{"id":66422,"date":"2017-01-18T13:05:33","date_gmt":"2017-01-18T11:05:33","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=66422"},"modified":"2017-01-18T13:05:33","modified_gmt":"2017-01-18T11:05:33","slug":"viii-r-33-13-anwendbarkeit-der-grundsaetze-des-formellen-bilanzenzusammenhangs-nach-realteilung-einer-personengesellschaft-auf-realteiler","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/viii-r-33-13-anwendbarkeit-der-grundsaetze-des-formellen-bilanzenzusammenhangs-nach-realteilung-einer-personengesellschaft-auf-realteiler\/","title":{"rendered":"VIII&nbsp;R&nbsp;33\/13 &#8211; Anwendbarkeit der Grunds&auml;tze des formellen Bilanzenzusammenhangs nach Realteilung einer Personengesellschaft auf Realteiler"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 20.10.2015, VIII R 33\/13<\/p>\n<p class=\"titel\">Anwendbarkeit der Grunds&auml;tze des formellen Bilanzenzusammenhangs nach Realteilung einer Personengesellschaft auf Realteiler<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>1. Nach der vor Einf&uuml;hrung der Regelungen in &sect; 16 Abs. 3 Satz 2 EStG durch das StEntlG 1999\/2000\/2002 vom 24. M&auml;rz 1999 (BGBl I 1999, 402) geltenden Rechtslage kann im Fall der Realteilung mit Buchwertfortf&uuml;hrung ein gewinnwirksamer Bilanzierungsfehler der realgeteilten Personengesellschaft nach den Grunds&auml;tzen des formellen Bilanzenzusammenhangs bei den Realteilern berichtigt werden.<\/p>\n<\/p>\n<p>2. Der Bilanzansatz f&uuml;r ein in der Gesamthandsbilanz vor der Realteilung vollst&auml;ndig abgeschriebenes Wirtschaftsgut ist fehlerhaft, wenn f&uuml;r dieses Wirtschaftsgut in einer darauf bezogenen negativen Erg&auml;nzungsbilanz keine korrespondierenden Zuschreibungen erfolgt sind. Geht dieses Wirtschaftsgut auf Realteiler &uuml;ber, kann die von ihnen fortgef&uuml;hrte negative Erg&auml;nzungsbilanz bei ihnen auf Grundlage des formellen Bilanzenzusammenhangs gewinnerh&ouml;hend aufgel&ouml;st werden.<\/p>\n<\/div>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Die Revision der Kl&auml;ger gegen das Urteil des Finanzgerichts M&uuml;nster vom 10. April 2013&nbsp;&nbsp;13 K 521\/09 F wird als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckgewiesen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Kosten des Revisionsverfahrens haben die Kl&auml;ger zu tragen.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>    <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Streitig ist, ob der Beklagte und Revisionsbeklagte (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) die Passivierung des Mandantenstamms in der Erg&auml;nzungsbilanz der Kl&auml;ger und Revisionskl&auml;ger zu 2. und 3. (Kl&auml;ger zu 2. und 3.) im Streitjahr (2004) gewinnerh&ouml;hend aufl&ouml;sen durfte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Jahre 1975 wurde durch die Kl&auml;ger zu 2. und zu 3. sowie durch einen weiteren Gesellschafter (nachfolgend C) eine Soziet&auml;t als GbR gegr&uuml;ndet. Am 2.&nbsp;Januar 1982 wurde ein weiterer Gesellschafter (nachfolgend D) aufgenommen. Alle Gesellschafter waren seitdem zu einem Viertel beteiligt. Die Gesellschaft wurde unter der Bezeichnung &quot;ABCD-GbR&quot; gef&uuml;hrt. In der Gesamthandsbilanz dieser GbR wurden anl&auml;sslich des Eintritts des D die Wirtschaftsg&uuml;ter einschlie&szlig;lich des Mandantenstamms auf die Teilwerte aufgestockt. Korrespondierend wurde zur Gew&auml;hrleistung der Fortf&uuml;hrung der Buchwerte f&uuml;r die Kl&auml;ger zu 2. und 3. und f&uuml;r C als Altgesellschafter eine gemeinsame negative Erg&auml;nzungsbilanz (als Erg&auml;nzungsbilanz I bezeichnet) gebildet, in der f&uuml;r den Mandantenstamm ein Minderwert ausgewiesen war.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Auf den in der Gesamthandsbilanz aktivierten Mandantenstamm wurden bis einschlie&szlig;lich 1986 keine Abschreibungen in der Gesamthandsbilanz und dementsprechend auch keine gewinnerh&ouml;henden Zuschreibungen in der Erg&auml;nzungsbilanz der Altgesellschafter vorgenommen. Danach wurde der Mandantenstamm im Zeitraum 1987 bis 1993 in der Gesamthandsbilanz der ABCD-GbR vollst&auml;ndig abgeschrieben. Eine korrespondierende gewinnerh&ouml;hende Zuschreibung in der Erg&auml;nzungsbilanz wurde nur im Zeitraum 1987 bis 1992 vorgenommen, so dass zum 31.&nbsp;Dezember 1992 der Mandantenstamm in der Gesamthandsbilanz auf &quot;Null&quot; abgeschrieben und ein Minderwert f&uuml;r das Wirtschaftsgut Mandantenstamm in der gemeinsamen Erg&auml;nzungsbilanz ausgewiesen wurde.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zum 30.&nbsp;Juni 1997 wurde die ABCD-GbR unter Gr&uuml;ndung von zwei neuen Gesellschaften, n&auml;mlich eine aus den Gesellschaftern C und D (im Folgenden: GbR&nbsp;II) sowie eine aus den Kl&auml;gern zu 2. und 3. bestehende Gesellschaft (mit einer jeweiligen h&auml;lftigen Gesellschafterbeteiligung), real geteilt. Diese von den Kl&auml;gern zu 2. und 3. im Zuge der Realteilung gegr&uuml;ndete Gesellschaft ist die Kl&auml;gerin und Revisionskl&auml;gerin zu 1. (Kl&auml;gerin zu 1.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Zuge der Realteilung erfolgte auch eine Aufteilung der Mandate der ABCD-GbR durch &Uuml;bertragung auf die neuen Gesellschaften in der Weise, dass jeder der Partner die Mandate &uuml;bernahm, die von ihm zuvor betreut worden waren. Dabei handelte es sich um alte, im Wesentlichen langj&auml;hrige Stammmandate, die teilweise bereits aus der Zeit vor 1982 stammten. Einen wesentlichen Mandatswechsel gab es nach den Feststellungen des Finanzgerichts (FG) nach der Realteilung nicht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die der Realteilung zugrunde liegende Bilanz der ABCD-GbR wurde auf den 30.&nbsp;Juni 1997 aufgestellt. Die Realteilung erfolgte unter Buchwertfortf&uuml;hrung mit Kapitalkontenanpassung. Zudem erhielten die Kl&auml;ger zu 2. und 3. eine Ausgleichszahlung von C und D. Eine gewinnerh&ouml;hende Aufl&ouml;sung der negativen Erg&auml;nzungsbilanz erfolgte anl&auml;sslich der Realteilung nicht. In der Er&ouml;ffnungsbilanz der Kl&auml;gerin zu 1. wurden die Buchwerte der &uuml;bernommenen Wirtschaftsg&uuml;ter angesetzt und fortgef&uuml;hrt. Gleiches galt f&uuml;r die negative Erg&auml;nzungsbilanz, die auch in der Folgezeit nicht durch gewinnerh&ouml;hende Zuschreibungen aufgel&ouml;st wurde.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zum 4.&nbsp;Januar 2004 schied der Kl&auml;ger zu 3. aus der Kl&auml;gerin zu 1. durch Ver&auml;u&szlig;erung seines Anteils an zwei neue Gesellschafter, die danach zu je 20&nbsp;% beteiligt waren, aus.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In der Erkl&auml;rung zur gesonderten und einheitlichen Feststellung von Besteuerungsgrundlagen der Kl&auml;gerin zu 1. f&uuml;r 2004 wurde neben dem laufenden Gewinn ein beg&uuml;nstigter Ver&auml;u&szlig;erungsgewinn des Kl&auml;gers zu 3. erkl&auml;rt, in dem der Ertrag aus der Aufl&ouml;sung der Erg&auml;nzungsbilanz enthalten war.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In dem nach &sect;&nbsp;164 Abs.&nbsp;1 der Abgabenordnung (AO) unter dem Vorbehalt der Nachpr&uuml;fung stehenden Bescheid &uuml;ber die gesonderte und einheitliche Feststellung von Besteuerungsgrundlagen f&uuml;r 2004 vom 16.&nbsp;M&auml;rz 2006 stellte das FA den Ver&auml;u&szlig;erungsgewinn in der erkl&auml;rten H&ouml;he fest. Im Einspruchsverfahren wurde der Feststellungsbescheid f&uuml;r das Streitjahr mehrfach ge&auml;ndert; der Vorbehalt der Nachpr&uuml;fung blieb bestehen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Jahre 2007 fand bei der Kl&auml;gerin zu 1. eine Au&szlig;enpr&uuml;fung f&uuml;r die Jahre 2003 bis 2005 statt. Die Pr&uuml;ferin beanstandete dabei die Nichtaufl&ouml;sung der Erg&auml;nzungsbilanz. Da die Aufl&ouml;sung unzutreffend unterblieben sei, m&uuml;sse sie im ersten Jahr nachgeholt werden, in dem der Feststellungsbescheid noch &auml;nderbar sei, n&auml;mlich im Streitjahr. Die Aufl&ouml;sung f&uuml;hre f&uuml;r beide Gesellschafter zu einem laufenden Gewinn.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dementsprechend erlie&szlig; das FA unter dem 18.&nbsp;Dezember 2007 einen nach &sect;&nbsp;164 Abs.&nbsp;2 AO ge&auml;nderten Bescheid &uuml;ber die gesonderte und einheitliche Feststellung von Besteuerungsgrundlagen f&uuml;r das Streitjahr. Es stellte einen laufenden Gewinn fest, der die Aufl&ouml;sungsbetr&auml;ge aus der Erg&auml;nzungsbilanz in H&ouml;he der auf die Kl&auml;ger zu 2. und 3. entfallenden Minderwerte des Mandantenstamms enthielt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Den Einspruch der Kl&auml;gerin zu 1. wies das FA nach Hinzuziehung der Kl&auml;ger zu 2. und 3. durch Einspruchsentscheidung vom 19.&nbsp;Januar 2009 als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ck. Die dagegen erhobenen Klagen der Kl&auml;gerin zu 1. und der Kl&auml;ger zu 2. und 3. wies das FG nach Verbindung der Verfahren zur gemeinsamen Verhandlung und Entscheidung mit Urteil vom 10.&nbsp;April 2013&nbsp;&nbsp;13&nbsp;K&nbsp;521\/09&nbsp;F, ver&ouml;ffentlicht in Entscheidungen der Finanzgerichte (EFG 2013, 1203), als unbegr&uuml;ndet ab.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit der Revision r&uuml;gen die Kl&auml;ger die Verletzung materiellen Bundesrechts in Gestalt von &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;1 Satz 1, &sect;&nbsp;18 Abs.&nbsp;3 i.V.m. &sect;&nbsp;16 Abs.&nbsp;1 und Abs.&nbsp;3 sowie des &sect;&nbsp;34 des Einkommensteuergesetzes in der im Streitjahr anzuwendenden Fassung (EStG).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit der vollst&auml;ndigen Abschreibung des Mandantenstamms in der Gesamthandsbilanz der ABCD-GbR im Jahr 1993 habe auch die negative Erg&auml;nzungsbilanz gewinnerh&ouml;hend aufgel&ouml;st werden m&uuml;ssen. Da dies unterblieben sei, sei die urspr&uuml;ngliche Bilanzierung bei der ABCD-GbR fehlerhaft. Eine Korrektur der Gewinnfeststellung f&uuml;r das Kalenderjahr 1993 sei allerdings nicht mehr m&ouml;glich. Der Bilanzierungsfehler habe sich nach dem Kalenderjahr 1993 fortgesetzt. Sp&auml;testens im Zuge der Realteilung der ABCD-GbR zum 30.&nbsp;Juni 1997 habe eine Aufl&ouml;sung der negativen Erg&auml;nzungsbilanz erfolgen m&uuml;ssen. Eine &Auml;nderung der Gewinnfeststellung f&uuml;r 1997 bzw. 1998 sei ebenfalls nicht mehr m&ouml;glich.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Entgegen der Ansicht des FA k&ouml;nne keine Korrektur auf Ebene der Kl&auml;gerin zu 1. im Streitjahr auf der Grundlage einer interpersonellen Anwendung der Grunds&auml;tze zum formellen Bilanzenzusammenhang erfolgen. Zwar sei eine solche Korrektur in bestimmten F&auml;llen auch gegen&uuml;ber einem Rechtsnachfolger m&ouml;glich. Bei einer Realteilung gebe es aber keine solche Gesamtrechtsnachfolge.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Folge man dem nicht, geh&ouml;re zum steuerbeg&uuml;nstigten Ver&auml;u&szlig;erungsgewinn nach &sect; 18 Abs.&nbsp;3 i.V.m. &sect; 16 Abs.&nbsp;1 und Abs.&nbsp;3 EStG auch der auf den Kl&auml;ger zu 3. entfallende Teil des Gewinns aus der gewinnerh&ouml;henden Aufl&ouml;sung der Erg&auml;nzungsbilanz.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;ger beantragen,<br \/>das angefochtene FG-Urteil und die Einspruchsentscheidung des FA vom 19.&nbsp;Januar 2009 aufzuheben und den angefochtenen Feststellungsbescheid f&uuml;r 2004 vom 18.&nbsp;Dezember 2007 durch Ansatz eines um insgesamt 56.719,31&nbsp;EUR geminderten Gewinns zu &auml;ndern und diese Minderung hinsichtlich des Kl&auml;gers<\/p>\n<p>a) zu 2. in H&ouml;he von 28.359,65&nbsp;EUR (aus Erg&auml;nzungsbilanz I), und<\/p>\n<p>b) zu 3. in H&ouml;he von 28.359,66&nbsp;EUR (aus Erg&auml;nzungsbilanz I) zu ber&uuml;cksichtigen,<br \/>hilfsweise den Anteil des Kl&auml;gers zu 3. in H&ouml;he von 28.359,66&nbsp;EUR als Teil des Ver&auml;u&szlig;erungsgewinns anzusetzen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt, die Revision als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>    <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Revision ist unbegr&uuml;ndet und nach &sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;2 der Finanzgerichtsordnung (FGO) zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Zu Recht hat das FG bei der Entscheidung &uuml;ber den Hauptantrag die Auffassung des FA best&auml;tigt, dass die negativen Erg&auml;nzungsbilanzen der Kl&auml;ger zu 2. und 3. im Streitjahr gewinnerh&ouml;hend aufgel&ouml;st werden mussten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Das FG hat zutreffend ausgef&uuml;hrt, dass die Kl&auml;ger zu 2. und 3. bereits w&auml;hrend des Bestehens der ABCD-GbR verpflichtet gewesen w&auml;ren, den in ihrer (gemeinsamen) negativen Erg&auml;nzungsbilanz ausgewiesenen Minderwert f&uuml;r den Mandantenstamm durch mit den Abschreibungsbetr&auml;gen in der Gesamthandsbilanz korrespondierende Zuschreibungen vollst&auml;ndig gewinnerh&ouml;hend aufzul&ouml;sen (s. zur Fortschreibung der Minderwerte in negativen Erg&auml;nzungsbilanzen korrespondierend zu den Wertans&auml;tzen in der Gesamthandsbilanz Urteile des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 8.&nbsp;Dezember 1994 IV&nbsp;R&nbsp;82\/92, BFHE 176, 392, BStBl II 1995, 599; vom 28.&nbsp;September 1995 IV&nbsp;R&nbsp;57\/94, BFHE 179, 84, BStBl II 1996, 68). Dies ziehen auch die Beteiligten nicht in Zweifel.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Entgegen der Auffassung der Kl&auml;ger waren die negativen Erg&auml;nzungsbilanzen im Streitjahr nach den Grunds&auml;tzen des formellen Bilanzenzusammenhangs bei der Kl&auml;gerin zu 1. aufzul&ouml;sen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Soweit die Kl&auml;ger zu 2. und 3. eine einheitliche Erg&auml;nzungsbilanz gef&uuml;hrt haben, war dies nicht zutreffend. Die Minderwerte waren in pers&ouml;nlichen Erg&auml;nzungsbilanzen der Kl&auml;ger zu 2. und 3. zu erfassen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Eine interpersonelle Geltung der Grunds&auml;tze des formellen Bilanzenzusammenhangs &#8211;hier auf Ebene der Kl&auml;gerin zu 1. als &uuml;bernehmender Rechtstr&auml;gerin nach der Realteilung&#8211; hat der BFH bereits in verschiedenen Fallkonstellationen anerkannt (BFH-Beschluss vom 21.&nbsp;August 2012 I&nbsp;B&nbsp;179\/11, BFH\/NV 2013, 21; BFH-Urteile vom 6.&nbsp;Juni 2013&nbsp;I&nbsp;R&nbsp;36\/12, BFH\/NV 2014, 74; vom 11.&nbsp;April 2013 III&nbsp;R&nbsp;32\/12, BFHE 241, 346, BStBl II 2014, 242, unter Hinweis auf BFH-Urteil vom 10.&nbsp;Dezember 1991 VIII&nbsp;R&nbsp;69\/86, BFHE 166, 476, BStBl II 1992, 385; zur Bilanzberichtigung nach einem Formwechsel s. BFH-Urteil vom 16.&nbsp;Dezember 2014 VIII&nbsp;R&nbsp;45\/12, BFHE 249, 83, BStBl II 2015, 759). Dies gilt insbesondere f&uuml;r Einbringungen, die gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;24 des Umwandlungssteuergesetzes (UmwStG) zum Buchwert erfolgen. Dem liegt der Gedanke zugrunde, dass die Besteuerung der bisher nicht erfassten Gewinne (oder Wertsteigerungen) aufgrund der Buchwertfortf&uuml;hrung l&uuml;ckenlos gesichert bleibt und als Folge des durch die Buchwertverkn&uuml;pfung hergestellten Bilanzenzusammenhangs auch die erfolgswirksame Berichtigung fehlerhafter Bilanzans&auml;tze des Einbringenden im Rahmen der Gewinnermittlung der aufnehmenden Personengesellschaft nach sich zieht (vgl. zu &sect;&nbsp;22 UmwStG 1969 BFH-Urteil vom 7.&nbsp;Juni 1988 VIII&nbsp;R&nbsp;296\/82, BFHE 153, 407, BStBl II 1988, 886).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Der Senat bejaht die interpersonelle Anwendbarkeit der Grunds&auml;tze des formellen Bilanzenzusammenhangs &#8211;entgegen der Auffassung der Kl&auml;ger&#8211; auch f&uuml;r den hier gegebenen Fall. Ein Bilanzierungsfehler bei der vor der Realteilung bestehenden Gesellschaft kann bei den Realteilern berichtigt werden, wenn die weiteren Voraussetzungen des formellen Bilanzenzusammenhangs erf&uuml;llt sind. Dies leitet der Senat aus der Vergleichbarkeit der Wahlrechte gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;24 UmwStG a.F., bei Einbringung einer Sachgesamtheit die Buchwerte fortf&uuml;hren zu k&ouml;nnen, und des im Jahr 1997 f&uuml;r Ausbringungen im Rahmen der Realteilung gleicherma&szlig;en anerkannten Wahlrechts ab. Die Rechtsprechung hat die Realteilung &#8211;vor Einf&uuml;hrung der gesetzlichen Regelungen der Realteilung in &sect;&nbsp;16 Abs.&nbsp;3 S&auml;tze&nbsp;2 bis 6 EStG durch das Steuerentlastungsgesetz 1999\/2000\/2002 (StEntlG&nbsp;1999\/2000\/2002) vom 24.&nbsp;M&auml;rz 1999 (BGBl I 1999, 402) und den &Auml;nderungen durch das Unternehmenssteuerfortentwicklungsgesetz vom 20.&nbsp;Dezember 2001 (BGBl I 2001, 3858)&#8211; ihrem Wesen nach als umgekehrten Fall der Einbringung gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;24 UmwStG 1977\/1995 angesehen. Das im Wege der Realteilung in Rechtsprechung und Finanzverwaltung anerkannte Wahlrecht zur Fortf&uuml;hrung der Buchwerte bei den Realteilern schr&auml;nkt f&uuml;r die Ausbringung von Betriebsverm&ouml;gen aus einer Mitunternehmerschaft ebenso wie das in &sect;&nbsp;24 UmwStG a.F. f&uuml;r Einbringungen geregelte Wahlrecht die ansonsten gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;16 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 EStG gebotene Aufdeckung der stillen Reserven ein (BFH-Urteile vom 19.&nbsp;Januar 1982 VIII&nbsp;R&nbsp;21\/77, BFHE 135, 282, BStBl II 1982, 456; in BFHE 166, 476, BStBl II 1992, 385).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>dd) Im Rahmen der Realteilung ist der bei der ABCD-GbR vorhandene Mandantenstamm zu Buchwerten auf die Kl&auml;gerin zu 1. &uuml;bergegangen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aaa) Das Wahlrecht zur Fortf&uuml;hrung der Buchwerte bestand nach der zum 30.&nbsp;Juni 1997 geltenden Rechtslage auch, wenn &#8211;wie im Streitfall&#8211; eine Mitunternehmerschaft (die ABCD-GbR) im Wege der Realteilung in zwei Mitunternehmerschaften (die Kl&auml;gerin zu 1. und die GbR II) aufgeteilt und hierbei die Wirtschaftsg&uuml;ter unmittelbar in das Gesamthandsverm&ouml;gen der Zielgesellschaften &uuml;bertragen wurden (vgl. zur Buchwertfortf&uuml;hrung nach Realteilung nach &Uuml;berf&uuml;hrung von Wirtschaftsg&uuml;tern in ein anderes Betriebsverm&ouml;gen BFH-Urteil vom 23.&nbsp;M&auml;rz 1995 IV&nbsp;R&nbsp;93\/93, BFHE 177, 404, BStBl II 1995, 700). Die Wirtschaftsg&uuml;ter der ABCD-GbR sind aufgrund der Realteilung zum 30.&nbsp;Juni 1997 nach den Feststellungen des FG auch unter Aus&uuml;bung des Wahlrechts, die Buchwerte fortzuf&uuml;hren, unmittelbar in das Gesamthandsverm&ouml;gen der Kl&auml;gerin zu 1. und der GbR II &uuml;bergegangen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bbb) Zu den auf die Kl&auml;gerin zu 1. &uuml;bergegangenen Wirtschaftsg&uuml;tern geh&ouml;rte auch ein Teil des Mandantenstamms der ABCD-GbR, soweit er auf die Mandate der Kl&auml;ger zu 2. und 3. entfiel.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(1) Der Mandantenstamm ist ein immaterielles Wirtschaftsgut (BFH-Beschluss vom 8.&nbsp;April 2011 VIII&nbsp;B&nbsp;116\/10, BFH\/NV 2011, 1135; BFH-Urteile vom 18.&nbsp;Dezember 1996 I&nbsp;R&nbsp;128-129\/95, BFHE 182, 366, BStBl II 1997, 546; vom 24.&nbsp;Februar 1994 IV&nbsp;R&nbsp;33\/93, BFHE 174, 230, BStBl II 1994, 590). Das FG hat zutreffend entschieden, dass der Mandantenstamm der ABCD-GbR im Zuge der Realteilung teilweise auf die Kl&auml;gerin zu 1. &uuml;bergegangen ist. Denn es hat festgestellt, dass der in der Gesamthandsbilanz vollst&auml;ndig abgeschriebene Mandantenstamm sich im Zeitpunkt der Realteilung im Wesentlichen aus Mandanten der Kl&auml;ger zu 2. und 3. zusammensetzte, die schon vor Aufnahme des D in die ABCD-GbR, danach in der ABCD-GbR und auch nach der Realteilung auf Ebene der Kl&auml;gerin zu 1. von den Kl&auml;gern zu 2. und 3. beraten wurden. Das FG hat zu Recht auch trotz der &Auml;nderungen im Mandantenkreis der Kl&auml;ger zu 2. und 3. eine weitgehende &Uuml;bereinstimmung des auf Ebene der ABCD-GbR den Kl&auml;gern zu 2. und 3. zuzurechnenden und auf die Kl&auml;gerin zu 1. &uuml;bergegangenen Mandantenstamms bejaht. Ein Mandantenstamm ist keine statische, sondern eine sich stets ver&auml;ndernde Gesamtheit, was Zu- und Abg&auml;nge mit einschlie&szlig;t. Dass zu den urspr&uuml;nglichen Mandanten der ABCD-GbR, die von den Kl&auml;gern zu 2. und 3. betreut wurden, im Laufe der Jahre eventuell weitere Mandate hinzukamen und andere Mandate wegfielen, schlie&szlig;t die Annahme der weitgehend unver&auml;nderten Fortf&uuml;hrung desselben Mandantenstamms durch das FG nicht aus (BFH-Urteil vom 26.&nbsp;Juni 2012 VIII&nbsp;R&nbsp;22\/09, BFHE 238, 59, BStBl II 2012, 777).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(2) Der Annahme eines &Uuml;bergangs des Mandantenstamms auf die Kl&auml;gerin zu 1. steht auch nicht der Umstand entgegen, dass der Mandantenstamm bereits vor der Realteilung in der Gesamthandsbilanz der ABCD-GbR vollst&auml;ndig abgeschrieben war. Die in der Rechtsprechung anerkannte Nutzungsdauer eines derivativ erworbenen &quot;Soziet&auml;tspraxiswertes&quot; von sechs bis zehn Jahren beruht im Fall der Aufnahme eines neuen Gesellschafters in eine Soziet&auml;t auf der typisierenden Annahme, dass dieser die Chance erh&auml;lt, unter Mithilfe der Altgesellschafter ein Vertrauensverh&auml;ltnis zwischen sich und den bei Gr&uuml;ndung der Soziet&auml;t vorhandenen Mandanten oder Patienten aufzubauen. Diese Chance verfl&uuml;chtigt sich im Laufe der Zeit und definiert die Nutzungsdauer des aus Sicht des Neugesellschafters derivativ erworbenen Mandantenstamms. Gelingt es dem hinzutretenden Sozius innerhalb der zur Verf&uuml;gung stehenden Zeit, zwischen sich und den &quot;alten&quot; Mandanten ein Vertrauensverh&auml;ltnis herzustellen, so handelt es sich beim Mandantenstamm um ein selbstgeschaffenes immaterielles Wirtschaftsgut, das nach &sect;&nbsp;5 Abs.&nbsp;2 EStG nicht mehr als Aktivposten ausgewiesen und abgeschrieben werden darf (BFH-Urteil in BFHE 174, 230, BStBl II 1994, 590). Der Ausweis des Mandantenstamms zum Teilwert in der Gesamthandsbilanz der ABCD-GbR und die Abschreibung des Mandantenstamms von dieser Bemessungsgrundlage unter Bildung negativer Erg&auml;nzungsbilanzen der Kl&auml;ger zu 2. und 3. wurde somit im Hinblick auf den D vorgenommen. Dessen Chance, ein Vertrauensverh&auml;ltnis mit den vorhandenen Mandanten der Soziet&auml;t aufzubauen, wurde durch die Abschreibung im Rahmen der typischen Nutzungsdauer Rechnung getragen. Der Rechtsprechung ist aber nicht zu entnehmen, dass aus Sicht der Altgesellschafter (hier des C und der Kl&auml;ger zu 2. und 3.) der bei Eintritt des Neugesellschafters vorhandene Mandantenstamm nach dessen Eintritt mit Ablauf der betriebsgew&ouml;hnlichen Nutzungsdauer erlischt. Der vorhandene Mandantenstamm wird zum Buchwert fortgef&uuml;hrt, was im Streitfall durch Bildung der negativen Erg&auml;nzungsbilanzen f&uuml;r die Kl&auml;ger zu 2. und 3. dokumentiert wurde. Er bleibt als solcher erhalten, wenn &#8211;wie im Streitfall&#8211; die Mandatsbeziehungen der Altgesellschafter auch nach Eintritt des Neugesellschafters weitgehend unver&auml;ndert bleiben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>ccc) Das Argument der Kl&auml;ger zu 2. und 3., sie h&auml;tten im Zuge der Realteilung einen Spitzenausgleich vereinnahmt, &auml;ndert nichts daran, dass im Hinblick auf den &uuml;bergegangenen Mandantenstamm auf Ebene der Kl&auml;gerin zu 1. dessen (negativer) Buchwert fortgef&uuml;hrt wurde. Die Zahlung des Spitzenausgleichs ist kein Umstand, der im Streitfall der interpersonellen Geltung der Grunds&auml;tze zum formellen Bilanzenzusammenhang entgegensteht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der BFH hat zu der im Zeitpunkt der Realteilung der ABCD-GbR (1997) geltenden Rechtslage zwar entschieden, bei einer Realteilung mit Buchwertfortf&uuml;hrung habe die Vereinbarung eines Spitzenausgleichs beim Ausgleichsberechtigten eine Gewinnrealisierung in H&ouml;he des Ausgleichsbetrages zur Folge. Ist die Realteilungsbilanz wegen der unver&auml;nderten Fortf&uuml;hrung der Buchwerte die steuerrechtliche Schlussbilanz, wirkt sich der Anspruch auf einen Spitzenausgleich in dieser Bilanz aber nicht aus und f&uuml;hrt insbesondere nicht zum Ansatz von Zwischenwerten. Die Fortf&uuml;hrung der Buchwerte durch die ausgleichsberechtigten Realteiler (hier: die Kl&auml;ger zu 2. und 3.) hat zur Folge, dass in deren Fortf&uuml;hrung(er&ouml;ffnungs-)bilanz die Kapitalkonten nur in dem Umfang den Buchwerten der &uuml;bernommenen Wirtschaftsg&uuml;ter anzupassen &#8211;also auf- oder abzustocken&#8211; sind, als sich diese aus der steuerrechtlichen Schlussbilanz der Gesellschaft ergeben. Der Spitzenausgleich f&uuml;hrt bei der Realteilung mit Buchwertfortf&uuml;hrung beim ausgleichsberechtigten Realteiler nur deshalb zu einer Gewinnrealisierung, weil die Realteilungsvereinbarung in H&ouml;he der Wertdifferenz zwischen der Summe der Verkehrswerte der &uuml;bernommenen Wirtschaftsg&uuml;ter und dem urspr&uuml;nglichen Auseinandersetzungsanspruch eine Abtretung dieses Anspruchs an den anderen Gesellschafter enth&auml;lt und der Spitzenausgleich ausschlie&szlig;lich ein Entgelt im Rahmen dieser Abtretung darstellt (s. zum Ganzen BFH-Urteil vom 1.&nbsp;Dezember 1992 VIII&nbsp;R&nbsp;57\/90, BFHE 170, 320, BStBl II 1994, 607).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>33<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>ddd) Es gab im Zeitpunkt der Realteilung auch keine Verpflichtung, die negativen Erg&auml;nzungsbilanzen der Kl&auml;ger zu 2. und 3. aufzul&ouml;sen, da die Wirtschaftsg&uuml;ter der ABCD-GbR auf Mitunternehmerschaften und nicht auf Einzelunternehmen &uuml;bergingen. Das von den Kl&auml;gern f&uuml;r das Gegenteil zitierte BFH-Urteil vom 18.&nbsp;Mai 1995 IV&nbsp;R&nbsp;20\/94 (BFHE 178, 390, BStBl II 1996, 70) steht dem nicht entgegen, weil dort nur f&uuml;r die Realteilung einer Mitunternehmerschaft in Einzelunternehmen der Realteiler entschieden wurde, dass die Erg&auml;nzungsbilanzen zwingend zur Bestimmung der Buchwerte heranzuziehen und die kumulierten Buchwerte &uuml;ber die Kapitalkontenanpassungsmethode auf die Einzelbetriebsverm&ouml;gen der Realteiler zu verteilen sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>34<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>ee) Auch die weiteren Voraussetzungen einer gewinnerh&ouml;henden Korrektur lagen vor.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>35<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aaa) Der Grundsatz des formellen Bilanzenzusammenhangs besagt, dass ein fehlerhafter Bilanzansatz, der einer bestandskr&auml;ftigen Veranlagung zugrunde liegt, in der Schlussbilanz des ersten Wirtschaftsjahrs zu berichtigen ist, dessen Ergebnis unter Beachtung der Rechtsregeln &uuml;ber die Bestandskraft und Verj&auml;hrung noch Eingang in die Steuerveranlagung oder einen hierf&uuml;r bindenden Feststellungsbescheid finden kann. Die Grunds&auml;tze des formellen Bilanzenzusammenhangs gelten f&uuml;r alle aktiven und passiven Bilanzposten und damit auch f&uuml;r den bei der Kl&auml;gerin zu 1. vorhandenen Mandantenstamm. Die Korrektur ist nach dem sog. Stornierungsgedanken erfolgswirksam vorzunehmen, wenn auch der Bilanzierungsfehler den Gewinn oder Verlust beeinflusst hat (vgl. aus der st&auml;ndigen Rechtsprechung BFH-Urteile vom 25.&nbsp;Juni 2014 I&nbsp;R&nbsp;29\/13, BFH\/NV 2015, 27; vom 30.&nbsp;Januar 2013 I&nbsp;R&nbsp;54\/11, BFHE 240, 246, BStBl II 2013, 1048; Beschluss des Gro&szlig;en Senats des BFH vom 31.&nbsp;Januar 2013 GrS&nbsp;1\/10, BFHE 240, 162, BStBl II 2013, 317). Wenn sich ein Bilanzierungsfehler steuerlich bislang nicht ausgewirkt hat, ist der fehlerhafte Bilanzansatz unter Durchbrechung des formellen Bilanzenzusammenhangs hingegen in der Anfangsbilanz des ersten noch &auml;nderbaren Veranlagungszeitraumes gewinnneutral durch den richtigen zu ersetzen. Der Grundsatz des formellen Bilanzenzusammenhangs kann schlie&szlig;lich unter Ber&uuml;cksichtigung der Grunds&auml;tze von Treu und Glauben durchbrochen werden (s. zum Ganzen BFH-Urteil vom 28.&nbsp;April 1998 VIII&nbsp;R&nbsp;46\/96, BFHE 185, 492, BStBl II 1998, 443; BFH-Beschluss vom 22.&nbsp;April 1998 IV&nbsp;B&nbsp;107\/97, BFH\/NV 1999, 162; Beschluss des Gro&szlig;en Senats des BFH in BFHE 240, 162, BStBl II 2013, 317, m.w.N.; BFH-Urteil in BFHE 249, 83, BStBl II 2015, 759).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>36<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bbb) Die vollst&auml;ndige Abschreibung des Mandantenstamms in der Gesamthandsbilanz der ABCD-GbR ohne korrespondierende gewinnerh&ouml;hende Aufl&ouml;sung der negativen Erg&auml;nzungsbilanzen der Kl&auml;ger zu 2. und 3. ist der Inanspruchnahme &uuml;berh&ouml;hter Abschreibungen vergleichbar. Bei Inanspruchnahme &uuml;berh&ouml;hter Absetzung f&uuml;r Abnutzung f&uuml;r ein Wirtschaftsgut des Anlageverm&ouml;gens wird dieser Fehler &#8211;als Ausnahme von der Korrektur im Wege des formellen Bilanzenzusammenhangs&#8211; zwar dann nicht durch eine gewinnwirksame Berichtigung des Bilanzwertes korrigiert, wenn er sich in den folgenden Jahren von selbst aufhebt und der richtige Totalgewinn gew&auml;hrleistet ist (vgl. BFH-Urteile vom 11.&nbsp;Dezember 1987 III&nbsp;R&nbsp;266\/83, BFHE 152, 128, BStBl II 1988, 335; vom 4.&nbsp;Mai 1993 VIII&nbsp;R&nbsp;14\/90, BFHE 171, 271, BStBl II 1993, 661, und vom 9.&nbsp;Mai 2012 X&nbsp;R&nbsp;38\/10, BFHE 237, 329, BStBl II 2012, 725). Dies ist im Streitfall indes ausgeschlossen, da eine weitere Abschreibung des Mandantenstamms mangels eines positiven Restbuchwerts nicht in Betracht kommt. Die auf Ebene der Gesamthandsbilanz der ABCD-GbR und in den negativen Erg&auml;nzungsbilanzen der Kl&auml;ger zu 2. und 3. insgesamt zu hoch in Anspruch genommenen Abschreibungen sind auf Grundlage des formellen Bilanzenzusammenhangs gewinnerh&ouml;hend zu stornieren, indem die negativen Erg&auml;nzungsbilanzen der Kl&auml;ger zu 2. und 3. aufgel&ouml;st werden (vgl. dazu BFH-Urteile in BFHE 152, 128, BStBl II 1988, 335, zur Korrektur &uuml;berh&ouml;hter Abschreibungen, wenn sich der Fehler nicht von selbst ausgleicht; in BFHE 237, 329, BStBl II 2012, 725, zur Korrektur eines fehlerhaften Bilanzansatzes durch Ansatz des zutreffenden fiktiven Restbuchwerts im Rahmen der Ermittlung eines Ver&auml;u&szlig;erungsgewinns).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>37<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>ff) Die Kl&auml;gerin zu 1. hatte die negativen Erg&auml;nzungsbilanzen auch im Streitjahr gewinnwirksam aufzul&ouml;sen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>38<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>F&uuml;r den Kl&auml;ger zu 2. konnte die Korrektur in der Schlussbilanz der Kl&auml;gerin zu 1. f&uuml;r das Streitjahr erfolgen. F&uuml;r den zum 4.&nbsp;Januar des Streitjahres ausgeschiedenen Kl&auml;ger zu 3. konnte die Korrektur ebenfalls im Streitjahr erfolgen, obwohl dieser am Ende des Streitjahres an der Kl&auml;gerin zu 1. nicht mehr beteiligt war. Eine Korrektur im Wege des formellen Bilanzenzusammenhangs kann ohne Aufstellung einer Bilanz im Rahmen einer Ermittlung des Ver&auml;u&szlig;erungsgewinns bei einer unterj&auml;hrigen Teilbetriebsver&auml;u&szlig;erung erfolgen, wenn keine (Zwischen-)Bilanz aufgestellt wird (vgl. BFH-Urteil in BFHE 237, 329, BStBl II 2012, 725; s. zu dieser &quot;Korrektur der Schlussbilanz ohne Bilanz&quot; auch Markus Prinz, Finanz-Rundschau 2012, 1123). Gleiches gilt im Fall der unterj&auml;hrigen Ver&auml;u&szlig;erung des Mitunternehmeranteils eines Gesellschafters an einer fortbestehenden Mitunternehmerschaft &#8211;wie im Streitfall&#8211; bei der Ermittlung des Ver&auml;u&szlig;erungsgewinns nach &sect;&nbsp;16 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 EStG. Der auf den ausscheidenden Kl&auml;ger zu 3. entfallende Buchwert des Mandantenstamms ist &#8211;wie im BFH-Urteil in BFHE 237, 329, BStBl II 2012, 725 zur Ermittlung des Ver&auml;u&szlig;erungsgewinns bei einer Teilbetriebsver&auml;u&szlig;erung ausgef&uuml;hrt wurde&#8211; bei der Ermittlung des Ver&auml;u&szlig;erungsgewinns zum 4.&nbsp;Januar des Streitjahres gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;16 Abs.&nbsp;2 EStG in H&ouml;he des fiktiven Restbuchwerts anzusetzen, der sich im Fall einer Korrektur nach den Grunds&auml;tzen des formellen Bilanzenzusammenhangs im Rahmen einer Schlussbilanz f&uuml;r das Streitjahr ergeben w&uuml;rde.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>39<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>gg) Mit dem FG ist schlie&szlig;lich davon auszugehen, dass die Korrektur nicht gegen den Grundsatz von Treu und Glauben verst&ouml;&szlig;t, weil die Nichtbeanstandung des Bilanzierungsfehlers in vorangegangenen Au&szlig;enpr&uuml;fungen andere Feststellungszeitr&auml;ume (1981 bis 1983 sowie 1990 bis 1992) betraf und im Rahmen dieser Pr&uuml;fungen keinerlei vertrauenschaffende Aussagen des FA zur Streitfrage gemacht wurden. Allein der Umstand, dass der dem Streitjahr vorangegangene Veranlagungszeitraum Gegenstand einer Au&szlig;enpr&uuml;fung gewesen war, ist f&uuml;r sich allein kein Grund, die Grunds&auml;tze &uuml;ber den formellen Bilanzenzusammenhang nicht anzuwenden (BFH-Urteil vom 28.&nbsp;Oktober 1998 X&nbsp;R&nbsp;96\/96, BFHE 187, 450, BStBl II 1999, 217). Der Grundsatz von Treu und Glauben ist lediglich &#8211;zu Lasten des Steuerpflichtigen&#8211; in Betracht gezogen worden, wenn dieser in Vorjahren die Bilanzierung eines Schuldpostens bewusst rechtswidrig und willk&uuml;rlich unterlassen oder in anderer Weise bewusst unrechtm&auml;&szlig;ige Steuervorteile erstrebt hat (vgl. BFH-Urteile vom 7.&nbsp;Oktober 1971 IV&nbsp;R&nbsp;181\/66, BFHE 103, 564, BStBl II 1972, 271; vom 3.&nbsp;Juli 1980 IV&nbsp;R&nbsp;31\/77, BFHE 131, 229, BStBl II 1981, 255). Zu Lasten des FA wurde der Grundsatz angewendet, wenn dieses dem Steuerpflichtigen unrichtige Bilanzans&auml;tze aufgedr&auml;ngt hatte (BFH-Urteil in BFHE 135, 282, BStBl II 1982, 456). Dies war vorliegend offensichtlich nicht der Fall.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>40<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Zu Recht hat das FG die Klage auch hinsichtlich des Hilfsantrags abgewiesen. Denn der Gewinn aus der Aufl&ouml;sung der negativen Erg&auml;nzungsbilanz des Kl&auml;gers zu 3. ist Teil des laufenden Gewinns und nicht des Ver&auml;u&szlig;erungsgewinns i.S. des &sect;&nbsp;16 Abs.&nbsp;2 i.V.m. &sect;&nbsp;34 EStG.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>41<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;16 Abs.&nbsp;2 EStG ist Ver&auml;u&szlig;erungsgewinn der Betrag, um den der Ver&auml;u&szlig;erungspreis nach Abzug der Ver&auml;u&szlig;erungskosten den Wert des Betriebsverm&ouml;gens &uuml;bersteigt. Der Wert des Betriebsverm&ouml;gens ist f&uuml;r den Zeitpunkt der Anteilsver&auml;u&szlig;erung nach &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;1 oder &sect;&nbsp;5 EStG zu ermitteln (&sect;&nbsp;16 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 EStG). Im Rahmen der Ermittlung des Gewinns aus der Ver&auml;u&szlig;erung des Mitunternehmeranteils des Kl&auml;gers zu 3. sind somit der laufende Gewinn bis zum Ver&auml;u&szlig;erungszeitpunkt und der Ver&auml;u&szlig;erungsgewinn voneinander abzugrenzen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>42<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Die Aufl&ouml;sung der negativen Erg&auml;nzungsbilanzen bewirkt bei den Kl&auml;gern zu 2. und 3. gleicherma&szlig;en die Stornierung des zu hohen Betriebsausgabenabzugs, der bei der ABCD-GbR in Anspruch genommen wurde. Durch die Korrektur wird der bei der Kl&auml;gerin zu 1. im Streitjahr ausgewiesene negative Buchwert des Mandantenstamms (aufgrund des kombinierten Ansatzes in H&ouml;he von Null in der Gesamthandsbilanz und des Minderwerts in der negativen Erg&auml;nzungsbilanz des Kl&auml;gers zu 3.) im Ver&auml;u&szlig;erungszeitpunkt auf Null heraufgeschleust. Dies f&uuml;hrt zu einem laufenden Gewinn der Kl&auml;gerin zu 1. Der Stornierungsgewinn ist auch nicht Bestandteil des dem Kl&auml;ger zu 3. gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;16 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 EStG gew&auml;hrten Ver&auml;u&szlig;erungsentgelts. Den beg&uuml;nstigungsf&auml;higen Ver&auml;u&szlig;erungsgewinn beeinflusst nur nachgelagert der Abzug des auf den Kl&auml;ger zu 3. entfallenden Kapitalkontos (Wert des Betriebsverm&ouml;gens i.S. des &sect;&nbsp;16 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 EStG), in das der anteilige Mandantenstamm nach Aufl&ouml;sung der negativen Erg&auml;nzungsbilanz mit dem Wert Null eingeht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>43<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Die Kostenentscheidung beruht auf &sect;&nbsp;135 Abs.&nbsp;2 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 20.10.2015, VIII R 33\/13 Anwendbarkeit der Grunds&auml;tze des formellen Bilanzenzusammenhangs nach Realteilung einer Personengesellschaft auf Realteiler Leits&auml;tze 1. Nach der vor Einf&uuml;hrung der Regelungen in &sect; 16 Abs. 3 Satz 2 EStG durch das StEntlG 1999\/2000\/2002 vom 24. 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