{"id":66390,"date":"2017-01-18T12:53:50","date_gmt":"2017-01-18T10:53:50","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=66390"},"modified":"2017-01-18T12:53:50","modified_gmt":"2017-01-18T10:53:50","slug":"vii-r-45-14-inhaltsgleich-mit-bfh-urteil-vom-01122015-vii-r-44-14-keine-berufung-des-steuerschuldners-auf-urspruengliche-tilgungsbestimmung-bei-spaeter-ausdruecklich-gebilligter-umbuchung-bzw-erstattu","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/vii-r-45-14-inhaltsgleich-mit-bfh-urteil-vom-01122015-vii-r-44-14-keine-berufung-des-steuerschuldners-auf-urspruengliche-tilgungsbestimmung-bei-spaeter-ausdruecklich-gebilligter-umbuchung-bzw-erstattu\/","title":{"rendered":"VII&nbsp;R&nbsp;45\/14 &#8211; Inhaltsgleich mit BFH-Urteil vom 01.12.2015 VII R 44\/14 &#8211; Keine Berufung des Steuerschuldners auf urspr&uuml;ngliche Tilgungsbestimmung bei sp&auml;ter ausdr&uuml;cklich gebilligter Umbuchung bzw. Erstattung &#8211; Treu und Glauben &#8211; Vertretungsmacht in Form einer Duldungsvollmacht &#8211; &Auml;nderbarkeit einer Tilgungsbestimmung"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 1.12.2015, VII R 45\/14<\/p>\n<p class=\"titel\">Inhaltsgleich mit BFH-Urteil vom 01.12.2015 VII R 44\/14 &#8211; Keine Berufung des Steuerschuldners auf urspr&uuml;ngliche Tilgungsbestimmung bei sp&auml;ter ausdr&uuml;cklich gebilligter Umbuchung bzw. Erstattung &#8211; Treu und Glauben &#8211; Vertretungsmacht in Form einer Duldungsvollmacht &#8211; &Auml;nderbarkeit einer Tilgungsbestimmung<\/p>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Die Revision des Kl&auml;gers gegen das Urteil des Nieders&auml;chsischen Finanzgerichts vom 24. September 2014&nbsp;&nbsp;3 K 123\/14 wird als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckgewiesen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Kosten des Revisionsverfahrens hat der Kl&auml;ger zu tragen.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Die Mutter des Kl&auml;gers und Revisionskl&auml;gers (Kl&auml;ger), MX, schenkte mit notariellem Vertrag vom 25.&nbsp;Februar 2003 dem Kl&auml;ger und seinen beiden Br&uuml;dern AX und CX in Vorwegnahme der testamentarisch verf&uuml;gten Erbfolge vier Grundst&uuml;cke zu je einem Drittel, wobei sie sich auf ihre Lebensdauer den Nie&szlig;brauch an den Grundst&uuml;cken vorbehielt. Diesbez&uuml;glich gaben der Kl&auml;ger und seine beiden Br&uuml;der drei gleichlautende Schenkungsteuererkl&auml;rungen ab. Unter Buchstabe&nbsp;C Ziffer&nbsp;3.2 der Schenkungsteuererkl&auml;rung, an deren Anfertigung Steuerberater&nbsp;W mitgewirkt hatte, erkl&auml;rte der Kl&auml;ger, der zu stundende Betrag solle nicht mit dem Barwert abgel&ouml;st werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit drei Schenkungsteuerbescheiden vom 17.&nbsp;November 2003 setzte der Beklagte und Revisionsbeklagte (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) gegen den Kl&auml;ger und seine beiden Br&uuml;der Schenkungsteuer jeweils in H&ouml;he von 25.465&nbsp;EUR fest. Gem&auml;&szlig; der Anlage zu diesem Bescheid stundete das FA einen Teilbetrag in H&ouml;he von 22.427&nbsp;EUR. Der zum 22.&nbsp;Dezember 2003 f&auml;llige Teilbetrag betrug 3.038&nbsp;EUR. Weiterhin ergingen ebenfalls unter dem 17.&nbsp;November 2003 gleichlautende Bescheide &uuml;ber die Abl&ouml;sung gestundeter Schenkungsteuer. Der zum 22.&nbsp;Dezember 2003 f&auml;llige Abl&ouml;sebetrag betrug danach 12.446.98&nbsp;EUR.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit Wertstellung 17.&nbsp;Dezember 2003 &uuml;berwiesen der Kl&auml;ger und seine beiden Br&uuml;der dem FA jeweils einen Betrag in H&ouml;he von 12.446,98&nbsp;EUR unter Angabe der Steuernummer &#8230; und des Erl&auml;uterungstextes &quot;Abl&ouml;sung Schenkungsteuer&quot;. Den nicht gestundeten Teilbetrag von 3.038&nbsp;EUR zahlten der Kl&auml;ger und seine Br&uuml;der nicht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach einem Aktenvermerk nahm die Sachbearbeiterin, Frau G, am 14.&nbsp;Januar 2004 R&uuml;cksprache mit dem Steuerberater&nbsp;W und wies auf die noch offene sofort f&auml;llige Steuer hin. W wusste demnach nicht, ob die Beschenkten tats&auml;chlich abl&ouml;sen wollten. Am 3.&nbsp;Februar 2004 gingen beim FA drei in der Sache gleichlautende Schreiben des W vom 23.&nbsp;Januar 2004 ein, worin dieser um eine Stundung der festgesetzten Schenkungsteuer in H&ouml;he von 3.038&nbsp;EUR bis zum 22.&nbsp;Februar 2004 bat, da sich ein Gesellschafter der Erbengemeinschaft X derzeit im Ausland befinde und erst nach dessen R&uuml;ckkehr &uuml;ber die Wahlm&ouml;glichkeit der Zahlung der Schenkungsteuer entschieden werden k&ouml;nne.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach Umbuchung des Betrags von 12.446,98&nbsp;EUR von der Abl&ouml;se-Steuernummer auf die Schenkungsteuernummer mit Verf&uuml;gung vom 9.&nbsp;Februar 2004 erreichte das FA am 16.&nbsp;Februar 2004 ein Fax der &quot;Hausverwaltung X&quot;, verfasst von C X, das sich an den Steuerberater&nbsp;W richtete und Angaben zu einer Bankverbindung enthielt. Daraufhin erstattete das FA am 26.&nbsp;Februar 2004 den Betrag in H&ouml;he von 9.408,98&nbsp;EUR auf das Konto des Kl&auml;gers. Den verbleibenden Betrag buchte das FA auf die sofort f&auml;llige Schenkungsteuer und sah damit die Schenkungsteuer in H&ouml;he von 22.427&nbsp;EUR als gestundet an.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Jahr 2006 fragte W beim FA an, welche Schenkungsteuer bei r&uuml;ckwirkender Aufhebung des Nie&szlig;brauchsrechts an zwei Grundst&uuml;cken anfalle. Eine Einschr&auml;nkung des Nie&szlig;brauchsrechts erfolgte nicht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nachdem MX im&nbsp;Januar 2012 verstorben war, forderte das FA vom Kl&auml;ger und seinen Br&uuml;dern mit Schreiben vom 11.&nbsp;September 2012 die gestundete Schenkungsteuer in H&ouml;he von 22.427&nbsp;EUR zuz&uuml;glich der nach dem Tod der Schenkerin angefallenen S&auml;umniszuschl&auml;ge in H&ouml;he von 1.568&nbsp;EUR. Letztere erlie&szlig; das FA zur H&auml;lfte. Die Steuer und die &uuml;brigen S&auml;umniszuschl&auml;ge &uuml;berwiesen der Kl&auml;ger und seine beiden Br&uuml;der zum Jahresende 2012.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Da der Kl&auml;ger der Auffassung war, die Schenkungsteuer sei durch die &Uuml;berweisung vom 17.&nbsp;Dezember 2003 getilgt worden, weil eine nachtr&auml;gliche &Auml;nderung der Tilgungsbestimmung nicht m&ouml;glich sei, beantragte er die Erteilung eines Abrechnungsbescheids. Am 3.&nbsp;Juni 2013 erlie&szlig; das FA einen Abrechnungsbescheid, in dem es f&uuml;r das Jahr 2003 nur einen Teilbetrag in H&ouml;he von 3.038&nbsp;EUR als getilgt ansah. Der Rest in H&ouml;he von 22.427&nbsp;EUR sei gestundet und erst in 2012 bezahlt worden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die hiergegen nach erfolglosem Einspruchsverfahren erhobene Klage wies das Finanzgericht (FG) mit seinem in Entscheidungen der Finanzgerichte 2015, 269 ver&ouml;ffentlichten Urteil ab. Der Abrechnungsbescheid vom 3.&nbsp;Juni 2013 sei rechtm&auml;&szlig;ig. Der Betrag von 23.388&nbsp;EUR sei Ende 2012 nicht rechtsgrundlos gezahlt worden, der Rechtsgrund der Zahlung seien der Schenkungsteuerbescheid vom 17.&nbsp;November 2003 und die kraft Gesetzes verwirkten S&auml;umniszuschl&auml;ge zur Schenkungsteuer. Der Kl&auml;ger habe genau den mit Bescheid vom 17.&nbsp;November 2003 festgelegten Abl&ouml;sungsbetrag in H&ouml;he von 12.446,98&nbsp;EUR der Finanzkasse &uuml;berwiesen. Da er bei der &Uuml;berweisung als Verwendungszweck den Text &quot;Abl&ouml;sebetrag Schenkungsteuer&quot; angegeben habe, habe der Empf&auml;nger der &Uuml;berweisung dies dahin verstehen m&uuml;ssen, dass der gestundete, aber abl&ouml;sbare Teil der Verbindlichkeit habe getilgt werden sollen. Diese einmal getroffene Tilgungsbestimmung habe auch nicht durch eine anderweitige Tilgungsbestimmung ersetzt werden k&ouml;nnen. Aus den Telefonkontakten und dem Schriftverkehr zwischen der Kl&auml;gerseite und dem FA in der Zeitspanne &quot;vom 14.&nbsp;Januar 2014 bis zum 16.&nbsp;Februar 2014&quot; lasse sich nicht hinreichend sicher eine Anfechtung der Tilgungsbestimmung ableiten. Nach &Uuml;berzeugung des FG habe das FA jedoch Anfang 2004 mit ausdr&uuml;cklicher Billigung der Br&uuml;der X die am 17.&nbsp;Dezember 2003 &uuml;berwiesenen Geldbetr&auml;ge auf die sofort f&auml;llige Steuer verbucht und den &uuml;berschie&szlig;enden Betrag erstattet. Dies ergebe sich aus den in den Akten dokumentierten Telefonkontakten und dem Schriftverkehr in den Monaten Januar und Februar 2004. Daher k&ouml;nnten sich die Br&uuml;der unter Ber&uuml;cksichtigung des Grundsatzes von Treu und Glauben nicht mehr auf die urspr&uuml;ngliche Tilgungsbestimmung berufen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit seiner Revision macht der Kl&auml;ger auch unter Bezugnahme auf sein Vorbringen im ersten Rechtszug geltend, die angefochtene Entscheidung wende die Grunds&auml;tze von Treu und Glauben unzutreffend an. Die Forderung gem&auml;&szlig; Bescheid vom 27.&nbsp;November 2003 sei erf&uuml;llt worden und damit erloschen. Eine erloschene Steuer k&ouml;nne aber aufgrund der Grunds&auml;tze von Treu und Glauben nicht neu entstehen. Selbst die Zustimmung zu einer Umbuchung oder die Vereinbarung der Parteien des Steuerschuldverh&auml;ltnisses k&ouml;nne im Steuerrecht einen Anspruch nicht neu begr&uuml;nden. Dies sei die Schaffung eines neuen Besteuerungstatbestands und nicht die blo&szlig;e Verdr&auml;ngung des Gesetzes, die der Grundsatz von Treu und Glauben lediglich bewirken k&ouml;nne. Die Schlussfolgerung des FG, wonach die Verbuchung der &uuml;berwiesenen Geldbetr&auml;ge auf die sofort f&auml;llige Steuer und Erstattung des &uuml;berschie&szlig;enden Betrags &quot;mit ausdr&uuml;cklicher Billigung auch des Kl&auml;gers&quot; erfolgt sei, tr&uuml;gen die durch das FG festgestellten Tatsachen nicht. Die angefochtene Entscheidung wende daher den Grundsatz von Treu und Glauben an, obwohl die tatbestandlichen Voraussetzungen hierf&uuml;r nicht gegeben seien. Die Gesetzm&auml;&szlig;igkeit trete n&auml;mlich nur dann zur&uuml;ck, wenn das Vertrauen eines Beteiligten in ein bestimmtes Verhalten des anderen nach allgemeinem Rechtsgef&uuml;hl in hohem Ma&szlig; schutzw&uuml;rdig sei. Er habe hier jedoch weder die Ursache f&uuml;r einen eventuellen Fehler des FA gesetzt noch eine Disposition bzw. das Unterlassen einer Disposition durch aktive Unterst&uuml;tzung eines Irrtums oder die Best&auml;rkung hierin verursacht. Selbst wenn in der Weiterleitung der Bankverbindung und des Betrags durch den Steuerberater die vermeintliche Aus&uuml;bung eines nachtr&auml;glichen Wahlrechts zu sehen sei, ergebe sich aus dem Telefonat und der hierzu gefertigten Aktennotiz, dass ein entsprechender Vertrauenstatbestand nicht vorhanden gewesen sei, zumal dieses Schreiben von einem anderen Steuerpflichtigen gestammt habe. F&uuml;r die Anwendbarkeit der Grunds&auml;tze von Treu und Glauben gen&uuml;ge es auch nicht, dass das durch schlichte Gesetzesanwendung gefundene Ergebnis mit materiellem Recht in Widerspruch zu stehen scheine. Der Steuerberater habe keine Vertretungsmacht gehabt. Er habe die Steuererkl&auml;rung vielmehr ohne R&uuml;cksprache mit ihm (dem Kl&auml;ger) und allein im Auftrag und auf Weisung seiner Mutter gefertigt. Soweit das FG ausf&uuml;hre, die Mitteilung des Erstattungskontos sei ein eindeutiges Indiz f&uuml;r ein nicht dokumentiertes Telefonat, sei dies keine tats&auml;chliche Feststellung. Gleiches gelte f&uuml;r die Ausf&uuml;hrung des FG, aus der Angabe und der nachfolgenden Umbuchung lasse sich unzweifelhaft ableiten, dass er (der Kl&auml;ger) in die Entscheidungsfindung eingebunden gewesen sei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger beantragt, die Vorentscheidung aufzuheben und unter &Auml;nderung des Abrechnungsbescheids vom 3.&nbsp;Juni 2013 i.d.F. der Einspruchsentscheidung vom 2.&nbsp;Juli 2014 festzustellen, dass ihm ein Erstattungsanspruch in H&ouml;he von 22.427&nbsp;EUR nebst S&auml;umniszuschl&auml;gen (insgesamt 23.388&nbsp;EUR) zusteht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt, die Revision zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Es teilt die Auffassung des FG.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Revision ist unbegr&uuml;ndet und daher zur&uuml;ckzuweisen (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;2 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;). Das erstinstanzliche Urteil entspricht Bundesrecht (&sect;&nbsp;118 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 FGO). Der Abrechnungsbescheid vom 3.&nbsp;Juni 2013 ist rechtm&auml;&szlig;ig, weil dem Kl&auml;ger der geltend gemachte Erstattungsanspruch in H&ouml;he von 22.427&nbsp;EUR zuz&uuml;glich der gezahlten S&auml;umniszuschl&auml;ge nicht zusteht. Nach dem Grundsatz von Treu und Glauben kann sich der Kl&auml;ger nicht auf die urspr&uuml;ngliche Tilgungsbestimmung berufen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;25 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 i.V.m. Satz&nbsp;1 des Erbschaftsteuer- und Schenkungsteuergesetzes in der hier ma&szlig;geblichen Fassung (ErbStG) ist die Steuer, die auf den Kapitalwert einer Belastung entf&auml;llt, die sich daraus ergibt, dass die Nutzung eines Verm&ouml;gensgegenstands weiterhin dem Schenker zusteht, bis zu deren Erl&ouml;schen zinslos zu stunden. Diese gestundete Steuer kann gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;25 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 ErbStG auf Antrag des Erwerbers jederzeit mit ihrem Barwert nach &sect;&nbsp;12 Abs.&nbsp;3 des Bewertungsgesetzes abgel&ouml;st werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Durch die &Uuml;berweisung des Betrags in H&ouml;he von 12.446,98&nbsp;EUR an das FA mit Wertstellung vom 17.&nbsp;Dezember 2003 hat der Kl&auml;ger zun&auml;chst eine Tilgungsbestimmung gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;225 Abs.&nbsp;1 der Abgabenordnung (AO) dahin getroffen, dass der Abl&ouml;sungsbetrag entrichtet werden soll (vgl. &sect;&nbsp;47 AO, &sect;&nbsp;224 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 AO). Dies ergibt sich aus dem in der &Uuml;berweisung angegebenen Erl&auml;uterungstext &quot;Abl&ouml;sung Schenkungsteuer&quot; sowie daraus, dass der &uuml;berwiesene Betrag exakt dem mit Bescheid vom 17.&nbsp;November 2003 festgesetzten Abl&ouml;sebetrag entsprach.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Einer auf Abl&ouml;sung der gestundeten Schenkungsteuer gerichteten Tilgungsbestimmung steht nicht entgegen, dass der Kl&auml;ger unter Buchstabe&nbsp;C Ziffer&nbsp;3.2 seiner Schenkungsteuererkl&auml;rung erkl&auml;rt hat, der zu stundende Betrag solle nicht mit dem Barwert abgel&ouml;st werden. Denn das FA hat jedenfalls mit Bescheid vom 17.&nbsp;November 2003 den Abl&ouml;sungsbetrag festgesetzt, und sp&auml;testens mit der Durchf&uuml;hrung der &Uuml;berweisung hat der Kl&auml;ger die Abl&ouml;sung der gestundeten Schenkungsteuer beantragt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Die Tilgungsbestimmung ist auch nicht durch ein einseitiges Verhalten des Kl&auml;gers r&uuml;ckwirkend beseitigt oder ge&auml;ndert worden. Denn unabh&auml;ngig davon, ob sich der Kl&auml;ger von seiner Tilgungsbestimmung nach der im Dezember 2003 geleisteten Zahlung &uuml;berhaupt hat l&ouml;sen wollen, kann nach st&auml;ndiger Rechtsprechung des Senats eine einmal getroffene Tilgungsbestimmung nicht einseitig r&uuml;ckwirkend ge&auml;ndert werden (vgl. Beschl&uuml;sse des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 13.&nbsp;Mai 2015 VII&nbsp;R&nbsp;41\/14, BFH\/NV 2015, 1347; vom 10.&nbsp;Juli 2008 VII&nbsp;B&nbsp;194\/07, BFH\/NV 2008, 1802).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FG ist auch nicht von einer Anfechtung der Tilgungsbestimmung durch den Kl&auml;ger ausgegangen. Es hat den Telefonkontakten und dem Schriftverkehr zwischen dem Kl&auml;ger und dem FA in der Zeitspanne vom 14.&nbsp;Januar 2004 bis zum 16.&nbsp;Februar 2004 keine Anfechtung der Tilgungsbestimmung entnommen. An diese tats&auml;chliche W&uuml;rdigung ist der Senat gebunden (&sect;&nbsp;118 Abs.&nbsp;2 FGO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Ob eine vom Leistenden ausgesprochene Tilgungsbestimmung aufgrund einer Vereinbarung mit dem Leistungsempf&auml;nger nachtr&auml;glich ge&auml;ndert werden kann, ist bislang nicht entschieden worden. Soweit der BFH mit Urteil vom 14.&nbsp;Oktober 1999 IV&nbsp;R&nbsp;63\/98 (BFHE 190, 37, BStBl II 2001, 329) entschieden hat, eine r&uuml;ckwirkende Tilgungsvereinbarung mit dem Finanzamt sei nicht m&ouml;glich, hat er sich lediglich auf die gesetzliche Tilgungsreihenfolge gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;225 Abs.&nbsp;2 AO bezogen. Im vorliegenden Fall hat der Kl&auml;ger jedoch eine Bestimmung i.S. des &sect;&nbsp;225 Abs.&nbsp;1 AO getroffen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Diese Frage kann jedoch im Streitfall offen bleiben, weil sich der Kl&auml;ger jedenfalls nach dem Grundsatz von Treu und Glauben nicht auf seine urspr&uuml;ngliche Tilgungsbestimmung berufen kann.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Grundsatz von Treu und Glauben ist im Steuerrecht als allgemeiner Rechtsgrundsatz uneingeschr&auml;nkt anerkannt. Er gebietet, dass im Steuerrechtsverh&auml;ltnis jeder auf die berechtigten Belange des anderen Teils angemessen R&uuml;cksicht nimmt und sich mit seinem eigenen fr&uuml;heren Verhalten nicht in Widerspruch setzt (BFH-Urteil vom 8.&nbsp;Februar 1996 V&nbsp;R&nbsp;54\/94, BFH\/NV 1996, 733).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Allerdings darf gleichwohl keine Steuer festgesetzt werden, ohne dass der Sachverhalt vorliegt, an den das Gesetz die Entstehung der Steuer kn&uuml;pft. Der Grundsatz von Treu und Glauben bringt keine Steueranspr&uuml;che und &#8211;schulden zum Entstehen oder Erl&ouml;schen; er kann allenfalls das Steuerrechtsverh&auml;ltnis modifizieren und verhindern, dass eine Forderung oder ein Recht geltend gemacht werden kann (vgl. BFH-Urteil in BFH\/NV 1996, 733; BFH-Beschluss vom 22.&nbsp;April 2008 X&nbsp;B&nbsp;194\/07, nicht ver&ouml;ffentlicht &#8211;n.v.&#8211;). Weiterhin wirkt der Grundsatz von Treu und Glauben rechtsbegrenzend lediglich innerhalb eines bestehenden konkreten Steuerrechtsverh&auml;ltnisses und erfordert Identit&auml;t der Rechtssubjekte (vgl. BFH-Urteil in BFH\/NV 1996, 733; BFH-Beschluss vom 22.&nbsp;April 2008 X&nbsp;B&nbsp;194\/07, n.v.). Die Finanzbeh&ouml;rde kann sich auf den Grundsatz von Treu und Glauben nur berufen, wenn sie im schutzw&uuml;rdigen Vertrauen auf ein fr&uuml;heres Verhalten des Steuerpflichtigen falsch vorgegangen ist oder ein richtiges Vorgehen unterlassen hat. Das Verhalten, auf das vertraut wird, muss vor dieser Disposition liegen. Sp&auml;teres Verhalten kann keinen Vertrauensschutz begr&uuml;nden (vgl. BFH-Urteil vom 10.&nbsp;April 1991 XI&nbsp;R&nbsp;25\/89, BFH\/NV 91, 720).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach &Uuml;berzeugung des FG hat das FA Anfang 2004 mit ausdr&uuml;cklicher Billigung des Kl&auml;gers und seiner Br&uuml;der die am 17.&nbsp;Dezember 2003 &uuml;berwiesenen Geldbetr&auml;ge auf die sofort f&auml;llige Steuer verbucht und den &uuml;berschie&szlig;enden Betrag erstattet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Diese aus den festgestellten Tatsachen gezogene Schlussfolgerung ist m&ouml;glich und daher f&uuml;r den Senat gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;118 Abs.&nbsp;2 FGO bindend. Denn auch wenn in den vorliegenden Akten kein Vermerk der Sachbearbeiterin &uuml;ber eine mit dem Kl&auml;ger vereinbarte Umbuchung vorhanden ist, kann die mit Verf&uuml;gung vom 9.&nbsp;Februar 2004 angewiesene Umbuchung insbesondere vor dem Hintergrund der zuvor erfolgten Anfrage der Sachbearbeiterin bei Steuerberater&nbsp;W nicht anders erkl&auml;rt werden. Zudem ist nicht erkennbar, zu welchem anderen Zweck dem FA sonst am 16.&nbsp;Februar 2004 ein Fax der &quot;Hausverwaltung X&quot; geschickt worden sein soll, in dem die Bankverbindung des Kl&auml;gers und seiner beiden Br&uuml;der enthalten gewesen und der genaue R&uuml;ckzahlungsbetrag genannt worden ist. Insbesondere die Darstellung, wie sich der exakte R&uuml;ckzahlungsbetrag in H&ouml;he von 9.408,98&nbsp;EUR errechnet, n&auml;mlich als Differenz der gezahlten Summe von 12.446,98&nbsp;EUR abz&uuml;glich 3.038&nbsp;EUR, weist darauf hin, dass der &uuml;berwiesene Betrag auf den sofort f&auml;lligen Anteil der Schenkungsteuer umgebucht worden sein muss.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FG hat in diesem Zusammenhang auch rechtsfehlerfrei eine Vertretungsmacht des W zumindest in Form einer Duldungsvollmacht angenommen. Eine Duldungsvollmacht liegt vor, wenn der Vertretene es wissentlich geschehen l&auml;sst, dass ein anderer f&uuml;r ihn wie ein Vertreter auftritt und der Gesch&auml;ftsgegner dieses Dulden nach Treu und Glauben dahin verstehen darf, dass der als Vertreter Handelnde bevollm&auml;chtigt ist (BFH-Urteil vom 28.&nbsp;Oktober 2009 I&nbsp;R&nbsp;28\/08, BFH\/NV 2010, 432). Unabh&auml;ngig davon, dass W ausweislich der Erkl&auml;rung im Mantelbogen der Schenkungsteuererkl&auml;rung bei deren Anfertigung mitgewirkt hat, ist er im Zusammenhang mit der sp&auml;teren Umbuchung der Zahlung im Namen des Kl&auml;gers und mit dessen Wissen aufgetreten. Mit Schreiben vom 23.&nbsp;Januar 2004 hat W im Auftrag des Kl&auml;gers um Stundung der festgesetzten Schenkungsteuer in H&ouml;he von 3.038&nbsp;EUR gebeten. Auch die Mitteilung der Bankverbindung und die Nennung des genauen Auszahlungsbetrags mit Schreiben vom 16.&nbsp;Februar 2004 durch die &quot;Hausverwaltung X&quot; an W sprechen f&uuml;r eine Duldungsvollmacht. Zumindest hat der Kl&auml;ger das Handeln des W nachtr&auml;glich genehmigt, indem er den vom FA erstatteten Betrag ohne R&uuml;ckfrage akzeptiert hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Damit steht nach den erstinstanzlichen Feststellungen fest, dass der Kl&auml;ger durch sein Verhalten einen Vertrauenstatbestand geschaffen hat, an dem er sich festhalten lassen muss.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Durch die Anwendung des Grundsatzes von Treu und Glauben entsteht die Schenkungsteuer auch nicht erneut. Vielmehr wird das Steuerrechtsverh&auml;ltnis modifiziert, indem sich der Kl&auml;ger nicht auf eine Abl&ouml;sung der Schenkungsteuer aufgrund der urspr&uuml;nglichen Tilgungsabrede berufen darf.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger hat daher die mit Bescheid vom 11.&nbsp;September 2012 geforderte, bis dahin gestundete Schenkungsteuer in H&ouml;he von 22.427&nbsp;EUR zuz&uuml;glich angefallener S&auml;umniszuschl&auml;ge mit rechtlichem Grund gezahlt (&sect;&nbsp;37 Abs.&nbsp;2 AO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Die Kostenentscheidung beruht auf &sect;&nbsp;135 Abs.&nbsp;2 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 1.12.2015, VII R 45\/14 Inhaltsgleich mit BFH-Urteil vom 01.12.2015 VII R 44\/14 &#8211; Keine Berufung des Steuerschuldners auf urspr&uuml;ngliche Tilgungsbestimmung bei sp&auml;ter ausdr&uuml;cklich gebilligter Umbuchung bzw. Erstattung &#8211; Treu und Glauben &#8211; Vertretungsmacht in Form einer Duldungsvollmacht &#8211; &Auml;nderbarkeit einer Tilgungsbestimmung Tenor Die Revision des Kl&auml;gers gegen das Urteil des Nieders&auml;chsischen Finanzgerichts &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/vii-r-45-14-inhaltsgleich-mit-bfh-urteil-vom-01122015-vii-r-44-14-keine-berufung-des-steuerschuldners-auf-urspruengliche-tilgungsbestimmung-bei-spaeter-ausdruecklich-gebilligter-umbuchung-bzw-erstattu\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">VII&nbsp;R&nbsp;45\/14 &#8211; Inhaltsgleich mit BFH-Urteil vom 01.12.2015 VII R 44\/14 &#8211; Keine Berufung des Steuerschuldners auf urspr&uuml;ngliche Tilgungsbestimmung bei sp&auml;ter ausdr&uuml;cklich gebilligter Umbuchung bzw. 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