{"id":6641,"date":"2012-11-30T21:34:20","date_gmt":"2012-11-30T19:34:20","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=6641"},"modified":"2012-11-30T21:34:20","modified_gmt":"2012-11-30T19:34:20","slug":"iv-r-51-08-minderheitsbeteiligung-des-kommanditisten-einer-gmbh-und-co-kg-an-einer-kapitalgesellschaft-kein-notwendiges-sonderbetriebsvermoegen-ii","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/iv-r-51-08-minderheitsbeteiligung-des-kommanditisten-einer-gmbh-und-co-kg-an-einer-kapitalgesellschaft-kein-notwendiges-sonderbetriebsvermoegen-ii\/","title":{"rendered":"IV&nbsp;R&nbsp;51\/08 &#8211; Minderheitsbeteiligung des Kommanditisten einer GmbH und Co KG an einer Kapitalgesellschaft kein notwendiges Sonderbetriebsverm&ouml;gen II"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 17.11.2011, IV R 51\/08<\/p>\n<p class=\"titel\">Minderheitsbeteiligung des Kommanditisten einer GmbH und Co KG an einer Kapitalgesellschaft kein notwendiges Sonderbetriebsverm&ouml;gen II<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Streitig ist, ob die Anteile der Kommanditistin einer GmbH &#038; Co. KG an einer Schweizer AG, die ihrerseits s&auml;mtliche Anteile an der Komplement&auml;rin der KG hielt, im Streitjahr (1990) Sonderbetriebsverm&ouml;gen II bei der KG waren, und ob darauf eine Teilwertabschreibung vorgenommen werden konnte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Bis Ende 1989 waren die Kl&auml;gerin und Revisionskl&auml;gerin (Kl&auml;gerin) sowie ihr Bruder A als Kommanditisten mit jeweils 49 % am Festkapital der B-GmbH &#038; Co. KG (B-KG) beteiligt. Das Stammkapital der mit 2 % beteiligten Komplement&auml;rin, der B-GmbH (B-GmbH), hielten C zu 80 % und der Ehemann der Kl&auml;gerin als Treuh&auml;nder f&uuml;r A zu 20 %.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit Vertrag vom 15. Dezember 1989 ver&auml;u&szlig;erten die Gesellschafter der B-GmbH ihre Anteile mit Wirkung zum 31. Dezember 1989, 24:00 Uhr an die D-AG. Gleichzeitig verkauften A und die Kl&auml;gerin ihre Kommanditbeteiligungen ganz (A) bzw. zu 44 % (von 49 %) des Festkapitals der B-KG (Kl&auml;gerin) an die E-GmbH, die die Beteiligungen weiter auf die F-Beteiligungs GmbH &uuml;bertrug.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>W&auml;hrend A seine Beteiligung insgesamt gegen Geldleistung verkaufte, erhielt die Kl&auml;gerin 57.500 Namensaktien der G an der D-AG und &#8230; SFR. Der Wert pro Aktie (zum Nennwert von 100 SFR) betrug &#8230; SFR (&#8230; DM). Zus&auml;tzlich erhielt die Kl&auml;gerin das Recht, ein Mitglied des (sechsk&ouml;pfigen) Verwaltungsrates der D-AG l&auml;ngstens f&uuml;r einen Zeitraum von 30 Jahren zu benennen. Dieses Recht war an das Eigentum der Kl&auml;gerin und\/oder ihres Ehemanns an den Namensaktien gebunden und konnte auf die Abk&ouml;mmlinge der Eheleute &uuml;bergehen. Die Kl&auml;gerin entsandte ihren Ehemann, der zugleich auch Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer der B-KG blieb, in den Verwaltungsrat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Streitjahr war die Kl&auml;gerin danach mit 5 % als Kommanditistin an der B-KG beteiligt und hielt 10 % des Nennkapitals (14 % der Stimmrechte) an der D-AG, die ihrerseits alleinige Anteilseignerin der mit 2 % am Festkapital der B-KG beteiligten Komplement&auml;rin, der B-GmbH, und der weiteren mit 93 % beteiligten Kommanditistin, der F-Beteiligungs GmbH war.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Umsatz der B-KG betrug 1991 &#8230; DM. Im Raum X vertrieb die B-KG ihre Produkte selbst; die &uuml;brige Produktion (80 bis 90 %) wurde &uuml;ber die H-GmbH &#038; Co. KG abgesetzt, die &uuml;ber eine eigene Vertriebsorganisation verf&uuml;gte. Die D-AG, die in derselben Branche wie die B-KG t&auml;tig war, erzielte in den Jahren 1991\/92 einen Umsatz von &#8230; SFR.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nachdem die Kl&auml;gerin die Namensaktien der D-AG erworben hatte, fiel deren Kurs. Er betrug &#8230; SFR (&#8230; DM) am 31. Dezember 1990, &#8230; SFR am 31. Dezember 1991 und &#8230; SFR am 31. Dezember 1992.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin schied mit Vertrag vom 27. September 1993 aus der B-KG aus und &uuml;bertrug ihre Beteiligung auf die F-Beteiligungs GmbH. Zum 1. Januar 1996 wurde die B-GmbH (Komplement&auml;rin der B-KG) auf die F-Beteiligungs GmbH als einzige Kommanditistin der B-KG mit der Folge der Anwachsung des Verm&ouml;gens verschmolzen. Am 20. August 2007 wurde die K-GmbH auf die F-Beteiligungs GmbH verschmolzen, die ihre Firma in diejenige des &uuml;bertragenden Rechtstr&auml;gers (K-GmbH) &auml;nderte. Die Eintragung im Handelsregister erfolgte am 31. August 2007. Das Finanzgericht (FG) hat die K-GmbH mit Beschluss vom 15. Februar 2008 zum Verfahren beigeladen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die von der Kl&auml;gerin erworbenen Namensaktien wurden zun&auml;chst nicht als Sonderbetriebsverm&ouml;gen bei der B-KG eingebucht. Die Kl&auml;gerin behandelte sie in ihrer Verm&ouml;gensteuererkl&auml;rung zum 1. Januar 1990 als Privatverm&ouml;gen. Im Rahmen einer Au&szlig;enpr&uuml;fung f&uuml;r die Jahre 1987 bis 1989 reichte die B-KG am 16. Oktober 1992 Bilanzen zum 31. Dezember 1989 und zum 31. Dezember 1990 ein, die sie als Erg&auml;nzungsbilanzen zum Sonderbetriebsverm&ouml;gen der Kl&auml;gerin bezeichnete. Darin aktivierte sie zum 31. Dezember 1989 den Anspruch der Kl&auml;gerin auf die Namensaktien und zum 31. Dezember 1990 diese selbst. Teilwertabschreibungen wegen der Kursverluste wurden zun&auml;chst nicht geltend gemacht. Im Zusammenhang mit der Ver&auml;u&szlig;erung ihrer Beteiligung an der B-KG im Jahre 1993 erkl&auml;rte die Kl&auml;gerin einen Entnahmeverlust.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Zuge einer Au&szlig;enpr&uuml;fung bei der Rechtsnachfolgerin der B-KG gelangte der Pr&uuml;fer zu der Auffassung, dass die Namensaktien nicht dem Sonderbetriebsverm&ouml;gen II der Kl&auml;gerin zugeordnet werden k&ouml;nnten. Dagegen wandte sich die Rechtsnachfolgerin der B-KG und beantragte au&szlig;erdem, im Streitjahr eine Teilwertabschreibung auf die von der Kl&auml;gerin gehaltenen Namensaktien in H&ouml;he von &#8230; DM zu ber&uuml;cksichtigen. Dem folgte der zwischenzeitlich zust&auml;ndig gewordene Beklagte und Revisionsbeklagte (Finanzamt &#8211;FA&#8211;) nicht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Einspruch und Klage hatten keinen Erfolg. Das FG entschied, das FA habe die Teilwertabschreibung zu Recht versagt. Die Beteiligung an der D-AG habe nicht zum notwendigen Sonderbetriebsverm&ouml;gen II der Kl&auml;gerin an der B-KG geh&ouml;rt. Denn die T&auml;tigkeiten der D-AG und der zwischengeschalteten F-Beteiligungs GmbH h&auml;tten sich nicht auf die F&uuml;hrung der Gesch&auml;fte der B-KG beschr&auml;nkt. Selbst wenn eine besonders enge wirtschaftliche Verflechtung beider Gesellschaften bestanden habe, lasse sich angesichts der erheblichen eigenen Gesch&auml;ftst&auml;tigkeit der D-AG daraus noch nicht ableiten, dass die Beteiligung der Kl&auml;gerin an der D-AG ihrer Beteiligung an der B-KG habe dienen sollen. Soweit die Finanzverwaltung eine eigene wirtschaftliche Gesch&auml;ftst&auml;tigkeit der Kapitalgesellschaft als unbeachtlich ansehe, k&ouml;nne sich das FG dem nicht anschlie&szlig;en. Zudem spreche gegen eine wesentliche wirtschaftliche Funktion der D-AG, dass die B-KG ihre bisherige Gesch&auml;ftst&auml;tigkeit unver&auml;ndert weitergef&uuml;hrt habe. Eine blo&szlig;e konzernleitende Funktion der D-AG gen&uuml;ge nicht. Die Einbindung der B-KG als Konzerngesellschaft in den D-Konzern spreche eher f&uuml;r eine Unterordnung der B-KG unter die D-AG und damit auch f&uuml;r eine Unterordnung der Interessen der Kl&auml;gerin als Kommanditistin unter ihre Interessen als Aktion&auml;rin. Die Beteiligung der Kl&auml;gerin an der D-AG habe auch nicht zu deren gewillk&uuml;rtem Sonderbetriebsverm&ouml;gen II geh&ouml;rt. Sie sei dem Sonderbetriebsverm&ouml;gen erstmals am 16. Oktober 1992 zugeordnet worden. Zu diesem Zeitpunkt habe jedoch bereits festgestanden, dass die Beteiligung verlusttr&auml;chtig sein w&uuml;rde. Das Urteil ist in Entscheidungen der Finanzgerichte 2009, 179 ver&ouml;ffentlicht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dagegen richtet sich die Revision der Kl&auml;gerin. Sie macht geltend, das FG habe den Umfang ihres Sonderbetriebsverm&ouml;gens II verkannt und bei der Tatsachenfeststellung gegen die Sachaufkl&auml;rungspflicht versto&szlig;en. Daraus folgend habe das FG zu Unrecht die Beteiligung der Kl&auml;gerin an der D-AG nicht dem Sonderbetriebsverm&ouml;gen II bei der B-KG zugeordnet und die beantragte Teilwertabschreibung in H&ouml;he von &#8230; DM auf diese Beteiligung versagt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin beantragt,<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td>das angefochtene Urteil aufzuheben und den Bescheid f&uuml;r 1990 &uuml;ber die gesonderte und einheitliche Feststellung von Besteuerungsgrundlagen vom 9. Juli 1999 in Gestalt der Einspruchsentscheidung vom 8. April 2004 dahingehend zu &auml;ndern, dass die Eink&uuml;nfte der B-KG aus Gewerbebetrieb f&uuml;r 1990 in H&ouml;he von .\/. &#8230; DM festgestellt und der Kl&auml;gerin als ehemaliger Kommanditistin der Gesellschaft Eink&uuml;nfte aus Gewerbebetrieb f&uuml;r 1990 in H&ouml;he von .\/. &#8230; DM zugerechnet werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt,<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td>die Revision zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Beigeladene hat keinen Antrag gestellt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Revision ist unbegr&uuml;ndet. Sie war daher zur&uuml;ckzuweisen (&sect; 126 Abs. 2 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;). Die Entscheidung des FG, dass die Anteile der Kl&auml;gerin an der D-AG nicht zu ihrem Sonderbetriebsverm&ouml;gen II bei der B-KG geh&ouml;rt haben, so dass eine Teilwertabschreibung darauf nicht in Betracht kam, ist nicht zu beanstanden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Zum notwendigen Betriebsverm&ouml;gen einer gewerblich t&auml;tigen Personengesellschaft geh&ouml;ren nach &sect; 15 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 i.V.m. &sect; 4 Abs. 1 des Einkommensteuergesetzes zus&auml;tzlich zu den im Gesamthandseigentum der Mitunternehmer stehenden Wirtschaftsg&uuml;tern auch solche Wirtschaftsg&uuml;ter, die einem Mitunternehmer geh&ouml;ren, wenn sie geeignet und bestimmt sind, dem Betrieb der Personengesellschaft (Sonderbetriebsverm&ouml;gen I) oder der Beteiligung des Gesellschafters an der Personengesellschaft (Sonderbetriebsverm&ouml;gen II) zu dienen (st&auml;ndige Rechtsprechung, vgl. z.B. Urteil des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 24. Februar 2005 IV R 12\/03, BFHE 209, 262, BStBl II 2006, 361, unter I.1. der Gr&uuml;nde, m.w.N.). Notwendiges Sonderbetriebsverm&ouml;gen II ist anzunehmen, wenn die dem Mitunternehmer geh&ouml;renden Wirtschaftsg&uuml;ter zur Begr&uuml;ndung oder St&auml;rkung seiner Beteiligung eingesetzt werden; ein solches Wirtschaftsgut kann auch die Beteiligung an einer Kapitalgesellschaft sein (BFH-Urteil vom 14. Januar 2010 IV R 86\/06, BFH\/NV 2010, 1096, unter II.3.a der Gr&uuml;nde, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Die Beteiligung an einer Kapitalgesellschaft kann die Beteiligung des Gesellschafters an der Personengesellschaft dadurch st&auml;rken, dass sie f&uuml;r das Unternehmen der Personengesellschaft wirtschaftlich vorteilhaft ist (BFH-Urteil in BFHE 209, 262, BStBl II 2006, 361, unter I.2. der Gr&uuml;nde).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Die Beteiligung des Mitunternehmers an der Kapitalgesellschaft kann f&uuml;r das Unternehmen der Personengesellschaft wirtschaftlich vorteilhaft sein, wenn zwischen beiden Unternehmen eine so enge wirtschaftliche Verflechtung besteht, dass die eine Gesellschaft eine wesentliche wirtschaftliche Funktion der anderen erf&uuml;llt (BFH-Urteil vom 7. Juli 1992 VIII R 2\/87, BFHE 168, 322, BStBl II 1993, 328, unter 2.a der Gr&uuml;nde). So verh&auml;lt es sich, wenn die T&auml;tigkeit der Kapitalgesellschaft die aktive gewerbliche T&auml;tigkeit der Personengesellschaft erg&auml;nzt oder wenn die Kapitalgesellschaft aufgrund ihrer wirtschaftlichen und organisatorischen Eingliederung wie eine unselbst&auml;ndige Betriebsabteilung der Personengesellschaft t&auml;tig wird (BFH-Urteil vom 7. M&auml;rz 1996 IV R 12\/95, BFH\/NV 1996, 736). Die bestehende wirtschaftliche Verflechtung muss den Schluss zulassen, dass der Mitunternehmer seine bei der Kapitalgesellschaft bestehende Machtstellung in den Dienst des Unternehmens der Personengesellschaft stellt (BFH-Urteil in BFHE 168, 322, BStBl II 1993, 328, unter 2.b der Gr&uuml;nde).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Die Rechtsprechung hat eine enge wirtschaftliche Verflechtung zwischen Personengesellschaft und Kapitalgesellschaft angenommen und die Beteiligung des Mitunternehmers an der Kapitalgesellschaft (GmbH) als Sonderbetriebsverm&ouml;gen II angesehen, wenn<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td>&#8211; die Personengesellschaft (Mitunternehmerschaft) ihr Anlageverm&ouml;gen an die GmbH vermietet hat (BFH-Urteil vom 14. August 1975 IV R 30\/71, BFHE 117, 44, BStBl II 1976, 88), oder<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td>&#8211; die GmbH den Vertrieb f&uuml;r die als Produktionsgesellschaft t&auml;tige Personengesellschaft &uuml;bernommen hat oder umgekehrt (vgl. BFH-Urteil vom 6. Juli 1989 IV R 62\/86, BFHE 157, 551, BStBl II 1989, 890), oder<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td>&#8211; die GmbH im Rahmen eines Organschaftsverh&auml;ltnisses als Organgesellschaft t&auml;tig ist (BFH-Beschluss vom 24. April 1991 II B 99\/90, BFHE 164, 458, BStBl II 1991, 623). Gleiches gilt,<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td>&#8211; wenn Personengesellschaft und Kapitalgesellschaft nach einer einheitlichen wirtschaftlichen Gesamtkonzeption gef&uuml;hrt werden, die sich auch auf technische, kaufm&auml;nnische und marktstrategische Faktoren beziehen kann, wie z.B. eine zentral geleitete Produktentwicklung, einen gemeinsamen Au&szlig;endienst, eine Kooperation im Bereich der Buchhaltung und der elektronischen Datenverarbeitung, gemeinsame Werbe- und Messeveranstaltungen (vgl. BFH-Urteil in BFHE 168, 322, BStBl II 1993, 328, unter 2.c aa der Gr&uuml;nde).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zus&auml;tzlich erforderlich ist in diesen F&auml;llen jedoch die finanzielle und organisatorische Beherrschung der Kapitalgesellschaft durch den (die) Mitunternehmer (vgl. BFH-Urteil in BFHE 168, 322, BStBl II 1993, 328, unter 2.c aa und 2.c bb der Gr&uuml;nde).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Das Unterhalten von Gesch&auml;ftsbeziehungen, wie sie &uuml;blicherweise auch mit anderen Unternehmen bestehen, reicht dagegen auch dann nicht aus, wenn sie besonders intensiv sind (BFH-Urteil in BFHE 168, 322, BStBl II 1993, 328, unter 2.a der Gr&uuml;nde). Daher geh&ouml;rt die Beteiligung des Mitunternehmers eines Bauunternehmens an einer Parkhaus-GmbH nicht schon deshalb zu seinem notwendigen Sonderbetriebsverm&ouml;gen II, weil Parkh&auml;user der GmbH von der Mitunternehmerschaft errichtet wurden (BFH-Urteil vom 23. Januar 1992 XI R 36\/88, BFHE 167, 491, BStBl II 1992, 721); auch die Beteiligung des Mitunternehmers eines in der Rechtsform einer Personengesellschaft betriebenen Bankhauses an einer GmbH ist nicht bereits deshalb notwendiges Sonderbetriebsverm&ouml;gen II, weil es sich um die langj&auml;hrige Hausbank handelt (BFH-Urteil vom 31. Januar 1991 IV R 2\/90, BFHE 164, 309, BStBl II 1991, 786).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>dd) Unterh&auml;lt die Kapitalgesellschaft neben ihren gesch&auml;ftlichen Beziehungen zur Personengesellschaft einen erheblichen eigenen Gesch&auml;ftsbetrieb, kann nicht angenommen werden, dass der Mitunternehmer die Einflussm&ouml;glichkeit auf die Gesch&auml;ftsf&uuml;hrung der Kapitalgesellschaft im wirtschaftlichen Interesse der Personengesellschaft aus&uuml;bt; seine Beteiligung an der Kapitalgesellschaft geh&ouml;rt daher in der Regel nicht zum notwendigen Sonderbetriebsverm&ouml;gen II (vgl. BFH-Urteil vom 23. Januar 2001 VIII R 12\/99, BFHE 194, 397, BStBl II 2001, 825, unter 1.a aa der Gr&uuml;nde, m.w.N.). Denn in einem solchen Fall ist davon auszugehen, dass beide Gesellschaften mit ihren T&auml;tigkeitsbereichen &#8211;und damit auch die Interessenbereiche der Gesellschafter&#8211; gleichrangig nebeneinander stehen, oder dass &#8211;weiter gehend&#8211; die Gesch&auml;ftsbeziehungen auf eine F&ouml;rderung des Unternehmens der Kapitalgesellschaft durch die Personengesellschaft hinauslaufen (BFH-Urteil in BFHE 168, 322, BStBl II 1993, 328, unter 2.b und 2.c bb der Gr&uuml;nde). Entsprechendes gilt, wenn die Kapitalgesellschaft weitere Beteiligungen von nicht ganz untergeordneter Bedeutung verwaltet (BFH-Urteile vom 7. Mai 1986 II R 137\/79, BFHE 147, 70, BStBl II 1986, 615, unter 5. der Gr&uuml;nde; vom 7. Dezember 1984 III R 91\/81, BFHE 143, 93, BStBl II 1985, 241).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Durch das BFH-Urteil vom 13. Februar 2008 I R 63\/06 (BFHE 220, 415, BStBl II 2009, 414) ist der Umfang des Sonderbetriebsverm&ouml;gens II nicht &uuml;ber die durch die vorstehende Rechtsprechung gezogene Grenze hinaus erweitert worden. Vielmehr st&uuml;tzt sich diese Entscheidung ausdr&uuml;cklich auf die fr&uuml;here Rechtsprechung und wendet diese auf einen Fall an, in dem Kapitalgesellschaft und Personengesellschaft Gesch&auml;ftsbeziehungen miteinander unterhielten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>ee) Welche Beziehungen zwischen Kapitalgesellschaft und Personengesellschaft bestehen und inwieweit die Mitunternehmer ihre Einflussm&ouml;glichkeit auf die Gesch&auml;ftsf&uuml;hrung der Kapitalgesellschaft im wirtschaftlichen Interesse der Personengesellschaft aus&uuml;ben, ist Tatfrage und daher vom FG zu kl&auml;ren (BFH-Urteile in BFHE 168, 322, BStBl II 1993, 328, unter 2.c bb der Gr&uuml;nde; in BFHE 220, 415, BStBl II 2009, 414, unter II.2.c der Gr&uuml;nde). An dessen tats&auml;chliche Feststellungen ist der BFH nach &sect; 118 Abs. 2 FGO gebunden, soweit nicht dagegen zul&auml;ssige und begr&uuml;ndete Revisionsr&uuml;gen vorgebracht sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Die Beteiligung des Gesellschafters an der Personengesellschaft kann andererseits aber auch dadurch gest&auml;rkt werden, dass das Wirtschaftsgut der Mitunternehmerstellung des Gesellschafters dient (vgl. z.B. BFH-Urteile vom 3. M&auml;rz 1998 VIII R 66\/96, BFHE 185, 422, BStBl II 1998, 383; vom 13. Oktober 1998 VIII R 46\/95, BFHE 187, 425, BStBl II 1999, 357, und vom 10. Juni 1999 IV R 21\/98, BFHE 189, 117, BStBl II 1999, 715).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Das FG hat danach zu Recht entschieden, dass die Beteiligung der Kl&auml;gerin an der D-AG nicht zu ihrem notwendigen Sonderbetriebsverm&ouml;gen II bei der B-KG geh&ouml;rte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Die zu Grunde liegenden Feststellungen des FG sind nicht zu beanstanden. Die R&uuml;ge, das FG habe gegen die Sachaufkl&auml;rungspflicht (&sect; 76 Abs. 1 FGO) versto&szlig;en, greift nicht durch. Die Kl&auml;gerin beanstandet, dass das FG ihren Bruder trotz entsprechenden Vorbringens nicht dazu geh&ouml;rt habe, warum er sich nicht an der D-AG beteiligt und eine solche Beteiligung nicht als objektiv neutrale Verm&ouml;gensanlage angesehen habe. Insofern scheidet ein Versto&szlig; gegen die Sachaufkl&auml;rungspflicht aber schon deshalb aus, weil das FG diese Frage bereits nach dem eigenen Vorbringen der Kl&auml;gerin nicht f&uuml;r entscheidungserheblich gehalten hat. Eine weitere Sachaufkl&auml;rung h&auml;tte daher nicht zu einer anderen Entscheidung des FG f&uuml;hren k&ouml;nnen (vgl. u.a. BFH-Urteil vom 24. Februar 1988 I R 143\/84, BFHE 152, 500, BStBl II 1988, 819, unter II.1. der Gr&uuml;nde).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Die Entscheidung des FG, dass die Beteiligung an der D-AG weder f&uuml;r das Unternehmen der B-KG hinreichend vorteilhaft f&uuml;r die Annahme von notwendigem Sonderbetriebsverm&ouml;gen II noch dazu bestimmt war, die Stellung der Kl&auml;gerin in der B-KG durch eine Erh&ouml;hung der Einflussnahme zu st&auml;rken, ist ebenfalls nicht zu beanstanden. Zu Recht hat das FG ber&uuml;cksichtigt, dass die D-AG weitere, nicht unerhebliche Beteiligungen sowie einen eigenen Gesch&auml;ftsbetrieb unterhielt, der wesentlich gr&ouml;&szlig;er war als derjenige der B-KG. Ebenfalls zu Recht hat das FG entschieden, dass die Beteiligung an der D-AG auch nicht geeignet war, der Kl&auml;gerin Einfluss auf die laufenden Gesch&auml;fte der B-KG zu vermitteln, weil es sich zum einen um eine Minderheitsbeteiligung handelte und zum anderen die D-AG selbst nicht zur Gesch&auml;ftsf&uuml;hrung der B-KG berufen war.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Die dagegen vorgebrachten Einwendungen der Kl&auml;gerin rechtfertigen keine andere Beurteilung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Soweit die Kl&auml;gerin meint, es sei im Hinblick auf die bestehende wirtschaftliche Verflechtung unsch&auml;dlich, dass sie die D-AG nicht beherrscht habe, weil sie aufgrund der zehnprozentigen Beteiligung nach Schweizer Aktienrecht die Einberufung einer Generalversammlung habe erreichen k&ouml;nnen, folgt ihr der Senat nicht. Der mit der zehnprozentigen Beteiligung verbundene Einfluss auf die D-AG gen&uuml;gt zur Begr&uuml;ndung von notwendigem Sonderbetriebsverm&ouml;gen II nicht. Denn die Kl&auml;gerin war nach den Feststellungen des FG weder in der Lage, ihren Willen in der D-AG durchzusetzen, noch dazu, ma&szlig;geblichen Einfluss auf die laufende Gesch&auml;ftsf&uuml;hrung zu nehmen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Entgegen der Ansicht der Kl&auml;gerin hat das FG dar&uuml;ber hinaus notwendiges Sonderbetriebsverm&ouml;gen II trotz der wirtschaftlichen Verflechtung auch wegen des weit &uuml;berwiegenden Gewichts der eigenen T&auml;tigkeit der D-AG verneint. Es gen&uuml;gt nicht, dass die Gesch&auml;ftsbeziehung der B-KG zur D-AG (nach Auffassung der Kl&auml;gerin) nicht von geringer Bedeutung f&uuml;r die B-KG war. Denn das Gewicht der eigenen T&auml;tigkeit und der weiteren Beteiligungen der D-AG steht der Annahme entgegen, dass die Beteiligung an der D-AG allein im Interesse der B-KG gehalten wurde.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>33<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Auch das BFH-Urteil vom 1. Februar 2001 IV R 3\/00 (BFHE 194, 13, BStBl II 2001, 520), dem zufolge die Beteiligung an einer GmbH, in die ca. 99 % der Anteile an einer KG eingebracht worden waren, dem Sonderbetriebsverm&ouml;gen II bei der verbliebenen einprozentigen KG-Beteiligung zugeordnet wurden, erlaubt keine andere Beurteilung. Denn im damaligen Streitfall beherrschten die Kommanditisten mittels der Beteiligung an der GmbH die KG im Ergebnis unver&auml;ndert in vollem Umfang, w&auml;hrend die Kl&auml;gerin vorliegend rund 40 % der Anteile an der B-KG gegen eine ca. zehnprozentige Beteiligung an der D-AG eingetauscht hat. Sie war damit weder in der Lage, die D-AG noch die B-KG zu beherrschen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>34<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>dd) Auch die Verkn&uuml;pfung der Ver&auml;u&szlig;erung der Kommanditanteile durch die Kl&auml;gerin mit der &Uuml;bernahme der Aktien an der D-AG f&uuml;hrt &#8211;anders als die Kl&auml;gerin meint&#8211; nicht dazu, dass von notwendigem Sonderbetriebsverm&ouml;gen II auszugehen w&auml;re. Denn der Einfluss der Kl&auml;gerin auf die B-KG d&uuml;rfte sich dadurch vermindert haben; zumindest ist weder festgestellt noch erkennbar, dass er zugenommen h&auml;tte. Die Ver&auml;u&szlig;erung der Kommanditanteile f&uuml;hrte jedenfalls zu einer Verringerung des Engagements der Kl&auml;gerin bei der B-KG.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>35<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Ebenso wenig ist erkennbar, dass das Benennungsrecht f&uuml;r ein Mitglied des Verwaltungsrates der D-AG nicht dieser Beteiligung, sondern der verbliebenen Beteiligung an der B-KG zu dienen bestimmt war. Das FA hat zu Recht darauf hingewiesen, dass das Benennungsrecht nur an die Namensaktien, jedoch nicht an die Beteiligung an der B-KG gebunden war.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>36<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Schlie&szlig;lich ist der vorliegende Streitfall auch nicht mit dem vom BFH im Urteil in BFHE 185, 422, BStBl II 1998, 383 entschiedenen Fall vergleichbar, weil die B-KG &#8211;im Unterschied zum damaligen Urteilsfall&#8211; weder ausschlie&szlig;liche Gesch&auml;ftsbeziehungen zur D-AG unterhielt noch von dieser wirtschaftlich abh&auml;ngig war (s. dort unter II.2.a der Gr&uuml;nde). Der BFH hat im damaligen Urteil ausdr&uuml;cklich darauf hingewiesen, dass &#8211;was die Kl&auml;gerin verkennt&#8211; nicht jedes Wirtschaftsgut, das f&uuml;r den Betrieb der Personengesellschaft von Vorteil ist, zum notwendigen Sonderbetriebsverm&ouml;gen II des Gesellschafters geh&ouml;rt (unter II.2.a der Gr&uuml;nde).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>37<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Die Beteiligung an der D-AG geh&ouml;rte auch nicht zum gewillk&uuml;rten Sonderbetriebsverm&ouml;gen II der Kl&auml;gerin bei der B-KG.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>38<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Zwar k&ouml;nnen Mitunternehmer von Personengesellschaften Wirtschaftsg&uuml;ter, die nicht zum notwendigen Sonderbetriebsverm&ouml;gen II geh&ouml;ren, ihrem gewillk&uuml;rten Sonderbetriebsverm&ouml;gen II zuordnen, wenn diese objektiv geeignet und subjektiv dazu bestimmt sind, der Beteiligung des Mitunternehmers an der Personengesellschaft zu dienen oder diese zu f&ouml;rdern (BFH-Urteil in BFHE 168, 322, BStBl II 1993, 328, unter 3. der Gr&uuml;nde, m.w.N.). Eine Zuordnung zum gewillk&uuml;rten Betriebsverm&ouml;gen ist allerdings nicht mehr m&ouml;glich, wenn erkennbar ist, dass die Wirtschaftsg&uuml;ter dem Betrieb keinen Nutzen, sondern Verluste bringen werden (vgl. BFH-Urteile vom 27. M&auml;rz 1974 I R 44\/73, BFHE 112, 265, BStBl II 1974, 488, unter 2. der Gr&uuml;nde; vom 25. Februar 1982 IV R 25\/78, BFHE 135, 316, BStBl II 1982, 461, unter a der Gr&uuml;nde; vom 19. Februar 1997 XI R 1\/96, BFHE 182, 567, BStBl II 1997, 399, unter II.2.d der Gr&uuml;nde).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>39<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Nach den Feststellungen des FG hatte die Kl&auml;gerin die Beteiligung an der D-AG im Streitjahr ihrem Privatverm&ouml;gen zugeordnet. Eine Zuordnung zum Betriebsverm&ouml;gen in der Buchf&uuml;hrung durch Einbuchung in eine &quot;Erg&auml;nzungsbilanz&quot; erfolgte erst zu einem sp&auml;teren Zeitpunkt (16. Oktober 1992), als der Aktienkurs auf &#8230; SFR gesunken war und deshalb bereits feststand, dass die Beteiligung verlusttr&auml;chtig sein w&uuml;rde. Einwendungen gegen diese Feststellungen hat die Kl&auml;gerin nicht erhoben, so dass der BFH daran gebunden ist (&sect; 118 Abs. 2 FGO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>40<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Da die Beteiligung an der D-AG weder notwendiges noch gewillk&uuml;rtes Sonderbetriebsverm&ouml;gen II war, kommt eine Teilwertabschreibung nicht in Betracht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 17.11.2011, IV R 51\/08 Minderheitsbeteiligung des Kommanditisten einer GmbH und Co KG an einer Kapitalgesellschaft kein notwendiges Sonderbetriebsverm&ouml;gen II Tatbestand 1&nbsp; I. Streitig ist, ob die Anteile der Kommanditistin einer GmbH &#038; Co. 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