{"id":66412,"date":"2017-01-18T13:04:27","date_gmt":"2017-01-18T11:04:27","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=66412"},"modified":"2017-01-18T13:04:27","modified_gmt":"2017-01-18T11:04:27","slug":"viii-r-63-13-zur-mitunternehmerstellung-im-rahmen-einer-freiberuflerpraxis","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/viii-r-63-13-zur-mitunternehmerstellung-im-rahmen-einer-freiberuflerpraxis\/","title":{"rendered":"VIII&nbsp;R&nbsp;63\/13 &#8211; Zur Mitunternehmerstellung im Rahmen einer Freiberuflerpraxis"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 3.11.2015, VIII R 63\/13<\/p>\n<p class=\"titel\">Zur Mitunternehmerstellung im Rahmen einer Freiberuflerpraxis<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>Erh&auml;lt ein (Schein-)Gesellschafter eine von der Gewinnsituation abh&auml;ngige, nur nach dem eigenen Umsatz bemessene Verg&uuml;tung und ist er zudem von einer Teilhabe an den stillen Reserven der Gesellschaft ausgeschlossen, kann wegen des danach nur eingeschr&auml;nkt bestehenden Mitunternehmerrisikos eine Mitunternehmerstellung nur bejaht werden, wenn eine besonders ausgepr&auml;gte Mitunternehmerinitiative vorliegt. Hieran fehlt es jedoch, wenn zwar eine gemeinsame Gesch&auml;ftsf&uuml;hrungsbefugnis besteht, von dieser aber tats&auml;chlich wesentliche Bereiche ausgenommen sind.<\/p>\n<\/div>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Die Revision der Kl&auml;ger gegen das Urteil des Finanzgerichts D&uuml;sseldorf vom 19. September 2013&nbsp;&nbsp;11 K 3968\/11 F wird als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckgewiesen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Kosten des Revisionsverfahrens haben die Kl&auml;ger zu tragen. Die au&szlig;ergerichtlichen Kosten der Beigeladenen werden nicht erstattet.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Streitig ist, ob die Beigeladene zu 1. im Streitjahr (2007) Mitunternehmerin einer in der Rechtsform einer Gesellschaft b&uuml;rgerlichen Rechts (Beigeladene zu 2.) &#8211;im Folgenden: GbR&#8211; gef&uuml;hrten Gemeinschaftspraxis war.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;ger und Revisionskl&auml;ger zu 1. und 2. (Kl&auml;ger) betrieben gemeinschaftlich eine Arztpraxis. Am 14.&nbsp;M&auml;rz 1998 schlossen sie mit der Beigeladenen zu&nbsp;1., die ebenfalls &Auml;rztin ist, mit Wirkung zum 1.&nbsp;April 1998 einen &quot;Vertrag &uuml;ber die Errichtung einer &auml;rztlichen Gemeinschaftspraxis&quot; (im Folgenden: Gesellschaftsvertrag) in der Rechtsform einer GbR.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Gem&auml;&szlig; diesem Gesellschaftsvertrag sollte die Gesch&auml;ftsf&uuml;hrung gemeinschaftlich ausge&uuml;bt werden; Entscheidungen waren mehrheitlich zu treffen (&sect;&nbsp;8 Abs.&nbsp;1). Der Gesellschaftsvertrag sah weiterhin vor, dass jeder Gesellschafter die Einberufung einer Gesellschafterversammlung verlangen konnte (&sect;&nbsp;8 Abs.&nbsp;2). F&uuml;r alle k&uuml;nftig aus der Gemeinschaftspraxis entstehenden Verbindlichkeiten gegen&uuml;ber der Kassen&auml;rztlichen Vereinigung, den Kassen und den Patienten sollten &#8211;so der Gesellschaftsvertrag&#8211; die Vertragspartner als Gesamtschuldner haften. Die Partner waren jedoch im Verh&auml;ltnis zueinander nach dem Grad des jeweiligen Verschuldens zum Ausgleich verpflichtet (&sect;&nbsp;9 Abs.&nbsp;1). Des Weiteren war f&uuml;r jeden Vertragspartner eine angemessene Berufshaftpflichtversicherung abzuschlie&szlig;en. Die Beigeladene zu&nbsp;1. &#8211;so hei&szlig;t es in dem Gesellschaftsvertrag&#8211; war bis zum 31.&nbsp;M&auml;rz 2001 &quot;zu Null an den materiellen Werten der Gemeinschaft beteiligt&quot; (&sect;&nbsp;11 Abs.&nbsp;2). Ihr wurde jedoch das Recht einger&auml;umt, mit Wirkung zum 31.&nbsp;M&auml;rz 2001 ein Drittel &quot;der Praxis&quot; zu erwerben. In diesem Fall sollte der Kaufpreis durch einen Gutachter ermittelt werden (&sect;&nbsp;11 Abs.&nbsp;4).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>&sect;&nbsp;12 des Gesellschaftsvertrages enthielt eine Abrede &uuml;ber die Gewinnbeteiligung. Danach sollte die Beigeladene zu&nbsp;1. bis zum 31.&nbsp;M&auml;rz 2001 j&auml;hrlich &quot;37&nbsp;% vom eigenen Honorarumsatz f&uuml;r die ersten 200.000&nbsp;DM&quot; und &quot;42&nbsp;% vom eigenen Honorarumsatz f&uuml;r die dar&uuml;berliegende Summe&quot; erhalten, &quot;sofern ein entsprechender Gewinn erzielt wird&quot;. Der Beigeladenen zu&nbsp;1. stand das Recht zu, monatliche Vorauszahlungen auf den Gewinn zu verlangen (&sect;&nbsp;12 Abs.&nbsp;1 Buchst.&nbsp;a). Nach Aus&uuml;bung der Option zur finanziellen Beteiligung sollte die Beigeladene zu&nbsp;1. einen Gewinn- oder Verlustanteil entsprechend ihrer Beteiligung erhalten (&sect;&nbsp;12 Abs.&nbsp;1 Buchst.&nbsp;b). Regelungen zur Schm&auml;lerung des &quot;Honorarumsatzes&quot; und zur &quot;Umsatzberechnung&quot; waren in &sect;&nbsp;12 Abs.&nbsp;2 und Abs.&nbsp;3 des Gesellschaftsvertrages enthalten. Bis zum 31.&nbsp;M&auml;rz 2001 waren &#8211;so der Gesellschaftsvertrag im Weiteren&#8211; alle Reparaturen und Wartungen der gemeinsam genutzten Gegenst&auml;nde auf Kosten der Kl&auml;ger durchzuf&uuml;hren (&sect;&nbsp;14). Ferner sahen die Abreden vor, dass die Gemeinschaftspraxis Arbeitgeber des gemeinsamen &auml;rztlichen und nicht&auml;rztlichen Personals sein sollte (&sect;&nbsp;16). Die Verf&uuml;gungsmacht &uuml;ber die Konten und die Barkasse lag bis zum 31.&nbsp;M&auml;rz 2001 bei den Kl&auml;gern und ihren Ehefrauen (&sect;&nbsp;17). Die aus der gemeinsamen privaten und kassen&auml;rztlichen T&auml;tigkeit entstehenden Honorare sollten auf die Konten der Gemeinschaftspraxis oder in die Barkasse (&sect;&nbsp;18) flie&szlig;en.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>F&uuml;r den Fall des Ausscheidens eines Gesellschafters sahen die vertraglichen Regelungen keine Abfindungszahlungen vor. Dem Ausscheidenden war es untersagt, sich innerhalb von drei Jahren nach seinem Ausscheiden im Umkreis von 15&nbsp;km vom Sitz der Praxis als Arzt mit Privat- oder Kassent&auml;tigkeit niederzulassen bzw. eine vergleichbare T&auml;tigkeit an einem Krankenhaus auszu&uuml;ben (&sect;&nbsp;22 Abs.&nbsp;1 und Abs.&nbsp;2).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Beigeladene zu&nbsp;1. machte von der ihr einger&auml;umten Erwerbsoption zum 31.&nbsp;M&auml;rz 2001 keinen Gebrauch. Der Gesellschaftsvertrag wurde unver&auml;ndert fortgef&uuml;hrt. Im Jahr 2011 ver&auml;u&szlig;erte der Kl&auml;ger zu 2. seinen Gesellschaftsanteil an einen anderen Arzt. Die Beigeladene zu&nbsp;1. erwarb unmittelbar im Anschluss daran von diesem und dem Kl&auml;ger zu&nbsp;1. jeweils einen 2,5&nbsp;%-igen Gesellschaftsanteil.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit Bescheid f&uuml;r 2007 &uuml;ber die gesonderte und einheitliche Feststellung von Besteuerungsgrundlagen vom 2.&nbsp;Januar 2009 stellte der Beklagte und Revisionsbeklagte (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) die Eink&uuml;nfte der GbR unter dem Vorbehalt der Nachpr&uuml;fung erkl&auml;rungsgem&auml;&szlig; fest. Dabei ging es davon aus, dass auch die Beigeladene zu&nbsp;1. Mitunternehmerin war und Eink&uuml;nfte aus selbst&auml;ndiger Arbeit erzielte. Auch der &#8211;aus hier unstreitigen Gr&uuml;nden&#8211; erlassene &Auml;nderungsbescheid vom 2.&nbsp;April 2009 erging unter dem Vorbehalt der Nachpr&uuml;fung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Eine im Jahr 2009 bei der GbR durchgef&uuml;hrte Au&szlig;enpr&uuml;fung gelangte zu der Auffassung, dass die GbR mit Ausnahme der Forderungen aus Leistungen nicht &uuml;ber Gesamthandsverm&ouml;gen verf&uuml;gte. Die Praxiseinrichtung, Bankguthaben und Darlehensverbindlichkeiten seien &#8211;so der Au&szlig;enpr&uuml;fungsbericht&#8211; alleine den Kl&auml;gern zugerechnet worden. Diese h&auml;tten im Innenverh&auml;ltnis auch die Betriebs- und Finanzierungskosten der Praxis getragen. Die Beigeladene zu&nbsp;1. habe nur ihre eigenen Sonderbetriebsausgaben aufgewendet. Ihr &quot;Gewinnanteil&quot; &#8211;auf den sie monatlich einen Abschlag erhalten habe&#8211; sei viertelj&auml;hrlich ermittelt worden. Nach Eingang der Abrechnungen der Kassen&auml;rztlichen Vereinigung f&uuml;r das Quartal habe sie den Restbetrag f&uuml;r das Quartal ausgezahlt bekommen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Au&szlig;enpr&uuml;fer gelangte daher zu der Auffassung, dass die Beigeladene zu&nbsp;1. steuerlich nicht als Mitunternehmerin der GbR anzusehen sei. Die Eink&uuml;nfte der GbR seien somit nicht gesondert und einheitlich f&uuml;r die Kl&auml;ger und die Beigeladene zu&nbsp;1. festzustellen. Die Eink&uuml;nfte der Beigeladenen zu&nbsp;1. seien im Rahmen ihrer Einkommensteuerveranlagung zu ber&uuml;cksichtigen, w&auml;hrend die Eink&uuml;nfte der Kl&auml;ger als Eink&uuml;nfte einer zweigliedrigen GbR gesondert und einheitlich festzustellen seien. Das FA schloss sich der Auffassung des Pr&uuml;fers an und erlie&szlig; am 9.&nbsp;August 2010 einen Bescheid f&uuml;r das Jahr 2007, in dem es die Durchf&uuml;hrung einer gesonderten und einheitlichen Feststellung f&uuml;r die dreigliedrige GbR ablehnte. Es wies darauf hin, dass dieser Bescheid den Bescheid vom 2.&nbsp;April 2009 &auml;ndere. Am 24.&nbsp;September 2010 erlie&szlig; das FA zudem einen Bescheid f&uuml;r 2007 &uuml;ber die gesonderte und einheitliche Feststellung von Besteuerungsgrundlagen f&uuml;r eine aus den Kl&auml;gern bestehende, zweigliedrige GbR, in dem es Eink&uuml;nfte aus Gewerbebetrieb feststellte und den Gesellschaftern jeweils zur H&auml;lfte zurechnete.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Sowohl die Kl&auml;ger als auch die Beigeladene zu&nbsp;1. erhoben gegen den Bescheid vom 9.&nbsp;August 2010 erfolglos Einspruch. Die von den Kl&auml;gern hiergegen gerichtete Klage wies das Finanzgericht (FG) mit seinem in Entscheidungen der Finanzgerichte (EFG) 2014, 840 ver&ouml;ffentlichten Urteil vom 19.&nbsp;September 2013&nbsp;&nbsp;11&nbsp;K&nbsp;3968\/11&nbsp;F als unbegr&uuml;ndet ab.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Ihre Revision begr&uuml;nden die Kl&auml;ger mit der Verletzung materiellen Rechts. Sie sind der Meinung, das FG verneine zu Unrecht das Mitunternehmerrisiko der Beigeladenen zu&nbsp;1. Es habe insbesondere verkannt, dass eine Gewinnbeteiligung vorliege.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Aus &sect;&nbsp;12 Abs.&nbsp;1 des Gesellschaftsvertrages ergebe sich, dass die Beigeladene zu&nbsp;1. anders als eine Angestellte nur dann eine Zahlung in der dort vorgesehenen H&ouml;he erhalte, sofern ein entsprechender Gewinn erzielt werde. Hieraus folgere das FG eine begrenzte Teilnahme der Beigeladenen zu&nbsp;1. am Misserfolg der GbR. Diese isolierte Betrachtung sei unzutreffend, denn die Beigeladene zu&nbsp;1. nehme auch am Erfolg der GbR teil. Ihr stehe ein betragsm&auml;&szlig;ig begrenztes Vorrecht auf den (gesamten) Gewinn der GbR zu. Dass der Gewinn der GbR tats&auml;chlich wesentlich &uuml;ber den der Beigeladenen zu&nbsp;1. zustehenden Zahlungen gelegen habe, sei unerheblich.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Beigeladene zu&nbsp;1. sei auch &#8211;anders als vom FG festgestellt&#8211; an den stillen Reserven der GbR beteiligt gewesen. &sect;&nbsp;11 Abs.&nbsp;2 des Gesellschaftsvertrages regele lediglich, dass die Beigeladene zu&nbsp;1. nicht an den sog. &quot;materiellen Werten&quot; der GbR beteiligt sei. Aus der Nichterw&auml;hnung der immateriellen G&uuml;ter ergebe sich, dass insoweit die gesetzliche Regelung gelte und die Beigeladene zu&nbsp;1. zu einem Drittel an den immateriellen Wirtschaftsg&uuml;tern beteiligt sei. Es k&ouml;nne demgegen&uuml;ber nicht unterstellt werden, dass die Beteiligten eine Regelung zu den immateriellen Wirtschaftsg&uuml;tern vergessen h&auml;tten, schlie&szlig;lich handele es sich bei der Regelung des &sect;&nbsp;11 des Gesellschaftsvertrages um einen ganz zentralen Punkt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Auch das Haftungsrisiko sei &#8211;anders als vom FG festgestellt&#8211; nicht als gering anzusehen. Eine Freistellung im Innenverh&auml;ltnis sei &uuml;blich. Die Pflicht zum Abschluss einer Berufshaftpflichtversicherung als Argument f&uuml;r ein geringes Haftungsrisiko anzusehen, sei unzul&auml;ssig. Denn insoweit bestehe eine gesetzliche Verpflichtung zum Abschluss einer entsprechenden Versicherung. Mithin leite das FG aus dem Normalfall &#8211;der Befolgung der gesetzlichen Pflicht&#8211; das Bestehen eines Ausnahmefalles ab, n&auml;mlich ein geringeres als das normale Haftungsrisiko.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;ger beantragen,<br \/>das angefochtene Urteil der Vorinstanz und den Ablehnungsbescheid vom 9.&nbsp;August 2010 in Gestalt der Einspruchsentscheidung vom 13.&nbsp;Oktober 2011 aufzuheben und das FA zu verpflichten, die Besteuerungsgrundlagen f&uuml;r das Jahr 2007 betreffend die GbR gesondert und einheitlich dergestalt festzustellen, dass auch die Beigeladene zu&nbsp;1. als Mitunternehmerin behandelt wird.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt,<br \/>die Revision als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Revision ist unbegr&uuml;ndet und daher zur&uuml;ckzuweisen (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;2 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Die W&uuml;rdigung des FG, die Beigeladene zu&nbsp;1. im Streitjahr nicht als Mitunternehmerin der GbR anzusehen und damit den Bescheid vom 9.&nbsp;August 2010, bei dem es sich unstreitig um einen negativen Feststellungsbescheid handelt, als rechtm&auml;&szlig;ig zu beurteilen, ist revisionsrechtlich nicht zu beanstanden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Der in &sect;&nbsp;15 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 des Einkommensteuergesetzes (EStG) verwendete Begriff des Mitunternehmers ist ein Typusbegriff, der nur durch eine unbestimmte Zahl austauschbarer Merkmale beschrieben werden kann (vgl. Schmidt\/Wacker, EStG, 34.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;15 Rz&nbsp;261; Haep in Herrmann\/Heuer\/Raupach &#8211;HHR&#8211;, &sect;&nbsp;15 EStG Rz&nbsp;304; Beschluss des Gro&szlig;en Senats des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 25.&nbsp;Juni 1984 GrS&nbsp;4\/82, BFHE 141, 405, BStBl II 1984, 751; Senatsurteil vom 10.&nbsp;Oktober 2012 VIII&nbsp;R&nbsp;42\/10, BFHE 238, 444, BStBl II 2013, 79). Die hiernach f&uuml;r die Entscheidung &uuml;ber die Mitunternehmerstellung erforderliche Gesamtw&uuml;rdigung obliegt in erster Linie der Tatsacheninstanz. Sie ist revisionsrechtlich nur begrenzt &uuml;berpr&uuml;fbar (vgl. z.B. Gr&auml;ber\/Ratschow, Finanzgerichtsordnung, 8.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;118 Rz&nbsp;26; BFH-Urteil vom 20.&nbsp;November 2008 VI&nbsp;R&nbsp;4\/06, BFHE 223, 425, BStBl II 2009, 374 zum Arbeitnehmerbegriff).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Nach st&auml;ndiger Rechtsprechung des BFH ist nicht jeder zivilrechtliche Gesellschafter einer Personengesellschaft auch Mitunternehmer i.S. von &sect;&nbsp;15 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 EStG. Dies ist er nur dann, wenn er aufgrund seiner gesellschaftsrechtlichen (oder einer wirtschaftlich vergleichbaren) Stellung Mitunternehmerinitiative aus&uuml;ben kann und ein Mitunternehmerrisiko tr&auml;gt. Die Kriterien f&uuml;r die Annahme einer freiberuflichen Mitunternehmerschaft unterscheiden sich dabei grunds&auml;tzlich nicht von denen einer gewerblichen Mitunternehmerschaft (z.B. Senatsurteile in BFHE 238, 444, BStBl II 2013, 79; vom 8.&nbsp;April 2008 VIII&nbsp;R&nbsp;73\/05, BFHE 221, 238, BStBl II 2008, 681, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mitunternehmerrisiko bedeutet gesellschaftsrechtliche oder wirtschaftlich vergleichbare Teilnahme am Erfolg oder Misserfolg eines gewerblichen Unternehmens. Dieses Risiko wird im Regelfall durch Beteiligung am Gewinn und Verlust sowie an den stillen Reserven des Anlageverm&ouml;gens einschlie&szlig;lich eines Gesch&auml;ftswerts vermittelt. Die allseitige Beteiligung am laufenden Gewinn ist f&uuml;r die Annahme einer Mitunternehmerschaft grunds&auml;tzlich obligatorisch (z.B. BFH-Urteil vom 1.&nbsp;Juli 2010 IV&nbsp;R&nbsp;100\/06, BFH\/NV 2010, 2056; Senatsurteil vom 28.&nbsp;Oktober 1999 VIII&nbsp;R&nbsp;66-70\/97, BFHE 190, 204, BStBl II 2000, 183). Eine Beschr&auml;nkung der Verlustbeteiligung auf die Einlage ist indes unsch&auml;dlich, denn auch der Kommanditist nimmt nur bis zur H&ouml;he seiner Einlage am Verlust der Gesellschaft teil. Mitunternehmerinitiative bedeutet vor allem Teilnahme an unternehmerischen Entscheidungen. Ausreichend ist bereits die M&ouml;glichkeit zur Aus&uuml;bung von Gesellschafterrechten, die wenigstens den Stimm-, Kontroll- und Widerspruchsrechten angen&auml;hert sind, die z.B. den gesellschaftsrechtlichen Kontrollrechten nach &sect;&nbsp;716 Abs.&nbsp;1 des B&uuml;rgerlichen Gesetzbuchs (BGB) bzw. denjenigen eines Kommanditisten entsprechen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Merkmale der Mitunternehmerinitiative und des Mitunternehmerrisikos k&ouml;nnen im Einzelfall mehr oder weniger ausgepr&auml;gt sein (z.B. Senatsurteil in BFHE 238, 444, BStBl II 2013, 79). So kann z.B. ein geringeres Initiativrecht durch ein besonders stark ausgepr&auml;gtes Mitunternehmerrisiko ausgeglichen werden. Allerdings m&uuml;ssen beide Merkmale vorliegen. Ob das zutrifft, ist unter Ber&uuml;cksichtigung aller die rechtliche und wirtschaftliche Stellung einer Person insgesamt bestimmenden Umst&auml;nde zu w&uuml;rdigen (Senatsurteile in BFHE 238, 444, BStBl II 2013, 79; vom 25.&nbsp;April 2006 VIII&nbsp;R&nbsp;74\/03, BFHE 213, 358, BStBl II 2006, 595; vom 17.&nbsp;Mai 2006 VIII&nbsp;R&nbsp;21\/04, BFH\/NV 2006, 1839, jeweils m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dementsprechend ist der Umstand, dass ein Gesellschafter weder am Gewinn und Verlust noch am Verm&ouml;gen der Gesellschaft teilhat, nicht ohne weiteres geeignet, dessen Mitunternehmerstellung auszuschlie&szlig;en. Hat die fehlende Beteiligung am Gewinn und Verlust des Unternehmens wie bei Komplement&auml;r-GmbH zur Folge, dass sich das Unternehmerrisiko auf eine unbeschr&auml;nkte Haftung f&uuml;r die Schulden einer KG begrenzt und damit die Regelanforderungen an das Vorliegen mitunternehmerischen Risikos nicht erf&uuml;llt werden, kann Letzteres durch eine starke Auspr&auml;gung der Initiativrechte kompensiert werden (z.B. Senatsurteil in BFHE 213, 358, BStBl II 2006, 595). Auch auf die grunds&auml;tzlich erforderliche Beteiligung an den stillen Reserven einschlie&szlig;lich des Firmenwerts\/Gesch&auml;ftswerts des Unternehmens kann verzichtet werden, wenn nach den Umst&auml;nden des Einzelfalles das insoweit eingeschr&auml;nkte Mitunternehmerrisiko durch eine besonders ausgepr&auml;gte Mitunternehmerinitiative ausgeglichen wird (BFH-Urteile in BFH\/NV 2010, 2056; vom 22.&nbsp;August 2002 IV&nbsp;R&nbsp;6\/01, BFH\/NV 2003, 36, m.w.N.; Senatsurteil vom 11.&nbsp;Dezember 1990 VIII&nbsp;R&nbsp;122\/86, BFHE 163, 346).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Unter Zugrundelegung dieser Grunds&auml;tze h&auml;lt die W&uuml;rdigung des FG, die Beigeladene zu&nbsp;1. sei nicht als Mitunternehmerin anzusehen, der revisionsrechtlichen Pr&uuml;fung stand.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Ob die Beigeladene zu&nbsp;1. trotz der in &sect;&nbsp;11 Abs.&nbsp;2 des Gesellschaftsvertrages vereinbarten Beteiligung &quot;zu Null an den materiellen Werten der Gemeinschaft&quot; zivilrechtlich als Gesellschafterin der GbR anzusehen war (zur zivilrechtlichen Zul&auml;ssigkeit einer sog. Nullbeteiligung vgl. z.B. Urteil des Bundesgerichtshofs vom 6.&nbsp;April 1987 II&nbsp;ZR&nbsp;101\/86, Betriebs-Berater 1987, 1276; Urteil des Landgerichts Stuttgart vom 7.&nbsp;August 2003&nbsp;&nbsp;27&nbsp;O&nbsp;228\/03, juris; Beschluss des Oberlandesgerichts Frankfurt vom 20.&nbsp;September 2012&nbsp;&nbsp;20&nbsp;W&nbsp;264\/12, Neue Zeitschrift f&uuml;r Gesellschaftsrecht 2013, 338) &#8211;wovon die Verfahrensbeteiligten ebenso wie das FG ohne n&auml;here Begr&uuml;ndung ausgehen&#8211; kann dahinstehen. Die Beigeladene zu&nbsp;1. war, unterstellt man ihre Stellung als zivilrechtliche Gesellschafterin, nicht als Mitunternehmerin anzusehen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Beigeladene zu&nbsp;1. war &#8211;wie das FG zu Recht erkannt hat&#8211; nicht am Gewinn der GbR beteiligt, an deren Verlust nahm sie nur begrenzt teil. Zudem war sie von einer Teilhabe an den stillen Reserven ausgeschlossen, so dass sich f&uuml;r sie &#8211;auch unter Ber&uuml;cksichtigung des von ihr als (Schein-)Gesellschafterin zu tragenden Haftungsrisikos&#8211; lediglich ein geringes Mitunternehmerrisiko ergab, das nicht durch eine besonders ausgepr&auml;gte Mitunternehmerinitiative ausgeglichen wurde.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Die Beigeladene zu&nbsp;1. war &#8211;wie das FG zutreffend erkannt hat&#8211; nicht am Gewinn der GbR beteiligt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die in &sect;&nbsp;12 des Gesellschaftsvertrages vorgesehene Regelung gew&auml;hrt der Beigeladenen zu&nbsp;1. &#8211;ungeachtet der Bezeichnung als &quot;Gewinnbeteiligung&quot;&#8211; lediglich eine umsatzabh&auml;ngige Verg&uuml;tung. Denn die H&ouml;he ihrer Verg&uuml;tung war ma&szlig;geblich von dem von ihr selbst erwirtschafteten Umsatz abh&auml;ngig. Dieser bildete die Grundlage f&uuml;r die Berechnung des der Beigeladenen zu&nbsp;1. zustehenden Entgeltes.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das vereinbarte Umsatzentgelt wirkte im Streitfall nach Inhalt und Handhabung der Gesamtabrede auch nicht &quot;wie eine Gewinnbeteiligung&quot; (hierzu s. Senatsurteil vom 18.&nbsp;April 2000 VIII&nbsp;R&nbsp;68\/98, BFHE 192, 100, BStBl II 2001, 359). Eine solche Wirkung ergibt sich insbesondere nicht daraus, dass die Verg&uuml;tung der Beigeladenen zu&nbsp;1. vom Vorhandensein eines entsprechend hohen Gewinns der GbR abh&auml;ngig war. Hieraus folgt lediglich eine Begrenzung des Verg&uuml;tungsanspruchs. Dieser sollte entfallen, wenn die GbR keinen entsprechenden Gewinn erzielt. Die Abrede f&uuml;hrt aber &#8211;wie eine Umsatzbeteiligung, die in Verlustjahren entf&auml;llt (hierzu: HHR\/Haep, &sect;&nbsp;15 EStG Rz&nbsp;322; vgl. Senatsurteil vom 4.&nbsp;Juli 1989 VIII&nbsp;R&nbsp;139\/85, BFH\/NV 1990, 160)&#8211; nicht zu einer (verdeckten) Gewinnbeteiligung der Beigeladenen zu&nbsp;1.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Eine Qualifizierung als Gewinnanspruch l&auml;sst sich auch nicht daraus herleiten, dass die vertragliche Abrede &#8211;wie die Kl&auml;ger meinen&#8211; zu einem &quot;Vorrang&quot; des Anspruchs der Beigeladenen zu&nbsp;1. gegen&uuml;ber den Gewinnanspr&uuml;chen der Kl&auml;ger f&uuml;hrt. Vielmehr spricht ein solches &quot;Rangverh&auml;ltnis&quot; f&uuml;r das Vorliegen einer T&auml;tigkeitsverg&uuml;tung, deren H&ouml;he grunds&auml;tzlich vom Gewinn unabh&auml;ngig ist, die aber bestimmten, an den Gewinn ankn&uuml;pfenden Faktoren unterliegt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die weitere &#8211;au&szlig;erhalb des schriftlichen Gesellschaftsvertrages bestehende&#8211; Abrede der Beteiligten zu den Ums&auml;tzen mit Kassenpatienten spricht ebenfalls nicht f&uuml;r eine Gewinnbeteiligung der Beigeladenen zu&nbsp;1. Auch hier hat das FG zutreffend erkannt, dass es sich lediglich um eine Abrede zur Ermittlung der H&ouml;he der umsatzabh&auml;ngigen Verg&uuml;tung handelt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die tats&auml;chliche Handhabung der Vertragsbeteiligten best&auml;tigt diese W&uuml;rdigung. Nach den unbestrittenen Feststellungen des Au&szlig;enpr&uuml;fers hat die Beigeladene zu&nbsp;1. auf ihren &quot;Gewinnanteil&quot; monatliche Abschl&auml;ge erhalten. Nach Eingang der Abrechnungen der Kassen&auml;rztlichen Vereinigung wurde der Restbetrag f&uuml;r das Quartal ausgezahlt. Eine am Gewinn der GbR orientierte Abrechnung fand gegen&uuml;ber der Beigeladenen zu&nbsp;1. hiernach nicht statt. Demgegen&uuml;ber haben die Kl&auml;ger nach den bindenden Feststellungen des FG ihre Gewinnanteile nicht nach dem Verh&auml;ltnis der von ihnen erzielten Ums&auml;tze ermittelt, sondern haben sich den &quot;Restgewinn&quot; der GbR geteilt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>33<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Am Verlust der GbR nahm die Beigeladene zu&nbsp;1. infolge der Abh&auml;ngigkeit ihres Verg&uuml;tungsanspruchs von einem entsprechend hohen Gewinn der GbR nur &#8211;wie das FG zu Recht festgestellt hat&#8211; begrenzt teil. Auch wenn ihr Verg&uuml;tungsanspruch durch die fragliche Abrede in gewisser Weise mit dem wirtschaftlichen Erfolg der GbR verkn&uuml;pft war, ist hieraus keine umfassende Teilhabe am Verlust herzuleiten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>34<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Diese W&uuml;rdigung des FG wird durch &sect;&nbsp;12 Abs.&nbsp;1 Buchst.&nbsp;b des Gesellschaftsvertrages, wonach die Beigeladene zu&nbsp;1. erst &quot;nach Aus&uuml;bung der Option zur finanziellen Beteiligung&quot; einen &quot;Gewinn- oder Verlustanteil entsprechend&quot; ihrer &quot;Beteiligung&quot; erhalten sollte, gest&uuml;tzt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>35<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Die R&uuml;ge der Kl&auml;ger, die isolierte Betrachtung der Abreden in &sect;&nbsp;12 des Gesellschaftsvertrages durch das FG sei unzutreffend, greift nicht durch.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>36<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FG hat die Regelung des &sect;&nbsp;12 des Gesellschaftsvertrages unter Einbeziehung der Gesamtumst&auml;nde des Streitfalles zu Recht dahin gew&uuml;rdigt, dass sich hieraus nicht &#8211;wie die Kl&auml;ger meinen&#8211; f&uuml;r die Beigeladene zu&nbsp;1. je nach Gewinnsituation ein betragsm&auml;&szlig;ig begrenztes Vorrecht auf den (gesamten) Gewinn der GbR ergibt, sondern die Vereinbarung lediglich die Grenzen des umsatzabh&auml;ngigen Verg&uuml;tungsanspruchs der Beigeladenen zu&nbsp;1. beschreibt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>37<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Auch aus &sect;&nbsp;722 BGB folgt kein anderes Ergebnis. Diese Regelung enth&auml;lt lediglich einen Ma&szlig;stab f&uuml;r die Gewinn- und Verlustverteilung, begr&uuml;ndet aber keinen selbst&auml;ndigen Anspruch (Palandt\/Sprau, B&uuml;rgerliches Gesetzbuch, 75.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;722 Rz&nbsp;1). Sie setzt voraus, dass &#8211;im Wege der Vertragsauslegung&#8211; zun&auml;chst zu ermitteln ist, ob eine entsprechende Teilhabe am Gewinn und Verlust vereinbart ist. Ist dies der Fall, kann im Zweifel bei fehlender Vereinbarung zum Ma&szlig;stab der Verteilung auf &sect;&nbsp;722 BGB zur&uuml;ckgegriffen werden. Im Streitfall ist aber &#8211;wie das FG zutreffend festgestellt hat&#8211; nicht zu erkennen, dass die Beigeladene zu&nbsp;1. bereits vor Aus&uuml;bung der ihr einger&auml;umten Erwerbsoption am Gewinn und Verlust der GbR teilhaben sollte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>38<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>dd) Ebenso wenig zu beanstanden ist die Feststellung des FG, der Gesellschaftsvertrag biete keine hinreichende Gew&auml;hr f&uuml;r eine Beteiligung der Beigeladenen zu&nbsp;1. an den stillen Reserven der GbR.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>39<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Beigeladene zu&nbsp;1. war an den &quot;materiellen Werten&quot; der GbR nicht beteiligt. Dies ergibt sich eindeutig aus dem Wortlaut der vertraglichen Regelungen (s. &sect;&nbsp;11 Abs.&nbsp;2 des Gesellschaftsvertrages), aber auch aus den bindenden Feststellungen des FG zur Durchf&uuml;hrung jener Vereinbarungen, und zwar &uuml;ber den Optionsstichtag des 31.&nbsp;M&auml;rz 2001 hinaus. Danach wurden Praxiseinrichtung, Bankguthaben und Darlehensverbindlichkeiten allein den Kl&auml;gern zugerechnet, die auch die Betriebs- und Finanzierungskosten der Praxis trugen. Dementsprechend war die Beigeladene zu&nbsp;1. weder vor noch nach dem Optionsstichtag tats&auml;chlich an den &quot;materiellen Werten&quot; der GbR bzw. den darin enthaltenen stillen Reserven beteiligt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>40<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zur Beteiligung der Gesellschafter an den immateriellen Wirtschaftsg&uuml;tern der GbR fehlt eine ausdr&uuml;ckliche Regelung im Gesellschaftsvertrag. Wenn die Kl&auml;ger hieraus den Schluss ziehen, bez&uuml;glich der immateriellen Wirtschaftsg&uuml;ter gelte die gesetzliche Regelung des &sect;&nbsp;718 BGB, so dass die Beigeladene zu&nbsp;1. zu einem Drittel an den immateriellen Wirtschaftsg&uuml;tern beteiligt gewesen sei, &uuml;berzeugt dies nicht. Zum einen haben die Vertragsbeteiligten ausdr&uuml;cklich eine von &sect;&nbsp;718 Abs.&nbsp;1 BGB abweichende Regelung getroffen. Zum anderen spiegelt sich dieses Verst&auml;ndnis der Kl&auml;ger weder in den weiteren vertraglichen Regelungen noch in der vom FG festgestellten Vertragsumsetzung wider. Vielmehr sprechen die gesellschaftsvertraglichen Vereinbarungen, die offenbar im Zusammenhang mit einem angedachten, sp&auml;teren &quot;echten Einstieg&quot; der Beigeladenen zu&nbsp;1. in die GbR getroffen worden sind, ebenso wie deren Durchf&uuml;hrung gegen eine Beteiligung der Beigeladenen zu&nbsp;1. an den immateriellen Wirtschaftsg&uuml;tern der GbR.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>41<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>So sieht der Gesellschaftsvertrag in &sect;&nbsp;11 Abs.&nbsp;4 vor, dass die Beigeladene zu&nbsp;1. zum 31.&nbsp;M&auml;rz 2001 &quot;ein Drittel der Praxis&quot; erwerben kann. Der Kaufpreis sollte in diesem Fall durch einen Gutachter ermittelt werden. W&auml;re die Beigeladene zu 1. &#8211;wie die Kl&auml;ger meinen&#8211; unabh&auml;ngig von dem Optionsrecht an den immateriellen Wirtschaftsg&uuml;tern der GbR beteiligt gewesen, so h&auml;tte &sect;&nbsp;11 Abs.&nbsp;4 entsprechend differenzieren m&uuml;ssen. Der Erwerb und auch die Bemessung des Kaufpreises h&auml;tten sich in diesem Fall allein auf die &quot;materiellen Werte&quot; der GbR beziehen k&ouml;nnen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>42<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zudem haben die Vertragsbeteiligten die Abreden &#8211;wie die &Uuml;berschrift des &sect;&nbsp;11 des Gesellschaftsvertrages (&quot;Beteiligung\/ Einstieg&quot;) best&auml;tigt&#8211; unter dem Aspekt einer sp&auml;teren Beteiligung der Beigeladenen zu&nbsp;1. getroffen. Ein Entgelt f&uuml;r ihre Beteiligung hatte die Beigeladene zu&nbsp;1. nach dem Vertrag nicht bzw. erst mit Optionsaus&uuml;bung zu entrichten. Mithin liegt es nahe, in den vertraglichen Abreden die Vereinbarung einer &quot;echten Nullbeteiligung&quot; der Beigeladenen zu 1. zu sehen, was zugleich bedeutet, dass diese weder an den immateriellen Wirtschaftsg&uuml;tern der GbR noch an darin liegenden stillen Reserven beteiligt sein sollte. Dies best&auml;tigt der Erwerbsvorgang im Jahr 2011, der mit einer bereits vorab erfolgten verm&ouml;gensm&auml;&szlig;igen Beteiligung der Beigeladenen zu&nbsp;1. nicht in Einklang zu bringen ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>43<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Aus den Regelungen zum Ausscheiden von Gesellschaftern bzw. aus der &quot;Konkurrenzklausel&quot; (&sect;&nbsp;22) ergibt sich kein anderes Ergebnis. Der Gesellschaftsvertrag enth&auml;lt keine Abrede &uuml;ber eine Abfindung des ausscheidenden Gesellschafters, sondern lediglich ein Wettbewerbsverbot. H&auml;tte man die Beigeladene zu&nbsp;1. an den immateriellen Wirtschaftsg&uuml;tern (insbesondere Patientenstamm) beteiligen wollen, so w&auml;re ihr f&uuml;r den Fall ihres Ausscheidens entweder ein Abfindungsanspruch zuzugestehen gewesen oder aber sie h&auml;tte das Recht erhalten m&uuml;ssen, ihre Patienten mitzunehmen. Dies ist indes nicht der Fall, so dass die Beigeladene zu&nbsp;1. nach den vertraglichen Regelungen selbst an dem von ihr w&auml;hrend der Zeit ihrer T&auml;tigkeit miterarbeiteten Praxiswert nicht beteiligt sein sollte. Hiernach hatte die Beigeladene zu&nbsp;1. ungeachtet einer ihr zivilrechtlich einger&auml;umten Gesellschafterstellung aufgrund der vertraglichen Vereinbarungen keinen Zugriff auf die immateriellen Wirtschaftsg&uuml;ter und darin ruhende stille Reserven.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>44<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dass die Wirksamkeit einer entsprechenden Regelung zivilrechtlich m&ouml;glicherweise angreifbar gewesen w&auml;re, f&uuml;hrt zu keinem anderen Ergebnis, denn die Vertragsbeteiligten haben sich im Streitfall an diese Vereinbarungen gebunden gef&uuml;hlt und sie umgesetzt (vgl. &sect;&nbsp;41 der Abgabenordnung).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>45<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>ee) Schlie&szlig;lich stellt auch der Einwand der Kl&auml;ger, die Beigeladene zu 1. habe ein Haftungsrisiko getragen, die W&uuml;rdigung des FG nicht in Frage.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>46<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Selbst wenn die vertraglichen Regelungen in diesem Punkt dem &quot;Normalfall&quot; entsprechen und sich f&uuml;r die Beigeladene zu&nbsp;1. danach ein im Au&szlig;enverh&auml;ltnis unbeschr&auml;nktes und im Innenverh&auml;ltnis beschr&auml;nktes Haftungsrisiko ergibt, ist die W&uuml;rdigung des FG revisionsrechtlich nicht zu beanstanden. Das von der Beigeladenen zu 1. zu tragende Haftungsrisiko rechtfertigt &#8211;unter Ber&uuml;cksichtigung der Gesamtumst&auml;nde des Streitfalles&#8211; die Annahme eines lediglich gering ausgepr&auml;gten Mitunternehmerrisikos.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>47<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Das FG ist in revisionsrechtlich nicht zu beanstandender Weise auch zu dem Ergebnis gelangt, dass das schwach ausgepr&auml;gte Mitunternehmerrisiko der Beigeladenen zu 1. nicht durch eine besonders ausgepr&auml;gte Mitunternehmerinitiative ausgeglichen wurde.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>48<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zwar stand der Beigeladenen zu&nbsp;1. nach dem Gesellschaftsvertrag das Recht zu, die Gesch&auml;ftsf&uuml;hrung der GbR gemeinschaftlich mit den Kl&auml;gern auszu&uuml;ben. Indes waren von dieser gemeinsamen Gesch&auml;ftsf&uuml;hrung wesentliche Bereiche ausgenommen. Dies gilt gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;11 Abs.&nbsp;3 des Gesellschaftsvertrages f&uuml;r den wesentlichen Bereich der Neuinvestitionen, die nicht im Namen der GbR, sondern im Namen der Kl&auml;ger ausgef&uuml;hrt wurden. Zudem war die Beigeladene zu 1. von der Verf&uuml;gung &uuml;ber die Konten der Praxis ausgeschlossen (&sect;&nbsp;17 des Gesellschaftsvertrages). Diese deutlich beschr&auml;nkte Initiativbefugnis der Beigeladenen zu&nbsp;1. begr&uuml;ndet ersichtlich keine wesentliche Mitunternehmerinitiative, mit der das Fehlen hinreichenden Mitunternehmerrisikos kompensiert werden konnte. Auch wenn die von der Beigeladenen zu&nbsp;1. erbrachten Dienstleistungen f&uuml;r die GbR durchaus von wirtschaftlicher Bedeutung waren und sie einem (begrenzten) Haftungsrisiko ausgesetzt war, so hatte sie aufgrund ihrer vertraglichen Befugnisse nicht die M&ouml;glichkeit, wie ein Unternehmer das Schicksal der GbR ma&szlig;geblich zu beeinflussen (vgl. Senatsurteil vom 16.&nbsp;Dezember 2003 VIII&nbsp;R&nbsp;6\/93, BFH\/NV 2004, 1080).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>49<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>e) Schlie&szlig;lich f&uuml;hrt auch der Umstand, dass die Beteiligten bei Abschluss des Gesellschaftsvertrages f&uuml;r die Zukunft eine gleichwertige Partnerschaft angestrebt und der Beigeladenen zu&nbsp;1. ein entsprechendes Optionsrecht zum Erwerb von einem Drittel der Praxis einger&auml;umt haben, nicht zur Annahme einer Mitunternehmerstellung. Erf&uuml;llt die Beteiligung eines vorgesehenen Unternehmensnachfolgers in einem Veranlagungszeitraum (noch) nicht die zur Begr&uuml;ndung der Mitunternehmerstellung erforderlichen Voraussetzungen, kann daran die f&uuml;r einen sp&auml;teren Zeitraum vorgesehene, f&uuml;r die Annahme einer Mitunternehmerstellung gen&uuml;gende Beteiligung (mangels R&uuml;ckwirkung) nichts &auml;ndern (BFH-Beschluss vom 4.&nbsp;April 2007 IV&nbsp;B&nbsp;143\/05, BFH\/NV 2007, 1848).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>50<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Die Kostenentscheidung folgt aus &sect;&nbsp;135 Abs.&nbsp;2 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 3.11.2015, VIII R 63\/13 Zur Mitunternehmerstellung im Rahmen einer Freiberuflerpraxis Leits&auml;tze Erh&auml;lt ein (Schein-)Gesellschafter eine von der Gewinnsituation abh&auml;ngige, nur nach dem eigenen Umsatz bemessene Verg&uuml;tung und ist er zudem von einer Teilhabe an den stillen Reserven der Gesellschaft ausgeschlossen, kann wegen des danach nur eingeschr&auml;nkt bestehenden Mitunternehmerrisikos eine Mitunternehmerstellung nur bejaht &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/viii-r-63-13-zur-mitunternehmerstellung-im-rahmen-einer-freiberuflerpraxis\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">VIII&nbsp;R&nbsp;63\/13 &#8211; Zur Mitunternehmerstellung im Rahmen einer Freiberuflerpraxis<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-66412","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-steuer"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/66412","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=66412"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/66412\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=66412"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=66412"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=66412"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}