{"id":66408,"date":"2017-01-18T12:55:47","date_gmt":"2017-01-18T10:55:47","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=66408"},"modified":"2017-01-18T12:55:47","modified_gmt":"2017-01-18T10:55:47","slug":"xi-r-38-14-zur-konkludenten-gestattung-der-istbesteuerung-par-20-ustg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/xi-r-38-14-zur-konkludenten-gestattung-der-istbesteuerung-par-20-ustg\/","title":{"rendered":"XI&nbsp;R&nbsp;38\/14 &#8211; Zur konkludenten Gestattung der Istbesteuerung (&sect; 20 UStG)"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 18.11.2015, XI R 38\/14<\/p>\n<p class=\"titel\">Zur konkludenten Gestattung der Istbesteuerung (&sect; 20 UStG)<\/p>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Auf die Revision der Kl&auml;gerin wird das Urteil des Finanzgerichts Berlin-Brandenburg vom 18. Juni 2014&nbsp;&nbsp;2 K 2149\/11 aufgehoben.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Sache wird an das Finanzgericht Berlin-Brandenburg zur&uuml;ckverwiesen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Diesem wird die Entscheidung &uuml;ber die Kosten des Revisionsverfahrens &uuml;bertragen.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Die Kl&auml;gerin und Revisionskl&auml;gerin (Kl&auml;gerin) betrieb ab dem 1.&nbsp;September 2007 einen Gewerbebetrieb zur Erbringung von Handwerkerleistungen in der Rechtsform einer GbR. Ihre Gesellschafter waren M mit einer Beteiligung von 80&nbsp;% und dessen Sohn N mit einer Beteiligung von 20&nbsp;%.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im &quot;Fragebogen zur steuerlichen Erfassung&quot; gab die Kl&auml;gerin am 7.&nbsp;September 2007 gegen&uuml;ber dem Beklagten und Revisionsbeklagten (Finanzamt &#8211;FA&#8211;) durch Ankreuzen folgende Erkl&auml;rung ab: &quot;Wir berechnen die Steuer nach vereinnahmten Entgelten. Wir beantragen hiermit die Istversteuerung.&quot; Ihren Gesamtumsatz sch&auml;tzte sie im Fragebogen auf &quot;ca.&nbsp;10.000&nbsp;EUR&quot; f&uuml;r das Jahr der Betriebser&ouml;ffnung und &quot;ca.&nbsp;40.000&nbsp;EUR&quot; f&uuml;r das Folgejahr. Die nach Aufnahme des Betriebs ausgef&uuml;hrten Gesamtums&auml;tze der Kl&auml;gerin lagen jeweils unterhalb der in &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 des Umsatzsteuergesetzes (UStG) f&uuml;r eine Berechnung der Steuer nach vereinnahmten Entgelten bestimmten H&ouml;chstgrenzen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beschied diesen Antrag der Kl&auml;gerin auf Gestattung der &quot;Istversteuerung&quot; (zun&auml;chst) nicht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In der Umsatzsteuer-Voranmeldung f&uuml;r&nbsp;Oktober 2010 erkl&auml;rte die Kl&auml;gerin Ums&auml;tze zum Regelsteuersatz in H&ouml;he von 5.820&nbsp;EUR und abziehbare Vorsteuerbetr&auml;ge in H&ouml;he von 2.723,24&nbsp;EUR. Im Rahmen einer Umsatzsteuer-Sonderpr&uuml;fung kam der Pr&uuml;fer im Pr&uuml;fungsbericht vom 7.&nbsp;M&auml;rz 2011 zu dem Ergebnis, dass die Kl&auml;gerin ihre Ums&auml;tze zu Unrecht der Besteuerung nach vereinnahmten Entgelten unterworfen habe. Die von der Kl&auml;gerin erkl&auml;rten Ums&auml;tze seien um 61.436&nbsp;EUR zu erh&ouml;hen. &Uuml;ber diesen Betrag habe die Kl&auml;gerin in zwei Rechnungen vom 27.&nbsp;und 28.&nbsp;Oktober 2010 gegen&uuml;ber dem Einzelunternehmen des Gesellschafters&nbsp;N abgerechnet. Im &Uuml;brigen werde darauf verzichtet, die Ums&auml;tze nach der Sollbesteuerung zu ermitteln. Die Voraussetzungen f&uuml;r eine Zustimmung zur Berechnung der Steuer nach vereinnahmten Entgelten l&auml;gen nicht vor. Die von der Kl&auml;gerin praktizierte Verfahrensweise, zwischen ihr und dem Einzelunternehmen des&nbsp;N Abrechnungen vorzunehmen, die einerseits den Vorsteuerabzug erm&ouml;glichten, andererseits zu keiner Umsatzsteuerschuld f&uuml;hrten, schlie&szlig;e die Genehmigung einer Besteuerung nach vereinnahmten Entgelten aus; denn diese solle der Vereinfachung der Besteuerung dienen, nicht aber dazu, das Steueraufkommen zu gef&auml;hrden oder &#8211;wie im vorliegenden Fall von verbundenen Unternehmen&#8211; den Vorsteuerabzug ohne eine korrespondierende Umsatzsteuerschuld zuzulassen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA folgte der Auffassung des Pr&uuml;fers und erh&ouml;hte &#8211;neben weiteren unstreitigen &Auml;nderungen&#8211; mit &Auml;nderungsbescheid &uuml;ber die Festsetzung der Umsatzsteuer-Vorauszahlung f&uuml;r den Monat Oktober 2010 vom 28.&nbsp;M&auml;rz 2011 unter Hinweis auf den Pr&uuml;fungsbericht die steuerpflichtigen Ums&auml;tze um 61.436&nbsp;EUR.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Den hiergegen von der Kl&auml;gerin eingelegten Einspruch wies das FA mit Einspruchsentscheidung vom 27.&nbsp;Juni 2011 als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ck. Es f&uuml;hrte aus, es habe den Antrag der Kl&auml;gerin auf Gestattung der Istbesteuerung nicht genehmigt. Auf die Frage, ob die Genehmigung der Istbesteuerung wegen der Leistungen zwischen verbundenen Unternehmen oder der Gef&auml;hrdung des Steueraufkommens zu versagen sei, komme es deshalb nicht mehr an. W&auml;hrend des anschlie&szlig;enden Klageverfahrens, das beim Finanzgericht (FG) unter dem Aktenzeichen 2&nbsp;K&nbsp;2149\/11 gef&uuml;hrt wurde, erging am 14.&nbsp;M&auml;rz 2012 ein Umsatzsteuerbescheid f&uuml;r 2010, in dem das FA die von der Kl&auml;gerin auf Grundlage vereinnahmter Entgelte erkl&auml;rten Ums&auml;tze &#8211;ebenso wie im Vorauszahlungsbescheid&#8211; um 61.436&nbsp;EUR erh&ouml;hte. Dieser Bescheid wurde nach &sect;&nbsp;68 Satz&nbsp;1 der Finanzgerichtsordnung (FGO) zum Gegenstand des Verfahrens.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Am 22.&nbsp;M&auml;rz 2013 stellte die Kl&auml;gerin erneut einen Antrag, ihr die Berechnung der Steuer nach vereinnahmten Entgelten ab 2010 zu gestatten. Das FA lehnte diesen Antrag am 19.&nbsp;Juli 2013 ab. Es wies den hiergegen eingelegten Einspruch der Kl&auml;gerin mit Einspruchsentscheidung vom 21.&nbsp;Oktober 2013 mit der Begr&uuml;ndung als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ck, die Berechnung der Steuer nach vereinnahmten Entgelten f&uuml;hre zu einer Gef&auml;hrdung des Steueranspruchs. Nach dem Vorbringen der Kl&auml;gerin stecke u.a. das Einzelunternehmen des&nbsp;N in Liquidit&auml;tsschwierigkeiten. Damit w&auml;re dieses im Falle einer Berichtigung m&ouml;glicherweise nicht in der Lage, die bereits ausgezahlte Vorsteuer zur&uuml;ckzuzahlen. Nach dem Urteil des FG Berlin vom 2.&nbsp;M&auml;rz 1999&nbsp;&nbsp;7254\/96 (Entscheidungen der Finanzgerichte 1999, 738) begr&uuml;nde die Vornahme des Vorsteuerabzugs bei gleichzeitig fehlenden Ums&auml;tzen bei nahestehenden Personen &#8211;wie hier&#8211; die Vermutung, dass die dem leistenden Unternehmen erteilte Zustimmung nach &sect;&nbsp;20 UStG missbraucht werde. Dass die Kl&auml;gerin die Umsatzsteuerschulden vollst&auml;ndig bezahlt habe, &auml;ndere diese Beurteilung nicht, denn die Kl&auml;gerin habe keine freiwilligen Zahlungen geleistet. Die hiergegen erhobene Klage, die beim FG das Aktenzeichen 2&nbsp;K&nbsp;2340\/13 erhielt, wurde vom FG mit dem Verfahren 2&nbsp;K&nbsp;2149\/11 (betreffend den Umsatzsteuerbescheid f&uuml;r 2010) zur gemeinsamen Verhandlung und Entscheidung verbunden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FG wies die Klagen mit Urteil vom 18.&nbsp;Juni 2014&nbsp;&nbsp;2&nbsp;K&nbsp;2149\/11 ab.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zur Begr&uuml;ndung f&uuml;hrte es aus, das FA habe eine Berechnung der Steuer nach vereinnahmten Entgelten nicht gestattet. Allein der von der Kl&auml;gerin gestellte Antrag gen&uuml;ge nicht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin habe auch keinen Anspruch auf Gestattung der Besteuerung nach vereinnahmten Entgelten f&uuml;r das Streitjahr 2010. Zwar liege der von ihr erzielte Gesamtumsatz unterhalb der in &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 UStG in der im Streitjahr geltenden Fassung (UStG&nbsp;a.F.) vorgesehenen Grenze, im Streitfall sei jedoch ein atypischer Fall gegeben. Nach dem eigenen Vorbringen der Kl&auml;gerin m&uuml;sse das FG von einer Beeintr&auml;chtigung und Gef&auml;hrdung des Steueranspruchs jedenfalls f&uuml;r das Streitjahr 2010 ausgehen. Die Kl&auml;gerin und das Einzelunternehmen ihres Gesellschafters N w&uuml;rden von einander nahestehenden Familienangeh&ouml;rigen beherrscht. Angesichts des Vortrags der Kl&auml;gerin, das Einzelunternehmen stecke in Liquidit&auml;tsschwierigkeiten, bestehe das Risiko, dass dieses im Falle einer Berichtigung nicht zur R&uuml;ckzahlung des in Anspruch genommenen Vorsteuerabzugs in der Lage sei. Die Auffassung der Kl&auml;gerin w&uuml;rde im Ergebnis zu einem ungesicherten Kredit zulasten des Fiskus f&uuml;hren. Schon in der insofern &uuml;ber l&auml;ngere Dauer zu erwartenden Zinsbeeintr&auml;chtigung sehe das Gericht einen hinreichenden Grund f&uuml;r die Versagung der Gestattung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit ihrer Revision r&uuml;gt die Kl&auml;gerin die Verletzung materiellen Rechts.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Streitfall sei eine Gestattung der Berechnung der Steuer nach vereinnahmten Entgelten durch das FA erfolgt. Sie, die Kl&auml;gerin, habe darauf vertrauen k&ouml;nnen, dass ihr ausdr&uuml;cklich gestellter Antrag genehmigt worden sei, nachdem die Festsetzungen erkl&auml;rungsgem&auml;&szlig; erfolgt und die Zahlungen vom FA vorbehaltslos entgegengenommen worden seien. Die konkludente Genehmigung ergebe sich aus dem Umstand, dass den Umsatzsteuererkl&auml;rungen die Feststellungserkl&auml;rungen f&uuml;r die Einkommensbesteuerung nebst einer Bilanz\/Gewinn- und Verlustrechnung beigef&uuml;gt gewesen seien. Entgegen der Auffassung des FG h&auml;tte die festsetzende Stelle des FA die Abweichungen zwischen den Erl&ouml;sen laut Gewinn- und Verlustrechnung und den erkl&auml;rten steuerpflichtigen Ums&auml;tzen zwangsl&auml;ufig darauf zur&uuml;ckf&uuml;hren m&uuml;ssen, dass entsprechend den Regeln der Istbesteuerung erkl&auml;rt worden sei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Da im Streitjahr 2010 bereits eine Gestattung vorgelegen habe, sei eine Ablehnung des im Jahr 2007 gestellten Antrags nicht mehr m&ouml;glich. Das FG habe verkannt, dass das FA erst infolge der Umsatzsteuer-Sonderpr&uuml;fung den Antrag r&uuml;ckwirkend zum 1.&nbsp;Januar 2010 abgelehnt habe, obwohl eine R&uuml;cknahme der Gestattung mit Wirkung f&uuml;r die Vergangenheit nur in den engen Grenzen des &sect;&nbsp;130 Abs.&nbsp;2 der Abgabenordnung (AO) erfolgen k&ouml;nne.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin beantragt,<br \/>das FG-Urteil, den ablehnenden Bescheid vom 19.&nbsp;Juli 2013 und die Einspruchsentscheidung vom 21.&nbsp;Oktober 2013 aufzuheben und die Versteuerung nach vereinnahmten Entgelten gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 UStG&nbsp;a.F. ab 2010 zu genehmigen sowie den Umsatzsteuerbescheid 2010 vom 14.&nbsp;M&auml;rz 2012 dahingehend zu &auml;ndern, dass die Umsatzsteuer nach den Regeln der Istversteuerung um 11.670,80&nbsp;EUR gemindert festgesetzt wird.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt,<br \/>die Revision als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Es habe die Berechnung der Steuer nach vereinnahmten Entgelten &#8211;auch stillschweigend&#8211; nicht gestattet. Die erkl&auml;rungsgem&auml;&szlig;e Festsetzung der Umsatzsteuer lasse eine Gestattung nicht mit hinreichender Deutlichkeit erkennen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>    <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Revision der Kl&auml;gerin ist begr&uuml;ndet. Das Urteil des FG ist aufzuheben und die Sache zur anderweitigen Verhandlung und Entscheidung an das FG zur&uuml;ckzuverweisen (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 FGO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FG ist zu Unrecht davon ausgegangen, dass die Kl&auml;gerin die Umsatzsteuer nach vereinbarten Entgelten zu berechnen hatte. Seine bisher getroffenen Feststellungen erlauben keine Entscheidung dar&uuml;ber, ob das FA der Kl&auml;gerin die Berechnung der Steuer nach vereinnahmten Entgelten gestattet hat. Zudem hat es seine Ermessenserw&auml;gungen an die Stelle derer des FA gesetzt und damit die Grenzen der ihm durch &sect;&nbsp;102 FGO einger&auml;umten &Uuml;berpr&uuml;fungsbefugnis &uuml;berschritten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. a) Die Umsatzsteuer entsteht bei der Berechnung der Steuer nach vereinbarten Entgelten, die gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;16 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 UStG den gesetzlichen Regelfall darstellt, f&uuml;r Lieferungen und sonstige Leistungen mit Ablauf des Voranmeldungszeitraums, in dem die Leistungen ausgef&uuml;hrt worden sind (&sect;&nbsp;13 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 Buchst.&nbsp;a UStG &#8211;sog. Sollbesteuerung&#8211;). Bei der Besteuerung nach vereinnahmten Entgelten entsteht die Steuer dagegen mit Ablauf des Voranmeldungszeitraums, in dem die Entgelte vereinnahmt worden sind (&sect;&nbsp;13 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 Buchst.&nbsp;b UStG &#8211;sog. Istbesteuerung&#8211;; vgl. dazu Urteil des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 18.&nbsp;August 2015 V&nbsp;R&nbsp;47\/14, BFHE 251, 287, BFH\/NV 2015, 1786, Deutsches Steuerrecht &#8211;DStR&#8211; 2015, 2493, Rz&nbsp;11&nbsp;f.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table class=\"Rsp\">\n<tr>\n<th colspan=\"2\" rowspan=\"1\" valign=\"top\"><\/th>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"2\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">b) Das Finanzamt kann gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 i.V.m. Abs.&nbsp;2 UStG&nbsp;a.F. auf Antrag gestatten, dass ein Unternehmer,<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;1.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">dessen Gesamtumsatz (&sect; 19 Abs.&nbsp;3 UStG) im vorangegangenen Kalenderjahr nicht mehr als 500.000&nbsp;EUR betragen hat, oder<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\">&nbsp;&nbsp;&nbsp;2.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">der von der Verpflichtung, B&uuml;cher zu f&uuml;hren und auf Grund j&auml;hrlicher Bestandsaufnahmen regelm&auml;&szlig;ig Abschl&uuml;sse zu machen, nach &sect;&nbsp;148 AO befreit ist, oder<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\">&nbsp;&nbsp;&nbsp;3.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">soweit er Ums&auml;tze aus einer T&auml;tigkeit als Angeh&ouml;riger eines freien Berufs i.S. des &sect;&nbsp;18 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 des Einkommensteuergesetzes ausf&uuml;hrt,<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"2\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">die Steuer nicht nach den vereinbarten Entgelten (&sect;&nbsp;16 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 UStG), sondern nach den vereinnahmten Entgelten berechnet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 UStG&nbsp;a.F. ist f&uuml;r die Besteuerung nach vereinnahmten Entgelten anstelle der Regelbesteuerung nach vereinbarten Entgelten mithin ein Antrag notwendig, auf Grund dessen das FA nach pflichtgem&auml;&szlig;em Ermessen die Besteuerung nach vereinnahmten Entgelten gestattet haben muss (vgl. BFH-Beschluss vom 11.&nbsp;Mai 2011 V&nbsp;B&nbsp;93\/10, BFH\/NV 2011, 1406).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach der Rechtsprechung des BFH handelt es sich bei der Gestattung nach &sect;&nbsp;20 UStG durch das FA um den Erlass eines beg&uuml;nstigenden Ermessens-Verwaltungsaktes i.S. der &sect;&sect;&nbsp;130, 131 AO (vgl. BFH-Beschluss vom 22.&nbsp;Februar 2013 V&nbsp;B&nbsp;72\/12, BFH\/NV 2013, 984, Rz&nbsp;12). Dieser Verwaltungsakt muss nicht ausdr&uuml;cklich, sondern kann auch stillschweigend bekanntgegeben werden (vgl. BFH-Beschl&uuml;sse vom 28.&nbsp;August 2002 V&nbsp;B&nbsp;65\/02, BFH\/NV 2003, 210, unter II.2.b, Rz&nbsp;15; in BFH\/NV 2011, 1406, Rz&nbsp;4). Da die Gestattung einer Besteuerung nach vereinnahmten Entgelten (&sect;&nbsp;20 UStG) und die hierauf beruhende Umsatzsteuerfestsetzung (&sect;&nbsp;155 AO) zwei verschiedene Verfahren betreffen, kann die Umsatzsteuerfestsetzung nur dann als konkludente Gestattung der Besteuerung nach vereinnahmten Entgelten ausgelegt werden, wenn mit ihr nach au&szlig;en erkennbar auch eine Entscheidung &uuml;ber den entsprechenden Antrag getroffen wurde (vgl. BFH-Beschl&uuml;sse in BFH\/NV 2003, 210, unter II.2.b, Rz&nbsp;15; in BFH\/NV 2011, 1406, Rz&nbsp;4; in BFH\/NV 2013, 984, Rz&nbsp;13). Hieran d&uuml;rfen aber keine &uuml;bersteigerten Anforderungen gestellt werden. Vielmehr ist der Empf&auml;ngerhorizont der Beteiligten entscheidend. Hat ein Steuerpflichtiger einen konkludenten Antrag auf Genehmigung der Istbesteuerung beim FA gestellt, dann hat die antragsgem&auml;&szlig;e Festsetzung der Umsatzsteuer den Erkl&auml;rungsinhalt, dass der Antrag genehmigt worden ist (vgl. BFH-Urteil in BFH\/NV 2015, 1786, DStR 2015, 2493, Rz&nbsp;3,&nbsp;15).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Das FG hat zwar zutreffend entschieden, dass die Kl&auml;gerin nicht allein deshalb von einer Gestattung durch das FA ausgehen konnte, weil sie im &quot;Fragebogen zur steuerlichen Erfassung&quot;, der von der Finanzverwaltung eigens hierf&uuml;r vorgesehen ist, einen eindeutigen Antrag gestellt hatte (vgl. BFH-Beschl&uuml;sse vom 20.&nbsp;Januar 2000 V&nbsp;B&nbsp;163\/99, BFH\/NV 2000, 897; in BFH\/NV 2003, 210, unter II.2.b, Rz&nbsp;15; in BFH\/NV 2013, 984, Rz&nbsp;13).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Es hat jedoch sodann seine Pr&uuml;fung beendet und keine Feststellungen dazu getroffen, ob &#8211;soweit keine ausdr&uuml;ckliche Gestattung erfolgt ist&#8211; die Kl&auml;gerin auf Grund des Verhaltens des FA in den Besteuerungszeitr&auml;umen 2007 bis 2009 von einer konkludenten Gestattung ausgehen konnte. Das w&auml;re dann der Fall, wenn die Kl&auml;gerin in den von ihr in diesen Besteuerungszeitr&auml;umen abgegebenen Voranmeldungen und Jahreserkl&auml;rungen die Umsatzsteuer nach vereinnahmten Entgelten berechnet hat und dies f&uuml;r das FA erkennbar war. Anhaltspunkte hierf&uuml;r k&ouml;nnten sich nach dem Vorbringen der Kl&auml;gerin insbesondere aus den bislang nicht beigezogenen Feststellungsakten ergeben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Auch soweit das FG entschieden hat, die Kl&auml;gerin habe keinen Anspruch auf Gestattung der Besteuerung nach vereinnahmten Entgelten, kann sein Urteil keinen Bestand haben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Liegen die Voraussetzungen des &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 UStG&nbsp;a.F. vor, &quot;kann&quot; das Finanzamt die Istbesteuerung gestatten. Die Gestattung wird somit in das pflichtgem&auml;&szlig;e Ermessen (&sect;&nbsp;5 AO) des Finanzamts gestellt (vgl. z.B. Michel in Offerhaus\/S&ouml;hn\/ Lange, Umsatzsteuer, &sect;&nbsp;20 UStG Rz&nbsp;142; Wagner in S&ouml;lch\/ Ringleb, Umsatzsteuer, &sect;&nbsp;20 UStG Rz&nbsp;28).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Ein FG ist gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;102 FGO bei der Pr&uuml;fung einer Ermessensentscheidung auf die Feststellung von Ermessensfehlern beschr&auml;nkt und darf nicht seine eigene Ermessensentscheidung an die Stelle der Ermessensentscheidung des FA setzen (st&auml;ndige Rechtsprechung, vgl. z.B. BFH-Urteile vom 13.&nbsp;Januar 2005 V&nbsp;R&nbsp;35\/03, BFHE 208, 398, BStBl II 2005, 460, unter II.3., Rz&nbsp;40; vom 6.&nbsp;November 2012 VII&nbsp;R&nbsp;72\/11, BFHE 239, 15, BStBl II 2013, 141, Rz&nbsp;14; vom 11.&nbsp;Dezember 2013 XI&nbsp;R&nbsp;22\/11, BFHE 244, 209, BStBl II 2014, 332, Rz&nbsp;30; ebenso BFH-Beschluss vom 9.&nbsp;November 2011 V&nbsp;B&nbsp;43\/11, BFH\/NV 2012, 170, Rz&nbsp;5; Lange in H&uuml;bschmann\/Hepp\/Spitaler, &sect;&nbsp;102 FGO Rz&nbsp;114; Dr&uuml;en in Tipke\/ Kruse, Abgabenordnung, Finanzgerichtsordnung, &sect;&nbsp;102 FGO Rz&nbsp;9).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Dies hat das FG nicht beachtet und nach den Ausf&uuml;hrungen in den Entscheidungsgr&uuml;nden im Streitfall eigene Ermessenserw&auml;gungen angestellt. So wird dort formuliert, es &quot;muss der Senat&quot; f&uuml;r das Streitjahr 2010 von einer Gef&auml;hrdung des Steueranspruchs ausgehen. Ferner l&auml;sst die Formulierung, &quot;[s]chon in der insofern &uuml;ber l&auml;ngere Dauer zu erwartenden Zinsbeeintr&auml;chtigung sieht das Gericht einen hinreichenden Grund f&uuml;r die Versagung der Gestattung&quot;, erkennen, dass das FG eigene Ermessenserw&auml;gungen angestellt und nicht nur die des FA &uuml;berpr&uuml;ft hat. Auf die Zinsbeeintr&auml;chtigung hat das FA weder in der Einspruchsentscheidung vom 21.&nbsp;Oktober 2013 abgestellt, noch hat es dies im finanzgerichtlichen Verfahren vorgetragen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Die &Uuml;bertragung der Kostenentscheidung auf das FG beruht auf &sect;&nbsp;143 Abs.&nbsp;2 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 18.11.2015, XI R 38\/14 Zur konkludenten Gestattung der Istbesteuerung (&sect; 20 UStG) Tenor Auf die Revision der Kl&auml;gerin wird das Urteil des Finanzgerichts Berlin-Brandenburg vom 18. Juni 2014&nbsp;&nbsp;2 K 2149\/11 aufgehoben. Die Sache wird an das Finanzgericht Berlin-Brandenburg zur&uuml;ckverwiesen. Diesem wird die Entscheidung &uuml;ber die Kosten des Revisionsverfahrens &uuml;bertragen. Tatbestand 1&nbsp; I. &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/xi-r-38-14-zur-konkludenten-gestattung-der-istbesteuerung-par-20-ustg\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">XI&nbsp;R&nbsp;38\/14 &#8211; Zur konkludenten Gestattung der Istbesteuerung (&sect; 20 UStG)<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-66408","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-steuer"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/66408","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=66408"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/66408\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=66408"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=66408"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=66408"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}