{"id":66372,"date":"2017-01-18T12:56:01","date_gmt":"2017-01-18T10:56:01","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=66372"},"modified":"2017-01-18T12:56:01","modified_gmt":"2017-01-18T10:56:01","slug":"ii-r-65-14-kein-abzug-des-fonds-zur-bauspartechnischen-absicherung-bei-der-einheitsbewertung-des-betriebsvermoegens","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/ii-r-65-14-kein-abzug-des-fonds-zur-bauspartechnischen-absicherung-bei-der-einheitsbewertung-des-betriebsvermoegens\/","title":{"rendered":"II&nbsp;R&nbsp;65\/14 &#8211; Kein Abzug des &quot;Fonds zur bauspartechnischen Absicherung&quot; bei der Einheitsbewertung des Betriebsverm&ouml;gens"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 9.11.2016, II R 65\/14<br \/>ECLI:DE:BFH:2016:U.091116.IIR65.14.0<\/p>\n<p class=\"titel\">Kein Abzug des &quot;Fonds zur bauspartechnischen Absicherung&quot; bei der Einheitsbewertung des Betriebsverm&ouml;gens<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>Der von Bausparkassen gebildete &quot;Fonds zur bauspartechnischen Absicherung&quot; war bei der Einheitsbewertung des Betriebsverm&ouml;gens nicht abziehbar.<\/p>\n<\/div>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Die Revision der Kl&auml;gerin gegen das Urteil des Hessischen Finanzgerichts vom 22. Mai 2013&nbsp;&nbsp;4 K 3141\/11 wird als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckgewiesen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Kosten des Revisionsverfahrens hat die Kl&auml;gerin zu tragen.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">I.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin und Revisionskl&auml;gerin (Kl&auml;gerin), eine private Bausparkasse i.S. des &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 des Gesetzes &uuml;ber Bausparkassen (BausparkG) in der Rechtsform einer AG, bildete ab dem Jahr 1991 den durch &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 BausparkG in der seinerzeit geltenden Fassung des Art.&nbsp;1 Nr.&nbsp;5 des Gesetzes zur &Auml;nderung des Gesetzes &uuml;ber Bausparkassen vom 13.&nbsp;Dezember 1990 (BGBl I 1990, 2770) &#8211;BausparkG a.F.&#8211; eingef&uuml;hrten Sonderposten &quot;Fonds zur bauspartechnischen Absicherung&quot; und bilanzierte ihn nach der Position &quot;R&uuml;ckstellungen&quot; und vor der Position &quot;Sonderposten mit R&uuml;cklagenanteil&quot;. Der Fonds wurde auch in den Steuerbilanzen als Passivposten ber&uuml;cksichtigt, und zwar mit den in den Pr&uuml;ferbilanzen ausgewiesenen Werten von 108.734.010&nbsp;DM zum 31.&nbsp;Dezember 1995 und von 118.225.000&nbsp;DM zum 31.&nbsp;Dezember 1996.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Beklagte und Revisionsbeklagte (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) lie&szlig; den Fonds demgegen&uuml;ber bei der Einheitsbewertung des Betriebsverm&ouml;gens der Kl&auml;gerin auf den 1.&nbsp;Januar 1996 und auf den 1.&nbsp;Januar 1997 nicht zum Abzug zu. Der Einspruch blieb erfolglos.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Finanzgericht (FG) wies die Klage mit der Begr&uuml;ndung ab, es handle sich weder um eine R&uuml;ckstellung noch um einen passiven Rechnungsabgrenzungsposten, sondern um eine nach &sect;&nbsp;103 Abs.&nbsp;3 des Bewertungsgesetzes in der seinerzeit geltenden Fassung (BewG a.F.) bei der Einheitsbewertung des Betriebsverm&ouml;gens nicht abziehbare R&uuml;cklage.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dieser Ansicht tritt die Kl&auml;gerin mit der Revision entgegen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin beantragt, die Vorentscheidung aufzuheben und den Einheitswertbescheid des FA auf den 1.&nbsp;Januar 1996 vom 7.&nbsp;April 2005 in Gestalt der Einspruchsentscheidung vom 22.&nbsp;Dezember 2011 dahin abzu&auml;ndern, dass der Einheitswert in H&ouml;he von 491.465.000&nbsp;DM festgestellt wird, sowie den Einheitswertbescheid des FA auf den 1.&nbsp;Januar 1997 vom 21.&nbsp;M&auml;rz 2005 in Gestalt der Einspruchsentscheidung vom 22.&nbsp;Dezember 2011 dahin abzu&auml;ndern, dass der Einheitswert in H&ouml;he von 594.321.000&nbsp;DM festgestellt wird.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt, die Revision als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">II.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Revision ist unbegr&uuml;ndet und war daher zur&uuml;ckzuweisen (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;2 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;). Das FG hat den &quot;Fonds zur bauspartechnischen Absicherung&quot; zu Recht als eine nach &sect;&nbsp;103 Abs.&nbsp;3 BewG a.F. nicht abziehbare R&uuml;cklage angesehen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;95 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 BewG a.F. umfasst das Betriebsverm&ouml;gen bewertungsrechtlich alle Teile eines Gewerbebetriebs i.S. des &sect;&nbsp;15 Abs.&nbsp;1 und 2 des Einkommensteuergesetzes (EStG), die bei der steuerlichen Gewinnermittlung zum Betriebsverm&ouml;gen geh&ouml;ren; &sect;&nbsp;92 Abs.&nbsp;5 und &sect;&nbsp;99 BewG a.F. bleiben unber&uuml;hrt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Danach richtet sich der Umfang des Betriebsverm&ouml;gens f&uuml;r Zwecke der Einheitsbewertung f&uuml;r die Stichtage vom 1.&nbsp;Januar 1993 bis 1.&nbsp;Januar 1997 weitgehend danach, was ertragsteuerrechtlich dem Betriebsverm&ouml;gen zugerechnet wird (Urteil des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 13.&nbsp;Dezember 2011 II&nbsp;R&nbsp;2\/11, BFH\/NV 2012, 714, Rz&nbsp;11).&nbsp;&nbsp;Einen Gewerbebetrieb bilden nach &sect;&nbsp;97 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 BewG a.F. insbesondere alle Wirtschaftsg&uuml;ter, die einer Kapitalgesellschaft geh&ouml;ren, wenn diese ihre Gesch&auml;ftsleitung oder ihren Sitz im Inland hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Bei bilanzierenden Gewerbetreibenden &#8211;wie z.B. einer AG&#8211; sind f&uuml;r den Ansatz der aktiven und passiven Wirtschaftsg&uuml;ter in der Verm&ouml;gensaufstellung die Steuerbilanzans&auml;tze, die der Ertragsbesteuerung zugrunde gelegt wurden, dem Grunde und der H&ouml;he nach ma&szlig;gebend (&sect;&nbsp;109 Abs.&nbsp;1, &sect;&nbsp;109a BewG a.F.). Soweit das Gesetz nicht etwas anderes vorsieht, besteht Bestands- und Wertidentit&auml;t zwischen der Steuerbilanz und der Verm&ouml;gensaufstellung (BFH-Urteile vom 16.&nbsp;Juni 2009 II&nbsp;R&nbsp;23\/07, BFH\/NV 2009, 1786, und in BFH\/NV 2012, 714, Rz&nbsp;13).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Soweit das Gesetz f&uuml;r Zwecke der Einheitsbewertung des Betriebsverm&ouml;gens die Ma&szlig;geblichkeit der Steuerbilanzwerte anordnet, sind damit diejenigen Werte gemeint, die sich aus der Steuerbilanz, d.h. derjenigen Bilanz ergeben, die der Ertragsbesteuerung bzw. der einheitlichen und gesonderten Gewinnfeststellung zugrunde gelegen hat. Die Bindung an die Steuerbilanz ist eine rein formale. Sie besteht unabh&auml;ngig davon, ob die Bilanzans&auml;tze nach ertragsteuerrechtlichen Grunds&auml;tzen zutreffend sind. Eine eigenst&auml;ndige bewertungsrechtliche Pr&uuml;fung, ob und mit welchem Wert aktive und passive Wirtschaftsg&uuml;ter des ertragsteuerrechtlichen Betriebsverm&ouml;gens anzusetzen sind, erfolgt nicht (BFH-Urteile vom 25.&nbsp;Oktober 2000 II&nbsp;R&nbsp;58\/98, BFHE 194, 238, BStBl II 2001, 92, und vom 11.&nbsp;M&auml;rz 2008 II&nbsp;R&nbsp;84\/05, BFH\/NV 2008, 1454).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Der Grundsatz der Bestandsidentit&auml;t zwischen der Steuerbilanz und der Verm&ouml;gensaufstellung wird durch &sect;&nbsp;103 Abs.&nbsp;3 BewG a.F. eingeschr&auml;nkt. Danach sind R&uuml;cklagen nur insoweit abzugsf&auml;hig, als ihr Abzug bei der Einheitsbewertung des Betriebsverm&ouml;gens durch Gesetz ausdr&uuml;cklich zugelassen ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) In der Handelsbilanz gebildete R&uuml;cklagen sind somit bei der Einheitsbewertung des Betriebsverm&ouml;gens nicht nur dann nicht abzuziehen, wenn sie bereits in der Steuerbilanz nicht angesetzt wurden, sondern grunds&auml;tzlich auch, wenn sie in der Steuerbilanz ber&uuml;cksichtigt wurden. Der Gesetzgeber hat sich mit dieser Regelung f&uuml;r eine Unterscheidung zwischen Ertragsteuerrecht einerseits und der Einheitsbewertung des Betriebsverm&ouml;gens andererseits entschieden. Darin liegt entgegen der Ansicht der Kl&auml;gerin kein Widerspruch, der durch eine Gesetzesauslegung beseitigt werden k&ouml;nnte. Vielmehr handelt es sich um eine vom Gesetzgeber im Rahmen des ihm zustehenden weiten Gestaltungsspielraums getroffene Differenzierung. Dies schlie&szlig;t es aus, eine R&uuml;cklage wegen der Ziele, die der Gesetzgeber mit ihrer ertragsteuerrechtlichen Abziehbarkeit verfolgt, bei der Einheitsbewertung des Betriebsverm&ouml;gens ohne ausdr&uuml;ckliche gesetzliche Regelung zum Abzug zuzulassen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) &sect;&nbsp;103 Abs.&nbsp;3 BewG a.F. gilt sowohl f&uuml;r Kapital- und Gewinnr&uuml;cklagen, die Eigenkapital darstellen (vgl. im Einzelnen D&ouml;tsch in G&uuml;rsching\/Stenger, Bewertungsrecht, &sect;&nbsp;103 BewG Rz&nbsp;448 bis 450, 458 bis 471), als auch f&uuml;r andere R&uuml;cklagen, die zulasten des steuerpflichtigen Gewinns gebildet werden (steuerfreie R&uuml;cklagen), auch wenn sie nicht zur G&auml;nze Bestandteile des Eigenkapitals darstellen (D&ouml;tsch, a.a.O., &sect;&nbsp;103 BewG Rz&nbsp;451, 477 bis 479). Diese steuerfreien R&uuml;cklagen werden dadurch gekennzeichnet, dass ihre Aufl&ouml;sung in sp&auml;teren Jahren zu einer Erh&ouml;hung des Gewinns f&uuml;hrt (D&ouml;tsch, a.a.O., &sect;&nbsp;103 BewG Rz&nbsp;451, 477).&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Klassifikation einer R&uuml;cklage nach Handelsrecht kommt f&uuml;r die Einheitsbewertung des Betriebsverm&ouml;gens keine Bedeutung zu. Ob die R&uuml;cklage handelsbilanzrechtlich zu den Gewinnr&uuml;cklagen geh&ouml;rt oder nicht und ob ein f&uuml;r die R&uuml;cklage in der Handelsbilanz gebildeter Sonderposten teilweise Fremdkapitalcharakter hat, ist f&uuml;r die Anwendung des &sect;&nbsp;103 Abs.&nbsp;3 BewG a.F. unerheblich. Allein entscheidend ist, dass &sect;&nbsp;103 Abs.&nbsp;3 BewG a.F. in seiner jeweils auf den Feststellungszeitpunkt (&sect;&nbsp;106 Abs.&nbsp;2 BewG a.F.) bezogenen Anwendung ein einheitliches Abzugsverbot f&uuml;r R&uuml;cklagen ohne R&uuml;cksicht auf eine sp&auml;tere m&ouml;glicherweise steuerwirksame Aufl&ouml;sung anordnet (BFH-Urteil vom 17.&nbsp;M&auml;rz 2004 II&nbsp;R&nbsp;64\/01, BFHE 205, 489, BStBl II 2004, 766, zur R&uuml;cklage f&uuml;r Ersatzbeschaffung). Steuerrechtlich ist eine R&uuml;cklage eine Gewinnr&uuml;cklage, wenn sie sich auf einen Teilbetrag des ohne R&uuml;cklagenbildung realisierten Gewinns bezieht (BFH-Urteile vom 24.&nbsp;Juni 1999 IV&nbsp;R&nbsp;46\/97, BFHE 189, 128, BStBl II 1999, 561, und in BFHE 205, 489, BStBl II 2004, 766).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Nach &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 BausparkG a.F. m&uuml;ssen die Ertr&auml;ge, die die Bausparkasse aus einer Anlage der Zuteilungsmittel erzielt, die vor&uuml;bergehend nicht zugeteilt werden k&ouml;nnen, weil Bausparvertr&auml;ge die Zuteilungsvoraussetzungen nicht erf&uuml;llen, einem zur Wahrung der Belange der Bausparer bestimmten Sonderposten &quot;Fonds zur bauspartechnischen Absicherung&quot; zugef&uuml;hrt werden, soweit sie die Zinsertr&auml;ge &uuml;bersteigen, die sich bei Anlage der Zuteilungsmittel in Bauspardarlehen ergeben h&auml;tten. Die Bausparkasse darf gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 BausparkG a.F. am Ende eines Gesch&auml;ftsjahres den Sonderposten aufl&ouml;sen, soweit er zu diesem Zeitpunkt 3&nbsp;% der Bauspareinlagen &uuml;bersteigt. Die Einzelheiten &uuml;ber die Zuf&uuml;hrung von Mehrertr&auml;gen zu dem Sonderposten sind in &sect;&nbsp;8 der Bausparkassen-Verordnung vom 19.&nbsp;Dezember 1990 (BGBl I 1990, 2947) &#8211;BausparkV a.F.&#8211; geregelt. Die vor&uuml;bergehend nicht zuteilbaren Zuteilungsmittel werden als Schwankungsreserve bezeichnet (&sect;&nbsp;8 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 BausparkV a.F.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Mittel des &quot;Fonds zur bauspartechnischen Absicherung&quot; sind nach &sect;&nbsp;9 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 BausparkV a.F. einzusetzen, soweit die Zuteilung mit einer Zielbewertungszahl, die f&uuml;r Regelsparer zu einem individuellen Sparer-Kassen-Leistungsverh&auml;ltnis von 1,0 f&uuml;hrt (vgl. &sect;&nbsp;7 Abs.&nbsp;1 BausparkV a.F.), ohne Zuf&uuml;hrung au&szlig;erkollektiver Mittel zur Zuteilungsmasse nicht aufrechterhalten werden kann (obere Einsatz-Bewertungszahl). Gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;9 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 BausparkV a.F. gilt f&uuml;r alle Bauspartarife einer Zuteilungsmasse eine in den Allgemeinen Gesch&auml;ftsgrunds&auml;tzen zu nennende einheitliche obere Einsatz-Bewertungszahl, die nach den Allgemeinen Bedingungen f&uuml;r Bausparvertr&auml;ge desjenigen Bauspartarifs zu ermitteln ist, der im nicht zugeteilten Vertragsbestand summenm&auml;&szlig;ig den gr&ouml;&szlig;ten Anteil hat. Die Bausparkasse kann nach &sect;&nbsp;9 Abs.&nbsp;4 BausparkV a.F. dem Fonds den Betrag entnehmen, der sich ergibt, wenn auf die der Zuteilungsmasse zugef&uuml;hrten au&szlig;erkollektiven Mittel ein Zinssatz angewendet wird, der dem Unterschiedsbetrag aus dem effektiven Jahreszins f&uuml;r die zugef&uuml;hrten au&szlig;erkollektiven Mittel und dem kollektiven Zinssatz (&sect;&nbsp;8 Abs.&nbsp;2 BausparkV a.F.) entspricht. Weitere M&ouml;glichkeiten f&uuml;r den Einsatz der Mittel sieht &sect;&nbsp;9 Abs.&nbsp;2 und 3 BausparkV a.F. vor.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Bausparkassen i.S. des &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;1 BausparkG k&ouml;nnen nach &sect;&nbsp;21a Satz&nbsp;1 des K&ouml;rperschaftsteuergesetzes in der u.a. f&uuml;r&nbsp;&nbsp;die Jahre 1995 und 1996 geltenden Fassung (Art.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 des Gesetzes vom 13.&nbsp;Dezember 1990, BGBl I 1990, 2770) &#8211;KStG a.F.&#8211; Mehrertr&auml;ge i.S. des &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 BausparkG a.F. in eine den steuerlichen Gewinn mindernde Zuteilungsr&uuml;cklage einstellen. Diese R&uuml;cklage darf gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;21a Satz&nbsp;2 KStG a.F. 3&nbsp;% der Bauspareinlagen nicht &uuml;bersteigen. Die Voraussetzungen f&uuml;r eine gewinnerh&ouml;hende Aufl&ouml;sung der Zuteilungsr&uuml;cklage sind in &sect;&nbsp;21a Satz&nbsp;3 KStG a.F. geregelt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) &sect;&nbsp;21a KStG a.F. wurde auf Vorschlag des Finanzausschusses des Deutschen Bundestags in den Entwurf eines Gesetzes zur &Auml;nderung des Gesetzes &uuml;ber Bausparkassen in das KStG eingef&uuml;gt (BTDrucks 11\/8322, S.&nbsp;11&nbsp;f.). Zur Begr&uuml;ndung f&uuml;hrte der Finanzausschuss aus (BTDrucks 11\/8322, S.&nbsp;18), &sect;&nbsp;21a KStG lasse zu, dass die Mehrertr&auml;ge, die in der Handelsbilanz der Bausparkasse dem Sonderposten &quot;Fonds zur bauspartechnischen Absicherung&quot; zugef&uuml;hrt werden m&uuml;ssen, in eine den steuerlichen Gewinn mindernde R&uuml;cklage eingestellt werden. Damit werde erreicht, dass die von den Bausparkassen erzielten Mehrertr&auml;ge bis zur Verwendung ohne ertragsteuerliche Belastung zur Sicherung der Anspr&uuml;che der Bausparer eingesetzt werden k&ouml;nnen. Die Gew&auml;hrung einer steuerfreien Zuteilungsr&uuml;cklage sei zur Unterst&uuml;tzung des mit &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;1 BausparkG verfolgten Ziels einer dauerhaften Sicherstellung des Bausparkassensystems gerechtfertigt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Der Gesetzgeber hat die Regelung des &sect;&nbsp;21a KStG a.F. durch Art.&nbsp;5 Nr.&nbsp;8 des Steuerentlastungsgesetzes 1999\/2000\/2002 (StEntlG 1999\/2000\/2002) vom 24.&nbsp;M&auml;rz 1999 (BGBl I 1999, 402) in &sect;&nbsp;21b KStG &uuml;bernommen und zugleich in &sect;&nbsp;54 Abs.&nbsp;8f KStG (Art.&nbsp;5 Nr.&nbsp;17 Buchst.&nbsp;e StEntlG 1999\/2000\/2002) bestimmt, dass eine den steuerlichen Gewinn mindernde Zuteilungsr&uuml;cklage f&uuml;r Wirtschaftsjahre, die nach 1998 enden, nicht (mehr) gebildet werden darf sowie eine R&uuml;cklage, die am Schluss des letzten vor dem 1.&nbsp;Januar 1999 endenden Wirtschaftsjahrs zul&auml;ssigerweise gebildet ist, in den folgenden f&uuml;nf Wirtschaftsjahren mit mindestens je einem F&uuml;nftel aufzul&ouml;sen ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Klage der Kl&auml;gerin gegen die teilweise Aufl&ouml;sung der Zuteilungsr&uuml;cklage und die dadurch bewirkte Erh&ouml;hung des Gewinns f&uuml;r das Jahr 1999 blieb erfolglos. Der BFH verwarf die Beschwerde wegen Nichtzulassung der Revision gegen das Urteil des FG mit Beschluss vom 5.&nbsp;November 2014 I&nbsp;B&nbsp;107\/13 (BFH\/NV 2015, 352) als unzul&auml;ssig.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>5. Der &quot;Fonds zur bauspartechnischen Absicherung&quot; ist dem Wortlaut des f&uuml;r seine ertragsteuerrechtliche Ber&uuml;cksichtigung ma&szlig;gebenden &sect;&nbsp;21a Satz&nbsp;1 KStG a.F. entsprechend eine R&uuml;cklage i.S. des &sect;&nbsp;103 Abs.&nbsp;3 BewG a.F. und nicht eine R&uuml;ckstellung oder ein passiver Rechnungsabgrenzungsposten. Diese R&uuml;cklage ist bei der Einheitsbewertung des Betriebsverm&ouml;gens gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;103 Abs.&nbsp;3 BewG a.F. nicht abziehbar, da ihr Abzug nicht durch Gesetz ausdr&uuml;cklich zugelassen ist (zutreffend Abschn.&nbsp;41 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;4 der Verm&ouml;gensteuer-Richtlinien 1995, BStBl I 1995 Sondernummer&nbsp;2, 23; ebenso bereits der im Einvernehmen mit den obersten Finanzbeh&ouml;rden des Bundes und der L&auml;nder ergangene Erlass des Finanzministeriums Nordrhein-Westfalen vom 19.&nbsp;Oktober 1993 S&nbsp;3232&nbsp;&#8211;&nbsp;23&nbsp;&#8211;&nbsp;VA&nbsp;4, Deutsches Steuerrecht 1993, 1784).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Der &quot;Fonds zur bauspartechnischen Absicherung&quot; hat nicht ohne weitere Voraussetzungen den Charakter einer R&uuml;ckstellung, die steuerbilanzrechtlich unabh&auml;ngig von &sect;&nbsp;21a KStG a.F. zu ber&uuml;cksichtigen ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;249 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 des Handelsgesetzbuchs (HGB) sind in der Handelsbilanz R&uuml;ckstellungen f&uuml;r ungewisse Verbindlichkeiten zu bilden. Dieses Passivierungsgebot geh&ouml;rt zu den Grunds&auml;tzen ordnungsgem&auml;&szlig;er Buchf&uuml;hrung, die nach &sect;&nbsp;5 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 EStG gegebenenfalls i.V.m. &sect;&nbsp;8 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 KStG auch f&uuml;r die Steuerbilanz gelten (BFH-Urteil vom 16.&nbsp;Dezember 2014 VIII&nbsp;R&nbsp;45\/12, BFHE 249, 83, BStBl II 2015, 759, Rz&nbsp;21, m.w.N.), soweit im Gesetz nichts anderes vorgesehen ist (vgl. z.B. &sect;&nbsp;5 Abs.&nbsp;3, 4 und 4b EStG).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Voraussetzung f&uuml;r die Bildung einer R&uuml;ckstellung f&uuml;r ungewisse Verbindlichkeiten ist das Bestehen einer nur ihrer H&ouml;he nach ungewissen Verbindlichkeit oder die hinreichende Wahrscheinlichkeit des k&uuml;nftigen Entstehens einer Verbindlichkeit dem Grunde nach &#8211;deren H&ouml;he zudem ungewiss sein kann&#8211; sowie ihre wirtschaftliche Verursachung in der Zeit vor dem Bilanzstichtag. Als weitere Voraussetzung muss der Schuldner ernsthaft mit seiner Inanspruchnahme rechnen (BFH-Urteil in BFHE 249, 83, BStBl II 2015, 759, Rz 22). Das Vorhandensein der Belastung muss nach objektiven Gesichtspunkten beurteilt werden (BFH-Urteil in BFHE 249, 83, BStBl II 2015, 759, Rz&nbsp;23, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Das Bestehen einer Verbindlichkeit setzt den Anspruch eines Dritten im Sinne einer Au&szlig;enverpflichtung voraus, die erzwingbar ist (BFH-Urteile vom 5.&nbsp;Juni 2014 IV&nbsp;R&nbsp;26\/11, BFHE 246, 160, BStBl II 2014, 886, Rz&nbsp;24, und vom 5.&nbsp;November 2014 VIII&nbsp;R&nbsp;13\/12, BFHE 248, 296, BStBl II 2015, 523, Rz&nbsp;34, jeweils m.w.N.). Au&szlig;enverpflichtung i.S. des &sect;&nbsp;249 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 HGB meint grunds&auml;tzlich eine Schuld gegen&uuml;ber einer dritten Person. Der Dritte als Gl&auml;ubiger muss das Recht haben, vom Steuerpflichtigen ein bestimmtes Tun oder Unterlassen verlangen zu k&ouml;nnen. Ausreichend ist allerdings auch ein faktischer Leistungszwang, dem sich der Steuerpflichtige aus sittlichen, tats&auml;chlichen oder wirtschaftlichen Gr&uuml;nden nicht entziehen kann, obwohl keine Rechtspflicht zur Leistung besteht (BFH-Urteile in BFHE 246, 160, BStBl II 2014, 886, Rz&nbsp;24, und in BFHE 248, 296, BStBl II 2015, 523, Rz&nbsp;34, jeweils m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>dd) Diese Voraussetzungen gelten auch f&uuml;r Verpflichtungen aus &ouml;ffentlichem Recht, die auf ein bestimmtes Handeln in Form einer Geldzahlung oder eines anderen Leistungsinhalts gerichtet sind, sofern diese &ouml;ffentlich-rechtliche Verpflichtung bereits konkretisiert, d.h. inhaltlich hinreichend bestimmt, in zeitlicher N&auml;he zum Bilanzstichtag zu erf&uuml;llen sowie sanktionsbewehrt ist (BFH-Urteile vom 17.&nbsp;Oktober 2013 IV&nbsp;R&nbsp;7\/11, BFHE 243, 256, BStBl II 2014, 302, Rz&nbsp;18, und in BFHE 248, 296, BStBl II 2015, 523, Rz&nbsp;35, m.w.N.). Konkretisiert wird eine solche &ouml;ffentlich-rechtliche Verpflichtung regelm&auml;&szlig;ig durch einen gesetzeskonkretisierenden Rechtsakt (Verwaltungsakt, Verf&uuml;gung oder Abschluss einer entsprechenden verwaltungsrechtlichen Vereinbarung), kann sich aber auch allein aus gesetzlichen Bestimmungen ergeben; dies setzt allerdings einen entsprechend konkreten Gesetzesbefehl voraus (BFH-Urteil in BFHE 248, 296, BStBl II 2015, 523, Rz&nbsp;36&nbsp;f., m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>ee) Da die Bildung einer R&uuml;ckstellung f&uuml;r ungewisse Verbindlichkeiten ebenso wie die Passivierung einer Verbindlichkeit in Befolgung des Vorsichts- und Gl&auml;ubigerschutzprinzips der Antizipation k&uuml;nftiger Belastungen des betrieblichen Ergebnisses dient, setzt sie voraus, dass der Eintritt der Verbindlichkeit zu einer Ertragsminderung f&uuml;hren w&uuml;rde. W&auml;re das Ergebnis hingegen neutral, scheidet die Bildung einer R&uuml;ckstellung aus (BFH-Urteil vom 3.&nbsp;August 2005 I&nbsp;R&nbsp;36\/04, BFHE 211, 112, BStBl II 2006, 369, unter II.3.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>ff) Diese Voraussetzungen einer R&uuml;ckstellung erf&uuml;llt der &quot;Fonds zur bauspartechnischen Absicherung&quot; nicht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aaa) Es besteht nicht generell eine inhaltlich hinreichend bestimmte, in zeitlicher N&auml;he zum Bilanzstichtag zu erf&uuml;llende &ouml;ffentlich-rechtliche Verpflichtung zur Verwendung der dem Fonds zugef&uuml;hrten Mittel. &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 BausparkG a.F. begr&uuml;ndet keine Pflichten der Bausparkassen zu einer bestimmten Verwendung der Mittel des Fonds. Die sich aus &sect;&nbsp;9 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 BausparkV a.F. ergebende Pflicht zum Einsatz der Mittel ist zeitlich nicht bestimmt (BFH-Beschluss in BFH\/NV 2015, 352), sondern h&auml;ngt vom Eintritt der in dieser Vorschrift bestimmten Voraussetzungen ab. Eine R&uuml;ckstellung ist jedoch nur anzusetzen, soweit am jeweiligen Bilanzstichtag im Einzelfall hinreichend wahrscheinlich ist, dass die Mittel des Fonds in zeitlicher N&auml;he zum Bilanzstichtag f&uuml;r den in der Vorschrift bestimmten Zweck aufwandswirksam verwendet werden m&uuml;ssen (BFH-Beschluss in BFH\/NV 2015, 352).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bbb) Privatrechtliche, zu einer Ertragsminderung f&uuml;hrende Anspr&uuml;che hinsichtlich des &quot;Fonds zur bauspartechnischen Absicherung&quot; r&auml;umen weder das BausparkG a.F. noch die BausparkV a.F. den Bausparern ein. Die Gew&auml;hrung von Bauspardarlehen belastet als solche das betriebliche Ergebnis nicht; denn dadurch wird ein Anspruch auf R&uuml;ckzahlung des Darlehens begr&uuml;ndet (&sect;&nbsp;607 Abs.&nbsp;1 des B&uuml;rgerlichen Gesetzbuchs &#8211;BGB&#8211; in der in den Jahren 1995 und 1996 geltenden Fassung, jetzt &sect;&nbsp;488 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 BGB). Eine Antizipation k&uuml;nftiger Belastungen des betrieblichen Ergebnisses liegt daher insoweit nicht vor. Die blo&szlig;e M&ouml;glichkeit, dass unter bestimmten Umst&auml;nden zur Erf&uuml;llung des vertraglichen Anspruchs der Bausparer auf Gew&auml;hrung von Bauspardarlehen die Aufnahme von Fremdmitteln, die h&ouml;her verzinslich sind als die Bauspardarlehen, und somit die Inanspruchnahme von Mitteln des Fonds erforderlich werden k&ouml;nnte, erf&uuml;llt nicht die Voraussetzungen einer R&uuml;ckstellung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>ccc) Entgegen der Ansicht der Kl&auml;gerin kann der &quot;Fonds zur bauspartechnischen Absicherung&quot; bilanzrechtlich nicht der Schwankungsr&uuml;ckstellung bei Versicherungen gleichgestellt werden. Zum einen bestehen zwischen Versicherungen und Bausparkassen wesentliche Unterschiede. W&auml;hrend der Eintritt von Versicherungsf&auml;llen und die darauf beruhende, bei der Versicherung zu Betriebsausgaben f&uuml;hrende Erbringung von Versicherungsleistungen f&uuml;r Versicherungen typisch und daher zu erwarten sind, kann der in &sect;&nbsp;9 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 BausparkV a.F. genannte Fall zwar eintreten, muss es aber nicht. Zum anderen l&auml;sst &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;1 KStG die Bildung der Schwankungsr&uuml;ckstellung unter den in der Vorschrift genannten Voraussetzungen ausdr&uuml;cklich zu, w&auml;hrend die Zuteilungsr&uuml;cklage wie bereits dargelegt nicht mehr gebildet werden darf.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>33<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Der &quot;Fonds zur bauspartechnischen Absicherung&quot; hat auch nicht den Charakter eines passiven Rechnungsabgrenzungspostens, der steuerbilanzrechtlich unabh&auml;ngig von &sect;&nbsp;21a KStG a.F. zu ber&uuml;cksichtigen ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>34<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;5 Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 EStG, der gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;8 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 KStG auch f&uuml;r die K&ouml;rperschaftsteuer gilt, sind als Rechnungsabgrenzungsposten auf der Passivseite Einnahmen vor dem Abschlussstichtag anzusetzen, soweit sie Ertrag f&uuml;r eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Ein vom Steuerpflichtigen vorab vereinnahmtes Entgelt wird hierdurch entsprechend dem Realisationsprinzip (&sect;&nbsp;252 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;4 Halbsatz&nbsp;2 und Nr.&nbsp;5 HGB) erst dann &#8211;durch Aufl&ouml;sung des Rechnungsabgrenzungspostens&#8211; erfolgswirksam, wenn der Kaufmann seine noch ausstehende Gegenleistung erbracht hat (BFH-Urteile vom 7.&nbsp;M&auml;rz 2007 I&nbsp;R&nbsp;18\/06, BFHE 216, 572, BStBl II 2007, 697, und vom 28.&nbsp;Mai 2015 IV&nbsp;R&nbsp;3\/13, BFH\/NV 2015, 1577, Rz&nbsp;14). Der Sinn dieser Vorschrift liegt darin, Einnahmen dem Jahr zuzuordnen, zu dem sie wirtschaftlich geh&ouml;ren. Die Ertragswirkung der Einnahmen soll in die Periode verlagert werden, in der die korrespondierenden Aufwendungen anfallen (BFH-Urteile vom 24.&nbsp;Juni 2009 IV&nbsp;R&nbsp;26\/06, BFHE 225, 144, BStBl II 2009, 781, m.w.N., und in BFH\/NV 2015, 1577, Rz&nbsp;14).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>35<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Anwendungsbereich der Rechnungsabgrenzung betrifft in erster Linie typische Vorleistungen eines Vertragspartners im Rahmen eines gegenseitigen Vertrages i.S. der &sect;&sect;&nbsp;320&nbsp;ff. BGB. Er ist zwar nicht auf synallagmatische schuldrechtliche Leistungen beschr&auml;nkt (BFH-Urteile vom 23.&nbsp;Februar 2005 I&nbsp;R&nbsp;9\/04, BFHE 209, 248, BStBl II 2005, 481, und in BFH\/NV 2015, 1577, Rz&nbsp;15). Da das bezogene Entgelt am jeweiligen Bilanzstichtag nur insoweit abzugrenzen ist, als es Ertrag f&uuml;r eine bestimmte Zeit nach diesem Zeitpunkt darstellt, muss aber eine Verpflichtung zu einer nach diesem Bilanzstichtag (zumindest zeitanteilig) noch zu erbringenden Gegenleistung bestehen. Im Hinblick auf eine bereits vollzogene Leistung kann eine Rechnungsabgrenzung nicht erfolgen (BFH-Urteile in BFHE 216, 572, BStBl II 2007, 697; in BFHE 225, 144, BStBl II 2009, 781, und in BFH\/NV 2015, 1577, Rz&nbsp;15).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>36<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Diese Voraussetzungen eines passiven Rechnungsabgrenzungspostens erf&uuml;llt der &quot;Fonds zur bauspartechnischen Absicherung&quot; nicht. Es geht nicht um den Ansatz von bereits vereinnahmten Zinsen, f&uuml;r die die Bausparkasse nach dem Bilanzstichtag (zumindest zeitanteilig) noch eine Gegenleistung in Form der &Uuml;berlassung des Darlehenskapitals zu erbringen hat. Der Anspruch auf Zinsen entsteht laufend f&uuml;r die Zeit der Nutzung des &uuml;berlassenen Kapitals (BFH-Urteil vom 17.&nbsp;Februar 2010 II&nbsp;R&nbsp;23\/09, BFHE 229, 363, BStBl II 2010, 641, Rz&nbsp;10). Werden Zinsen erst bei Ablauf der jeweiligen Zinsperiode gezahlt, ist die Leistung des Darlehensgebers vollzogen. Der Ansatz eines passiven Rechnungsabgrenzungspostens scheidet aus.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>37<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Der Gesetzgeber ist ersichtlich ebenfalls davon ausgegangen, dass der &quot;Fonds zur bauspartechnischen Absicherung&quot; als solcher weder den Charakter einer R&uuml;ckstellung noch eines passiven Rechnungsabgrenzungspostens hat. Der Finanzausschuss ist ausweislich der Begr&uuml;ndung f&uuml;r die Einf&uuml;hrung des &sect;&nbsp;21a KStG a.F. (BTDrucks 11\/8322, S.&nbsp;18) davon ausgegangen, dass der Fonds ohne diese Sondervorschrift ertragsteuerrechtlich nicht ber&uuml;cksichtigt werden k&ouml;nnte. Zudem hat der Gesetzgeber nach dem Wortlaut des &sect;&nbsp;21a KStG a.F. die den steuerlichen Gewinn mindernde Bildung der Zuteilungsr&uuml;cklage lediglich zugelassen, aber nicht vorgeschrieben. R&uuml;ckstellungen und passive Rechnungsabgrenzungsposten m&uuml;ssen dagegen bei Vorliegen der gesetzlichen Voraussetzungen in der Steuerbilanz ber&uuml;cksichtigt werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>38<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>F&uuml;r die Beurteilung des &quot;Fonds zur bauspartechnischen Absicherung&quot; als R&uuml;cklage durch den Gesetzgeber spricht auch, dass nach &sect;&nbsp;54 Abs.&nbsp;8f KStG (Art.&nbsp;5 Nr.&nbsp;17 Buchst.&nbsp;e StEntlG 1999\/ 2000\/2002) eine den steuerlichen Gewinn mindernde Zuteilungsr&uuml;cklage f&uuml;r Wirtschaftsjahre, die nach 1998 enden, nicht (mehr) gebildet werden darf sowie eine R&uuml;cklage, die am Schluss des letzten vor dem 1.&nbsp;Januar 1999 endenden Wirtschaftsjahrs zul&auml;ssigerweise gebildet ist, in den folgenden f&uuml;nf Wirtschaftsjahren mit mindestens je einem F&uuml;nftel aufzul&ouml;sen ist. Die Klage der Kl&auml;gerin gegen diese Aufl&ouml;sung ist zu Recht erfolglos geblieben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>39<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Die vom Gesetzgeber mit der Zuteilungsr&uuml;cklage bei Bauspar-kassen verfolgte Zielsetzung rechtfertigt es nicht, die R&uuml;cklage entgegen dem Wortlaut des &sect;&nbsp;103 Abs.&nbsp;3 BewG a.F. bei der Einheitsbewertung des Betriebsverm&ouml;gens zum Abzug zuzulassen. Wie bereits dargelegt, kommt es nach dieser Vorschrift nicht auf ertragsteuerrechtliche Wertungen, sondern darauf an, ob der Abzug einer R&uuml;cklage bei der Einheitsbewertung des Betriebsverm&ouml;gens durch Gesetz ausdr&uuml;cklich zugelassen wurde.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>40<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>e) Die handelsrechtliche Klassifikation des &quot;Fonds zur bauspartechnischen Absicherung&quot; und dessen aufsichtsrechtliche Beurteilung spielen im vorliegenden Zusammenhang ebenfalls keine Rolle. Unerheblich ist auch, ob der Fonds handelsbilanzrechtlich teilweise Fremdkapitalcharakter hat. Entscheidend ist vielmehr, dass es sich bei der R&uuml;cklage steuerrechtlich um eine Gewinnr&uuml;cklage handelt, weil sie sich auf einen Teilbetrag des ohne R&uuml;cklagenbildung realisierten Gewinns bezieht (BFH-Urteil in BFHE 205, 489, BStBl II 2004, 766).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>41<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>6. Ob ein Teil der ertragsteuerrechtlich f&uuml;r die Jahre 1995 und 1996 als &quot;Fonds zur bauspartechnischen Absicherung&quot; ber&uuml;cksichtigten Betr&auml;ge als R&uuml;ckstellung h&auml;tte angesetzt werden m&uuml;ssen, kann wegen der formalen Bindung an die Steuerbilanzen, die der Ertragsbesteuerung der Kl&auml;gerin zugrunde gelegt wurden, im vorliegenden Verfahren nicht gepr&uuml;ft werden. Davon abgesehen gibt es daf&uuml;r auch keine Anhaltspunkte. Die Kl&auml;gerin muss &uuml;ber eine betr&auml;chtliche Schwankungsreserve verf&uuml;gt haben, die sie bei Bedarf zur Gew&auml;hrung von Bauspardarlehen h&auml;tte verwenden k&ouml;nnen. Dies ergibt sich bereits daraus, dass sie allein im Jahr 1996 der Zuteilungsr&uuml;cklage einen Mehrertrag von 9.490.990&nbsp;DM zugef&uuml;hrt hat und somit &uuml;ber erhebliche Mittel verf&uuml;gt haben muss, die sie nicht zur Gew&auml;hrung von Bauspardarlehen verwendet hatte. Die Kl&auml;gerin hat auch nicht vorgetragen, sie habe an den Bewertungsstichtagen damit rechnen m&uuml;ssen, dass in absehbarer Zeit eine Inanspruchnahme der Mittel des von ihr gebildeten &quot;Fonds zur bauspartechnischen Absicherung&quot; erforderlich werden w&uuml;rde.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>42<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>7. Die Kostenentscheidung beruht auf &sect;&nbsp;135 Abs.&nbsp;2 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 9.11.2016, II R 65\/14ECLI:DE:BFH:2016:U.091116.IIR65.14.0 Kein Abzug des &quot;Fonds zur bauspartechnischen Absicherung&quot; bei der Einheitsbewertung des Betriebsverm&ouml;gens Leits&auml;tze Der von Bausparkassen gebildete &quot;Fonds zur bauspartechnischen Absicherung&quot; war bei der Einheitsbewertung des Betriebsverm&ouml;gens nicht abziehbar. Tenor Die Revision der Kl&auml;gerin gegen das Urteil des Hessischen Finanzgerichts vom 22. Mai 2013&nbsp;&nbsp;4 K 3141\/11 wird als &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/ii-r-65-14-kein-abzug-des-fonds-zur-bauspartechnischen-absicherung-bei-der-einheitsbewertung-des-betriebsvermoegens\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">II&nbsp;R&nbsp;65\/14 &#8211; Kein Abzug des &quot;Fonds zur bauspartechnischen Absicherung&quot; bei der Einheitsbewertung des Betriebsverm&ouml;gens<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-66372","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-steuer"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/66372","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=66372"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/66372\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=66372"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=66372"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=66372"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}