{"id":66410,"date":"2017-01-18T12:55:50","date_gmt":"2017-01-18T10:55:50","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=66410"},"modified":"2017-01-18T12:55:50","modified_gmt":"2017-01-18T10:55:50","slug":"viii-r-55-12-verrechnung-von-altverlusten-aus-termingeschaeften-mit-neuertraegen-gemaess-par-3-abs-4-invstg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/viii-r-55-12-verrechnung-von-altverlusten-aus-termingeschaeften-mit-neuertraegen-gemaess-par-3-abs-4-invstg\/","title":{"rendered":"VIII&nbsp;R&nbsp;55\/12 &#8211; Verrechnung von Altverlusten aus Termingesch&auml;ften mit Neuertr&auml;gen gem&auml;&szlig; &sect; 3 Abs. 4 InvStG"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 17.11.2015, VIII R 55\/12<\/p>\n<p class=\"titel\">Verrechnung von Altverlusten aus Termingesch&auml;ften mit Neuertr&auml;gen gem&auml;&szlig; &sect; 3 Abs. 4 InvStG<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>1. Die in &sect; 39 Abs. 1 KAGG enthaltene Verweisung auf private Ver&auml;u&szlig;erungsgesch&auml;fte (&sect; 23 EStG) f&uuml;hrte nicht zur Anwendung der Regelung &uuml;ber die Verlustverrechnungsbeschr&auml;nkungen auf Ebene des Investmentfonds (Anschluss an BFH-Urteil vom 18. September 2012 VIII R 45\/09, BFHE 239, 226, BStBl II 2013, 479).<\/p>\n<\/p>\n<p>2. Das Merkmal des &quot;Gewinns&quot; in &sect; 39 Abs. 1 Satz 1 KAGG i.V.m. &sect; 23 Abs. 1 Satz 1 Nr. 4 EStG erfasste auch einen zum Ende des Gesch&auml;ftsjahres auf Ebene des Investmentfonds verbleibenden Totalverlust aus Termingesch&auml;ften. Ein solcher Totalverlust zum Ende des Gesch&auml;ftsjahres aufgrund von Termingesch&auml;ftsverlusten war als negativer aussch&uuml;ttungsgleicher Ertrag dem Anteilsscheininhaber zuzuweisen.<\/p>\n<\/p>\n<p>3. Die Regelungen in &sect; 18 Abs. 1 und &sect; 3 Abs. 4 InvStG sehen keine &Uuml;berleitung von Verlusten aus Termingesch&auml;ften, die unter Geltung des KAGG erzielt und vorgetragen wurden, mit Neuertr&auml;gen, die unter Geltung des InvStG erzielt wurden, auf Ebene des InvStG vor. Sie sind jedenfalls deshalb mit Art. 3 Abs. 1 GG vereinbar, weil nach dem BMF-Schreiben vom 4. Dezember 2007 (BStBl I 2008, 375) die Verrechnung solcher Altverluste mit Neuertr&auml;gen aus Termingesch&auml;ften im Billigkeitswege von der Finanzverwaltung gew&auml;hrt wird.<\/p>\n<\/div>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Die Revision des Kl&auml;gers gegen das Urteil des Hessischen Finanzgerichts vom 14. November 2012&nbsp;&nbsp;4 K 1902\/08 wird als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckgewiesen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Kosten des Revisionsverfahrens hat der Kl&auml;ger zu tragen.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Die Beteiligten streiten dar&uuml;ber, ob Verluste aus Termingesch&auml;ften, die im zeitlichen Anwendungsbereich des Gesetzes &uuml;ber Kapitalanlagegesellschaften (KAGG) entstanden sind, gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;3 Abs.&nbsp;4 des Investmentsteuergesetzes (urspr&uuml;nglich eingef&uuml;hrt durch das Investmentmodernisierungsgesetz vom 15.&nbsp;Dezember 2003, BGBl I 2003, 2676, ge&auml;ndert durch das Richtlinien-Umsetzungsgesetz vom 9.&nbsp;Dezember 2004, BGBl I 2004, 3310 &#8211;InvStG&#8211;) mit Zinsen, inl&auml;ndischen Mietertr&auml;gen und sonstigen Ertr&auml;gen verrechnet werden k&ouml;nnen, die im zeitlichen Anwendungsbereich des InvStG erzielt worden sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger und Revisionskl&auml;ger (Kl&auml;ger) ist ein inl&auml;ndisches Spezial-Sonderverm&ouml;gen i.S. des &sect;&nbsp;15 InvStG, das durch die &#8230;-Gesellschaft mbH als Kapitalanlagegesellschaft gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 InvStG vertreten wurde. Einzige Anteilsscheininhaberin im Streitzeitraum war eine Lebensversicherungsgesellschaft in der Rechtsform einer Aktiengesellschaft.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger hatte ein abweichendes Gesch&auml;ftsjahr vom 1.&nbsp;Dezember bis zum 30.&nbsp;November des folgenden Kalenderjahres. Er f&uuml;hrte am Ende des Gesch&auml;ftsjahres 2004\/2005 zum 30.&nbsp;November 2005 einen &quot;steuerlichen Merkposten&quot; in H&ouml;he von 1.324.527,60&nbsp;EUR. Dieser Betrag beruhte auf Verlusten aus Termingesch&auml;ften gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;23 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;4 des Einkommensteuergesetzes in der f&uuml;r die Jahre 2000 bis 2004 geltenden Fassung (EStG), die demnach im zeitlichen Anwendungsbereich des KAGG erzielt worden waren.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Gesch&auml;ftsjahr vom 1.&nbsp;Dezember 2004 bis 30.&nbsp;November 2005 erwirtschaftete der Kl&auml;ger Zinsertr&auml;ge in H&ouml;he von 4.291.943,18&nbsp;EUR und gab in der Erkl&auml;rung zur gesonderten Feststellung der Besteuerungsgrundlagen gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;13 Abs.&nbsp;2 InvStG vom 31.&nbsp;M&auml;rz 2006 f&uuml;r das Gesch&auml;ftsjahr 2004\/2005 ausgesch&uuml;ttete und aussch&uuml;ttungsgleiche Ertr&auml;ge in H&ouml;he von 4.292.000&nbsp;EUR an.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Am 27.&nbsp;Dezember 2006 beantragte der Kl&auml;ger gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;15 Abs.&nbsp;1 InvStG i.V.m. &sect;&nbsp;164 Abs.&nbsp;2 der Abgabenordnung (AO) die Verrechnung der Altverluste aus Termingesch&auml;ften in H&ouml;he des Merkpostens mit Zinsen, Mietertr&auml;gen und sonstigen Ertr&auml;gen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Beklagte und Revisionsbeklagte (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) lehnte dies mit Bescheid vom 26.&nbsp;Mai 2008 unter Hinweis auf das Schreiben des Bundesministeriums der Finanzen (BMF) vom 4.&nbsp;Dezember 2007 (BStBl I 2008, 375) ab. Die im zeitlichen Anwendungsbereich des &sect;&nbsp;3 Abs.&nbsp;4 InvStG entstandenen Neuertr&auml;ge seien den im zeitlichen Anwendungsbereich des KAGG erlittenen Verlusten aus Termingesch&auml;ften nicht gleichartig.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dagegen hat der Kl&auml;ger Sprungklage erhoben, die dem FA am 7.&nbsp;Juli 2008 zugestellt worden ist und der das FA mit Schreiben vom 31.&nbsp;Juli 2008 zugestimmt hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Finanzgericht (FG) hat die Klage mit Urteil vom 14.&nbsp;November 2012&nbsp;&nbsp;4&nbsp;K&nbsp;1902\/08 abgewiesen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit der Revision verfolgt der Kl&auml;ger sein Begehren weiter. Die Auslegung des &sect;&nbsp;3 Abs.&nbsp;4 InvStG verletze materielles Bundesrecht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Er m&uuml;sse sich nicht nachtr&auml;glich darauf verweisen lassen, dass nach dem Urteil des Bundesfinanzhofs (BFH) vom 18.&nbsp;September 2012 VIII&nbsp;R&nbsp;45\/09 (BFHE 239, 226, BStBl II 2013, 479) im zeitlichen Geltungsbereich des KAGG eine unterj&auml;hrige Verrechnungsm&ouml;glichkeit der Verluste aus Termingesch&auml;ften mit s&auml;mtlichen anderen positiven Ertr&auml;gen bestanden habe. Die fr&uuml;here Handhabung, die Verlustverrechnungsbeschr&auml;nkung gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;23 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;8 und 9 EStG zu beachten und solche Verluste auf Ebene des Fonds im Wege eines Merkpostens vorzutragen, habe sich an der Vorgabe der Oberfinanzdirektion (OFD) Kiel vom 29.&nbsp;April 1999 (Finanz-Rundschau &#8211;FR&#8211; 1999, 1015&nbsp;ff.) orientiert.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die im BMF-Schreiben in BStBl I 2008, 375 enthaltene Aussage, Verluste aus Alt-Termingesch&auml;ften k&ouml;nnten ab Geltung des &sect;&nbsp;3 Abs.&nbsp;4 InvStG nur mit Ertr&auml;gen aus Neu-Termingesch&auml;ften verrechnet werden, sei nicht zutreffend. Diese Ertr&auml;ge seien nicht gleichartig, weil Ertr&auml;ge aus Neu-Termingesch&auml;ften unter dem InvStG nicht mehr zu den aussch&uuml;ttungsgleichen Ertr&auml;gen geh&ouml;rten und f&uuml;r die Pr&uuml;fung der Gleichartigkeit auf den jeweiligen Entstehungszeitpunkt nach altem und neuem Recht abzustellen sei. Diese eingeschr&auml;nkte Verrechnung von Altverlusten aus Termingesch&auml;ften im Rahmen einer Billigkeitsl&ouml;sung verletze das objektive Nettoprinzip in verfassungswidriger Weise.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger beantragt,<br \/>das angefochtene Urteil der Vorinstanz und den Ablehnungsbescheid vom 26.&nbsp;Mai 2008 aufzuheben sowie das FA zu verpflichten, die gesonderte und einheitliche Feststellung von Besteuerungsgrundlagen gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;15 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 InvStG f&uuml;r das Gesch&auml;ftsjahr 2004\/2005 vom 31.&nbsp;M&auml;rz 2006 dahingehend zu &auml;ndern, dass ein Verlustvortrag aus Termingesch&auml;ften in H&ouml;he von 1.324.527,60&nbsp;EUR verrechnet und der Betrag der ausgesch&uuml;tteten\/aussch&uuml;ttungsgleichen Ertr&auml;ge nach Verrechnung in H&ouml;he von 2.967.415,58&nbsp;EUR festgestellt wird.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt,<br \/>die Revision als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger m&uuml;sse sich darauf verweisen lassen, dass er nach dem BFH-Urteil in BFHE 239, 226, BStBl II 2013, 479 in den jeweiligen Verlustentstehungsjahren die Verluste aus Termingesch&auml;ften mit positiven Ertr&auml;gen vollst&auml;ndig habe verrechnen k&ouml;nnen und nach der Verrechnung verbleibende Verluste den Anteilsscheininhabern h&auml;tten zugewiesen werden m&uuml;ssen. Es bestehe daher auf Ebene des Sonderverm&ouml;gens keine Rechtsgrundlage f&uuml;r den nachtr&auml;glichen Abzug der im Merkposten fortgef&uuml;hrten Altverluste aus Termingesch&auml;ften.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>    <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Revision ist unbegr&uuml;ndet und daher zur&uuml;ckzuweisen (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;2 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FG hat im Ergebnis zu Recht die Verrechnung der im Merkposten dokumentierten Altverluste aus Termingesch&auml;ften mit positiven Ertr&auml;gen aus Zinsen, inl&auml;ndischen Mietertr&auml;gen und sonstigen Ertr&auml;gen, die im Anwendungsbereich des InvStG entstanden sind, auf Ebene des Sonderverm&ouml;gens abgelehnt. Der Umstand, dass der Kl&auml;ger Altverluste aus Termingesch&auml;ften, die im Geltungsbereich des KAGG entstanden sind, nach dem Inkrafttreten des InvStG auf Ebene des Sonderverm&ouml;gens nur auf Grundlage der Billigkeitsregelung im BMF-Schreiben in BStBl I 2008, 375 mit Neuertr&auml;gen aus Termingesch&auml;ften verrechnen kann, begegnet keinen verfassungsrechtlichen Bedenken.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Der Kl&auml;ger kann aufgrund der zeitlichen Anwendungsbestimmung des &sect;&nbsp;18 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 InvStG die unter der Geltung des KAGG entstandenen und im Merkposten dokumentierten Verluste aus Termingesch&auml;ften nicht gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;3 Abs.&nbsp;4 InvStG mit den im Anwendungsbereich des InvStG entstandenen Ertr&auml;gen aus Zinsen, inl&auml;ndischen Mietertr&auml;gen und sonstigen Ertr&auml;gen verrechnen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;18 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 InvStG findet die Verlustverrechnungsregelung des &sect;&nbsp;3 Abs.&nbsp;4 InvStG auf der Ebene des Sonderverm&ouml;gens erstmals auf das Gesch&auml;ftsjahr eines Investmentverm&ouml;gens Anwendung, das nach dem 31.&nbsp;Dezember 2003 beginnt und gilt f&uuml;r Ertr&auml;ge, die dem Investmentverm&ouml;gen in diesem Gesch&auml;ftsjahr zuflie&szlig;en. Dies gilt auch f&uuml;r negative Ertr&auml;ge auf der Ebene des Sonderverm&ouml;gens.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) F&uuml;r den Kl&auml;ger gilt &sect;&nbsp;3 Abs.&nbsp;4 InvStG danach erstmals f&uuml;r Verluste und Ertr&auml;ge, die im Gesch&auml;ftsjahr vom 1.&nbsp;Dezember 2004 bis zum 30.&nbsp;November 2005 erzielt worden sind. Die vor dem Inkrafttreten des InvStG entstandenen Altverluste aus Termingesch&auml;ften fallen somit nicht in den zeitlichen Anwendungsbereich des InvStG und sind nicht in die Verlustverrechnung gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;3 Abs.&nbsp;4 InvStG einzubeziehen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Die &Uuml;bergangsregelung ist folgerichtig, da der Gesetzgeber bei der Ausgestaltung des &sect;&nbsp;18 InvStG zu Recht davon ausging, dass bei Au&szlig;erkrafttreten des KAGG auf Ebene der Sonderverm&ouml;gen keine Verlustvortr&auml;ge aus Alt-Termingesch&auml;ften bestehen konnten. Die im zeitlichen Anwendungsbereich des KAGG entstandenen und vom Kl&auml;ger in einem Merkposten dokumentierten Altverluste w&auml;ren im jeweiligen Verlustentstehungsjahr auf der Ebene des Sonderverm&ouml;gens zu verrechnen oder dem Anteilsscheininhaber zuzuweisen gewesen. Es bedurfte danach keiner gesetzlichen &Uuml;bergangsregelung f&uuml;r die Verrechnung von Altverlusten mit Ertr&auml;gen, die unter das InvStG fallen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Wie der Senat in seinem Urteil in BFHE 239, 226, BStBl II 2013, 479 entschieden hat, enthielten die Vorg&auml;ngergesetze zum InvStG, also auch das im Streitfall f&uuml;r die Altverluste anwendbare KAGG, keine Regelung &uuml;ber die Verlustausgleichsbeschr&auml;nkung in Bezug auf Gewinne und Verluste aus Eink&uuml;nften gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;23 EStG auf der Ebene des Investmentfonds, da die Verlustverrechnungsbeschr&auml;nkung gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;23 Abs.&nbsp;3 EStG auf Ebene des Sonderverm&ouml;gens nicht eingriff. Er hat dies daraus geschlossen, dass die Regelung des &sect;&nbsp;3 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;2 InvStG, nach der negative Ertr&auml;ge des Sonderverm&ouml;gens im Folgejahr mit positiven Ertr&auml;gen zu verrechnen seien, konstitutiven Charakter habe, da &sect;&nbsp;3 Abs.&nbsp;4 InvStG vom Gesetzgeber (BTDrucks 15\/1553, S.&nbsp;125) als Regelung einer &quot;bisher ungel&ouml;sten Frage&quot; bezeichnet worden sei. Danach konnten w&auml;hrend eines Gesch&auml;ftsjahres im zeitlichen Anwendungsbereich des KAGG Verluste aus einzelnen Termingesch&auml;ften mit positiven Eink&uuml;nften aus anderen Termingesch&auml;ften und anderen positiven Eink&uuml;nften verrechnet werden, sodass eine Besserstellung des Fondsanlegers gegen&uuml;ber dem Direktinvestor bestand (zustimmend W&ouml;lfert\/ Quinten, Deutsche Steuerzeitung &#8211;DStZ&#8211; 2013, 423, 427).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Dies gilt nach Auffassung des Senats auch dann, wenn im Anwendungsbereich des KAGG bei einer Verrechnung der Verluste aus unterj&auml;hrigen Termingesch&auml;ften mit positiven Ertr&auml;gen auf Ebene des Sonderverm&ouml;gens zum Ende des Gesch&auml;ftsjahres ein Totalverlust entstand. In diesem Fall war der verbleibende Termingesch&auml;ftsverlust als negativer aussch&uuml;ttungsgleicher Ertrag dem Anteilsscheininhaber zuzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Die zum Ende des Gesch&auml;ftsjahres vorhandenen Gewinne aus Termingesch&auml;ften geh&ouml;rten unabh&auml;ngig von der Qualifikation des Anteilsscheininhabers als Privatanleger oder betrieblicher Anleger gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;39 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 und 2 KAGG zu den steuerbaren und steuerpflichtigen aussch&uuml;ttungsgleichen Ertr&auml;gen. Konnten Verluste aus Termingesch&auml;ften unterj&auml;hrig mit anderen positiven Ertr&auml;gen verrechnet werden und verblieben auf Ebene des Sonderverm&ouml;gens nur positive Ertr&auml;ge zum Ende des Gesch&auml;ftsjahres, die keine Gewinne aus Termingesch&auml;ften waren, waren diese &#8211;falls keine Aussch&uuml;ttung erfolgte&#8211; gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;39 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 und 2 KAGG als &quot;nicht zur Kostendeckung oder Aussch&uuml;ttung verwendete Einnahmen&quot; ebenfalls als aussch&uuml;ttungsgleiche Ertr&auml;ge dem Anteilsscheininhaber zuzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Das Merkmal des &quot;Gewinns&quot; in &sect;&nbsp;39 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 KAGG i.V.m. &sect;&nbsp;23 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;4 EStG erfasste nach Auffassung des Senats im Urteil in BFHE 239, 226, BStBl II 2013, 479 auch einen zum Ende des Gesch&auml;ftsjahres verbleibenden &quot;(Total-)Verlust&quot; aus Termingesch&auml;ften. Gelang unterj&auml;hrig die vollst&auml;ndige Verrechnung der Verluste aus Termingesch&auml;ften mit positiven Ertr&auml;gen aus anderen Termingesch&auml;ften sowie anderen Einkunftsquellen des Fonds nicht und ergab sich mithin aufgrund der Verluste aus Termingesch&auml;ften ein Totalverlust auf Ebene des Sonderverm&ouml;gens f&uuml;r das Gesch&auml;ftsjahr, war dieser als negativer aussch&uuml;ttungsgleicher Ertrag gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;39 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 und 2 KAGG dem Anteilsscheininhaber zuzuweisen (zustimmend L&uuml;bbeh&uuml;sen in Brinkhaus\/Scherer, KAGG, AuslInvestmG, &sect;&nbsp;39 KAGG Rz&nbsp;34, &sect;&nbsp;40 KAGG Rz&nbsp;25; W&ouml;lfert\/Quinten, DStZ 2013, 423&nbsp;f., 426; a.A. Brandtner\/Geiser, steuer-journal 9\/2008, S.&nbsp;21, 22&nbsp;f.; Ebner, Betriebs-Berater &#8211;BB&#8211; 2005, 295, 299&nbsp;f.; Hammer, DStZ 2004, 340&nbsp;f.; wohl auch Hennig\/Bengard, BB 1999, 1901, 1904; zur Zuweisung &quot;negativer Ertr&auml;ge&quot; bei h&ouml;heren Verwaltungsgeb&uuml;hren als Einnahmen auf der Fondsebene siehe auch Altfelder, FR 2000, 299, 302, 305; T.&nbsp;Carl&eacute;, DStZ 2004, 74&nbsp;f.; Steinm&uuml;ller in Haase, InvStG, &sect;&nbsp;3 Rz&nbsp;317). Dies ergibt sich auch aus den Gesetzesmaterialien zu &sect;&nbsp;3 Abs.&nbsp;4 InvStG, wonach mit dieser Regelung erstmals eine Regelung zur Verlustverrechnung auf Ebene des Sonderverm&ouml;gens eingef&uuml;hrt werden sollte, der es vorher nicht bedurfte, weil auch &quot;thesaurierte&quot; negative aussch&uuml;ttungsgleiche Ertr&auml;ge auf Ebene des Fonds nicht vorzutragen, sondern dem Anleger im Veranlagungszeitraum der Verlustentstehung zuzurechnen waren (vgl. BFH-Urteil in BFHE 239, 226, BStBl II 2013, 479).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Es verst&ouml;&szlig;t nicht gegen den allgemeinen Gleichheitssatz (Art.&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 des Grundgesetzes &#8211;GG&#8211;), dass der auf Ebene des Sonderverm&ouml;gens im Vertrauen auf die Verwaltungspraxis dokumentierte Merkposten nicht verrechneter KAGG-Altverluste aus Termingesch&auml;ften im zeitlichen Geltungsbereich des InvStG auf der Grundlage der Billigkeitsregelung im BMF-Schreiben in BStBl I 2008, 375 nur mit Ertr&auml;gen aus Neu-Termingesch&auml;ften verrechnet werden kann. Der Verfassungsm&auml;&szlig;igkeit des &sect;&nbsp;18 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 InvStG als typisierender zeitlicher Anwendungsregelung steht auch nicht entgegen, dass der Gesetzgeber eine stichtagsbezogene Anwendungsbestimmung getroffen hat. Besondere H&auml;rten im Einzelfall k&ouml;nnen und m&uuml;ssen flankierend durch Billigkeitsma&szlig;nahmen gem&auml;&szlig; &sect;&sect;&nbsp;163, 227 AO behoben werden (BFH-Urteil vom 24.&nbsp;Juni 2014 VIII&nbsp;R&nbsp;35\/10, BFHE 245, 565, unter Rz&nbsp;28). Dies ist vorliegend gew&auml;hrleistet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Wie oben unter II.2. dargelegt, w&auml;ren die Altverluste aus Termingesch&auml;ften bei zutreffender materiell-rechtlicher Behandlung in den jeweiligen Verlustentstehungsjahren verrechenbar gewesen und h&auml;tten andere aussch&uuml;ttungsgleiche Ertr&auml;ge gemindert oder w&auml;ren im Fall eines Totalverlusts aufgrund von Termingesch&auml;ften auf der Ebene des Fonds als negative aussch&uuml;ttungsgleiche Ertr&auml;ge der Anteilsscheininhaberin zuzuweisen gewesen. Dennoch hat der Kl&auml;ger im Vertrauen auf das Bestehen eines Verlustverrechnungsverbots f&uuml;r Verluste aus Termingesch&auml;ften auf der Fondsebene nach der rechtswidrigen Verwaltungsanweisung der OFD Kiel in FR 1999, 1015 die Altverluste aus Termingesch&auml;ften in einem Merkposten in das Streitjahr vorgetragen. Wie oben unter II.1. ausgef&uuml;hrt, ist die vom Kl&auml;ger beantragte Verrechnung dieser unter dem KAGG entstandenen Altverluste mit den im Anwendungsbereich des InvStG entstandenen Ertr&auml;gen aufgrund der &Uuml;bergangsregelung des &sect;&nbsp;18 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 InvStG ausgeschlossen, nach der die Verlustverrechnungsregelung des &sect;&nbsp;3 Abs.&nbsp;4 InvStG nur auf Ertr&auml;ge und Verluste anzuwenden ist, die nach dem Inkrafttreten des InvStG entstanden sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Der Anteilsscheininhaberin sind aufgrund der Anwendung des Verlustverrechnungsverbots gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;23 Abs.&nbsp;3 EStG auf der Fondsebene demnach in den Veranlagungszeitr&auml;umen 2000 bis 2004 entweder zu hohe aussch&uuml;ttungsgleiche Ertr&auml;ge oder keine negativen aussch&uuml;ttungsgleichen Ertr&auml;ge zugerechnet worden. Selbst wenn eine Korrektur der rechtswidrigen K&ouml;rperschaftsteuerfestsetzungen 2000 bis 2004 bei der Anteilsscheininhaberin nach &sect;&nbsp;174 Abs.&nbsp;3 AO aus materiellen oder verfahrensrechtlichen Gr&uuml;nden nicht mehr m&ouml;glich w&auml;re, ist die rechtliche Position des Kl&auml;gers durch das BMF-Schreiben in BStBl I 2008, 375 i.V.m. &sect;&sect;&nbsp;163, 227 AO ausreichend gesch&uuml;tzt. Danach sind die im Anwendungsbereich des KAGG vorgetragenen Altverluste aus Termingesch&auml;ften unter Geltung des InvStG bei Anwendung der Billigkeitsregelungen der &sect;&sect;&nbsp;163, 227 AO mit Neuertr&auml;gen aus Termingesch&auml;ften verrechenbar.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Die Verfassungsm&auml;&szlig;igkeit der Anwendungsbestimmung in &sect;&nbsp;18 Abs.&nbsp;1 InvStG und der Billigkeitsregelung im BMF-Schreiben in BStBl I 2008, 375 wird nicht dadurch in Frage gestellt, dass im Ergebnis auf der Fondsebene keine Verrechnung der Altverluste aus Termingesch&auml;ften mit Neuertr&auml;gen aus Zinsen und inl&auml;ndischen Mieten sowie sonstigen Ertr&auml;gen, sondern nur mit Neuertr&auml;gen aus Termingesch&auml;ften m&ouml;glich ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zwar verst&ouml;&szlig;t nach dem Beschluss des Bundesverfassungsgerichts vom 30.&nbsp;September 1998&nbsp;&nbsp;2&nbsp;BvR&nbsp;1818\/91 (BVerfGE 99, 88) der v&ouml;llige Ausschluss der Verlustverrechnung innerhalb einer Einkunftsart gegen die Besteuerung der Leistungsf&auml;higkeit nach Art.&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 GG. Eine solche Situation ist aber vorliegend nicht gegeben, da der Kl&auml;ger aufgrund der Billigkeitsregelung im BMF-Schreiben in BStBl I 2008, 375 Altverluste aus Termingesch&auml;ften zugunsten der Anteilsscheininhaberin weiter mit Neuertr&auml;gen aus Termingesch&auml;ften verrechnen kann. Ein definitiver Untergang der Altverluste wird dadurch verhindert.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Es liegt schlie&szlig;lich auch keine Ungleichbehandlung i.S. des Art.&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 GG im Vergleich zu Anteilsscheininhabern eines Spezial-Investmentfonds vor, die K&ouml;rperschaften sind und ihre Bez&uuml;ge aus dem Fonds nach &sect;&nbsp;8b Abs.&nbsp;1 des K&ouml;rperschaftsteuergesetzes in der im Streitzeitraum anzuwendenden Fassung versteuern. Die auf Ebene des Fonds unter Geltung des InvStG neu entstandenen Ertr&auml;ge und Verluste aus Termingesch&auml;ften gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;23 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;4 EStG z&auml;hlen gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;3 InvStG nicht mehr zu den aussch&uuml;ttungsgleichen Ertr&auml;gen. Sie k&ouml;nnen bei K&ouml;rperschaften als Anteilsscheininhabern im Streitzeitraum gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;3 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;1 InvStG nur mit neu entstandenen gleichartigen Ertr&auml;gen bzw. Verlusten (Ertr&auml;gen aus Wertpapierverk&auml;ufen gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;23 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 EStG und aus Leerverk&auml;ufen gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;23 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;4 EStG) verrechnet werden (siehe auch Anhang 3 &#8211;dort Abbildung 2&#8211; zu Rz&nbsp;72 des BMF-Schreibens vom 2.&nbsp;Juni 2005, BStBl I 2005, 728).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Die Kostenentscheidung beruht auf &sect;&nbsp;135 Abs.&nbsp;2 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 17.11.2015, VIII R 55\/12 Verrechnung von Altverlusten aus Termingesch&auml;ften mit Neuertr&auml;gen gem&auml;&szlig; &sect; 3 Abs. 4 InvStG Leits&auml;tze 1. Die in &sect; 39 Abs. 1 KAGG enthaltene Verweisung auf private Ver&auml;u&szlig;erungsgesch&auml;fte (&sect; 23 EStG) f&uuml;hrte nicht zur Anwendung der Regelung &uuml;ber die Verlustverrechnungsbeschr&auml;nkungen auf Ebene des Investmentfonds (Anschluss an BFH-Urteil vom 18. &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/viii-r-55-12-verrechnung-von-altverlusten-aus-termingeschaeften-mit-neuertraegen-gemaess-par-3-abs-4-invstg\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">VIII&nbsp;R&nbsp;55\/12 &#8211; Verrechnung von Altverlusten aus Termingesch&auml;ften mit Neuertr&auml;gen gem&auml;&szlig; &sect; 3 Abs. 4 InvStG<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-66410","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-steuer"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/66410","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=66410"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/66410\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=66410"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=66410"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=66410"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}