{"id":66432,"date":"2017-01-18T13:04:50","date_gmt":"2017-01-18T11:04:50","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=66432"},"modified":"2017-01-18T13:04:50","modified_gmt":"2017-01-18T11:04:50","slug":"i-b-94-14-mittelpunkt-der-lebensinteressen-is-des-dba-schweiz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/i-b-94-14-mittelpunkt-der-lebensinteressen-is-des-dba-schweiz\/","title":{"rendered":"I&nbsp;B&nbsp;94\/14 &#8211; Mittelpunkt der Lebensinteressen i.S. des DBA-Schweiz"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 22.10.2015, I B 94\/14<\/p>\n<p class=\"titel\">Mittelpunkt der Lebensinteressen i.S. des DBA-Schweiz<\/p>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Die Beschwerde der Kl&auml;ger wegen Nichtzulassung der Revision gegen das Urteil des Finanzgerichts Baden-W&uuml;rttemberg, Au&szlig;ensenate Freiburg, vom 23. Juli 2014&nbsp;&nbsp;2 K 2067\/11 wird als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckgewiesen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Kosten des Beschwerdeverfahrens haben die Kl&auml;ger zu tragen.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Die Kl&auml;ger und Beschwerdef&uuml;hrer (Kl&auml;ger) sind Eheleute, die in den Streitjahren zusammen zur Einkommensteuer veranlagt wurden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger bezog Arbeitslohn aus einer im F&uuml;rstentum Liechtenstein ausge&uuml;bten Besch&auml;ftigung. Unter der Woche pendelte er zwischen seinem Arbeitsplatz und einer in der Schweiz belegenen und von ihm angemieteten Zwei-Zimmer-Wohnung. Die Wochenenden verbrachte er bei seiner Familie (Kl&auml;gerin und Kinder) in der Bundesrepublik Deutschland (Deutschland). Die Familie lebte dort in einem den Kl&auml;gern geh&ouml;renden Einfamilienhaus.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Beklagte und Beschwerdegegner (das Finanzamt) war der Auffassung, dass Deutschland und nicht der Schweiz das Besteuerungsrecht an dem bezogenen Arbeitslohn zustehe, weil sich der Mittelpunkt der Lebensinteressen des Kl&auml;gers im Inland befunden habe.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger war anderer Ansicht. Er stellte vornehmlich auf seinen Wohnsitz in der Schweiz, dessen Erforderlichkeit f&uuml;r die Arbeitsaufnahme in Liechtenstein und die ihm von der Schweiz erteilte Aufenthaltsbewilligung ab. Die wirtschaftlichen Beziehungen zur Schweiz seien von existenzieller Bedeutung gewesen. Zudem berief sich der Kl&auml;ger auf den Grundsatz von Treu und Glauben. Er habe aufgrund finanzbeh&ouml;rdlicher Schreiben darauf vertraut, seine liechtensteinischen Eink&uuml;nfte nicht mehr in Deutschland versteuern zu m&uuml;ssen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Einspruch und Klage blieben erfolglos. Das Finanzgericht (FG) Baden-W&uuml;rttemberg ging in seinem Urteil vom 23.&nbsp;Juli 2014&nbsp;&nbsp;2&nbsp;K&nbsp;2067\/11 im Wesentlichen wegen der starken famili&auml;ren Bindungen des Kl&auml;gers von einem inl&auml;ndischen Lebensmittelpunkt aus. Gegen die Nichtzulassung der Revision richtet sich die vorliegende Beschwerde.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Beschwerde ist unbegr&uuml;ndet und daher durch Beschluss zur&uuml;ckzuweisen (&sect;&nbsp;116 Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;1 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Die R&uuml;ge, das FG habe gegen den klaren Inhalt der Akten versto&szlig;en, weil es den schweizerischen Wohnsitz entgegen dem Text der zu den Akten gereichten Nebenbewilligungen nicht als zwingende Voraussetzung f&uuml;r die Besch&auml;ftigung in Liechtenstein gewertet habe, greift nicht durch.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Ein Versto&szlig; gegen den klaren Inhalt der Akten ist nur dann ein Zulassungsgrund, wenn er gleichzeitig eine Verletzung des &sect;&nbsp;96 Abs.&nbsp;1 FGO und damit einen Verfahrensfehler i.S. des &sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;3 FGO darstellt. Ein solcher Verfahrensfehler liegt vor, wenn das FG seiner Entscheidung einen Sachverhalt zugrunde gelegt hat, der dem schriftlichen oder protokollierten Vorbringen der Beteiligten nicht entspricht oder wenn es eine nach den Akten klar feststehende Tatsache unber&uuml;cksichtigt gelassen hat und die angefochtene Entscheidung darauf beruht. Von der Sachverhaltsfeststellung zu unterscheiden ist die W&uuml;rdigung des festgestellten Sachverhalts. Wird diese angegriffen, so handelt es sich grunds&auml;tzlich um die R&uuml;ge eines materiell-rechtlichen Fehlers, die die Zulassung der Revision nicht rechtfertigt. Das FG verst&ouml;&szlig;t regelm&auml;&szlig;ig nicht gegen seine Verpflichtung, nach der aus dem Gesamtergebnis des Verfahrens gewonnenen &Uuml;berzeugung zu entscheiden, wenn es s&auml;mtliche vom Kl&auml;ger geltend gemachten Tatsachen in den Tatbestand des Urteils aufnimmt (vgl. Beschl&uuml;sse des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 17.&nbsp;M&auml;rz 2010 X&nbsp;B&nbsp;95\/09, BFH\/NV 2010, 1827; vom 27.&nbsp;April 2012 III&nbsp;B&nbsp;238\/11, BFH\/NV 2012, 1321; vom 21.&nbsp;Februar 2013 X&nbsp;B&nbsp;53\/11, BFH\/NV 2013, 972).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Nach diesen Ma&szlig;st&auml;ben muss der R&uuml;ge der Erfolg versagt bleiben. Denn im Streitfall hat das FG das Vorbringen der Kl&auml;ger zur Wohnsitznahme in der Schweiz und zur erteilten Nebenbewilligung der liechtensteinischen Beh&ouml;rden im Urteilstatbestand ausdr&uuml;cklich aufgef&uuml;hrt. Bereits dieser Befund deutet eher darauf hin, dass das FG das aktenkundige Vorbringen nicht unber&uuml;cksichtigt, sondern lediglich inhaltlich anders &#8211;und zwar in dem Sinne, dass die Besch&auml;ftigung von einer liechtensteinischen Arbeitserlaubnis und diese wiederum von einer schweizerischen Aufenthaltserlaubnis abhing&#8211; und wom&ouml;glich auch unzutreffend aufgefasst hat. Dies rechtfertigt als unzutreffende Tatsachenw&uuml;rdigung grunds&auml;tzlich aber keine Revisionszulassung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Es fehlt ferner die schl&uuml;ssige Darlegung, dass das angefochtene Urteil auf dem vermeintlichen Versto&szlig; gegen &sect;&nbsp;96 Abs.&nbsp;1 FGO beruht. Ausgehend von der hierbei ma&szlig;geblichen einfach-rechtlichen Auffassung des FG wird nicht aufgezeigt und ist auch nicht sonst ersichtlich, dass das Urteil bei der Deutung der Nebenbewilligung im Sinne der Kl&auml;ger (Wohnsitz in der Schweiz als zwingende Voraussetzung der Arbeitserlaubnis und damit der Besch&auml;ftigung in Liechtenstein) m&ouml;glicherweise anders ausgefallen w&auml;re. Denn das FG hat &#8211;in &Uuml;bereinstimmung mit der h&ouml;chstrichterlichen Rechtsprechung (vgl. Senatsurteil vom 31.&nbsp;Oktober 1990 I&nbsp;R&nbsp;24\/89, BFHE 163, 411, BStBl II 1991, 562; Senatsbeschluss vom 27.&nbsp;M&auml;rz 2007 I&nbsp;B&nbsp;63\/06, BFH\/NV 2007, 1656)&#8211; den Rechtssatz aufgestellt, dass der Mittelpunkt der Lebensinteressen jedenfalls dann in einem bestimmten Staat liegt, wenn zu diesem Staat erstens die deutlich engeren pers&ouml;nlichen Beziehungen und dar&uuml;ber hinaus gewichtige wirtschaftliche Beziehungen bestehen und die vorhandenen wirtschaftlichen Beziehungen zu dem anderen Staat nur gegenwartsbezogen sind und sich voraussichtlich abbauen werden. Es hat in rechtlicher Hinsicht weiter darauf abgestellt, dass die durch die Aus&uuml;bung einer Arbeitnehmert&auml;tigkeit begr&uuml;ndeten wirtschaftlichen Beziehungen haupts&auml;chlich zu dem Staat bestehen, in dem die Arbeitsst&auml;tte liegt. Ausgehend davon hat das FG in tats&auml;chlicher Hinsicht keine pers&ouml;nlichen Beziehungen zur Schweiz, sondern lediglich starke famili&auml;re Beziehungen zu Deutschland festgestellt. Dar&uuml;ber hinaus hat es gewichtige wirtschaftliche (verm&ouml;gensm&auml;&szlig;ige) Beziehungen zum Inland in Gestalt des den Kl&auml;gern geh&ouml;renden und von ihnen bewohnten Einfamilienhauses angenommen. Schlie&szlig;lich hat es festgestellt, dass sich die Einkunftsquelle &quot;Arbeitsplatz&quot; nicht in der Schweiz, sondern in Liechtenstein befunden hat. Angesichts dessen h&auml;tte in der Beschwerdeschrift substantiiert aufgezeigt werden m&uuml;ssen, dass selbst bei wirtschaftlich h&ouml;her zu gewichtenden Beziehungen zur Schweiz &#8211;wegen des f&uuml;r die Arbeitsaus&uuml;bung zwingend erforderlichen Schweizer Wohnsitzes und trotz der bestehenden wirtschaftlichen Beziehungen zu Liechtenstein als dem Ort der Arbeitsaus&uuml;bung&#8211; die existenten wirtschaftlichen und insbesondere starken pers&ouml;nlichen Beziehungen zu Deutschland in der Gesamtw&uuml;rdigung derart verdr&auml;ngt werden, dass die Schweiz als alleiniger Mittelpunkt der Lebensinteressen des Kl&auml;gers anzusehen sein k&ouml;nnte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. a) Die schl&uuml;ssige Darlegung des Verfahrensmangels einer Verletzung der dem FG von Amts wegen obliegenden Sachaufkl&auml;rungspflicht (&sect;&nbsp;76 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 FGO) erfordert Angaben, welche Tatsachen das FG mit welchen Beweismitteln noch h&auml;tte aufkl&auml;ren sollen und weshalb sich dem FG eine Aufkl&auml;rung unter Ber&uuml;cksichtigung seines &#8211;insoweit ma&szlig;geblichen&#8211; Rechtsstandpunktes h&auml;tte aufdr&auml;ngen m&uuml;ssen, obwohl der Kl&auml;ger selbst keinen entsprechenden Beweisantrag gestellt hat; schlie&szlig;lich, welches genaue Ergebnis die Beweiserhebung h&auml;tte erwarten lassen und inwiefern dieses zu einer f&uuml;r den Kl&auml;ger g&uuml;nstigeren Entscheidung h&auml;tte f&uuml;hren k&ouml;nnen (vgl. z.B. BFH-Beschluss vom 19.&nbsp;Januar 2005 VII&nbsp;B&nbsp;61\/04, BFH\/NV 2005, 921).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Diesen Anforderungen gen&uuml;gt die Beschwerdebegr&uuml;ndung nicht. Die Kl&auml;ger legen insbesondere nicht dar, welche genauen Beweisergebnisse zu erwarten waren und ob diese zu einer g&uuml;nstigeren Entscheidung h&auml;tten f&uuml;hren k&ouml;nnen. Dazu h&auml;tte z.B. auch vorgetragen werden m&uuml;ssen, ob im Streitfall s&auml;mtliche Voraussetzungen f&uuml;r die Gew&auml;hrung von Vertrauensschutz vorlagen (Vertrauenstatbestand, Schutzw&uuml;rdigkeit des Vertrauens, unwiderrufliche Verm&ouml;gensdisposition). Erst ein solcher Vortrag h&auml;tte dem Senat die Pr&uuml;fung erlaubt, ob bei weiterer Sachaufkl&auml;rung ein Prozesserfolg m&ouml;glich gewesen w&auml;re.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Auch soweit die Kl&auml;ger die Revisionszulassung wegen grunds&auml;tzlicher Bedeutung der Sache begehren (&sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 FGO), gen&uuml;gt ihre Beschwerde den Darlegungsanforderungen nicht. Die Kl&auml;ger werfen mit ihrem Vorbringen, ob es im Hinblick auf Art.&nbsp;6 des Grundgesetzes (GG) verfassungskonform ist, dass &uuml;ber die Bestimmung des Lebensmittelpunktes und durch die Heranziehung von Kriterien, wie z.B. Familienheimfahrten oder Verwandtschaft der Ehefrau, Verheiratete beziehungsweise Familien gegen&uuml;ber Ledigen steuerlich benachteiligt werden, eine verfassungsrechtliche Fragestellung auf. In einem solchen Fall ist eine substantiierte, an den Vorgaben des GG und der einschl&auml;gigen Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts (BVerfG) und des BFH orientierte Auseinandersetzung mit der Problematik erforderlich (vgl. z.B. BFH-Beschl&uuml;sse vom 4.&nbsp;Oktober 2010 III&nbsp;B&nbsp;82\/10, BFH\/NV 2011, 38; vom 30.&nbsp;Juni 2015 VIII&nbsp;B&nbsp;5\/14, BFH\/NV 2015, 1387). Daran fehlt es vorliegend. Die Kl&auml;ger gehen auf die grundgesetzlichen Vorgaben allenfalls kursorisch, n&auml;mlich durch blo&szlig;e Benennung des betreffenden Grundrechts, und auf die einschl&auml;gige Rechtsprechung des BVerfG gar nicht ein.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Von einer weiter gehenden Begr&uuml;ndung wird gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;116 Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;2 Halbsatz 2 FGO abgesehen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>5. Die Kostenentscheidung beruht auf &sect;&nbsp;135 Abs.&nbsp;2 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 22.10.2015, I B 94\/14 Mittelpunkt der Lebensinteressen i.S. des DBA-Schweiz Tenor Die Beschwerde der Kl&auml;ger wegen Nichtzulassung der Revision gegen das Urteil des Finanzgerichts Baden-W&uuml;rttemberg, Au&szlig;ensenate Freiburg, vom 23. Juli 2014&nbsp;&nbsp;2 K 2067\/11 wird als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckgewiesen. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens haben die Kl&auml;ger zu tragen. Tatbestand 1&nbsp; I. 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