{"id":66280,"date":"2017-01-18T12:35:38","date_gmt":"2017-01-18T10:35:38","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=66280"},"modified":"2017-01-18T12:35:38","modified_gmt":"2017-01-18T10:35:38","slug":"x-r-3-15-altersvorsorgezulage-bei-nachversicherten-ehemaligen-beamten-wahlrecht-des-steuerpflichtigen-bei-begehren-einer-steuerrechtlichen-verguenstigung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/x-r-3-15-altersvorsorgezulage-bei-nachversicherten-ehemaligen-beamten-wahlrecht-des-steuerpflichtigen-bei-begehren-einer-steuerrechtlichen-verguenstigung\/","title":{"rendered":"X&nbsp;R&nbsp;3\/15 &#8211; Altersvorsorgezulage bei nachversicherten ehemaligen Beamten &#8211; Wahlrecht des Steuerpflichtigen bei Begehren einer steuerrechtlichen Verg&uuml;nstigung"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 24.8.2016, X R 3\/15<br \/>ECLI:DE:BFH:2016:U.240816.XR3.15.0<\/p>\n<p class=\"titel\">Altersvorsorgezulage bei nachversicherten ehemaligen Beamten &#8211; Wahlrecht des Steuerpflichtigen bei Begehren einer steuerrechtlichen Verg&uuml;nstigung<\/p>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Die Revision der Beklagten gegen das Urteil des Finanzgerichts Berlin-Brandenburg vom 4. Dezember 2014&nbsp;&nbsp;10 K 10242\/13 wird als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckgewiesen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Kosten des Revisionsverfahrens hat die Beklagte zu tragen.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Die Kl&auml;gerin und Revisionsbeklagte (Kl&auml;gerin) hatte mit einem Anbieter einen zertifizierten Altersvorsorgevertrag abgeschlossen, auf den sie im Streitjahr 2008 eigene Beitr&auml;ge einzahlte. Am 1.&nbsp;Februar 2007 wurde sie zur Beamtin auf Widerruf ernannt. Nach den Feststellungen des Finanzgerichts (FG) endete das Beamtenverh&auml;ltnis am 19.&nbsp;Dezember 2008 mit der Aush&auml;ndigung des Pr&uuml;fungszeugnisses. Aufgrund der in &sect;&nbsp;60 des Bundesbesoldungsgesetzes (BBesG) getroffenen Regelung wurden ihr die Anw&auml;rterbez&uuml;ge aber noch bis zum Ende des Monats Dezember 2008 weitergew&auml;hrt. Eine weitere berufliche T&auml;tigkeit &uuml;bte die Kl&auml;gerin im Jahr 2008 nicht aus.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Weil die Kl&auml;gerin ohne eine Versorgungsanwartschaft aus dem Beamtenverh&auml;ltnis ausgeschieden war, wurde sie gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;8 Abs.&nbsp;2 des Sechsten Buchs Sozialgesetzbuch (SGB VI) in der gesetzlichen Rentenversicherung nachversichert. Hier&uuml;ber erteilte ihr die zust&auml;ndige Besoldungsstelle am 6.&nbsp;Februar 2009 eine Nachversicherungsbescheinigung. Die Deutsche Rentenversicherung Baden-W&uuml;rttemberg &uuml;bersandte der Kl&auml;gerin am 4.&nbsp;M&auml;rz 2009 ein Schreiben, in dem es hei&szlig;t: &quot;wir haben die Nachversicherung gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;8 SGB VI f&uuml;r Sie durchgef&uuml;hrt. Die Nachversicherungszeiten stehen einer rentenversicherungspflichtigen Besch&auml;ftigung gleich.&quot; Dem Schreiben war ein Rentenversicherungsverlauf beigef&uuml;gt, in dem die f&uuml;r das Streitjahr 2008 gespeicherten Beitr&auml;ge mit dem Vermerk &quot;Pflichtbeitragszeit berufliche Ausbildung Nachversicherung&quot; versehen sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Am 8.&nbsp;M&auml;rz 2009 &uuml;bermittelte der Anbieter der Beklagten und Revisionskl&auml;gerin (Deutsche Rentenversicherung Bund, Zentrale Zulagenstelle f&uuml;r Altersverm&ouml;gen &#8211;ZfA&#8211;) den Zulageantrag der Kl&auml;gerin f&uuml;r 2008. Darin ist angegeben, die Kl&auml;gerin sei wegen ihrer in der gesetzlichen Rentenversicherung bestehenden Pflichtversicherung unmittelbar zulageberechtigt. Die in &sect;&nbsp;10a Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Halbsatz&nbsp;2 des Einkommensteuergesetzes (EStG) f&uuml;r Beamte erforderliche Einwilligung in die &Uuml;bermittlung von Besoldungsdaten von der Besoldungsstelle an die zentrale Stelle erteilte die Kl&auml;gerin nicht innerhalb der hierf&uuml;r vorgesehenen Zwei-Jahres-Frist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die ZfA &uuml;berwies aufgrund der &uuml;bermittelten Daten zun&auml;chst Altersvorsorgezulage in H&ouml;he von 539&nbsp;EUR auf das beim Anbieter gef&uuml;hrte Konto der Kl&auml;gerin. Sp&auml;ter nahm die ZfA die in &sect;&nbsp;91 EStG vorgesehene maschinelle &Uuml;berpr&uuml;fung des Zulageanspruchs vor. Da sie dabei weder eine Rentenversicherungspflicht der Kl&auml;gerin noch das Vorliegen einer Einwilligung in die Daten&uuml;bermittlung feststellen konnte, forderte sie die Zulage vom Anbieter zur&uuml;ck.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Am 22.&nbsp;M&auml;rz 2012 ging bei der ZfA der im vorliegenden Verfahren streitgegenst&auml;ndliche Antrag der Kl&auml;gerin auf f&ouml;rmliche Festsetzung der Zulage f&uuml;r 2008 ein, den die Kl&auml;gerin sinngem&auml;&szlig; damit begr&uuml;ndete, sie sei rentenversicherungspflichtig gewesen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die ZfA bat die Besoldungsstelle um Mitteilung der ma&szlig;gebenden Einnahmen der Kl&auml;gerin. In diesem Schreiben vertrat die ZfA die Auffassung, das Bruttoentgelt aus der Nachversicherung k&ouml;nne nicht zur Berechnung des Mindesteigenbeitrags herangezogen werden. In ihrem Antwortschreiben teilte die Besoldungsstelle indes einen Betrag mit, der mit dem Bruttoentgelt aus der Nachversicherung identisch war.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Am 10.&nbsp;September 2012 lehnte die ZfA die Festsetzung von Altersvorsorgezulage f&uuml;r 2008 ab. Zur Begr&uuml;ndung f&uuml;hrte sie aus, die Kl&auml;gerin habe die erforderliche Einwilligung in die Daten&uuml;bermittlung nicht innerhalb der Zwei-Jahres-Frist erkl&auml;rt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach erfolglosem Einspruchsverfahren gab das FG der Klage statt (Entscheidungen der Finanzgerichte &#8211;EFG&#8211; 2015, 712). F&uuml;r die Zulageberechtigung &#8211;ohne Erfordernis einer Einwilligungserkl&auml;rung&#8211; gen&uuml;ge es, dass die Kl&auml;gerin jedenfalls aufgrund ihrer Nachversicherung die Stellung einer Pflichtversicherten (&sect;&nbsp;10a Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Halbsatz&nbsp;1 EStG) erlangt habe. Dies folge bereits aus dem Gesetzeswortlaut: &sect;&nbsp;8 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 SGB VI stelle die Nachversicherten den Pflichtversicherten gleich. Die entsprechenden Beitr&auml;ge seien kraft Gesetzes als rechtzeitig gezahlte Pflichtbeitr&auml;ge anzusehen (&sect;&nbsp;185 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 SGB VI). Aus dem Zweck der Regelung &uuml;ber die Einwilligungserkl&auml;rung folge nichts anderes, da die Nachversicherung vom zust&auml;ndigen Rentenversicherungstr&auml;ger vorgenommen werde, mit dem die ZfA ohnehin im Datenaustausch stehe. Dass die Kl&auml;gerin zus&auml;tzlich auch die materiellen Anspruchsvoraussetzungen des &sect;&nbsp;10a Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Halbsatz&nbsp;2 EStG (Beamtin) erf&uuml;lle, schlie&szlig;e den bereits unter dem Gesichtspunkt der Pflichtversicherung bestehenden Zulageanspruch nicht aus, da es nach allgemeinen Regeln ausreichend sei, wenn ein Steuerpflichtiger einen von mehreren alternativen Anspruchstatbest&auml;nden erf&uuml;lle.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit ihrer Revision vertritt die ZfA weiterhin die Auffassung, die Kl&auml;gerin sei nicht als Pflichtversicherte i.S. des &sect;&nbsp;10a Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Halbsatz&nbsp;1 EStG anzusehen. Die im SGB VI vorgenommene Gleichstellung der Nachversicherten mit Pflichtversicherten beruhe auf dem sozialversicherungsrechtlichen &quot;F&uuml;r-Prinzip&quot; und sei nicht auf das Steuerrecht, in dem das &quot;In-Prinzip&quot; gelte, &uuml;bertragbar.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Zulageverfahren, das in besonderer Weise auf Schnelligkeit, Einfachheit und Effizienz gerichtet sei, m&uuml;ssten Schwebezust&auml;nde vermieden werden. Zwar sei die ZfA berechtigt, die Angaben der Antragsteller bis zur zeitlichen Grenze des Eintritts der Festsetzungsverj&auml;hrung zu &uuml;berpr&uuml;fen; die Tatsachen, die den materiellen Zulageanspruch begr&uuml;ndeten, m&uuml;ssten aber bereits im Beitragsjahr vorgelegen haben. Da die denkbare R&uuml;ckwirkung einer Nachversicherung die f&uuml;r die Erteilung einer Einwilligungserkl&auml;rung geltende Frist weit &uuml;berschreiten k&ouml;nne, w&auml;re die Effizienz des Zulageverfahrens nicht mehr gew&auml;hrleistet. Vor Durchf&uuml;hrung der Nachversicherung k&ouml;nne der Rentenversicherungstr&auml;ger der ZfA keine Pflichtversicherung melden. Derartige F&auml;lle m&uuml;ssten daher aufw&auml;ndig personell bearbeitet werden. Auch k&ouml;nnten Fehler bei der Berechnung des Mindesteigenbeitrags (&sect;&nbsp;86 EStG) auftreten, weil bei nachversicherten Personen dann m&ouml;glicherweise die beitragspflichtigen Einnahmen und die bezogene Besoldung addiert w&uuml;rden. Ferner k&ouml;nne es bei Beamten, die zun&auml;chst wegen fehlender Einwilligungserkl&auml;rung als mittelbar zulageberechtigt &uuml;ber ihren Ehegatten behandelt worden seien, durch eine sp&auml;tere Nachversicherung zu einer unbeabsichtigten K&uuml;rzung ihres Zulageanspruchs kommen, wenn sie nunmehr r&uuml;ckwirkend als unmittelbar zulageberechtigt anzusehen seien und erstmals die Leistung eines Mindesteigenbeitrags zu pr&uuml;fen sei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Bei Pflichtversicherten w&uuml;rden die zur Bearbeitung des Zulageantrags erforderlichen Daten durch die ZfA abgerufen (&sect;&nbsp;91 Abs.&nbsp;1 EStG), w&auml;hrend bei Beamten die Besoldungsstellen die Daten aktiv &uuml;bermittelten (&sect;&nbsp;91 Abs.&nbsp;2 EStG). Dies zeige, dass der Gesetzgeber jedenfalls aus verwaltungspraktischen Gr&uuml;nden davon ausgehe, dass keine Identit&auml;t zwischen den in &sect;&nbsp;10a Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Halbsatz&nbsp;1 EStG einerseits und Halbsatz&nbsp;2 andererseits genannten Personengruppen bestehen k&ouml;nne.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Auch wenn das Beamtenverh&auml;ltnis am 19.&nbsp;Dezember 2008 geendet habe, sei dieses Datum nicht ma&szlig;geblich, weil seinerzeit noch offen gewesen sei, ob eine Nachversicherung durchzuf&uuml;hren sein w&uuml;rde. Erst durch eine sp&auml;tere Willensbildung und Erkl&auml;rung der Kl&auml;gerin sei die Nachversicherungspflicht eingetreten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die ZfA beantragt sinngem&auml;&szlig;,<br \/>das angefochtene Urteil aufzuheben und die Klage abzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin beantragt,<br \/>die Revision zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Sie verweist auf die Rechtsprechung des Bundessozialgerichts (BSG), derzufolge der Nachversicherungsfall kraft Gesetzes allein mit dem unversorgten Ausscheiden aus einer versicherungsfreien Besch&auml;ftigung eintrete (Urteil vom 3.&nbsp;November 1982&nbsp;&nbsp;1&nbsp;RA&nbsp;63\/81, BSGE 54, 155). Da die Kl&auml;gerin am 19.&nbsp;Dezember 2008 &#8211;und damit noch w&auml;hrend des Jahres 2008&#8211; aus dem Beamtenverh&auml;ltnis ausgeschieden sei, stelle sich die von der ZfA bef&uuml;rchtete R&uuml;ckwirkungsproblematik im Streitfall von vornherein nicht. Hilfsweise sei die Durchf&uuml;hrung der Nachversicherung als materiell r&uuml;ckwirkendes Ereignis f&uuml;r das Beitragsjahr anzusehen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>    <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Revision ist unbegr&uuml;ndet und nach &sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;2 der Finanzgerichtsordnung (FGO) zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FG hat sowohl im Ergebnis als auch in der Begr&uuml;ndung zutreffend einen Zulageanspruch der Kl&auml;gerin f&uuml;r das Streitjahr 2008 bejaht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Der Umstand, dass die Kl&auml;gerin nicht innerhalb von zwei Jahren nach dem Ende des Beitragsjahres gegen&uuml;ber ihrer Besoldungsstelle in die &Uuml;bermittlung von Besoldungsdaten eingewilligt hat, steht dem Zulageanspruch nicht entgegen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Gem&auml;&szlig; der im Jahr 2008 geltenden Fassung des &sect;&nbsp;79 Satz&nbsp;1 EStG hatten nach &sect;&nbsp;10a Abs.&nbsp;1 EStG beg&uuml;nstigte unbeschr&auml;nkt steuerpflichtige Personen Anspruch auf eine Altersvorsorgezulage. In der in Bezug genommenen Vorschrift des &sect;&nbsp;10a Abs.&nbsp;1 (hier: Satz&nbsp;1 Halbsatz&nbsp;1) EStG sind zun&auml;chst die in der gesetzlichen Rentenversicherung Pflichtversicherten &#8211;insoweit ohne weitere Voraussetzungen&#8211; genannt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Schon aus dem Wortlaut der Regelungen des SGB VI folgt, dass die Kl&auml;gerin als Pflichtversicherte zu behandeln ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;8 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 SGB VI stehen Nachversicherte den Personen gleich, die versicherungspflichtig sind. Bemessungsgrundlage f&uuml;r die im Rahmen der Nachversicherung zu leistenden Beitr&auml;ge sind die beitragspflichtigen Einnahmen aus der Besch&auml;ftigung im Nachversicherungszeitraum bis zur jeweiligen Beitragsbemessungsgrenze (&sect;&nbsp;181 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 SGB VI). Die gezahlten Beitr&auml;ge gelten als rechtzeitig gezahlte Pflichtbeitr&auml;ge (&sect;&nbsp;185 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 SGB VI).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der klare Wortlaut dieser Normen zeigt, dass Nachversicherte im Recht der gesetzlichen Rentenversicherung als Pflichtversicherte behandelt werden. Dass die gesetzlichen Formulierungen &#8211;so die Ansicht der ZfA&#8211; auf eine Fiktion (oder m&ouml;glicherweise auch auf eine Rechtsfolgenverweisung) hindeuten, ist in diesem Zusammenhang unbeachtlich. Denn mit Durchf&uuml;hrung der Nachversicherung unterlag die Kl&auml;gerin f&uuml;r das Jahr 2008 ausschlie&szlig;lich den Regelungen der gesetzlichen Rentenversicherung f&uuml;r Pflichtversicherte. Dass sie vom 1.&nbsp;Februar 2007 bis zum 19.&nbsp;Dezember 2008 Beamtin war, ist f&uuml;r ihre Altersversorgung &#8211;materiell und formell&#8211; ohne jede Bedeutung. Selbst wenn die zitierten Regelungen des SGB VI dahingehend zu verstehen w&auml;ren, dass sie eine Pflichtversicherung nicht anordnen, sondern lediglich fingieren oder eine Rechtsfolgenverweisung enthalten, w&auml;re es nicht nur gerechtfertigt, sondern geradezu zwingend, eine solche Fiktion oder Rechtsfolgenverweisung &#8211;deren materielle und formelle sozialversicherungsrechtliche Ergebnisse identisch mit denen einer von Anfang an bestehenden Pflichtversicherung sind&#8211; der Besteuerung zugrunde zu legen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im &Uuml;brigen hat der Senat eine rentenversicherungsrechtliche Fiktion auch sonst bereits der Besteuerung zugrunde gelegt (vgl. Urteil vom 9.&nbsp;Dezember 2015 X&nbsp;R&nbsp;30\/14, BFHE 252, 134, BStBl II 2016, 624; zur Erf&uuml;llungsfiktion des &sect;&nbsp;107 des Zehnten Buchs Sozialgesetzbuch).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der in &sect;&nbsp;10a Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Halbsatz&nbsp;1 EStG verwendete Begriff &quot;Pflichtversicherte&quot; ist im EStG nicht anders auszulegen als im SGB VI. Es ist kein Anhaltspunkt daf&uuml;r ersichtlich, dass der Gesetzgeber sich in &sect;&nbsp;10a EStG, der erkennbar an die Vorschriften &uuml;ber die gesetzliche Rentenversicherung ankn&uuml;pft, von der dortigen Terminologie l&ouml;sen wollte. Dies folgt auch aus der &#8211;von der ZfA selbst angef&uuml;hrten&#8211; Vorschrift des &sect;&nbsp;14 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 der Altersvorsorge-Durchf&uuml;hrungsverordnung. Dort hei&szlig;t es: &quot;&#8230; Angaben des Zulageberechtigten zur Rentenversicherungspflicht &#8230; im Sinne des Sechsten Buches Sozialgesetzbuch &#8230;&quot;. Es wird also gerade kein eigenst&auml;ndiger einkommensteuerrechtlicher Begriff der Rentenversicherungspflicht bzw. der Pflichtversicherten begr&uuml;ndet, sondern vielmehr der sozialversicherungsrechtliche Begriff aus dem SGB VI vollinhaltlich &uuml;bernommen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Der bestehende, auf &sect;&nbsp;10a Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Halbsatz&nbsp;1 EStG gest&uuml;tzte Zulageanspruch der Kl&auml;gerin entf&auml;llt nicht dadurch, dass die Kl&auml;gerin zus&auml;tzlich auch die materiellen Anspruchsvoraussetzungen des &sect;&nbsp;10a Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Halbsatz&nbsp;2 EStG erf&uuml;llt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Wie schon das FG zutreffend ausgef&uuml;hrt hat, folgt aus allgemeinen Rechtsgrunds&auml;tzen, dass ein Steuerpflichtiger, der eine bestimmte steuerrechtliche Verg&uuml;nstigung begehrt, die in mehreren nebeneinander stehenden gesetzlichen Tatbest&auml;nden als Rechtsfolge vorgesehen ist, sich auf denjenigen Tatbestand berufen kann, der die f&uuml;r ihn g&uuml;nstigeren Voraussetzungen enth&auml;lt (z.B. Urteil des Bundesfinanzhofs vom 14.&nbsp;Januar 2009 I&nbsp;R&nbsp;47\/08, BFHE 224, 126, BStBl II 2011, 131, unter II.3.). Dies ist auch hier der Fall, da die Regelung des &sect;&nbsp;10a Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Halbsatz&nbsp;1 EStG f&uuml;r die Kl&auml;gerin &#8211;wegen des Fehlens der Notwendigkeit, innerhalb einer bestimmten Frist eine Einwilligungserkl&auml;rung abgeben zu m&uuml;ssen&#8211; g&uuml;nstiger ist als die des &sect;&nbsp;10a Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Halbsatz&nbsp;2 EStG.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Diese allgemeinen Rechtsgrunds&auml;tze werden &#8211;entgegen der Auffassung der ZfA&#8211; im Streitfall nicht durch den Zweck der Regelung &uuml;ber das Erfordernis einer Einwilligungserkl&auml;rung &uuml;berlagert.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der erkennende Senat hat den Zweck des Einwilligungserfordernisses &#8211;und zugleich die verfassungsrechtliche Rechtfertigung der darin liegenden Schlechterstellung von Beamten im Vergleich zu Pflichtversicherten&#8211; darin gesehen, dass wegen der autonomen Datenverarbeitung durch eine Vielzahl einzelner &ouml;ffentlich-rechtlicher Arbeitgeber und des Fehlens eines einheitlichen Zuordnungskriteriums ein automatisierter Datenabgleich zwischen der ZfA und den zahlreichen &ouml;ffentlich-rechtlichen Besoldungsstellen &quot;faktisch nicht m&ouml;glich&quot; sei (Urteil vom 22.&nbsp;Oktober 2014 X&nbsp;R&nbsp;18\/14, BFHE 247, 312, BStBl II 2015, 371, Rz&nbsp;62). Mit der Durchf&uuml;hrung einer Nachversicherung sind jedoch &#8211;wie schon aus der Mitteilungspflicht des &sect;&nbsp;185 Abs.&nbsp;4 SGB VI folgt&#8211; s&auml;mtliche erforderlichen Daten im Versicherungskonto des Nachversicherungspflichtigen beim zust&auml;ndigen Rentenversicherungstr&auml;ger gespeichert. Diese Daten unterfallen der in &sect;&nbsp;91 Abs.&nbsp;1 EStG vorgesehenen automatisierten Daten&uuml;bermittlung zwischen den Rentenversicherungstr&auml;gern und der ZfA. Die in dem vorgenannten Senatsurteil dargestellte besondere Situation, in der das Verlangen nach einer Einwilligungserkl&auml;rung sachlich gerechtfertigt w&auml;re, ist hier daher nicht gegeben. Die von der ZfA hervorgehobenen Verfahrensgrunds&auml;tze der Schnelligkeit, Einfachheit und Effizienz werden nicht ber&uuml;hrt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Auf die zwischen den Beteiligten umstrittene Frage, inwieweit einer erst in ferner Zukunft eintretenden Verwirklichung eines Nachversicherungstatbestands materielle R&uuml;ckwirkung auf das aktuelle Beitragsjahr zukommen k&ouml;nnte (verneinend My&szlig;en, in: Kirchhof\/S&ouml;hn\/Mellinghoff, EStG, &sect;&nbsp;10a Rz&nbsp;B&nbsp;150), kommt es im Streitfall nicht an.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin war nach den &#8211;f&uuml;r den erkennenden Senat gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;118 Abs.&nbsp;2 FGO bindenden&#8211; Feststellungen des FG am 19.&nbsp;Dezember 2008 aus dem Beamtenverh&auml;ltnis ausgeschieden. Dass die Anw&auml;rterbez&uuml;ge aufgrund der Regelung des &sect;&nbsp;60 BBesG noch bis zum 31.&nbsp;Dezember 2008 weitergew&auml;hrt wurden, betraf nur das Behaltend&uuml;rfen der &#8211;vorausgezahlten&#8211; Bez&uuml;ge f&uuml;r den Monat Dezember 2008, verl&auml;ngerte den Beamtenstatus als solchen aber nicht &uuml;ber den 19.&nbsp;Dezember 2008 hinaus.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Entgegen der &#8211;nicht n&auml;her belegten&#8211; Auffassung der ZfA ist der Eintritt des Nachversicherungsfalls nicht von einer Willensbildung oder Erkl&auml;rung des ausgeschiedenen Beamten abh&auml;ngig. Vielmehr kn&uuml;pft &sect;&nbsp;8 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 SGB VI den Eintritt des Nachversicherungsfalls allein an das Ausscheiden aus dem Beamtenverh&auml;ltnis ohne Anspruch oder Anwartschaft auf eine Altersversorgung. Diese Betrachtungsweise liegt auch der Rechtsprechung des BSG zugrunde (vgl. das von der Kl&auml;gerin angef&uuml;hrte Urteil in BSGE 54, 155, zu der &#8211;mit &sect;&nbsp;8 Abs.&nbsp;2 SGB VI insoweit wortgleichen&#8211; Vorl&auml;uferregelung des &sect;&nbsp;9 des Angestelltenversicherungsgesetzes; ebenso zu &sect;&nbsp;8 Abs.&nbsp;2 SGB VI Urteil vom 9.&nbsp;November 1999 B&nbsp;4&nbsp;RA&nbsp;58\/98 R, Neue Zeitschrift f&uuml;r Sozialrecht 2000, 356, unter 2.b).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Damit ist der Nachversicherungsfall noch im Streitjahr 2008 eingetreten. Die erforderliche Verwaltungst&auml;tigkeit des Rentenversicherungstr&auml;gers wurde kurzfristig &#8211;bereits in den ersten Wochen des Jahres 2009&#8211; durchgef&uuml;hrt und abgeschlossen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>33<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zu den von der ZfA in diesem Zusammenhang bef&uuml;rchteten praktischen Problemen konnte es jedenfalls im Streitfall nicht kommen. Hier wurde der Zulageantrag f&uuml;r 2008 der ZfA erst &uuml;bermittelt, nachdem die Nachversicherung der Kl&auml;gerin vollst&auml;ndig abgeschlossen war und die entsprechenden Daten sowohl im Rentenversicherungskonto der Kl&auml;gerin gespeichert als auch der Kl&auml;gerin mitgeteilt worden waren. Zu diesem Zeitpunkt h&auml;tte die ZfA also problemlos auf die bei der Deutschen Rentenversicherung vorhandenen Daten zugreifen k&ouml;nnen; diese Daten waren nicht weiter korrekturbed&uuml;rftig.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>34<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Auch die weiteren Erw&auml;gungen der ZfA &uuml;berzeugen den Senat nicht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>35<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Aus der Regelung &uuml;ber die Ermittlung der H&ouml;he des Mindesteigenbeitrags (&sect;&nbsp;86 EStG) kann die ZfA nichts ihr G&uuml;nstiges ableiten. Schon das FG hat zutreffend darauf hingewiesen, dass &sect;&nbsp;86 EStG f&uuml;r die Pr&uuml;fung der Frage, ob dem Grunde nach eine Zulageberechtigung besteht, keine Bedeutung haben kann. Denn hierf&uuml;r ist stets auf die Verh&auml;ltnisse im jeweiligen Beitragsjahr abzustellen (&sect;&nbsp;10a Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 EStG). Demgegen&uuml;ber sind nach &sect;&nbsp;86 EStG f&uuml;r die Ermittlung der H&ouml;he des Mindesteigenbeitrags die H&ouml;he bestimmter &quot;in dem dem Kalenderjahr vorangegangenen Kalenderjahr&quot; erhaltenen Einnahmen ma&szlig;geblich.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>36<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dass diese &Uuml;berlegung des FG zutreffend ist, zeigt sich schon an F&auml;llen, in denen ein Steuerpflichtiger im ma&szlig;gebenden Beitragsjahr eine rentenversicherungspflichtige T&auml;tigkeit aus&uuml;bt, im Vorjahr aber Beamter war. Ein solcher Steuerpflichtiger w&auml;re f&uuml;r das Beitragsjahr unzweifelhaft zulageberechtigt nach &sect;&nbsp;10a Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Halbsatz&nbsp;1 EStG, ohne eine Einwilligungserkl&auml;rung abgeben zu m&uuml;ssen. Gleichwohl w&auml;re f&uuml;r die Ermittlung des von ihm zu leistenden Mindesteigenbeitrags nach der ausdr&uuml;cklichen Regelung des &sect;&nbsp;86 EStG auf die H&ouml;he der im Vorjahr bezogenen Besoldung abzustellen. Dies zeigt, dass &sect;&nbsp;86 EStG lediglich f&uuml;r die H&ouml;he eines Zulageanspruchs &#8211;in F&auml;llen der Erbringung nur geringer Eigenleistungen&#8211; von Bedeutung ist, nicht aber f&uuml;r die Frage des Bestehens eines solchen Anspruchs dem Grunde nach.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>37<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Soweit die ZfA sinngem&auml;&szlig; vorbringt, die von ihr verwendete Software addiere in F&auml;llen wie dem vorliegenden zur Ermittlung der H&ouml;he des Mindesteigenbeitrags die H&ouml;he der bezogenen Besoldung (&sect;&nbsp;86 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 EStG) zu den erzielten &#8211;betragsm&auml;&szlig;ig identischen&#8211; beitragspflichtigen Einnahmen i.S. des SGB VI (&sect;&nbsp;86 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 EStG) hinzu, was zu falschen Ergebnissen f&uuml;hre, ist dies kein Argument gegen die vom FG und vom Senat vertretene Auslegung der gesetzlichen Regelung des &sect;&nbsp;10a Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 EStG. Vielmehr h&auml;tte umgekehrt die ZfA die von ihr verwendete Software an die gesetzliche Regelung anzupassen, wenn es zu fehlerhaften Berechnungsergebnissen kommen sollte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>38<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Dar&uuml;ber hinaus bildet die ZfA den &#8211;von ihr als problematisch angesehenen&#8211; Fall, dass ein Beamter wegen fehlender Einwilligungserkl&auml;rung zun&auml;chst nur als mittelbar zulageberechtigt &uuml;ber seinen Ehegatten angesehen worden sei (&sect;&nbsp;79 Satz&nbsp;2 EStG). Ein mittelbar Zulageberechtigter erhalte aber &#8211;ohne das Erfordernis, einen eigenen Mindesteigenbeitrag leisten zu m&uuml;ssen&#8211; schon dann die ungek&uuml;rzte Zulage, wenn der unmittelbar zulageberechtigte Ehegatte seinen Mindesteigenbeitrag erbracht habe (&sect;&nbsp;86 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 EStG). Wenn nun ein solcher Beamter unversorgt ausscheide, daher nachversichert werde und nunmehr r&uuml;ckwirkend als unmittelbar zulageberechtigt zu behandeln sei, k&ouml;nne sich seine zulagenrechtliche Situation bei Zugrundelegung der Auffassung des FG verschlechtern, weil f&uuml;r ihn erstmals zu pr&uuml;fen sei, ob er selbst den Mindesteigenbeitrag geleistet habe.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>39<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Hierzu ist der erkennende Senat zum einen der Ansicht, dass es der von ihm f&uuml;r zutreffend gehaltenen Gesetzesauslegung &#8211;die sich im &uuml;berwiegenden Teil der F&auml;lle f&uuml;r die Betroffenen g&uuml;nstig auswirken wird&#8211; weder in rechtlicher noch in tats&auml;chlicher Hinsicht entgegen steht, wenn es in wenigen Ausnahmef&auml;llen zu einer ung&uuml;nstigen Auswirkung f&uuml;r die Betroffenen kommen kann.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>40<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zum anderen haben die Personen, die von einer Umqualifizierung ihrer bisher mittelbaren in eine unmittelbare Zulageberechtigung betroffen sind, gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;82 Abs.&nbsp;5 EStG die M&ouml;glichkeit, f&uuml;r abgelaufene Beitragsjahre bis zum Beitragsjahr 2011 &#8211;und damit auch f&uuml;r das Streitjahr 2008&#8211; eigene Altersvorsorgebeitr&auml;ge nachzuentrichten. Diese Regelung dient gerade dazu, dass die Angeh&ouml;rigen der genannten Personengruppe nachtr&auml;glich den Mindesteigenbeitrag erbringen k&ouml;nnen und sich auf diese Weise ihren Anspruch auf Gew&auml;hrung einer ungek&uuml;rzten Zulage erhalten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>41<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Das Schreiben des Bundesministeriums der Finanzen vom 24.&nbsp;Juli 2013 (BStBl I 2013, 1022), auf das die ZfA sich beruft &#8211;und das als lediglich norminterpretierende Verwaltungsvorschrift f&uuml;r den erkennenden Senat ohnehin nicht bindend w&auml;re&#8211;, enth&auml;lt keine eindeutige Aussage zu der hier zu beurteilenden Frage. Insbesondere verh&auml;lt es sich nicht dazu, wie in F&auml;llen einer Nachversicherung zu verfahren ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>42<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Da zwischen den Beteiligten nicht streitig ist, dass alle weiteren Voraussetzungen des Zulageanspruchs erf&uuml;llt sind, hat das FG die ZfA zu Recht verpflichtet, zugunsten der Kl&auml;gerin die beantragte Altersvorsorgezulage f&uuml;r 2008 in H&ouml;he von 539&nbsp;EUR festzusetzen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>43<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Die Kostenentscheidung beruht auf &sect;&nbsp;135 Abs.&nbsp;2 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 24.8.2016, X R 3\/15ECLI:DE:BFH:2016:U.240816.XR3.15.0 Altersvorsorgezulage bei nachversicherten ehemaligen Beamten &#8211; Wahlrecht des Steuerpflichtigen bei Begehren einer steuerrechtlichen Verg&uuml;nstigung Tenor Die Revision der Beklagten gegen das Urteil des Finanzgerichts Berlin-Brandenburg vom 4. Dezember 2014&nbsp;&nbsp;10 K 10242\/13 wird als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckgewiesen. Die Kosten des Revisionsverfahrens hat die Beklagte zu tragen. Tatbestand 1&nbsp; I. 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