{"id":66326,"date":"2017-01-18T12:42:18","date_gmt":"2017-01-18T10:42:18","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=66326"},"modified":"2017-01-18T12:42:18","modified_gmt":"2017-01-18T10:42:18","slug":"vi-r-16-15-bewertung-des-geldwerten-vorteils-aus-dem-erwerb-von-aktien-im-rahmen-eines-management-beteiligungsprogramms","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/vi-r-16-15-bewertung-des-geldwerten-vorteils-aus-dem-erwerb-von-aktien-im-rahmen-eines-management-beteiligungsprogramms\/","title":{"rendered":"VI&nbsp;R&nbsp;16\/15 &#8211; Bewertung des geldwerten Vorteils aus dem Erwerb von Aktien im Rahmen eines Management-Beteiligungsprogramms"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 1.9.2016, VI R 16\/15<br \/>ECLI:DE:BFH:2016:U.010916.VIR16.15.0<\/p>\n<p class=\"titel\">Bewertung des geldwerten Vorteils aus dem Erwerb von Aktien im Rahmen eines Management-Beteiligungsprogramms<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>1. Der gem&auml;&szlig; &sect; 11 Abs. 2 BewG zu ermittelnde gemeine Wert nicht b&ouml;rsennotierter Aktien ist vorrangig aus der Wertbest&auml;tigung am Markt abzuleiten, also von dem Preis, der bei einer Ver&auml;u&szlig;erung im gew&ouml;hnlichen Gesch&auml;ftsverkehr tats&auml;chlich erzielt wurde.<\/p>\n<\/p>\n<p>2. Bei nicht b&ouml;rsennotierten Aktien kann der gemeine Wert grunds&auml;tzlich vom Wert der b&ouml;rsennotierten gattungsgleichen Aktien abgeleitet werden.<\/p>\n<\/p>\n<p>3. Die grunds&auml;tzlich auf den Zeitpunkt des Lohnzuflusses stichtagsbezogen vorzunehmende Bewertung von Sachlohn gebietet es, den gemeinen Wert nicht b&ouml;rsennotierter Aktien aus Verk&auml;ufen abzuleiten, die am Bewertungsstichtag oder, wenn solche Verk&auml;ufe nicht feststellbar sind, m&ouml;glichst in zeitlicher N&auml;he zum Bewertungsstichtag get&auml;tigt wurden.<\/p>\n<\/div>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Auf die Revision der Kl&auml;ger wird das Urteil des Finanzgerichts Berlin-Brandenburg vom 15. Januar 2015&nbsp;&nbsp;13 K 13142\/12 aufgehoben.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Sache wird an das Finanzgericht Berlin-Brandenburg zur&uuml;ckverwiesen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Diesem wird die Entscheidung &uuml;ber die Kosten des Revisionsverfahrens &uuml;bertragen.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Die Kl&auml;ger und Revisionskl&auml;ger (Kl&auml;ger) sind Eheleute, die f&uuml;r das Streitjahr (2004) zur Einkommensteuer zusammen veranlagt wurden. Der Kl&auml;ger war Vorstandsvorsitzender der A-AG und erzielte aus dieser T&auml;tigkeit Eink&uuml;nfte aus nichtselbst&auml;ndiger Arbeit.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Grundkapital der A-AG bestand aus &#8230;&nbsp;vinkulierten Namensaktien. Hiervon waren &#8230;&nbsp;Aktien mit der Wertpapierkennnummer (WKN) X nicht zum B&ouml;rsenhandel zugelassen. Die &uuml;brigen &#8230;&nbsp;Aktien mit der WKN Y waren dagegen zum B&ouml;rsenhandel zugelassen. Die b&ouml;rsennotierten und die nicht b&ouml;rsennotierten Aktien waren i.S. von &sect;&nbsp;11 des Aktiengesetzes gattungsgleich.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Streitjahr befanden sich &#8230;&nbsp;% der Aktien der A-AG im Streubesitz. &#8230;&nbsp;% der Aktien hielt die B-GmbH. Die &uuml;brigen &#8230;&nbsp;% hatte die D-AG &uuml;bernommen. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die D-AG ver&auml;u&szlig;erte am &#8230;&nbsp;2002&nbsp;&nbsp;&#8230;&nbsp;% des Grundkapitals der A-AG an Frau F. Weitere Aktien &uuml;berwiegend mit der WKN&nbsp;Y verkaufte die D-AG am &#8230;&nbsp;2003 zum Preis von &#8230;&nbsp;EUR an die Fondsgesellschaft L. Dies entsprach einem Kaufpreis je Aktie von &#8230;&nbsp;EUR.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Aufgrund eines &ouml;ffentlichen Angebots vom &#8230;&nbsp;2003 erwarb die A-AG von der D-AG deren restliche Aktien der A-AG sowie &#8230;&nbsp;Aktien aus Streubesitz, insgesamt &#8230;&nbsp;A-AG Aktien zu einem Preis von &#8230;&nbsp;EUR je Aktie.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Aktien der A-AG mit der WKN Y wurden im Streitjahr an fast allen deutschen B&ouml;rsenpl&auml;tzen gehandelt. In der Zeit vom &#8230;&nbsp;2003 bis zum &#8230;&nbsp;2004 wurden mehr als 200&nbsp;000&nbsp;St&uuml;ck im geregelten Handel umgesetzt. Au&szlig;erdem wurden von &#8230;&nbsp;2003 bis &#8230;&nbsp;2004 mehr als 1&nbsp;000&nbsp;000&nbsp;Aktien der A-AG mit der WKN&nbsp;X im so genannten &quot;freien Verkehr, der etwa zwischen Banken stattfand&quot;, gehandelt. Die Kaufpreise f&uuml;r die im &quot;freien Verkehr&quot; gehandelten Aktien der A-AG orientierten sich an den B&ouml;rsenkursen der A-AG Aktien.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Am &#8230;&nbsp;2004 beschloss die A-AG ein Management-Beteiligungsprogramm. Hiernach konnten die Mitglieder des Vorstands bis zum &#8230;&nbsp;2004 insgesamt &#8230;&nbsp;Aktien der A-AG mit der WKN&nbsp;X zum Preis von &#8230;&nbsp;EUR je Aktie zzgl. 2&nbsp;% pro Jahr ab dem &#8230;&nbsp;2004 erwerben. Die Vorstandsmitglieder waren verpflichtet, die erworbenen Aktien f&uuml;r einen Zeitraum von f&uuml;nf Jahren zu halten. Die Haltefrist konnte unter bestimmten Umst&auml;nden verk&uuml;rzt werden. Bei Ausscheiden eines Vorstandsmitglieds aus dem Dienst der A-AG vor Ablauf der Haltefrist war die Gesellschaft berechtigt, die von dem Vorstand im Rahmen des Beteiligungsmodells erworbenen Aktien &#8211;prozentual gestaffelt nach dem Zeitpunkt des Ausscheidens&#8211; zu einem Preis von &#8230;&nbsp;EUR je Aktie zzgl. 2&nbsp;% pro Jahr ab dem &#8230;&nbsp;2004 zur&uuml;ck zu erwerben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger nahm dieses Angebot an und erwarb am &#8230;&nbsp;2004 insgesamt &#8230;&nbsp;Aktien der A-AG mit der WKN&nbsp;X zu einem Kaufpreis von &#8230;&nbsp;EUR je Aktie.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Rahmen einer bei der A-AG durchgef&uuml;hrten Lohnsteuer-Au&szlig;enpr&uuml;fung kam der Pr&uuml;fer zu dem Ergebnis, dass dem Kl&auml;ger durch den verbilligten Erwerb der Aktien ein geldwerter Vorteil zugeflossen sei. Im Anschluss an eine daraufhin beim Kl&auml;ger durchgef&uuml;hrte Au&szlig;enpr&uuml;fung vertrat der Beklagte und Revisionsbeklagte (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) die Auffassung, der gemeine Wert der vom Kl&auml;ger erworbenen Aktien sei mit &#8230;&nbsp;EUR pro St&uuml;ck anzusetzen, und erlie&szlig; f&uuml;r das Streitjahr einen ge&auml;nderten Einkommensteuerbescheid. Der Wertfindungszeitraum sei auf drei Monate vor dem Erwerbstag zu beschr&auml;nken. Der gewichtete Durchschnittskurs aller an den deutschen B&ouml;rsen gehandelten Aktien der A-AG habe in diesem Zeitraum &#8230;&nbsp;EUR betragen. Dem Kl&auml;ger sei je Aktie somit ein geldwerter Vorteil in H&ouml;he der Differenz zwischen dem gewichteten Durchschnittskurs und dem Kaufpreis zugeflossen, insgesamt also ein Betrag in H&ouml;he von &#8230;&nbsp;EUR. Der Einspruch der Kl&auml;ger hatte im Streitpunkt keinen Erfolg.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Finanzgericht (FG) wies die Klage ab. Der Aktienerwerb des Kl&auml;gers sei durch dessen Dienstverh&auml;ltnis veranlasst. Dem Kl&auml;ger sei auch ein geldwerter Vorteil mindestens in der vom FA angenommenen H&ouml;he zugeflossen. Anteile an Kapitalgesellschaften, die nicht an einer deutschen B&ouml;rse zum amtlichen Handel zugelassen seien, seien nach &sect;&nbsp;11 Abs.&nbsp;2 des Bewertungsgesetzes (BewG) zu bewerten. Hiernach sei der gemeine Wert der Aktien grunds&auml;tzlich aus weniger als ein Jahr zur&uuml;ckliegenden Verk&auml;ufen abzuleiten. Das FA habe den gemeinen Wert der vom Kl&auml;ger erworbenen Aktien zutreffend in Anlehnung an die letzten B&ouml;rsenkurse der A-AG ermittelt. Entgegen der Auffassung der Kl&auml;ger sei der gemeine Wert nicht als gewichteter Durchschnittswert aus allen Aktienverk&auml;ufen innerhalb des letzten Jahres zu bilden. Dies w&uuml;rde der nach dem Gesetzeszweck geforderten stichtagsbezogenen Bewertung widersprechen. Entgegen der vom FG Hamburg im Urteil vom 18.&nbsp;November 2009&nbsp;&nbsp;6&nbsp;K&nbsp;127\/07 (Entscheidungen der Finanzgerichte &#8211;EFG&#8211; 2010, 492) vertretenen Ansicht bestehe auch keine Veranlassung, den B&ouml;rsenpreis der Aktien aufgrund des geringen Handelsvolumens als Bewertungsma&szlig;stab au&szlig;er Betracht zu lassen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit der Revision r&uuml;gen die Kl&auml;ger Verletzung materiellen Rechts.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Sie beantragen,<br \/>das Urteil des FG Berlin-Brandenburg vom 15.&nbsp;Januar 2015 aufzuheben und den Einkommensteuerbescheid vom 22.&nbsp;September 2010 in der Gestalt der Einspruchsentscheidung vom 21.&nbsp;Mai 2012 dahin abzu&auml;ndern, dass die Eink&uuml;nfte des Kl&auml;gers aus nichtselbst&auml;ndiger Arbeit um &#8230;&nbsp;EUR herabgesetzt werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt,<br \/>die Revision zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Revision der Kl&auml;ger ist begr&uuml;ndet. Sie f&uuml;hrt zur Aufhebung des angefochtenen Urteils und zur Zur&uuml;ckverweisung der Sache an das FG zur anderweitigen Verhandlung und Entscheidung (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;). Der Senat kann auf der Grundlage der tats&auml;chlichen Feststellungen der Vorinstanz nicht beurteilen, ob das FG die H&ouml;he des geldwerten Vorteils zutreffend bemessen hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Das FG hat allerdings zu Recht entschieden, dass die A-AG dem Kl&auml;ger als dessen Arbeitgeberin mit der (verbilligten) &Uuml;berlassung ihrer Aktien dem Grunde nach Arbeitslohn zugewendet hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zu den Einnahmen aus nichtselbst&auml;ndiger Arbeit nach &sect;&nbsp;19 Abs.&nbsp;1 Satz 1 Nr.&nbsp;1 i.V.m. &sect;&nbsp;8 Abs.&nbsp;1 des Einkommensteuergesetzes (EStG) geh&ouml;rt auch der Vorteil aus der verbilligten &Uuml;berlassung von Aktien, wenn der Vorteil dem Arbeitnehmer &quot;f&uuml;r&quot; seine Arbeitsleistung gew&auml;hrt wird (Senatsurteile vom 1.&nbsp;Februar 2007 VI&nbsp;R&nbsp;72\/05, BFH\/NV 2007, 898, und vom 23.&nbsp;Juni 2005 VI&nbsp;R&nbsp;124\/99, BFHE 209, 549, BStBl II 2005, 766, jeweils m.w.N.). Die Anwendung dieser Grunds&auml;tze ist zwischen den Beteiligten zu Recht ebenso wenig streitig wie die W&uuml;rdigung des FG, dass der Aktienerwerb des Kl&auml;gers auf der Grundlage des Management-Beteiligungsprogramms durch das Dienstverh&auml;ltnis veranlasst war (dazu Senatsurteil vom 19.&nbsp;Juni 2008 VI&nbsp;R&nbsp;4\/05, BFHE 222, 353, BStBl II 2008, 826). Zutreffend hat das FG insoweit entschieden, dass den Vorstandsmitgliedern der A-AG die Beteiligung an der Gesellschaft mit R&uuml;cksicht auf deren Dienstverh&auml;ltnis gew&auml;hrt wurde, um sie am Unternehmenserfolg zu beteiligen und sie hierdurch zu entlohnen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Der Senat kann auf der Grundlage der tats&auml;chlichen Feststellungen des FG allerdings nicht entscheiden, ob die Bewertung des geldwerten Vorteils durch die Vorinstanz frei von Rechtsfehlern zum Nachteil der Kl&auml;ger ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Die von der A-AG als Arbeitgeberin des Kl&auml;gers ausgegebenen Aktien der Gesellschaft sind eine Verm&ouml;gensbeteiligung i.S. von &sect;&nbsp;19a Abs.&nbsp;1 EStG in der im Streitjahr geltenden Fassung i.V.m. &sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 Buchst.&nbsp;a des F&uuml;nften Verm&ouml;gensbildungsgesetzes (5.&nbsp;VermBG) in der Fassung des Gesetzes vom 19.&nbsp;Dezember 2000 (BGBl I 2000, 1790). Der Umstand, dass die Vorschriften des 5.&nbsp;VermBG nach dessen &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;3 Nr.&nbsp;1 nicht f&uuml;r verm&ouml;genswirksame Leistungen juristischer Personen an Mitglieder des Organs gelten, das zur gesetzlichen Vertretung der juristischen Person berufen ist, steht der Anwendung von &sect;&nbsp;19a Abs.&nbsp;1 EStG i.V.m. &sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 Buchst.&nbsp;a 5.&nbsp;VermBG nicht entgegen. &sect;&nbsp;19a Abs.&nbsp;1 EStG verweist nicht auf &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;3 Nr.&nbsp;1&nbsp;&nbsp;5.&nbsp;VermBG, sondern lediglich auf &sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 und Abs.&nbsp;2 bis 5&nbsp;&nbsp;5.&nbsp;VermBG zur Bestimmung der gef&ouml;rderten Verm&ouml;gensbeteiligungen (Barein in Littmann\/Bitz\/Pust, Das Einkommensteuerrecht, Kommentar, &sect;&nbsp;19a Rz&nbsp;14). &sect;&nbsp;19a EStG gilt daher f&uuml;r alle Arbeitnehmer im ertragsteuerlichen Sinn (Schmidt\/ Kr&uuml;ger, EStG, 32.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;19a Rz&nbsp;20), insbesondere auch wenn es sich um Organe juristischer Personen handelt (ebenso Breinersdorfer, in: Kirchhof\/S&ouml;hn\/Mellinghoff, EStG, &sect;&nbsp;19a Rz&nbsp;B&nbsp;2; Bl&uuml;mich\/von Twickel, &sect;&nbsp;19a EStG Rz&nbsp;25). Im Streitfall war der Kl&auml;ger zwar Mitglied des Vorstands der A-AG, ertragsteuerlich war er aber gleichwohl deren Arbeitnehmer und erzielte Eink&uuml;nfte aus nichtselbst&auml;ndiger Arbeit.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Nach &sect;&nbsp;19a Abs.&nbsp;2 Satz 1 EStG ist als Wert der Verm&ouml;gensbeteiligung der gemeine Wert anzusetzen. Werden einem Arbeitnehmer Verm&ouml;gensbeteiligungen i.S. des &sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 Buchst.&nbsp;a, b und f 5.&nbsp;VermBG &uuml;berlassen, die am Tag der Beschlussfassung &uuml;ber die &Uuml;berlassung an einer deutschen B&ouml;rse zum amtlichen Handel zugelassen sind, werden diese gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;19a Abs.&nbsp;2 Satz 2 EStG mit dem niedrigsten an diesem Tag f&uuml;r sie im amtlichen Handel notierten Kurs angesetzt, wenn am Tag der &Uuml;berlassung nicht mehr als neun Monate seit dem Tag der Beschlussfassung &uuml;ber die &Uuml;berlassung vergangen sind. Liegt am Tag der Beschlussfassung &uuml;ber die &Uuml;berlassung eine Notierung nicht vor, so werden diese Verm&ouml;gensbeteiligungen mit dem letzten innerhalb von 30&nbsp;Tagen vor diesem Tag im amtlichen Handel notierten Kurs angesetzt (&sect;&nbsp;19a Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;3 EStG). &sect;&nbsp;19a Abs.&nbsp;2 S&auml;tze&nbsp;2 und 3 EStG gelten nach Satz 4 der Vorschrift entsprechend f&uuml;r Verm&ouml;gensbeteiligungen i.S. des &sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 Buchst.&nbsp;a, b und f 5.&nbsp;VermBG, die im Inland zum geregelten Markt zugelassen oder in den Freiverkehr einbezogen sind oder in einem anderen Staat des Europ&auml;ischen Wirtschaftsraums zum Handel an einem geregelten Markt i.S. des Art.&nbsp;1 Nr.&nbsp;13 der Richtlinie 93\/22\/EWG des Rates vom 10.&nbsp;Mai 1993 &uuml;ber Wertpapierdienstleistungen (Amtsblatt der Europ&auml;ischen Gemeinschaften Nr.&nbsp;L&nbsp;141 S.&nbsp;27) zugelassen sind. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Voraussetzungen, unter denen der Anwendungsbereich der speziellen Bewertungsvorschriften in &sect;&nbsp;19a Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 (bis Satz&nbsp;4) EStG wegen ihrer Abweichung von der allgemeinen Bewertungsregelung in &sect;&nbsp;8 Abs.&nbsp;2 EStG zu beschr&auml;nken ist (dazu Senatsurteil vom 10.&nbsp;M&auml;rz 2010 VI&nbsp;R&nbsp;36\/08, BFH\/NV 2010, 1432, m.w.N.), liegen im Streitfall nicht vor.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Das FG hat &#8211;f&uuml;r den Senat bindend (&sect;&nbsp;118 Abs.&nbsp;2 FGO)&#8211; festgestellt, dass die A-AG den Beschluss &uuml;ber die &Uuml;berlassung ihrer Aktien mit der WKN X an ihre Vorstandsmitglieder am &#8230; 2004 getroffen hatte. Die &Uuml;berlassung der Aktien an den Kl&auml;ger erfolgte nach den Feststellungen des FG am &#8230; 2004 und damit nicht mehr als neun Monate seit der Beschlussfassung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Das FG hat ferner festgestellt, dass die betreffenden Aktien der A-AG mit der WKN X nicht &quot;zum B&ouml;rsenhandel&quot; zugelassen waren. Das FG hat aber ebenfalls festgestellt, dass die Aktien &quot;im sog. freien Verkehr&quot; gehandelt wurden. Der Senat kann mangels hinreichender tats&auml;chlicher Feststellungen des FG nicht beurteilen, ob es sich bei dem vom FG angesprochenen &quot;sog. freien Verkehr&quot; um den Freiverkehr i.S. von &sect;&nbsp;19a Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;4 EStG handelte oder ob das FG mit dem &quot;sog. freien Verkehr&quot; den vom Freiverkehr zu unterscheidenden freien Markt bezeichnen wollte. Hiervon h&auml;ngt es aber ab, ob die Aktien der A-AG gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;19a Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 und Satz&nbsp;4 EStG mit dem Kurs im Freiverkehr am &#8230; 2004 (Tag der Beschlussfassung) zu bewerten sind oder ob &#8211;abweichend hiervon&#8211; die Bewertung der Aktien nach allgemeinen Grunds&auml;tzen zum Zeitpunkt des Zuflusses mit dem gemeinen Wert zu erfolgen hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(1) Bis zum 31.&nbsp;Oktober 2007 existierten in der Bundesrepublik Deutschland grunds&auml;tzlich drei verschiedene B&ouml;rsensegmente, n&auml;mlich der Amtliche Markt, der Geregelte Markt und der Freiverkehr. Mit dem Regulierten Markt ist am 1.&nbsp;November 2007 die bisher bestehende Unterteilung der Zulassungssegmente (Amtlicher und Geregelter Markt) obsolet geworden (zu Einzelheiten z.B. Riedel in Daragan\/Halaczinsky\/Riedel, ErbStG, BewG, 2.&nbsp;Aufl., 2012, &sect;&nbsp;11 BewG Rz&nbsp;5&nbsp;ff.; Mannek in G&uuml;rsching\/ Stenger, Bewertungsrecht, &sect;&nbsp;11 BewG Rz&nbsp;41&nbsp;ff.). <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Neben dem Amtlichen und dem Geregelten Markt bzw. dem Regulierten Markt bestand &#8211;und besteht nach wie vor&#8211; der Freiverkehr. Nach &sect;&nbsp;57 Abs.&nbsp;1 des B&ouml;rsengesetzes (B&ouml;rsG) in der im Streitjahr geltenden Fassung (jetzt &sect;&nbsp;48 B&ouml;rsG) konnte die B&ouml;rse f&uuml;r Wertpapiere, die weder zum Amtlichen noch zum Geregelten Markt zugelassen waren, einen Freiverkehr zulassen, wenn durch Handelsrichtlinien eine ordnungsm&auml;&szlig;ige Durchf&uuml;hrung des Handels und der Gesch&auml;ftsabwicklung gew&auml;hrleistet erschien. Basis f&uuml;r die Einbeziehung von Wertpapieren in den Freiverkehr waren die entsprechenden Freiverkehrsrichtlinien der B&ouml;rse. Der Freiverkehr fand zwar in der B&ouml;rse statt, er wurde aber nicht staatlich &uuml;berwacht. Er wurde von Freiverkehrsaussch&uuml;ssen durchgef&uuml;hrt, die privatrechtliche Einrichtungen des Wertpapierhandels nach Art einer Interessengemeinschaft waren (Urteil des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 6.&nbsp;Mai 1977 III&nbsp;R&nbsp;17\/75, BFHE 122, 334, BStBl II 1977, 626; Breinersdorfer, a.a.O., &sect;&nbsp;19a Rz&nbsp;B&nbsp;46; Mannek in G&uuml;rsching\/ Stenger, a.a.O., &sect;&nbsp;11 Rz&nbsp;43, m.w.N.). Der f&uuml;r die im Freiverkehr gehandelten Wertpapiere festgestellte Wert war nicht amtlich (Eisele in R&ouml;ssler\/Troll, BewG, &sect;&nbsp;11 Rz&nbsp;5, m.w.N.). Mithin erfolgte hier keine regul&auml;re Kursfeststellung, im Allgemeinen wurde aber dem amtlichen Kurszettel auch ein Freiverkehrszettel beigef&uuml;gt, aus dem die im Freiverkehr ermittelten Preise zu ersehen waren.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(2) Neben dem Amtlichen Markt und dem Geregelten Markt (Regulierten Markt) sowie dem Freiverkehr stand &#8211;und steht weiterhin&#8211; der freie Markt. Dieser findet insbesondere im Telefonverkehr und im Bankenverkehr statt. Er wird weder offiziell noch halboffiziell &uuml;berwacht. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Wertpapiere, die nur im freien Markt gehandelt wurden, waren nicht nach &sect;&nbsp;19a Abs.&nbsp;2 S&auml;tze 2 bis 4 EStG bzw. &sect;&nbsp;11 Abs.&nbsp;1 BewG, sondern nach &sect;&nbsp;11 Abs.&nbsp;2 BewG zu bewerten (BFH-Urteile vom 29.&nbsp;Juli 2010 VI&nbsp;R&nbsp;30\/07, BFHE 230, 413, BStBl II 2011, 68; vom 9.&nbsp;M&auml;rz 1994 II&nbsp;R&nbsp;39\/90, BFHE 173, 561, BStBl II 1994, 394, und vom 25.&nbsp;August 1972 III&nbsp;R&nbsp;33\/71, BFHE 107, 303, BStBl II 1973, 46; Eisele in R&ouml;ssler\/Troll, a.a.O., &sect;&nbsp;11 Rz&nbsp;6; Mannek in G&uuml;rsching\/Stenger, a.a.O., &sect;&nbsp;11 Rz&nbsp;46; Riedel in Daragan\/Halaczinsky\/Riedel, a.a.O., &sect;&nbsp;11 BewG Rz&nbsp;12).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(3) Die Feststellungen des FG zum Handel mit den Aktien der A-AG mit der WKN X sind hiernach widerspr&uuml;chlich, zumindest aber l&uuml;ckenhaft. Sie erlauben daher keine abschlie&szlig;ende Entscheidung des Streitfalls. Denn das FG hat festgestellt, dass die Aktien der A-AG mit der WKN X &quot;im sog. freien Verkehr, der etwa zwischen Banken stattfand und sich an den B&ouml;rsenkursen orientierte&quot;, gehandelt wurden. Die Aktien waren nach den Feststellungen des FG &quot;nicht zum B&ouml;rsenhandel zugelassen&quot;. Die Hinweise des FG auf den Handel der Aktien im freien Verkehr kann f&uuml;r einen Handel im Freiverkehr sprechen. Die Hinweise auf die fehlende B&ouml;rsenzulassung und den Interbankenhandel k&ouml;nnen demgegen&uuml;ber auf einen Handel nur auf dem freien Markt hindeuten, wobei das FG mit der B&ouml;rsenzulassung m&ouml;glicherweise auch nur die Zulassung zum Amtlichen Markt bzw. zum Geregelten Markt gemeint haben kann. Denn es hat im Hinblick auf die b&ouml;rsennotierten Aktien mit der WKN Y Ums&auml;tze im &quot;geregelten Handel&quot; festgestellt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Das FG wird im zweiten Rechtsgang daher zun&auml;chst festzustellen haben, ob die Aktien der A-AG mit der WKN X im Freiverkehr gehandelt wurden. Sofern dies der Fall gewesen sein sollte, sind die Aktien mit dem (niedrigsten) im Freiverkehr am &#8230; 2004 ermittelten Kurs zu bewerten (&sect;&nbsp;19a Abs.&nbsp;2 S&auml;tze&nbsp;2 und 4 EStG). Lag am &#8230; 2004 eine Notierung im Freiverkehr nicht vor, so sind die Aktien mit dem letzten innerhalb von 30 Tagen vor diesem Tag im Freiverkehr notierten Kurs anzusetzen (&sect;&nbsp;19a Abs.&nbsp;2 S&auml;tze&nbsp;3 und 4 EStG).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Sofern die Aktien der A-AG mit der WKN X nicht in den Freiverkehr einbezogen gewesen sein sollten und &sect;&nbsp;19a Abs.&nbsp;2 S&auml;tze&nbsp;2 bis 4 EStG dann nicht einschl&auml;gig sind, hat das FG im zweiten Rechtsgang von folgenden Rechtsgrunds&auml;tzen auszugehen:<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Ma&szlig;geblicher Bewertungsstichtag ist nach allgemeinen Grunds&auml;tzen der Zeitpunkt, zu dem dem Steuerpflichtigen (Kl&auml;ger) der Vorteil zuflie&szlig;t (z.B. Senatsurteile vom 7.&nbsp;Mai 2014 VI&nbsp;R&nbsp;73\/12, BFHE 245, 230, BStBl II 2014, 904; in BFHE 230, 413, BStBl II 2011, 68; vom 20.&nbsp;November 2008 VI&nbsp;R&nbsp;25\/05, BFHE 223, 419, BStBl II 2009, 382; in BFHE 222, 353, BStBl II 2008, 826; in BFHE 209, 549, BStBl II 2005, 766; vom 23.&nbsp;Juni 2005 VI&nbsp;R&nbsp;10\/03, BFHE 209, 559, BStBl II 2005, 770; BFH-Urteile vom 7.&nbsp;Dezember 2004 VIII&nbsp;R&nbsp;70\/02, BFHE 208, 546, BStBl II 2005, 468, und vom 24.&nbsp;Januar 2001 I&nbsp;R&nbsp;100\/98, BFHE 195, 102, BStBl II 2001, 509). Dies war im Streitfall nach den Feststellungen des FG der &#8230; 2004. Denn an diesem Tag erf&uuml;llte die A-AG den Anspruch des Kl&auml;gers auf Verschaffung der wirtschaftlichen Verf&uuml;gungsmacht &uuml;ber die Aktien. So versteht der Senat jedenfalls die Feststellung des FG, dass der Kl&auml;ger die Aktien am &#8230; 2004 &quot;erwarb&quot;.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;19a Abs.&nbsp;2 Satz 1 EStG ist als Wert der Aktien der gemeine Wert anzusetzen. Der gemeine Wert ist gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;11 Abs.&nbsp;2 BewG in der im Streitjahr geltenden Fassung zu ermitteln (dazu Senatsurteil in BFHE 230, 413, BStBl II 2011, 68, m.w.N.). Danach ist der gemeine Wert von Aktien grunds&auml;tzlich aus Verk&auml;ufen abzuleiten, die weniger als ein Jahr zur&uuml;ckliegen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Ausgehend davon, dass die Aktien der A-AG mit der WKN X nur auf dem freien Markt gehandelt wurden, kann der folglich gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;11 Abs.&nbsp;2 BewG zu ermittelnde gemeine Wert dieser Aktien grunds&auml;tzlich auch vom Wert der b&ouml;rsennotierten, gattungsgleichen Aktien der A-AG mit der WKN Y abgeleitet werden (dazu BFH-Urteile vom 28.&nbsp;Oktober 2008 IX&nbsp;R&nbsp;96\/07, BFHE 223, 190, BStBl II 2009, 45, und in BFHE 173, 561, BStBl II 1994, 394, jeweils m.w.N.; Riedel in Daragan\/Halaczinsky\/Riedel, a.a.O., &sect;&nbsp;11 BewG Rz&nbsp;20). Der Wortlaut des Gesetzes zwingt nicht zu der Schlussfolgerung, dass der gemeine Wert nicht notierter Anteile an Kapitalgesellschaften nur aus Verk&auml;ufen au&szlig;erhalb des B&ouml;rsenhandels abgeleitet werden kann. Entscheidend ist, dass die Verk&auml;ufe, aus denen der gemeine Wert der Anteile abgeleitet werden soll, im gew&ouml;hnlichen Gesch&auml;ftsverkehr get&auml;tigt wurden (BFH-Urteil vom 5.&nbsp;Februar 1992 II&nbsp;R&nbsp;185\/87, BFHE 167, 166, BStBl II 1993, 266). Darunter ist der Handel zu verstehen, der sich im freien Wirtschaftsleben nach den marktwirtschaftlichen Grunds&auml;tzen von Angebot und Nachfrage vollzieht und bei dem jeder Vertragspartner ohne Zwang und nicht aus Not oder besonderen R&uuml;cksichten, sondern freiwillig in Wahrung seiner eigenen Interessen zu handeln in der Lage ist (BFH-Urteil vom 28.&nbsp;November 1980 III&nbsp;R&nbsp;86\/78, BFHE 132, 482, 485, BStBl II 1981, 353, 355, m.w.N.). <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>33<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Diese Voraussetzungen sind beim Handel von Aktien an der B&ouml;rse in aller Regel erf&uuml;llt. Es begegnet daher keinen Bedenken, der Ableitung des gemeinen Werts von Aktien auch Verk&auml;ufe an der B&ouml;rse zugrunde zu legen; es sei denn, dass sich der B&ouml;rsenkurs nicht nach dem Verm&ouml;gen und nach den Ertragsaussichten der Aktiengesellschaft ausrichtet, sondern wesentlich von anderen Umst&auml;nden beeinflusst ist (BFH-Urteil in BFHE 173, 561, BStBl II 1994, 394).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>34<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Erst wenn sich der gemeine Wert der Aktien mit der WKN X auf die vorgenannte Weise nicht feststellen l&auml;sst, ist er nach &sect;&nbsp;11 Abs.&nbsp;2 Satz 2 BewG unter Ber&uuml;cksichtigung des Verm&ouml;gens und der Ertragsaussichten der Kapitalgesellschaft zu sch&auml;tzen. &sect;&nbsp;11 Abs.&nbsp;2 Satz 2 BewG regelt das Rangverh&auml;ltnis der beiden Methoden der Ermittlung des gemeinen Werts in der Weise, dass der gemeine Wert vorrangig aus der Wertbest&auml;tigung am Markt abzuleiten ist, also von dem Preis, der bei einer Ver&auml;u&szlig;erung im gew&ouml;hnlichen Gesch&auml;ftsverkehr (&sect;&nbsp;9 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 BewG) tats&auml;chlich erzielt wurde (BFH-Urteil vom 22.&nbsp;Januar 2009 II&nbsp;R&nbsp;43\/07, BFHE 224, 272, BStBl II 2009, 444, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>35<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Aus dem Tatbestandsmerkmal &quot;ableiten&quot; in &sect;&nbsp;11 Abs.&nbsp;2 BewG folgt indessen nicht, dass der gemeine Wert zwingend mit den tats&auml;chlich vorliegenden Kaufpreisen &uuml;bereinstimmen muss und die Kaufpreise &#8211;auch wenn im gew&ouml;hnlichen Gesch&auml;ftsverkehr und unter dritt&uuml;blichen Bedingungen zustande gekommen&#8211; unbesehen und pauschal der Wertfindung zugrunde zu legen sind. Ableiten bedeutet vielmehr, dass der tats&auml;chlich erzielte Kaufpreis als Ausdruck des gemeinen Werts zu &auml;ndern ist, wenn Umst&auml;nde vorliegen, die eine &Auml;nderung gebieten (BFH-Urteile vom 23.&nbsp;Februar 1979 III&nbsp;R&nbsp;44\/77, BFHE 128, 254, BStBl II 1979, 618; in BFHE 173, 561, BStBl II 1994, 394, und in BFHE 230, 413, BStBl II 2011, 68). Solche zu ber&uuml;cksichtigenden Umst&auml;nde hat der BFH etwa angenommen, wenn nur Kurswerte f&uuml;r Vorzugsaktien vorlagen, aber Stammaktien zu bewerten waren (BFH-Urteile in BFHE 173, 561, BStBl II 1994, 394; vom 21.&nbsp;April 1999 II&nbsp;R&nbsp;87\/97, BFHE 188, 431, BStBl II 1999, 810), wenn eine Minderheitsbeteiligung nach dem Verkaufspreis f&uuml;r eine Mehrheitsbeteiligung zu bewerten war (BFH-Urteil in BFHE 128, 254, BStBl II 1979, 618) oder wenn die Kapitalgesellschaft eigene Anteile h&auml;lt (BFH-Urteil vom 2.&nbsp;November 1988 II&nbsp;R&nbsp;52\/85, BFHE 155, 121, BStBl II 1989, 80). Der gemeine Wert nicht b&ouml;rsennotierter Aktien l&auml;sst sich allerdings auch dann nicht i.S. des &sect;&nbsp;11 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 BewG aus Verk&auml;ufen ableiten, wenn nach den im gew&ouml;hnlichen Gesch&auml;ftsverkehr erfolgten Ver&auml;u&szlig;erungen aber noch vor dem Bewertungsstichtag weitere objektive Umst&auml;nde hinzutreten, die daf&uuml;r sprechen, dass diese Verk&auml;ufe nicht mehr den gemeinen Wert der Aktien zum Bewertungsstichtag repr&auml;sentieren, und es an objektiven Ma&szlig;st&auml;ben f&uuml;r Zu- und Abschl&auml;ge fehlt, um von den festgestellten Verkaufspreisen der Aktien auf deren gemeinen Wert schlie&szlig;en zu k&ouml;nnen (Senatsurteil in BFHE 230, 413, BStBl II 2011, 68).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>36<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Voraussetzung f&uuml;r die Ableitung des gemeinen Werts aus Verk&auml;ufen ist, dass es sich um stichtagsnahe Ver&auml;u&szlig;erungen im gew&ouml;hnlichen Gesch&auml;ftsverkehr handelt. Denn die bewertungsrechtliche Anteilsbewertung ist von der Beurteilung nach dem Stichtagsprinzip gepr&auml;gt (BFH-Urteil vom 7.&nbsp;Dezember 1979 III&nbsp;R&nbsp;45\/77, BFHE 129, 394, BStBl II 1980, 234). F&uuml;r die ertragsteuerliche Anteilsbewertung zur Ermittlung der Eink&uuml;nfte aus nichtselbst&auml;ndiger Arbeit gilt nichts anderes. Auch sie erfolgt &#8211;wie oben dargelegt&#8211; stichtagsbezogen auf den Zeitpunkt des Lohnzuflusses.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>37<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Stichtagsprinzip gebietet es grunds&auml;tzlich, den gemeinen Wert nicht notierter Anteile, insbesondere von Aktien, aus Verk&auml;ufen abzuleiten, die m&ouml;glichst in zeitlicher N&auml;he zum Bewertungsstichtag get&auml;tigt wurden. Liegen Aktienverk&auml;ufe im gew&ouml;hnlichen Gesch&auml;ftsverkehr am Bewertungsstichtag vor, ist der gemeine Wert in der Regel aus diesen Verk&auml;ufen abzuleiten (Eisele in R&ouml;ssler\/Troll, a.a.O., &sect;&nbsp;11 Rz&nbsp;14). Dabei kann &#8211;wie oben dargelegt&#8211; der gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;11 Abs.&nbsp;2 BewG zu ermittelnde gemeine Wert der Aktien grunds&auml;tzlich auch vom Wert der b&ouml;rsennotierten, gattungsgleichen Aktien derselben Gesellschaft abgeleitet werden. Sind entsprechende Aktienverk&auml;ufe nicht feststellbar, sind die m&ouml;glichst zeitnah vor dem Bewertungsstichtag get&auml;tigten Verk&auml;ufe zur Ableitung des gemeinen Werts heranzuziehen. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>38<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Bei der Bewertung von Aktien aus Verk&auml;ufen gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;11 Abs.&nbsp;2 Satz 1 BewG kommt wegen der Stichtagsbezogenheit der Bewertung regelm&auml;&szlig;ig insbesondere keine Bewertung mit dem durchschnittlichen Preis der Aktienverk&auml;ufe in Betracht, die weniger als ein Jahr zur&uuml;ckliegen. Durch ein solches Vorgehen w&uuml;rde der Zweck der Bewertung verfehlt, den einkommensteuerbaren Vorteil im Zuflusszeitpunkt zu bestimmen. Diese Beurteilung entspricht auch der Bewertung an einer B&ouml;rse zum amtlichen Handel zugelassener oder in den Freiverkehr einbezogener Aktien nach &sect;&nbsp;11 Abs.&nbsp;1 BewG.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>39<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Die Kaufpreise m&uuml;ssen im gew&ouml;hnlichen Gesch&auml;ftsverkehr und unter dritt&uuml;blichen Bedingungen zustande gekommen sein. Diese Voraussetzung ist bei Kaufpreisen, die sich von B&ouml;rsenkursen ableiten lassen, regelm&auml;&szlig;ig gegeben. B&ouml;rsenkurse werden sowohl im Amtlichen und Geregelten Markt (Regulierten Markt) als auch im Freiverkehr durch den fortlaufenden Abgleich platzierter Kauf- und Verkaufsorder ermittelt. Die Kursermittlung erfolgt also durch die Gegen&uuml;berstellung von Angebot und Nachfrage. Insofern sind B&ouml;rsenkurse als Bewertungsgrundlage f&uuml;r den gemeinen Wert besonders geeignet. Etwas anderes gilt nur, wenn der B&ouml;rsenkurs nicht der wirklichen Gesch&auml;ftslage des Verkehrs an der B&ouml;rse entspricht, mit anderen Worten, wenn eine Streichung des festgestellten Kurses h&auml;tte erreicht werden k&ouml;nnen (BFH-Urteil vom 23.&nbsp;Februar 1977 II&nbsp;R&nbsp;63\/70, BFHE 121, 509, BStBl II 1977, 427; BFH-Beschluss vom 1.&nbsp;Oktober 2001 II&nbsp;B&nbsp;109\/00, BFH\/NV 2002, 319).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>40<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Demgegen&uuml;ber liegen keine ungew&ouml;hnlichen Verh&auml;ltnisse vor, wenn der Preis durch allgemeine politische oder wirtschaftspolitische Erw&auml;gungen oder durch Spekulation bestimmt wird (Kreutziger in Kreutziger\/Schaffner\/Stephany, BewG, 3.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;11 Rz&nbsp;34; Riedel in Daragan\/Halaczinsky\/Riedel, a.a.O., &sect;&nbsp;11 BewG Rz&nbsp;17). Denn der Einfluss solcher Umst&auml;nde auf den Kaufpreis von Wertpapieren, insbesondere Aktien, ist eine Grundtatsache eines freien Marktes. Preise, die sich unter solchen Umst&auml;nden gebildet haben, entsprechen der wirklichen Gesch&auml;ftslage des Verkehrs an der B&ouml;rse und im Freiverkehr (BFH-Urteile in BFHE 121, 509, BStBl II 1977, 427, und in BFHE 122, 334, BStBl II 1977, 626).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>41<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Preisbildung im gew&ouml;hnlichen Gesch&auml;ftsverkehr steht auch nicht entgegen, dass der Nennwert der verkauften Aktien im Verh&auml;ltnis zum Grundkapital der Gesellschaft gering ist (BFH-Urteil in BFHE 122, 334, BStBl II 1977, 626; Kreutziger in Kreutziger\/Schaffner\/Stephany, a.a.O., &sect;&nbsp;11 Rz&nbsp;34). F&uuml;r die Ableitung des gemeinen Werts nicht notierter Anteile nach &sect;&nbsp;11 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 BewG gen&uuml;gt nach der Rechtsprechung des BFH auch der Verkauf eines einzigen Anteils, wenn Gegenstand dieses Verkaufs nicht nur ein Zwerganteil ist, dessen Verkaufspreis f&uuml;r den gemeinen Wert der &uuml;brigen Anteile nur einen begrenzten Aussagewert hat (BFH-Urteile vom 16.&nbsp;Mai 2013 II&nbsp;R&nbsp;4\/11, BFH\/NV 2013, 1223, und vom 22.&nbsp;Juni 2010 II&nbsp;R&nbsp;40\/08, BFHE 230, 182, BStBl II 2010, 843, m.w.N.). <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>42<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Ob ein derartiger f&uuml;r die Ableitung des gemeinen Werts nicht geeigneter Verkauf eines Zwerganteils vorliegt, l&auml;sst sich nicht allein anhand der prozentualen H&ouml;he des verkauften Anteils, sondern nur anhand der gesamten Umst&auml;nde des Einzelfalls beurteilen. Entscheidend ist, ob die rechtlichen Vereinbarungen und die tats&auml;chlichen Gegebenheiten den Schluss zulassen, dass der Anteil im Hinblick auf die geringe H&ouml;he zu einem Preis verkauft wurde, der nicht dem gemeinen Wert der restlichen Anteile entspricht. F&uuml;r den Gesch&auml;ftsverkehr beim Handel mit Aktien an den deutschen B&ouml;rsen ist es aber gerade kennzeichnend, dass im Verh&auml;ltnis zum Grundkapital der Gesellschaften, deren Aktien zum B&ouml;rsenhandel zugelassen sind, die Nominalums&auml;tze sehr gering sind. Wenn es aber f&uuml;r den typischen Markt des Wertpapierhandels charakteristisch ist, dass der &quot;Marktpreis&quot; der Aktien gro&szlig;enteils aufgrund sehr geringer Ums&auml;tze zustande kommt, dann k&ouml;nnen f&uuml;r die Ableitung des gemeinen Werts von Aktien aus freien Verk&auml;ufen i.S. des &sect;&nbsp;11 Abs.&nbsp;2 BewG keine ungew&ouml;hnlichen Verh&auml;ltnisse angenommen werden, weil der Nennwert der umgesetzten Papiere nur einen geringen Bruchteil des Grundkapitals der Gesellschaft ausmacht (BFH-Urteil in BFHE 122, 334, BStBl II 1977, 626). Der gegenteiligen Auffassung in dem Urteil des FG Hamburg in EFG 2010, 492 kann sich der Senat folglich nicht anschlie&szlig;en. Der BFH hat &uuml;berdies bereits in seiner Entscheidung vom 12.&nbsp;Dezember 1975 III&nbsp;R&nbsp;30\/74 (BFHE 118, 66, BStBl II 1976, 238) darauf hingewiesen, dass sich auf die B&ouml;rsenkurse nicht nur die Verh&auml;ltnisse der Gesellschaft auswirken, deren Aktien umgesetzt werden, sondern auch allgemeine politische und wirtschaftspolitische Entwicklungen, Tendenzen und Erwartungen sowie Spekulationen. Deshalb k&ouml;nnten, falls sich derartige Umst&auml;nde auf die im Streitfall festzustellenden Verkaufspreise ausgewirkt haben sollten, auch diese Umst&auml;nde nicht als ungew&ouml;hnlich ausgeschieden werden, weil sie f&uuml;r den Wertpapiermarkt typisch sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>43<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>e) F&uuml;r den Fall, dass die Aktien der A-AG mit der WKN X nicht in den Freiverkehr einbezogen gewesen sein sollten, hat das FG im zweiten Rechtsgang hiernach zun&auml;chst festzustellen, ob die Aktien am &#8230; 2004 (Tag des Zuflusses) auf dem freien Markt, z.B. im Telefonhandel oder im Interbankenhandel, verkauft wurden. Sofern dies der Fall gewesen sein sollte, kann der gemeine Wert der Aktien aus diesen Verkaufspreisen abgeleitet werden. Sind solche Verk&auml;ufe nicht feststellbar, kann der gemeine Wert der Aktien auch aus dem niedrigsten B&ouml;rsenkurs der gattungsgleichen Aktien der A-AG mit der WKN&nbsp;Y am &#8230; 2004 (Zuflusszeitpunkt) abgeleitet werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>44<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>5. Die &Uuml;bertragung der Kostenentscheidung beruht auf &sect;&nbsp;143 Abs.&nbsp;2 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 1.9.2016, VI R 16\/15ECLI:DE:BFH:2016:U.010916.VIR16.15.0 Bewertung des geldwerten Vorteils aus dem Erwerb von Aktien im Rahmen eines Management-Beteiligungsprogramms Leits&auml;tze 1. Der gem&auml;&szlig; &sect; 11 Abs. 2 BewG zu ermittelnde gemeine Wert nicht b&ouml;rsennotierter Aktien ist vorrangig aus der Wertbest&auml;tigung am Markt abzuleiten, also von dem Preis, der bei einer Ver&auml;u&szlig;erung im gew&ouml;hnlichen Gesch&auml;ftsverkehr &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/vi-r-16-15-bewertung-des-geldwerten-vorteils-aus-dem-erwerb-von-aktien-im-rahmen-eines-management-beteiligungsprogramms\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">VI&nbsp;R&nbsp;16\/15 &#8211; Bewertung des geldwerten Vorteils aus dem Erwerb von Aktien im Rahmen eines Management-Beteiligungsprogramms<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-66326","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/66326","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=66326"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/66326\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=66326"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=66326"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=66326"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}