{"id":66322,"date":"2017-01-18T12:36:40","date_gmt":"2017-01-18T10:36:40","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=66322"},"modified":"2017-01-18T12:36:40","modified_gmt":"2017-01-18T10:36:40","slug":"x-b-42-16-beiladung-bei-widerstreitenden-steuerfestsetzungen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/x-b-42-16-beiladung-bei-widerstreitenden-steuerfestsetzungen\/","title":{"rendered":"X&nbsp;B&nbsp;42\/16 &#8211; Beiladung bei widerstreitenden Steuerfestsetzungen"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 22.9.2016, X B 42\/16<br \/>ECLI:DE:BFH:2016:B.220916.XB42.16.0<\/p>\n<p class=\"titel\">Beiladung bei widerstreitenden Steuerfestsetzungen<\/p>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Auf die Beschwerde des Beigeladenen wird der Beschluss des Finanzgerichts M&uuml;nchen vom 8. Februar 2016&nbsp;&nbsp;13 K 2211\/13 aufgehoben, soweit er das Streitjahr 2007 betrifft.<\/p>\n<\/p>\n<p>Im &Uuml;brigen wird die Beschwerde zur&uuml;ckgewiesen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Gerichtskosten werden nicht erhoben, au&szlig;ergerichtliche Kosten des Beigeladenen nicht erstattet.&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Der Kl&auml;ger zu 1. sowie der Beigeladene und Beschwerdef&uuml;hrer (Beigeladener) sind Geschwister. Die Mutter hatte 1997 dem Beigeladenen sowie zwei weiteren Geschwistern noch zu Lebzeiten ein Wohnhaus &uuml;bertragen. Dabei hatte sie sich einen lebenslangen, unentgeltlichen Nie&szlig;brauch vorbehalten, der f&uuml;r den Fall des Auszugs unter bestimmten Voraussetzungen durch ein Nutzungsentgelt ersetzt wurde. 1998 zog sie aus und trat 2001 ihre etwaigen Anspr&uuml;che an den Kl&auml;ger zu 1. ab. Sie verstarb 2004. Nach auch gerichtlich ausgetragenem Streit verglichen sich die Geschwister schlie&szlig;lich dahin, dass an den Kl&auml;ger zu 1. ein Gesamtbetrag von 80.000&nbsp;EUR zu leisten sei. Im Jahre 2006 zahlten der Beigeladene sowie ein Bruder jeweils 26.667&nbsp;EUR, im Jahre 2007 die Schwester 26.666&nbsp;EUR an den Kl&auml;ger zu 1.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Beklagte (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) ber&uuml;cksichtigte bei der Einkommensteuerveranlagung der Kl&auml;ger diese Zahlungen jeweils als nachtr&auml;gliche Eink&uuml;nfte in Gestalt wiederkehrender Bez&uuml;ge nach &sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;1 des Einkommensteuergesetzes in der in den jeweiligen Streitjahren geltenden Fassung (EStG) i.V.m. &sect;&nbsp;24 Nr.&nbsp;2 EStG. In der Einkommensteuerfestsetzung f&uuml;r den Beigeladenen war die Zahlung als dauernde Last betrachtet und demzufolge nach &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1a EStG als Sonderausgabe ber&uuml;cksichtigt worden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Einspruchsverfahren der Kl&auml;ger zog das FA den Beigeladenen mit Schreiben vom 12.&nbsp;September 2012 zum Verfahren hinzu und wies den Einspruch zur&uuml;ck. Mit ihrer Klage machen die Kl&auml;ger im Wesentlichen geltend, die empfangene Zahlung sei nicht steuerpflichtig. Es habe sich nicht um eine Verm&ouml;gens&uuml;bergabe gegen Versorgungsleistungen gehandelt. Nach den Verh&auml;ltnissen im Zeitpunkt der Verm&ouml;gens&uuml;bergabe sei nicht zu erwarten gewesen, dass die geschuldeten Zahlungen aus den erzielbaren laufenden Nettoertr&auml;gen des Hauses bezahlt werden k&ouml;nnten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach entsprechendem Hinweis hat der Berichterstatter beim Finanzgericht (FG) mit Beschluss vom 8.&nbsp;Februar 2016 den Beigeladenen unter Berufung auf &sect;&nbsp;174 Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;2 der Abgabenordnung (AO) zum Verfahren beigeladen und dessen Beschwerde nicht abgeholfen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Beigeladene beantragt, den Beiladungsbeschluss ersatzlos aufzuheben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Es liege kein Fall der notwendigen Beiladung vor, da der Sonderausgabenabzug beim Leistenden und die Steuerpflicht als dauernde Last beim Empf&auml;nger zwar materiell-rechtlich korrespondierten, nicht aber in der Weise, dass die Veranlagungen sich zwingend entsprechen m&uuml;ssten. Tats&auml;chlich k&ouml;nne die Entscheidung im Klageverfahren keine Wirkung auf die Besteuerung des Beigeladenen haben. Sein Sonderausgabenabzug sei endg&uuml;ltig. Schon materiell-rechtlich bestehe keine Bindungswirkung, da er die tats&auml;chliche Versteuerung der Leistungen beim Empf&auml;nger nicht voraussetze. Dies widerspr&auml;che vielmehr dem Grundsatz der Individualbesteuerung. Zudem k&ouml;nne die Veranlagung des Beigeladenen auch verfahrensrechtlich wegen Verj&auml;hrung nicht mehr ge&auml;ndert werden. Der Einkommensteuerbescheid 2006 vom 21.&nbsp;August 2009 enthalte zwar f&uuml;r die dauernde Last einen Vorl&auml;ufigkeitsvermerk, dem zufolge die endg&uuml;ltige Ber&uuml;cksichtigung von der Steuerpflicht dieser Leistungen beim Empf&auml;nger abh&auml;nge. F&uuml;r diesen Vermerk gebe es aber materiell-rechtlich keine Rechtsgrundlage, so dass er gegenstandslos sei. Da die Einkommensteuererkl&auml;rung des Beigeladenen f&uuml;r 2006 im Jahre 2007 abgegeben worden sei, sei mit Ablauf des 31.&nbsp;Dezember 2011 und damit vor dem Datum des Beiladungsbeschlusses Festsetzungsverj&auml;hrung eingetreten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Eine einfache Beiladung sowie eine Beiladung nach &sect;&nbsp;174 Abs.&nbsp;5 AO k&ouml;nne nur nach pflichtgem&auml;&szlig;em Ermessen erfolgen. Das Ermessen sei aber auf Null dahin reduziert, dass die Beiladung zu unterbleiben habe. Der Gesetzgeber habe eine Wertung dahin getroffen, dass dem Grundsatz der Individualbesteuerung entsprechend die Wohnsitzfinanz&auml;mter jeweils eigenst&auml;ndig dar&uuml;ber zu entscheiden haben, ob Sonderausgaben abgezogen werden k&ouml;nnen bzw. Leistungen zu versteuern sind. Diese Wertung d&uuml;rfe nicht unterlaufen werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Beschwerde ist hinsichtlich des Streitjahres 2006 unbegr&uuml;ndet, hinsichtlich des Streitjahres 2007 jedoch begr&uuml;ndet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. F&uuml;r das Streitjahr 2006 hat der Beiladungsbeschluss auch unter Ber&uuml;cksichtigung des Beschwerdevorbringens Bestand.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach &sect;&nbsp;174 Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;2 AO ist eine Beiladung unabh&auml;ngig von den Voraussetzungen des &sect;&nbsp;60 der Finanzgerichtsordnung (FGO) zul&auml;ssig, wenn ein Steuerbescheid i.S. des &sect;&nbsp;174 Abs.&nbsp;4 AO wegen irriger Beurteilung eines bestimmten Sachverhalts m&ouml;glicherweise aufzuheben oder zu &auml;ndern ist und hieraus rechtliche Folgerungen bei einem Dritten zu ziehen sind. Um diese Korrekturm&ouml;glichkeit zu gew&auml;hrleisten, kann das FA die Beiladung des Dritten in dem gegen den urspr&uuml;nglich ergangenen Bescheid angestrengten Klageverfahren beantragen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Daf&uuml;r gen&uuml;gt es, dass die M&ouml;glichkeit einer Folge&auml;nderung besteht; die Beiladung kann nur unterbleiben, wenn die Interessen Dritter durch den Ausgang des anh&auml;ngigen Rechtsstreits eindeutig nicht ber&uuml;hrt sein k&ouml;nnen (vgl. Beschluss des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 15.&nbsp;Oktober 2010 III&nbsp;B&nbsp;149\/09, BFH\/NV 2011, 404, m.w.N.). Eine abschlie&szlig;ende Beurteilung ist im Beiladungsverfahren deshalb weder m&ouml;glich noch erforderlich. Im Beiladungsverfahren ist grunds&auml;tzlich nicht zu pr&uuml;fen, ob die gegen&uuml;ber dem Dritten erlassenen Bescheide tats&auml;chlich ge&auml;ndert werden k&ouml;nnen. Die Frage, ob die (formellen und materiellen) Voraussetzungen f&uuml;r den Erlass derartiger &quot;Folge&auml;nderungsbescheide&quot; gegen&uuml;ber dem Dritten vorliegen, ist grunds&auml;tzlich im &quot;Folge&auml;nderungsverfahren&quot; durch die dort zust&auml;ndigen Finanzbeh&ouml;rden und Gerichte zu entscheiden und darf nicht in das Beiladungsverfahren vorverlagert werden (vgl. BFH-Beschl&uuml;sse vom 20.&nbsp;April 1989 V&nbsp;B&nbsp;153\/88, BFHE 156, 389, BStBl II 1989, 539; vom 30.&nbsp;Januar 1996 VIII&nbsp;B&nbsp;20\/95, BFH\/NV 1996, 524; vom 22.&nbsp;Oktober 2001 XI&nbsp;B&nbsp;16\/00, BFH\/NV 2002, 308; vom 10.&nbsp;Februar 2010 IX&nbsp;B&nbsp;176\/09, BFH\/NV 2010, 832; in BFH\/NV 2011, 404).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Die sachlichen Voraussetzungen des &sect;&nbsp;174 Abs.&nbsp;4 AO d&uuml;rften bei vorl&auml;ufiger Betrachtung gewahrt sein. Diese Vorschrift erm&ouml;glicht es, nach einer vom Steuerpflichtigen zu seinen Gunsten bewirkten Aufhebung oder &Auml;nderung des Steuerbescheids aus dem Sachverhalt nachtr&auml;glich die richtigen steuerlichen Folgen zu ziehen und dazu Steuerbescheide zu erlassen oder zu &auml;ndern. Diese Rechtsfolgen gelten gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;174 Abs.&nbsp;5 AO auch f&uuml;r Dritte, wenn sie an dem Verfahren, das zur Aufhebung oder &Auml;nderung des urspr&uuml;nglichen fehlerhaften Steuerbescheids gef&uuml;hrt hat, beteiligt waren. Hierin liegt die innere Rechtfertigung der Beiladungsm&ouml;glichkeit nach &sect;&nbsp;174 Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;2 AO (vgl. BFH-Beschluss in BFH\/NV 2002, 308).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Ma&szlig;gebender Sachverhalt im Streitfall ist die von dem Beigeladenen an den Kl&auml;ger zu 1. geleistete Zahlung von 26.667&nbsp;EUR im Jahre 2006 auf den Vergleich, den die Geschwister zur Beilegung ihrer Streitigkeiten um die vormalige Liegenschaft der Mutter geschlossen hatten. Von der Frage, ob das Haus eine ausreichend ertragbringende Wirtschaftseinheit dargestellt hat, h&auml;ngt materiell-rechtlich sowohl die Besteuerung bei dem Kl&auml;ger zu 1. als auch der Sonderausgabenabzug bei dem Beigeladenen ab. Sollten die Kl&auml;ger mit ihrem Vorbringen, das Haus habe keine ausreichenden Ertr&auml;ge abzuwerfen versprochen, Erfolg haben, so k&ouml;nnte dies dazu f&uuml;hren, dass materiell-rechtlich aus demselben Grund der Sonderausgabenabzug bei dem Beigeladenen zu versagen w&auml;re. Es d&uuml;rfte sich jeweils um rechtliche Folgerungen aus demselben Sachverhalt handeln, die eine &Auml;nderung nach &sect;&nbsp;174 Abs.&nbsp;4 AO dem Grunde nach tr&uuml;gen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Soweit der Beigeladene geltend macht, diese materiell-rechtliche Korrespondenz erzwinge wegen des Grundsatzes der Individualbesteuerung keine verfahrensrechtliche Korrespondenz der Veranlagungen, ist dies zwar zutreffend, aber unerheblich. Die Veranlagungen des Zahlenden und des Empf&auml;ngers k&ouml;nnen Bestand haben, auch wenn sie auf unterschiedlicher Beurteilung der Sach- und Rechtslage beruhen, wenn n&auml;mlich eine der beiden Veranlagungen nicht mehr &auml;nderbar ist. Insofern unterscheidet sich die Sachlage von den F&auml;llen der notwendigen Beiladung, auf deren Voraussetzungen es nicht ankommt. Es ist gerade Aufgabe des &sect;&nbsp;174 Abs.&nbsp;4, 5 AO, unter bestimmten Voraussetzungen eine gleichlaufende Beurteilung zu erm&ouml;glichen, auch wenn divergierende Beurteilungen verfahrensrechtlich m&ouml;glich w&auml;ren.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Die Beiladung nach &sect;&nbsp;174 Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;2 AO setzt voraus, dass das FA sie beantragt oder veranlasst hat (vgl. BFH-Beschluss vom 27.&nbsp;Januar 1982 VII&nbsp;B&nbsp;141\/81, BFHE 134, 537, BStBl II 1982, 239). Das FG hat insoweit zu Recht auf den BFH-Beschluss vom 2.&nbsp;Juni 1986 IV&nbsp;B&nbsp;48\/86 (BFH\/NV 1987, 695) hingewiesen, demzufolge die Hinzuziehung im Einspruchsverfahren ausreichende Veranlassung in diesem Sinne ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Die M&ouml;glichkeit einer Folge&auml;nderung entf&auml;llt, wenn die Interessen des Beizuladenden durch den Ausgang des anh&auml;ngigen Rechtsstreits deswegen nicht ber&uuml;hrt sein k&ouml;nnen, weil bei ihm eindeutig und zweifelsfrei Festsetzungsverj&auml;hrung eingetreten ist und die Veranlagung daher nicht mehr ge&auml;ndert werden k&ouml;nnte (st&auml;ndige Rechtsprechung, vgl. BFH-Beschl&uuml;sse vom 22.&nbsp;September 1993 II&nbsp;B&nbsp;67\/93, BFH\/NV 1994, 216; in BFH\/NV 1996, 524; vom 14.&nbsp;Februar 2001 I&nbsp;B&nbsp;136\/00, BFH\/NV 2001, 1005; in BFH\/NV 2002, 308; in BFH\/NV 2010, 832; in BFH\/NV 2011, 404). Ma&szlig;gebender Zeitpunkt ist, worauf das FG wiederum zu Recht hingewiesen hat, die Hinzuziehung im Einspruchsverfahren, die f&uuml;r den Fall einer Folge&auml;nderung nach &sect;&nbsp;174 Abs.&nbsp;4 AO verj&auml;hrungshemmende Wirkung h&auml;tte. Der Eintritt der Festsetzungsverj&auml;hrung zu diesem Zeitpunkt, im Jahre 2012, ist jedoch nicht &quot;eindeutig und zweifelsfrei&quot; in diesem Sinne.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Dem FG lagen zun&auml;chst keine Informationen &uuml;ber den Stand der Veranlagung bei dem Beigeladenen vor. Es existieren vielf&auml;ltige und in vielen F&auml;llen auch praktisch werdende M&ouml;glichkeiten nach &sect;&sect;&nbsp;169&nbsp;ff. AO, unter denen die Festsetzungsfrist sich verl&auml;ngern, der Anlauf oder der Ablauf der Frist gehemmt sein kann. Allein anhand des Zeitraums von gut 5&nbsp;1\/2&nbsp;Jahren zwischen dem Ende des Veranlagungszeitraums 2006 und der Hinzuziehung im September 2012 musste das FG noch nicht zwingend davon ausgehen, es sei Festsetzungsverj&auml;hrung eingetreten. H&auml;ufig verl&auml;ngert sich die Festsetzungsfrist weit &uuml;ber eine derartige Zeitspanne hinaus.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Ob tats&auml;chlich Festsetzungsverj&auml;hrung eingetreten ist, ist ebenso wie die sonstigen Voraussetzungen etwaiger &Auml;nderungsbescheide erst bei deren Erlass bzw. im Rechtsbehelfsverfahren gegen derartige Bescheide zu beantworten (s.o. unter II.1.a). Hieraus ergibt sich, dass, steht die Beiladung wegen Verj&auml;hrung in Frage, nicht etwa das FG den Nachweis f&uuml;hren m&uuml;sste, dass bei dem Beigeladenen noch keine Festsetzungsverj&auml;hrung eingetreten ist, sondern vielmehr umgekehrt positiv feststehen m&uuml;sste, <span style=\"text-decoration:underline\">dass<\/span> sie eingetreten ist. Hierauf gr&uuml;ndet der seitens der Rechtsprechung formulierte Ma&szlig;stab &quot;eindeutig und zweifelsfrei&quot;. Er bringt zum Ausdruck, dass es eine Ausnahme ist, wenn die Beiladung wegen feststehenden Verj&auml;hrungseintritts zu unterbleiben hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Konkrete Ermittlungen zur Verj&auml;hrungsfrage waren und sind nicht geboten. Sie ersetzten vielmehr diesen vorgegebenen Ma&szlig;stab (&quot;eindeutig und zweifelsfrei&quot;) durch eine Vollpr&uuml;fung, n&auml;hmen im praktischen Ergebnis die Pr&uuml;fung der Verj&auml;hrungsfrage bereits im Beiladungsverfahren vor und w&uuml;rfen die zus&auml;tzliche Frage auf, ob in einem etwaigen Verfahren betreffend Folge&auml;nderungsbescheide dieselbe Rechtsfrage abweichend beurteilt werden d&uuml;rfte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>dd) Im Beschwerdeverfahren hat der Beigeladene vorgetragen, die Einkommensteuererkl&auml;rung 2006 sei 2007 abgegeben worden, die Veranlagung seit 2009 bestandskr&auml;ftig. Falls dies der Fall sein sollte und keine weiteren Umst&auml;nde hinzutreten, w&auml;re die regelm&auml;&szlig;ige vierj&auml;hrige Festsetzungsverj&auml;hrungsfrist nach &sect;&nbsp;169 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 AO im Jahre 2012 bereits abgelaufen gewesen. Der Senat vermag nach Aktenlage allerdings nicht zu beurteilen, ob diese beiden Voraussetzungen zutreffen. Er kann weder eine Verl&auml;ngerung der Festsetzungsfrist noch eine Hemmung des Fristablaufs ausschlie&szlig;en (vgl. zu der Ber&uuml;cksichtigung von Eventualit&auml;ten BFH-Beschluss in BFH\/NV 2011, 404), angesichts der noch vergleichsweise kurzen Zeit von 5&nbsp;1\/2&nbsp;Jahren auch nicht f&uuml;r g&auml;nzlich unrealistisch erachten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Unerheblich ist, dass der Senat umgekehrt auch keine konkreten Anhaltspunkte f&uuml;r einen Nichteintritt der Festsetzungsverj&auml;hrung besitzt. Das bedeutet nur, dass weder der Eintritt noch der Nichteintritt feststeht. In einer solchen Konstellation bleibt es bei dem Grundsatz, dass die Verj&auml;hrungsfrage abschlie&szlig;end erst im Folge&auml;nderungsverfahren zu pr&uuml;fen ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das bedeutet nicht, dass eine Beiladung ausnahmslos m&ouml;glich w&auml;re, weil die Festsetzungsverj&auml;hrung niemals ausgeschlossen werden k&ouml;nnte. Vielmehr gibt es Gestaltungen, in denen der Eintritt der Festsetzungsverj&auml;hrung sicher ist. Dies zeigt etwa der dem Beschluss in BFH\/NV 1994, 216 zugrunde liegende Sachverhalt, in dem zum Zeitpunkt des Beiladungsbeschlusses noch &uuml;berhaupt kein erstmaliger Bescheid ergangen war und deshalb der Eintritt der Festsetzungsverj&auml;hrung mit Sicherheit festgestellt werden konnte. Der Beschluss in BFH\/NV 2001, 1005 beruhte darauf, dass auch das FA den vorherigen Eintritt der Festsetzungsverj&auml;hrung unstreitig gestellt hatte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>e) Die Frage, ob der von dem Beigeladenen dargestellte Vorl&auml;ufigkeitsvermerk rechtswidrig oder gar nichtig ist, kann vor diesem Hintergrund im Beiladungsverfahren dahinstehen. Die Reichweite einer etwaigen Ablaufhemmung nach &sect;&nbsp;171 Abs.&nbsp;8 AO bzw. Teilverj&auml;hrung w&auml;re ggf. erst im Hinblick auf einen etwaigen &Auml;nderungsbescheid zu pr&uuml;fen, wobei im Grundsatz die verfahrensrechtlichen &Auml;nderungsm&ouml;glichkeiten nach der AO selbst&auml;ndig nebeneinander stehen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Die Beschwerde ist jedoch hinsichtlich des Streitjahres 2007 begr&uuml;ndet, der Beschluss insoweit aufzuheben. Ein wie auch immer gearteter Zusammenhang zwischen der Einkommensteuerveranlagung 2007 der Kl&auml;ger und der steuerlichen Verh&auml;ltnisse des Beigeladenen ist nicht erkennbar. Der Beigeladene hat seine Zahlung an den Kl&auml;ger zu 1. ausschlie&szlig;lich im Jahre 2006 geleistet. Dem steht auch nicht entgegen, dass sich in der Veranlagung der Kl&auml;ger im Jahre 2007 mutma&szlig;lich dieselben Rechtsfragen stellen wie im Jahre 2006. Dies allein gen&uuml;gt nicht, um die in &sect;&nbsp;174 Abs.&nbsp;4 AO vorausgesetzte Identit&auml;t des Sachverhalts zu begr&uuml;nden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Ob diesem Umstand verfahrensrechtlich durch eine Trennung der beiden Streitjahre nach &sect;&nbsp;73 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Alternative&nbsp;2 FGO Rechnung zu tragen ist, obliegt dem FG zu entscheiden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Die Entscheidung &uuml;ber die Gerichtskosten folgt aus Nr.&nbsp;6502 des Kostenverzeichnisses (KV) in Anlage&nbsp;1 zu &sect;&nbsp;3 Abs.&nbsp;2 des Gerichtskostengesetzes (GKG), die Entscheidung &uuml;ber die au&szlig;ergerichtlichen Kosten des Beigeladenen aus &sect;&nbsp;139 Abs.&nbsp;4 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Von einer Kostenentscheidung ist abzusehen, wenn &uuml;ber den Beiladungsbeschluss im Beschwerdeverfahren im Sinne des Rechtsmittelantrags entschieden worden ist, da eine erfolgreiche Beschwerde keine Gerichtskosten ausl&ouml;st (vgl. BFH-Beschl&uuml;sse vom 1.&nbsp;Juli 2014 VIII&nbsp;B&nbsp;21\/14, BFH\/NV 2014, 1900, m.w.N.; vom 28.&nbsp;Juli 2014 I&nbsp;B&nbsp;21\/14, BFH\/NV 2014, 1881). In der Sache bedeutet das, dass die Gerichtskosten nicht zu erheben sind. F&uuml;r ein erfolgloses Beschwerdeverfahren ist hingegen eine Kostenentscheidung zu treffen (vgl. BFH-Beschluss vom 26.&nbsp;Juni 2012 IV&nbsp;B&nbsp;108\/11, BFH\/NV 2012, 1620, m.w.N.). Nach dieser Ma&szlig;gabe w&auml;ren die Gerichtskosten hinsichtlich des Jahres 2006 dem Beigeladenen als unterlegenem Beteiligten aufzuerlegen, w&auml;hrend sie f&uuml;r das Jahr 2007 nicht zu erheben w&auml;ren. Die Sonderregelung der Nr.&nbsp;6502 KV zu &sect;&nbsp;3 Abs.&nbsp;2 GKG bestimmt jedoch, dass das Gericht bei nur teilweiser Verwerfung oder Zur&uuml;ckweisung der Beschwerde die Geb&uuml;hr nach billigem Ermessen auf die H&auml;lfte erm&auml;&szlig;igen oder bestimmen kann, dass die Geb&uuml;hr nicht zu erheben ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Soweit es die au&szlig;ergerichtlichen Kosten des Beigeladenen f&uuml;r das Beschwerdeverfahren betrifft, hat dieser sie hinsichtlich des Jahres 2006 bereits nach &sect;&nbsp;135 Abs.&nbsp;2 FGO selbst zu tragen. Hinsichtlich des Jahres 2007 w&auml;ren sie nach &sect;&nbsp;139 Abs.&nbsp;4 FGO erstattungsf&auml;hig, wenn das Gericht sie aus Billigkeit der Staatskasse auferlegte. Die Vorschrift findet auch im Beschwerdeverfahren gegen einen Beiladungsbeschluss Anwendung (vgl. BFH-Beschl&uuml;sse in BFHE 134, 537, BStBl II 1982, 239, und vom 14.&nbsp;September 2010 IV&nbsp;B&nbsp;15\/10, BFH\/NV 2011, 5).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Der Senat nimmt davon Abstand, der Staatskasse die au&szlig;ergerichtlichen Kosten des Beigeladenen f&uuml;r das Beschwerdeverfahren hinsichtlich des Jahres 2007 aufzulegen, beschlie&szlig;t im Gegenzug jedoch, dass die Gerichtsgeb&uuml;hr nach Nr.&nbsp;6502 KV zu &sect;&nbsp;3 Abs.&nbsp;2 GKG nicht zu erheben ist. Die Rechtsverfolgung ist durch den Zahlungsvorgang des Jahres 2006 veranlasst und in ihrem sachlichen Kern erfolglos, w&auml;hrend die Einbeziehung des Streitjahres 2007 sich mehr als Formalfehler seitens des FG darstellt. Es entspricht daher billigem Ermessen, wenn der Beigeladene seine au&szlig;ergerichtlichen Kosten zumindest &uuml;berwiegend selbst tr&auml;gt und einen Ausgleich f&uuml;r den &uuml;berschie&szlig;enden Teil dadurch erh&auml;lt, dass das Gericht seinerseits keine Kosten erhebt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 22.9.2016, X B 42\/16ECLI:DE:BFH:2016:B.220916.XB42.16.0 Beiladung bei widerstreitenden Steuerfestsetzungen Tenor Auf die Beschwerde des Beigeladenen wird der Beschluss des Finanzgerichts M&uuml;nchen vom 8. Februar 2016&nbsp;&nbsp;13 K 2211\/13 aufgehoben, soweit er das Streitjahr 2007 betrifft. Im &Uuml;brigen wird die Beschwerde zur&uuml;ckgewiesen. Gerichtskosten werden nicht erhoben, au&szlig;ergerichtliche Kosten des Beigeladenen nicht erstattet.&nbsp;&nbsp;&nbsp; Tatbestand 1&nbsp; I. &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/x-b-42-16-beiladung-bei-widerstreitenden-steuerfestsetzungen\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">X&nbsp;B&nbsp;42\/16 &#8211; Beiladung bei widerstreitenden Steuerfestsetzungen<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-66322","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/66322","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=66322"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/66322\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=66322"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=66322"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=66322"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}