{"id":66340,"date":"2017-01-18T12:45:39","date_gmt":"2017-01-18T10:45:39","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=66340"},"modified":"2017-01-18T12:45:39","modified_gmt":"2017-01-18T10:45:39","slug":"viii-r-10-13-besteuerung-der-barabfindung-bei-einem-aktientausch-nach-einfuehrung-der-abgeltungsteuer","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/viii-r-10-13-besteuerung-der-barabfindung-bei-einem-aktientausch-nach-einfuehrung-der-abgeltungsteuer\/","title":{"rendered":"VIII&nbsp;R&nbsp;10\/13 &#8211; Besteuerung der Barabfindung bei einem Aktientausch nach Einf&uuml;hrung der Abgeltungsteuer"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 20.10.2016, VIII R 10\/13<br \/>ECLI:DE:BFH:2016:U.201016.VIIIR10.13.0<\/p>\n<p class=\"titel\">Besteuerung der Barabfindung bei einem Aktientausch nach Einf&uuml;hrung der Abgeltungsteuer<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>Ein Barausgleich, der anl&auml;sslich eines Aktientausches f&uuml;r vor dem 1. Januar 2009 erworbene ausl&auml;ndische Aktien gezahlt wird, ist nicht gem&auml;&szlig; &sect; 20 Abs. 4a Satz 2 EStG 2009 in eine einkommensteuerpflichtige Dividende umzuqualifizieren, wenn die Anteile wegen Ablaufs der einj&auml;hrigen Ver&auml;u&szlig;erungsfrist bereits steuerentstrickt waren. <\/p>\n<\/div>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Die Revision des Beklagten gegen das Urteil des Finanzgerichts D&uuml;sseldorf vom 11. Dezember 2012&nbsp;&nbsp;10 K 4059\/10 E wird als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckgewiesen.&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Kosten des Revisionsverfahrens hat der Beklagte zu tragen.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Die Kl&auml;ger und Revisionsbeklagten (Kl&auml;ger) sind Eheleute, die im Streitjahr (2009) zusammen zur Einkommensteuer veranlagt wurden. Die Kl&auml;gerin erwarb im Jahr 2006 insgesamt 750&nbsp;Aktien der US-amerikanischen Firma X (300 Aktien am 18.&nbsp;April 2006, 200 Aktien am 15.&nbsp;Mai 2006 und 250 Aktien am 6.&nbsp;November 2006). Im Zusammenhang mit der &Uuml;bernahme der Firma X durch die US-amerikanische Firma Y erhielt sie f&uuml;r jede X-Aktie 0,985 Y-Aktien und eine Zahlung in H&ouml;he von 33&nbsp;US-Dollar. Infolgedessen wurden im Streitjahr aus dem Depot der Kl&auml;gerin 750 X-Aktien ausgebucht und 738,75 Y-Aktien eingebucht. Die Barabfindung in H&ouml;he von umgerechnet 16.548,54&nbsp;EUR wurde von der depotf&uuml;hrenden Bank der Kapitalertragsteuer unterworfen. Die Kl&auml;gerin stellte in der Einkommensteuererkl&auml;rung f&uuml;r 2009 den Antrag auf &Uuml;berpr&uuml;fung des Steuereinbehalts nach &sect;&nbsp;32d Abs.&nbsp;4 des Einkommensteuergesetzes 2009 (EStG) und auf G&uuml;nstigerpr&uuml;fung nach &sect;&nbsp;32d Abs.&nbsp;6 EStG. Sie vertrat die Auffassung, dass die im Zusammenhang mit dem Aktientausch erhaltene Zuzahlung nicht der Abgeltungsteuer unterliege.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Beklagte und Revisionskl&auml;ger (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) folgte dem Antrag nicht und ber&uuml;cksichtigte bei der Einkommensteuerfestsetzung die Barabfindung im Rahmen der G&uuml;nstigerpr&uuml;fung als Kapitaleink&uuml;nfte, die nach &sect;&nbsp;32d Abs.&nbsp;1 EStG dem Abgeltungsteuersatz unterliegen. Es wies den hiergegen erhobenen Einspruch zur&uuml;ck, da die Barabfindung nach &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;4a Satz&nbsp;2 EStG als Kapitalertrag i.S. des &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 EStG zu besteuern sei. Das Finanzgericht (FG) hat der hiergegen erhobenen Klage mit seinem in Entscheidungen der Finanzgerichte (EFG) 2013, 520 ver&ouml;ffentlichten Urteil vom 11.&nbsp;Dezember 2012&nbsp;&nbsp;10&nbsp;K&nbsp;4059\/10&nbsp;E stattgegeben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit der Revision r&uuml;gt das FA, das Urteil des FG verletze &sect;&sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;4a Satz&nbsp;2, 52a Abs.&nbsp;10 Satz&nbsp;10 EStG. Danach sei die Barabfindung als Kapitalertrag nach &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 EStG zu besteuern. Dies gelte auch dann, wenn der Steuerpflichtige sie als Gegenleistung f&uuml;r den Tausch von Aktien erhalte, f&uuml;r die die Spekulationsfrist nach &sect;&nbsp;23 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 EStG in der am 1.&nbsp;Januar 1999 geltenden Fassung (a.F.) bereits abgelaufen sei. Ma&szlig;geblich f&uuml;r die Anwendung des &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;4a Satz&nbsp;2 EStG sei nach &sect;&nbsp;52a Abs.&nbsp;10 Satz&nbsp;10 EStG der Zufluss der Barabfindung und nicht der Zeitpunkt der Anschaffung der Anteile.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt,<br \/>das angefochtene Urteil der Vorinstanz aufzuheben und die Klage abzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;ger beantragen,<br \/>die Revision zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Revision ist unbegr&uuml;ndet und nach &sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;2 der Finanzgerichtsordnung (FGO) zur&uuml;ckzuweisen. Das FG ist im Ergebnis zu Recht davon ausgegangen, dass der bei dem Aktientausch gezahlte Barausgleich in H&ouml;he von 16.548,54&nbsp;EUR nicht gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;4a Satz&nbsp;2 EStG als Kapitalertrag i.S. des &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 EStG der Besteuerung nach &sect;&nbsp;32d Abs.&nbsp;1 EStG zugrunde zu legen ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Erh&auml;lt der Steuerpflichtige bei einem Aktientausch i.S. des &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;4a Satz&nbsp;1 EStG zus&auml;tzlich zu eingetauschten Aktien eine Gegenleistung, gilt diese gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;4a Satz&nbsp;2 EStG als Kapitalertrag i.S. des &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 EStG. Zwar findet die Vorschrift nach &sect;&nbsp;52a Abs.&nbsp;10 Satz&nbsp;10 EStG erstmals auf nach dem 31.&nbsp;Dezember 2008 zuflie&szlig;ende Kapitalertr&auml;ge Anwendung. Die Anwendung des &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;4a Satz&nbsp;2 EStG setzt jedoch voraus, dass es sich um eine steuerbare Gegenleistung f&uuml;r den Erhalt der Anteile handelt, da sich der Regelungsgehalt der Vorschrift auf die Umqualifizierung der Barkomponente in eine Dividende beschr&auml;nkt. Sie begr&uuml;ndet kein Besteuerungsrecht f&uuml;r bereits steuerentstrickte Verm&ouml;genswerte (so auch Jachmann\/ Lindenberg in Lademann, EStG, &sect;&nbsp;20 EStG Rz&nbsp;803; Beinert, GmbH-Rundschau 2012, 291, 295&nbsp;f.; im Ergebnis ebenso Buge in Herrmann\/Heuer\/Raupach, &sect;&nbsp;20 EStG Rz&nbsp;585; Jochum, in: Kirchhof\/S&ouml;hn\/Mellinghoff, EStG, &sect;&nbsp;20 Rz&nbsp;Fa&nbsp;25; D&ouml;tsch\/Werner in D&ouml;tsch\/Pung\/M&ouml;hlenbrock, Kommentar zum KStG und EStG, &sect;&nbsp;20 EStG Rz&nbsp;299a; von Beckerath in Kirchhof, EStG, 15.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;20 Rz&nbsp;160; Schmidt\/Weber-Grellet, EStG, 35.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;20 Rz&nbsp;163; Bl&uuml;mich\/Ratschow, &sect;&nbsp;20 EStG Rz&nbsp;434; W&uuml;llenkemper, EFG 2013, 522&nbsp;f.; Schie&szlig;l in Widmann\/Mayer, Umwandlungsrecht, &sect;&nbsp;13 UmwStG Rz&nbsp;379; Bron, Deutsches Steuerrecht &#8211;DStR&#8211; 2014, 353, 355&nbsp;f.; a.A. Trossen in R&ouml;dder\/Herlinghaus\/van&nbsp;Lishaut, UmwStG, 2.&nbsp;Aufl., Anh.&nbsp;11 Rz&nbsp;103; Steinlein, DStR 2009, 509, 510&nbsp;f.; Benecke und Schnitger, Die Unternehmensbesteuerung 2011, 1, 11). Andernfalls w&uuml;rde die Besteuerung nach &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;4a Satz&nbsp;2 EStG auf Verm&ouml;gensbest&auml;nde zugreifen, die nicht der Einkommensteuer unterliegen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Danach unterliegt der bei dem Aktientausch gezahlte Barausgleich in H&ouml;he von insgesamt 16.548,54&nbsp;EUR nicht der Besteuerung. Die Kl&auml;gerin hat den Barausgleich f&uuml;r den Mehrwert der eingetauschten X-Aktien erhalten, die sie vor dem 1.&nbsp;Januar 2009 angeschafft hatte und bei denen die Ver&auml;u&szlig;erungsfrist nach &sect;&nbsp;23 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 EStG a.F. i.V.m. &sect;&nbsp;52a Abs.&nbsp;11 Satz&nbsp;4 EStG zum Zeitpunkt des Aktientauschs und der Barzuzahlung bereits abgelaufen war. Der Wertgehalt der Aktien unterlag danach nicht mehr der Besteuerung, so dass die Umqualifizierung nach &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;4a Satz&nbsp;2 EStG nicht greift. Ob im vorliegenden Fall die Voraussetzungen des &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;4a Satz&nbsp;1 EStG beim Tausch der Aktien &#8211;wie vom FG angenommen&#8211; erf&uuml;llt waren, kann danach offenbleiben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Diese Auslegung ist auch aus verfassungsrechtlichen Gr&uuml;nden geboten, da die Besteuerung des Barausgleichs zu einem verfassungsrechtlich unzul&auml;ssigen Zugriff des Fiskus auf bereits steuerentstrickte Verm&ouml;genspositionen f&uuml;hren w&uuml;rde.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Nach der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts (BVerfG) zur Unzul&auml;ssigkeit von r&uuml;ckwirkenden Gesetzen verst&ouml;&szlig;t eine Besteuerung gegen die verfassungsrechtlichen Grunds&auml;tze des Vertrauensschutzes und ist nichtig, soweit sie auf Verm&ouml;gensgegenst&auml;nde zugreift, die nach der zuvor geltenden Rechtslage bereits steuerentstrickt waren und bis zum Zeitpunkt der Verk&uuml;ndung der neuen gesetzlichen Regelung steuerfrei realisiert worden sind oder steuerfrei h&auml;tten realisiert werden k&ouml;nnen (z.B. BVerfG-Beschluss vom 7.&nbsp;Juli 2010&nbsp;&nbsp;2&nbsp;BvL&nbsp;14\/02, 2&nbsp;BvL&nbsp;2\/04, 2&nbsp;BvL&nbsp;13\/05, BVerfGE 127, 1, 21&nbsp;ff.). Danach w&uuml;rde die Umqualifizierung des Barausgleichs gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;4a Satz&nbsp;2 EStG in einen nach &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 EStG zu besteuernden Kapitalertrag zu einer verfassungsrechtlich unzul&auml;ssigen Besteuerung der Aktien der Kl&auml;gerin f&uuml;hren, f&uuml;r die die einj&auml;hrige Haltefrist des &sect;&nbsp;23 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 EStG a.F. zum Zeitpunkt der Verk&uuml;ndung des Jahressteuergesetzes 2009 am 24.&nbsp;Dezember 2008, mit dem die Regelung des &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;4a EStG eingef&uuml;hrt wurde, bereits abgelaufen war.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Hinreichend gewichtige Gr&uuml;nde, die geeignet w&auml;ren, die nachtr&auml;gliche einkommensteuerrechtliche Belastung der bereits steuerentstrickten Aktien durch die Besteuerung des Barausgleichs zu rechtfertigen, sind nicht erkennbar. Die Regelung des &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;4a EStG sollte nach der Gesetzesbegr&uuml;ndung dazu f&uuml;hren, die Abgeltungsteuer f&uuml;r Steuerpflichtige und quellensteuerabzugsverpflichtete Kreditinstitute bei einem Aktientausch praktikabel auszugestalten (BTDrucks 16\/10189, S.&nbsp;50; BTDrucks 16\/11108, S.&nbsp;16). Hieraus ergibt sich jedoch keine Rechtfertigung f&uuml;r den steuerlichen Zugriff auf den Barausgleich beim Tausch endg&uuml;ltig steuerentstrickter Aktien. Ein solcher ist angesichts der durch &sect;&nbsp;32d Abs.&nbsp;4 EStG geschaffenen M&ouml;glichkeit, den Steuereinbehalt im Festsetzungsverfahren r&uuml;ckg&auml;ngig zu machen, auch nicht erforderlich.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Die Kostenentscheidung folgt aus &sect;&nbsp;135 Abs.&nbsp;2 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 20.10.2016, VIII R 10\/13ECLI:DE:BFH:2016:U.201016.VIIIR10.13.0 Besteuerung der Barabfindung bei einem Aktientausch nach Einf&uuml;hrung der Abgeltungsteuer Leits&auml;tze Ein Barausgleich, der anl&auml;sslich eines Aktientausches f&uuml;r vor dem 1. Januar 2009 erworbene ausl&auml;ndische Aktien gezahlt wird, ist nicht gem&auml;&szlig; &sect; 20 Abs. 4a Satz 2 EStG 2009 in eine einkommensteuerpflichtige Dividende umzuqualifizieren, wenn die Anteile wegen &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/viii-r-10-13-besteuerung-der-barabfindung-bei-einem-aktientausch-nach-einfuehrung-der-abgeltungsteuer\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">VIII&nbsp;R&nbsp;10\/13 &#8211; Besteuerung der Barabfindung bei einem Aktientausch nach Einf&uuml;hrung der Abgeltungsteuer<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-66340","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/66340","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=66340"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/66340\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=66340"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=66340"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=66340"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}