{"id":66399,"date":"2017-01-18T12:53:46","date_gmt":"2017-01-18T10:53:46","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=66399"},"modified":"2017-01-18T12:53:46","modified_gmt":"2017-01-18T10:53:46","slug":"ix-r-42-14-zinszahlungen-des-ehemaligen-gesellschafters-wegen-der-nachhaftung-fuer-die-darlehensverbindlichkeit-einer-vermoegensverwaltenden-grundstuecksgesellschaft-als-nachtraegliche-werbungskosten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/ix-r-42-14-zinszahlungen-des-ehemaligen-gesellschafters-wegen-der-nachhaftung-fuer-die-darlehensverbindlichkeit-einer-vermoegensverwaltenden-grundstuecksgesellschaft-als-nachtraegliche-werbungskosten\/","title":{"rendered":"IX&nbsp;R&nbsp;42\/14 &#8211; Zinszahlungen des ehemaligen Gesellschafters wegen der Nachhaftung f&uuml;r die Darlehensverbindlichkeit einer verm&ouml;gensverwaltenden Grundst&uuml;cksgesellschaft als nachtr&auml;gliche Werbungskosten bei den Eink&uuml;nften aus Vermietung und Verpachtung"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 1.12.2015, IX R 42\/14<\/p>\n<p class=\"titel\">Zinszahlungen des ehemaligen Gesellschafters wegen der Nachhaftung f&uuml;r die Darlehensverbindlichkeit einer verm&ouml;gensverwaltenden Grundst&uuml;cksgesellschaft als nachtr&auml;gliche Werbungskosten bei den Eink&uuml;nften aus Vermietung und Verpachtung<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>1. Sog. &quot;nachtr&auml;gliche Schuldzinsen&quot; k&ouml;nnen auch nach einer nicht steuerbaren Ver&auml;u&szlig;erung einer zur Vermietung bestimmten Immobilie grunds&auml;tzlich weiter als Werbungskosten abgezogen werden, wenn und soweit die Darlehensverbindlichkeiten durch den Ver&auml;u&szlig;erungserl&ouml;s nicht getilgt werden k&ouml;nnen.<\/p>\n<\/p>\n<p>2. Die Ber&uuml;cksichtigung nachtr&auml;glicher Schuldzinsen bei den Eink&uuml;nften aus Vermietung und Verpachtung steht unter dem Vorbehalt der vorrangigen Schuldentilgung.<\/p>\n<\/p>\n<p>3. F&uuml;r die Ber&uuml;cksichtigung von nachtr&auml;glichem Zinsaufwand als Werbungskosten bei den Eink&uuml;nften aus Vermietung und Verpachtung ist es nicht von Bedeutung, dass dieser nicht aufgrund der urspr&uuml;nglichen darlehensvertraglichen Verpflichtung (oder einer damit einhergehenden vertraglichen Haftung), sondern aufgrund einer gesetzlich geregelten Gesellschafterhaftung geleistet wurde.<\/p>\n<\/p>\n<p>4. Die Entscheidung des Steuerpflichtigen, seine Beteiligung an einer Eink&uuml;nfte aus Vermietung und Verpachtung erzielenden Personengesellschaft zu ver&auml;u&szlig;ern, beinhaltet grunds&auml;tzlich den Entschluss, die Absicht zu einer (weiteren) Eink&uuml;nfteerzielung aufzugeben. Unbeschadet dessen f&uuml;hrt eine Inanspruchnahme im Zuge der Nachhaftung (&sect; 736 Abs. 2 BGB i.V.m. &sect; 160 HGB) bei einem Steuerpflichtigen, der seine Beteiligung an der GbR gerade zur Vermeidung einer solchen pers&ouml;nlichen Haftung weiterver&auml;u&szlig;ert hat, zu ber&uuml;cksichtigungsf&auml;higem Aufwand, soweit er diesen endg&uuml;ltig selbst tr&auml;gt.<\/p>\n<\/div>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Die Revision des Beklagten gegen das Urteil des Finanzgerichts D&uuml;sseldorf vom 21. Oktober 2014&nbsp;&nbsp;13 K 1365\/12 E wird als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckgewiesen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Kosten des Revisionsverfahrens hat der Beklagte zu tragen.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Der Kl&auml;ger und Revisionsbeklagte (Kl&auml;ger) trat im Dezember 1990 mit einer Einlage von 100.000&nbsp;DM einer verm&ouml;gensverwaltenden GbR in der Form eines geschlossenen Immobilienfonds bei; Gesellschaftszweck der GbR war die Instandsetzung, Modernisierung und nachfolgende Vermietung eines Mehrfamilienhauses in B mit einem Gesamtaufwand von bis zu 6,3 Mio.&nbsp;DM. Rund ein Drittel dieser Summe sollte durch Gesellschaftereinlagen, die verbleibenden zwei Drittel sollten durch Darlehen finanziert werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zu diesem Zweck nahm die Treuh&auml;nderin des Fonds namens der GbR ein Darlehen in H&ouml;he von 4,719 Mio.&nbsp;DM bei einem Kreditinstitut auf, f&uuml;r das die Gesellschafter quotal entsprechend ihrem Anteil am Gesellschaftskapital die pers&ouml;nliche Haftung &uuml;bernahmen. Nachdem die GbR bereits im Laufe des Jahres 1999 in Zahlungsschwierigkeiten geraten war, konnte sie ab November 2000 die f&auml;lligen Zins- und Tilgungsleistungen auf das Darlehen nicht mehr bedienen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit Kauf- und Abtretungsvertrag vom 31.&nbsp;Dezember 2003 &uuml;bertrug der Kl&auml;ger seinen Gesellschaftsanteil an der GbR an einen Mitgesellschafter (X-GmbH) gegen Zahlung eines Abl&ouml;sebetrages in H&ouml;he von 4.000&nbsp;EUR. In Ziffer&nbsp;3 der Vereinbarung verpflichtete sich die X-GmbH, den Kl&auml;ger von s&auml;mtlichen bestehenden und zuk&uuml;nftigen, bekannten und unbekannten Anspr&uuml;chen Dritter, seien es Anspr&uuml;che der Gesellschaft, einzelner Gesellschafter oder finanzierender Banken, freizustellen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Am 1.&nbsp;November 2004 k&uuml;ndigte das Kreditinstitut den Darlehensvertrag mit der GbR. Im Rahmen eines sich anschlie&szlig;enden Zivilrechtsstreits wurde die GbR verurteilt, an das Kreditinstitut 3.120.322,60&nbsp;EUR nebst Zinsen auf 2.208.533,33&nbsp;EUR in H&ouml;he von 5&nbsp;% p.a. &uuml;ber dem Basiszinssatz seit dem 1.&nbsp;Januar 2007 zu zahlen. Der Kl&auml;ger wurde in diesem Zusammenhang aufgrund einer Nachhaftung gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;736 Abs.&nbsp;2 des B&uuml;rgerlichen Gesetzbuchs (BGB) i.V.m &sect;&nbsp;160 des Handelsgesetzbuchs (HGB) verurteilt, entsprechend der Quote, mit der er an der GbR beteiligt gewesen war, einen Betrag von 268.301,00&nbsp;EUR nebst Zinsen auf 189.933,87&nbsp;EUR in H&ouml;he von 5&nbsp;%&nbsp;p.a. &uuml;ber dem Basiszinssatz seit dem 1.&nbsp;Januar 2007 an das Kreditinstitut zu zahlen. Der X-GmbH hatte der Kl&auml;ger im Rahmen des Zivilverfahrens den Streit verk&uuml;ndet. Eine Inanspruchnahme der X-GmbH seitens des Kl&auml;gers scheiterte jedoch zun&auml;chst wegen der Verlegung des Sitzes der Gesellschaft nach Polen und schlie&szlig;lich an deren Verm&ouml;genslosigkeit.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Am 15.&nbsp;Januar 2009 wurde das von der GbR gehaltene Mehrfamilienhaus auf Betreiben des Kreditinstituts zwangsversteigert. Der Erl&ouml;s aus der Zwangsversteigerung betrug 1.329.281,40&nbsp;EUR, den das Kreditinstitut dem Darlehenskonto der GbR gutschrieb. Durch die anteilige Darlehenstilgung minderte sich die im Zuge des Zivilrechtsstreits rechtskr&auml;ftig festgestellte Zahlungsverpflichtung des Kl&auml;gers entsprechend seiner Beteiligungsquote.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger machte den im Veranlagungszeitraum 2009 (Streitjahr) an das Kreditinstitut bezahlten Gesamtbetrag in H&ouml;he von 156.722,49&nbsp;EUR im Rahmen seiner Einkommensteuererkl&auml;rung als nachtr&auml;gliche Werbungskosten bei den Eink&uuml;nften aus Vermietung und Verpachtung geltend. Der Beklagte und Revisionskl&auml;ger (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) erkannte die geltend gemachten Werbungskosten im Einkommensteuerbescheid f&uuml;r das Streitjahr vom 10.&nbsp;Juni 2011 nicht an. Das FA ging insoweit davon aus, dass es sich bei der R&uuml;ckf&uuml;hrung des Darlehens um einen Vorgang auf der privaten Verm&ouml;gensebene handele, der nicht zu Eink&uuml;nften oder Werbungkosten i.S. des &sect;&nbsp;21 des Einkommensteuergesetzes (EStG) f&uuml;hren k&ouml;nne. Der hiergegen gerichtete Einspruch des Kl&auml;gers hatte keinen Erfolg.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Finanzgericht (FG) gab der Klage mit seinem in Entscheidungen der Finanzgerichte (EFG) 2015, 109 ver&ouml;ffentlichten Urteil insoweit statt, als in den vom Kl&auml;ger an das Kreditinstitut geleisteten Zahlungen ein Zinsanteil enthalten war. Das FG vertrat die Auffassung, dass der wirtschaftliche Veranlassungszusammenhang des von der GbR aufgenommenen Darlehens mit den Eink&uuml;nften des Kl&auml;gers aus Vermietung und Verpachtung weder durch die Ver&auml;u&szlig;erung der Immobilie im Wege der Zwangsversteigerung noch durch die &Uuml;bertragung des GbR-Anteils des Kl&auml;gers auf einen Mitgesellschafter entfallen sei. Da in dem an das Kreditinstitut gezahlten Gesamtbetrag in H&ouml;he von 156.722&nbsp;EUR auch r&uuml;ckst&auml;ndige Schuldzinsen in H&ouml;he von 81.086,77&nbsp;EUR enthalten gewesen seien, sei dieser Betrag als Werbungskosten bei den Eink&uuml;nften des Kl&auml;gers i.S. des &sect;&nbsp;21 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 EStG zu ber&uuml;cksichtigen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Hiergegen richtet sich die Revision des FA, das die Auffassung vertritt, dass der vom FG angenommene wirtschaftliche Veranlassungszusammenhang jedenfalls mit der Ver&auml;u&szlig;erung und Abtretung des GbR-Anteils zum 31.&nbsp;Dezember 2003 entfallen sei. Zu diesem Zeitpunkt habe der Kl&auml;ger alles getan, um sich der verlustbringenden Beteiligung zu entledigen; hierdurch sei die Einkunftsquelle &#8211;einschlie&szlig;lich der mit ihr im Zusammenhang stehenden Schulden&#8211; &uuml;bertragen und mithin auch der Einkunftszusammenhang vollst&auml;ndig gel&ouml;st worden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt,<br \/>das angefochtene Urteil des FG aufzuheben und die Klage als unbegr&uuml;ndet abzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger beantragt,<br \/>die Revision zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>    <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Revision ist unbegr&uuml;ndet und nach &sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;2 der Finanzgerichtsordnung (FGO) zur&uuml;ckzuweisen. Das FG ist zu Recht davon ausgegangen, dass die vom Kl&auml;ger nachtr&auml;glich &#8211;im Zuge der Nachhaftung&#8211; entrichteten r&uuml;ckst&auml;ndigen Schuldzinsen in der geltend gemachten H&ouml;he als Werbungskosten bei seinen Eink&uuml;nften aus Vermietung und Verpachtung zu ber&uuml;cksichtigen sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Werbungskosten sind nach &sect;&nbsp;9 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 EStG Aufwendungen zur Erwerbung, Sicherung und Erhaltung der Einnahmen. Hierzu z&auml;hlen auch Schuldzinsen, soweit diese mit einer Einkunftsart, vorliegend den Eink&uuml;nften aus Vermietung und Verpachtung i.S. des &sect;&nbsp;21 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 EStG, im wirtschaftlichen Zusammenhang stehen (&sect;&nbsp;9 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 EStG).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Ein steuerrechtlich anzuerkennender wirtschaftlicher Zusammenhang von Schuldzinsen mit Eink&uuml;nften aus Vermietung und Verpachtung ist nach der st&auml;ndigen Rechtsprechung des erkennenden Senats gegeben, wenn ein objektiver Zusammenhang dieser Aufwendungen mit der &Uuml;berlassung eines Vermietungsobjektes zur Nutzung besteht und subjektiv die Aufwendungen zur F&ouml;rderung dieser Nutzungs&uuml;berlassung gemacht werden. Mit der erstmaligen (d.h. tats&auml;chlichen) Verwendung einer Darlehensvaluta zur Modernisierung und Instandsetzung eines Vermietungsobjektes wird die ma&szlig;gebliche Verbindlichkeit diesem Verwendungszweck unterstellt. Schuldzinsen, die auf Verbindlichkeiten entfallen, welche in der beschriebenen Weise der Finanzierung von Modernisierungs- und Instandsetzungskosten eines zur Erzielung von Eink&uuml;nften aus Vermietung und Verpachtung genutzten Wohngrundst&uuml;cks dienen und mithin durch diese Eink&uuml;nfte veranlasst sind, k&ouml;nnen auch nach einer nicht steuerbaren Ver&auml;u&szlig;erung der Immobilie grunds&auml;tzlich weiter als (nachtr&auml;gliche) Werbungskosten abgezogen werden, wenn und soweit die Verbindlichkeiten durch den Ver&auml;u&szlig;erungserl&ouml;s nicht getilgt werden k&ouml;nnen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Die Ber&uuml;cksichtigung nachtr&auml;glicher Schuldzinsen bei den Eink&uuml;nften aus Vermietung und Verpachtung steht unter dem Vorbehalt der vorrangigen Schuldentilgung; denn ein Veranlassungszusammenhang von nachtr&auml;glichen Schuldzinsen mit Eink&uuml;nften aus Vermietung und Verpachtung ist zu verneinen, wenn die Schuldzinsen auf Verbindlichkeiten entfallen, die durch den Erl&ouml;s aus der Ver&auml;u&szlig;erung des Immobilienobjektes h&auml;tten getilgt werden k&ouml;nnen (Urteile des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 8.&nbsp;April 2014 IX&nbsp;R&nbsp;45\/13, BFHE 244, 442, BStBl II 2015, 635; vom 20.&nbsp;Juni 2012 IX&nbsp;R&nbsp;67\/10, BFHE 237, 368, BStBl II 2013, 275; Schreiben des Bundesministeriums der Finanzen vom 27.&nbsp;Juli 2015, BStBl I 2015, 581, unter 1.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Hat der Steuerpflichtige seine urspr&uuml;ngliche steuerbare T&auml;tigkeit in gesellschaftsrechtlicher Verbundenheit ausge&uuml;bt, ist es f&uuml;r die Ber&uuml;cksichtigung von nachtr&auml;glichen Schuldzinsen nach Ver&auml;u&szlig;erung der bislang zur Eink&uuml;nfteerzielung genutzten Immobilie &uuml;berdies von Bedeutung, in welchem Umfang der Steuerpflichtige seinerzeit den objektiven Tatbestand des &sect;&nbsp;21 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 EStG selbst erf&uuml;llt hat. War der Steuerpflichtige &#8211;wie im Streitfall&#8211; an einer verm&ouml;gensverwaltenden Personengesellschaft beteiligt, ist ihm ein von der Gesellschaft zur Finanzierung der Instandsetzung und Modernisierung einer zur Vermietung bestimmten Immobilie aufgenommenes und urspr&uuml;nglich durch diese Eink&uuml;nfteerzielung veranlasstes Darlehen nach der Beendigung der Gesellschaft und der (gegebenenfalls zwangsweisen) Ver&auml;u&szlig;erung der Immobilie grunds&auml;tzlich in dem gleichen Umfang zuzurechnen, in dem ihm vormals auch Eink&uuml;nfte anteilig zuzurechnen waren. Jedenfalls in diesem Umfang kann der Steuerpflichtige &#8211;unter den eingangs genannten weiteren Voraussetzungen&#8211; grunds&auml;tzlich auch Schuldzinsen als nachtr&auml;gliche Werbungskosten geltend machen (BFH-Urteil in BFHE 244, 442, BStBl II 2015, 635).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Ein fortdauernder Veranlassungszusammenhang von nachtr&auml;glichen Schuldzinsen mit fr&uuml;heren Eink&uuml;nften i.S. des &sect;&nbsp;21 EStG kann indes nicht mehr angenommen werden, wenn der Steuerpflichtige zwar urspr&uuml;nglich mit Eink&uuml;nfteerzielungsabsicht gehandelt hat, seine Absicht zu einer (weiteren) Eink&uuml;nfteerzielung jedoch bereits vor der Ver&auml;u&szlig;erung des Immobilienobjektes aus anderen Gr&uuml;nden weggefallen ist (BFH-Urteil in BFHE 237, 368, BStBl II 2013, 275).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Nach diesen Grunds&auml;tzen sind die vom Kl&auml;ger im Zuge seiner Nachhaftung entrichteten Schuldzinsenbetr&auml;ge als Werbungskosten bei seinen Eink&uuml;nften aus Vermietung und Verpachtung zu ber&uuml;cksichtigen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Der Kl&auml;ger hat die geleisteten Betr&auml;ge zu Recht im Rahmen seiner pers&ouml;nlichen Einkommensteuererkl&auml;rung f&uuml;r das Streitjahr geltend gemacht. Eine Ber&uuml;cksichtigung des Aufwands als (Sonder-)Werbungskosten des Kl&auml;gers im Rahmen der gesonderten und einheitlichen Feststellung der Eink&uuml;nfte der GbR kommt vorliegend nicht in Betracht, da der Kl&auml;ger im Streitjahr nicht mehr Gesellschafter der GbR war.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Zwischen den Beteiligten ist zu Recht nicht streitig, dass die GbR das ma&szlig;gebliche Darlehen zur Instandsetzung und Modernisierung eines nachfolgend zur Vermietung bestimmten Mehrfamilienhauses aufgenommen hat und dadurch ein steuerrechtlich anzuerkennender wirtschaftlicher Zusammenhang zwischen den auf das Darlehen gezahlten Schuldzinsen und den (sp&auml;teren) Eink&uuml;nften aus Vermietung und Verpachtung gegeben war.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Soweit in dem vom Kl&auml;ger an das Kreditinstitut gezahlten Gesamtbetrag &#8211;wie vom FG bindend festgestellt&#8211; neben Tilgungsleistungen auch r&uuml;ckst&auml;ndige &#8211;d.h. auf den Zeitraum seiner gesellschaftsrechtlichen Beteiligung an der GbR entfallende&#8211; Schuldzinsen in H&ouml;he von 81.086,77&nbsp;EUR enthalten waren, ist es mit Blick auf die einkommensteuerrechtliche Ber&uuml;cksichtigung von Aufwand nicht von Bedeutung, dass die Schuldzinsen nicht aufgrund der urspr&uuml;nglichen darlehensvertraglichen Verpflichtung (oder der damit einhergehenden vertraglichen Haftung), sondern aufgrund einer gesetzlich geregelten Gesellschafterhaftung geleistet wurden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>F&uuml;r die im Namen einer GbR begr&uuml;ndeten Verpflichtungen haften die Gesellschafter kraft Gesetzes auch pers&ouml;nlich; diese Haftung kann nicht durch einen Namenszusatz oder einen anderen, den Willen, nur beschr&auml;nkt f&uuml;r diese Verpflichtungen einzustehen, verdeutlichenden Hinweis beschr&auml;nkt werden, sondern nur durch eine individualvertragliche Vereinbarung ausgeschlossen werden (Urteil des Bundesgerichtshofs vom 27.&nbsp;September 1999 II&nbsp;ZR&nbsp;371\/98, BGHZ 142, 315, Deutsches Steuerrecht 1999, 1704). Die Haftung gilt auch nach dem Ausscheiden aus der Gesellschaft f&uuml;r Verbindlichkeiten der Gesellschaft, die w&auml;hrend der Mitgliedschaft des Gesellschafters begr&uuml;ndet wurden (sog. Altverbindlichkeiten), fort, soweit die Nachhaftung nicht nach &sect;&nbsp;736 Abs.&nbsp;2 BGB i.V.m. &sect;&nbsp;160 HGB begrenzt ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Streitfall ist der Kl&auml;ger von dem Kreditinstitut unter Berufung auf die genannten zivil- und handelsrechtlichen Vorschriften in Anspruch genommen worden. Durch die im Zuge der Nachhaftung vom Kl&auml;ger geleistete Zahlung ist die Zins- und Darlehensschuld der GbR gemindert worden. Vor diesem Hintergrund stehen die aufgrund der Nachhaftung geleisteten Zahlungen unzweifelhaft in einem wirtschaftlichen Veranlassungszusammenhang mit der urspr&uuml;nglichen Darlehensschuld und damit auch in einem ausreichenden mittelbaren Zusammenhang mit den dem Kl&auml;ger vormals zuzurechnenden Eink&uuml;nften aus Vermietung und Verpachtung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Nach den den Senat gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;118 Abs.&nbsp;2 FGO bindenden Feststellungen des FG wurde &uuml;berdies der gesamte Erl&ouml;s aus der Zwangsversteigerung des Mehrfamilienhauses dem Darlehenskonto der GbR gutgeschrieben und das seinerzeit aufgenommene Darlehen insoweit getilgt. Dadurch wurde dem Grundsatz des Vorrangs der Schuldentilgung in dem von der Senatsrechtsprechung geforderten Umfang (vgl. BFH-Urteil in BFHE 244, 442, BStBl II 2015, 635, Rz&nbsp;23) gen&uuml;gt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Zwischen den Beteiligten ist auch unstreitig, dass der Kl&auml;ger nur im Umfang seiner vormaligen Beteiligung an der GbR in Anspruch genommen worden ist und mithin (nachtr&auml;gliche) Schuldzinsen nur in dem Umfang selbst getragen hat, in dem er seinerzeit den objektiven Tatbestand des &sect;&nbsp;21 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 EStG erf&uuml;llt hatte. Auch insoweit ist den Vorgaben der Senatsrechtsprechung f&uuml;r die Geltendmachung nachtr&auml;glicher Schuldzinsen durch Steuerpflichtige, die ihre urspr&uuml;ngliche steuerbare T&auml;tigkeit in gesellschaftsrechtlicher Verbundenheit ausge&uuml;bt haben (vgl. BFH-Urteil in BFHE 244, 442, BStBl II 2015, 635, Rz&nbsp;26), gen&uuml;gt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>e) Fraglich ist allein, ob ein fortdauernder Veranlassungszusammenhang von nachtr&auml;glichen Schuldzinsen mit fr&uuml;heren Eink&uuml;nften i.S. des &sect;&nbsp;21 EStG auch dann noch angenommen werden kann, wenn der Steuerpflichtige zwar (r&uuml;ckst&auml;ndige) Schuldzinsen aufgrund einer Nachhaftung gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;736 Abs.&nbsp;2 BGB i.V.m. &sect;&nbsp;160 HGB letztendlich getragen hat, er aber andererseits noch vor seiner Inanspruchnahme als haftender (ehemaliger) Gesellschafter der GbR versucht hat, sich einer dahingehenden Verpflichtung durch &Uuml;bertragung seines Gesellschaftsanteils &#8211;bei gleichzeitiger Verpflichtung des K&auml;ufers, ihn von Anspr&uuml;chen Dritter (insbesondere von Anspr&uuml;chen finanzierender Banken) im Innenverh&auml;ltnis freizustellen&#8211; zu entziehen. Denn grunds&auml;tzlich beinhaltet die Entscheidung des Steuerpflichtigen, seine Beteiligung an einer Eink&uuml;nfte aus Vermietung und Verpachtung erzielenden Personengesellschaft zu ver&auml;u&szlig;ern, auch den Entschluss, die Absicht zu einer (weiteren) Eink&uuml;nfteerzielung f&uuml;r die Zukunft aufzugeben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Streitfall wird jedoch von der Besonderheit gepr&auml;gt, dass der Kl&auml;ger seine &quot;F&auml;higkeit&quot;, Einnahmen aus Vermietung und Verpachtung zu erzielen, f&uuml;r die Dauer der Nachhaftung von Gesetzes wegen &#8211;jedenfalls im Au&szlig;enverh&auml;ltnis&#8211; nicht zu beschr&auml;nken vermochte und mithin auch seine Absicht, solche Eink&uuml;nfte zu erzielen, mit der Ver&auml;u&szlig;erung seiner Beteiligung an der GbR (noch) nicht entfallen konnte. Das bedeutet:<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table class=\"Rsp\">\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">&#8211;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">Eine Inanspruchnahme im Zuge der Nachhaftung f&uuml;r r&uuml;ckst&auml;ndige &#8211;d.h. auf den Zeitraum der gesellschaftsrechtlichen Beteiligung entfallende&#8211; Zinsen f&uuml;hrt bei einem Steuerpflichtigen, der seine Beteiligung gerade zur Vermeidung einer pers&ouml;nlichen Haftung weiterver&auml;u&szlig;ert hat, nur dann zu ber&uuml;cksichtigungsf&auml;higem Aufwand, soweit er diesen selbst tr&auml;gt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">&#8211;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">Gelingt es dem Steuerpflichtigen im Folgenden, einen Anspruch auf Haftungsfreistellung im Innenverh&auml;ltnis gegen&uuml;ber dem K&auml;ufer seines Gesellschaftsanteils durchzusetzen und hat er mithin den Aufwand nicht endg&uuml;ltig selbst getragen, sind in diesem Zusammenhang dem Steuerpflichtigen zur&uuml;ckgeflossene Betr&auml;ge als Einnahmen &#8211;hier aus Vermietung und Verpachtung&#8211; zu ber&uuml;cksichtigen (so zutreffend W&uuml;llenkemper, R&uuml;ckfluss von Aufwendungen im Einkommensteuerrecht, S.&nbsp;32).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">&#8211;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">Gelingt es dem Steuerpflichtigen indes &#8211;wie im Streitfall&#8211; nicht, den Freistellungsanspruch durchzusetzen, verbleibt es dabei, dass endg&uuml;ltig von ihm getragener Aufwand als Werbungskosten bei den Eink&uuml;nften aus Vermietung und Verpachtung zu ber&uuml;cksichtigen ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Die Sache ist spruchreif. Nach den nicht mit Revisionsr&uuml;gen angegriffenen Feststellungen des FG im angefochtenen Urteil war in den an das Kreditinstitut im Streitjahr gezahlten Betr&auml;gen ein Schuldzinsenanteil in H&ouml;he von 81.086,77&nbsp;EUR enthalten, den der Kl&auml;ger mit seinem in der m&uuml;ndlichen Verhandlung reduzierten Antrag geltend gemacht hat. Dieser vom FG zugesprochene Schuldzinsenbetrag ist bei den Eink&uuml;nften des Kl&auml;gers aus Vermietung und Verpachtung als Werbungskosten zu ber&uuml;cksichtigen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Die Kostenentscheidung beruht auf &sect;&nbsp;135 Abs.&nbsp;2 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 1.12.2015, IX R 42\/14 Zinszahlungen des ehemaligen Gesellschafters wegen der Nachhaftung f&uuml;r die Darlehensverbindlichkeit einer verm&ouml;gensverwaltenden Grundst&uuml;cksgesellschaft als nachtr&auml;gliche Werbungskosten bei den Eink&uuml;nften aus Vermietung und Verpachtung Leits&auml;tze 1. Sog. &quot;nachtr&auml;gliche Schuldzinsen&quot; k&ouml;nnen auch nach einer nicht steuerbaren Ver&auml;u&szlig;erung einer zur Vermietung bestimmten Immobilie grunds&auml;tzlich weiter als Werbungskosten abgezogen werden, wenn und &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/ix-r-42-14-zinszahlungen-des-ehemaligen-gesellschafters-wegen-der-nachhaftung-fuer-die-darlehensverbindlichkeit-einer-vermoegensverwaltenden-grundstuecksgesellschaft-als-nachtraegliche-werbungskosten\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">IX&nbsp;R&nbsp;42\/14 &#8211; Zinszahlungen des ehemaligen Gesellschafters wegen der Nachhaftung f&uuml;r die Darlehensverbindlichkeit einer verm&ouml;gensverwaltenden Grundst&uuml;cksgesellschaft als nachtr&auml;gliche Werbungskosten bei den Eink&uuml;nften aus Vermietung und Verpachtung<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-66399","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/66399","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=66399"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/66399\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=66399"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=66399"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=66399"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}