{"id":66831,"date":"2017-02-02T13:14:22","date_gmt":"2017-02-02T11:14:22","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=66831"},"modified":"2017-02-02T13:14:22","modified_gmt":"2017-02-02T11:14:22","slug":"xi-r-15-13-zum-ausschluss-des-vorsteuerabzugs-nach-par-15-abs-1-satz-2-ustg-unternehmerische-mindestnutzung-10-grenze-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/xi-r-15-13-zum-ausschluss-des-vorsteuerabzugs-nach-par-15-abs-1-satz-2-ustg-unternehmerische-mindestnutzung-10-grenze-2\/","title":{"rendered":"XI&nbsp;R&nbsp;15\/13 &#8211; Zum Ausschluss des Vorsteuerabzugs nach &sect; 15 Abs. 1 Satz 2 UStG (unternehmerische Mindestnutzung; 10 %-Grenze)"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 16.11.2016, XI R 15\/13<br \/>ECLI:DE:BFH:2016:U.161116.XIR15.13.0<\/p>\n<p class=\"titel\">Zum Ausschluss des Vorsteuerabzugs nach &sect; 15 Abs. 1 Satz 2 UStG (unternehmerische Mindestnutzung; 10 %-Grenze)<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>1. Die Bundesrepublik Deutschland war u.a. im Besteuerungszeitraum 2008 nicht erm&auml;chtigt, durch &sect; 15 Abs. 1 Satz 2 UStG den Vorsteuerabzug f&uuml;r Eingangsleistungen auszuschlie&szlig;en, die zu mehr als 90 % f&uuml;r nichtwirtschaftliche &#8211;nicht in den Anwendungsbereich der Mehrwertsteuer fallende&#8211; T&auml;tigkeiten verwendet werden.<\/p>\n<\/p>\n<p>2. Ein Unternehmer kann sich insoweit auf das f&uuml;r ihn g&uuml;nstigere Unionsrecht berufen.<\/p>\n<\/div>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Auf die Revision des Kl&auml;gers werden das Urteil des Finanzgerichts Berlin-Brandenburg vom 17. Januar 2013&nbsp;&nbsp;7 K 7132\/10 und die Einspruchsentscheidung des Beklagten vom 14. April 2010 aufgehoben.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Umsatzsteuer wird unter &Auml;nderung des Umsatzsteuerbescheids des Beklagten f&uuml;r 2008 vom 4. Februar 2010 auf &#8230; EUR festgesetzt.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Kosten des gesamten Verfahrens hat der Beklagte zu tragen.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">I.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger und Revisionskl&auml;ger (Kl&auml;ger) ist ein Landkreis, dem im Rahmen der &ouml;ffentlichen Gewalt als hoheitliche Aufgabe u.a. der Bau, die Unterhaltung und die Erhaltung der Verkehrssicherheit der Stra&szlig;en in seinem Gebiet obliegt. Diese Aufgaben erf&uuml;llte der Kl&auml;ger durch einen Eigenbetrieb ohne Rechtspers&ouml;nlichkeit mit der Bezeichnung &quot;Kreisstra&szlig;enbetrieb&quot;.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kreisstra&szlig;enbetrieb war nach seiner Betriebssatzung neben der Aus&uuml;bung der hoheitlichen Aufgaben (zur Kapazit&auml;tsauslastung) auch dazu befugt, Leistungen an Dritte zu erbringen, die in gleicher Weise von privaten Bau- oder Landschaftsgestaltungsunternehmen erbracht werden (z.B. Entasten und F&auml;llen von B&auml;umen, Fr&auml;sen von Baumst&uuml;mpfen, M&auml;harbeiten, Winterdienst sowie Kehr- und Reparaturarbeiten). Insoweit war der Kl&auml;ger im Rahmen eines Betriebes gewerblicher Art wirtschaftlich (unternehmerisch) t&auml;tig und erbrachte steuerbare und steuerpflichtige Leistungen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Besteuerungszeitraum 2008 (Streitjahr) erwarb der Kl&auml;ger verschiedene Gegenst&auml;nde (Arbeitsmaschinen, Nutzfahrzeuge und Zubeh&ouml;rteile). Diese verwendete er im Wesentlichen f&uuml;r die von ihm im Rahmen der &ouml;ffentlichen Gewalt als Tr&auml;ger der Stra&szlig;enbaulast erbrachten Leistungen und zu 2,65&nbsp;% f&uuml;r die Erbringung von steuerpflichtigen Leistungen gegen&uuml;ber Dritten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Beklagte und Revisionsbeklagte (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) lie&szlig; die vorliegend allein noch streitigen Vorsteuerbetr&auml;ge in H&ouml;he von 1.491,71&nbsp;EUR (2,65&nbsp;% von 56.290,77&nbsp;EUR) zuletzt im Umsatzsteuer-Jahresbescheid vom 4.&nbsp;Februar 2010 nicht zum Abzug zu, weil die angeschafften Gegenst&auml;nde nicht &#8211;wie gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;15 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 des Umsatzsteuergesetzes (UStG) erforderlich&#8211; zu mindestens 10&nbsp;% f&uuml;r das Unternehmen des Kl&auml;gers genutzt worden seien. Der Einspruch des Kl&auml;gers wurde mit Einspruchsentscheidung vom 14.&nbsp;April 2010 als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckgewiesen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Finanzgericht (FG) folgte der Auffassung des FA und wies die Klage ab. Sein Urteil ist in Entscheidungen der Finanzgerichte (EFG) 2013, 987 ver&ouml;ffentlicht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit seiner Revision machte der Kl&auml;ger geltend, die Versagung des Vorsteuerabzugs versto&szlig;e gegen Unionsrecht. Durch die Entscheidung des Rates vom 19.&nbsp;November 2004 zur Erm&auml;chtigung Deutschlands, eine von Artikel&nbsp;17 der Sechsten Richtlinie 77\/388\/EWG zur Harmonisierung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten &uuml;ber die Umsatzsteuern abweichenden Regelung anzuwenden (2004\/817\/EG &#8211;Entscheidung 2004\/817\/EG&#8211;), sei die Bundesrepublik Deutschland (Deutschland) nicht erm&auml;chtigt worden, den Vorsteuerabzug f&uuml;r die F&auml;lle auszuschlie&szlig;en, in denen &#8211;wie im Streitfall&#8211; ein Gegenstand zu mehr als 90&nbsp;% f&uuml;r nichtwirtschaftliche T&auml;tigkeiten verwendet werde, die nicht vom Anwendungsbereich der Mehrwertsteuer erfasst w&uuml;rden, aber nicht als &quot;unternehmensfremd&quot; angesehen werden k&ouml;nnten. Ihm stehe daher ein anteiliger Vorsteuerabzug von 2,65&nbsp;% aus den mit Vorsteuer belasteten Kosten zu. Er k&ouml;nne sich insoweit auf das f&uuml;r ihn g&uuml;nstigere Unionsrecht berufen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table class=\"Rsp\">\n<tr>\n<th colspan=\"2\" rowspan=\"1\" valign=\"top\"><\/th>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"2\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">Der Senat hat mit Beschluss vom 16.&nbsp;Juni 2015 XI&nbsp;R&nbsp;15\/13 (BFHE 250, 276, BStBl II 2015, 865) das Verfahren ausgesetzt und dem Gerichtshof der Europ&auml;ischen Union (EuGH) folgende Frage zur Vorabentscheidung vorgelegt:<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">&quot;&sect;&nbsp;15 Abs.&nbsp;1 Satz 2 des deutschen Umsatzsteuergesetzes bestimmt, dass die Lieferung, die Einfuhr oder der innergemeinschaftliche Erwerb eines Gegenstands, den der Unternehmer zu weniger als 10&nbsp;% f&uuml;r sein Unternehmen nutzt, nicht als f&uuml;r das Unternehmen ausgef&uuml;hrt gilt &#8211; und schlie&szlig;t insoweit den Vorsteuerabzug aus.<br \/>Die Regelung beruht auf Art.&nbsp;1 der Entscheidung des Rates vom 19.&nbsp;November 2004 (2004\/817\/EG), der die Bundesrepublik Deutschland erm&auml;chtigt, abweichend von Art.&nbsp;17 Abs.&nbsp;2 der Sechsten Richtlinie 77\/388\/EWG zur Harmonisierung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten &uuml;ber die Umsatzsteuern Ausgaben f&uuml;r solche Gegenst&auml;nde und Dienstleistungen vom Abzug der Mehrwertsteuer auszuschlie&szlig;en, die zu mehr als 90&nbsp;% f&uuml;r private Zwecke des Steuerpflichtigen oder seines Personals oder allgemein f&uuml;r unternehmensfremde Zwecke genutzt werden.<br \/>Gilt diese Erm&auml;chtigung &#8211;entsprechend ihrem Wortlaut&#8211; nur f&uuml;r die in Art.&nbsp;6 Abs.&nbsp;2 der Sechsten Richtlinie 77\/388\/EWG zur Harmonisierung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten &uuml;ber die Umsatzsteuern (Art.&nbsp;26 der Richtlinie 2006\/112\/EG des Rates vom 28.&nbsp;November 2006 &uuml;ber das gemeinsame Mehrwertsteuersystem) geregelten F&auml;lle oder dar&uuml;ber hinaus in s&auml;mtlichen F&auml;llen, in denen ein Gegenstand oder eine Dienstleistung nur teilweise unternehmerisch genutzt wird?&quot;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der EuGH hat diese Frage mit seinem Urteil Landkreis Potsdam-Mittelmark vom 15.&nbsp;September 2016 C-400\/15 (EU:C:2016:687, Umsatzsteuer-Rundschau &#8211;UR&#8211; 2016, 840, Mehrwertsteuerrecht &#8211;MwStR&#8211; 2016, 835) beantwortet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger sieht sich durch das EuGH-Urteil in seiner Auffassung best&auml;tigt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Er beantragt,<br \/>das FG-Urteil und die Einspruchsentscheidung vom 14.&nbsp;April 2010 aufzuheben und unter &Auml;nderung des Umsatzsteuerbescheids f&uuml;r 2008 vom 4.&nbsp;Februar 2010 die Umsatzsteuer auf &#8230;&nbsp;EUR festzusetzen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt,<br \/>die Revision zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Es schlie&szlig;t aus dem EuGH-Urteil Landkreis Potsdam-Mittelmark (EU:C:2016:687, UR 2016, 840, MwStR 2016, 835), dass der Kl&auml;ger zwar nach dem Unionsrecht den streitigen Vorsteuerabzug beanspruchen k&ouml;nne, sieht sich jedoch an die Vorschrift des &sect;&nbsp;15 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 UStG gebunden, so dass es &quot;die vom Kl&auml;ger begehrte unternehmerische Vorsteuerabzugsquote derzeit nicht zu gew&auml;hren vermag&quot;.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">II.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Revision des Kl&auml;gers ist begr&uuml;ndet. Das Urteil des FG ist aufzuheben und der Klage ist stattzugeben (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FG hat zwar zutreffend entschieden, dass dem Kl&auml;ger nach nationalem Recht kein Vorsteuerabzug zusteht. Er kann sich jedoch auf die f&uuml;r ihn g&uuml;nstigeren Vorschriften des Unionsrechts berufen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Der Kl&auml;ger ist nach nationalem Recht nicht zum Abzug der noch streitigen Vorsteuerbetr&auml;ge in H&ouml;he von 1.491,71&nbsp;EUR (2,65&nbsp;% von 56.290,77&nbsp;EUR) berechtigt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Nach &sect;&nbsp;15 Abs.&nbsp;1 Satz 1 Nr.&nbsp;1 UStG kann der Unternehmer die gesetzlich geschuldete Steuer f&uuml;r Leistungen, die von einem anderen Unternehmer f&uuml;r sein Unternehmen ausgef&uuml;hrt worden sind, als Vorsteuer abziehen. Diese Vorschrift beruht auf Art.&nbsp;168 Buchst.&nbsp;a der im Streitjahr ma&szlig;geblichen Richtlinie 2006\/112\/EG des Rates vom 28.&nbsp;November 2006 &uuml;ber das gemeinsame Mehrwertsteuersystem (MwStSystRL), wonach der Steuerpflichtige, der Gegenst&auml;nde und Dienstleistungen f&uuml;r Zwecke seiner besteuerten Ums&auml;tze verwendet, befugt ist, die im Inland geschuldete oder entrichtete Mehrwertsteuer f&uuml;r Gegenst&auml;nde und Dienstleistungen, die ihm von einem anderen Steuerpflichtigen geliefert oder erbracht werden, von der von ihm geschuldeten Steuer abzuziehen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Das FG ist zu Recht mit den Beteiligten davon ausgegangen, dass der Kl&auml;ger als Unternehmer t&auml;tig wurde, soweit er im Rahmen des Kreisstra&szlig;enbetriebs Leistungen an Dritte erbracht hat. In diesem Umfang (2,65&nbsp;% seiner insgesamt erbrachten Leistungen) hat er nach den den Senat bindenden Feststellungen des FG (&sect;&nbsp;118 Abs.&nbsp;2 FGO) im Rahmen eines Betriebes gewerblicher Art Dienstleistungen erbracht, die in gleicher Weise auch von privaten Bau- oder Landschaftsgestaltungsunternehmen aufgrund entsprechender privatrechtlicher Vereinbarungen angeboten und erbracht wurden&nbsp;&#8211;&nbsp;und deshalb der Umsatzbesteuerung unterliegen (vgl. hierzu Urteile des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 3.&nbsp;M&auml;rz 2011 V&nbsp;R&nbsp;23\/10, BFHE&nbsp;233, 274, BStBl II 2012, 74, Rz&nbsp;20&nbsp;f.; vom 14.&nbsp;M&auml;rz 2012 XI&nbsp;R&nbsp;8\/10, BFH\/NV 2012, 1667, Rz&nbsp;26&nbsp;ff.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Der Kl&auml;ger ist jedoch gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;15 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 UStG nicht zu dem von ihm geltend gemachten Vorsteuerabzug berechtigt. Denn er verwendete die von ihm angeschafften Gegenst&auml;nde im Wesentlichen zur Erf&uuml;llung seiner hoheitlichen Aufgaben, d.h. nicht im Rahmen seines Unternehmens (&sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 i.V.m. &sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 UStG und &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;5 des K&ouml;rperschaftsteuergesetzes), und nur zu 2,65&nbsp;% im Rahmen seines Unternehmens zur Ausf&uuml;hrung von nach &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 UStG steuerbaren und mangels Steuerbefreiung auch steuerpflichtigen Leistungen. F&uuml;r diesen Sachverhalt ist der Vorsteuerabzug des Kl&auml;gers nach &sect;&nbsp;15 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 UStG ausgeschlossen, weil der Anteil der Nutzung f&uuml;r das Unternehmen des Kl&auml;gers weniger als 10&nbsp;% betr&auml;gt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Der Kl&auml;ger kann sich aber f&uuml;r den im Streit stehenden Vorsteuerabzug unmittelbar auf Art.&nbsp;168 Buchst.&nbsp;a MwStSystRL berufen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Nach dieser Vorschrift ist der Steuerpflichtige, der Gegenst&auml;nde und Dienstleistungen f&uuml;r Zwecke seiner besteuerten Ums&auml;tze verwendet, befugt, die im Inland geschuldete oder entrichtete Mehrwertsteuer f&uuml;r Gegenst&auml;nde und Dienstleistungen, die ihm von einem anderen Steuerpflichtigen geliefert oder erbracht werden, von der von ihm geschuldeten Steuer abzuziehen. Art.&nbsp;17 Abs.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;a der Sechsten Richtlinie 77\/388\/EWG des Rates vom 17.&nbsp;Mai 1977 zur Harmonisierung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten &uuml;ber die Umsatzsteuern (Richtlinie 77\/388\/EWG) enthielt eine entsprechende Bestimmung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Recht auf Vorsteuerabzug nach Art.&nbsp;168 Buchst.&nbsp;a MwStSystRL besteht f&uuml;r den Steuerpflichtigen grunds&auml;tzlich uneingeschr&auml;nkt, &quot;wie gering auch immer der Anteil der Verwendung f&uuml;r unternehmerische Zwecke sein mag&quot; (vgl. EuGH-Urteil Lennartz vom 11.&nbsp;Juli 1991 C-97\/90, EU:C:1991:315, Europ&auml;ische Zeitschrift f&uuml;r Wirtschaftsrecht 1991, 539, Rz&nbsp;35 zu Art.&nbsp;17 Abs.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;a der Richtlinie 77\/388\/EWG). &sect;&nbsp;15 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 UStG weicht deshalb von Art.&nbsp;168 Buchst.&nbsp;a MwStSystRL ab und bedarf der Rechtfertigung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Gem&auml;&szlig; Art.&nbsp;27 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 der Richtlinie 77\/388\/EWG (nunmehr Art.&nbsp;395 Abs.&nbsp;1 Unterabs.&nbsp;1 MwStSystRL) konnte der Rat auf Vorschlag der Kommission einstimmig jeden Mitgliedstaat erm&auml;chtigen, von dieser Richtlinie abweichende Sonderma&szlig;nahmen einzuf&uuml;hren, um die Steuererhebung zu vereinfachen oder Steuerhinterziehungen oder &#8211;umgehungen zu verhindern.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Eine derartige Erm&auml;chtigung enth&auml;lt die Entscheidung [des Rates] 2004\/817\/EG.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Durch Art.&nbsp;1 der Entscheidung 2004\/817\/EG wurde Deutschland zwar erm&auml;chtigt, abweichend von Art.&nbsp;17 Abs.&nbsp;2 der Richtlinie 77\/388\/EWG Ausgaben f&uuml;r solche Gegenst&auml;nde und Dienstleistungen vom Abzug der Mehrwertsteuer auszuschlie&szlig;en, die zu mehr als 90&nbsp;% f&uuml;r private Zwecke des Steuerpflichtigen oder seines Personals oder allgemein f&uuml;r &quot;unternehmensfremde Zwecke&quot; genutzt werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Art.&nbsp;1 der Entscheidung 2004\/817\/EG ist aber dahin auszulegen, dass er nicht f&uuml;r den Fall gilt, dass ein Unternehmen &#8211;wie im Streitfall&#8211; Gegenst&auml;nde oder Dienstleistungen erwirbt, die es zu mehr als 90&nbsp;% f&uuml;r nichtwirtschaftliche &#8211;nicht in den Anwendungsbereich der Mehrwertsteuer fallende&#8211; T&auml;tigkeiten nutzt (vgl. EuGH-Urteil Landkreis Potsdam-Mittelmark, EU:C:2016:687, UR 2016, 840, MwStR 2016, 835, Rz&nbsp;40 und Leitsatz).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zur Begr&uuml;ndung hat der EuGH u.a. ausgef&uuml;hrt: Wenn ein Unternehmen &#8211;wie der Kl&auml;ger mit seinem Kreisstra&szlig;enbetrieb&#8211; einen Gegenstand sowohl f&uuml;r wirtschaftliche T&auml;tigkeiten als auch f&uuml;r nichtwirtschaftliche T&auml;tigkeiten verwendet, beschr&auml;nke sich Art.&nbsp;17 Abs.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;a der Richtlinie 77\/388\/EWG darauf, ein Recht zum Vorsteuerabzug vorzusehen; die Ma&szlig;nahmen, die die Mitgliedstaaten insoweit zu treffen h&auml;tten, m&uuml;ssten den Grundsatz der steuerlichen Neutralit&auml;t beachten, auf dem das Gemeinsame Mehrwertsteuersystem beruht (Rz&nbsp;34). Dem sei im Streitjahr (2008) ein Ausschluss des Abzugsrechts f&uuml;r Unternehmensgegenst&auml;nde, die zu weniger als 10&nbsp;% f&uuml;r eine wirtschaftliche T&auml;tigkeit verwendet werden, nicht gerecht geworden (Rz&nbsp;36).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Diese Rechtslage galt gem&auml;&szlig; Art.&nbsp;2 der Entscheidung 2004\/817\/EG bis zum 31.&nbsp;Dezember 2009.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die nachfolgenden entsprechenden Ratsentscheidungen haben insofern einen identischen Wortlaut (vgl. Art.&nbsp;1 der Entscheidung des Rates vom 20.&nbsp;Oktober 2009 zur Erm&auml;chtigung der Bundesrepublik Deutschland, weiterhin eine von Artikel&nbsp;168 der Richtlinie 2006\/112\/EG &uuml;ber das gemeinsame Mehrwertsteuersystem abweichende Regelung anzuwenden &#8211;2009\/791\/EG&#8211;, Art.&nbsp;1 des Durchf&uuml;hrungsbeschlusses des Rates vom 13.&nbsp;November 2012 zur &Auml;nderung der Entscheidung 2009\/791\/EG und des Durchf&uuml;hrungsbeschlusses 2009\/1013\/EU zur Erm&auml;chtigung der Bundesrepublik Deutschland bzw. der Republik &Ouml;sterreich, weiterhin eine von den Artikeln 168 und 168a der Richtlinie 2006\/112\/EG &uuml;ber das gemeinsame Mehrwertsteuersystem abweichende Regelung anzuwenden &#8211;2012\/705\/EU&#8211;).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Erst der ab dem 1.&nbsp;Januar 2016 geltende Art.&nbsp;1 des Durchf&uuml;hrungsbeschlusses (EU) 2015\/2428 des Rates vom 10.&nbsp;Dezember 2015 zur &Auml;nderung der Entscheidung 2009\/791\/EG und des Durchf&uuml;hrungsbeschlusses 2009\/1013\/EU zur Erm&auml;chtigung Deutschlands bzw. &Ouml;sterreichs, weiterhin eine von den Artikeln&nbsp;168 und 168a der Richtlinie 2006\/112\/EG &uuml;ber das gemeinsame Mehrwertsteuersystem abweichende Regelung anzuwenden, nannte auch nichtwirtschaftliche T&auml;tigkeiten. Diese Bestimmung lautet:<\/p>\n<p>&quot;Die Artikel 1 und 2 der Entscheidung 2009\/791\/EG erhalten folgende Fassung:<br \/>&#8218;Artikel 1<br \/>Deutschland wird erm&auml;chtigt, abweichend von den Artikeln&nbsp;168 und 168a der Richtlinie 2006\/112\/EG die anfallende Mehrwertsteuer auf Gegenst&auml;nde und Dienstleistungen, die zu mehr als 90&nbsp;% f&uuml;r private Zwecke des Steuerpflichtigen oder seines Personals oder allgemein f&uuml;r unternehmensfremde Zwecke oder nichtwirtschaftliche T&auml;tigkeiten genutzt werden, vollst&auml;ndig vom Recht auf Vorsteuerabzug auszuschlie&szlig;en.<br \/>Artikel&nbsp;2<br \/>&#8230;&#8217;&quot;.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Da der betreffende Vorsteuerausschluss in &sect;&nbsp;15 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 UStG im Streitjahr 2008 mithin nicht durch die Erm&auml;chtigung in Art.&nbsp;1 der Entscheidung 2004\/817\/EG gedeckt war, kann sich der Kl&auml;ger auf das f&uuml;r ihn g&uuml;nstigere Unionsrecht (Art.&nbsp;168 Buchst.&nbsp;a MwStSystRL) berufen (vgl. hierzu BFH-Urteile vom 23.&nbsp;November 2000 V&nbsp;R&nbsp;49\/00, BFHE&nbsp;193, 170, BStBl II 2001, 266, unter II.2.b&nbsp;bb und c, Rz&nbsp;24&nbsp;f.; vom 15.&nbsp;Juli 2004 V&nbsp;R&nbsp;30\/00, BFHE&nbsp;206, 465, BStBl II 2004, 1025, unter II.2.b, Rz&nbsp;32&nbsp;f.; EuGH-Urteile BP Soupergaz vom 6.&nbsp;Juli 1995 C-62\/93, EU:C:1995:223, UR 1995, 404, Rz&nbsp;35; PARAT Automotive Cabrio vom 23.&nbsp;April 2009 C-74\/08, EU:C:2009:261, UR 2009, 452, Rz&nbsp;36; Alakor Gabonatermel&ouml; &eacute;s Forgalmaz&oacute; vom 16.&nbsp;Mai 2013 C-191\/12, EU:C:2013:315, H&ouml;chstrichterliche Finanzrechtsprechung 2013, 654, Rz&nbsp;21).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Die Kostenentscheidung beruht auf &sect;&nbsp;135 Abs.&nbsp;1 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 16.11.2016, XI R 15\/13ECLI:DE:BFH:2016:U.161116.XIR15.13.0 Zum Ausschluss des Vorsteuerabzugs nach &sect; 15 Abs. 1 Satz 2 UStG (unternehmerische Mindestnutzung; 10 %-Grenze) Leits&auml;tze 1. Die Bundesrepublik Deutschland war u.a. im Besteuerungszeitraum 2008 nicht erm&auml;chtigt, durch &sect; 15 Abs. 1 Satz 2 UStG den Vorsteuerabzug f&uuml;r Eingangsleistungen auszuschlie&szlig;en, die zu mehr als 90 % f&uuml;r &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/xi-r-15-13-zum-ausschluss-des-vorsteuerabzugs-nach-par-15-abs-1-satz-2-ustg-unternehmerische-mindestnutzung-10-grenze-2\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">XI&nbsp;R&nbsp;15\/13 &#8211; Zum Ausschluss des Vorsteuerabzugs nach &sect; 15 Abs. 1 Satz 2 UStG (unternehmerische Mindestnutzung; 10 %-Grenze)<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-66831","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/66831","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=66831"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/66831\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=66831"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=66831"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=66831"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}