{"id":66323,"date":"2017-01-18T12:42:14","date_gmt":"2017-01-18T10:42:14","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=66323"},"modified":"2017-01-18T12:42:14","modified_gmt":"2017-01-18T10:42:14","slug":"x-b-27-16-anforderung-an-die-begruendung-einer-nichtzulassungsbeschwerde-bei-kumulativer-begruendung-des-fg-recht-auf-akteneinsicht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/x-b-27-16-anforderung-an-die-begruendung-einer-nichtzulassungsbeschwerde-bei-kumulativer-begruendung-des-fg-recht-auf-akteneinsicht\/","title":{"rendered":"X&nbsp;B&nbsp;27\/16 &#8211; Anforderung an die Begr&uuml;ndung einer Nichtzulassungsbeschwerde bei kumulativer Begr&uuml;ndung des FG &#8211; Recht auf Akteneinsicht"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 30.9.2016, X B 27\/16<br \/>ECLI:DE:BFH:2016:U.300916.XB27.16.0<\/p>\n<p class=\"titel\">Anforderung an die Begr&uuml;ndung einer Nichtzulassungsbeschwerde bei kumulativer Begr&uuml;ndung des FG &#8211; Recht auf Akteneinsicht<\/p>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Die Beschwerde des Kl&auml;gers wegen Nichtzulassung der Revision gegen das Urteil des Finanzgerichts M&uuml;nster vom 17. Februar 2016&nbsp;&nbsp;7 K 1640\/13 E wird als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckgewiesen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Kosten des Beschwerdeverfahrens hat der Kl&auml;ger zu tragen.<\/p>\n<\/div>\n<p class=\"gruende\">Gr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Beschwerde des Kl&auml;gers und Beschwerdef&uuml;hrers (Kl&auml;ger) hat keinen Erfolg. Sofern Zulassungsgr&uuml;nde &uuml;berhaupt in einer den Darlegungsanforderungen des &sect;&nbsp;116 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;3 der Finanzgerichtsordnung (FGO) gen&uuml;genden Form dargelegt wurden, liegen sie jedenfalls nicht vor.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Der vom Kl&auml;ger ger&uuml;gte Verfahrensmangel gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;3 FGO ist nicht gegeben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Der Kl&auml;ger macht geltend, sein Recht auf Akteneinsicht sei verletzt worden. Er habe substantiiert vorgetragen, dass Akteninhalte fehlen m&uuml;ssten und damit gegen die einschl&auml;gigen Verwaltungsvorschriften der Gesch&auml;ftsordnung f&uuml;r die Finanz&auml;mter versto&szlig;en worden sei. Das Finanzgericht (FG) habe seine Urteilsgr&uuml;nde auf die unsubstantiierte Mitteilung des Beklagten und Beschwerdegegners (Finanzamt &#8211;FA&#8211;) gest&uuml;tzt, die Akten seien vollst&auml;ndig. Es habe dem Kl&auml;ger nicht einmal die M&ouml;glichkeit verschafft, den Aktenvermerk des Vorstehers des FA zur Frage der Akteneinsicht einzusehen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Mit diesem Vorbringen macht der Kl&auml;ger keinen Verfahrensmangel des FG geltend.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zun&auml;chst weist der angerufene Senat darauf hin, dass der Prozessbevollm&auml;chtigte des Kl&auml;gers die ihm vom FG erm&ouml;glichte Einsicht in die Finanzamtsakten im Finanzamt X am 19.&nbsp;Juni 2013 wahrgenommen hat, so dass insofern kein Verfahrensfehler des FG erkennbar ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Wenn der Kl&auml;ger vortr&auml;gt, die Akten seien unvollst&auml;ndig gewesen und er habe insbesondere die Einsicht in die zentral gef&uuml;hrte Akte beantragt, in der &uuml;ber den Fristverl&auml;ngerungsantrag entschieden worden sei, macht er keinen Verfahrensmangel des FG in Form der Verletzung seines Rechts auf Akteneinsicht gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;78 Abs.&nbsp;1 FGO geltend, da das Gericht dem Kl&auml;ger die vom FA vorgelegten Akten zur Einsicht zur Verf&uuml;gung gestellt hatte, wie dem Schreiben der Gesch&auml;ftsstelle des zust&auml;ndigen Senats des FG vom 3.&nbsp;Juni 2013 zu entnehmen ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Recht der Beteiligten auf Akteneinsicht nach &sect;&nbsp;78 Abs.&nbsp;1 FGO besteht nur hinsichtlich der Gerichtsakten und der dem Gericht vorgelegten Akten. Bei Letzteren handelt es sich um diejenigen Akten, welche dem Gericht tats&auml;chlich vorliegen (Beschl&uuml;sse des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 16.&nbsp;August 1999 VII&nbsp;B&nbsp;131\/99, BFH\/NV 2000, 78, unter 2., und vom 9.&nbsp;Dezember 2004 VII&nbsp;B&nbsp;41\/04, juris). Ein Recht auf Einsicht in die dem Gericht nicht vorgelegten Akten besteht demgegen&uuml;ber nicht (st&auml;ndige h&ouml;chstrichterliche Rechtsprechung, vgl. z.B. Beschluss vom 11.&nbsp;September 2013 I&nbsp;B&nbsp;179\/12, BFH\/NV 2014, 48, Rz&nbsp;14, m.w.N.). Ein Versto&szlig; gegen &sect;&nbsp;78 Abs.&nbsp;1 FGO l&auml;ge nur dann vor, wenn dem Kl&auml;ger Akteneinsicht ausdr&uuml;cklich verwehrt worden w&auml;re (BFH-Beschluss vom 29.&nbsp;August 2013 IX&nbsp;B&nbsp;17\/13, BFH\/NV 2013, 1942, Rz&nbsp;11). Dies macht der Kl&auml;ger indes nicht geltend.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Die Revision kann auch nicht aus anderen Gr&uuml;nden gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 FGO zugelassen werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zun&auml;chst ist darauf hinzuweisen, dass das FG sein Urteil kumulativ auf mehrere Begr&uuml;ndungen gest&uuml;tzt hat, von denen jede f&uuml;r sich das Entscheidungsergebnis tr&auml;gt. Es hat die Klage als unzul&auml;ssig, hilfsweise auch als unbegr&uuml;ndet angesehen. Damit kann die Revision nur zugelassen werden, wenn mit der Nichtzulassungsbeschwerde f&uuml;r jede dieser Begr&uuml;ndungen ein Zulassungsgrund i.S. des &sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 FGO schl&uuml;ssig dargelegt wird und vorliegt (Senatsbeschluss vom 7.&nbsp;Januar 2014 X&nbsp;B&nbsp;191\/13, BFH\/NV 2014, 695, Rz&nbsp;10, m.w.N.). Dies gilt auch in dem Fall, in dem das FG die Klage als unzul&auml;ssig angesehen hat, hilfsweise aus materiell-rechtlichen Gr&uuml;nden zudem die Begr&uuml;ndetheit verneint und &#8211;wie hier&#8211; den Urteilstenor entsprechend gefasst hat (so auch BFH-Urteil vom 26.&nbsp;Mai 2011 VIII&nbsp;B&nbsp;187\/10, BFH\/NV 2011, 1518, Rz&nbsp;4).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der erkennende Senat kann es demzufolge dahinstehen lassen, ob das Vorbringen des Kl&auml;gers in Bezug auf die vom FG verneinte Zul&auml;ssigkeit der Klage die Voraussetzungen des &sect;&nbsp;116 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;3 FGO i.V.m. &sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 FGO erf&uuml;llt, da eine Zulassung der Revision hinsichtlich der Ausf&uuml;hrungen des FG zur Begr&uuml;ndetheit der Klage nicht in Frage kommt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Der Kl&auml;ger r&uuml;gt zwar eine Divergenz des Urteils des FG zur Rechtsauffassung des BFH in dem Senatsurteil vom 14.&nbsp;Juni 2000 X&nbsp;R&nbsp;56\/98 (BFHE 192, 213, BStBl II 2001, 60). Mit seinem Vorbringen erf&uuml;llt er aber weder die Darlegungsanforderungen gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;116 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;3 FGO i.V.m. &sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 Alternative&nbsp;1 FGO noch ist eine Divergenz i.S. des &sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 Alternative&nbsp;2 FGO tats&auml;chlich gegeben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Zur schl&uuml;ssigen Darlegung der vom Kl&auml;ger erhobenen Divergenzr&uuml;ge geh&ouml;rt u.a. eine hinreichend genaue Bezeichnung der vermeintlichen Divergenzentscheidungen sowie die Gegen&uuml;berstellung tragender, abstrakter Rechtss&auml;tze aus dem angefochtenen Urteil des FG einerseits und aus den behaupteten Divergenzentscheidungen andererseits, um eine Abweichung deutlich erkennbar zu machen. Des Weiteren ist insbesondere auszuf&uuml;hren, dass es sich im Streitfall um einen vergleichbaren Sachverhalt und um eine identische Rechtsfrage handelt (vgl. z.B. Senatsbeschluss vom 27.&nbsp;Januar 2009 X&nbsp;B&nbsp;28\/08, BFH\/NV 2009, 717, unter 2.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Der Kl&auml;ger stellt als abstrakten Rechtssatz des FG heraus, das Gericht sei nach &sect;&nbsp;102 FGO verpflichtet zu &uuml;berpr&uuml;fen, &quot;ob die gesetzlichen Grenzen des Ermessens &uuml;berschritten sind oder von dem Ermessen in einer dem Zweck der Erm&auml;chtigung nicht entsprechenden Weise Gebrauch gemacht ist&quot;. Hiermit hat der Kl&auml;ger allerdings keinen abstrakten Rechtssatz des FG herausgearbeitet, sondern lediglich den Gesetzeswortlaut des &sect;&nbsp;102 Satz&nbsp;2 FGO wiederholt. Dies kann indes nicht ausreichen, um die Darlegungsanforderungen des &sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 Alternative&nbsp;2 FGO zu erf&uuml;llen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Zudem ist nicht ohne Weiteres erkennbar, dass in den beiden Urteilen tats&auml;chlich eine identische Rechtsfrage angesprochen wird. Der angerufene Senat hatte in dem Urteil in BFHE 192, 213, BStBl II 2001, 60 &#8211;worauf der Kl&auml;ger zutreffend hinweist&#8211; die Ermessenabw&auml;gungen der Finanzbeh&ouml;rde zur Festsetzung eines Versp&auml;tungszuschlages <em>im Einzelfall<\/em> zu beurteilen. Im Streitfall lag demgegen&uuml;ber aufgrund der gleichlautenden Erlasse der obersten Finanzbeh&ouml;rden der L&auml;nder vom 2.&nbsp;Januar 2012 &uuml;ber Steuererkl&auml;rungsfristen (BStBl I 2012, 58) eine <em>Ermessensrichtlinie<\/em> vor, deren Einhaltung im Einzelfall vom FG zu &uuml;berpr&uuml;fen war.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Das FG hat im &Uuml;brigen zutreffend unter Hinweis auf den BFH-Beschluss vom 19.&nbsp;August 2010 VIII&nbsp;B&nbsp;58\/10 (BFH\/NV 2010, 2232) die Regelung in den gleichlautenden Erlassen als nicht zu beanstanden angesehen, wonach die Finanzverwaltung f&uuml;r Steuererkl&auml;rungen, die von Angeh&ouml;rigen der steuerberatenden Berufe angefertigt werden, als Erleichterung f&uuml;r diese Berufsgruppen eine allgemeine Fristverl&auml;ngerung bis zum 31.&nbsp;Dezember 2012 und bei begr&uuml;ndeten Einzelantr&auml;gen sogar eine weitere Fristverl&auml;ngerung bis zum 28.&nbsp;Februar 2013 vorsieht. Auch die Ermessenserw&auml;gungen des FA zu den vorgebrachten Gr&uuml;nden im konkreten Streitfall (Kanzleiumzug und Erkrankung eines Mitarbeiters), die zur Ablehnung einer Fristverl&auml;ngerung &uuml;ber den 28.&nbsp;Februar 2013 hinaus f&uuml;hrten, wurden von dem FG zutreffend in den durch &sect;&nbsp;102 FGO gezogenen Grenzen auf eine m&ouml;gliche Sachfremdheit und Unverh&auml;ltnism&auml;&szlig;igkeit &uuml;berpr&uuml;ft und zu Recht gebilligt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>e) Soweit der Kl&auml;ger meint, das FG habe den Sachverhalt nicht ausreichend aufgekl&auml;rt und insofern die Ermessensentscheidung des FG nicht ordnungsgem&auml;&szlig; &uuml;berpr&uuml;ft, vermag ihm der angerufene Senat darin nicht folgen. Der Senat versteht das Vorbringen des Kl&auml;gers so, dass nach dessen Auffassung die Entscheidung des FA fehlerhaft darauf beruhe, dass ein gleichm&auml;&szlig;iger Bearbeitungsablauf im Zeitraum vom 1.&nbsp;Januar bis zum 31.&nbsp;Dezember des Folgejahres gew&auml;hrleistet werden solle, w&auml;hrend der faktische Bearbeitungszeitraum f&uuml;r die Erstellung der Steuererkl&auml;rungen faktisch aber erst ab M&auml;rz und nicht bereits ab Januar des Folgejahres beginne.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Gegensatz zu dem kl&auml;gerischen Vorbringen findet sich jedoch in der Einspruchsentscheidung des FA vom 29.&nbsp;April 2013 kein Hinweis auf einen Zeitraum vom 1.&nbsp;Januar bis zum 31.&nbsp;Dezember des folgenden Jahres. Alle Erw&auml;gungen des FA beziehen sich auf die allgemeine Fristverl&auml;ngerung, die den Angeh&ouml;rigen der steuerberatenden Berufe &uuml;ber die F&uuml;nfmonatsfrist des &sect;&nbsp;149 Abs.&nbsp;2 der Abgabenordnung bis zum 31.&nbsp;Dezember des Folgejahres gew&auml;hrt werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Die Kostenentscheidung beruht auf &sect;&nbsp;135 Abs.&nbsp;2 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>5. Von einer Darstellung des Sachverhalts und einer weiteren Begr&uuml;ndung sieht der Senat gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;116 Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;2 FGO ab.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 30.9.2016, X B 27\/16ECLI:DE:BFH:2016:U.300916.XB27.16.0 Anforderung an die Begr&uuml;ndung einer Nichtzulassungsbeschwerde bei kumulativer Begr&uuml;ndung des FG &#8211; Recht auf Akteneinsicht Tenor Die Beschwerde des Kl&auml;gers wegen Nichtzulassung der Revision gegen das Urteil des Finanzgerichts M&uuml;nster vom 17. Februar 2016&nbsp;&nbsp;7 K 1640\/13 E wird als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckgewiesen. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens hat der Kl&auml;ger &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/x-b-27-16-anforderung-an-die-begruendung-einer-nichtzulassungsbeschwerde-bei-kumulativer-begruendung-des-fg-recht-auf-akteneinsicht\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">X&nbsp;B&nbsp;27\/16 &#8211; Anforderung an die Begr&uuml;ndung einer Nichtzulassungsbeschwerde bei kumulativer Begr&uuml;ndung des FG &#8211; Recht auf Akteneinsicht<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-66323","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/66323","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=66323"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/66323\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=66323"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=66323"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=66323"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}