{"id":66829,"date":"2017-02-02T13:14:27","date_gmt":"2017-02-02T11:14:27","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=66829"},"modified":"2017-02-02T13:14:27","modified_gmt":"2017-02-02T11:14:27","slug":"iv-r-46-13-ueberentnahmen-wegen-der-entnahme-von-wirtschaftsguetern-die-bereits-vor-dem-1-januar-1999-zum-betriebsvermoegen-gehoerten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/iv-r-46-13-ueberentnahmen-wegen-der-entnahme-von-wirtschaftsguetern-die-bereits-vor-dem-1-januar-1999-zum-betriebsvermoegen-gehoerten\/","title":{"rendered":"IV&nbsp;R&nbsp;46\/13 &#8211; &Uuml;berentnahmen wegen der Entnahme von Wirtschaftsg&uuml;tern, die bereits vor dem 1. Januar 1999 zum Betriebsverm&ouml;gen geh&ouml;rten"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 24.11.2016, IV R 46\/13<br \/>ECLI:DE:BFH:2016:U.241116.IVR46.13.0<\/p>\n<p class=\"titel\">&Uuml;berentnahmen wegen der Entnahme von Wirtschaftsg&uuml;tern, die bereits vor dem 1. Januar 1999 zum Betriebsverm&ouml;gen geh&ouml;rten<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>1. Bei der Ermittlung der &Uuml;berentnahmen i.S. des &sect; 4 Abs. 4a EStG sind auch Entnahmen von Wirtschaftsg&uuml;tern zu ber&uuml;cksichtigen, die bereits vor der Einf&uuml;hrung der Vorschrift in den Betrieb eingelegt worden sind.<\/p>\n<\/p>\n<p>2. Die Ausnahmeregelung in &sect; 52 Abs. 11 Satz 3 EStG ist mit dem Gleichheitssatz vereinbar.<\/p>\n<\/p>\n<p>3. Bringt ein Einzelunternehmer seinen Betrieb zum Buchwert in eine Personengesellschaft ein, gehen die in dem Einzelunternehmen entstandenen &Uuml;ber- oder Unterentnahmen auf die Personengesellschaft &uuml;ber und sind von dem Einbringenden fortzuf&uuml;hren.<\/p>\n<\/div>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Auf die Revision des Beklagten wird das Urteil des Finanzgerichts M&uuml;nchen vom 26. September 2013&nbsp;&nbsp;5 K 2563\/11 aufgehoben.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Klage wird abgewiesen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Kosten des gesamten Verfahrens hat die Kl&auml;gerin zu tragen. Au&szlig;ergerichtliche Kosten des Beigeladenen werden nicht erstattet.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>    <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Die Kl&auml;gerin und Revisionsbeklagte (Kl&auml;gerin) betreibt in der Rechtsform einer GbR einen landwirtschaftlichen Betrieb. An der Kl&auml;gerin sind der Beigeladene zu 67&nbsp;%, seine Ehefrau zu 12&nbsp;% und deren drei Kinder jeweils zu 7&nbsp;% beteiligt. Den landwirtschaftlichen Betrieb hatte der Beigeladene bis zum 31.&nbsp;Dezember 2006 zun&auml;chst als Einzelunternehmen gef&uuml;hrt. Mit Wirkung vom 1.&nbsp;Januar 2007 brachte er den Betrieb gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;24 des Umwandlungssteuergesetzes (UmwStG) zum Buchwert in die Kl&auml;gerin ein. Der Betrieb wies zum 31.&nbsp;Dezember 2006 ein Eigenkapital von 5.580.911,78&nbsp;EUR auf. Die Gewinnermittlung sowohl f&uuml;r das Einzelunternehmen als auch f&uuml;r das Unternehmen der Kl&auml;gerin erfolgte durch Betriebsverm&ouml;gensvergleich nach dem Normalwirtschaftsjahr f&uuml;r Landwirte vom 1.&nbsp;Juli bis 30.&nbsp;Juni (&sect;&nbsp;4a Abs.&nbsp;1 Satz 2 Nr.&nbsp;1 des Einkommensteuergesetzes &#8211;EStG&#8211;).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Dezember 2002, also noch zu Zeiten des bestehenden Einzelunternehmens, &uuml;bertrug der Beigeladene landwirtschaftliche Fl&auml;chen, die zum Betriebsverm&ouml;gen des landwirtschaftlichen Betriebs geh&ouml;rten, unentgeltlich auf seine Kinder. Die Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten der Grundst&uuml;cke, die bereits seit 1822 dem landwirtschaftlichen Betrieb zuzuordnen waren, waren in den Bilanzen des Einzelunternehmens mit dem Einlagewert gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;55 Abs.&nbsp;5 EStG in H&ouml;he von 767.794,23&nbsp;EUR (= Buchwert) ausgewiesen. Der Verkehrswert betrug im Zeitpunkt der &Uuml;bertragung 609.000&nbsp;EUR. Dies f&uuml;hrte zu einem (Entnahme-)Verlust in H&ouml;he von 158.794,23&nbsp;EUR.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Anl&auml;sslich von zwei Au&szlig;enpr&uuml;fungen bei dem Einzelunternehmen des Beigeladenen u.a. f&uuml;r die Wirtschaftsjahre 2002\/2003 bis 2005\/2006 und f&uuml;r das Rumpfwirtschaftsjahr vom 1.&nbsp;Juli 2006 bis 31.&nbsp;Dezember 2006 ermittelte der Betriebspr&uuml;fer f&uuml;r alle Wirtschaftsjahre nicht abzugsf&auml;hige Schuldzinsen gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;4a EStG. Bei der Ermittlung der &Uuml;berentnahmen gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;4a Satz&nbsp;2 EStG f&uuml;r das Wirtschaftsjahr 2002\/2003 wertete der Pr&uuml;fer die unentgeltliche Grundst&uuml;cks&uuml;bertragung an die Kinder als Entnahme im Sinne der Norm und ber&uuml;cksichtigte diese mit dem Teilwert in H&ouml;he von 609.000&nbsp;EUR. Insgesamt ermittelte er eine &Uuml;berentnahme im Wirtschaftsjahr 2002\/2003 in H&ouml;he von 433.900,30&nbsp;EUR. Unter Ber&uuml;cksichtigung der &Uuml;berentnahmen fr&uuml;herer Wirtschaftsjahre beliefen sich die &Uuml;berentnahmen im Einzelunternehmen des Beigeladenen zum 31.&nbsp;Dezember 2006 auf 504.619&nbsp;EUR.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Anl&auml;sslich der Au&szlig;enpr&uuml;fung bei der Kl&auml;gerin f&uuml;r das Rumpfwirtschaftsjahr 1.&nbsp;Januar 2007 bis 30.&nbsp;Juni 2007 und f&uuml;r die landwirtschaftlichen Normalwirtschaftsjahre 2007\/2008 und 2008\/2009 ermittelte der Pr&uuml;fer nicht abziehbare Schuldzinsen gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;4a EStG in H&ouml;he von 6.862&nbsp;EUR, 14.006&nbsp;EUR und 13.131&nbsp;EUR. Dabei ging er davon aus, dass die im Einzelunternehmen ermittelten &Uuml;berentnahmen zum 31.&nbsp;Dezember 2006 aufgrund der Einbringung des Betriebs gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;24 UmwStG von dem Beigeladenen fortzuf&uuml;hren und bei diesem im Rahmen der personengesellschafterbezogenen Ermittlung der &Uuml;berentnahmen zu ber&uuml;cksichtigen seien. Den so ermittelten Hinzurechnungsbetrag rechnete der Pr&uuml;fer nur dem Gewinnanteil des Beigeladenen zu.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Beklagte und Revisionskl&auml;ger (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) schloss sich dieser Rechtsauffassung an und erlie&szlig; unter dem 3.&nbsp;M&auml;rz 2011 f&uuml;r die Streitjahre 2007 und 2008 entsprechend ge&auml;nderte Bescheide &uuml;ber die gesonderte und einheitliche Feststellung von Besteuerungsgrundlagen (im Weiteren Gewinnfeststellungsbescheide). Die Einspr&uuml;che wies das FA mit Einspruchsentscheidungen vom 19.&nbsp;August 2011 als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ck.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Finanzgericht (FG) hat der Klage, mit der die Kl&auml;gerin begehrte, au&szlig;erbilanzielle Hinzurechnungen nach &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;4a EStG f&uuml;r 2007 und 2008 nur in H&ouml;he von jeweils 4.237&nbsp;EUR statt bisher 13.865&nbsp;EUR bzw. 13.568&nbsp;EUR zu ber&uuml;cksichtigen, in vollem Umfang stattgegeben und die Gewinnfeststellungsbescheide entsprechend dem Klagebegehren der Kl&auml;gerin abge&auml;ndert. Die unentgeltliche &Uuml;bertragung der Grundst&uuml;cke sei zwar eine Entnahme i.S. des &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 EStG, die jedoch bei der Ermittlung der &Uuml;berentnahmen i.S. des &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;4a Satz&nbsp;2 EStG nicht zu ber&uuml;cksichtigen sei. Der Entnahmebegriff i.S. des &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;4a EStG sei teleologisch dahin auszulegen, dass eine Entnahme eines vor 1999 in das Betriebsverm&ouml;gen eingelegten Wirtschaftsguts nur insoweit vorliege, als dadurch stille Reserven aufgedeckt worden seien. Zumindest sei eine analoge Anwendung des &sect;&nbsp;52 Abs.&nbsp;11 Satz&nbsp;3 EStG i.d.F. des Steuer&auml;nderungsgesetzes (St&Auml;ndG) 2001 vom 20.&nbsp;Dezember 2001 (BGBl I 2001, 3794, BStBl I 2002, 4) geboten. Die darin zur Vermeidung einer Benachteiligung von Altbetrieben (vor dem 1.&nbsp;Januar 1999 gegr&uuml;ndet) gegen&uuml;ber Neubetrieben (nach dem 31.&nbsp;Dezember 1998 gegr&uuml;ndet) geregelte Einschr&auml;nkung des Anwendungsbereichs des &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;4a EStG f&uuml;r den Fall der Betriebsaufgabe bzw. der Betriebsver&auml;u&szlig;erung sei auf den vorliegenden Fall der Entnahme eines vor dem 1.&nbsp;Januar 1999 eingelegten Wirtschaftsguts analog anzuwenden. Entsprechend sei auch im Streitfall der Buchwert der entnommenen Grundst&uuml;cke nicht als Entnahme anzusetzen. Zu &uuml;berlegen sei auch, ob der Gewinn i.S. des &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;4a EStG entsprechend der von der Finanzverwaltung praktizierten Handhabung bei steuerfreien Entnahmen um den Buchwert des entnommenen Wirtschaftsguts, hier der Grundst&uuml;cke, zu erh&ouml;hen sei, mit der Folge, dass sich bei der Ermittlung der &Uuml;berentnahmen ebenfalls nur ein etwaiger Entnahmegewinn auswirken w&uuml;rde.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit der Revision r&uuml;gt das FA die fehlerhafte Anwendung des &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;4a Satz&nbsp;2 EStG und des &sect;&nbsp;52 Abs.&nbsp;11 Satz&nbsp;3 EStG.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt,<br \/>die Vorentscheidung aufzuheben und die Klage abzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin beantragt,<br \/>die Revision als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>    <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Revision des FA ist begr&uuml;ndet. Sie f&uuml;hrt zur Aufhebung des angefochtenen finanzgerichtlichen Urteils und zur Abweisung der Klage (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;). Das FG ist zu Unrecht davon ausgegangen, dass die im Wirtschaftsjahr 2002\/2003 erfolgte unentgeltliche &Uuml;bertragung der landwirtschaftlichen Grundst&uuml;cke aus dem Einzelunternehmen des Beigeladenen in das Verm&ouml;gen seiner Kinder nicht als Entnahme i.S. des &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;4a Satz&nbsp;2 EStG zu werten sei (dazu unter II.1.). Ebenso wenig ist &sect;&nbsp;52 Abs.&nbsp;11 S&auml;tze&nbsp;1 bis 3 EStG in der im Streitjahr geltenden Fassung (nunmehr &sect;&nbsp;52 Abs.&nbsp;6 S&auml;tze&nbsp;5 bis 7 EStG) dahin auszulegen, dass eine Entnahme von Wirtschaftsg&uuml;tern, die vor dem 1.&nbsp;Januar 1999 in den bereits vor diesem Zeitpunkt bestehenden Betrieb eingelegt worden sind, nicht unter den Anwendungsbereich des &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;4a EStG f&auml;llt (dazu unter II.2.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;4a Satz&nbsp;1 EStG sind Schuldzinsen nicht abziehbar, wenn &Uuml;berentnahmen get&auml;tigt worden sind. Eine &Uuml;berentnahme ist der Betrag, um den die Entnahmen die Summe des Gewinns und der Einlagen des Wirtschaftsjahrs &uuml;bersteigen (&sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;4a Satz&nbsp;2 EStG). Die nicht abziehbaren Schuldzinsen werden typisiert mit 6&nbsp;% der &Uuml;berentnahme des Wirtschaftsjahrs zuz&uuml;glich der &Uuml;berentnahmen vorangegangener Wirtschaftsjahre und abz&uuml;glich der Betr&auml;ge, um die in den vorangegangenen Wirtschaftsjahren der Gewinn und die Einlagen die Entnahmen &uuml;berstiegen haben (Unterentnahmen), ermittelt (&sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;4a Satz&nbsp;3 EStG). Der sich dabei ergebende Betrag, h&ouml;chstens jedoch der um 2.050&nbsp;EUR verminderte Betrag der im Wirtschaftsjahr angefallenen Schuldzinsen, ist dem Gewinn hinzuzurechnen (&sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;4a Satz&nbsp;4 EStG).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Entnahmen i.S. des &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;4a EStG sind mangels einer besonderen Definition in dieser Vorschrift grunds&auml;tzlich in Ankn&uuml;pfung an die Legaldefinition in &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 EStG zu bestimmen (Urteile des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 22.&nbsp;September 2011 IV&nbsp;R&nbsp;33\/08, BFHE&nbsp;235, 278, BStBl II 2012, 10, und vom 12.&nbsp;Dezember 2013 IV&nbsp;R&nbsp;17\/10, BFHE&nbsp;244, 23, BStBl II 2014, 316, jeweils m.w.N.). Danach stellt grunds&auml;tzlich jede &Uuml;berf&uuml;hrung oder &Uuml;bertragung eines Wirtschaftsguts aus dem betrieblichen Bereich des Steuerpflichtigen in dessen privaten Bereich eine Entnahme i.S. des &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;4a EStG dar. Etwas anderes folgt, anders als das FG wohl meint, auch nicht aus dem BFH-Urteil in BFHE&nbsp;235, 278, BStBl II 2012, 10. Der BFH ist mit dieser Entscheidung nicht von der Legaldefinition in &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 EStG abgewichen. Die Entscheidung betraf lediglich den Sonderfall, dass ein Wirtschaftsgut aufgrund einer Bilanzierungskonkurrenz, die infolge der Begr&uuml;ndung einer mitunternehmerischen Betriebsaufspaltung entstanden war, einem anderen Betriebsverm&ouml;gen ohne die Aufdeckung stiller Reserven zuzuordnen war. Das Wirtschaftsgut stellte jedoch weiterhin Betriebsverm&ouml;gen bei dem abgebenden Unternehmen dar; diese Eigenschaft wurde lediglich f&uuml;r die Zeit des Bestehens der Betriebsaufspaltung &uuml;berlagert. Die &Uuml;berf&uuml;hrung eines Wirtschaftsguts in das Privatverm&ouml;gen ist mit diesem Sachverhalt nicht ansatzweise zu vergleichen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Eine Einschr&auml;nkung des Entnahmebegriffs folgt auch nicht aus &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;4a Satz&nbsp;5 EStG. Zwar werden nach dieser Regelung Schuldzinsen f&uuml;r Darlehen zur Finanzierung von Anschaffungs- oder Herstellungskosten von Wirtschaftsg&uuml;tern des Anlageverm&ouml;gens von der Abzugsbeschr&auml;nkung ausgenommen. Daraus kann aber nicht r&uuml;ckgeschlossen werden, dass die sp&auml;tere Entnahme dieser Wirtschaftsg&uuml;ter bei der Ermittlung der &Uuml;berentnahmen ebenfalls unbeachtlich sein soll. Eine derartige systematische Verkn&uuml;pfung, wie von der Kl&auml;gerin vorgetragen, l&auml;sst sich dem Gesetz nicht entnehmen. Ebenso wenig ist eine derart einschr&auml;nkende Auslegung einer Entnahme i.S. des &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;4a EStG beschr&auml;nkt auf sog. Altbetriebe zu rechtfertigen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Eine Einschr&auml;nkung des Entnahmebegriffs dahingehend, dass damit, so die Kl&auml;gerin, nur die Entnahme der Liquidit&auml;t gemeint sei, l&auml;sst sich dem Gesetz ebenso wenig entnehmen. Dass &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;4a EStG an die Entnahme eines Wirtschaftsguts und nicht nur an die Entnahme der Liquidit&auml;t ankn&uuml;pft, folgt schon aus der Anwendungsregelung in &sect;&nbsp;52 Abs.&nbsp;11 Satz&nbsp;3 EStG in der im Streitjahr geltenden Fassung. Diese kn&uuml;pft ausdr&uuml;cklich an die Entnahme von Wirtschaftsg&uuml;tern an (s. dazu unter II.2.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Allerdings hat der BFH eine Entnahme i.S. des &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;4a EStG unter Ablehnung der finalen Entnahmetheorie betriebsbezogen definiert. Denn unter Ber&uuml;cksichtigung der systematischen Stellung und der gesetzgeberischen Konzeption des &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;4a EStG, die darauf abzielt, eine Gewinnhinzurechnung bei Vorliegen von &Uuml;berentnahmen in dem Betrieb vorzunehmen, f&uuml;r den eine eigenst&auml;ndige Gewinnermittlung durchgef&uuml;hrt wird, ist die Begrenzung des Schuldzinsenabzugs ausschlie&szlig;lich betriebsbezogen auszulegen (BFH-Urteil in BFHE&nbsp;235, 278, BStBl II 2012, 10). Hat der Steuerpflichtige daher mehrere Betriebe oder ist er an mehreren Personengesellschaften beteiligt, ist der Schuldzinsenabzug f&uuml;r jeden Betrieb bzw. Mitunternehmeranteil eigenst&auml;ndig zu ermitteln (BFH-Urteile vom 29.&nbsp;M&auml;rz 2007 IV&nbsp;R&nbsp;72\/02, BFHE&nbsp;217, 514, BStBl II 2008, 420, und in BFHE&nbsp;235, 278, BStBl II 2012, 10). Ausgehend von diesem Gesetzesverst&auml;ndnis, wonach die Schuldzinsenk&uuml;rzung ma&szlig;geblich an den Umstand des Eigenkapitalentzugs bei der jeweiligen betrieblichen Einheit ankn&uuml;pft, stellt grunds&auml;tzlich jede &Uuml;berf&uuml;hrung oder &Uuml;bertragung eines Wirtschaftsguts aus dem betrieblichen Bereich des Steuerpflichtigen in einen anderen betrieblichen Bereich desselben oder eines anderen Steuerpflichtigen eine Entnahme beim abgebenden und eine Einlage beim aufnehmenden Betrieb i.S. des &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;4a Satz&nbsp;2 EStG dar (BFH-Urteil in BFHE&nbsp;235, 278, BStBl II 2012, 10, mit umfangreichen Nachweisen).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Eine Entnahme bzw. eine Einlage i.S. des &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;4a EStG liegt indes nicht vor, soweit ein Betrieb oder Mitunternehmeranteil gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;3 EStG unentgeltlich &uuml;bertragen worden ist. Denn bei der unentgeltlichen Betriebs- oder Mitunternehmeranteils&uuml;bertragung wird der n&auml;mliche Betrieb vom Rechtsnachfolger fortgef&uuml;hrt; der Rechtsnachfolger r&uuml;ckt in die Rechtsposition des Rechtsvorg&auml;ngers ein. Die beim bisherigen Betriebsinhaber entstandenen &Uuml;ber- oder Unterentnahmen gehen demnach auf den Rechtsnachfolger &uuml;ber und sind in die Berechnung der im &uuml;bernommenen und fortgef&uuml;hrten Betrieb get&auml;tigten &Uuml;ber-\/Unterentnahmen i.S. des &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;4a EStG einzubeziehen. Die unentgeltliche Betriebs- oder Mitunternehmeranteils&uuml;bertragung kann daher ihrerseits keine Entnahme bzw. Einlage i.S. des &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;4a EStG ausl&ouml;sen (BFH-Urteile in BFHE&nbsp;235, 278, BStBl II 2012, 10, und in BFHE&nbsp;244, 23, BStBl II 2014, 316; ebenso Schreiben des Bundesministeriums der Finanzen &#8211;BMF&#8211; vom 17.&nbsp;November 2005 IV&nbsp;B&nbsp;2&nbsp;-S&nbsp;2144-&nbsp;50\/05, BStBl I 2005, 1019, Rdnr.&nbsp;10a).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Diese Grunds&auml;tze gelten entsprechend, soweit ein Einzelunternehmer seinen Betrieb gegen Gew&auml;hrung von Gesellschaftsrechten gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;24 Abs.&nbsp;1, Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 UmwStG zum Buchwert in eine Personengesellschaft einbringt. Zwar wird die Einbringung eines Betriebs in eine Personengesellschaft nach &sect;&nbsp;24 UmwStG von der st&auml;ndigen h&ouml;chstrichterlichen Rechtsprechung als tausch&auml;hnlicher (Ver&auml;u&szlig;erungs-)Vorgang angesehen (vgl. zuletzt BFH-Urteil vom 27.&nbsp;Januar 2016 X&nbsp;R&nbsp;31\/11) und f&uuml;hrt zu einem Rechtstr&auml;gerwechsel des Betriebs. Erfolgt die Einbringung aber steuerneutral zum Buchwert, ordnet &sect;&nbsp;24 Abs.&nbsp;4 i.V.m. &sect;&nbsp;23 Abs.&nbsp;1 und &sect;&nbsp;12 Abs.&nbsp;3 UmwStG 2006 an, dass die &uuml;bernehmende Personengesellschaft in die steuerliche Rechtsstellung des &uuml;bertragenden Einzelunternehmens eintritt. Diese Rechtsnachfolge erstreckt sich auch auf die im bisherigen Einzelunternehmen entstandenen &Uuml;ber- oder Unterentnahmen (ebenso BMF-Schreiben in BStBl I 2005, 1019, Rdnr.&nbsp;32e).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Ausgehend von diesen Grunds&auml;tzen hat das FA die unentgeltliche Grundst&uuml;cks&uuml;bertragung an die Kinder des Beigeladenen zutreffend als Entnahme i.S. &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;4a EStG behandelt. Denn die Grundst&uuml;cke sind aus dem Betriebsverm&ouml;gen des fr&uuml;heren Einzelunternehmens des Beigeladenen zun&auml;chst in dessen Privatverm&ouml;gen und sodann in das Privat- oder Betriebsverm&ouml;gen der Kinder &uuml;berf&uuml;hrt worden. Den Entnahmewert hat das FA ebenfalls zutreffend, was zwischen den Beteiligten insoweit auch nicht streitig ist, in H&ouml;he des Teilwerts von 609.000&nbsp;EUR angesetzt. Eine Beschr&auml;nkung der Entnahme i.S. des &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;4a EStG auf den &quot;Entnahmegewinn&quot; im Wege einer teleologischen Auslegung ist angesichts der von der Rechtsprechung bejahten Ankn&uuml;pfung an die Legaldefinition in &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 EStG (BFH-Urteile in BFHE&nbsp;235, 278, BStBl II 2012, 10, und in BFHE&nbsp;244, 23, BStBl II 2014, 316, jeweils m.w.N.) und des insoweit eindeutigen Wortlauts ausgeschlossen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Der Senat teilt auch nicht die Auffassung des FG, die Anwendungsvorschrift des &sect;&nbsp;52 Abs.&nbsp;11 S&auml;tze&nbsp;1 bis 3 EStG in der im Streitjahr geltenden Fassung (nunmehr &sect;&nbsp;52 Abs.&nbsp;6 S&auml;tze&nbsp;5 bis 7 EStG) k&ouml;nne dahin ausgelegt werden, dass die &Uuml;berf&uuml;hrung von Wirtschaftsg&uuml;tern, die vor dem 1.&nbsp;Januar 1999 in den bereits vor diesem Zeitpunkt bestehenden Betrieb eingelegt worden sind, in das Privatverm&ouml;gen nur in H&ouml;he eines entstandenen Entnahmegewinns in die Berechnung der &Uuml;berentnahmen einzubeziehen sei. Einer erweiternden Auslegung dieser Anwendungsvorschrift im Wege einer Analogie steht entgegen, dass es an einer planwidrigen L&uuml;cke im Gesetz fehlt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;52 Abs.&nbsp;11 Satz&nbsp;1 EStG i.d.F. des St&Auml;ndG 2001 ist &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;4a EStG erstmals f&uuml;r das Wirtschaftsjahr anzuwenden, das nach dem 31.&nbsp;Dezember 1998 endet. Gem&auml;&szlig; Satz&nbsp;2 dieser Vorschrift bleiben &Uuml;ber- und Unterentnahmen vorangegangener Wirtschaftsjahre unber&uuml;cksichtigt. Nach dem Urteil des X.&nbsp;Senats des BFH vom 9.&nbsp;Mai 2012 X&nbsp;R&nbsp;30\/06 (BFHE&nbsp;237, 484, BStBl II 2012, 667), gegen das erfolglos Verfassungsbeschwerde erhoben worden ist (Beschluss des Bundesverfassungsgerichts &#8211;BVerfG&#8211; vom 7.&nbsp;April 2015&nbsp;&nbsp;2&nbsp;BvR&nbsp;1868\/12), sind ausgehend von dem Wortlaut und Sinn und Zweck des &sect;&nbsp;52 Abs.&nbsp;11 S&auml;tze&nbsp;1 und 2 EStG f&uuml;r die Ermittlung der nichtabzugsf&auml;higen Schuldzinsen i.S. des &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;4a S&auml;tze&nbsp;1 und 2 EStG ab dem Veranlagungszeitraum 2001 nur die &Uuml;ber- und Unterentnahmen in den nach dem 31.&nbsp;Dezember 1998 endenden Wirtschaftsjahren zu ber&uuml;cksichtigen. In fr&uuml;heren Zeitr&auml;umen get&auml;tigte &Uuml;ber- und Unterentnahmen bleiben unber&uuml;cksichtigt. &sect;&nbsp;52 Abs.&nbsp;11 Satz&nbsp;2 EStG i.d.F. des St&Auml;ndG 2001 versto&szlig;e, so der X.&nbsp;Senat, auch nicht gegen das R&uuml;ckwirkungsverbot. Soweit von einer unechten R&uuml;ckwirkung auszugehen sei, weil bei der Ermittlung des Betrags der nicht abziehbaren Schuldzinsen zulasten des Steuerpflichtigen der Ansatz von Unterentnahmen, die in der Zeit bis einschlie&szlig;lich des Wirtschaftsjahrs 1998 entstanden seien, untersagt werde, sei diese im Ergebnis verfassungsrechtlich nicht zu beanstanden. Die Regelung versto&szlig;e auch weder gegen den Gleichheitssatz noch gegen den Grundsatz der Besteuerung nach der Leistungsf&auml;higkeit. Insbesondere habe der Gesetzgeber durch die Schaffung von &sect;&nbsp;52 Abs.&nbsp;11 Satz&nbsp;2 EStG nicht gegen die von ihm in &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;4a EStG getroffene Grundentscheidung versto&szlig;en, die beschr&auml;nkte Abziehbarkeit von Schuldzinsen davon abh&auml;ngig zu machen, dass der Unternehmer wegen &Uuml;berentnahmen die Finanzierung betrieblicher Aufwendungen mittels verzinslicher Kredite verursacht habe. Vielmehr kn&uuml;pfe die Regelung des &sect;&nbsp;52 Abs.&nbsp;11 Satz&nbsp;2 EStG an diese Konzeption an. Sie beschr&auml;nke lediglich dieses sog. Eigenkapitalmodell auf Vorg&auml;nge, die erst ab dem Beginn des Geltungsbereichs der gesetzlichen Neuregelung des &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;4a EStG verwirklicht worden seien und klammere damit zugunsten und zulasten der betroffenen Steuerpflichtigen Eigenkapitalver&auml;nderungen fr&uuml;herer Zeitr&auml;ume aus. Damit erg&auml;nze der Gesetzgeber sein Eigenkapitalmodell aus Gr&uuml;nden der Praktikabilit&auml;t dahingehend, dass in der Vergangenheit liegende Umst&auml;nde unber&uuml;cksichtigt bleiben sollen. Dies sei jedenfalls dann nicht sachwidrig, wenn sich die Anwendungsregelung wie hier auf eine v&ouml;llig neue Konzeption der Beschr&auml;nkung des betrieblichen Schuldzinsenabzugs beziehe. Dieser v&ouml;llig neue gesetzgeberische Ansatz rechtfertige es, in der Vergangenheit liegende Umst&auml;nde au&szlig;en vor zu lassen und die Neuregelung nur auf Sachverhalte zu erstrecken, die vom Steuerpflichtigen im zeitlichen Geltungsbereich des &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;4a EStG verwirklicht worden seien. Dies gelte umso mehr dann, wenn die Gleichbehandlung von bilanzierenden Steuerpflichtigen auf der einen Seite und &Uuml;berschussrechnern auf der anderen Seite nur durch einen Neuanfang erreicht werden k&ouml;nne. Der Senat schlie&szlig;t sich diesen Ausf&uuml;hrungen an und nimmt zur Vermeidung von Wiederholungen auf die Urteilsgr&uuml;nde im Einzelnen Bezug (BFH-Urteil in BFHE 237, 484, BStBl II 2012, 667).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) F&uuml;r die Betriebe, die vor dem 1.&nbsp;Januar 1999 er&ouml;ffnet worden sind (sog. Altbetriebe), enth&auml;lt &sect;&nbsp;52 Abs.&nbsp;11 Satz&nbsp;3 EStG eine Sonderregelung. Im Fall der Betriebsaufgabe sind bei der &Uuml;berf&uuml;hrung von Wirtschaftsg&uuml;tern aus dem Betriebsverm&ouml;gen in das Privatverm&ouml;gen die Buchwerte nicht als Entnahme anzusetzen, im Fall der Betriebsver&auml;u&szlig;erung ist nur der Ver&auml;u&szlig;erungsgewinn als Entnahme anzusetzen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Ausweislich der Begr&uuml;ndung zum Gesetzesentwurf des St&Auml;ndG 2001 (BTDrucks 14\/6877, S.&nbsp;28) soll mit der Erg&auml;nzung der Anwendungsregelung durch den neuen Satz&nbsp;3 eine Benachteiligung von Alt- gegen&uuml;ber Neubetrieben beseitigt werden. Bei Neubetrieben seien die Wirtschaftsg&uuml;ter des Betriebsverm&ouml;gens bei Betriebser&ouml;ffnung als Einlage und bei Betriebsaufgabe als Entnahme zu behandeln (bei Betriebsver&auml;u&szlig;erung seien sie Teil des Ver&auml;u&szlig;erungserl&ouml;ses). Da die vor dem 1.&nbsp;Januar 1999 er&ouml;ffneten Betriebe mit einem Stand der Unterentnahmen von 0&nbsp;DM beg&auml;nnen, sei es sachgerecht, bei diesen Betrieben im Falle der Betriebsaufgabe oder -ver&auml;u&szlig;erung die Buchwerte der Wirtschaftsg&uuml;ter des Betriebsverm&ouml;gens nicht als Entnahme anzusetzen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit der Regelung in Satz&nbsp;3 wird daher die in &sect;&nbsp;52 Abs.&nbsp;11 Satz&nbsp;2 EStG angeordnete Nichtber&uuml;cksichtigung der Kapitalkontenentwicklung f&uuml;r die Zeitr&auml;ume bis zum 1.&nbsp;Januar 1999 f&uuml;r Altbetriebe teilweise kompensiert. Denn durch die Begrenzung der Entnahme auf die Differenz des Entnahmewerts (gemeiner Wert) zum Buchwert bzw. auf die Differenz des Ver&auml;u&szlig;erungserl&ouml;ses zum Buchwert bleibt die Entnahme der Wirtschaftsg&uuml;ter bzw. des Ver&auml;u&szlig;erungserl&ouml;ses bei den Altbetrieben f&uuml;r die Berechnung der nichtabzugsf&auml;higen Schuldzinsen ergebnisneutral (vgl. Seiler, in: Kirchhof\/S&ouml;hn\/Mellinghoff, EStG, &sect;&nbsp;4 Rz&nbsp;Ea95). Mit der Regelung hat der Gesetzgeber die nahezu wortgleiche Billigkeitsregelung in dem BMF-Schreiben vom 22.&nbsp;Mai 2000 IV&nbsp;C&nbsp;2&nbsp;-S&nbsp;2144-&nbsp;60\/00 (BStBl I 2000, 588, Rdnr.&nbsp;37) zu &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;4a EStG i.d.F. des Steuerbereinigungsgesetzes 1999 vom 22.&nbsp;Dezember 1999 (BGBl I 1999, 2601, BStBl I 2000, 13) kodifiziert.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In &Uuml;bereinstimmung mit dem FG ist zwar davon auszugehen, dass die Regelung in Satz&nbsp;3 im Ergebnis zu kurz greift, weil sie sich nur auf die Entnahmen bei der Beendigung der betrieblichen T&auml;tigkeit beschr&auml;nkt und Entnahmen der vor dem 1.&nbsp;Januar 1999 eingelegten Wirtschaftsg&uuml;ter bei einem laufenden Betrieb nicht in die Ausnahmeregelung einbezieht (ebenso Seiler, in: Kirchhof\/S&ouml;hn\/Mellinghoff, EStG, &sect;&nbsp;4 Rz&nbsp;Ea96, und Wendt, Der Ertrag-Steuer-Berater 2002, 276, 278, auch mit Hinweis auf die in Einzelf&auml;llen bestehende &Uuml;berkompensation). Es h&auml;tte durchaus nahegelegen, die Regelung, wie vom FG dargelegt, auch auf die Entnahmen von Wirtschaftsg&uuml;tern zu erstrecken, die bereits vor dem 1.&nbsp;Januar 1999 in den Betrieb eingelegt worden sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Anders als das FG meint, ist die Regelung in &sect;&nbsp;52 Abs.&nbsp;11 Satz&nbsp;3 EStG aber &uuml;ber ihren eindeutigen Wortlaut hinaus nicht im Wege der rechtsfortbildenden Analogie auch auf den letztgenannten Fall anzuwenden. Es ist zwar Aufgabe der Gerichte, ungewollte Unvollst&auml;ndigkeiten des Gesetzes durch Schlie&szlig;ung der L&uuml;cken zu beheben (BFH-Urteile vom 20.&nbsp;Oktober 1983 IV&nbsp;R&nbsp;175\/79, BFHE&nbsp;139, 561, BStBl II 1984, 221; vom 21.&nbsp;Mai 1987 IV&nbsp;R&nbsp;339\/84, BFHE&nbsp;150, 32, BStBl II 1987, 625, und vom 2.&nbsp;Dezember 2015 V&nbsp;R&nbsp;25\/13, BFHE&nbsp;251, 534, Rz&nbsp;37). Voraussetzung f&uuml;r eine solche L&uuml;ckenf&uuml;llung ist aber das Vorliegen einer &quot;planwidrigen Unvollst&auml;ndigkeit des Gesetzes&quot; (vgl. BFH-Urteil vom 11.&nbsp;Juli 2013 IV&nbsp;R&nbsp;9\/12, BFHE&nbsp;242, 14, BStBl II 2014, 609, Rz&nbsp;25; Beschluss des Gro&szlig;en Senats des BFH vom 14.&nbsp;April 2015 GrS&nbsp;2\/12, BFHE&nbsp;250, 338, BStBl II 2015, 1007, Rz&nbsp;62). Eine solche liegt nur dann vor, wenn festgestellt werden kann, dass die Erstreckung der Ausnahmeregelung in &sect;&nbsp;52 Abs.&nbsp;11 Satz 3 EStG auf Entnahmen der vor dem 1.&nbsp;Januar 1999 eingelegten Wirtschaftsg&uuml;ter bei einem sog. Altbetrieb versehentlich unterblieben ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Daf&uuml;r gibt es allerdings keine Anhaltspunkte. Aus der Gesetzesbegr&uuml;ndung folgt unmissverst&auml;ndlich, dass der Gesetzgeber mit der Regelung in Satz&nbsp;3 die Benachteiligung sog. Altbetriebe gegen&uuml;ber den Neubetrieben nur in den F&auml;llen der Betriebsaufgabe und Betriebsver&auml;u&szlig;erung beseitigen wollte. Damit hat er, wie ebenfalls bereits dargelegt, die bisherige diesbez&uuml;gliche Billigkeitsregelung der Verwaltung kodifiziert. Es besteht kein Anhaltspunkt f&uuml;r die Annahme, der Gesetzgeber habe nicht erkannt, dass die Altbetriebe gegen&uuml;ber den Neubetrieben in den F&auml;llen der Entnahme von Wirtschaftsg&uuml;tern, die bereits vor dem 1.&nbsp;Januar 1999 in den Altbetrieb eingelegt worden sind, jedenfalls auch in den F&auml;llen benachteiligt sind, in denen zum 1.&nbsp;Januar 1999 ein positives Kapitalkonto bestanden hat. Wie dargelegt hat der Gesetzgeber mit der Regelung in &sect;&nbsp;52 Abs.&nbsp;11 Satz&nbsp;2 EStG bewusst das sog. Eigenkapitalmodell auf Vorg&auml;nge beschr&auml;nkt, die erst ab dem Beginn des Geltungsbereichs der gesetzlichen Neuregelung des &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;4a EStG, mithin ab dem 1.&nbsp;Januar 1999 verwirklicht worden sind. Damit hat er zugunsten und zulasten der betroffenen Steuerpflichtigen Eigenkapitalver&auml;nderungen fr&uuml;herer Zeitr&auml;ume ausgeklammert. Dem Gesetzgeber war mithin durchaus bewusst, dass damit fr&uuml;here Einlagen, die sich nicht bis zum 1.&nbsp;Januar 1999 &quot;verbraucht&quot; haben, bei der Ermittlung der &Uuml;berentnahmen unber&uuml;cksichtigt bleiben. Die Annahme, der Gesetzgeber habe die Ausnahmevorschrift versehentlich zu eng gefasst, ist damit nicht zu vereinbaren.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Der Senat ist schlie&szlig;lich auch nicht der Auffassung, dass &sect;&nbsp;52 Abs.&nbsp;11 Satz&nbsp;3 EStG, soweit er im Streitfall zur Anwendung gelangt, gegen den allgemeinen Gleichheitssatz des Art.&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 des Grundgesetzes verst&ouml;&szlig;t.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Ein Versto&szlig; ist nicht deshalb zu bejahen, weil nach &sect;&nbsp;52 Abs.&nbsp;11 Satz&nbsp;3 EStG laufende Betriebe gegen&uuml;ber beendeten Betrieben benachteiligt werden, da Entnahmen der vor dem 1.&nbsp;Januar 1999 eingelegten Wirtschaftsg&uuml;ter bei einem laufenden Betrieb nicht in die Ausnahmeregelung einbezogen werden. Dabei kann der Senat dahinstehen lassen, ob die beiden Fallgestaltungen tats&auml;chlich vergleichbar sind, denn jedenfalls w&auml;re eine Ungleichbehandlung sachlich gerechtfertigt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Im Bereich des Steuerrechts hat der Gesetzgeber bei der Auswahl des Steuergegenstandes und bei der Bestimmung des Steuersatzes einen weitreichenden Entscheidungsspielraum. Die grunds&auml;tzliche Freiheit des Gesetzgebers, diejenigen Sachverhalte zu bestimmen, an die das Gesetz dieselben Rechtsfolgen kn&uuml;pft und die es so als rechtlich gleich qualifiziert, wird hier, insbesondere im Bereich des Einkommensteuerrechts, vor allem durch zwei eng miteinander verbundene Leitlinien begrenzt: durch das Gebot der Ausrichtung der Steuerlast an der finanziellen Leistungsf&auml;higkeit und durch das Gebot der Folgerichtigkeit. Danach muss im Interesse verfassungsrechtlich gebotener steuerlicher Lastengleichheit darauf abgezielt werden, Steuerpflichtige bei gleicher Leistungsf&auml;higkeit auch gleich hoch zu besteuern (horizontale Steuergerechtigkeit), w&auml;hrend (in vertikaler Richtung) die Besteuerung h&ouml;herer Einkommen im Vergleich mit der Steuerbelastung niedrigerer Einkommen angemessen sein muss. Bei der Ausgestaltung des steuerrechtlichen Ausgangstatbestands muss die einmal getroffene Belastungsentscheidung folgerichtig im Sinne der Belastungsgleichheit umgesetzt werden. Ausnahmen von einer solchen folgerichtigen Umsetzung bed&uuml;rfen eines besonderen sachlichen Grundes (st&auml;ndige Rechtsprechung, vgl. BVerfG-Beschluss vom 6.&nbsp;Juli 2010&nbsp; 2&nbsp;BvL&nbsp;13\/09, BVerfGE&nbsp;126, 268, Rz&nbsp;36, m.w.N.; BFH-Urteile vom 20.&nbsp;September 2012 IV&nbsp;R&nbsp;36\/10, BFHE&nbsp;238, 429, BStBl II 2013, 498, Rz&nbsp;23, und vom 10.&nbsp;September 2015 IV&nbsp;R&nbsp;8\/13, BFHE&nbsp;251, 25, BStBl II 2015, 1046, Rz&nbsp;14).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Nach &Uuml;berzeugung des erkennenden Senats ist ein von &sect;&nbsp;52 Abs.&nbsp;11 Satz&nbsp;3 EStG ggf. ausgehender Versto&szlig; gegen den Gleichheitssatz zumindest gerechtfertigt. Es ist nicht zu beanstanden, dass das Gesetz eine Entnahmebeg&uuml;nstigung nur f&uuml;r den aufgegebenen bzw. ver&auml;u&szlig;erten Betrieb vorsieht. So unterliegen auch Gewinne, die im Zusammenhang mit einer Betriebsaufgabe bzw. einer Betriebsver&auml;u&szlig;erung entstanden sind, einem besonderen Besteuerungsregime (Tarifbeg&uuml;nstigung gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;34 Abs.&nbsp;1, Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 EStG, Freibetrag gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;16 Abs.&nbsp;4 EStG). Mit der Tarifbeg&uuml;nstigung soll vermieden werden, dass die zusammengeballte Realisierung der w&auml;hrend vieler Jahre entstandenen, gesammelten stillen Reserven dem progressiven Einkommensteuertarif unterworfen werden (vgl. BFH-Urteil vom 28.&nbsp;Mai 2015 IV&nbsp;R&nbsp;26\/12, BFHE&nbsp;249, 536, BStBl II 2015, 797, m.w.N.). Die Freibetragsregelung verfolgt sozialpolitische Zwecke und dient in erster Linie der Sicherstellung der (Alters-)Versorgung des Steuerpflichtigen, der sein betriebliches Engagement beendet. Angesichts dessen ist es verfassungsrechtlich nicht zu beanstanden, wenn der Gesetzgeber die Entnahmebeg&uuml;nstigung im Anwendungsbereich des &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;4a EStG nur auf die vor dem 1.&nbsp;Januar 1999 in das Betriebsverm&ouml;gen eingelegten Wirtschaftsg&uuml;ter erstreckt, die im Rahmen einer Betriebsaufgabe oder der Betriebsver&auml;u&szlig;erung entnommen worden sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Das FG ist von anderen Grunds&auml;tzen ausgegangen. Die Vorentscheidung war daher aufzuheben. Der Senat entscheidet wegen vorliegender Spruchreife in der Sache selbst (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 FGO). Die Klage war danach abzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Unter Ber&uuml;cksichtigung einer Entnahme f&uuml;r die &Uuml;bertragung der landwirtschaftlichen Grundst&uuml;cke auf die Kinder des Beigeladenen in H&ouml;he von 609.000&nbsp;EUR steht die H&ouml;he der &Uuml;berentnahmen und die daraus folgende Ermittlung der nicht abziehbaren Schuldzinsen zwischen den Beteiligten zu Recht nicht in Streit. Ebenfalls zu Recht sind die Beteiligten auch davon ausgegangen, dass die in dem Einzelunternehmen des Beigeladenen entstandenen &Uuml;berentnahmen nach der Buchwerteinbringung des Betriebs in die Kl&auml;gerin fortzuf&uuml;hren waren (vgl. dazu unter II.1.c).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>33<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Die Kostenentscheidung folgt aus &sect;&nbsp;135 Abs.&nbsp;1 FGO. Etwaige au&szlig;ergerichtliche Kosten des Beigeladenen sind nicht aus Billigkeitsgr&uuml;nden zu erstatten (&sect;&nbsp;139 Abs.&nbsp;4 FGO). Dieser hat keinen Sachantrag gestellt oder anderweitig das Verfahren wesentlich gef&ouml;rdert (z.B. BFH-Urteil vom 22.&nbsp;Oktober 2015 IV&nbsp;R&nbsp;37\/13, BFHE&nbsp;252, 68, BStBl II 2016, 919, Rz&nbsp;55).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 24.11.2016, IV R 46\/13ECLI:DE:BFH:2016:U.241116.IVR46.13.0 &Uuml;berentnahmen wegen der Entnahme von Wirtschaftsg&uuml;tern, die bereits vor dem 1. Januar 1999 zum Betriebsverm&ouml;gen geh&ouml;rten Leits&auml;tze 1. Bei der Ermittlung der &Uuml;berentnahmen i.S. des &sect; 4 Abs. 4a EStG sind auch Entnahmen von Wirtschaftsg&uuml;tern zu ber&uuml;cksichtigen, die bereits vor der Einf&uuml;hrung der Vorschrift in den Betrieb eingelegt &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/iv-r-46-13-ueberentnahmen-wegen-der-entnahme-von-wirtschaftsguetern-die-bereits-vor-dem-1-januar-1999-zum-betriebsvermoegen-gehoerten\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">IV&nbsp;R&nbsp;46\/13 &#8211; &Uuml;berentnahmen wegen der Entnahme von Wirtschaftsg&uuml;tern, die bereits vor dem 1. 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