{"id":66426,"date":"2017-01-18T13:05:26","date_gmt":"2017-01-18T11:05:26","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=66426"},"modified":"2017-01-18T13:05:26","modified_gmt":"2017-01-18T11:05:26","slug":"iv-r-43-12-keine-zusammenfassung-von-feststellungen-fuer-doppelstoeckige-personengesellschaft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/iv-r-43-12-keine-zusammenfassung-von-feststellungen-fuer-doppelstoeckige-personengesellschaft\/","title":{"rendered":"IV&nbsp;R&nbsp;43\/12 &#8211; Keine Zusammenfassung von Feststellungen f&uuml;r doppelst&ouml;ckige Personengesellschaft"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 21.10.2015, IV R 43\/12<\/p>\n<p class=\"titel\">Keine Zusammenfassung von Feststellungen f&uuml;r doppelst&ouml;ckige Personengesellschaft<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>Ist eine Personengesellschaft atypisch still an einer Kapitalgesellschaft beteiligt, d&uuml;rfen die Feststellungen der Eink&uuml;nfte aus der Personengesellschaft und aus der atypisch stillen Gesellschaft nicht in einem einheitlichen Feststellungsbescheid getroffen werden.<\/p>\n<\/div>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Auf die Revision der Kl&auml;ger werden das Urteil des Finanzgerichts M&uuml;nchen vom 25. Februar 2011&nbsp;&nbsp;8 K 1832\/07 und die ge&auml;nderten Feststellungsbescheide vom 29. M&auml;rz 2005 und vom 10. Oktober 2005 in Gestalt der Einspruchsentscheidung vom 2. Mai 2007 aufgehoben.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Kosten des gesamten Verfahrens hat der Beklagte zu tragen.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>    <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Die Kl&auml;ger und Revisionskl&auml;ger (Kl&auml;ger) sind Gesellschafter der &#8230; GbR mit beschr&auml;nkter Haftung (Beigeladene zu 2.; im Folgenden: GbR), an der ca. 300 Anleger beteiligt sind. Die Kl&auml;ger zu 1. und zu&nbsp;2. traten der GbR mit Erkl&auml;rungen vom 25.&nbsp;September und 27.&nbsp;Dezember 1996 (Beteiligungssumme jeweils 100.000&nbsp;DM) bei, die Kl&auml;ger zu 3. und zu 4. am 11.&nbsp;November 1996 (Beteiligungssumme zusammen 200.000&nbsp;DM). Gegenstand der GbR ist gem&auml;&szlig; dem Gesellschaftsvertrag vom 26.&nbsp;September 1995 der Erwerb einer atypisch stillen Beteiligung an dem Handelsgewerbe der &#8230; GmbH, M&uuml;nchen (Beigeladene zu 1.; im Folgenden: GmbH).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die GbR beteiligte sich mit Vertrag vom 12.\/20.&nbsp;Oktober 1995 als atypisch stille Gesellschafterin an dem Unternehmen der GmbH. Von deren Steuerbilanzgewinn vor Abzug von Ertragsteuern und des Ergebnisanteils der GbR erhalten die GmbH 2,5&nbsp;% und die GbR 97,5&nbsp;%. Verluste werden bis zur H&ouml;he der stillen Einlage ausschlie&szlig;lich der GbR zugerechnet, dar&uuml;ber hinausgehende Verluste der GmbH. An den stillen Reserven ist die GmbH mit 15&nbsp;%, die GbR mit 85&nbsp;% beteiligt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table class=\"Rsp\">\n<tr>\n<th colspan=\"2\" rowspan=\"1\" valign=\"top\"><\/th>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"2\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">Mit Schreiben vom 16.&nbsp;November 1996 (betreffend den Kl&auml;ger zu&nbsp;3.) und vom 21.&nbsp;Januar 1997 (betreffend die Kl&auml;ger zu 1. und zu 2.) gaben H und W unter dem Briefkopf der GmbH als deren alleinige Gesellschafter folgende Erkl&auml;rung ab:<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">&quot;Hiermit sichern wir, die Unterzeichner &#8230; in unserer Eigenschaft als alleinige Gesellschafter der &#8230; [GmbH] die Einlage in H&ouml;he von &#8230; nominell &#8230; des &#8230; [Kl&auml;gers zu 3. bzw. der Kl&auml;ger zu 1. und zu 2.] im &#8230; [GbR] wie folgt ab: Wir &uuml;bernehmen bis sp&auml;testens 31.&nbsp;Dezember 2001 den oben angef&uuml;hrten Anteil in Sonderrechtsnachfolge zum nominellen Wert, wenn bis zu diesem Zeitpunkt die nominelle Einlage nicht zur&uuml;ckgef&uuml;hrt wurde. Die bis dahin erfolgten Aussch&uuml;ttungen werden ber&uuml;cksichtigt und vom Kaufpreis abgezogen.&quot;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Am 29.&nbsp;August 1997 und am 16.&nbsp;M&auml;rz 1998 gingen beim Beklagten und Revisionsbeklagten (Finanzamt &#8211;FA&#8211;) Steuererkl&auml;rungen f&uuml;r die GmbH &#038; atypisch Still betreffend die Jahre 1996 und 1997 (Streitjahre) ein. Die Steuererkl&auml;rung f&uuml;r 1996 war von H unterzeichnet, diejenige f&uuml;r 1997 war hingegen nicht unterschrieben, wurde aber vom Steuerberater der GmbH&nbsp;&#038; atypisch Still durch seine Unterschrift anerkannt und best&auml;tigt. Als gemeinsamer und von allen Beteiligten bestellter Empfangsbevollm&auml;chtigter der GmbH &#038; atypisch Still war jeweils der Steuerberater benannt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA sah die Kl&auml;ger zun&auml;chst als Mitunternehmer der GbR an und stellte mit Feststellungsbescheid vom 13.&nbsp;April 1999 f&uuml;r die &quot;&#8230; GmbH atyp. stille Ges.&quot; Eink&uuml;nfte aus Gewerbebetrieb in H&ouml;he von .\/. 3.975.487&nbsp;DM (1996) sowie .\/. 3.623.027&nbsp;DM (1997) fest. Der Bescheid enthielt unter der Rubrik &quot;Feststellungsbeteiligte&quot; den Hinweis &quot;vgl. Anlagen 1 &#8211; 8&quot;, in denen unter der &Uuml;berschrift &quot;&#8230; GbR mbH&quot; die Gesellschafter der GbR samt der auf sie entfallenden Verlustanteile festgehalten waren. Den Kl&auml;gern zu&nbsp;1. und zu&nbsp;2. waren danach Verlustanteile in H&ouml;he von 32.264,07&nbsp;DM und 61.727,44&nbsp;DM (1996) sowie 41.352,16&nbsp;DM und 74.099,71&nbsp;DM (1997) sowie den Kl&auml;gern zu 3. und zu&nbsp;4. in H&ouml;he von 105.089,36&nbsp;DM (1996) und 98.910,64&nbsp;DM (1997) zuzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit Schreiben vom 8.&nbsp;April 2003 informierten die Anw&auml;lte des W das FA &uuml;ber die u.a. den Kl&auml;gern gegen&uuml;ber abgegebenen Erkl&auml;rungen. Daraufhin vertrat der Pr&uuml;fer im Rahmen einer Betriebspr&uuml;fung die Auffassung, die Kl&auml;ger h&auml;tten seit Abgabe der Erkl&auml;rungen der Fondsinitiatoren kein Mitunternehmerrisiko (mehr) getragen. Dem folgend &auml;nderte das FA am 29.&nbsp;M&auml;rz 2005 &#8211;wiederum f&uuml;r die &quot;&#8230; GmbH atyp. stille Gesellschaft&quot;&#8211; die f&uuml;r die Streitjahre ergangenen Feststellungsbescheide nach &sect;&nbsp;173 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1, Abs.&nbsp;2 der Abgabenordnung (AO); dem stehe Feststellungsverj&auml;hrung nicht entgegen, weil H zugunsten der Kl&auml;ger eine Steuerhinterziehung begangen habe. Der &Auml;nderungsbescheid f&uuml;r die Streitjahre enthielt insoweit unter der Rubrik &quot;Begr&uuml;ndung und Nebenbestimmungen&quot; die Aussage, es sei nachtr&auml;glich bekannt geworden, dass bei zehn Beteiligten ein R&uuml;ckkaufsrecht f&uuml;r ihre Beteiligung bestanden habe. Damit liege keine Gewinnerzielungsabsicht mehr vor und es werde auf &quot;(die) gesonderte Anlage&quot; hingewiesen. Den Bescheiden beigef&uuml;gt waren jeweils zum einen eine &quot;Anlage zum Feststellungsbescheid&quot;, in welcher diejenigen Beteiligten aufgef&uuml;hrt waren, f&uuml;r die Verluste nicht mehr anerkannt werden sollten; au&szlig;erdem enthielten die Bescheide eine (weitere) Anlage zur &quot;gesonderten und einheitlichen Feststellung von Grundlagen f&uuml;r die Einkommensbesteuerung und die Eigenheimzulage&quot; f&uuml;r die &quot;&#8230; GmbH atyp. stille Gesellschaft&quot;, in welcher die auf die verbliebenen Gesellschafter (der GbR) entfallenden Verluste festgehalten waren.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Am 10.&nbsp;Oktober 2005 ergingen &#8211;versehen mit entsprechenden Anlagen&#8211; auf &sect;&nbsp;172 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;a AO gest&uuml;tzte Teilabhilfebescheide, mit denen den Rechtsbehelfen der GmbH und eines anderen Gesellschafters abgeholfen wurde. Im &Uuml;brigen wurde das Rechtsbehelfsverfahren fortgesetzt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Einspruch der Kl&auml;ger hatte nur insoweit Erfolg, als das FA die Kl&auml;ger zu 1. und zu&nbsp;2. im Streitjahr 1996 wieder als Mitunternehmer behandelte, weil die sie betreffende Erkl&auml;rung erst 1997 abgegeben worden war.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit ihrer Klage vor dem Finanzgericht (FG) machten die Kl&auml;ger u.a. geltend, die R&uuml;ckkaufsvereinbarung sei weder wirksam zu Stande gekommen noch mangels Werthaltigkeit und im Hinblick auf die unbeschr&auml;nkte Au&szlig;enhaftung geeignet, das Mitunternehmerrisiko entfallen zu lassen. Die bestandskr&auml;ftigen Feststellungsbescheide h&auml;tten auch nicht mehr ge&auml;ndert werden k&ouml;nnen, weil weder der objektive noch der subjektive Tatbestand einer Steuerhinterziehung durch H erf&uuml;llt sei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FG wies die Klage mit in Entscheidungen der Finanzgerichte (EFG) 2013, 348 ver&ouml;ffentlichtem Urteil als unbegr&uuml;ndet ab.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dagegen richtet sich die Revision der Kl&auml;ger, die auf die Verletzung formellen und materiellen Rechts gest&uuml;tzt wird.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;ger zu 1. und zu 2. f&uuml;hren aus, das FG habe eine in ihrer Person bestehende Mitunternehmerschaft als Gesellschafter der GbR zu Unrecht verneint. Das FG weiche bereits von der h&ouml;chstrichterlichen Rechtsprechung zum Mitunternehmerbegriff ab, indem es zwar ein beschr&auml;nktes Mitunternehmerrisiko der Kl&auml;ger bejahe, aber dennoch eine Mitunternehmerschaft verneine. Auch verkenne das FG den Inhalt der &quot;Erkl&auml;rung\/Vereinbarung&quot; vom 21.&nbsp;Januar 1997, die sich als schlichtes einseitiges Kaufangebot darstelle. Sie, die Kl&auml;ger, h&auml;tten dieses Angebot aber nicht angenommen, sondern nach jahrelangem Schweigen lediglich eine Kulanzzahlung in H&ouml;he von 15.000&nbsp;DM durchgesetzt. Insbesondere lasse das FG au&szlig;er Acht, dass durch das Angebot die Beteiligung der Kl&auml;ger am Gewinn und Verlust sowie an den stillen Reserven nicht ber&uuml;hrt werden k&ouml;nne. Die Offerte sei auch wirtschaftlich nicht werthaltig gewesen und es habe nach au&szlig;en weiter eine unbeschr&auml;nkte Haftung der Kl&auml;ger bestanden. Die Auffassung des FG laufe demgegen&uuml;ber darauf hinaus, dass einem Mitunternehmer seine Mitunternehmerstellung von dritter Seite auch gegen seinen Willen entzogen werden k&ouml;nne.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Ungeachtet der unzutreffenden W&uuml;rdigung des FG zur Mitunternehmerschaft sei das FG-Urteil auch deshalb aufzuheben, weil Feststellungsverj&auml;hrung eingetreten sei und deshalb eine &Auml;nderung nach &sect;&nbsp;173 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 AO ausscheide. Eine objektive und in der Person der Kl&auml;ger bestehende Erkl&auml;rungspflicht hinsichtlich der &quot;R&uuml;ckkaufsvereinbarung&quot; habe schon deshalb nicht bestanden, weil es eine solche Vereinbarung nicht gegeben habe. Es liege aber auch keine Steuerhinterziehung des H vor, denn h&auml;tte das Angebot die vom FG abgeleiteten Rechtsfolgen entfaltet, so w&auml;re keine Steuerverk&uuml;rzung eingetreten, sondern ein Sachverhalt geschaffen worden, der zu vermehrten Steueranspr&uuml;chen gef&uuml;hrt h&auml;tte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;ger zu 1. und zu 2. beantragen, unter Aufhebung des Urteils des FG M&uuml;nchen vom 25.&nbsp;Februar 2011&nbsp;&nbsp;8&nbsp;K&nbsp;1832\/07 und der Einspruchsentscheidung vom 2.&nbsp;Mai 2007 den Feststellungsbescheid vom 29.&nbsp;M&auml;rz 2005 f&uuml;r den Besteuerungszeitraum 1997 in Gestalt des &Auml;nderungsbescheids vom 10.&nbsp;Oktober 2005 dergestalt zu &auml;ndern, dass Verlustanteile der Kl&auml;ger (wieder) wie folgt gesondert und einheitlich festgestellt werden: Verlustanteile gesamt 122.291,43&nbsp;DM (62.526,62&nbsp;EUR), davon voll ausgleichsf&auml;hig 115.451,87&nbsp;DM (59.029,60&nbsp;EUR), davon nur verrechenbar 6.256,88&nbsp;DM (3.199,09&nbsp;EUR).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;ger zu 3. und zu&nbsp;4. f&uuml;hren aus, dass die lediglich dem Kl&auml;ger zu&nbsp;3. einger&auml;umte Option weitgehend wertlos gewesen sei. Sie habe sich als leere Versprechung und &quot;Scheinoption&quot; herausgestellt und sei auch in sich widerspr&uuml;chlich. Eine zu ihren, der Kl&auml;ger zu 3. und zu 4., Gunsten begangene Steuerhinterziehung durch H scheide aus. Dies folge schon daraus, dass H die steuerlichen Folgen der abgegebenen Erkl&auml;rung f&uuml;r die Anleger nicht habe erahnen k&ouml;nnen. Das FG habe aber auch die steuerlichen Folgen der abgegebenen Erkl&auml;rung falsch gew&uuml;rdigt, weil der zu ihren Gunsten eingetretene Verm&ouml;gensvorteil in Form der Verlustzuweisung bereits mit dem Erwerb der Anteile und nicht erst sp&auml;ter aufgrund der nachgeschobenen &quot;Garantie&quot; eingetreten sei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;ger zu 3. und zu&nbsp;4. beantragen, unter Aufhebung des Urteils des FG M&uuml;nchen vom 25.&nbsp;Februar 2011&nbsp; 8&nbsp;K&nbsp;1832\/07 und der Einspruchsentscheidung vom 2.&nbsp;Mai 2007 die Feststellungsbescheide vom 29.&nbsp;M&auml;rz 2005 in Gestalt der &Auml;nderungsbescheide vom 10.&nbsp;Oktober 2005 so zu &auml;ndern, dass ausgleichsf&auml;hige Verluste der Kl&auml;ger wieder wie folgt gesondert und einheitlich festzustellen sind: 1996&nbsp; 105.089,36&nbsp;DM (53.731,34&nbsp;EUR), 1997&nbsp; 98.910,64&nbsp;DM (50.572,21&nbsp;EUR).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt, die Revision zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zur Begr&uuml;ndung verweist das FA auf seinen Vortrag im Klageverfahren und im Verfahren der Nichtzulassungsbeschwerde.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Beigeladenen haben keinen Antrag gestellt und sich zum Verfahren auch nicht ge&auml;u&szlig;ert.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Revision ist begr&uuml;ndet und f&uuml;hrt zur Aufhebung des FG-Urteils sowie der &Auml;nderungsbescheide vom 29.&nbsp;M&auml;rz 2005 und vom 10.&nbsp;Oktober 2005 in Gestalt der Einspruchsentscheidung vom 2.&nbsp;Mai 2007 (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;3 Satz 1 Nr.&nbsp;1 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;). Entgegen der Auffassung des FG sind die genannten &Auml;nderungsbescheide in Gestalt der dazu ergangenen Einspruchsentscheidung rechtswidrig, weil das FA nicht die GmbH und atypisch Still und die GbR betreffende Feststellungen zusammenfassen durfte und sie in feststellungsverj&auml;hrter Zeit ergangen sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Der Senat legt die von den Kl&auml;gern erhobene Klage zun&auml;chst so aus, dass sie sich ausschlie&szlig;lich gegen die in den &Auml;nderungsbescheiden vom 29.&nbsp;M&auml;rz 2005 und vom 10.&nbsp;Oktober 2005 in Gestalt der Einspruchsentscheidung vom 2.&nbsp;Mai 2007 enthaltene negative Feststellung richtet, wonach die Kl&auml;ger nicht (mehr) als Mitunternehmer der GbR anzusehen sein sollen. Es entspricht der st&auml;ndigen Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs (BFH), dass Gesellschafter einer Mitunternehmerschaft dadurch beschwert sind, dass die von ihnen behauptete Rechtsposition als Mitunternehmer mit steuerrechtlicher Wirkung geleugnet wird (vgl. z.B. BFH-Urteile vom 24.&nbsp;Februar 1977 VIII&nbsp;R&nbsp;178\/74, BFHE 125, 104, BStBl II 1978, 510, m.w.N.; vom 22.&nbsp;November 1994 VIII&nbsp;R&nbsp;63\/93, BFHE 177, 28, BStBl II 1996, 93). Die Kl&auml;ger wehren sich insoweit alleine dagegen, dass ihnen in den genannten Bescheiden ihre zuvor anerkannte Mitunternehmerstellung aberkannt wurde, nicht hingegen gegen die Gewinnverteilung unter den Gesellschaftern der GbR als solche.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Die &Auml;nderungsbescheide vom 29.&nbsp;M&auml;rz 2005 und vom 10.&nbsp;Oktober 2005 in Gestalt der Einspruchsentscheidung vom 2.&nbsp;Mai 2007 sind schon deshalb rechtswidrig, weil in ihnen einerseits die GmbH und atypisch Still und andererseits die GbR betreffende Feststellungen zusammengefasst wurden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Nach &sect;&nbsp;179 Abs.&nbsp;1, Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 und &sect;&nbsp;180 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;a AO werden gesondert und einheitlich festgestellt die k&ouml;rperschaft- und einkommensteuerpflichtigen Eink&uuml;nfte, wenn an den Eink&uuml;nften mehrere Personen beteiligt sind und die Eink&uuml;nfte diesen Personen steuerlich zuzurechnen sind. Mehrere Personen sind an Eink&uuml;nften beteiligt, wenn sie den Tatbestand der Einkunftserzielung in einer Gesellschaft oder Gemeinschaft erf&uuml;llen (BFH-Urteil vom 19.&nbsp;April 1989 X&nbsp;R&nbsp;3\/86, BFHE 156, 383, BStBl II 1989, 596). Ist dies der Fall, ist f&uuml;r jede Gesellschaft\/Gemeinschaft ein selbst&auml;ndiges gesondertes und einheitliches Feststellungsverfahren durchzuf&uuml;hren (vgl. BFH-Urteil vom 19.&nbsp;April 2005 VIII&nbsp;R&nbsp;6\/04, BFH\/NV 2005, 1737).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Beteiligt sich eine Personengesellschaft (hier: die GbR) atypisch still am Gewerbe einer Kapitalgesellschaft (hier: der GmbH), so sind zun&auml;chst f&uuml;r die atypisch stille Gesellschaft als selbst&auml;ndiges Subjekt der Gewinnerzielung, Gewinnermittlung und Eink&uuml;nftequalifikation (vgl. BFH-Urteile vom 26.&nbsp;November 1996 VIII&nbsp;R&nbsp;42\/94, BFHE 182, 101, BStBl II 1998, 328; vom 15.&nbsp;Oktober 1998 IV&nbsp;R&nbsp;18\/98, BFHE 187, 250, BStBl II 1999, 286, und vom 15.&nbsp;Dezember 1998 VIII&nbsp;R&nbsp;62\/97, BFH\/NV 1999, 773) die vom Inhaber des Handelsgesch&auml;fts und dem atypisch stillen Gesellschafter gemeinschaftlich erzielten Eink&uuml;nfte nach &sect;&nbsp;179 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2, &sect;&nbsp;180 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;a AO gesondert und einheitlich festzustellen (vgl. BFH-Urteile in BFHE 187, 250, BStBl II 1999, 286, und vom 19.&nbsp;Dezember 2002 IV&nbsp;R&nbsp;47\/01, BFHE 201, 241, BStBl II 2003, 507; BFH-Beschluss vom 5.&nbsp;Juli 2002 IV&nbsp;B&nbsp;42\/02, BFH\/NV 2002, 1447). Der Feststellungsbescheid f&uuml;r die atypisch stille Gesellschaft hat Bindungswirkung f&uuml;r die Einkommen- bzw. K&ouml;rperschaftsteuerbescheide der Gesellschafter (vgl. &sect;&nbsp;182 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 AO; BFH-Urteil vom 12.&nbsp;Februar 2015 IV&nbsp;R&nbsp;48\/11, BFH\/NV 2015, 1075). F&uuml;r eine atypisch stille Gesellschaft, die aus einer GmbH als Inhaberin des Handelsgesch&auml;fts und einer GbR als atypisch stiller Gesellschafterin besteht, sind in der Folge die in dem entsprechenden Grundlagenbescheid festgestellten Eink&uuml;nfte einerseits in den K&ouml;rperschaftsteuerbescheid der GmbH und andererseits in den die GbR betreffenden weiteren Bescheid &uuml;ber die gesonderte und einheitliche Feststellung von deren Eink&uuml;nften zu &uuml;bernehmen (vgl. BFH-Urteil in BFH\/NV 2015, 1075).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Die Verselbst&auml;ndigung jeder Gesellschaft oder Gemeinschaft schlie&szlig;t es grunds&auml;tzlich aus, die Besteuerungsgrundlagen f&uuml;r verschiedene Gesellschaften (hier: einerseits die GmbH &#038; atypisch Still als Untergesellschaft und andererseits die GbR als Obergesellschaft einer doppelst&ouml;ckigen Personengesellschaft) in einem Bescheid gesondert und einheitlich festzustellen, denn grunds&auml;tzlich ist f&uuml;r jede Gesellschaft, in der mehrere Personen den Tatbestand der Einkunftserzielung erf&uuml;llen, ein selbst&auml;ndiges gesondertes und einheitliches Feststellungsverfahren durchzuf&uuml;hren und ein selbst&auml;ndiger Gewinnfeststellungsbescheid zu erlassen (vgl. BFH-Urteile in BFH\/NV 2005, 1737; vom 17.&nbsp;Juli 2014 IV&nbsp;R&nbsp;32\/13, BFH\/NV 2015, 37).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Zwar kann nach &sect;&nbsp;179 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;3 i.V.m. Satz&nbsp;2 AO f&uuml;r den Fall, dass eine der an der Feststellung beteiligten Personen, denen der Gegenstand der Feststellung zuzurechnen ist, an diesem Gegenstand nur &uuml;ber eine andere Person beteiligt ist, insoweit eine besondere gesonderte Feststellung vorgenommen werden. Daraus ergibt sich f&uuml;r die in &sect;&nbsp;179 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;3 AO angesprochenen F&auml;lle im Umkehrschluss, dass keine besondere gesonderte Feststellung vorgenommen werden muss (BFH-Urteil vom 2.&nbsp;M&auml;rz 1995 IV&nbsp;R&nbsp;135\/92, BFHE 177, 198, BStBl II 1995, 531). Durch die Vorschrift soll f&uuml;r mittelbare Beteiligungen am Feststellungsgegenstand dem berechtigten Interesse des betroffenen Feststellungsbeteiligten an der Nichtaufdeckung der mittelbaren Beteiligung Rechnung getragen werden. Die Norm ist im Hinblick darauf, dass eine Beteiligung &quot;&uuml;ber eine andere Person&quot; vorliegen muss, nur dann anwendbar, wenn keine unmittelbare gesellschaftsrechtliche Beteiligung des betroffenen Feststellungsbeteiligten besteht, sondern die mittelbare Beteiligung am Feststellungsgegenstand auf einer steuerrechtlichen Zurechnung beruht (vgl. Klein\/Ratschow, AO, 12.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;179 Rz&nbsp;28&nbsp;f., m.w.N.). Das ist etwa bei der echten Unterbeteiligung am Gesellschaftsanteil eines Anderen der Fall (vgl. BFH-Urteil in BFHE 177, 198, BStBl II 1995, 531), nicht jedoch im Streitfall, in welchem die GbR atypisch still am Gewerbe der GmbH beteiligt ist und also &#8211;anders als im Fall der echten Unterbeteiligung&#8211; zwei getrennte Gewinnermittlungssubjekte vorliegen, f&uuml;r die deshalb separate Gewinnfeststellungen durchzuf&uuml;hren sind. Ein Feststellungsbescheid, in dem die beide Gewinnermittlungssubjekte betreffenden Feststellungen zusammengefasst werden, kann daher nicht auf &sect;&nbsp;179 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;3 AO gest&uuml;tzt werden und verletzt &sect;&nbsp;179 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1, Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2, &sect;&nbsp;180 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;a AO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Die von den Kl&auml;gern angefochtenen &Auml;nderungsbescheide vom 29.&nbsp;M&auml;rz 2005 und vom 10.&nbsp;Oktober 2005 in Gestalt der Einspruchsentscheidung vom 2.&nbsp;Mai 2007 sind aber auch deshalb rechtswidrig, weil sie in feststellungsverj&auml;hrter Zeit ergangen sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Nach &sect;&sect;&nbsp;181 Abs.&nbsp;1 S&auml;tze 1 und 2, 170 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 AO begann die Feststellungsfrist f&uuml;r die Streitjahre mit Ablauf der Jahre 1997 bzw. 1998, weil die entsprechenden Steuererkl&auml;rungen im Verlaufe dieser Jahre abgegeben worden sind. Am 29.&nbsp;M&auml;rz 2005 war sonach die regul&auml;re Feststellungsfrist von vier Jahren (&sect;&nbsp;169 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 AO) bereits abgelaufen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Anders als das FG meint, betrug die Feststellungsfrist im Streitfall nicht nach &sect;&nbsp;169 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 AO zehn Jahre, weil H zugunsten der Kl&auml;ger eine Steuerhinterziehung begangen h&auml;tte. Nach &sect;&nbsp;370 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 AO begeht eine Steuerhinterziehung zwar, wer die Finanzbeh&ouml;rden pflichtwidrig &uuml;ber steuerlich erhebliche Tatsachen in Unkenntnis l&auml;sst und dadurch Steuern verk&uuml;rzt oder f&uuml;r sich oder einen anderen nicht gerechtfertigte Steuervorteile erlangt. Entgegen der Auffassung des FA war H im Streitfall aber nicht gehalten, in der von ihm unterschriebenen Steuererkl&auml;rung auf die von den Fondsinitiatoren den Kl&auml;gern gegen&uuml;ber am 16.&nbsp;November 1996 bzw. 21.&nbsp;Januar 1997 abgegebenen Erkl&auml;rungen hinzuweisen, weil diese Erkl&auml;rungen unter keinem denkbaren Aspekt geeignet waren, das Mitunternehmerrisiko der Kl&auml;ger und damit deren Mitunternehmerstellung bei der GbR entfallen zu lassen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Mitunternehmer ist derjenige Gesellschafter, der kumulativ Mitunternehmerinitiative entfalten kann und Mitunternehmerrisiko tr&auml;gt (vgl. BFH-Urteil vom 21.&nbsp;Juli 2010 IV&nbsp;R&nbsp;63\/07, BFH\/NV 2011, 214, m.w.N.). Mitunternehmerinitiative bedeutet dabei vor allem Teilnahme an unternehmerischen Entscheidungen, wie sie z.B. Gesellschaftern oder diesen vergleichbaren Personen als Gesch&auml;ftsf&uuml;hrern, Prokuristen oder anderen leitenden Angestellten obliegen. Ausreichend ist indes schon die M&ouml;glichkeit zur Aus&uuml;bung von Gesellschafterrechten, die wenigstens den Stimm-, Kontroll- und Widerspruchsrechten angen&auml;hert sind, die einem Kommanditisten nach dem Handelsgesetzbuch zustehen oder die den gesellschaftsrechtlichen Kontrollrechten nach &sect;&nbsp;716 Abs.&nbsp;1 des B&uuml;rgerlichen Gesetzbuchs entsprechen. Mitunternehmerrisiko tr&auml;gt, wer gesellschaftsrechtlich oder diesem Status wirtschaftlich vergleichbar am Erfolg oder Misserfolg eines gewerblichen Unternehmens teilnimmt. Dieses Risiko wird regelm&auml;&szlig;ig durch Beteiligung am Gewinn und Verlust sowie an den stillen Reserven des Anlageverm&ouml;gens einschlie&szlig;lich eines Gesch&auml;ftswerts vermittelt (Beschluss des Gro&szlig;en Senats des BFH vom 25.&nbsp;Juni 1984 GrS&nbsp;4\/82, BFHE 141, 405, BStBl II 1984, 751, unter C.V.3.b&nbsp;cc und C.V.3.c der Gr&uuml;nde; vgl. auch BFH-Urteile vom 30.&nbsp;Juni 2005 IV&nbsp;R&nbsp;40\/03, BFH\/NV 2005, 1994, unter 1. der Gr&uuml;nde, und in BFH\/NV 2011, 214, unter II.1. der Gr&uuml;nde). Die angesprochenen Merkmale k&ouml;nnen im Einzelfall mehr oder weniger ausgepr&auml;gt sein und ein geringeres mitunternehmerisches Risiko kann durch eine besonders starke Auspr&auml;gung des Initiativrechts ausgeglichen werden und umgekehrt. Beide Merkmale m&uuml;ssen jedoch vorliegen. Ob dies der Fall ist, ist unter Ber&uuml;cksichtigung aller die rechtliche und wirtschaftliche Stellung einer Person insgesamt bestimmenden Umst&auml;nde zu w&uuml;rdigen (vgl. BFH-Urteil vom 25.&nbsp;April 2006 VIII&nbsp;R&nbsp;74\/03, BFHE 213, 358, BStBl II 2006, 595).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Die Kl&auml;ger hatten nach der &uuml;bereinstimmenden Auffassung aller Beteiligter und des FG durchg&auml;ngig Mitunternehmerinitiative inne und trugen bis zur Abgabe der Erkl&auml;rungen der Fondsinitiatoren am 16.&nbsp;November 1996 bzw. 21.&nbsp;Januar 1997 auch Mitunternehmerrisiko. Der Senat sieht insoweit von eigenen Ausf&uuml;hrungen ab.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Anders als das FG meint, haben die Kl&auml;ger durch die Abgabe der vorgenannten Erkl&auml;rungen ihr zuvor bestehendes Mitunternehmerrisiko nicht verloren.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>33<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Denn die von den Fondsinitiatoren abgegebenen Erkl&auml;rungen konnten ohne die entsprechende Annahme durch die Kl&auml;ger nicht zum Verlust von deren Mitunternehmerstellung f&uuml;hren. Es ist insoweit zutreffend, wenn die Kl&auml;ger ausf&uuml;hren, ein Gesellschafter k&ouml;nne durch die Erkl&auml;rung eines Dritten nicht seiner Stellung als Mitunternehmer verlustig gehen. Auch soweit man in den Erkl&auml;rungen ein Angebot auf die &Uuml;bernahme der entsprechenden Beteiligung sehen wollte, h&auml;tte dies lediglich dazu gef&uuml;hrt, dass die Kl&auml;ger ihre Anteile im Moment der Angebotsannahme zum Nominalwert an die GmbH h&auml;tten ver&auml;u&szlig;ern k&ouml;nnen. An ihrer bis zur Angebotsannahme bestehenden Haftung im Au&szlig;enverh&auml;ltnis und der nach dem Gesellschaftsvertrag der GbR bestehenden Teilhabe an den Verlusten bzw. ihrer Beteiligung an den stillen Reserven h&auml;tte das aber nichts ge&auml;ndert. Es ist deshalb unzutreffend, wenn das FG davon ausgeht, das Mitunternehmerrisiko der Kl&auml;ger habe sich bereits mit der Abgabe der Erkl&auml;rungen der Fondsinitiatoren erheblich reduziert.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>34<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Das Urteil des FG kann keinen Bestand haben, weil entgegen der Auffassung des FG die angefochtenen &Auml;nderungsbescheide wegen der dort enthaltenen und mehrere Gewinnermittlungssubjekte betreffenden zusammengefassten Feststellungen und dar&uuml;ber hinaus deshalb rechtswidrig waren, weil die Bescheide in feststellungsverj&auml;hrter Zeit ergangen sind. Die Sache ist spruchreif. Der Klage war dadurch stattzugeben, dass die &Auml;nderungsbescheide vom 29.&nbsp;M&auml;rz 2005 und vom 10.&nbsp;Oktober 2005 in Gestalt der Einspruchsentscheidung vom 2.&nbsp;Mai 2007 aufgehoben werden. Dadurch werden die Kl&auml;ger in den Stand des &Auml;nderungsbescheides vom 13.&nbsp;April 1999 versetzt, in welchem sowohl ihre Mitunternehmerstellung als auch die von ihnen beantragten Verlustzuweisungen anerkannt worden sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>35<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>5. Die Kostenentscheidung folgt aus &sect;&nbsp;135 Abs.&nbsp;1 FGO. Die au&szlig;ergerichtlichen Kosten der Beigeladenen werden nicht erstattet (&sect;&nbsp;139 Abs.&nbsp;4 FGO), da die Beigeladenen das Verfahren weder durch Sachvortrag noch durch die Stellung eines eigenen Sachantrags gef&ouml;rdert haben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 21.10.2015, IV R 43\/12 Keine Zusammenfassung von Feststellungen f&uuml;r doppelst&ouml;ckige Personengesellschaft Leits&auml;tze Ist eine Personengesellschaft atypisch still an einer Kapitalgesellschaft beteiligt, d&uuml;rfen die Feststellungen der Eink&uuml;nfte aus der Personengesellschaft und aus der atypisch stillen Gesellschaft nicht in einem einheitlichen Feststellungsbescheid getroffen werden. Tenor Auf die Revision der Kl&auml;ger werden das Urteil des &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/iv-r-43-12-keine-zusammenfassung-von-feststellungen-fuer-doppelstoeckige-personengesellschaft\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">IV&nbsp;R&nbsp;43\/12 &#8211; Keine Zusammenfassung von Feststellungen f&uuml;r doppelst&ouml;ckige Personengesellschaft<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-66426","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/66426","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=66426"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/66426\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=66426"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=66426"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=66426"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}