{"id":66368,"date":"2017-01-18T13:04:40","date_gmt":"2017-01-18T11:04:40","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=66368"},"modified":"2017-01-18T13:04:40","modified_gmt":"2017-01-18T11:04:40","slug":"ix-b-98-16-aufteilung-eines-gesamtkaufpreises-auf-grund-und-boden-bewertungsmethode","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/ix-b-98-16-aufteilung-eines-gesamtkaufpreises-auf-grund-und-boden-bewertungsmethode\/","title":{"rendered":"IX&nbsp;B&nbsp;98\/16 &#8211; Aufteilung eines Gesamtkaufpreises auf Grund und Boden &#8211; Bewertungsmethode"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 15.11.2016, IX B 98\/16<br \/>ECLI:DE:BFH:2016:B.151116.IXB98.16.0<\/p>\n<p class=\"titel\">Aufteilung eines Gesamtkaufpreises auf Grund und Boden &#8211; Bewertungsmethode<\/p>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Die Beschwerde des Kl&auml;gers wegen Nichtzulassung der Revision gegen das Urteil des Finanzgerichts Berlin-Brandenburg vom 21. Juli 2016&nbsp;&nbsp;8 K 8074\/14 wird als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckgewiesen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Kosten des Beschwerdeverfahrens hat der Kl&auml;ger zu tragen.<\/p>\n<\/div>\n<p class=\"gruende\">Gr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Nichtzulassungsbeschwerde hat keinen Erfolg. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Revision ist weder zur Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung (&sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2&nbsp;&nbsp;2.&nbsp;Alternative der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;, dazu unter 1.) noch wegen eines Verfahrensfehlers (&sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;3 FGO, dazu unter 2.) zuzulassen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Die Revision ist nicht gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2&nbsp;&nbsp;2.&nbsp;Alternative FGO zur Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung zuzulassen. Denn das Finanzgericht (FG) ist nicht von der Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs (BFH) abgewichen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Ist wie im Streitfall ein Gesamtkaufpreis gezahlt worden, dann ist der Kaufpreis zur Ermittlung der Bemessungsgrundlage f&uuml;r die Absetzung f&uuml;r Abnutzung aufzuteilen. Zun&auml;chst sind Boden- und Geb&auml;udewert gesondert zu ermitteln und sodann die Anschaffungskosten nach dem Verh&auml;ltnis der beiden Wertanteile in Anschaffungskosten f&uuml;r den Grund- und Bodenanteil und den Geb&auml;udeanteil aufzuteilen. F&uuml;r die Sch&auml;tzung des Werts des Grund- und Boden- sowie des Geb&auml;udeanteils kann nach st&auml;ndiger Rechtsprechung des BFH die Verordnung &uuml;ber die Grunds&auml;tze f&uuml;r die Ermittlung der Verkehrswerte von Grundst&uuml;cken (Immobilienwertermittlungsverordnung &#8211;ImmoWertV&#8211; vom 19.&nbsp;Mai 2010, BGBl I 2010, 639) herangezogen werden (vgl. BFH-Urteile vom 15.&nbsp;Januar 1985 IX&nbsp;R&nbsp;81\/83, BFHE 143, 61, BStBl II 1985, 252, unter 1.b; vom 2.&nbsp;Februar 1990 III&nbsp;R&nbsp;173\/86, BFHE 159, 505, BStBl II 1990, 497, unter I.2.c; vom 27.&nbsp;Juni 1995 IX&nbsp;R&nbsp;130\/90, BFHE 178, 151, BStBl II 1996, 215, unter 1.b; vom 11.&nbsp;Februar 2003 IX&nbsp;R&nbsp;13\/00, BFH\/NV 2003, 769, unter II.2.a, und vom 29.&nbsp;Mai 2008 IX&nbsp;R&nbsp;36\/06, BFH\/NV 2008, 1668, unter II.2., jeweils betreffend noch die Vorg&auml;ngerregelung in Gestalt der Wertermittlungsverordnung vom 15.&nbsp;August 1972, BGBl I 1972, 1416 bzw. vom 6.&nbsp;Dezember 1988, BGBl I 1988, 2209). Nach &sect;&nbsp;8 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 ImmoWertV ist der Verkehrswert mit Hilfe des Vergleichswert-, des Ertragswert- oder des Sachwertverfahrens zu ermitteln. Die Verfahren sind nach der Art des Wertermittlungsobjekts unter Ber&uuml;cksichtigung der im gew&ouml;hnlichen Gesch&auml;ftsverkehr bestehenden Gepflogenheiten und der sonstigen Umst&auml;nde des Einzelfalls, insbesondere der zur Verf&uuml;gung stehenden Daten, zu w&auml;hlen (&sect;&nbsp;8 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2&nbsp;&nbsp;1.&nbsp;Halbsatz ImmoWertV). Welches dieser &#8211;gleichwertigen&#8211; Wertermittlungsverfahren anzuwenden ist, ist nach den tats&auml;chlichen Gegebenheiten des jeweiligen Einzelfalls zu entscheiden (vgl. BFH-Urteile in BFHE 159, 505, BStBl II 1990, 497, unter I.2.c; in BFHE 178, 151, BStBl II 1996, 215, unter 1.c; vom 25.&nbsp;Mai 2005 IX&nbsp;R&nbsp;46\/04, BFH\/NV 2006, 261, und vom 16.&nbsp;September 2015 IX&nbsp;R&nbsp;12\/14, BFHE 251, 214, BStBl II 2016, 397, unter II.1.e; Beschl&uuml;sse vom 23.&nbsp;Juni 2005 IX&nbsp;B&nbsp;132\/04, BFH\/NV 2005, 1798; IX&nbsp;B&nbsp;117\/04, BFH\/NV 2005, 1813). Die Wahl ist zu begr&uuml;nden (&sect;&nbsp;8 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2&nbsp;&nbsp;2.&nbsp;Halbsatz ImmoWertV).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Bei selbstgenutzten und bei vermieteten Eigentumswohnungen (im Privatverm&ouml;gen) und Mehrfamilienh&auml;usern ist grunds&auml;tzlich eine Kaufpreisaufteilung unter Anwendung des Sachwertverfahrens angebracht. Aber auch eine Bewertung anhand des Ertragswertverfahrens ist ausnahmsweise m&ouml;glich, wenn dieses aus Sicht des FG zum zutreffenderen Wert f&uuml;hrt und die tats&auml;chlichen Wertverh&auml;ltnisse besser abbildet (vgl. BFH-Urteile in BFH\/NV 2003, 769, unter II.2.a, und in BFH\/NV 2008, 1668, unter II.2; Beschl&uuml;sse in BFH\/NV 2005, 1798, und BFH\/NV 2005, 1813).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Von diesen Rechtss&auml;tzen der Rechtsprechung des BFH ist auch das FG im Streitfall ausgegangen. Das FG hat seiner Entscheidung zugrunde gelegt, dass die Ermittlung des Verkehrswerts auf der Grundlage der ImmoWertV mit Hilfe des Vergleichswert-, des Ertragswert- oder des Sachwertverfahrens erfolgen kann. Es hat weiter ausgef&uuml;hrt, dass die vorliegende Immobilie auf der Grundlage der o.g. BFH-Rechtsprechung grunds&auml;tzlich unter Anwendung des Sachwertverfahrens zu bewerten ist. Es hat jedoch hier aufgrund der tats&auml;chlichen Gegebenheiten des Einzelfalls das Ertragswertverfahren f&uuml;r die zutreffendere Bewertungsmethode gehalten. Dies hat es unter Hinweis auf den Zustand des Geb&auml;udes, die Lage am Immobilienmarkt und die Besonderheiten des Objekts auch ausf&uuml;hrlich begr&uuml;ndet. Das FG hat dabei festgestellt, dass das Objekt in erster Linie zur Vermietung geeignet und nicht zur Selbstnutzung gedacht war. Daher stellten die Ertragsaussichten den wesentlichen wertbildenden Faktor dar, was aus Sicht des FG folgerichtig zu einer Anwendung des Ertragswertverfahrens gef&uuml;hrt hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Soweit sich der Kl&auml;ger und Beschwerdef&uuml;hrer auf das Vorliegen eines Verfahrensfehlers (&sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;3 FGO) beruft, hat er diesen nicht entsprechend den Anforderungen des &sect;&nbsp;116 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;3 FGO dargelegt. Vielmehr beschr&auml;nkt sich sein Vortrag darauf, die Wertermittlung des FG sei fehlerhaft und von falschen Tatsachen ausgegangen. Damit kann die Zulassung der Revision wegen eines Verfahrensfehlers nicht erreicht werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Von einer weiter gehenden Begr&uuml;ndung wird gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;116 Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;2 FGO abgesehen. Die Kostenentscheidung beruht auf &sect;&nbsp;135 Abs.&nbsp;2 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 15.11.2016, IX B 98\/16ECLI:DE:BFH:2016:B.151116.IXB98.16.0 Aufteilung eines Gesamtkaufpreises auf Grund und Boden &#8211; Bewertungsmethode Tenor Die Beschwerde des Kl&auml;gers wegen Nichtzulassung der Revision gegen das Urteil des Finanzgerichts Berlin-Brandenburg vom 21. Juli 2016&nbsp;&nbsp;8 K 8074\/14 wird als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckgewiesen. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens hat der Kl&auml;ger zu tragen. Gr&uuml;nde 1&nbsp; Die Nichtzulassungsbeschwerde hat &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/ix-b-98-16-aufteilung-eines-gesamtkaufpreises-auf-grund-und-boden-bewertungsmethode\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">IX&nbsp;B&nbsp;98\/16 &#8211; Aufteilung eines Gesamtkaufpreises auf Grund und Boden &#8211; Bewertungsmethode<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-66368","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-steuer"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/66368","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=66368"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/66368\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=66368"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=66368"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=66368"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}