009 IV&nbsp;R&nbsp;7\/07, BFHE 228, 59, BStBl II 2010, 431). Von einer solchen Betriebszerschlagung ist die &Uuml;bertragung eines durch Entnahme von Grundst&uuml;cken zur Abfindung von weichenden Erben verkleinerten Betriebs abzugrenzen, die nach &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;3 EStG (fr&uuml;her und im hier zu beurteilenden Jahr noch geltend: &sect;&nbsp;7 Abs.&nbsp;1 der Einkommensteuer-Durchf&uuml;hrungsverordnung &#8211;EStDV a.F.&#8211;) unter Fortf&uuml;hrung der Buchwerte stattfindet. Gegenstand der &Uuml;bertragung nach &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;3 EStG bzw. &sect;&nbsp;7 Abs.&nbsp;1 EStDV a.F. ist die betriebliche Sachgesamtheit in dem Umfang, den sie im Zeitpunkt des wirtschaftlichen &Uuml;bergangs hat. Vorherige Ver&auml;nderungen des Betriebsverm&ouml;gens, etwa in Gestalt von Entnahmen oder Ver&auml;u&szlig;erungen, stehen der Buchwertfortf&uuml;hrung nicht entgegen, sofern diese nicht den Untergang der Sachgesamtheit als funktionsf&auml;hige betriebliche Einheit bewirkt haben (BFH-Urteile vom 2.&nbsp;August 2012 IV&nbsp;R&nbsp;41\/11, BFHE 238, 135, und vom 9.&nbsp;Dezember 2014 IV&nbsp;R&nbsp;29\/14, BFHE 247, 449).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(2) Bei Anwendung dieser Grunds&auml;tze ist die Annahme des FG, P habe zwei Betriebe &uuml;bertragen, n&auml;mlich einen selbst bewirtschafteten Betrieb auf K und einen Verpachtungsbetrieb bestehend aus der Parzelle A-Stra&szlig;e auf beide Kinder als Mitunternehmer, rechtsfehlerhaft. Besteht der Betrieb in der Hand des &Uuml;bertragenden nicht aus mehreren Teilbetrieben, existiert nur eine zum Buchwert &uuml;bertragbare Sachgesamtheit. Es ist danach ausgeschlossen, dass von P zwei Betriebe zum Buchwert &uuml;bertragen wurden, denn P und deren Rechtsvorg&auml;nger J hatten nur einen Betrieb, der auch nicht aus mehreren Teilbetrieben bestand. Nach den getroffenen Feststellungen geht der Senat vielmehr davon aus, dass keine betriebliche Sachgesamtheit &uuml;bertragen worden ist. Die auf K &uuml;bertragenen Grundst&uuml;cke machten nur etwa 65&nbsp;% der gesamten Grundst&uuml;cksfl&auml;che aus, die ihrerseits wiederum teils Weinbaufl&auml;che und teils Ackerland war. Bewegliche Wirtschaftsg&uuml;ter wurden ausweislich des Vertrags nicht mit &uuml;bertragen. Die Hofstelle konnte zudem von K nicht als Betriebsleiterwohnung genutzt werden, weil sich P an dem gesamten Wohnraum im Erdgeschoss ein lebenslanges Nutzungsrecht vorbehalten hatte. Ausgeschlossen werden kann andererseits auch, dass P einen verkleinerten Betrieb zur&uuml;ckbehalten hat, denn P verblieben keine betrieblich genutzten Grundst&uuml;cke mehr. Angesichts dieser Umst&auml;nde muss davon ausgegangen werden, dass eine betriebliche Sachgesamtheit, sofern sie im Zeitpunkt der &Uuml;bertragung &uuml;berhaupt noch bestanden hat, sp&auml;testens mit der gespaltenen &Uuml;bertragung s&auml;mtlicher Betriebsgrundst&uuml;cke untergegangen ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Der ideelle Anteil von K an dem Grundst&uuml;ck A-Stra&szlig;e kann dann nur durch eine Einlage zu dessen Betriebsverm&ouml;gen geworden sein. Von einer solchen Einlage ist auszugehen, wenn K das Grundst&uuml;ck nach der &Uuml;bertragung von P selbst bewirtschaftet hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(1) &Uuml;ber die Frage, ob das Ackergrundst&uuml;ck nach 1973 von K selbst bewirtschaftet wurde oder ob es auf der Grundlage eines Pachtvertrags von dem Landwirt H bewirtschaftet wurde, besteht zwischen den Verfahrensbeteiligten Streit. Zweifel an einer Einlage durch Selbstbewirtschaftung m&uuml;ssten zu Lasten des FA gehen, weil es daraus die Betriebsverm&ouml;genszugeh&ouml;rigkeit des im Streitjahr verkauften Baugrundst&uuml;cks ableitet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(2) F&uuml;r den erkennenden Senat bestehen jedoch keine solchen Zweifel. Denn er ist nach &sect;&nbsp;118 Abs.&nbsp;2 FGO an die nicht mit zul&auml;ssigen und begr&uuml;ndeten Verfahrensr&uuml;gen angegriffene Feststellung gebunden, dass eine Eigenbewirtschaftung durch K stattgefunden hat. Die vom FG unter ausf&uuml;hrlicher Auseinandersetzung mit den Angaben in den eindeutig und zeitnah ausgef&uuml;llten Einkommensteuererkl&auml;rungen von K und M f&uuml;r das Jahr 1973 und die Folgejahre, der Entwicklung der Fl&auml;chenangaben in den zuvor abgegebenen Einkommensteuererkl&auml;rungen, den Bezeichnungen der verpachteten Fl&auml;chen in der Urkunde des Pachtvertrags aus dem Jahr 1971 und der ausdr&uuml;cklichen &Uuml;bernahme der Ausf&uuml;hrungen in der Einspruchsentscheidung gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;105 Abs.&nbsp;5 FGO angestellte W&uuml;rdigung der Tatsachen und Beweismittel ist m&ouml;glich, wenn nicht sogar naheliegend. Sie verst&ouml;&szlig;t weder gegen Denkgesetze noch gegen Erfahrungss&auml;tze und ist deshalb f&uuml;r den erkennenden Senat bindend.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Ist das Grundst&uuml;ck danach durch Einlage zu Betriebsverm&ouml;gen von K geworden, war auch die im Streitjahr ver&auml;u&szlig;erte Parzelle noch Betriebsverm&ouml;gen der ungeteilten Erbengemeinschaft von M und dem Kl&auml;ger zu 1. Die Einbeziehung der Ackerfl&auml;che in das Baulandumlegungsverfahren &auml;ndert an der Zugeh&ouml;rigkeit zum Betriebsverm&ouml;gen nichts. Vielmehr setzt sich die Betriebsverm&ouml;genseigenschaft im Wege der Surrogation an den aus der Umlegung hervorgegangenen Grundst&uuml;cken fort (vgl. BFH-Urteil vom 23.&nbsp;September 2009 IV&nbsp;R&nbsp;70\/06, BFHE 226, 517, BStBl II 2010, 270). Das 1976 in Erf&uuml;llung des Sollanspruchs zugeteilte Grundst&uuml;ck B-Stra&szlig;e war danach von Anfang an Betriebsverm&ouml;gen von K. Da Tatsachen, aus denen sich eine sp&auml;tere Entnahme ergeben k&ouml;nnte, nicht ersichtlich sind, blieb die Parzelle ungeachtet sp&auml;terer Verpachtung des Ackerlands Betriebsverm&ouml;gen des K, war auch noch im Zeitpunkt der Gesamtrechtsnachfolge nach K Betriebsverm&ouml;gen und behielt diese Eigenschaft mangels Betriebsaufgabe durch die Erbengemeinschaft bis zur Ver&auml;u&szlig;erung im Streitjahr bei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Der Gewinn aus der Grundst&uuml;cksver&auml;u&szlig;erung ist der Besteuerung nicht nach Treu und Glauben oder aus Billigkeitsgr&uuml;nden entzogen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Dem Einwand der Kl&auml;ger, das FA setze sich zu seinem vorherigen Verhalten in Widerspruch, weil es die in den Jahren 1986 und 1987 erzielten Erl&ouml;se aus der Ver&auml;u&szlig;erung der anderen, ebenfalls aus der Baulandumlegung erhaltenen Parzellen dem steuerlichen Privatverm&ouml;gen zugeordnet habe, ist nicht zu folgen. Aus der Behandlung der Ver&auml;u&szlig;erungen der anderen Grundst&uuml;cke ergibt sich nicht, dass das FA beim streitgegenst&auml;ndlichen Grundst&uuml;ck in gleicher Weise handeln m&uuml;sste. Nach dem Grundsatz der Abschnittsbesteuerung (&sect;&nbsp;25 Abs.&nbsp;1 EStG) hat das FA in jedem Veranlagungszeitraum die einschl&auml;gigen Besteuerungsgrundlagen erneut zu pr&uuml;fen und rechtlich zu w&uuml;rdigen. Dieser Grundsatz schlie&szlig;t daher die Bildung eines Vertrauenstatbestands aus, der &uuml;ber die im Steuerbescheid f&uuml;r ein Veranlagungsjahr zugrunde gelegte Entscheidung hinausgeht (BFH-Urteil in BFHE 251, 335, BStBl II 2016, 219, Rz&nbsp;36, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Das FG ist im Ergebnis zu Recht davon ausgegangen, dass sich die Steuerfreiheit des Ver&auml;u&szlig;erungsgewinns im Streitfall nicht aus der im Schreiben des Bundesministeriums der Finanzen (BMF) vom 15.&nbsp;M&auml;rz 1979 IV&nbsp;B&nbsp;2-S&nbsp;2135-2\/79 (BStBl I 1979, 162) enthaltenen Billigkeitsregelung ergibt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(1) Nach dieser Billigkeitsregelung, die durch das BMF-Schreiben vom 28.&nbsp;Juli 1983 IV&nbsp;B&nbsp;2-S&nbsp;2135-6\/83 (BStBl I 1983, 383; s. aber auch die Aufhebung mit Ablauf des Jahres 1998 durch das BMF-Schreiben vom 20.&nbsp;M&auml;rz 1998 IV&nbsp;B&nbsp;2-S&nbsp;2135-4\/98, BStBl I 1998, 356) best&auml;tigt worden ist, galt ein Wirtschaftsgut, das zum notwendigen Betriebsverm&ouml;gen eines Land- und Forstwirts geh&ouml;rte, der seinen Gewinn durch Vollsch&auml;tzung, durch &Uuml;berschussrechnung nach &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;3 EStG oder nach Durchschnittss&auml;tzen gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;13a EStG ermittelte, und das aufgrund einer Nutzungs&auml;nderung nicht mehr dem notwendigen Betriebsverm&ouml;gen zuzurechnen war, als steuerfrei entnommen, wenn es nach der Nutzungs&auml;nderung nicht zum notwendigen Privatverm&ouml;gen geh&ouml;rte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(2) Das FA hat eine Anwendung dieser Billigkeitsregelung im Streitfall zu Recht abgelehnt. Der sachliche Anwendungsbereich des BMF-Schreibens in BStBl I 1979, 162 betrifft nicht die F&auml;lle, in denen das Wirtschaftsgut nach einer Entnahme &#8211;wie hier&#8211; zum notwendigen Privatverm&ouml;gen geh&ouml;rte. Die Billigkeitsregelung kann zudem nur in solchen F&auml;llen Wirkung entfalten, in denen die Finanzverwaltung in Steuerbescheiden nachteilige Folgen aus einer vermeintlichen Zwangsentnahme durch Nutzungs&auml;nderung gezogen hatte (BFH-Urteil vom 7.&nbsp;November 1996 IV&nbsp;R&nbsp;69\/95, BFHE 182, 56, BStBl II 1997, 245, unter 2.c der Gr&uuml;nde). Auch daran fehlt es im Streitfall.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Die Sache ist noch nicht spruchreif. Der Gewinn aus der Ver&auml;u&szlig;erung des Grundst&uuml;cks h&auml;ngt nach den vorstehenden Ausf&uuml;hrungen nicht von dem Wert nach &sect;&nbsp;55 EStG, sondern von dem Einlagewert im Jahr 1973 (Teilwert, &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;5 EStG) ab. Das FG hat &#8211;von seinem Standpunkt aus zu Recht&#8211; Feststellungen zur H&ouml;he des Werts des Grundst&uuml;cks im Zeitpunkt der Einlage bisher nicht getroffen. Durch die Zur&uuml;ckverweisung erh&auml;lt es Gelegenheit, die erforderlichen Feststellungen nachzuholen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>33<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Die &Uuml;bertragung der Kostenentscheidung auf das FG folgt aus &sect;&nbsp;143 Abs.&nbsp;2 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 14.7.2016, IV R 19\/13ECLI:DE:BFH:2016:U.140716.IVR19.13.0 Aufgabe eines landwirtschaftlichen Betriebs durch &Uuml;bertragung der Grundst&uuml;cke auf mehrere Erben Tenor Auf die Revision der Kl&auml;ger wird das Urteil des Finanzgerichts Rheinland-Pfalz vom 20. M&auml;rz 2013&nbsp;&nbsp;1 K 1729\/11 aufgehoben. Die Sache wird an das Finanzgericht Rheinland-Pfalz zur&uuml;ckverwiesen. 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