{"id":66404,"date":"2017-01-18T13:04:29","date_gmt":"2017-01-18T11:04:29","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=66404"},"modified":"2017-01-18T13:04:30","modified_gmt":"2017-01-18T11:04:30","slug":"iii-r-13-13-einnahmenueberschussrechnung-kein-der-verschmelzung-vorgelagerter-endgueltiger-verlust-des-beteiligungsaufwands-verfassungsmaessigkeit-des-par-4-abs-6-umwstg-2002-umwstg-1995-idf-des-sts","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/iii-r-13-13-einnahmenueberschussrechnung-kein-der-verschmelzung-vorgelagerter-endgueltiger-verlust-des-beteiligungsaufwands-verfassungsmaessigkeit-des-par-4-abs-6-umwstg-2002-umwstg-1995-idf-des-sts\/","title":{"rendered":"III&nbsp;R&nbsp;13\/13 &#8211; Einnahmen&uuml;berschussrechnung: Kein der Verschmelzung vorgelagerter endg&uuml;ltiger Verlust des Beteiligungsaufwands &#8211; Verfassungsm&auml;&szlig;igkeit des &sect; 4 Abs. 6 UmwStG 2002 (= UmwStG 1995 i.d.F. des StSenkG 2001\/2002) &#8211; Gewinnermittlungswahlrecht"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 5.11.2015, III R 13\/13<\/p>\n<p class=\"titel\">Einnahmen&uuml;berschussrechnung: Kein der Verschmelzung vorgelagerter endg&uuml;ltiger Verlust des Beteiligungsaufwands &#8211; Verfassungsm&auml;&szlig;igkeit des &sect; 4 Abs. 6 UmwStG 2002 (= UmwStG 1995 i.d.F. des StSenkG 2001\/2002) &#8211; Gewinnermittlungswahlrecht<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>1. Befindet sich die Beteiligung an der &uuml;bertragenden GmbH im Betriebsverm&ouml;gen des &uuml;bernehmenden Alleingesellschafters, der als Einzelgewerbetreibender seinen Gewinn nach &sect; 4 Abs. 3 EStG ermittelt, ist es nicht m&ouml;glich, den Beteiligungsaufwand vor dem steuerlichen &Uuml;bertragungsstichtag der Verschmelzung mit der Begr&uuml;ndung als Betriebsausgabe abzuziehen, der Aufwand sei infolge aufgelaufener Verluste der GmbH bereits vor diesem Zeitpunkt endg&uuml;ltig verloren gewesen. Ein Betriebsausgabenabzug scheidet auch dann aus, wenn der Beteiligungsaufwand infolge der Verschmelzung nach &sect; 4 Abs. 6 UmwStG 2002 unber&uuml;cksichtigt bleibt.<\/p>\n<\/p>\n<p>2. Das uneingeschr&auml;nkte Verlustabzugsverbot des &sect; 4 Abs. 6 UmwStG 2002 ist mit dem GG vereinbar.<\/p>\n<\/div>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Die Revision der Kl&auml;ger gegen das Urteil des Schleswig-Holsteinischen Finanzgerichts vom 26. Juli 2011&nbsp;&nbsp;2 K 123\/10 wird als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckgewiesen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Kosten des Revisionsverfahrens haben die Kl&auml;ger zu tragen.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Es ist streitig, ob die vom Kl&auml;ger und Revisionskl&auml;ger (Kl&auml;ger) im Jahr 2005 geltend gemachte Teilwertabschreibung auf eine GmbH-Beteiligung als Betriebsausgabe zu ber&uuml;cksichtigen ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;ger wurden in den Streitjahren 2004 und 2005 zusammen zur Einkommensteuer veranlagt. Sie reichten die Einkommensteuererkl&auml;rung f&uuml;r 2005 im Juni 2006 beim Beklagten und Revisionsbeklagten (Finanzamt &#8211;FA&#8211;) ein. Es war eine Einnahmen&uuml;berschussrechnung nach &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;3 des Einkommensteuergesetzes in der f&uuml;r die Streitjahre ma&szlig;geblichen Fassung (EStG) vom 19.&nbsp;Mai 2006 beigef&uuml;gt, die f&uuml;r das Einzelunternehmen (&#8230;) des Kl&auml;gers einen Gewinn in H&ouml;he von 545,97&nbsp;EUR auswies. Ende Juni 2006 wurde dem FA f&uuml;r das Einzelunternehmen des Kl&auml;gers eine berichtigte Einnahmen&uuml;berschussrechnung f&uuml;r 2005 vorgelegt, wonach der Kl&auml;ger einen Verlust in H&ouml;he von 77.452,30&nbsp;EUR erzielt habe. In dem Begleitschreiben erl&auml;uterte der damalige steuerliche Berater des Kl&auml;gers die berichtigte Einnahmen&uuml;berschussrechnung dahingehend, dass der Kl&auml;ger mit Vertrag vom 10.&nbsp;Dezember 2002 alle Anteile an der &#8230; GmbH (GmbH) zu einem Kaufpreis von 77.999,27&nbsp;EUR mit Wirkung zum 1.&nbsp;Januar 2003 erworben habe. Diese hundertprozentige Beteiligung sei notwendiges Betriebsverm&ouml;gen des Einzelunternehmens, da wesentliche Betriebsgrundlagen des Einzelunternehmens der GmbH zur Nutzung &uuml;berlassen worden seien. Der Wert der Beteiligung habe zum 31.&nbsp;Dezember 2005 nur noch 1&nbsp;EUR betragen, weil die GmbH in den Jahren 2003 bis 2005 Verluste in H&ouml;he von 184.676,55&nbsp;EUR erwirtschaftet habe und eine wesentliche &Auml;nderung der Ertragslage zuk&uuml;nftig nicht zu erwarten gewesen sei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die GmbH wurde mit Vertrag vom 10.&nbsp;Juli 2006 liquidationslos auf das Einzelunternehmen des Kl&auml;gers verschmolzen. Dieser Vorgang wurde am 9.&nbsp;August 2006 in das f&uuml;r die GmbH zust&auml;ndige Handelsregister eingetragen. Die Verschmelzung wurde mit der gleichzeitig erfolgten Eintragung in das Register des Sitzes des &uuml;bernehmenden Rechtstr&auml;gers wirksam. Es entstand das unter der Firma &quot;&#8230; e.K.&quot; betriebene Einzelunternehmen. F&uuml;r dieses Unternehmen wurde zum 1.&nbsp;Januar 2006 eine Er&ouml;ffnungsbilanz erstellt, die einen &Uuml;bernahmeverlust aus der Verschmelzung in H&ouml;he von 131.863,69&nbsp;EUR auswies. Dieser errechnete sich aus einem negativen Wert des &uuml;bertragenen Betriebsverm&ouml;gens der GmbH in H&ouml;he von 131.862,69&nbsp;EUR zzgl. der mit dem Teilwert angesetzten GmbH-Beteiligung in H&ouml;he von 1&nbsp;EUR. Der Verschmelzung wurde die Schlussbilanz der GmbH zum 31.&nbsp;Dezember 2005 zugrunde gelegt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA ber&uuml;cksichtigte in dem unter Vorbehalt der Nachpr&uuml;fung ergangenen Einkommensteuerbescheid f&uuml;r 2005 vom 7.&nbsp;August 2006 den f&uuml;r das Einzelunternehmen des Kl&auml;gers erkl&auml;rten Verlust. Zudem wurde in dem Einkommensteuer&auml;nderungsbescheid f&uuml;r 2004 vom 28.&nbsp;August 2006 ein Verlustr&uuml;cktrag aus 2005 in H&ouml;he von 23.732&nbsp;EUR durchgef&uuml;hrt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Oktober 2009 fand beim Kl&auml;ger f&uuml;r die Jahre 2005 bis 2007 eine Betriebspr&uuml;fung statt. Die Betriebspr&uuml;fung versagte die vom Kl&auml;ger f&uuml;r das Jahr 2005 auf die GmbH-Beteiligung vorgenommene Teilwertabschreibung in H&ouml;he von 77.998,27&nbsp;EUR, weil eine derartige Abschreibung im Rahmen der Einnahmen&uuml;berschussrechnung nicht zul&auml;ssig sei. Den vom Kl&auml;ger w&auml;hrend der Betriebspr&uuml;fung begehrten Wechsel zum Bestandsvergleich &#8211;der Kl&auml;ger reichte mit Schreiben vom 16.&nbsp;November 2009 eine Anfangsbilanz zum 1.&nbsp;Januar 2005 und eine Bilanz zum 31.&nbsp;Dezember 2005 ein, die einen Jahresfehlbetrag von 77.693,91&nbsp;EUR auswies&#8211; erachtete die Betriebspr&uuml;fung als unzul&auml;ssig. Das FA folgte den Feststellungen der Betriebspr&uuml;fung und erlie&szlig; entsprechend ge&auml;nderte Einkommensteuerbescheide f&uuml;r 2004 und 2005 vom 7.&nbsp;Januar 2010. Die festgesetzte Einkommensteuer f&uuml;r 2005 wurde unter Zugrundelegung gewerblicher Eink&uuml;nfte des Kl&auml;gers von 546&nbsp;EUR auf 7.998&nbsp;EUR, die f&uuml;r 2004 unter Streichung des Verlustr&uuml;cktrags aus 2005 (&sect;&nbsp;10d Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 EStG) auf 9.410&nbsp;EUR erh&ouml;ht. Die Einspr&uuml;che blieben erfolglos (Einspruchsentscheidung vom 19.&nbsp;Mai 2010).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die dagegen erhobene Klage, mit der die Kl&auml;ger die Aufhebung der &Auml;nderungsbescheide sowie der hierzu ergangenen Einspruchsentscheidung begehrten, hatte ebenfalls keinen Erfolg. Zur Begr&uuml;ndung f&uuml;hrte das Finanzgericht (FG) im Wesentlichen aus, der Kl&auml;ger habe sein Gewinnermittlungswahlrecht f&uuml;r das Jahr 2005 sp&auml;testens mit der Einreichung der Einkommensteuererkl&auml;rung f&uuml;r 2005, der die Einnahmen&uuml;berschussrechnung beigef&uuml;gt gewesen sei, zugunsten dieser Gewinnermittlungsart ausge&uuml;bt. Zudem fehle es an einer zeitnah aufgestellten Er&ouml;ffnungsbilanz zum 1.&nbsp;Januar 2005. Diese k&ouml;nne auch nicht durch die vorgelegten &quot;Er&ouml;ffnungsbilanzbuchungen&quot; ersetzt werden. Eine Teilwertabschreibung nach &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 EStG sei bei der Gewinnermittlung nach &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;3 EStG nicht zul&auml;ssig.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der vom Kl&auml;ger geltend gemachte Verlust k&ouml;nne im Rahmen einer Einnahmen&uuml;berschussrechnung auch nicht unter dem Gesichtspunkt eines endg&uuml;ltigen Verlusts der GmbH-Beteiligung ber&uuml;cksichtigt werden; denn an die Stelle der GmbH-Beteiligung seien die Wirtschaftsg&uuml;ter der GmbH getreten. Nach der vorliegenden Er&ouml;ffnungsbilanz der &quot;&#8230; e.K.&quot; zum 1.&nbsp;Januar 2006 habe der Verschmelzung (Verm&ouml;gens&uuml;bergang) die Schlussbilanz der GmbH zum 31.&nbsp;Dezember 2005 zugrunde gelegen. Danach sei steuerlicher &Uuml;bertragungsstichtag (&sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;1 des Umwandlungssteuergesetzes in der f&uuml;r die Streitjahre ma&szlig;geblichen Fassung &#8211;UmwStG 2002&#8211;, vgl. BGBl I 2002, 4133) der 31.&nbsp;Dezember 2005 und die Verschmelzung im Jahr 2005 zu erfassen gewesen. Infolge des Verm&ouml;gens&uuml;bergangs sei ein &Uuml;bernahmeergebnis nach &sect;&nbsp;9 Abs.&nbsp;1 i.V.m. &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;1 UmwStG 2002 zu ermitteln. Danach ergebe sich ein &Uuml;bernahmeverlust, weil der Wert des &uuml;bertragenen Betriebsverm&ouml;gens negativ gewesen sei (.\/.&nbsp;131.862,69&nbsp;EUR) und sich dieser Wert noch um den Buchwert (Anschaffungskosten) der Anteile erh&ouml;ht habe. Ginge man von der Darstellung des Kl&auml;gers aus, h&auml;tte sich der &Uuml;bernahmeverlust bei einem Buchwert der GmbH-Beteiligung von 1&nbsp;EUR auf 131.863,69&nbsp;EUR belaufen. Setzte man hingegen als Buchwert der GmbH-Beteiligung Anschaffungskosten in H&ouml;he von 77.999,27&nbsp;EUR an, beliefe sich der &Uuml;bernahmeverlust auf 209.861,96&nbsp;EUR (=&nbsp;.\/.&nbsp;131.862,69&nbsp;EUR .\/.&nbsp;77.999,27&nbsp;EUR). Der &Uuml;bernahmeverlust bleibe nach &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;6 UmwStG 2002 au&szlig;er Ansatz. Dieses Verlustabzugsverbot sei verfassungsrechtlich nicht zu beanstanden. Der Gesetzgeber habe mit dieser Regelung dem sog. Step-Up-Modell den Boden entzogen und unter zul&auml;ssiger Ber&uuml;cksichtigung von Vereinfachungs- und Typisierungserfordernissen dem objektiven Nettoprinzip Rechnung getragen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;ger machen mit der Revision die Verletzung materiellen Rechts geltend. Das FG meine zu Unrecht, der Kl&auml;ger habe mit Einreichung der Einkommensteuererkl&auml;rung f&uuml;r 2005 beim FA bindend die Gewinnermittlung durch Einnahmen&uuml;berschussrechnung gew&auml;hlt. Nach dem Urteil des Bundesfinanzhofs (BFH) vom 12.&nbsp;Oktober 1994 X&nbsp;R&nbsp;192\/93 (BFH\/NV 1995, 587) liege hierin keine Aus&uuml;bung des Wahlrechts. Aber selbst wenn man dies anders beurteilen wollte, w&auml;re der Kl&auml;ger an eine solche Wahlrechtsaus&uuml;bung nicht gebunden. So habe der BFH bei Ehegatten eine ge&auml;nderte Wahlrechtsaus&uuml;bung bez&uuml;glich des Veranlagungswahlrechts auch noch im Rechtsbehelfsverfahren zugelassen. Dies m&uuml;sse auch f&uuml;r die Wahl der Gewinnermittlungsart gelten. Au&szlig;erdem habe der Kl&auml;ger &#8211;wie von der Rechtsprechung des BFH gefordert&#8211; zeitnah eine Er&ouml;ffnungsbilanz zum 1.&nbsp;Januar 2005 aufgestellt. Abgesehen davon sei nicht einsichtig, ein derartiges Erfordernis zur Voraussetzung f&uuml;r einen Bestandsvergleich zu machen. Ebenso wenig sei der &Uuml;bergang zum Bestandsvergleich willk&uuml;rlich erfolgt. Ein solcher &Uuml;bergang m&uuml;sse m&ouml;glich sein, wenn bei einer Betriebspr&uuml;fung erkannt werde, dass mit der Einnahmen&uuml;berschussrechnung schwerwiegende Nachteile verbunden seien. Aber auch f&uuml;r den Fall, dass der Kl&auml;ger den Gewinn durch Einnahmen&uuml;berschussrechnung ermittelt habe, sei die Vornahme der Teilwertabschreibung zu Unrecht versagt worden. Der Grundsatz der Totalgewinngleichheit gebiete es, im Verm&ouml;gensbereich endg&uuml;ltig eintretende Ausgaben zu ber&uuml;cksichtigen. Dies habe der BFH f&uuml;r den Verlust einer Darlehensforderung entschieden. Gleiches m&uuml;sse f&uuml;r den Untergang einer Beteiligung gelten. Im Streitfall liege eine dauernde Wertminderung der GmbH-Beteiligung vor. Eine Totalgewinngleichheit mit einem Bilanzierenden sei nur dann gegeben, wenn die Teilwertabschreibung auch im Rahmen des &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;3 EStG ber&uuml;cksichtigt werde. Dem stehe &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;6 UmwStG 2002 nicht entgegen, weil die Teilwertabschreibung der Ermittlung des &Uuml;bernahmeverlusts vorgelagert sei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;ger beantragen, das FG-Urteil, die Einkommensteuer&auml;nderungsbescheide 2004 und 2005 vom 7.&nbsp;Januar 2010 und die hierzu ergangene Einspruchsentscheidung vom 19.&nbsp;Mai 2010 aufzuheben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt, die Revision als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Der Senat weist die Revision als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ck (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;2 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;). Das FG hat zu Recht entschieden, dass die Einkommensteuer&auml;nderungsbescheide f&uuml;r 2004 und 2005 vom 7.&nbsp;Januar 2010 nicht zu beanstanden sind. Die vom Kl&auml;ger im Jahr 2005 geltend gemachte Teilwertabschreibung auf seine GmbH-Beteiligung in H&ouml;he von 77.998,27&nbsp;EUR kann nicht als Betriebsausgabe ber&uuml;cksichtigt werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FG hat zutreffend ausgef&uuml;hrt, dass der Kl&auml;ger seinen Gewinn im Jahr 2005 nach &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;3 EStG ermittelt hat (dazu 1.) und im Rahmen dieser Gewinnermittlungsart eine Teilwertabschreibung auf die GmbH-Beteiligung nach &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 EStG nicht zul&auml;ssig ist (dazu 2.). Es ist auch zu Recht davon ausgegangen, dass der Beteiligungsaufwand im Rahmen der Einnahmen&uuml;berschussrechnung nicht unter dem Gesichtspunkt eines endg&uuml;ltigen Verlusts der Beteiligung als Betriebsausgabe zu ber&uuml;cksichtigen ist (dazu 3.). Ebenso kann die Teilwertabschreibung nicht infolge eines &#8211;auf den 31.&nbsp;Dezember 2005&#8211; vorzunehmenden Wechsels zum Bestandsvergleich und einer damit ggf. einhergehenden Abrechnung (im Rahmen einer &Uuml;bergangsgewinnermittlung) gewinnmindernd ber&uuml;cksichtigt werden (dazu 4.). Zudem ist es nicht m&ouml;glich, den Wortlaut des &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;6 UmwStG 2002 (=&nbsp;UmwStG 1995 i.d.F. des Steuersenkungsgesetzes vom 23.&nbsp;Oktober 2000 &#8211;StSenkG 2001\/2002&#8211;, vgl. BGBl I 2000, 1433, BStBl I 2000, 1428) teleologisch dahingehend einzuschr&auml;nken, dass der &Uuml;bernahmeverlust zu ber&uuml;cksichtigen ist, soweit er auf einer nicht zul&auml;ssigen Teilwertabschreibung beruht (dazu 5.). Schlie&szlig;lich ist &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;6 UmwStG 2002 verfassungsgem&auml;&szlig; (dazu 6.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Der Kl&auml;ger hat sein Gewinnermittlungswahlrecht f&uuml;r das Jahr 2005 zugunsten der Einnahmen&uuml;berschussrechnung nach &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;3 EStG ausge&uuml;bt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;3 EStG erlaubt Steuerpflichtigen, die nicht aufgrund gesetzlicher Vorschriften verpflichtet sind, B&uuml;cher zu f&uuml;hren und regelm&auml;&szlig;ig Abschl&uuml;sse zu machen, und die keine B&uuml;cher f&uuml;hren und keine Abschl&uuml;sse machen, als Gewinn den &Uuml;berschuss der Betriebseinnahmen &uuml;ber die Betriebsausgaben anzusetzen. Das FG ist in &Uuml;bereinstimmung mit den Beteiligten davon ausgegangen, dass der Kl&auml;ger zu diesem Personenkreis geh&ouml;rt. Dies ist revisionsrechtlich nicht zu beanstanden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Nach den f&uuml;r den Senat bindenden tats&auml;chlichen Feststellungen des FG (vgl. &sect;&nbsp;118 Abs.&nbsp;2 FGO) hat der Kl&auml;ger den Gewinn aufgrund seiner tats&auml;chlichen Handhabung nach &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;3 EStG ermittelt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Ein nicht buchf&uuml;hrungspflichtiger Steuerpflichtiger hat sein Wahlrecht auf Gewinnermittlung durch Bestandsvergleich erst dann wirksam ausge&uuml;bt, wenn er eine Er&ouml;ffnungsbilanz aufstellt, eine kaufm&auml;nnische Buchf&uuml;hrung einrichtet und aufgrund von Bestandsaufnahmen einen Abschluss macht (BFH-Urteil vom 19.&nbsp;Oktober 2005 XI&nbsp;R&nbsp;4\/04, BFHE 211, 262, BStBl II 2006, 509, unter II.2.). Ma&szlig;geblich ist die tats&auml;chliche Handhabung der Gewinnermittlung (BFH-Urteil vom 19.&nbsp;M&auml;rz 2009 IV&nbsp;R&nbsp;57\/07, BFHE 224, 513, BStBl II 2009, 659, unter II.2.b&nbsp;aa, m.w.N.). Hat der Steuerpflichtige demgegen&uuml;ber nur die Betriebseinnahmen und die Betriebsausgaben aufgezeichnet, so hat er aufgrund dieser tats&auml;chlichen Handhabung sein Wahlrecht i.S. einer Gewinnermittlung nach &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;3 EStG ausge&uuml;bt. An die Dokumentation der Wahl zugunsten der Einnahmen&uuml;berschussrechnung sind dabei keine hohen Anforderungen zu stellen (vgl. BFH-Urteile in BFHE 224, 513, BStBl II 2009, 659, unter II.2.b&nbsp;bb; vom 21.&nbsp;Juli 2009 X&nbsp;R&nbsp;46\/08, BFH\/NV 2010, 186, unter II.2.b&nbsp;bb).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Das FG f&uuml;hrte in seinem Urteil aus, der Kl&auml;ger habe eine Einnahmen&uuml;berschussrechnung erstellt. Es nahm auf die vom steuerlichen Berater des Kl&auml;gers f&uuml;r das Jahr 2005 erstellten und beim FA eingereichten Gewinnermittlungen vom 19.&nbsp;Mai 2006 und vom 27.&nbsp;Juni 2006 Bezug, in denen bescheinigt wird, dass &quot;vorliegendes Ergebnis &#8230; von mir [dem steuerlichen Berater] auf der Grundlage der von mir gef&uuml;hrten Aufzeichnungen, der vorgelegten Unterlagen sowie der erteilten Ausk&uuml;nfte des &#8230; [Kl&auml;gers] als &Uuml;berschuss der Betriebseinnahmen &uuml;ber die Betriebsausgaben (&sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;3 EStG) unter Beachtung der steuerrechtlichen Vorschriften ermittelt&quot; wurde. Damit steht fest, dass der Kl&auml;ger seinen Gewinn unter Beachtung der an die Dokumentation zu stellenden Anforderungen nach &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;3 EStG ermittelt hat. Er hat nach Form und ausdr&uuml;cklicher Bezeichnung eine Einnahmen&uuml;berschussrechnung beim FA eingereicht (vgl. dazu BFH-Urteil vom 2.&nbsp;M&auml;rz 2006 IV&nbsp;R&nbsp;32\/04, BFH\/NV 2006, 1457, unter II.2.b). Diese Wahl kann nachtr&auml;glich nicht abge&auml;ndert werden (z.B. BFH-Urteil vom 8.&nbsp;Oktober 2008 VIII&nbsp;R&nbsp;74\/05, BFHE 223, 261, BStBl II 2009, 238, unter II.B.b).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Die hiergegen von den Kl&auml;gern erhobenen Einw&auml;nde greifen nicht durch.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Die Kl&auml;ger f&uuml;hren zwar zutreffend aus, dass nach dem BFH-Urteil in BFH\/NV 1995, 587 (unter 3.) das Wahlrecht nicht mit dem Einreichen einer &Uuml;berschussrechnung beim FA ausge&uuml;bt wird. Hiervon ist das FG aber auch nicht ausgegangen. Vielmehr nahm das FG unter Bezugnahme auf die f&uuml;r das Jahr 2005 eingereichten Einnahmen&uuml;berschussrechnungen zu Recht an, dass der Kl&auml;ger &#8211;wie bereits in den Vorjahren&#8211; allein die Betriebseinnahmen und die Betriebsausgaben aufgezeichnet hat. Zudem f&uuml;hrte es aus, dass der Kl&auml;ger sein Wahlrecht sp&auml;testens mit dem Einreichen der Einnahmen&uuml;berschussrechnung beim FA ausge&uuml;bt und nach au&szlig;en dokumentiert hat. Diese Ausf&uuml;hrungen stehen im Einklang mit der Rechtsprechung des BFH; insbesondere kann nach der Senatsrechtsprechung als Beweisanzeichen daf&uuml;r, dass eine Einnahmen&uuml;berschussrechnung erstellt ist, u.a. die Tatsache gewertet werden, dass der Steuerpflichtige diese Gewinnermittlung an das FA &uuml;bersendet (Senatsurteil vom 20.&nbsp;Dezember 2012 III&nbsp;R&nbsp;33\/12, BFHE 240, 107, BStBl II 2013, 1035, Rz&nbsp;20).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Ebenso geht der Einwand fehl, der Kl&auml;ger h&auml;tte f&uuml;r das Streitjahr noch zum Bestandsvergleich wechseln k&ouml;nnen. Das Gewinnermittlungswahlrecht nicht buchf&uuml;hrungspflichtiger Steuerpflichtiger kann zwar prinzipiell unbefristet ausge&uuml;bt werden. Formal wird das Wahlrecht allein durch die Bestandskraft der Steuerfestsetzung begrenzt. Allerdings scheidet ein Wechsel von der Einnahmen&uuml;berschussrechnung zum Bestandsvergleich aus, wenn der Steuerpflichtige nicht zeitnah zu Beginn des Gewinnermittlungszeitraums eine Er&ouml;ffnungsbilanz aufgestellt und eine kaufm&auml;nnische Buchf&uuml;hrung eingerichtet hat (BFH-Urteil in BFHE 211, 262, BStBl II 2006, 509, unter II.2.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Streitfall hat der Kl&auml;ger seinen vorgeblichen Willen, zum Bestandsvergleich wechseln zu wollen, nicht durch eine zeitnah erstellte Er&ouml;ffnungsbilanz bekundet. Eine Er&ouml;ffnungsbilanz zum 1.&nbsp;Januar 2005 wurde erst mit Schreiben vom 19.&nbsp;November 2009 beim FA eingereicht. Entgegen der Meinung des Kl&auml;gers ist eine Er&ouml;ffnungsbilanz auch nicht zeitnah durch die &quot;Er&ouml;ffnungsbilanzbuchungen&quot; zum 1.&nbsp;Januar 2005 in der Primanota erstellt worden. Es reicht nicht aus, dass sich aus diesen Buchf&uuml;hrungsunterlagen die f&uuml;r eine Bilanzierung erforderlichen Zahlen entnehmen lie&szlig;en (vgl. dazu BFH-Urteil in BFH\/NV 2006, 1457, unter II.2.c&nbsp;ee).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Schlie&szlig;lich k&ouml;nnen die Kl&auml;ger nicht mit Erfolg einwenden, nur durch den Wechsel zum Bestandsvergleich lasse sich des Kl&auml;gers Aufwand f&uuml;r die GmbH-Beteiligung ber&uuml;cksichtigen. Zu den tatbestandlichen Voraussetzungen f&uuml;r die Aus&uuml;bung des nach &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 EStG einger&auml;umten Wahlrechts geh&ouml;rt nicht die Kenntnis der steuerrechtlichen Folgen der einmal getroffenen Wahl (BFH-Urteil in BFHE 223, 261, BStBl II 2009, 238, unter II.B.b).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Der Kl&auml;ger kann im Rahmen der Einnahmen&uuml;berschussrechnung keine Teilwertabschreibung auf die GmbH-Beteiligung nach &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 EStG vornehmen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Es entspricht st&auml;ndiger Rechtsprechung des BFH, dass bei der Gewinnermittlung nach &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;3 EStG eine Teilwertabschreibung nach &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;1 EStG nicht zul&auml;ssig ist (BFH-Urteil vom 21.&nbsp;Juni 2006 XI&nbsp;R&nbsp;49\/05, BFHE 214, 218, BStBl II 2006, 712, unter II.1.; BFH-Beschluss vom 9.&nbsp;Februar 2006 IV&nbsp;B&nbsp;60\/04, nicht ver&ouml;ffentlicht &#8211;n.v.&#8211;, unter II.d&nbsp;cc).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Der Senat h&auml;lt an dieser Rechtsprechung fest. Nach &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;4 EStG sind die Anschaffungs- oder Herstellungskosten f&uuml;r nicht abnutzbare Wirtschaftsg&uuml;ter des Anlageverm&ouml;gens &#8211;so wie hier f&uuml;r die GmbH-Beteiligung&#8211; erst im Zeitpunkt der Ver&auml;u&szlig;erung oder Entnahme dieser Wirtschaftsg&uuml;ter als Betriebsausgaben zu ber&uuml;cksichtigen; Anhaltspunkte daf&uuml;r, dass die GmbH-Beteiligung Umlaufverm&ouml;gen war, bestehen nicht. Zudem gilt &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;1 EStG nach seinem eigenen Wortlaut nur f&uuml;r die Bewertung der einzelnen Wirtschaftsg&uuml;ter, die nach &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;1 EStG oder nach &sect;&nbsp;5 EStG als Betriebsverm&ouml;gen anzusetzen sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Ebenso liegt keine Konstellation vor, die es erlaubt, im Jahr 2005 infolge aufgelaufener Verluste der GmbH einen der Verschmelzung vorgelagerten Betriebsausgabenabzug mit der Begr&uuml;ndung zu bejahen, die f&uuml;r die Beteiligung aufgewendeten Mittel seien bereits vor dem 31.&nbsp;Dezember 2005 endg&uuml;ltig verloren gewesen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Nach der Rechtsprechung des BFH ist es m&ouml;glich, den Verlust einer betrieblichen Beteiligung auch im Rahmen einer Einnahmen&uuml;berschussrechnung gewinnmindernd zu ber&uuml;cksichtigen (BFH-Urteil vom 23.&nbsp;November 1978 IV&nbsp;R&nbsp;146\/75, BFHE 126, 298, BStBl II 1979, 109; BFH-Beschluss vom 9.&nbsp;Februar 2006 IV&nbsp;B&nbsp;60\/04, n.v., unter II.d&nbsp;cc; vgl. auch Kanzler in Herrmann\/Heuer\/ Raupach &#8211;HHR&#8211;, &sect;&nbsp;4 EStG Rz&nbsp;536). F&uuml;r den Zeitpunkt und den Umfang des Betriebsausgabenabzugs ist ma&szlig;geblich, wann und in welcher H&ouml;he die f&uuml;r den Erwerb der Beteiligung aufgewendeten Mittel endg&uuml;ltig verlorengegangen sind (BFH-Urteil in BFHE 126, 298, BStBl II 1979, 109, unter c). Diese Rechtsprechung beruht auf der &Uuml;berlegung, dass die Regelung in &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;4 EStG, wonach die Anschaffungs- oder Herstellungskosten nicht abnutzbarer Wirtschaftsg&uuml;ter des Anlageverm&ouml;gens erst im Zeitpunkt der Ver&auml;u&szlig;erung oder Entnahme als Betriebsausgaben zu ber&uuml;cksichtigen sind, nicht dazu f&uuml;hren darf, dass der Abzug g&auml;nzlich unterbleibt, sondern im Zeitpunkt ihres Verlusts bzw. Untergangs vorzunehmen ist (BFH-Urteil in BFHE 126, 298, BStBl II 1979, 109, unter c). Die Gewinnermittlung nach &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;3 EStG soll im Ganzen und auf Dauer gesehen im Rahmen des M&ouml;glichen denselben Gesamtgewinn wie der Bestandsvergleich ergeben (BFH-Urteil vom 2.&nbsp;September 1971 IV&nbsp;342\/65, BFHE 104, 311, BStBl II 1972, 334).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Im Streitfall waren die Aufwendungen f&uuml;r die Beteiligung nicht bereits vor dem steuerlichen &Uuml;bertragungsstichtag der Verschmelzung &#8211;hier dem 31.&nbsp;Dezember 2005&#8211; endg&uuml;ltig verloren.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Die einkommensteuerrechtlichen Auswirkungen der Verschmelzung waren beim Kl&auml;ger &#8211;wie vom FG ausgef&uuml;hrt&#8211; im Jahr 2005 zu erfassen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Geh&ouml;ren die Anteile an der &uuml;bertragenden K&ouml;rperschaft zum Betriebsverm&ouml;gen des &uuml;bernehmenden Alleingesellschafters, auf das verschmolzen wird, so ergeben sich die Gewinnauswirkungen beim &uuml;bernehmenden Rechtstr&auml;ger (Einzelunternehmer), der auch ein Einnahmen&uuml;berschussrechner sein kann, insbesondere aus &sect;&nbsp;9 Abs.&nbsp;1 i.V.m. &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;4 UmwStG 2002. Das hiernach zu ermittelnde &Uuml;bernahmeergebnis ist beim &uuml;bernehmenden Rechtstr&auml;ger in dem Veranlagungszeitraum zu besteuern, in dem das Wirtschaftsjahr endet, in das der steuerliche &Uuml;bertragungsstichtag f&auml;llt (vgl. Widmann in Widmann\/Mayer, Umwandlungsrecht, &sect;&nbsp;4 UmwStG Rz&nbsp;62; Schreiben des Bundesministeriums der Finanzen &#8211;BMF&#8211; vom 11.&nbsp;November 2011, BStBl I 2011, 1314 Tz.&nbsp;02.04). Der steuerliche &Uuml;bertragungsstichtag wird in &sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 UmwStG 2002 bestimmt. Dort hei&szlig;t es, dass das Einkommen und das Verm&ouml;gen der &uuml;bertragenden K&ouml;rperschaft sowie der &Uuml;bernehmerin so zu ermitteln sind, als ob das Verm&ouml;gen der K&ouml;rperschaft mit Ablauf des Stichtags der Bilanz, die dem Verm&ouml;gens&uuml;bergang zugrunde liegt (steuerlicher &Uuml;bertragungsstichtag), auf die &Uuml;bernehmerin &uuml;bergegangen w&auml;re. Nach allgemeiner Auffassung handelt es sich bei der Bilanz, &quot;die dem Verm&ouml;gens&uuml;bergang zu Grunde liegt&quot;, um die in &sect;&nbsp;17 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 des Umwandlungsgesetzes (UmwG) genannte Schlussbilanz des &uuml;bertragenden Rechtstr&auml;gers, die der Anmeldung zur Eintragung in das Register beizuf&uuml;gen ist (BFH-Urteil vom 7.&nbsp;April 2010 I&nbsp;R&nbsp;96\/08, BFHE 229, 179, BStBl II 2011, 467, Rz&nbsp;34).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach den Feststellungen des FG ist der Verschmelzung die Schlussbilanz der GmbH zum 31.&nbsp;Dezember 2005 zugrunde gelegt worden. Anhaltspunkte daf&uuml;r, dass es sich hierbei nicht um die der Anmeldung beigef&uuml;gte Schlussbilanz nach &sect;&nbsp;17 Abs.&nbsp;2 UmwG gehandelt hat, bestehen nicht; danach war steuerlicher &Uuml;bertragungsstichtag der 31.&nbsp;Dezember 2005. Folglich musste f&uuml;r den &uuml;bernehmenden Rechtstr&auml;ger &#8211;hier den Kl&auml;ger&#8211; f&uuml;r das Jahr 2005 ein &Uuml;bernahmeergebnis in H&ouml;he des Unterschiedsbetrags zwischen dem Wert, mit dem die &uuml;bergangenen Wirtschaftsg&uuml;ter zu &uuml;bernehmen sind, und dem Buchwert der Anteile an der &uuml;bertragenden K&ouml;rperschaft ermittelt werden (&sect;&nbsp;9 Abs.&nbsp;1 i.V.m. &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;1 UmwStG 2002). Der Buchwert ist der Wert, mit dem die Anteile nach den steuerrechtlichen Vorschriften &uuml;ber die Gewinnermittlung in einer f&uuml;r den steuerlichen &Uuml;bertragungsstichtag aufzustellenden Steuerbilanz anzusetzen sind oder anzusetzen w&auml;ren (&sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;2 UmwStG 2002).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Bei der Verschmelzung einer (bestehenden) GmbH kann nicht angenommen werden, dass der Beteiligungsaufwand bereits vor dem steuerlichen &Uuml;bertragungsstichtag endg&uuml;ltig verloren ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>33<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Bei der Verschmelzung tritt an die Stelle der Liquidation und Auskehrung des Liquidationserl&ouml;ses an den Alleingesellschafter ein liquidationsloser Verm&ouml;gens&uuml;bergang (vgl. &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 UmwG). Die Beteiligung geht unter; der &uuml;bernehmende Rechtstr&auml;ger erh&auml;lt die Wirtschaftsg&uuml;ter der Kapitalgesellschaft. F&uuml;r die im Streitfall gegebene Konstellation sind die beim &uuml;bernehmenden Rechtstr&auml;ger (Einzelunternehmer) eintretenden Besteuerungsfolgen spezialgesetzlich in &sect;&nbsp;9 Abs.&nbsp;1 i.V.m. &sect;&nbsp;4 UmwStG 2002, insbesondere dessen Abs.&nbsp;4, geregelt. Danach wird bei einem solchen Vorgang der Beteiligungsaufwand nach &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;1 UmwStG 2002 in Gestalt des Buchwerts der Anteile ber&uuml;cksichtigt. Der Buchwert der Anteile entspricht bei einem Einnahmen&uuml;berschussrechner im Grundsatz den historischen Anschaffungskosten der Anteile (Widmann in Widmann\/Mayer, a.a.O., &sect;&nbsp;4 UmwStG Rz&nbsp;597).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>34<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Eine zeitlich vorgelagerte Ber&uuml;cksichtigung des Beteiligungsaufwands ist auch dann nicht m&ouml;glich, wenn &#8211;wie hier&#8211; der Wert des &uuml;bergegangenen GmbH-Verm&ouml;gens negativ ist (.\/.&nbsp;131.862,69&nbsp;EUR). Dieser Wert d&uuml;rfte insbesondere auf den Verlusten beruhen, welche die GmbH nach den Ausf&uuml;hrungen des Kl&auml;gers in den Jahren 2003 bis 2005 erlitten haben soll. Bei der Verschmelzung einer (bestehenden) GmbH auf einen Einzelunternehmer kann nicht davon ausgegangen werden, dass die Aufwendungen f&uuml;r die Beteiligung bereits vor dem steuerlichen &Uuml;bertragungsstichtag endg&uuml;ltig verloren sind. Im Grundsatz besteht die GmbH bis zur Verschmelzung als werbende (nicht aufgel&ouml;ste) Gesellschaft fort, was die Annahme ausschlie&szlig;t, dass der Beteiligungsaufwand bereits vor diesem Zeitpunkt endg&uuml;ltig verloren ist. Dies gilt selbst dann, wenn die GmbH insolvenzrechtlich relevant &uuml;berschuldet sein sollte (vgl. zu dieser M&ouml;glichkeit Oberlandesgericht Stuttgart, Beschluss vom 4.&nbsp;Oktober 2005&nbsp;&nbsp;8&nbsp;W&nbsp;426\/05, Der Betrieb &#8211;DB&#8211; 2005, 2681; Heckschen in Widmann\/Mayer, a.a.O., &sect;&nbsp;120 UmwG Rz&nbsp;8.7&nbsp;ff.). Aber auch dann, wenn die GmbH bereits aufgel&ouml;st gewesen sein sollte (vgl. &sect;&nbsp;60 des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschr&auml;nkter Haftung), wof&uuml;r im Streitfall keine Anhaltspunkte bestehen, w&auml;re die GmbH nur verschmelzungsf&auml;hig gewesen, wenn deren Fortsetzung beschlossen h&auml;tte werden k&ouml;nnen (&sect;&nbsp;3 Abs.&nbsp;3 UmwG).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>35<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Etwas anderes ergibt sich auch nicht daraus, dass nach &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;6 UmwStG 2002 ein &Uuml;bernahmeverlust au&szlig;er Ansatz bleibt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>36<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Streitfall f&uuml;hrt der negative Wert des &uuml;bertragenen Verm&ouml;gens dazu, dass sich der &Uuml;bernahmeverlust um die Anschaffungskosten der GmbH-Beteiligung auf 209.861,96&nbsp;EUR (=&nbsp;.\/.&nbsp;131.862,69&nbsp;EUR .\/.&nbsp;77.999,27&nbsp;EUR) erh&ouml;ht. Damit bleiben zwar die f&uuml;r die Beteiligung aufgewendeten Mittel im Ergebnis unber&uuml;cksichtigt. Diese Nichtber&uuml;cksichtigung des Beteiligungsaufwands beruht aber nicht darauf, dass diese Mittel bereits vor der Verschmelzung endg&uuml;ltig verloren waren, sondern darauf, dass der Gesetzgeber in &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;6 UmwStG 2002 angeordnet hat, dass ein &Uuml;bernahmeverlust au&szlig;er Ansatz bleibt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>37<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Ebenso kann die Teilwertabschreibung nicht infolge eines &#8211;auf den 31.&nbsp;Dezember 2005&#8211; vorzunehmenden Wechsels zum Bestandsvergleich und einer damit ggf. einhergehenden Abrechnung (im Rahmen der &Uuml;bergangsgewinnermittlung) gewinnmindernd ber&uuml;cksichtigt werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>38<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Nach Auffassung des Senats war der Kl&auml;ger schon nicht verpflichtet, auf den 31.&nbsp;Dezember 2005 zum Bestandsvergleich zu wechseln.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>39<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Eine solche Verpflichtung ergibt sich nicht aus &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;1 UmwStG 2002.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>40<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(1) &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;1 UmwStG 1995 verpflichtet, ebenso wie das UmwG (vgl. H&ouml;rtnagl in Schmitt\/H&ouml;rtnagl\/Stratz, Umwandlungsgesetz, Umwandlungssteuergesetz, 6.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;24 UmwG Rz&nbsp;4; Priester in Lutter, Umwandlungsgesetz, 5.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;24 Rz&nbsp;21), den &uuml;bernehmenden Rechtstr&auml;ger nicht dazu, auf den steuerlichen &Uuml;bertragungsstichtag eine &Uuml;bernahmebilanz zu erstellen (Schmitt in Schmitt\/H&ouml;rtnagl\/Stratz, Umwandlungsgesetz, Umwandlungssteuergesetz, 4.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;4 UmwStG Rz&nbsp;13; Weigert in Kraft\/Edelmann\/ Bron, Umwandlungssteuergesetz, &sect;&nbsp;4 Rz 18). Gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;1 i.V.m. &sect;&nbsp;9 Abs.&nbsp;1 UmwStG 2002 hat die &uuml;bernehmende nat&uuml;rliche Person die auf sie &uuml;bergegangenen Wirtschaftsg&uuml;ter lediglich mit dem in der steuerlichen Schlussbilanz der &uuml;bertragenden K&ouml;rperschaft enthaltenen Wert zu &uuml;bernehmen. Das Gesetz bestimmt weder, dass der &uuml;bernehmende Rechtstr&auml;ger diese Werte bilanzieren muss, noch dass er &#8211;anders als bei einem Formwechsel (vgl. &sect;&nbsp;14 Satz&nbsp;2 UmwStG 2002)&#8211; auf den steuerrechtlichen &Uuml;bertragungsstichtag eine Bilanz erstellen muss.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>41<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(2) Die herrschende Meinung im Fachschrifttum geht zwar &#8211;im Wesentlichen allerdings ohne Begr&uuml;ndung&#8211; davon aus, dass der &uuml;bernehmende Rechtstr&auml;ger, der seinen Gewinn nach &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;3 EStG ermittelt, f&uuml;r steuerliche Zwecke eine &Uuml;bernahmebilanz erstellen muss (Schmitt in Schmitt\/H&ouml;rtnagl\/Stratz, a.a.O., 6.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;4 UmwStG Rz&nbsp;20; van&nbsp;Lishaut in R&ouml;dder\/Herlinghaus\/ van&nbsp;Lishaut, UmwStG, 2.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;4 Rz 7; Schnitter in Frotscher\/Maas, KStG\/GewStG\/UmwStG, &sect;&nbsp;4 UmwStG Rz&nbsp;47; Weigert in Kraft\/Edelmann\/Bron, a.a.O., &sect;&nbsp;4 Rz&nbsp;18; Sch&ouml;nherr\/Kr&uuml;ger in Haase\/Hruschka, Umwandlungssteuergesetz, &sect;&nbsp;4 Rz&nbsp;17; Staats in Lademann, Umwandlungssteuergesetz, &sect;&nbsp;4 Rz&nbsp;25; Klingebiel\/Patt\/ Rasche\/Krause, Umwandlungssteuerrecht, 3.&nbsp;Aufl., S.&nbsp;100; a.A. B&ouml;ttcher\/Zartmann\/Kandler, Wechsel der Unternehmensform, 4.&nbsp;Aufl. (1982), S.&nbsp;149; so wohl auch Widmann in Widmann\/ Mayer, a.a.O., &sect;&nbsp;4 UmwStG Rz&nbsp;87.1). Der Senat kann hierf&uuml;r jedoch keine gesetzliche Grundlage erkennen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>42<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Im Streitfall bestehen auch keine Anhaltspunkte daf&uuml;r, dass der Kl&auml;ger verpflichtet war, auf den 31.&nbsp;Dezember 2005 eine Er&ouml;ffnungsbilanz i.S. des &sect;&nbsp;242 Abs.&nbsp;1 des Handelsgesetzbuchs (HGB) zu erstellen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>43<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Entsteht durch die Verschmelzung einer GmbH auf den Alleingesellschafter erstmals ein abschlusspflichtiges (vollkaufm&auml;nnisches) Handelsgewerbe (vgl. &sect;&nbsp;1 HGB), muss der &uuml;bernehmende Alleingesellschafter eine &Uuml;bernahmebilanz in Form einer Er&ouml;ffnungsbilanz nach &sect;&nbsp;242 Abs.&nbsp;1 HGB aufstellen (vgl. Widmann in Widmann\/Mayer, a.a.O., &sect;&nbsp;24 UmwG Rz&nbsp;219; H&ouml;rtnagl in Schmitt\/ H&ouml;rtnagl\/Stratz, a.a.O., 6.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;24 UmwG Rz&nbsp;8). Stichtag der handelsrechtlichen Er&ouml;ffnungsbilanz ist der Verschmelzungsstichtag i.S. des &sect;&nbsp;5 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;6 UmwG (Priester in Lutter, a.a.O., &sect;&nbsp;24 Rz&nbsp;22; H&ouml;rtnagl in Schmitt\/H&ouml;rtnagl\/ Stratz, a.a.O., 6.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;24 UmwG Rz&nbsp;8). Dass im Streitfall dieser Tag der 31.&nbsp;Dezember 2005 gewesen sein k&ouml;nnte, ist nicht ersichtlich. Vielmehr hat das FG festgestellt, dass der Kl&auml;ger eine Er&ouml;ffnungsbilanz auf den 1.&nbsp;Januar 2006 erstellt hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>44<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Aber selbst wenn der Kl&auml;ger verpflichtet gewesen sein sollte, auf den 31.&nbsp;Dezember 2005 eine &Uuml;bernahmebilanz zu erstellen, k&ouml;nnte im Rahmen der &Uuml;bergangsgewinnermittlung keine gewinnmindernde Abrechnung in H&ouml;he der geltend gemachten Teilwertabschreibung vorgenommen werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>45<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Im Rahmen der &Uuml;bergangsgewinnermittlung ist der Steuerpflichtige so zu stellen, als h&auml;tte er von Anfang an bilanziert (BFH-Urteile vom 1.&nbsp;Oktober 1992 IV&nbsp;R&nbsp;97\/91, BFHE 169, 180, BStBl II 1993, 284, unter 2., m.w.N.; vom 13.&nbsp;September 2001 IV&nbsp;R&nbsp;13\/01, BFHE 196, 546, BStBl II 2002, 287, unter II.2.). Grundlage der vorzunehmenden Gewinnkorrekturen (Zu- und Abrechnungen) ist die aufzustellende Bilanz (Kanzler, Finanz-Rundschau &#8211;FR&#8211; 1999, 225). Sie liefert die wesentlichen Berechnungsgrundlagen f&uuml;r die &Uuml;bergangsgewinnermittlung, mit der es zu vermeiden gilt, dass infolge des Wechsels Betriebseinnahmen oder Betriebsausgaben entweder gar nicht oder doppelt ber&uuml;cksichtigt werden (BFH-Urteil vom 21.&nbsp;November 1973 I&nbsp;R&nbsp;252\/71, BFHE 111, 83, BStBl II 1974, 314). Im Streitfall bez&ouml;ge sich diese &Uuml;bergangsgewinnermittlung ausschlie&szlig;lich auf die Verm&ouml;genspositionen des &uuml;bernehmenden Rechtstr&auml;gers (Einzelunternehmen), weil die &uuml;bertragende Kapitalgesellschaft (GmbH) ihren Gewinn bereits nach Bilanzierungsgrunds&auml;tzen ermittelt hat (Schmitt in Schmitt\/ H&ouml;rtnagl\/Stratz, a.a.O., 6.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;4 UmwStG Rz&nbsp;20; Schnitter in Frotscher\/Maas, a.a.O., &sect;&nbsp;4 UmwStG Rz&nbsp;47; Sch&ouml;nherr\/Kr&uuml;ger in Haase\/Hruschka, a.a.O., &sect;&nbsp;4 Rz&nbsp;17). Die &Uuml;bergangsgewinnermittlung w&auml;re ein von der Verschmelzung getrennt zu beurteilender Vorgang; das &Uuml;bergangsergebnis w&auml;re nicht Teil des &Uuml;bernahmeergebnisses nach &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;4 UmwStG 2002 (ebenso van&nbsp;Lishaut in R&ouml;dder\/Herlinghaus\/van&nbsp;Lishaut, a.a.O., &sect;&nbsp;4 Rz&nbsp;7, m.w.N.; Bron in Kraft\/Edelmann\/Bron, a.a.O., &sect;&nbsp;4 Rz&nbsp;171).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>46<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) &Uuml;bertragen auf den Streitfall bedeutet dies: Bei der Einnahmen&uuml;berschussrechnung m&uuml;sste eine gewinnmindernde Abrechnung in H&ouml;he einer Teilwertabschreibung vorgenommen werden, wenn in der aufzustellenden Bilanz eine GmbH-Beteiligung erstmals mit dem Teilwert anzusetzen w&auml;re (Kanzler\/HHR, Vor &sect;&sect;&nbsp;4 bis 7 EStG Rz&nbsp;51; Speich, FR 1971, 192, 194). Dies deshalb, weil w&auml;hrend der Einnahmen&uuml;berschussrechnung eine Teilwertabschreibung nicht m&ouml;glich war und sich diese infolge des Teilwertansatzes im Rahmen des Bestandsvergleichs k&uuml;nftig nicht mehr auswirken k&ouml;nnte. Im Streitfall f&auml;nde sich jedoch in der &Uuml;bernahmebilanz, die u.a. den Verm&ouml;gens&uuml;bergang und die daraus folgenden Ergebnisauswirkungen erfasst (H&ouml;rtnagl in Schmitt\/ H&ouml;rtnagl\/Stratz, a.a.O., 6.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;24 UmwG Rz&nbsp;9), keine GmbH-Beteiligung mehr, weil diese durch die Verschmelzung untergeht (H&ouml;rtnagl in Schmitt\/H&ouml;rtnagl\/Stratz, a.a.O., 6.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;24 UmwG Rz&nbsp;42; Moszka in Semler\/Stengel, Umwandlungsgesetz, 3.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;24 Rz&nbsp;44). Daher w&auml;re es ausgeschlossen, eine GmbH-Beteiligung mit dem Teilwert zu bilanzieren und damit einhergehend eine entsprechende Abrechnung vom Gewinn vorzunehmen. Im &Uuml;brigen ginge es &uuml;ber eine zul&auml;ssige Gewinnkorrektur hinaus, wollte man die M&ouml;glichkeit einer Abrechnung mit der zus&auml;tzlichen Fiktion begr&uuml;nden, der Kl&auml;ger m&uuml;sse eine logische Sekunde vor Erstellung der &Uuml;bernahmebilanz noch zus&auml;tzlich eine &Uuml;bergangsbilanz erstellen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>47<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>5. Au&szlig;erdem ist es nicht m&ouml;glich, den Wortlaut des &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;6 UmwStG 2002 teleologisch dahingehend einzuschr&auml;nken, dass ein &Uuml;bernahmeverlust zu ber&uuml;cksichtigen ist, soweit er auf der versagten Teilwertabschreibung beruht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>48<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Nach der Rechtsprechung des BFH k&ouml;nnen zwar Missbrauchsbek&auml;mpfungsvorschriften, die &#8211;gemessen an ihrer Zielrichtung&#8211; nicht pr&auml;zise und deshalb auslegungsbed&uuml;rftig sind, in ihrem Anwendungsbereich teleologisch reduziert werden (vgl. BFH-Urteil vom 7.&nbsp;Oktober 2009 II&nbsp;R&nbsp;58\/08, BFHE 226, 404, BStBl II 2010, 302, unter II.2.a).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>49<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Eine solche Vorgehensweise ist nach Auffassung des Senats &#8211;unabh&auml;ngig davon, ob &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;6 UmwStG 2002 &uuml;berhaupt eine typisierende Missbrauchsbek&auml;mpfungsvorschrift ist (dazu unter 6.a)&#8211; aber schon deshalb nicht m&ouml;glich, weil keine Anhaltspunkte daf&uuml;r bestehen, dass der Gesetzgeber das Verlustabzugsverbot im Tatbestand oder in der Rechtsfolge versehentlich zu weit gefasst hat. Insbesondere enthalten weder die Entstehungsgeschichte noch die Gesetzesmaterialien zu &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;6 UmwStG 2002 (=&nbsp;UmwStG 1995 i.d.F. des StSenkG 2001\/2002) Anhaltspunkte f&uuml;r ein gesetzgeberisches Versehen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>50<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Die Vorg&auml;ngerregelungen zu &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;6 UmwStG 2002 fanden sich &#8211;soweit hier von Interesse&#8211; in &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;1, Abs.&nbsp;6 UmwStG 1995 i.d.F. des Gesetzes zur Fortsetzung der Unternehmenssteuerreform vom 29.&nbsp;Oktober 1997 &#8211;UntStRFoG&#8211; (BGBl I 1997, 2590, BStBl I 1997, 928). In &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;1 UmwStG hie&szlig; es: &quot;Ein &Uuml;bernahmeverlust bleibt au&szlig;er Ansatz, soweit er auf einem negativen Wert des &uuml;bergegangenen Verm&ouml;gens beruht.&quot; &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;6 UmwStG lautete: &quot;Verbleibt nach Anwendung des Absatzes&nbsp;5 ein &Uuml;bernahmeverlust, so sind die Wertans&auml;tze der &uuml;bergegangenen Wirtschaftsg&uuml;ter nach Absatz&nbsp;1 in der Bilanz der Personengesellschaft einschlie&szlig;lich der Erg&auml;nzungsbilanzen f&uuml;r ihre Gesellschafter bis zu den Teilwerten aufzustocken. Ein dar&uuml;ber hinausgehender Betrag ist zu aktivieren und auf f&uuml;nfzehn Jahre gleichm&auml;&szlig;ig abzuschreiben, soweit er nicht als Anschaffungskosten der &uuml;bernommenen immateriellen Wirtschaftsg&uuml;ter einschlie&szlig;lich eines Gesch&auml;fts- oder Firmenwerts zu aktivieren ist. ..&quot; Auch wenn die Gesetzgebungsmaterialien zum UntStRFoG keine Begr&uuml;ndung daf&uuml;r enthielten, weshalb ein negativer Wert des &uuml;bergehenden Betriebsverm&ouml;gens keine Ber&uuml;cksichtigung finden sollte, richtete sich diese Regelung doch gegen Gestaltungsmodelle (vgl. dazu Neu, DB 1995, 1731), mit deren Hilfe durch eine Verschmelzung nach den &sect;&sect;&nbsp;3&nbsp;ff. UmwStG 1995 ein bei der Kapitalgesellschaft wegen &sect;&nbsp;8 Abs.&nbsp;4 des K&ouml;rperschaftsteuergesetzes (KStG) nicht mehr verwertbarer Verlustvortrag (sog. Mantelkauf) als &Uuml;bernahmeverlust nutzbar gemacht werden konnte (so auch D&ouml;tsch, DB 1997, 2090; Widmann in Widmann\/Mayer, Umwandlungsrecht, Altkommentierungen, &sect;&nbsp;4 UmwStG Rz 220, Fn&nbsp;1). Diese Regelungen des UntStRFoG wurden f&uuml;r &Uuml;bertragungsstichtage ab dem 1.&nbsp;Januar 2001 (&sect;&nbsp;27 Abs.&nbsp;1a UmwStG 2002) durch das &#8211;hier anwendbare&#8211; Verlustabzugsverbot in &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;6 UmwStG 2002 ersetzt. Dieses Verlustabzugsverbot galt bis zur nachfolgenden Gesetzes&auml;nderung durch das Gesetz &uuml;ber steuerliche Begleitma&szlig;nahmen zur Einf&uuml;hrung der Europ&auml;ischen Gesellschaft und zur &Auml;nderung weiterer steuerrechtlicher Vorschriften vom 7.&nbsp;Dezember 2006 &#8211;SEStEG&#8211; (BGBl I 2006, 2782), das erstmals auf Umwandlungen und Einbringungen anzuwenden ist, bei denen die Anmeldung zur Eintragung in das f&uuml;r die Wirksamkeit des jeweiligen Vorgangs ma&szlig;gebende &ouml;ffentliche Register nach dem 12.&nbsp;Dezember 2006 erfolgt ist (&sect;&nbsp;27 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 UmwStG 2006 i.d.F. des SEStEG).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>51<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Nach den Gesetzesmaterialien zum StSenkG 2001\/2002 wurde mit der Neufassung des &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;6 UmwStG 1995 vor dem Hintergrund der Einf&uuml;hrung des Halbeink&uuml;nfteverfahrens (jetzt Teileink&uuml;nfteverfahren) bezweckt, eine &quot;Einmalbesteuerung&quot; der im Betriebsverm&ouml;gen der &uuml;bertragenden Kapitalgesellschaft vorhandenen stillen Reserven sicherzustellen. Das Verlustabzugsverbot des &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;6 UmwStG 2002 sollte verhindern, dass der Ver&auml;u&szlig;erer die Beteiligung steuerfrei oder zur H&auml;lfte steuerfrei ver&auml;u&szlig;ert, w&auml;hrend der Erwerber in H&ouml;he des &Uuml;bernahmeverlusts die stillen Reserven in den Wirtschaftsg&uuml;tern aufdeckt und neues Abschreibungsvolumen schafft, ohne sp&auml;ter seinerseits einen Ver&auml;u&szlig;erungsgewinn zu versteuern, weil die stillen Reserven bereits zuvor aufgedeckt wurden (vgl. den Gesetzesentwurf der Fraktionen SPD und B&uuml;ndnis 90\/Die Gr&uuml;nen, Entwurf eines Gesetzes zur Senkung der Steuers&auml;tze und zur Reform der Unternehmensbesteuerung, BTDrucks 14\/2683, S.&nbsp;128 zu Art.&nbsp;5 zu Nr.&nbsp;1 Buchst.&nbsp;a). Es sollte dem &#8211;nach &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;6 UmwStG 1995 i.d.F. des UntStRFoG m&ouml;glichen&#8211; sog. Step-Up-Modell der Boden entzogen werden (vgl. F&ouml;rster\/van&nbsp;Lishaut, FR 2000, 1189, 1193; Korn\/Strahl, K&Ouml;SDI 2000, 12582, 12606; Stegner\/Heinz, GmbH-Rundschau &#8211;GmbHR&#8211; 2001, 54, 56).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>52<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Mit Blick auf diese Entstehungsgeschichte kann dem Gesetzgeber nicht verborgen geblieben sein, dass &Uuml;bernahmeverluste auf unterschiedlichen Ursachen beruhen k&ouml;nnen (zu diesen Ursachen vgl. van&nbsp;Lishaut in R&ouml;dder\/Herlinghaus\/van&nbsp;Lishaut, a.a.O., &sect;&nbsp;4 Rz&nbsp;106; Bron in Kraft\/Edelmann\/Bron, a.a.O., &sect;&nbsp;4 Rz&nbsp;265&nbsp;f.; Widmann in Widmann\/Mayer, Umwandlungsrecht, Altkommentierungen, &sect;&nbsp;4 UmwStG Rz 624; Stegner\/Heinz, GmbHR 2001, 54, 57). Gleichwohl hat er &Uuml;bernahmeverluste in &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;6 UmwStG 2002 &#8211;ohne jegliche Differenzierungen&#8211; einem uneingeschr&auml;nkten Abzugsverbot unterworfen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>53<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Nach alledem ist dem Senat eine einschr&auml;nkende Auslegung des &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;6 UmwStG 2002 (=&nbsp;UmwStG 1995 i.d.F. des StSenkG 2001\/2002) entgegen seinem Wortlaut nicht m&ouml;glich. Aus den gleichen Gr&uuml;nden kann der &Uuml;bernahmeverlust auch nicht ber&uuml;cksichtigt werden, soweit er auf dem negativen Wert des &uuml;bertragenen GmbH-Verm&ouml;gens beruht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>54<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>6. Das Verlustabzugsverbot des &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;6 UmwStG 2002 ist mit dem Grundgesetz (GG) vereinbar (so im Ergebnis auch BFH-Urteil vom 24.&nbsp;Juni 2014 VIII&nbsp;R&nbsp;35\/10, BFHE 245, 565).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>55<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;6 UmwStG 2002 ist eine Typisierungs- und Vereinfachungsvorschrift, keine typisierende Missbrauchsbek&auml;mpfungsvorschrift (a.A. Hahn, jurisPR-SteuerR 47\/2014 Rz&nbsp;7). Der Senat kann daher offenlassen, ob f&uuml;r typisierende Missbrauchsbek&auml;mpfungsvorschriften ein anderer verfassungsrechtlicher Pr&uuml;fungsma&szlig;stab als f&uuml;r Typisierungs- und Vereinfachungsvorschriften gilt (vgl. dazu Hey, Steuer und Wirtschaft &#8211;StuW&#8212; 2008, 167, 173; dieselbe, Deutsche Steuerjuristische Gesellschaft Bd.&nbsp;33, 139, 167).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>56<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Die Frage, ob eine Norm Missbr&auml;uche verhindern soll, ist Mithilfe der allgemeinen Auslegungskriterien festzustellen (Dr&uuml;en in Tipke\/Kruse, Abgabenordnung, Finanzgerichtsordnung, Vor &sect;&nbsp;42 AO Rz&nbsp;11). Dabei dient nicht jede beschr&auml;nkende Regelung der Missbrauchsabwehr. Vielmehr ist von einer Missbrauchsbek&auml;mpfungsvorschrift zu erwarten, dass der Missbrauchsbek&auml;mpfungszweck im Tatbestand dergestalt zum Ausdruck kommt, dass der Gesetzgeber die als missbr&auml;uchlich angesehenen Gestaltungen typisiert, d.h. den Missbrauch in sachlicher, zeitlicher oder pers&ouml;nlicher Hinsicht konkretisiert (vgl. dazu Hey, StuW 2008, 167, 171).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>57<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Weder der Wortlaut, die systematische Stellung noch der Normzweck des &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;6 UmwStG 2002 lassen einen Missbrauchsbek&auml;mpfungszweck erkennen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>58<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Etwas anderes mag noch f&uuml;r die Vorg&auml;ngerregelung in &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;1 UmwStG 1995 i.d.F. des UntStRFoG gegolten haben, nach der das Verlustabzugsverbot nur eingriff, soweit Verlustursache ein negativer Wert des &uuml;bergegangenen Verm&ouml;gens war. &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;6 UmwStG 2002 sollte hingegen f&uuml;r den Fall der Ver&auml;u&szlig;erung der Anteile die fehlende bzw. nicht ausreichende Besteuerung der im Verm&ouml;gen der &uuml;bertragenden Kapitalgesellschaft befindlichen stillen Reserven beim Vorinhaber dadurch kompensieren, dass diese durch die Nichtber&uuml;cksichtigung eines &Uuml;bernahmeverlusts beim Erwerber erreicht wurde. Das beim Erwerber eingreifende Verlustabzugsverbot beruhte daher nicht auf einer unangemessenen Gestaltung, sondern fand seine Ursache darin, dass infolge des Systemwechsels hin zum Halbeink&uuml;nfteverfahren die Beteiligung im Grundsatz steuerfrei (vgl. &sect;&nbsp;8b Abs.&nbsp;2 KStG i.d.F. des StSenkG 2001\/2002) oder zur H&auml;lfte steuerfrei (vgl. &sect;&nbsp;3 Nr.&nbsp;40 Satz&nbsp;1 Buchst.&nbsp;a bis c, j EStG i.d.F. des StSenkG 2001\/2002) ver&auml;u&szlig;ert werden konnte, das Halbeink&uuml;nfteverfahren aber gleichwohl darauf angelegt war, Gewinne einer K&ouml;rperschaft einer Gesamtbelastung zu unterwerfen, die typisierend der Einkommensteuerbelastung anderer Eink&uuml;nfte entsprach.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>59<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Verfassungsrechtlicher Pr&uuml;fungsma&szlig;stab f&uuml;r Regelungen des Gesetzgebers im Unternehmenssteuerrecht (EStG oder KStG), die einen Verlustabzug einschr&auml;nken oder ausschlie&szlig;en, ist Art.&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 GG.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>60<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Die grunds&auml;tzliche Freiheit des Gesetzgebers, diejenigen Sachverhalte tatbestandlich zu bestimmen, an die das Gesetz dieselben Rechtsfolgen kn&uuml;pft und die es so als rechtlich gleich qualifiziert, wird f&uuml;r den Bereich des Steuerrechts und insbesondere f&uuml;r den des Einkommensteuerrechts vor allem durch das Gebot der Ausrichtung der Steuerlast am Prinzip der finanziellen Leistungsf&auml;higkeit und durch das Gebot der Folgerichtigkeit begrenzt (vgl. z.B. Beschluss des Bundesverfassungsgerichts &#8211;BVerfG&#8211; vom 12.&nbsp;Oktober 2010&nbsp;&nbsp;1&nbsp;BvL&nbsp;12\/07, BVerfGE 127, 224, unter D.I., m.w.N.). Im Interesse der verfassungsrechtlich gebotenen Lastengleichheit hat sich der Gesetzgeber daf&uuml;r entschieden, die objektive finanzielle Leistungsf&auml;higkeit nach dem Saldo aus den Erwerbseinnahmen einerseits und den beruflichen Erwerbsaufwendungen andererseits zu bemessen (objektives Nettoprinzip; vgl. BVerfG-Beschluss vom 11.&nbsp;November 1998&nbsp;&nbsp;2&nbsp;BvL&nbsp;10\/95, BVerfGE 99, 280, 290&nbsp;f., BStBl II 1999, 502, 505). Das BVerfG hat bisher offengelassen, ob dieses objektive Nettoprinzip, wie es in &sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;2 EStG zum Ausdruck kommt, Verfassungsrang hat; jedenfalls kann der Gesetzgeber dieses Prinzip bei Vorliegen gewichtiger Gr&uuml;nde durchbrechen und sich dabei generalisierender, typisierender und pauschalierender Regelungen bedienen (vgl. z.B. BVerfG-Beschluss in BVerfGE 127, 224, unter D.III.1.a, m.w.N.). Danach bed&uuml;rfen Ausnahmen von der folgerichtigen Umsetzung der mit dem objektiven Nettoprinzip getroffenen Belastungsentscheidung eines besonderen, sachlich rechtfertigenden Grundes (z.B. BVerfG-Urteil vom 9.&nbsp;Dezember 2008&nbsp;&nbsp;2&nbsp;BvL&nbsp;1\/07, 2&nbsp;BvL&nbsp;2\/07, 2&nbsp;BvL&nbsp;1\/08, 2&nbsp;BvL&nbsp;2\/08, BVerfGE 122, 210, unter C.I.3.a, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>61<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Als besondere sachliche Gr&uuml;nde f&uuml;r Ausnahmen von einer folgerichtigen Umsetzung und Konkretisierung des objektiven Nettoprinzips erkennt das BVerfG neben au&szlig;erfiskalischen F&ouml;rderungs- und Lenkungszwecken auch Typisierungs- und Vereinfachungserfordernisse an (BVerfG-Beschluss in BVerfGE 127, 224, unter D.I., m.w.N.). Dabei sind die Anforderungen an eine zul&auml;ssige Typisierung durch die Rechtsprechung des BVerfG gekl&auml;rt (vgl. z.B. BVerfG-Beschluss vom 26.&nbsp;Oktober 2004&nbsp;&nbsp;2&nbsp;BvR&nbsp;246\/98, H&ouml;chstrichterliche Finanzrechtsprechung &#8211;HFR&#8211; 2005, 139, unter II.). So muss der Gesetzgeber realit&auml;tsgerecht typisieren und die Grenzen verh&auml;ltnism&auml;&szlig;iger, insbesondere zumutbarer Belastung der Betroffenen wahren. F&uuml;r die gleichheitsrechtliche Abw&auml;gung f&auml;llt hierbei insbesondere auch ins Gewicht, wieweit dem Steuerpflichtigen die M&ouml;glichkeit er&ouml;ffnet ist, zwischen verschiedenen Beg&uuml;nstigungs- oder Belastungsalternativen zu w&auml;hlen (BVerfG-Beschluss in HFR 2005, 139, unter II., m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>62<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Im Streitfall durchbricht &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;6 UmwStG 2002 das objektive Nettoprinzip.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>63<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Ein rechtfertigungsbed&uuml;rftiger Versto&szlig; (dazu d) liegt jedenfalls insoweit vor, als der &Uuml;bernahmeverlust auf dem vom Kl&auml;ger getragenen Beteiligungsaufwand beruht (vgl. Schmitt in Schmitt\/H&ouml;rtnagl\/Stratz, a.a.O., 4.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;4 UmwStG Rz&nbsp;148; Bron in Kraft\/Edelmann\/Bron, a.a.O., &sect;&nbsp;4 Rz&nbsp;270&nbsp;ff.; Kessler\/ Schmidt, DB 2000, 2032, 2038). Bei einem &uuml;bertragenen negativen Betriebsverm&ouml;gen erh&ouml;ht der Beteiligungsaufwand den &Uuml;bernahmeverlust; dieser Aufwand bleibt unber&uuml;cksichtigt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>64<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Fraglich ist hingegen, ob &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;6 UmwStG 2002 das objektive Nettoprinzip auch durchbricht, soweit &#8211;wie im Streitfall&#8211; der &Uuml;bernahmeverlust auf einem negativen Wert des &uuml;bergehenden Betriebsverm&ouml;gens (.\/.&nbsp;131.862,69&nbsp;EUR) beruht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>65<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dies kann bezweifelt werden, weil als Folge der abgeschirmten Verm&ouml;genssph&auml;re der Kapitalgesellschaft jeweils eine eigene &#8211;getrennt besteuerbare&#8211; individuelle Leistungsf&auml;higkeit der Kapitalgesellschaft und ihrer Anteilseigner entsteht (BVerfG-Beschluss in BVerfGE 127, 224, m.w.N.) und unmittelbar durch die Verschmelzung (noch) kein &uuml;ber den Beteiligungsaufwand hinausgehender Aufwand des Anteilseigners entsteht. Allerdings ist zuzugeben, dass bei einer Verschmelzung &#8211;anders als bei einer Liquidation&#8211; die Verbindlichkeiten der Kapitalgesellschaft auf den &uuml;bernehmenden Rechtstr&auml;ger &uuml;bergehen und diesen wirtschaftlich belasten. Diese Frage bedarf aber keiner Kl&auml;rung, weil ein Versto&szlig; gegen das objektive Nettoprinzip auch insoweit gerechtfertigt w&auml;re (dazu d&nbsp;dd).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>66<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Gleichwohl ist das Verlustabzugsverbot des &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;6 UmwStG 2002 im Ergebnis verfassungsrechtlich nicht zu beanstanden. Der Gesetzgeber hat mit der Einf&uuml;hrung des Halbeink&uuml;nfteverfahrens die systematische Grundentscheidung getroffen, Gewinne der K&ouml;rperschaften einer Gesamtbelastung zu unterwerfen, die typisierend der Einkommensteuerbelastung anderer Eink&uuml;nfte entspricht (vgl. BTDrucks 14\/2683, S.&nbsp;94&nbsp;f.). Es ist daher ein legitimes Ziel, dass der Gesetzgeber im Kontext mit der Einf&uuml;hrung des Halbeink&uuml;nfteverfahrens typisierend eine Einmalbesteuerung der im Betriebsverm&ouml;gen der Kapitalgesellschaft vorhandenen stillen Reserven sicherstellen wollte. Die vom Gesetzgeber gew&auml;hlte Typisierung zur Sicherstellung des von ihm beabsichtigten Ziels bewegt sich innerhalb der vom Gleichheitssatz gezogenen Grenzen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>67<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Der Gesetzgeber hat f&uuml;r seine Typisierung keinen atypischen Fall als Leitbild gew&auml;hlt. Er ist davon ausgegangen, dass die Beteiligung an der K&ouml;rperschaft &#8211;bei vorhandenen stillen Reserven&#8211; nach dem Systemwechsel im Grundsatz entweder steuerfrei (vgl. &sect;&nbsp;8b Abs.&nbsp;2 KStG i.d.F. des StSenkG 2001\/2002) oder zur H&auml;lfte steuerfrei (vgl. &sect;&nbsp;3 Nr.&nbsp;40 Satz&nbsp;1 Buchst.&nbsp;a bis c, j EStG i.d.F. des StSenkG 2001\/2002) ver&auml;u&szlig;ert werden kann. Dies ist nicht zu beanstanden. Es ist zwar zutreffend, dass nach altem Recht bei der Ver&auml;u&szlig;erung sog. einbringungsgeborener Anteile (vgl. &sect;&nbsp;21 UmwStG 2002) durch ein Einkommensteuersubjekt innerhalb der Haltefrist von sieben Jahren die stillen Reserven nach &sect;&nbsp;3 Nr.&nbsp;40 Satz&nbsp;3 und 4 EStG i.d.F. des StSenkG 2001\/2002 voll zu versteuern waren (vgl. dazu Bl&uuml;mich\/Klingberg, &sect;&nbsp;4 UmwStG 1995 Rz&nbsp;26; F&ouml;rster\/ van&nbsp;Lishaut, FR 2000, 1189, 1193; Pung, DB 2000, 1835). Der Gesetzgeber musste diesen Fall &#8211;auch wenn er in den Gesetzesmaterialien genannt wird (vgl. BTDrucks 14\/2683, S.&nbsp;128)&#8211; aber nicht als den Grundfall heranziehen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>68<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;6 UmwStG 2002 weist in verschiedenen Bereichen &uuml;berschie&szlig;ende Tendenzen auf.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>69<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(1) Eine solche &uuml;berschie&szlig;ende Wirkung tritt z.B. dann ein, wenn &#8211;wie bereits erw&auml;hnt&#8211; die Ver&auml;u&szlig;erung der Beteiligung durch ein Einkommensteuersubjekt voll steuerpflichtig ist (&sect;&nbsp;3 Nr.&nbsp;40 Satz&nbsp;3 und 4 EStG i.d.F. des StSenkG 2001\/2002; vgl. dazu Bl&uuml;mich\/Klingberg, &sect;&nbsp;4 UmwStG&nbsp;1995 Rz&nbsp;26; F&ouml;rster\/ van&nbsp;Lishaut, FR 2000, 1189, 1193; Pung, DB 2000, 1835).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>70<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(2) Gleiches gilt auch insoweit, als der Gesetzgeber angeordnet hat, dass &Uuml;bernahmeverluste auch dann insgesamt und nicht nur zur H&auml;lfte au&szlig;er Ansatz bleiben, wenn ein entsprechender &Uuml;bernahmegewinn nach &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;7 Satz&nbsp;2 UmwStG 2002 dem Halbeink&uuml;nfteverfahren unterliegt. So verh&auml;lt es sich z.B. im sog. Erwerberfall bei vorhandenen stillen Reserven. In diesen F&auml;llen kommt es nicht nur zur gewollten &quot;Einmalbesteuerung&quot;, sondern zu einer &quot;Eineinhalbfachbesteuerung&quot; der stillen Reserven (vgl. Stegner\/Heinz, GmbHR 2001, 54, 57; F&ouml;rster\/ van&nbsp;Lishaut, FR 2000, 1189, 1193). Aber auch f&uuml;r die im Streitfall gegebene Konstellation ist die Umsetzung &quot;&uuml;berschie&szlig;end&quot;, weil der Beteiligungsaufwand zur G&auml;nze und nicht nur in den Grenzen des Halbeink&uuml;nfteverfahrens unber&uuml;cksichtigt bleibt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>71<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(3) Systemgerecht hingegen ist die Umsetzung aus der Sicht von an der &uuml;bernehmenden Mitunternehmerschaft beteiligten K&ouml;rperschaften. Im K&ouml;rperschaftsteuerrecht nach dem StSenkG 2001\/ 2002 sind Ver&auml;u&szlig;erungsgewinne (&sect;&nbsp;8b Abs.&nbsp;2 KStG i.d.F. des StSenkG 2001\/2002) und &Uuml;bernahmegewinne (&sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;7 Satz&nbsp;1 UmwStG 2002) steuerbefreit. Das Verlustabzugsverbot stellt sich daher als die folgerichtige Kehrseite dieser Steuerbefreiungen dar (vgl. Hey, GmbHR 2001, 993, 996; Thiel, FR 2000, 493, 495 f.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>72<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Das uneingeschr&auml;nkte Verlustabzugsverbot h&auml;lt dennoch einer gleichheitsrechtlichen Abw&auml;gung stand.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>73<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(1) Die Ursachen der Verlustentstehung sind sehr unterschiedlich. Das vom Gesetzgeber angestrebte Ziel, eine &quot;Einmalbesteuerung&quot; der stillen Reserven sicherzustellen, lie&szlig;e sich &#8211;wenn &uuml;berhaupt&#8211; nur f&uuml;r den Preis sehr komplizierter gesetzlicher Regelungen erreichen. Dabei best&uuml;nde die weitere Schwierigkeit, die Ausnahmen vom Verlustabzugsverbot punktgenau und gestaltungsfest zu treffen. Daher rechtfertigen Vereinfachungserfordernisse im Ergebnis die vom Gesetzgeber gew&auml;hlte L&ouml;sung (so auch van&nbsp;Lishaut in R&ouml;dder\/Herlinghaus\/ van&nbsp;Lishaut, a.a.O., &sect;&nbsp;4 Rz&nbsp;126).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>74<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(2) Zudem ist der gesetzgeberische Gestaltungsspielraum umso offener, je mehr f&uuml;r rechtliche Gestaltungen zug&auml;ngliche Lebensverh&auml;ltnisse geregelt werden. So verh&auml;lt es sich bei &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;6 UmwStG 2002. Die Verschmelzung einer Kapitalgesellschaft auf eine Personengesellschaft oder auf das Einzelunternehmen einer nat&uuml;rlichen Person ist ein Lebensvorgang, der vielf&auml;ltigen Gestaltungen zug&auml;nglich ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>75<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(3) Hinzu kommt, dass dem Kl&auml;ger die M&ouml;glichkeit er&ouml;ffnet war, zwischen verschiedenen Belastungsalternativen zu w&auml;hlen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>76<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Insbesondere er&ouml;ffnet das Gesetz Steuerpflichtigen die M&ouml;glichkeit, eine GmbH zu liquidieren und den Liquidationserl&ouml;s an sich auszukehren. Beim Alleingesellschafter ist die Liquidation einer GmbH, deren Beteiligung sich im Betriebsverm&ouml;gen befindet, als Teilbetriebsaufgabe nach &sect;&nbsp;16 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;2, Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 EStG zu behandeln (vgl. BFH-Urteil vom 16.&nbsp;Oktober 2008 IV&nbsp;R&nbsp;74\/06, BFH\/NV 2009, 725, unter II.3.c). Der (Aufgabe-)Gewinn ist nach dem Unterschiedsbetrag zwischen dem gemeinen Wert des gesamten von der Kapitalgesellschaft ausgekehrten Verm&ouml;gens und dem Buchwert der Beteiligung zu bestimmen (vgl. BFH-Urteil in BFH\/NV 2009, 725, unter II.3.d&nbsp;aa). Danach w&auml;re es dem Kl&auml;ger im Grundsatz m&ouml;glich gewesen, seine Anschaffungskosten f&uuml;r die Beteiligung im Rahmen der durch das Halbeink&uuml;nfteverfahren gesteckten Grenzen zur H&auml;lfte (vgl. &sect;&nbsp;3c Abs.&nbsp;2 EStG), ggf. auch in voller H&ouml;he (Stichwort &quot;ertraglose Beteiligung&quot;; vgl. dazu BFH-Urteil vom 25.&nbsp;Juni 2009 IX&nbsp;R&nbsp;42\/08, BFHE 225, 445, BStBl II 2010, 220, unter II.2.; Desens\/HHR, &sect;&nbsp;3c EStG Rz&nbsp;5) steuermindernd geltend zu machen, sei es dadurch, dass er anl&auml;sslich der Liquidation (Teilbetriebsaufgabe) als Einnahmen&uuml;berschussrechner zum Bestandsvergleich h&auml;tte wechseln (vgl. &sect;&nbsp;16 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 EStG) und in der Schlussbilanz eine Teilwertabschreibung auf die GmbH-Beteiligung h&auml;tte vornehmen m&uuml;ssen, sei es dadurch, dass er in H&ouml;he der Anschaffungskosten auf die GmbH-Beteiligung (bei keiner Teilwertabschreibung) einen entsprechenden Aufgabeverlust (Liquidationsverlust) erzielt h&auml;tte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>77<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im &Uuml;brigen hat der BFH auch die Vorschrift des &sect;&nbsp;5 Abs.&nbsp;4 UmwStG 1977, nach der ein &Uuml;bernahmeverlust ebenfalls nicht abziehbar war, u.a. deshalb als verfassungsrechtlich gerechtfertigt angesehen, weil es den Beteiligten freistand, die Kapitalgesellschaft zu liquidieren und dadurch den Abzug eines Liquidationsverlusts nach den allgemeinen Regeln auszul&ouml;sen (BFH-Urteil vom 22.&nbsp;Februar 2005 VIII&nbsp;R&nbsp;89\/00, BFHE 209, 224, BStBl II 2005, 624, unter II.3.b&nbsp;cc).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>78<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>dd) Soweit die typisierende Regelung des &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;6 UmwStG 2002 zus&auml;tzlich bewirkt, dass ein auf einem negativen Wert des &uuml;bertragenen Verm&ouml;gens beruhender &Uuml;bernahmeverlust au&szlig;er Ansatz bleibt, bestehen hiergegen keine verfassungsrechtlichen Bedenken. Insoweit richtete sich diese Vorschrift (weiterhin) gegen Gestaltungen, mit deren Hilfe sich ein bei der Kapitalgesellschaft wegen &sect;&nbsp;8 Abs.&nbsp;4 KStG&nbsp;a.F. nicht mehr verwertbarer Verlustvortrag (sog. Mantelkauf) &uuml;ber eine Verschmelzung nach den &sect;&sect;&nbsp;3&nbsp;ff. UmwStG 1995 als &Uuml;bernahmeverlust doch nutzbar machen lie&szlig;. Dies ist nicht zu beanstanden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>79<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>7. Der Senat entscheidet mit Einverst&auml;ndnis der Beteiligten ohne m&uuml;ndliche Verhandlung (&sect;&nbsp;121 Satz&nbsp;1 i.V.m. &sect;&nbsp;90 Abs.&nbsp;2 FGO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>80<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>8. Die Kostentscheidung beruht auf &sect;&nbsp;135 Abs.&nbsp;2 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 5.11.2015, III R 13\/13 Einnahmen&uuml;berschussrechnung: Kein der Verschmelzung vorgelagerter endg&uuml;ltiger Verlust des Beteiligungsaufwands &#8211; Verfassungsm&auml;&szlig;igkeit des &sect; 4 Abs. 6 UmwStG 2002 (= UmwStG 1995 i.d.F. des StSenkG 2001\/2002) &#8211; Gewinnermittlungswahlrecht Leits&auml;tze 1. Befindet sich die Beteiligung an der &uuml;bertragenden GmbH im Betriebsverm&ouml;gen des &uuml;bernehmenden Alleingesellschafters, der als Einzelgewerbetreibender seinen Gewinn nach &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/iii-r-13-13-einnahmenueberschussrechnung-kein-der-verschmelzung-vorgelagerter-endgueltiger-verlust-des-beteiligungsaufwands-verfassungsmaessigkeit-des-par-4-abs-6-umwstg-2002-umwstg-1995-idf-des-sts\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">III&nbsp;R&nbsp;13\/13 &#8211; Einnahmen&uuml;berschussrechnung: Kein der Verschmelzung vorgelagerter endg&uuml;ltiger Verlust des Beteiligungsaufwands &#8211; Verfassungsm&auml;&szlig;igkeit des &sect; 4 Abs. 6 UmwStG 2002 (= UmwStG 1995 i.d.F. des StSenkG 2001\/2002) &#8211; Gewinnermittlungswahlrecht<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-66404","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-steuer"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/66404","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=66404"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/66404\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=66404"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=66404"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=66404"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}