{"id":66382,"date":"2017-01-18T13:04:44","date_gmt":"2017-01-18T11:04:44","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=66382"},"modified":"2017-01-18T13:04:44","modified_gmt":"2017-01-18T11:04:44","slug":"vi-r-48-15-teilweise-inhaltsgleich-mit-bfh-beschluss-vom-15-november-2016-vi-r-4-15-verfassungsmaessigkeit-der-entfernungspauschale-muendliche-verhandlung-trotz-abwesenheit-der-beteiligten-terminsverl","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/vi-r-48-15-teilweise-inhaltsgleich-mit-bfh-beschluss-vom-15-november-2016-vi-r-4-15-verfassungsmaessigkeit-der-entfernungspauschale-muendliche-verhandlung-trotz-abwesenheit-der-beteiligten-terminsverl\/","title":{"rendered":"VI&nbsp;R&nbsp;48\/15 &#8211; Teilweise inhaltsgleich mit BFH-Beschluss vom 15. November 2016 VI R 4\/15 &#8211; Verfassungsm&auml;&szlig;igkeit der Entfernungspauschale &#8211; m&uuml;ndliche Verhandlung trotz Abwesenheit der Beteiligten &#8211; Terminsverlegung"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 15.11.2016, VI R 48\/15<br \/>ECLI:DE:BFH:2016:B.151116.VIR48.15.0<\/p>\n<p class=\"titel\">Teilweise inhaltsgleich mit BFH-Beschluss vom 15. November 2016 VI R 4\/15 &#8211; Verfassungsm&auml;&szlig;igkeit der Entfernungspauschale &#8211; m&uuml;ndliche Verhandlung trotz Abwesenheit der Beteiligten &#8211; Terminsverlegung<\/p>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Die Revision des Kl&auml;gers gegen das Urteil des Nieders&auml;chsischen Finanzgerichts vom 27. Januar 2015&nbsp;&nbsp;8 K 345\/14 wird als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckgewiesen.&nbsp;&nbsp;<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Kosten des Revisionsverfahrens hat der Kl&auml;ger zu tragen.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Streitig ist, ob Aufwendungen f&uuml;r Fahrten zwischen Wohnung und regelm&auml;&szlig;iger Arbeitsst&auml;tte mit den tats&auml;chlichen Kosten oder nur in H&ouml;he der Entfernungspauschale angesetzt werden k&ouml;nnen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger und Revisionskl&auml;ger (Kl&auml;ger) wohnt in X und arbeitet in Y. In der Einkommensteuererkl&auml;rung f&uuml;r das Streitjahr (2012) machte er f&uuml;r 140&nbsp;Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsst&auml;tte (Entfernung 126&nbsp;km) die tats&auml;chlichen Kosten von 0,52&nbsp;EUR\/Entfernungskilometer als Werbungskosten geltend. Der Beklagte und Revisionsbeklagte (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) ber&uuml;cksichtigte bei der Steuerfestsetzung des Streitjahres hingegen die geltend gemachten Wegekosten lediglich in H&ouml;he der Entfernungspauschale (&sect;&nbsp;9 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 Nr.&nbsp;4 des Einkommensteuergesetzes &#8211;EStG&#8211;).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die nach erfolglosem Vorverfahren erhobene Klage wies das Finanzgericht (FG) ab. Es k&ouml;nne dahinstehen, ob der Kl&auml;ger rechtzeitig Klage erhoben habe. Denn diese sei jedenfalls unbegr&uuml;ndet. Das Gericht teile die verfassungsrechtlichen Bedenken des Kl&auml;gers bez&uuml;glich der Regelungen &uuml;ber die Entfernungspauschale nicht (Entscheidungen der Finanzgerichte &#8211;EFG&#8211; 2016, 570).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit der Revision r&uuml;gt der Kl&auml;ger die Verletzung formellen und materiellen Rechts.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Er beantragt,<br \/>das Urteil des Nieders&auml;chsischen FG vom 27.&nbsp;Januar 2015&nbsp;&nbsp;8&nbsp;K&nbsp;345\/14 aufzuheben und den Einkommensteuerbescheid f&uuml;r 2012 vom 19.&nbsp;Juli 2013 in Gestalt der Einspruchsentscheidung vom 5.&nbsp;September 2014 dahingehend zu &auml;ndern, dass weitere Werbungskosten in H&ouml;he von 3.924,54&nbsp;EUR ber&uuml;cksichtigt sowie die Einkommensteuer f&uuml;r das Streitjahr auf 6.845&nbsp;EUR und der Solidarit&auml;tszuschlag auf 376,47&nbsp;EUR festgesetzt werden,<br \/>hilfsweise das Verfahren wegen der Unvereinbarkeit der Entfernungspauschale f&uuml;r nicht behinderte PKW-Benutzer mit Art.&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 des Grundgesetzes (GG) auszusetzen und die Sache dem Bundesverfassungsgericht (BVerfG) zur Entscheidung vorzulegen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt,<br \/>die Revision zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Entscheidung ergeht gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;126a der Finanzgerichtsordnung (FGO). Der Senat h&auml;lt einstimmig die Revision f&uuml;r unbegr&uuml;ndet und eine m&uuml;ndliche Verhandlung nicht f&uuml;r erforderlich. Die Beteiligten sind davon unterrichtet worden und hatten Gelegenheit zur Stellungnahme.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Die angefochtene Entscheidung ist nicht deshalb aufzuheben, weil das FG dahinstehen lie&szlig;, ob der Kl&auml;ger rechtzeitig innerhalb der Klagefrist (&sect;&nbsp;47 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 FGO) Klage erhoben hat. Zwar verletzt ein Urteil eines FG Bundesrecht (&sect;&nbsp;118 Abs.&nbsp;1 FGO), soweit es eine unzul&auml;ssige Klage als unbegr&uuml;ndet abgewiesen hat. Deshalb sind Zweifeln an der Zul&auml;ssigkeit einer Klage grunds&auml;tzlich nachzugehen. Die Einhaltung der Klagefrist als Sachurteilsvoraussetzung ist in der Revisionsinstanz auch ohne entsprechende Verfahrensr&uuml;ge zu pr&uuml;fen (Urteile des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 8.&nbsp;Februar 1996 III&nbsp;R&nbsp;127\/93, BFH\/NV 1996, 850, und vom 24.&nbsp;September 1985 IX&nbsp;R&nbsp;47\/83, BFHE 145, 299, BStBl II 1986, 268). Gleichwohl f&uuml;hrt dieser Rechtsfehler nicht zur Aufhebung des angefochtenen Urteils und zur Zur&uuml;ckverweisung der Sache an das FG zur anderweitigen Verhandlung und Entscheidung (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 FGO). Es hat vielmehr Bestand, weil der Urteilstenor &#8211;vorliegend hat das FG dem Klageantrag des Kl&auml;gers zu Recht nicht entsprochen&#8211; richtig ist. Die Revision ist deshalb nach &sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;4 FGO zur&uuml;ckzuweisen (BFH-Urteil vom 7.&nbsp;Mai 2013 VIII&nbsp;R&nbsp;17\/09, BFH\/NV 2013, 1581, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Das FG hat die Aufwendungen des Kl&auml;gers f&uuml;r die Fahrten zwischen Wohnung und regelm&auml;&szlig;iger Arbeitsst&auml;tte zu Recht nur nach Ma&szlig;gabe der Entfernungspauschale zum Werbungskostenabzug zugelassen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Auf das Streitjahr (2012) ist nach &sect;&nbsp;52 Abs.&nbsp;23d Satz 1 EStG &sect;&nbsp;9 Abs.&nbsp;1 Satz 3 Nr.&nbsp;4 und Abs.&nbsp;2 EStG i.d.F. des Gesetzes zur Fortf&uuml;hrung der Gesetzeslage 2006 bei der Entfernungspauschale vom 20.&nbsp;April 2009 (BGBl I 2009, 774) anzuwenden. Denn &sect;&nbsp;9 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 Nr.&nbsp;4, Abs.&nbsp;2, Abs.&nbsp;4 EStG i.d.F. des Art.&nbsp;1 Nr.&nbsp;4 Buchst.&nbsp;a Doppelbuchst.&nbsp;aa, Buchst.&nbsp;b und Buchst.&nbsp;d des Gesetzes zur &Auml;nderung und Vereinfachung der Unternehmensbesteuerung und des steuerlichen Reisekostenrechts vom 20.&nbsp;Februar 2013 (BGBl I 2013, 285) tritt nach dessen Art.&nbsp;6 Satz&nbsp;1 erst am 1.&nbsp;Januar 2014 in Kraft.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Nach &sect;&nbsp;9 Abs.&nbsp;1 Satz 3 Nr.&nbsp;4 Satz 1 EStG sind Werbungskosten auch die Aufwendungen des Arbeitnehmers f&uuml;r die Wege zwischen Wohnung und regelm&auml;&szlig;iger Arbeitsst&auml;tte. Zur Abgeltung dieser Aufwendungen ist nach &sect;&nbsp;9 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 Nr.&nbsp;4 Satz&nbsp;2 EStG f&uuml;r jeden Arbeitstag, an dem der Arbeitnehmer die regelm&auml;&szlig;ige Arbeitsst&auml;tte aufsucht, eine Entfernungspauschale f&uuml;r jeden vollen Kilometer der Entfernung zwischen Wohnung und regelm&auml;&szlig;iger Arbeitsst&auml;tte von 0,30&nbsp;EUR anzusetzen, h&ouml;chstens jedoch 4.500&nbsp;EUR im Kalenderjahr; ein h&ouml;herer Betrag als 4.500&nbsp;EUR ist anzusetzen, soweit der Arbeitnehmer einen eigenen oder ihm zur Nutzung &uuml;berlassenen Kraftwagen benutzt. Nach &sect;&nbsp;9 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 EStG sind durch die Entfernungspauschalen &quot;s&auml;mtliche Aufwendungen&quot; abgegolten, die durch die Wege zwischen Wohnung und regelm&auml;&szlig;iger Arbeitsst&auml;tte veranlasst sind, es sei denn, es handelt sich um Aufwendungen f&uuml;r die Benutzung &ouml;ffentlicher Verkehrsmittel. Diese k&ouml;nnen nach &sect;&nbsp;9 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 EStG auch angesetzt werden, soweit sie den als Entfernungspauschale abziehbaren Betrag &uuml;berschreiten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Nach diesen Rechtsgrunds&auml;tzen hat das FA die Aufwendungen des Kl&auml;gers f&uuml;r seine arbeitst&auml;glichen Wege zwischen Wohnung und regelm&auml;&szlig;iger Arbeitsst&auml;tte zutreffend mit 5.292&nbsp;EUR beziffert und in dieser H&ouml;he als Werbungskosten bei den Eink&uuml;nften aus nichtselbst&auml;ndiger Arbeit ber&uuml;cksichtigt. Denn der Kl&auml;ger hat die Wegstrecken mit seinem eigenen Kraftfahrzeug zur&uuml;ckgelegt, so dass eine Begrenzung des Werbungskostenabzugs auf 4.500&nbsp;EUR zwar nicht in Betracht kommt. Der Abzug seiner &uuml;ber die Entfernungspauschale hinausgehenden tats&auml;chlich entstandenen Kosten f&uuml;r Fahrten zwischen Wohnung und regelm&auml;&szlig;iger Arbeitsst&auml;tte ist nach &sect;&nbsp;9 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 EStG allerdings ausgeschlossen. Denn der Kl&auml;ger hat die Wegstrecken nicht mit &ouml;ffentlichen Verkehrsmitteln zur&uuml;ckgelegt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Eine Vorlage an das BVerfG nach Art.&nbsp;100 Abs.&nbsp;1 Satz 1 GG scheidet im Streitfall aus. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Es begegnet keinen verfassungsrechtlichen Bedenken, dass durch die Entfernungspauschale s&auml;mtliche gew&ouml;hnlichen wie au&szlig;ergew&ouml;hnlichen Aufwendungen f&uuml;r Fahrten zwischen Wohnung und regelm&auml;&szlig;iger Arbeitsst&auml;tte abgegolten werden (&sect;&nbsp;9 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 Nr.&nbsp;4 Satz 2 und Abs.&nbsp;2 Satz 1 EStG). Der Gesetzgeber hat das ihm einger&auml;umte Regelungsermessen insoweit nicht &uuml;berschritten. Vielmehr erweisen sich diese berufliche Mobilit&auml;tskosten nur eingeschr&auml;nkt ber&uuml;cksichtigenden Regelungen f&uuml;r den &#8211;auch hier vorliegenden&#8211; Grundfall, den immer wiederkehrenden Fahrten zu einer regelm&auml;&szlig;igen Arbeitsst&auml;tte, nach der mittlerweile st&auml;ndigen Rechtsprechung des erkennenden Senats als sachgerechte und folgerichtige Ausnahme vom objektiven Nettoprinzip (z.B. Senatsurteile vom 6.&nbsp;November 2014 VI&nbsp;R&nbsp;21\/14, BFHE 247, 427, BStBl II 2015, 338; vom 20.&nbsp;M&auml;rz 2014 VI&nbsp;R&nbsp;29\/13, BFHE 245, 196, BStBl II 2014, 849; vom 9.&nbsp;Februar 2012 VI&nbsp;R&nbsp;22\/10, BFHE 236, 426, BStBl II 2012, 827, m.w.N.). Das gilt auch hinsichtlich der H&ouml;he der Entfernungspauschale von 0,30&nbsp;EUR f&uuml;r jeden vollen Entfernungskilometer. Da die H&ouml;he der Wegekosten in erheblichem Ma&szlig;e auch durch individuelle Entscheidungen der Steuerpflichtigen beeinflusst wird, wozu die Wahl des Verkehrsmittels ebenso geh&ouml;rt wie die Wahl des Wohnorts, kann sich der Gesetzgeber ohne Verfassungsversto&szlig; auch f&uuml;r eine unter Umst&auml;nden die tats&auml;chlichen Kosten deutlich unterschreitende Pauschale entscheiden (BVerfG-Urteil vom 9.&nbsp;Dezember 2008&nbsp;&nbsp;2&nbsp;BvL&nbsp;1\/07, 2&nbsp;BvL&nbsp;2\/07, 2&nbsp;BvL&nbsp;1\/08, 2&nbsp;BvL&nbsp;2\/08, BVerfGE 122, 210). Eine Verletzung von Grundrechten oder grundrechtsgleicher Rechte des Kl&auml;gers durch die Anwendung der im Streitfall werbungskostenabzugsbeschr&auml;nkend wirkenden Entfernungspauschale liegt daher nicht vor.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Auch soweit die Entfernungspauschale bei allen Steuerpflichtigen mit geringerem oder ganz fehlendem Kostenaufwand als entfernungsabh&auml;ngige Subvention und damit als Lenkungsnorm wirkt (vgl. Senatsurteil vom 11.&nbsp;Mai 2005 VI&nbsp;R&nbsp;70\/03, BFHE 209, 508, BStBl II 2005, 785), kommt eine Vorlage an das BVerfG nach Art.&nbsp;100 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 GG nicht in Betracht. Die Entscheidung des Gesetzgebers, in diesen F&auml;llen eine Steuerverg&uuml;nstigung zu gew&auml;hren, ist erkennbar von verkehrs- wie umweltpolitischen Zielen getragen und ist &#8211;entgegen der Auffassung des Kl&auml;gers&#8211; verfassungsrechtlich nicht zu beanstanden (Senatsurteil vom 26.&nbsp;M&auml;rz 2009 VI&nbsp;R&nbsp;42\/07, BFHE 224, 448, BStBl II 2009, 724; BVerfG-Urteil in BVerfGE 122, 210, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Schlie&szlig;lich verletzt der Umstand, dass der Gesetzgeber entsprechende Aufwendungen f&uuml;r die Benutzung &ouml;ffentlicher Verkehrsmittel nach &sect;&nbsp;9 Abs.&nbsp;2 Satz 2 EStG, auch soweit sie den als Entfernungspauschale abziehbaren Betrag &uuml;berschreiten, zum Werbungskostenabzug zul&auml;sst, Art.&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 GG nicht. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Zum einen verkennt der Kl&auml;ger die Reichweite des allgemeinen Gleichheitssatzes im Hinblick auf eine m&ouml;glicherweise gleichheitswidrige Beg&uuml;nstigung der Benutzer &ouml;ffentlicher Verkehrsmittel. Die gleichheitswidrige Privilegierung einer Gruppe stellt sich zwar als Benachteiligung der &uuml;brigen Steuerpflichtigen dar (BFH-Beschl&uuml;sse vom 21.&nbsp;Oktober 1994 VI&nbsp;R&nbsp;15\/94, BFHE 175, 368, BStBl II 1995, 142, unter VI.; vom 24.&nbsp;Februar 1999 X&nbsp;R&nbsp;171\/96, BFHE 188, 69, BStBl II 1999, 450, unter C.II.2.; vom 14.&nbsp;November 2001 X&nbsp;R&nbsp;32-33\/01, BFHE 197, 199, BStBl II 2002, 183, unter C.II.3.; Senatsurteil vom 11.&nbsp;September 2008 VI&nbsp;R&nbsp;13\/06, BFHE 223, 39, BStBl II 2008, 928, unter C.II.5.; Tipke, Die Steuerrechtsordnung, Bd.&nbsp;III, 1395, 1400&nbsp;f.). Dennoch kann durch den Gleichheitssatz kein allgemeines und generelles Abwehrrecht eines jeden Steuerpflichtigen gegen&uuml;ber solchen Rechtsvorschriften begr&uuml;ndet werden, die zu einer gleichheitswidrigen Steuerentlastung f&uuml;hren (hierzu Seer in Tipke\/Kruse, Abgabenordnung, Finanzgerichtsordnung, &sect;&nbsp;40 FGO Rz&nbsp;88; Kirchhof, in: Isensee\/Kirchhof, Handbuch des Staatsrechts, Bd.&nbsp;V, 2.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;124 Rz&nbsp;274; Sachs, Festschrift f&uuml;r Friauf, S.&nbsp;309, 328; grundlegend Maurer, Festschrift f&uuml;r Weber, S.&nbsp;345, 354&nbsp;f.; BVerfG-Beschluss vom 26.&nbsp;Juli 2010&nbsp;&nbsp;2&nbsp;BvR&nbsp;2227\/08, 2&nbsp;BvR&nbsp;2228\/08, BVerfGK 17, 438; Senatsbeschluss vom 21.&nbsp;September 2006 VI&nbsp;R&nbsp;81\/04, BFHE 215, 196, BStBl II 2007, 114).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Zum anderen teilt der Senat die verfassungsrechtlichen Bedenken des Kl&auml;gers an der Vorschrift des &sect;&nbsp;9 Abs.&nbsp;2 Satz 2 EStG auch in der Sache nicht. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(1) Art.&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 GG gebietet dem Gesetzgeber, wesentlich Gleiches gleich und wesentlich Ungleiches ungleich zu behandeln. Er gilt f&uuml;r ungleiche Belastungen wie auch f&uuml;r ungleiche Beg&uuml;nstigungen. Aus dem allgemeinen Gleichheitssatz ergeben sich je nach Regelungsgegenstand und Differenzierungsmerkmalen unterschiedliche Grenzen f&uuml;r den Gesetzgeber, die vom blo&szlig;en Willk&uuml;rverbot bis zu einer strengeren Bindung an Verh&auml;ltnism&auml;&szlig;igkeitserfordernisse reichen. Im Bereich des Steuerrechts hat der Gesetzgeber bei der Auswahl des Steuergegenstandes und bei der Bestimmung des Steuersatzes einen weitreichenden Entscheidungsspielraum. Die grunds&auml;tzliche Freiheit des Gesetzgebers, diejenigen Sachverhalte zu bestimmen, an die das Gesetz dieselben Rechtsfolgen kn&uuml;pft und die es so als rechtlich gleich qualifiziert, wird im Bereich des Einkommensteuerrechts vor allem durch zwei eng miteinander verbundene Leitlinien begrenzt: durch das Gebot der Ausrichtung der Steuerlast am Prinzip der finanziellen Leistungsf&auml;higkeit und durch das Gebot der Folgerichtigkeit. Die f&uuml;r die Lastengleichheit im Einkommensteuerrecht ma&szlig;gebliche finanzielle Leistungsf&auml;higkeit bemisst der einfache Gesetzgeber nach dem objektiven und dem subjektiven Nettoprinzip. Danach unterliegt der Einkommensteuer grunds&auml;tzlich nur das Nettoeinkommen, n&auml;mlich der Saldo aus den Erwerbseinnahmen einerseits und den (betrieblichen\/beruflichen) Erwerbsaufwendungen sowie den (privaten) existenzsichernden Aufwendungen andererseits (BVerfG-Urteil in BVerfGE 122, 210, m.w.N.). <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(2) Diesen verfassungs- wie einfachrechtlichen Ma&szlig;st&auml;ben wird die Regelung des &sect;&nbsp;9 Abs.&nbsp;2 Satz 2 EStG gerecht. Denn der Gesetzgeber wahrt damit das objektive Nettoprinzip in besonderer Weise und tr&auml;gt folgerichtig dem Gebot der Besteuerung nach der finanziellen Leistungsf&auml;higkeit Rechnung. &Uuml;berdies ist der Steuergesetzgeber nicht gehindert, au&szlig;erfiskalische F&ouml;rderungs- und Lenkungsziele aus Gr&uuml;nden des Gemeinwohls zu verfolgen. Er darf nicht nur durch Ge- und Verbote, sondern ebenso durch mittelbare Verhaltenssteuerung auf Wirtschaft und Gesellschaft gestaltend Einfluss nehmen. Der B&uuml;rger wird dann nicht rechtsverbindlich zu einem bestimmten Verhalten verpflichtet, erh&auml;lt aber durch Sonderbelastung eines unerw&uuml;nschten Verhaltens oder durch steuerliche Verschonung eines erw&uuml;nschten Verhaltens ein Motiv, sich f&uuml;r ein bestimmtes Tun oder Unterlassen zu entscheiden. Verfolgt der Gesetzgeber erkennbar solche F&ouml;rderungs- und Lenkungsziele k&ouml;nnen sie steuerliche Belastungen oder Entlastungen rechtfertigen, sofern die Regelung gleichheits- und zweckgerecht ausgestaltet ist (BVerfG-Urteil in BVerfGE 122, 210, m.w.N.; Senatsurteil in BFHE 224, 448, BStBl II 2009, 724). <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Hiernach ist die Privilegierung &ouml;ffentlicher Verkehrsmittel in &sect;&nbsp;9 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 EStG verfassungsrechtlich unbedenklich. Denn die Regelung ist erkennbar von umwelt- und verkehrspolitischen Zielen getragen (vgl. BTDrucks 14\/4242, 5). Es ist deshalb gleichheitsrechtlich nicht zu beanstanden, wenn der Gesetzgeber Aufwendungen f&uuml;r &ouml;ffentliche Verkehrsmittel von der abzugsbegrenzenden Wirkung der Entfernungspauschale ausnimmt. Der Umstand, dass diese Verkehrsmittel insbesondere gegen&uuml;ber dem motorisierten privaten Individualverkehr in Bezug auf den Prim&auml;renergieverbrauch und den Aussto&szlig; von Treibhausgasen umweltfreundlicher sind, rechtfertigt deren Privilegierung. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Der von dem Kl&auml;ger ger&uuml;gte Verfahrensmangel einer Verletzung seines Anspruchs auf rechtliches Geh&ouml;r (Art.&nbsp;103 Abs.&nbsp;1 GG, &sect;&nbsp;96 Abs.&nbsp;2 FGO) liegt nicht vor. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Das FG hat vorliegend nicht ohne m&uuml;ndliche Verhandlung entschieden. Es hat vielmehr &#8211;ausweislich des Protokolls &uuml;ber die &ouml;ffentliche Sitzung&#8211; eine solche in der Streitsache am 27.&nbsp;Januar 2015 durchgef&uuml;hrt. Der Umstand, dass an dieser Verhandlung keiner der Beteiligten teilgenommen hat, steht dem nicht entgegen. Die entgegenstehende Rechtsauffassung des Kl&auml;gers l&auml;sst au&szlig;er Acht, dass auch bei Abwesenheit aller Beteiligten unter Wahrung der Hinweispflicht des &sect;&nbsp;91 Abs.&nbsp;2 FGO &#8211;wie vorliegend geschehen&#8211; eine m&uuml;ndliche Verhandlung durchgef&uuml;hrt und eine Entscheidung (hier: Klageabweisung durch Urteil) getroffen werden kann (BFH-Beschluss vom 15.&nbsp;April 2015 I&nbsp;B&nbsp;101\/14, BFH\/NV 2015, 1095, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Der Anspruch des Kl&auml;gers auf rechtliches Geh&ouml;r (Art.&nbsp;103 Abs.&nbsp;1 GG, &sect;&nbsp;96 Abs.&nbsp;2 FGO) ist auch nicht dadurch verletzt worden, dass das FG dem Terminsverlegungsantrag nicht entsprochen und die m&uuml;ndliche Verhandlung in Abwesenheit des Kl&auml;gervertreters durchgef&uuml;hrt hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach &sect;&nbsp;155 FGO i.V.m. &sect;&nbsp;227 Abs.&nbsp;1 Satz 1 der Zivilprozessordnung (ZPO) kann ein Termin zur m&uuml;ndlichen Verhandlung (&sect;&nbsp;91 Abs.&nbsp;1 FGO) aus erheblichen Gr&uuml;nden aufgehoben oder verlegt sowie eine Verhandlung vertagt werden. Ein erheblicher Grund liegt insbesondere nicht vor im Fall des Ausbleibens eines Beteiligten oder der Ank&uuml;ndigung, nicht zu erscheinen, wenn nicht das Gericht daf&uuml;r h&auml;lt, dass der Beteiligte ohne sein Verschulden am Erscheinen verhindert ist (&sect;&nbsp;227 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 ZPO). Eine nicht zu beseitigende Termins&uuml;berlagerung mit einem anderen Gerichtstermin stellt einen erheblichen Grund dar, wenn die andere Sache vorrangig ist (vgl. BFH-Beschluss vom 14.&nbsp;Januar 2016 III&nbsp;B&nbsp;73\/15, BFH\/NV 2016, 584, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dies gilt nach gefestigter Rechtsprechung allerdings nicht, wenn die Prozessvollmacht &#8211;wie vorliegend&#8211; einer Soziet&auml;t oder einem Einzelanwalt in B&uuml;rogemeinschaft erteilt worden ist und der betreffende Termin durch ein anderes Mitglied der Soziet&auml;t (z.B. BFH-Beschluss vom 17.&nbsp;Juli 2014 XI&nbsp;B&nbsp;87\/13, BFH\/NV 2014, 1891, m.w.N.) oder B&uuml;rogemeinschaft (Beschluss des S&auml;chsischen Oberverwaltungsgerichts &#8211;OVG&#8211; vom 14.&nbsp;April 2015&nbsp;&nbsp;1&nbsp;A&nbsp;406\/14, juris, und Beschluss des OVG des Landes Sachsen-Anhalt vom 24.&nbsp;September 2008&nbsp;&nbsp;2&nbsp;L&nbsp;86\/08, Neue Zeitschrift f&uuml;r Verwaltungsrecht 2009, 192, jeweils m.w.N.) sachgerecht wahrgenommen werden kann. Zwar kann ein Prozessbevollm&auml;chtigter dann nicht auf die M&ouml;glichkeit einer anderweitigen Terminsvertretung verwiesen werden, wenn die Wahrnehmung des Termins durch eine andere Person als den zust&auml;ndigen Sachbearbeiter nicht zumutbar ist. Solche Besonderheiten m&uuml;ssen indessen, sofern sie nicht offenkundig sind, im Einzelnen vorgetragen werden. Geschieht dies nicht, muss von dem Bestehen einer Vertretungsm&ouml;glichkeit ausgegangen und demgem&auml;&szlig; das Vorliegen erheblicher Gr&uuml;nde f&uuml;r eine Terminsverlegung verneint werden (vgl. z.B. BFH-Beschl&uuml;sse in BFH\/NV 2014, 1891, und vom 7.&nbsp;April 2004 I&nbsp;B&nbsp;111\/03, BFH\/NV 2004, 1282). <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach diesen Grunds&auml;tzen ist es nicht als verfahrensfehlerhaft zu beanstanden, dass der Vorsitzende des FG-Senats dem Antrag des Kl&auml;gervertreters auf Verlegung der m&uuml;ndlichen Verhandlung wegen einer Termins&uuml;berschneidung nicht stattgegeben hat. Der Vorsitzende hat dem Prozessbevollm&auml;chtigten des Kl&auml;gers auf seinen Vortrag hin, eine Vertretung durch die im Briefkopf der Soziet&auml;t\/B&uuml;rogemeinschaft genannten Rechtsanw&auml;lte komme wegen anderweitiger Terminsgebundenheit nicht in Betracht, zudem mehr als drei Wochen vor der anberaumten m&uuml;ndlichen Verhandlung mitgeteilt, dass die beantragte Terminsverlegung noch nicht in Betracht komme, und ihn zu weiterem substantiierten Vortrag bzw. zur Glaubhaftmachung des Verlegungsgrundes (vergeblich) aufgefordert.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>5. Die Kostenentscheidung folgt aus &sect;&nbsp;135 Abs.&nbsp;2 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 15.11.2016, VI R 48\/15ECLI:DE:BFH:2016:B.151116.VIR48.15.0 Teilweise inhaltsgleich mit BFH-Beschluss vom 15. November 2016 VI R 4\/15 &#8211; Verfassungsm&auml;&szlig;igkeit der Entfernungspauschale &#8211; m&uuml;ndliche Verhandlung trotz Abwesenheit der Beteiligten &#8211; Terminsverlegung Tenor Die Revision des Kl&auml;gers gegen das Urteil des Nieders&auml;chsischen Finanzgerichts vom 27. Januar 2015&nbsp;&nbsp;8 K 345\/14 wird als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckgewiesen.&nbsp;&nbsp; Die Kosten des &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/vi-r-48-15-teilweise-inhaltsgleich-mit-bfh-beschluss-vom-15-november-2016-vi-r-4-15-verfassungsmaessigkeit-der-entfernungspauschale-muendliche-verhandlung-trotz-abwesenheit-der-beteiligten-terminsverl\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">VI&nbsp;R&nbsp;48\/15 &#8211; Teilweise inhaltsgleich mit BFH-Beschluss vom 15. 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