{"id":66406,"date":"2017-01-18T12:55:51","date_gmt":"2017-01-18T10:55:51","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=66406"},"modified":"2017-01-18T12:55:51","modified_gmt":"2017-01-18T10:55:51","slug":"x-r-3-14-betriebsausgabenabzug-trotz-nicht-erbrachter-eingangsleistung-fehlerhafte-postzustellungsurkunde","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/x-r-3-14-betriebsausgabenabzug-trotz-nicht-erbrachter-eingangsleistung-fehlerhafte-postzustellungsurkunde\/","title":{"rendered":"X&nbsp;R&nbsp;3\/14 &#8211; Betriebsausgabenabzug trotz nicht erbrachter Eingangsleistung &#8211; fehlerhafte Postzustellungsurkunde"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 17.11.2015, X R 3\/14<\/p>\n<p class=\"titel\">Betriebsausgabenabzug trotz nicht erbrachter Eingangsleistung &#8211; fehlerhafte Postzustellungsurkunde<\/p>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Auf die Revision des Kl&auml;gers wird das Urteil des Finanzgerichts Berlin-Brandenburg vom 25. April 2013&nbsp;&nbsp;5 K 5015\/11, soweit es die Festsetzung der Gewerbesteuermessbetr&auml;ge 2003 und 2004 betrifft, und die zu den Gewerbesteuermessbetr&auml;gen 2003 und 2004 ergangene Einspruchsentscheidung des Beklagten vom 16. Dezember 2010 aufgehoben.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Gewerbesteuermessbescheide 2003 und 2004 vom 15. Juli 2009 werden dahingehend ge&auml;ndert, dass weitere 168.812 EUR (2003) bzw. 53.360 EUR (2004) als Betriebsausgaben ber&uuml;cksichtigt werden.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Berechnung der Steuermessbetr&auml;ge wird dem Beklagten &uuml;bertragen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Kosten des Revisionsverfahrens sowie des Klageverfahrens, soweit es die Gewerbesteuermessbescheide betrifft, hat der Beklagte zu tragen; im &Uuml;brigen tr&auml;gt der Kl&auml;ger die Kosten des Klageverfahrens.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Der Kl&auml;ger und Revisionskl&auml;ger (Kl&auml;ger) erzielte Eink&uuml;nfte aus Gewerbebetrieb zum einen als Finanzberater, zum anderen als Unternehmensberater. Gegenstand der Unternehmensberatung war vor allem die Unterst&uuml;tzung von Kleinunternehmen bei der Inanspruchnahme staatlicher F&ouml;rderungen. Er ermittelte seinen Gewinn durch Einnahmen-&Uuml;berschuss-Rechnung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach dem Vorbringen des Kl&auml;gers traten in den Streitjahren 2003 und 2004 Kunden an ihn heran, die f&ouml;rderf&auml;hige EDV-Schulungen in Anspruch nehmen wollten. Die Kunden nannten ihm bereits die Dienstleister, die die Schulungen ausf&uuml;hren sollten. Zu den Aufgaben des Kl&auml;gers geh&ouml;rte die Antragstellung bei einer &ouml;ffentlich-rechtlichen F&ouml;rderbank (F), &uuml;ber die das Bundesland die Zusch&uuml;sse gew&auml;hrte, sowie die zur Erlangung der Subventionen erforderliche Dokumentation der Schulungen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Schulungsdienstleister wurden allerdings nicht unmittelbar von den Kunden des Kl&auml;gers beauftragt. Vielmehr erteilten die Kunden die Schulungsauftr&auml;ge an den Kl&auml;ger; dieser beauftragte im eigenen Namen entsprechende Dienstleister. Nach den Feststellungen in einem rechtskr&auml;ftig gewordenen Strafbefehl vom 30.&nbsp;September 2011 waren die Kunden des Kl&auml;gers von dem Bestreben geleitet, gemeinsam mit unbekannt gebliebenen &quot;Hinterm&auml;nnern&quot; durch wahrheitswidrige Angaben F&ouml;rdergelder f&uuml;r Schulungsma&szlig;nahmen zu erlangen. Die Kunden reichten die vom Kl&auml;ger vorbereiteten Stundennachweise und dessen Rechnungen bei F ein, obwohl die abgerechneten Leistungen tats&auml;chlich nicht oder nicht in vollem Umfang erbracht worden und die F&ouml;rdervoraussetzungen daher nicht erf&uuml;llt waren. Der Kl&auml;ger zeichnete die Stundennachweise ab, erstellte Schulungsberichte und erteilte den angeblichen Schulungsteilnehmern Teilnahmezertifikate, obwohl er die Schulungen weder selbst vorgenommen noch sich vergewissert hatte, dass die Schulungen in dem beantragten Umfang stattgefunden hatten. Die Kunden des Kl&auml;gers bezahlten dessen Rechnungen und erhielten von F einen Zuschuss in H&ouml;he von 90&nbsp;% des Nettorechnungsbetrags. Der Kl&auml;ger bezahlte seinerseits die von seinen Subunternehmern eingereichten Rechnungen f&uuml;r die angeblichen Schulungs-Dienstleistungen. Auf der Grundlage dieser Feststellungen wurde der Kl&auml;ger wegen leichtfertigen Subventionsbetrugs (&sect;&nbsp;264 Abs.&nbsp;1, 4 des Strafgesetzbuchs) zu einer Geldstrafe verurteilt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Beklagte und Revisionsbeklagte (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) versagte im Anschluss an eine Au&szlig;enpr&uuml;fung den Betriebsausgabenabzug aus den Rechnungen dreier Subunternehmer des Kl&auml;gers (2003: insgesamt 168.812&nbsp;EUR netto; 2004: insgesamt 53.360&nbsp;EUR netto) mit der Begr&uuml;ndung, diese Subunternehmen &#8211;zwei GmbH und ein Einzelunternehmen&#8211; h&auml;tten nicht existiert bzw. keinen Gesch&auml;ftsbetrieb unterhalten. Aus diesen Gr&uuml;nden wies das FA auch den Einspruch des Kl&auml;gers zur&uuml;ck.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Einspruchs- und Klageverfahren machte der Kl&auml;ger Angaben zum Gesch&auml;ftsbetrieb seiner Subunternehmer und benannte die hinter den GmbH stehenden Personen. Das Finanzgericht (FG) wies die Klage &#8211;unter Berufung auf den Beschluss des Bundesfinanzhofs (BFH) vom 6.&nbsp;Oktober 1993 VIII&nbsp;B&nbsp;122\/92 (BFH\/NV 1994, 173)&#8211; mit der Begr&uuml;ndung ab, der Betriebsausgabenabzug sei zu versagen, weil die abgerechneten Leistungen ganz oder teilweise nicht erbracht worden seien. Auch wenn nach den vorliegenden Zeugenaussagen ein Teil der Schulungen durchgef&uuml;hrt worden sein m&ouml;ge, sei eine Ber&uuml;cksichtigung abziehbarer Betriebsausgaben im Sch&auml;tzungswege nicht m&ouml;glich, weil nicht feststellbar sei, inwieweit tats&auml;chlich Leistungen erbracht worden seien. Danach k&ouml;nne offen bleiben, ob es sich bei den Subunternehmern um Scheinunternehmer gehandelt habe.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der erkennende Senat hat die Revision gegen diese Entscheidung mit Beschluss vom 21.&nbsp;Januar 2014 zugelassen, der am 3.&nbsp;Februar 2014 ausgefertigt und an die Beteiligten abgesandt wurde. In der Zustellungsurkunde &uuml;ber die Zustellung an den Prozessbevollm&auml;chtigten (P) des Kl&auml;gers ist der 3.&nbsp;Februar 2014 als Tag der Zustellung angegeben. Die Revisionsbegr&uuml;ndung ging am 4.&nbsp;M&auml;rz 2014 beim BFH ein. Nach einem Hinweis des BFH auf die Fristenproblematik hat P den Briefumschlag vorgelegt, auf dem der Zusteller den 5.&nbsp;Februar 2014 als Tag der Zustellung vermerkt hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In der Sache selbst vertritt der Kl&auml;ger die Auffassung, das FG sei von anderen Entscheidungen zum Betriebsausgabenabzug abgewichen. So k&ouml;nnten Verluste infolge von Diebstahl, Unterschlagung oder Untreue als Betriebsausgaben geltend gemacht werden. Auch vergebliche Aufwendungen seien nicht vom Betriebsausgabenabzug ausgeschlossen. Dies zeige, dass ein nachgewiesener Leistungserfolg nicht stets Voraussetzung f&uuml;r den Abzug sei. Die im BFH-Beschluss in BFH\/NV 1994, 173 aufgestellten Rechtss&auml;tze seien auf F&auml;lle begrenzt, in denen die Leistung zwar tats&auml;chlich erbracht werde, aber der &#8211;mit dem Rechnungsteller nicht identische&#8211; Leistungserbringer unbekannt bleibe.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger beantragt,<br \/>das angefochtene Urteil, soweit es den Gewerbesteuermessbetrag betrifft, sowie die zum Gewerbesteuermessbetrag ergangene Einspruchsentscheidung vom 16.&nbsp;Dezember 2010 aufzuheben und die Gewerbesteuermessbescheide 2003 und 2004 vom 15.&nbsp;Juli 2009 dahingehend zu &auml;ndern, dass weitere 168.812&nbsp;EUR (2003) bzw. 53.360&nbsp;EUR (2004) als Betriebsausgaben ber&uuml;cksichtigt werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt,<br \/>die Revision zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Es h&auml;lt die Revision f&uuml;r zul&auml;ssig, jedoch &#8211;unter Verweis auf das vorinstanzliche Urteil, den BFH-Beschluss in BFH\/NV 1994, 173 sowie die zum Umsatzsteuerrecht ergangene Rechtsprechung des Gerichtshofs der Europ&auml;ischen Union (EuGH) und des BFH&#8211; f&uuml;r unbegr&uuml;ndet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. 1. Die Revision ist zul&auml;ssig. Insbesondere ist die einmonatige Revisionsbegr&uuml;ndungsfrist (&sect;&nbsp;120 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 Alt.&nbsp;2 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;) eingehalten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zwar hat der Postzusteller beurkundet, der Beschluss &uuml;ber die Zulassung der Revision sei P am 3.&nbsp;Februar 2014 zugestellt worden. Diese (private) Zustellungsurkunde begr&uuml;ndet gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;182 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 i.V.m. &sect;&nbsp;418 Abs.&nbsp;1 der Zivilprozessordnung (ZPO) wie eine &ouml;ffentliche Urkunde den vollen Beweis der darin bezeugten Tatsachen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Allerdings ist der Beweis der Unrichtigkeit der bezeugten Tatsachen zul&auml;ssig (&sect;&nbsp;418 Abs.&nbsp;2 ZPO). An diesen Beweis sind strenge Anforderungen zu stellen. Die Beweiswirkung muss vollst&auml;ndig entkr&auml;ftet und jede M&ouml;glichkeit ausgeschlossen sein, dass die Angaben der Zustellungsurkunde richtig sein k&ouml;nnen (Beschluss des Bundesgerichtshofs vom 27.&nbsp;Mai 2003 VI&nbsp;ZB&nbsp;77\/02, Neue Juristische Wochenschrift 2003, 2460, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dies ist hier der Fall. Es ist denklogisch ausgeschlossen, dass ein am 3.&nbsp;Februar 2014 vom Urkundsbeamten der Gesch&auml;ftsstelle des BFH ausgefertigter und am fr&uuml;hen Nachmittag des 3.&nbsp;Februar 2014 von der Kanzlei des BFH per Briefpost abgesandter Zulassungsbeschluss dem P an dessen &uuml;ber 600&nbsp;km entferntem Kanzleisitz noch am selben Tage zugestellt worden sein kann. Die &Uuml;berzeugung des Senats von der Unrichtigkeit der Beurkundung des Zustellungsdatums wird noch dadurch best&auml;rkt, dass der Zusteller selbst auf dem Briefumschlag den 5.&nbsp;Februar 2014 als Tag der Zustellung vermerkt hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Danach hat die am 4.&nbsp;M&auml;rz 2014 beim BFH eingegangene Revisionsbegr&uuml;ndung die gesetzliche Monatsfrist gewahrt. &Uuml;ber den hilfsweise gestellten Wiedereinsetzungsantrag ist nicht mehr zu entscheiden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Die Revision ist auch begr&uuml;ndet. Sie f&uuml;hrt zur Aufhebung des angefochtenen Urteils und zur Entscheidung des Senats in der Sache selbst im Wege der antragsgem&auml;&szlig;en Herabsetzung der Gewerbesteuermessbetr&auml;ge (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 FGO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Unter den im Streitfall gegebenen Umst&auml;nden durfte das FG den Betriebsausgabenabzug nicht davon abh&auml;ngig machen, ob den vom Kl&auml;ger an die Schulungsunternehmer geleisteten Zahlungen objektiv &auml;quivalente tats&auml;chlich erbrachte Gegenleistungen gegen&uuml;berstehen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;4 des Einkommensteuergesetzes (EStG) &#8211;hier i.V.m. &sect;&nbsp;7 Satz&nbsp;1 des Gewerbesteuergesetzes&#8211; sind Betriebsausgaben die Aufwendungen, die durch den Betrieb veranlasst sind. Eine solche Veranlassung ist gegeben, wenn die Aufwendungen objektiv mit dem Betrieb zusammenh&auml;ngen und subjektiv dem Betrieb zu dienen bestimmt sind (Beschluss des Gro&szlig;en Senats des BFH vom 4.&nbsp;Juli 1990 GrS&nbsp;3\/88, BFHE 161, 290, BStBl II 1990, 817, unter C.II.2. vor a, m.w.N.). Weiter f&uuml;hrt der Gro&szlig;e Senat in dieser Entscheidung (unter C.II.2.b bb) aus, nach dem Regelungsziel des EStG seien Aufwendungen dann als durch eine Einkunftsart veranlasst anzusehen, wenn sie hierzu in einem steuerrechtlich anzuerkennenden wirtschaftlichen Zusammenhang stehen. Ma&szlig;geblich f&uuml;r das Bestehen eines solchen Zusammenhangs sei zum einen die wertende Betrachtung des die Aufwendungen ausl&ouml;senden Moments, zum anderen die Zuweisung dieses ma&szlig;geblichen Bestimmungsgrundes zur einkommensteuerrechtlich relevanten Erwerbssph&auml;re. Ergebe diese Pr&uuml;fung, dass die Aufwendungen nicht oder in nur unbedeutendem Ma&szlig;e auf privaten, der Lebensf&uuml;hrung des Steuerpflichtigen zuzurechnenden Umst&auml;nden beruhen, seien sie als Betriebsausgaben anzuerkennen und &#8211;vorbehaltlich einer entgegenstehenden gesetzlichen Regelung&#8211; abziehbar.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In der Literatur wird dazu unter Verweis auf den Wortlaut des &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;4 EStG (&quot;veranlasst&quot;, nicht aber &quot;verursacht&quot;) zutreffend ausgef&uuml;hrt, der Begriff der Veranlassung sei weiter als derjenige der Verursachung. K&auml;me es auf die Verursachung an, w&auml;re eine naturgesetzliche Notwendigkeit der betrieblichen T&auml;tigkeit f&uuml;r die Aufwendungen erforderlich. Demgegen&uuml;ber stelle die Veranlassung auf ein menschliches Verhalten ab; dieser Begriff beinhalte zun&auml;chst ein subjektives Element. Damit m&uuml;sse der Betrieb aus der Sicht des Steuerpflichtigen ausl&ouml;sendes Moment f&uuml;r die Aufwendungen sein. Der objektive Zusammenhang mit dem Betrieb trete als Korrektiv hinzu; danach m&uuml;sse der Betrieb auch aus objektiver Sicht zumindest unter anderem ausschlaggebend f&uuml;r die Aufwendungen sein (vgl. zum Ganzen Stapperfend in Herrmann\/Heuer\/Raupach &#8211;HHR&#8211;, &sect;&nbsp;4 EStG Rz&nbsp;793, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Ein Verschulden des Steuerpflichtigen &#8211;auch in Gestalt eines strafbaren, ordnungswidrigen oder &quot;unmoralischen&quot; Verhaltens&#8211; steht der betrieblichen Veranlassung von Aufwendungen wegen der Wertneutralit&auml;t der Besteuerung und des Leistungsf&auml;higkeitsprinzips grunds&auml;tzlich nicht entgegen (so ausdr&uuml;cklich HHR\/Stapperfend, &sect;&nbsp;4 EStG Rz&nbsp;835, mit Nachweisen auf die BFH-Rechtsprechung zu leichtfertig verursachten Verkehrsunf&auml;llen, Strafverteidigungskosten, Geldbu&szlig;en und -strafen; Letztere vor Einf&uuml;hrung entsprechender spezialgesetzlicher Abzugsverbote). Dies folgt ausdr&uuml;cklich bereits aus &sect;&nbsp;40 der Abgabenordnung (AO). Anders liegt es nur dann, wenn das schuldhafte Fehlverhalten die betriebliche Veranlassung &#8211;im Sinne eines &quot;privaten Motivs&quot;&#8211; &uuml;berlagert.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Danach setzt der Betriebsausgabenabzug nicht ausnahmslos voraus, dass den entsprechenden Aufwendungen ein nachgewiesener Leistungserfolg gegen&uuml;ber steht. Vielmehr kann die steuerliche Abzugsf&auml;higkeit auch darauf beruhen, dass der Steuerpflichtige Zahlungen in der Annahme leistet, sie w&uuml;rden den beabsichtigten bzw. vertraglich ausbedungenen Erfolg herbeif&uuml;hren. Als Korrektiv ist zus&auml;tzlich nur zu pr&uuml;fen, ob die Aufwendungen auch bei einer abstrakt-objektiven Betrachtungsweise zur F&ouml;rderung des Betriebs geeignet sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Auf diesen Grunds&auml;tzen beruht auch die h&ouml;chstrichterliche Rechtsprechung, wonach auch ein Aufwand, der bei einer objektiv-r&uuml;ckblickenden Betrachtung ohne Gegenleistung geblieben ist, betrieblich veranlasst sein kann. So schlie&szlig;t die Vergeblichkeit von Aufwendungen den Betriebsausgabenabzug nicht aus (zu &quot;erfolglosen Aufwendungen&quot; BFH-Urteil vom 4.&nbsp;M&auml;rz 1986 VIII&nbsp;R&nbsp;188\/84, BFHE 146, 151, BStBl II 1986, 373, unter II.1.; zu &quot;unangemessenen Aufwendungen&quot; BFH-Urteil vom 8.&nbsp;Oktober 1987 IV&nbsp;R&nbsp;5\/85, BFHE 150, 558, BStBl II 1987, 853; zu &quot;Fehlma&szlig;nahmen&quot; BFH-Urteil vom 7.&nbsp;Juni 1988 VIII&nbsp;R&nbsp;76\/85, BFHE 154, 462, BStBl II 1989, 97, unter 1. vor a; zu einer von einem Mitgesellschafter unterschlagenen Einlage in eine Personengesellschaft Senatsurteil vom 29.&nbsp;M&auml;rz 2000 X&nbsp;R&nbsp;99\/95, BFH\/NV 2000, 1188, unter II.1.; dort auch Nachweise auf die BFH-Rechtsprechung zur Abziehbarkeit von Sch&auml;den durch Diebst&auml;hle von Angestellten oder Dritten). Auch Aufwendungen, die wegen der Insolvenz oder der Leistungsunwilligkeit des Vertragspartners letztlich objektiv ohne Gegenleistung bleiben, sind als Betriebsausgaben abziehbar.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Im Streitfall ist nach den vom FA nicht in Zweifel gezogenen Feststellungen des Strafgerichts und des FG revisionsrechtlich davon auszugehen, dass der Kl&auml;ger tats&auml;chlich nicht erkannt hatte, dass den an ihn gestellten Rechnungen (teilweise) keine Leistungen zugrunde lagen, auch wenn die fehlende Kenntnis des Kl&auml;gers auf einer leichtfertigen Verletzung seiner Pr&uuml;fungspflichten beruhte. Er ist daher zwar einerseits T&auml;ter eines Fahrl&auml;ssigkeitsdelikts, andererseits aber auch &#8211;so jedenfalls der revisionsrechtlich zugrunde zu legende Sachverhalt&#8211; selbst Opfer einer Vorsatztat Dritter.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In einem solchen Fall handelt ein Steuerpflichtiger beim T&auml;tigen der Aufwendungen noch in der Annahme, sie w&uuml;rden seinem Betrieb einen Nutzen bringen. Dies gilt hier umso mehr, als die bezogenen Eingangsleistungen aus Sicht des Kl&auml;gers erforderlich waren, um die &#8211;tats&auml;chlich erhaltenen und von ihm versteuerten&#8211; Betriebseinnahmen aus der Weiterberechnung der Schulungsleistungen, deren H&ouml;he erheblich war und die der Betriebsausgaben &uuml;berstieg, zu erzielen (&quot;ausl&ouml;sendes Moment&quot;).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die als Korrektiv vorzunehmende objektivierende Betrachtung f&uuml;hrt zu keinem anderen Ergebnis. Im Allgemeinen ist der Bezug und die Bezahlung von Eingangsleistungen betrieblich erforderlich, um gleichartige Ausgangsleistungen abrechnen und daraus betriebliche Einnahmen erzielen zu k&ouml;nnen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Auch ist im Streitfall eine N&auml;he der Aufwendungen zur privaten Sph&auml;re des Kl&auml;gers &#8211;oder gar ihr sp&auml;terer R&uuml;ckfluss an den Kl&auml;ger&#8211; weder vom FA vorgetragen noch vom FG festgestellt noch nach Aktenlage sonst ersichtlich.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Hinzu kommen im vorliegenden Fall die aus dem objektiven Nettoprinzip abzuleitenden Wertungen: Die erheblichen Einnahmen, die der Kl&auml;ger aus der Weiterberechnung der &#8211;tats&auml;chlich teilweise nicht erbrachten&#8211; Schulungsleistungen seiner Subunternehmer erzielt hat, sind vom FA der Besteuerung unterworfen worden. W&uuml;rde man nun den Betriebsausgabenabzug f&uuml;r die korrespondierenden Aufwendungen versagen, tr&auml;te eine Bruttobesteuerung ein, die unter Leistungsf&auml;higkeitsgesichtspunkten nicht zu rechtfertigen w&auml;re.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Die Vorinstanz hat sich f&uuml;r ihre abweichende Auffassung entscheidend auf den &#8211;im Rahmen einer summarischen Pr&uuml;fung in einem Verfahren der Aussetzung der Vollziehung ergangenen&#8211; BFH-Beschluss in BFH\/NV 1994, 173 (daran anschlie&szlig;end der ebenfalls von der Vorinstanz angef&uuml;hrte Beschluss des FG D&uuml;sseldorf vom 3.&nbsp;August 2012&nbsp;&nbsp;1&nbsp;V&nbsp;1652\/12&nbsp;A&nbsp;(E)) gest&uuml;tzt. Der dort zu beurteilende Sachverhalt ist aber in wesentlichen Merkmalen nicht mit dem Streitfall vergleichbar. Vielmehr war dort der tats&auml;chliche Sachverhalt vollkommen unaufgekl&auml;rt geblieben. Das dortige FA hatte den Betriebsausgabenabzug mit der Begr&uuml;ndung versagt, die in den Rechnungen bezeichneten Eingangsleistungen seien tats&auml;chlich nicht erbracht worden; auch sei ein Zahlungsfluss nicht nachweisbar. Die Rechnungssteller seien &quot;durchweg seit zwanzig Jahren ausnahmslos Steuerhinterzieher&quot; und schon deshalb nicht glaubw&uuml;rdig. Die dortige Steuerpflichtige behauptete, die Leistungen seien erbracht worden, allerdings m&ouml;glicherweise nicht von demjenigen, der die Rechnung ausgestellt habe (&quot;Schwarzarbeiter&quot;). Dem war das dortige FG gefolgt. Demgegen&uuml;ber hielt es der VIII.&nbsp;Senat des BFH im Rahmen seiner summarischen Pr&uuml;fung f&uuml;r m&ouml;glich, dass die Eingangsrechnungen vollst&auml;ndig fingiert worden seien und nur dazu dienten, der Steuerpflichtigen einen unberechtigten Betriebsausgaben- und Vorsteuerabzug gegen Zahlung einer anteiligen Provision zu verschaffen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die im Beschluss des VIII.&nbsp;Senats enthaltenen, vom FA und FG zitierten Aussagen sind vor dem Hintergrund dieses besonderen Sachverhalts zu verstehen und haben daher f&uuml;r den Streitfall keine Bedeutung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Die vom FA zitierte Rechtsprechung (EuGH-Urteil Kittel und Recolta Recycling vom 6.&nbsp;Juli 2006 C-439, 440\/04, EU:C:2006:446, Slg. 2006, I-6161; BFH-Urteile vom 19.&nbsp;April 2007 V&nbsp;R&nbsp;48\/04, BFHE 217, 194, BStBl II 2009, 315; vom 30.&nbsp;April 2009 V&nbsp;R&nbsp;15\/07, BFHE 225, 254, BStBl II 2009, 744, und vom 12.&nbsp;August 2009 XI&nbsp;R&nbsp;48\/07, BFH\/NV 2010, 259), die den Gutglaubensschutz bereits dann entfallen l&auml;sst, wenn der Steuerpflichtige h&auml;tte wissen m&uuml;ssen, dass er sich an einem Betrug beteiligt, ist zum Umsatzsteuerrecht und den entsprechenden europarechtlichen Grundlagen ergangen. Sie kann auf das Ertragssteuerrecht schon deshalb nicht &uuml;bertragen werden, weil &sect;&nbsp;15 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 des Umsatzsteuergesetzes &#8211;anders als &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;4 EStG&#8211; f&uuml;r den Vorsteuerabzug ausdr&uuml;cklich fordert, dass die (Eingangs-)Leistungen &quot;ausgef&uuml;hrt worden sind&quot;.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Die Sache ist spruchreif. Zwar hat das FG ausdr&uuml;cklich offen gelassen, ob es sich bei den Schulungsunternehmen um Scheinunternehmer gehandelt habe. Darauf kommt es im Streitfall jedoch nicht an.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Eine Zahlung an einen Scheinunternehmer bzw. auf eine Scheinrechnung ist dann vom Betriebsausgabenabzug ausgeschlossen, wenn der Zahlende wei&szlig;, dass die Rechnung nur zum Schein gestellt ist, weil es dann an der subjektiven Voraussetzung des Betriebsausgabenabzugs &#8211;der Eignung, dem Betrieb zu dienen&#8211; fehlt (vgl. z.B. die Sachverhalte, die den Senatsbeschl&uuml;ssen vom 31.&nbsp;Januar 2013 X&nbsp;B&nbsp;21\/12, BFH\/NV 2013, 759, und vom 20.&nbsp;November 2013 X&nbsp;B&nbsp;164\/13, BFH\/NV 2014, 374 zugrunde lagen). Vorliegend ist nach den Feststellungen des FG indes von einer &#8211;wenn auch leichtfertigen und damit vorwerfbaren&#8211; Unkenntnis des Kl&auml;gers auszugehen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>33<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In einem solchen Fall des unvors&auml;tzlichen Handelns folgen aus dem Gesichtspunkt des &quot;Scheinunternehmers&quot; keine Einschr&auml;nkungen des Betriebsausgabenabzugs, die &uuml;ber die bereits unter a) ber&uuml;cksichtigten Gesichtspunkte hinausgehen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>34<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dar&uuml;ber hinaus bieten weder die Feststellungen des FG noch das Vorbringen des FA Anhaltspunkte daf&uuml;r, dass an den Kl&auml;ger ein Benennungsverlangen i.S. des &sect;&nbsp;160 AO gerichtet worden sein k&ouml;nnte, dem dieser nicht nachgekommen w&auml;re, zumal er sp&auml;testens im Klageverfahren auch die hinter den GmbH stehenden Personen benannt hat. Auch aus diesem Grund ist daher keine Zur&uuml;ckverweisung geboten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>35<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Danach sind die vom FA nicht ber&uuml;cksichtigten Betr&auml;ge in H&ouml;he von netto 168.812&nbsp;EUR (2003) bzw. 53.360&nbsp;EUR (2004) zum Betriebsausgabenabzug im Rahmen der Ermittlung der Gewerbesteuermessbetr&auml;ge zuzulassen. Die Ermittlung der Messbetr&auml;ge wird gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;100 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2, &sect;&nbsp;121 Satz&nbsp;1 FGO dem FA &uuml;bertragen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>36<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Die Kostenentscheidung beruht auf &sect;&nbsp;135 Abs.&nbsp;1 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 17.11.2015, X R 3\/14 Betriebsausgabenabzug trotz nicht erbrachter Eingangsleistung &#8211; fehlerhafte Postzustellungsurkunde Tenor Auf die Revision des Kl&auml;gers wird das Urteil des Finanzgerichts Berlin-Brandenburg vom 25. April 2013&nbsp;&nbsp;5 K 5015\/11, soweit es die Festsetzung der Gewerbesteuermessbetr&auml;ge 2003 und 2004 betrifft, und die zu den Gewerbesteuermessbetr&auml;gen 2003 und 2004 ergangene Einspruchsentscheidung des Beklagten &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/x-r-3-14-betriebsausgabenabzug-trotz-nicht-erbrachter-eingangsleistung-fehlerhafte-postzustellungsurkunde\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">X&nbsp;R&nbsp;3\/14 &#8211; Betriebsausgabenabzug trotz nicht erbrachter Eingangsleistung &#8211; fehlerhafte Postzustellungsurkunde<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-66406","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-steuer"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/66406","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=66406"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/66406\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=66406"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=66406"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=66406"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}