{"id":66435,"date":"2017-01-18T13:05:37","date_gmt":"2017-01-18T11:05:37","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=66435"},"modified":"2017-01-18T13:05:37","modified_gmt":"2017-01-18T11:05:37","slug":"i-r-77-13-anteilstausch-klage-der-aufnehmenden-gesellschaft-gegen-zu-hohen-wertansatz-der-getauschten-beteiligung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/i-r-77-13-anteilstausch-klage-der-aufnehmenden-gesellschaft-gegen-zu-hohen-wertansatz-der-getauschten-beteiligung\/","title":{"rendered":"I&nbsp;R&nbsp;77\/13 &#8211; Anteilstausch &#8211; Klage der aufnehmenden Gesellschaft gegen zu hohen Wertansatz der getauschten Beteiligung"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 30.9.2015, I R 77\/13<\/p>\n<p class=\"titel\">Anteilstausch &#8211; Klage der aufnehmenden Gesellschaft gegen zu hohen Wertansatz der getauschten Beteiligung<\/p>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Die Revision der Kl&auml;gerin gegen das Urteil des Finanzgerichts M&uuml;nchen, Au&szlig;ensenate Augsburg, vom 22. Oktober 2013 6 K 3548\/12 wird als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckgewiesen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Kosten des Revisionsverfahrens hat die Kl&auml;gerin zu tragen.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Die Kl&auml;gerin und Revisionskl&auml;gerin (Kl&auml;gerin) ist eine GmbH, deren Gesch&auml;ftsanteile urspr&uuml;nglich allein von der V-KG gehalten wurden. V, der im Streitjahr (2008) zu 81,55&nbsp;v.H. als Kommanditist an der V-KG beteiligt war, hielt au&szlig;erdem 100&nbsp;v.H. der Stamm- und Vorzugsaktien an der V-Inc., einer Kapitalgesellschaft mit Sitz in den USA. Nach einem Wertgutachten wies die Bilanz der V-Inc. zum 31.&nbsp;Dezember 2007 ein bilanzielles Eigenkapital in H&ouml;he von 4.164.876&nbsp;US-$ (umgerechnet 2.665.520&nbsp;EUR) aus. Nach dem Gutachten entsprach dieser Wert dem Substanzwert der V-Inc. zum 5.&nbsp;August 2008. Steuerlich wurden die von V gehaltenen Aktien als dessen Sonderbetriebsverm&ouml;gen bei der V-KG behandelt und mit dem Buchwert von 1&nbsp;EUR angesetzt. Mit Beschluss vom 4.&nbsp;August 2008 erh&ouml;hte die Gesellschafterversammlung das Stammkapital der Kl&auml;gerin um 469.000&nbsp;EUR. Den neuen Gesch&auml;ftsanteil von nominal 469.000&nbsp;EUR &uuml;bernahm V. Er brachte daf&uuml;r am 4.&nbsp;August 2008 alle Aktien der V-Inc. durch Abtretung in die Kl&auml;gerin ein.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In ihrem handelsrechtlichen Jahresabschluss zum 31.&nbsp;Dezember 2008 wies die Kl&auml;gerin auf der Aktivseite als Anlageverm&ouml;gen Finanzanlagen in H&ouml;he von 22.024.797,97&nbsp;EUR aus. Unter &quot;B.&nbsp;Erl&auml;uterung des Jahresabschlusses&nbsp;III.&quot; gliederte sie die Bilanzposition Finanzanlagen n&auml;her auf. Daraus geht hervor, dass sie die Beteiligung an der V-Inc. mit Anschaffungskosten von 2.692.447&nbsp;EUR angesetzt hat. Den die Stammeinlage von 469.000&nbsp;EUR &uuml;bersteigenden Differenzbetrag stellte sie in die Kapitalr&uuml;cklage ein. Diesen Jahresabschluss f&uuml;gte die Kl&auml;gerin ihrer Steuererkl&auml;rung f&uuml;r das Streitjahr bei, die am 25.&nbsp;Mai 2009 beim Beklagten und Revisionsbeklagten (Finanzamt &#8211;FA&#8211;) einging. Mit dem Jahresabschluss reichte sie eine &quot;&Uuml;berleitungsrechnung zur Steuerbilanz hinsichtlich der Mehr-Abschreibungen aus den Erg&auml;nzungsbilanzen vor Formwechsel&quot; sowie eine Anlage &quot;Korrektur nach &sect;&nbsp;60&nbsp;(2) EStDV&quot; ein. Das FA setzte unter dem Vorbehalt der Nachpr&uuml;fung eine K&ouml;rperschaftsteuer in H&ouml;he von 0&nbsp;EUR fest.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Verlauf der sich anschlie&szlig;enden Au&szlig;enpr&uuml;fung entstand Streit dar&uuml;ber, inwiefern die Kl&auml;gerin das Wahlrecht der &uuml;bernehmenden Kapitalgesellschaft zur Buchwertfortf&uuml;hrung nach &sect;&nbsp;21 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 des Umwandlungssteuergesetzes 2006 (UmwStG&nbsp;2006) ausge&uuml;bt hat. Mit Schreiben vom 24.&nbsp;M&auml;rz 2010 legte die Kl&auml;gerin dem FA daraufhin eine Steuerbilanz zum 31.&nbsp;Dezember 2008 vor, aus der eine Fortf&uuml;hrung des Buchwerts der Anteile an der V-Inc. im Betrag von 1&nbsp;EUR hervorgeht. Der Pr&uuml;fer und nachfolgend das FA blieben demgegen&uuml;ber bei ihrer Auffassung, die Kl&auml;gerin habe das Wahlrecht zur Buchwertfortf&uuml;hrung nicht in der Frist des &sect;&nbsp;21 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 Halbsatz&nbsp;2 i.V.m. &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;3 UmwStG&nbsp;2006 ausge&uuml;bt. Mangels Vornahme von Abschreibungen auf die Beteiligung an der V-Inc. blieb dieser Streit jedoch ohne Auswirkungen auf die H&ouml;he der f&uuml;r das Streitjahr festzusetzenden K&ouml;rperschaftsteuer. Aus anderen Gr&uuml;nden &auml;nderte das FA im Anschluss an die Au&szlig;enpr&uuml;fung den K&ouml;rperschaftsteuerbescheid und setzte die K&ouml;rperschaftsteuer auf nunmehr 37.326&nbsp;EUR fest.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit ihren vom Finanzgericht (FG) M&uuml;nchen gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;73 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 der Finanzgerichtsordnung (FGO) zu gemeinsamer Verhandlung und Entscheidung verbundenen Klagen gegen jenen &Auml;nderungsbescheid haben die Kl&auml;gerin und die V-KG geltend gemacht, die Kl&auml;gerin habe das Bewertungswahlrecht hinsichtlich der eingebrachten Anteile an der V-Inc. mit Vorlage der Steuerbilanz am 24.&nbsp;M&auml;rz 2010 rechtzeitig zugunsten des Buchwertansatzes ausge&uuml;bt. Bei dem mit der Steuererkl&auml;rung zuvor eingereichten Jahresabschluss f&uuml;r 2008 habe es sich noch nicht um die &quot;steuerliche Schlussbilanz&quot; i.S. von &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;3 UmwStG&nbsp;2006 gehandelt. Sie haben vor dem FG &uuml;bereinstimmend beantragt,<br \/>1. den die Kl&auml;gerin betreffenden K&ouml;rperschaftsteuerbescheid 2008 dergestalt abzu&auml;ndern, dass die K&ouml;rperschaftsteuer nebst Solidarit&auml;tszuschlag in der H&ouml;he festgesetzt wird, die sich ergibt, wenn die Anteile der Kl&auml;gerin an der V-Inc. mit dem Buchwert von 1&nbsp;EUR angesetzt werden,<br \/>2. hilfsweise, festzustellen, dass die Kl&auml;gerin den Antrag zum Ansatz des Buchwerts nach &sect;&nbsp;21 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 UmwStG&nbsp;2006 wirksam und fristgerecht gestellt hat und daher vom Ansatz eines Buchwerts der Beteiligung an der V-Inc. in H&ouml;he von 1&nbsp;EUR auszugehen ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FG hat die Klage abgewiesen (Urteil vom 22.&nbsp;Oktober 2013&nbsp;&nbsp;6&nbsp;K&nbsp;3548\/12, Entscheidungen der Finanzgerichte 2014, 235), wobei es sie im Hauptantrag (Ziff.&nbsp;1) als unzul&auml;ssig und im Hilfsantrag (Ziff.&nbsp;2) als unbegr&uuml;ndet angesehen hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Gegen das FG-Urteil haben die Kl&auml;gerin und die V-KG Revision eingelegt. Der erkennende Senat hat mit Beschluss vom 30.&nbsp;September 2015 I&nbsp;R&nbsp;77\/13 gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;73 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 FGO das Verfahren betreffend die V-KG (nunmehr I&nbsp;R&nbsp;69\/15) abgetrennt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin beantragt,<br \/>1. das FG-Urteil &quot;und die jeweils &#8230; ergangenen Einspruchsentscheidungen&quot; des FA aufzuheben,<br \/>&quot;2. F&uuml;r den Veranlagungszeitraum 2008 der Besteuerung der Kl&auml;gerin &#8230; mit K&ouml;rperschaftsteuer und Solidarit&auml;tszuschlag als Wert der zum 04.08.2008 von V aus dem Sonderbetriebsverm&ouml;gen der V-KG in die Kl&auml;gerin &#8230; eingebrachten Beteiligung an der V-Inc. denjenigen Wert zu Grunde zu legen, welcher sich bei Antrag auf Ansatz des Buchwerts nach &sect;&nbsp;21 Abs.&nbsp;1 S.&nbsp;2 UmwStG&nbsp;2006 ergibt (Betrag: EUR&nbsp;1,00) und die K&ouml;rperschaftsteuer und den Solidarit&auml;tszuschlag f&uuml;r 2008 der Kl&auml;gerin &#8230; entsprechend festzusetzen, bzw. das Finanzamt hierzu zu verpflichten (Anfechtungs- bzw. Verpflichtungsklage nach &sect;&nbsp;40 Abs.&nbsp;1 FGO).<br \/>3. Hilfsweise: Festzustellen, dass im Steuerrechtsverh&auml;ltnis zwischen der V-KG und dem FA sowie der Kl&auml;gerin &#8230; und dem FA im Rahmen der Einbringung der Beteiligung an der V-Inc. durch V aus dem Sonderbetriebsverm&ouml;gen der V-KG in die Kl&auml;gerin &#8230; der Antrag zum Ansatz des Buchwerts nach &sect;&nbsp;21 Abs.&nbsp;1 S.&nbsp;2 UmwStG&nbsp;2006 wirksam und fristgerecht gestellt wurde und dass daher vom Buchwertansatz der Beteiligung an der V-Inc. bei der Kl&auml;gerin &#8230; auszugehen ist (Feststellungsklage nach &sect;&nbsp;41 Abs.&nbsp;1 FGO).&quot;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II.Der Senat versteht die gegen&uuml;ber dem erstinstanzlichen Verfahren umformulierten Hauptantr&auml;ge der Kl&auml;gerin (Revisionsantr&auml;ge Nr.&nbsp;1 und&nbsp;2) in rechtsschutzorientierter Auslegung dahin, dass sie trotz ausdr&uuml;cklicher Erw&auml;hnung nur (noch) der Einspruchsentscheidungen des FA weiterhin auf eine &Auml;nderung der angefochtenen Steuerbescheide in Gestalt jener Einspruchsentscheidungen gerichtet sind. Des Weiteren versteht der Senat die Bezeichnung im Revisionsantrag Nr.&nbsp;2 &quot;Anfechtungs- bzw. Verpflichtungsklage nach &sect;&nbsp;40 Abs.&nbsp;1 FGO&quot; nicht dahin, dass die Kl&auml;gerin damit ihre bisherige Anfechtungsklage um eine Verpflichtungsklage hat erweitern wollen. Denn dabei w&uuml;rde es sich um eine im Revisionsverfahren nach &sect;&nbsp;123 Abs.&nbsp;1 FGO unzul&auml;ssige Klage&auml;nderung handeln.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<blockquote>\n<blockquote>\n<blockquote>\n<blockquote>\n<blockquote>\n<table style=\"margin-left:90\"pt>\n<tr>\n<td>III.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/blockquote>\n<\/blockquote>\n<\/blockquote>\n<\/blockquote>\n<\/blockquote>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Revision ist unbegr&uuml;ndet und deshalb gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;2 FGO zur&uuml;ckzuweisen. Das FG hat die Klage im Ergebnis zu Recht abgewiesen. Diese ist unzul&auml;ssig.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Nach der Rechtsprechung des Senats zum Umwandlungssteuergesetz 1995, auf die zur Vermeidung von Wiederholungen Bezug genommen wird, kann im Fall der Einbringung eines (Teil-)Betriebs oder Mitunternehmeranteils i.S. des &sect;&nbsp;20 UmwStG&nbsp;1995\/ 2002 die aufnehmende Kapitalgesellschaft mangels Beschwer nicht durch Anfechtungsklage geltend machen, die ihrer Steuerfestsetzung zu Grunde gelegten Werte des eingebrachten Verm&ouml;gens seien zu hoch (Senatsurteile vom 8.&nbsp;Juni 2011 I&nbsp;R&nbsp;79\/10, BFHE 234, 101, BStBl II 2012, 421; vom 25.&nbsp;April 2012 I&nbsp;R&nbsp;2\/11, BFH\/NV 2012, 1649; Senatsbeschluss vom 6.&nbsp;Februar 2014 I&nbsp;B&nbsp;168\/13, BFH\/NV 2014, 921; vgl. auch [zur Verschmelzung] Senatsurteil vom 21.&nbsp;Oktober 2014 I&nbsp;R&nbsp;1\/13, BFH\/NV 2015, 690). Diese Rechtsprechung ist wegen der im Wesentlichen gleichen Ausgangslage auch auf die im Umwandlungssteuergesetz 2006 geregelten Einbringungstatbest&auml;nde, also auch auf den hier einschl&auml;gigen Fall des Anteilstauschs nach &sect;&nbsp;21 UmwStG&nbsp;2006, anzuwenden. Weder die Kl&auml;gerin noch das FG &#8211;welches im Hinblick auf die grunds&auml;tzliche Bedeutung dieser Frage die Revision zugelassen hat&#8211; haben sachliche Gesichtspunkte angef&uuml;hrt, die es angezeigt erscheinen lassen k&ouml;nnten, die Grunds&auml;tze der Senatsrechtsprechung nicht auf das Umwandlungssteuergesetz 2006 zu &uuml;bertragen. Auch der Senat erkennt derartige Gr&uuml;nde nicht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Da sich der im Streitfall geltend gemachte zu hohe Wertansatz der eingebrachten Aktien f&uuml;r die Besteuerung der Kl&auml;gerin nicht nachteilig auswirkt, hat ihr die Vorinstanz danach zu Recht insoweit die erforderliche Klagebefugnis (&sect;&nbsp;40 Abs.&nbsp;2 FGO) f&uuml;r die erhobene Anfechtungsklage abgesprochen. Die Revision hat dagegen nichts vorgebracht. Des Weiteren hat das FG zutreffend angenommen, dass die Kl&auml;gerin keine Einwendungen gegen die H&ouml;he der mit dem angefochtenen &Auml;nderungsbescheid festgesetzten K&ouml;rperschaftsteuer erhoben hat und ihre Anfechtungsklage somit insgesamt unzul&auml;ssig ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Nicht zutreffend ist hingegen die Annahme des FG, die Klage sei hinsichtlich des Hilfsantrags (Revisionsantrag Nr.&nbsp;3) zul&auml;ssig. Es fehlt vielmehr an dem nach &sect;&nbsp;41 Abs.&nbsp;1 FGO erforderlichen berechtigten Interesse der Kl&auml;gerin an der begehrten Feststellung. Da dem Einbringenden ein eigenes Anfechtungsrecht gegen die Steuerfestsetzung der &uuml;bernehmenden Kapitalgesellschaft zusteht (Senatsurteile in BFHE 234, 101, BStBl II 2012, 421; in BFH\/NV 2012, 1649; Senatsbeschluss in BFH\/NV 2014, 921), besteht daneben kein Feststellungsinteresse der aufnehmenden Gesellschaft (Senatsurteil in BFHE 234, 101, BStBl II 2012, 421).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Die Kostenentscheidung beruht auf &sect;&nbsp;135 Abs.&nbsp;2 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 30.9.2015, I R 77\/13 Anteilstausch &#8211; Klage der aufnehmenden Gesellschaft gegen zu hohen Wertansatz der getauschten Beteiligung Tenor Die Revision der Kl&auml;gerin gegen das Urteil des Finanzgerichts M&uuml;nchen, Au&szlig;ensenate Augsburg, vom 22. Oktober 2013 6 K 3548\/12 wird als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckgewiesen. Die Kosten des Revisionsverfahrens hat die Kl&auml;gerin zu tragen. 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