{"id":66834,"date":"2017-02-02T13:14:38","date_gmt":"2017-02-02T11:14:38","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=66834"},"modified":"2017-02-02T13:14:38","modified_gmt":"2017-02-02T11:14:38","slug":"xi-r-5-14-zum-leistungsort-bei-einraeumung-der-berechtigung-auf-mehreren-golfplaetzen-im-in-und-ausland-golf-zu-spielen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/xi-r-5-14-zum-leistungsort-bei-einraeumung-der-berechtigung-auf-mehreren-golfplaetzen-im-in-und-ausland-golf-zu-spielen\/","title":{"rendered":"XI&nbsp;R&nbsp;5\/14 &#8211; Zum Leistungsort bei Einr&auml;umung der Berechtigung, auf mehreren Golfpl&auml;tzen im In- und Ausland Golf zu spielen"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 12.10.2016, XI R 5\/14<br \/>ECLI:DE:BFH:2016:U.121016.XIR5.14.0<\/p>\n<p class=\"titel\">Zum Leistungsort bei Einr&auml;umung der Berechtigung, auf mehreren Golfpl&auml;tzen im In- und Ausland Golf zu spielen<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>1. Die Einr&auml;umung der Berechtigung, auf einem Golfplatz Golf zu spielen, ist keine &quot;sonstige Leistung im Zusammenhang mit einem Grundst&uuml;ck&quot; i.S. des &sect; 3a Abs. 3 Nr. 1 UStG.&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/p>\n<\/p>\n<p>2. R&auml;umt ein Unternehmer privaten Golfspielern die Berechtigung ein, auf mehreren Golfpl&auml;tzen im In- und Ausland Golf zu spielen, richtet sich der Ort dieser Leistungen nach &sect; 3a Abs. 3 Nr. 3 Buchst. a UStG danach, wo sie von dem Unternehmer tats&auml;chlich erbracht werden. <\/p>\n<\/div>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Auf die Revision des Beklagten wird das Urteil des Finanzgerichts Baden-W&uuml;rttemberg, Au&szlig;ensenate Freiburg, vom 4. Dezember 2013 14 K 2811\/13 aufgehoben.&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Umsatzsteuer wird unter &Auml;nderung des Umsatzsteuerbescheids des Beklagten vom 23. September 2015 auf den Betrag festgesetzt, der sich ergibt, wenn nur 50 % der Entgelte f&uuml;r die einger&auml;umten Spielberechtigungen der deutschen Umsatzsteuer unterworfen werden.&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Berechnung der Steuer wird dem Beklagten &uuml;bertragen.&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Kosten des gesamten Verfahrens hat der Beklagte zu tragen.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Die Beteiligten streiten im Rahmen der Steuerbarkeit nach dem Umsatzsteuergesetz (UStG) dar&uuml;ber, wo der Ort einer sonstigen Leistung liegt, die in der Einr&auml;umung von Spielberechtigungen an private Golfspieler auf Golfpl&auml;tzen im In- und Ausland besteht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger und Revisionsbeklagte (Kl&auml;ger) betrieb im Jahr 2013 (Streitjahr) zwei Golfpl&auml;tze in X, Bundesrepublik Deutschland (Deutschland). Daneben war der Kl&auml;ger einziger Gesellschafter der &#8230; SARL (SARL) mit Sitz in Y, Franz&ouml;sische Republik (Frankreich), die dort zwei Golfpl&auml;tze betrieb.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger r&auml;umte privaten Golfspielern, die bei ihm eine Spielberechtigung erwarben (Spielberechtigte des Kl&auml;gers), gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;3 der &quot;Bestimmungen zur Spielberechtigung&quot; das Recht ein, s&auml;mtliche Golfpl&auml;tze des Kl&auml;gers sowie der SARL zu nutzen. F&uuml;r die Spielberechtigung im In- und Ausland zahlten die Spieler an den Kl&auml;ger ein einmaliges Spielberechtigungsentgelt sowie einen Jahresbeitrag. Das einmalige Spielberechtigungsentgelt war 14&nbsp;Tage nach Unterzeichnung des Antrags auf Erteilung einer Spielberechtigung f&auml;llig; der Jahresbeitrag war jeweils zum 15.&nbsp;Januar eines jeden Jahres f&auml;llig. Nach &sect;&nbsp;4 Nr.&nbsp;2 und 3 der &quot;Bestimmungen zur Spielberechtigung&quot; beinhalten das Spielberechtigungsentgelt und der Jahresbeitrag die &quot;gesetzliche Mehrwertsteuer&quot;. Der Kl&auml;ger wies in den Rechnungen an seine Kunden keine Umsatzsteuer gesondert aus.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach den (unstreitigen) Feststellungen des Finanzgerichts (FG) spielten im Streitjahr ca. 50&nbsp;% der Spielberechtigten des Kl&auml;gers in Frankreich und ca. 50&nbsp;% in Deutschland.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger und die SARL hatten in einem Nutzungsvertrag vereinbart, dass den Spielberechtigten des Kl&auml;gers auch die von der SARL in Frankreich errichteten und betriebenen Golfpl&auml;tze zur Nutzung zur Verf&uuml;gung stehen. Die SARL erhielt hierf&uuml;r vom Kl&auml;ger einen Anteil des einmaligen Spielberechtigungsentgelts und der Jahresbeitr&auml;ge.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In seinen Umsatzsteuervoranmeldungen f&uuml;r die Monate Januar bis M&auml;rz 2013 unterwarf der Kl&auml;ger seine Ums&auml;tze nur zu 50&nbsp;% der deutschen Umsatzsteuer, da sie nur insoweit auf die Einr&auml;umung von Spielberechtigungen im Inland entfielen; soweit das Entgelt anteilig auf die Einr&auml;umung von Spielberechtigungen in Frankreich entfalle, liege der Ort der Leistung in Frankreich.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Beklagte und Revisionskl&auml;ger (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) ging in den Bescheiden &uuml;ber die Umsatzsteuervorauszahlung f&uuml;r die Monate Januar bis M&auml;rz 2013 hingegen davon aus, dass der Ort der Leistung gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;3a Abs.&nbsp;1 UStG insgesamt im Inland liege, und unterwarf auch die vom Kl&auml;ger als nicht steuerbar behandelten Ums&auml;tze der deutschen Umsatzsteuer. Der Einspruch des Kl&auml;gers blieb erfolglos (Einspruchsentscheidung vom 26.&nbsp;Juli 2013).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FG gab der Klage statt. Es f&uuml;hrte in seinem Urteil aus, der Kl&auml;ger f&uuml;hre mit der Einr&auml;umung der Benutzungsm&ouml;glichkeiten diverser Golfsportanlagen gegen Entgelt einheitliche sonstige Leistungen (Einr&auml;umung einer Spielberechtigung f&uuml;r bestimmte Golfsportanlagen, Mitnutzung der Golfbahnen, Driving Range, Spielbahnen und &Uuml;bungsfl&auml;chen) i.S. des &sect;&nbsp;3 Abs.&nbsp;9 UStG aus. Die Einr&auml;umung der Nutzung der Club-, Aufenthalts-, Umkleide-, Dusch- und Caddy-R&auml;ume sowie die Pflege und Unterhaltung der Golfanlage seien Nebenleistungen zur Hauptleistung. Die Leistungen w&uuml;rden w&auml;hrend der Laufzeit des Rechts, die Golfpl&auml;tze nutzen zu k&ouml;nnen, erbracht. Die Leistungserbringung beginne mit der Einr&auml;umung der Spielberechtigung. Aus diesem Grund sei unerheblich, ob und wann ein Golfspieler mit Spielberechtigung auf einem Golfplatz tats&auml;chlich erscheine.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Ort dieser Leistungen liege nach &sect;&nbsp;3a Abs.&nbsp;3 Nr.&nbsp;1 UStG dort, wo die Golfpl&auml;tze liegen; denn es handle sich um &quot;Leistungen im Zusammenhang mit einem Grundst&uuml;ck&quot;. Die Ums&auml;tze seien je zur H&auml;lfte im Inland und in Frankreich steuerbar; das Entgelt sei entsprechend aufzuteilen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit seiner Revision r&uuml;gt das FA die Verletzung materiellen Rechts (&sect;&nbsp;3a UStG). Es macht geltend, entgegen der Vorentscheidung erbringe der Kl&auml;ger keine &quot;Leistungen im Zusammenhang mit einem Grundst&uuml;ck&quot; i.S. des &sect;&nbsp;3a Abs.&nbsp;3 Nr.&nbsp;1 UStG. F&uuml;r das Recht, innerhalb eines bestimmten Zeitraums nach Belieben auf einem Gel&auml;nde eine sportliche T&auml;tigkeit auszu&uuml;ben, fehle es an einem eindeutigen Grundst&uuml;cksbezug. Der Leistungsort bestimme sich deshalb nach &sect;&nbsp;3a Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 UStG.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA hat im Laufe des Revisionsverfahrens mitgeteilt, die franz&ouml;sische Finanzverwaltung wolle (nunmehr) gegen&uuml;ber dem Kl&auml;ger anteilig Umsatzsteuer f&uuml;r die Jahre 2011 bis 2013 erheben. Sie st&uuml;tze ein anteiliges Besteuerungsrecht Frankreichs auf die Ortsregelung des Art.&nbsp;54 Abs.&nbsp;1 der Richtlinie 2006\/112\/EG des Rates vom 28.&nbsp;November 2006 &uuml;ber das gemeinsame Mehrwertsteuersystem (MwStSystRL; in Deutschland umgesetzt durch &sect;&nbsp;3a Abs.&nbsp;3 Nr.&nbsp;3 Buchst.&nbsp;a UStG). Nach Auffassung des FA bestehen allerdings Zweifel, wie die Formulierung &quot;Dienstleistungen an einen Nichtsteuerpflichtigen betreffend T&auml;tigkeiten auf dem Gebiet &#8230; des Sports&quot; in Art.&nbsp;54 MwStSystRL auszulegen sei und ob sich der Kl&auml;ger deshalb mit Erfolg auf das Unionsrecht berufen k&ouml;nne; es regt an, zur Kl&auml;rung dieser Zweifel ein Vorabentscheidungsersuchen an den Gerichtshof der Europ&auml;ischen Union (EuGH) zu richten. Das FA sei zwar der Auffassung, dass der Ort der Leistung auch nicht nach Art.&nbsp;54 Abs.&nbsp;1 MwStSystRL teilweise in Frankreich liege. Da jedoch die franz&ouml;sische Finanzverwaltung Art.&nbsp;54 Abs.&nbsp;1 MwStSystRL weiter auslege als das FA, drohe im Streitfall eine echte Doppelbesteuerung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>&sect;&nbsp;3a Abs.&nbsp;3 Nr.&nbsp;3 Buchst.&nbsp;a UStG greift nach Auffassung des FA jedenfalls nicht ein. Die Einr&auml;umung der Spielberechtigung auf einem Golfplatz sei keine &quot;sportliche Leistung eines Unternehmers&quot; i.S. des &sect;&nbsp;3a Abs.&nbsp;3 Nr.&nbsp;3 Buchst.&nbsp;a UStG.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA hat mitgeteilt, es habe am 23.&nbsp;September 2015 einen Umsatzsteuer-&Auml;nderungsbescheid f&uuml;r 2013 (Streitjahr) erlassen, in dem es wie zuvor davon ausgegangen sei, dass der Ort s&auml;mtlicher Leistungen des Kl&auml;gers im Inland liege. Gr&uuml;nde, deshalb nach &sect;&nbsp;127 der Finanzgerichtsordnung (FGO) das angefochtene Urteil aufzuheben und die Sache zur anderweitigen Verhandlung und Entscheidung an das FG zur&uuml;ckzuverweisen, l&auml;gen nicht vor. Dem hat sich der Kl&auml;ger angeschlossen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt, das Urteil des FG aufzuheben und die Klage als unbegr&uuml;ndet abzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger beantragt, den Umsatzsteuerbescheid f&uuml;r 2013 vom 23.&nbsp;September 2015 dahingehend zu &auml;ndern, dass die steuerpflichtigen Ums&auml;tze zu 19&nbsp;% von &#8230;&nbsp;EUR um &#8230;&nbsp;EUR auf &#8230;&nbsp;EUR reduziert werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>    <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Revision ist im Ergebnis unbegr&uuml;ndet. Die Vorentscheidung ist zwar aus verfahrensrechtlichen Gr&uuml;nden aufzuheben, weil im Laufe des Revisionsverfahrens der Umsatzsteuerbescheid f&uuml;r das Streitjahr ergangen ist. Der Klage ist aber weiterhin stattzugeben. Denn die Vorentscheidung verletzt zwar &sect;&nbsp;3a Abs.&nbsp;3 Nr.&nbsp;1 UStG; sie stellt sich aber aus anderen Gr&uuml;nden als richtig dar (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1, Abs.&nbsp;4 FGO): Der Ort der Einr&auml;umung der Spielberechtigung auf einem Golfplatz liegt bei richtlinienkonformer Auslegung des &sect;&nbsp;3a Abs.&nbsp;3 Nr.&nbsp;3 Buchst.&nbsp;a UStG dort, wo sie vom Unternehmer tats&auml;chlich erbracht (einger&auml;umt) wird, und deshalb im Streitfall nur teilweise in Deutschland und im &Uuml;brigen in Frankreich.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Das Urteil des FG vom 4.&nbsp;Dezember 2013 ist aus verfahrensrechtlichen Gr&uuml;nden aufzuheben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Das FA hat nach Einreichung der Steuererkl&auml;rung des Kl&auml;gers (&sect;&nbsp;18 Abs.&nbsp;3 UStG) i.S. des &sect;&nbsp;168 Satz&nbsp;2 der Abgabenordnung zugestimmt und sodann am 23.&nbsp;September 2015 einen Umsatzsteuer-&Auml;nderungsbescheid f&uuml;r das Streitjahr erlassen. Diese Bescheide haben die angefochtenen Vorauszahlungsbescheide ersetzt (vgl. Urteile des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 5.&nbsp;Juni 2014 XI&nbsp;R&nbsp;25\/12, BFHE 245, 465, BFH\/NV 2014, 1692; vom 9.&nbsp;September 2015 XI&nbsp;R&nbsp;21\/13, BFH\/NV 2016, 597, Rz&nbsp;18) und sind nach &sect;&nbsp;68 Satz&nbsp;1, &sect;&nbsp;121 Satz&nbsp;1 FGO Gegenstand des Revisionsverfahrens geworden. Da dem Urteil des FG nicht mehr existierende Bescheide zugrunde liegen, kann es keinen Bestand haben (vgl. BFH-Urteile vom 24.&nbsp;April 2013 XI&nbsp;R&nbsp;3\/11, BFHE 242, 410, BStBl II 2014, 86; vom 16.&nbsp;Juni 2015 XI&nbsp;R&nbsp;18\/13, BFH\/NV 2015, 1607).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Dennoch bedarf es keiner Zur&uuml;ckverweisung gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;127 FGO (vgl. dazu BFH-Urteil vom 21.&nbsp;Januar 2015 XI&nbsp;R&nbsp;12\/14, BFH\/NV 2015, 957, m.w.N.). Da die Sache spruchreif ist, das FA mitgeteilt hat, dass der Umsatzsteuerbescheid keine neuen Streitpunkte enth&auml;lt und der Kl&auml;ger daraufhin seinen Antrag umgestellt und erkl&auml;rt hat, eine Zur&uuml;ckverweisung nach &sect;&nbsp;127 FGO sei nicht zweckm&auml;&szlig;ig, kann der Senat auf der Grundlage der fortgeltenden tats&auml;chlichen Feststellungen des FG in der Sache entscheiden (vgl. z.B. BFH-Urteile in BFHE 245, 465, BFH\/NV 2014, 1692, Rz&nbsp;29; vom 28.&nbsp;Mai 2015 IV&nbsp;R&nbsp;27\/12, BFHE 249, 544, BStBl II 2015, 837, Rz&nbsp;18).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Das FG geht &uuml;bereinstimmend mit den Beteiligten zu Recht davon aus, dass der Kl&auml;ger mit der Einr&auml;umung von Spielberechtigungen auf zwei Golfpl&auml;tzen in Deutschland und zwei Golfpl&auml;tzen in Frankreich steuerbare sonstige Leistungen i.S. des &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 UStG erbracht hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dies entspricht der Rechtsprechung des EuGH, wonach die Einr&auml;umung der M&ouml;glichkeit, Golf zu spielen, auch dann ein steuerbarer Umsatz ist, wenn die Gegenleistung als Entgelt in der Zahlung eines Mitgliedsbeitrags besteht, der ein Pauschalbetrag ist und nicht jeder pers&ouml;nlichen Nutzung des Golfplatzes zugeordnet werden kann (vgl. EuGH-Urteil Kennemer Golf vom 21.&nbsp;M&auml;rz 2002 C-174\/00, EU:C:2002:200, BFH\/NV 2002, Beilage&nbsp;3, 95, Rz&nbsp;40; s. allgemein auch EuGH-Urteile Le&nbsp;Rayon&nbsp;d&#8217;Or vom 27.&nbsp;M&auml;rz 2014 C-151\/13, EU:C:2014:185, H&ouml;chstrichterliche Finanzrechtsprechung &#8211;HFR&#8211; 2014, 458, Rz&nbsp;36&nbsp;f.; Asparuhovo Lake Investment Company vom 3.&nbsp;September 2015 C-463\/14, EU:C:2015:542, HFR 2015, 987, Rz&nbsp;38&nbsp;ff.; vgl. auch BFH-Urteile vom 11.&nbsp;Oktober 2007 V&nbsp;R&nbsp;69\/06, BFHE 219, 287, BFH\/NV 2008, 322, unter II.2.b, Rz&nbsp;23&nbsp;ff.; vom 29.&nbsp;Oktober 2008 XI&nbsp;R&nbsp;59\/07, BFHE 223, 493, BFH\/NV 2009, 324, unter II.2.d&nbsp;bb, Rz&nbsp;25).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Bei den Leistungen des Kl&auml;gers handelt es sich &#8211;entgegen der Auffassung des FG&#8211; nicht um &quot;Leistungen im Zusammenhang mit einem Grundst&uuml;ck&quot; i.S. des &sect;&nbsp;3a Abs.&nbsp;3 Nr.&nbsp;1 UStG. Davon gehen die deutsche und wohl auch die franz&ouml;sische Finanzverwaltung zu Recht &uuml;bereinstimmend aus.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Eine sonstige Leistung wird nach &sect;&nbsp;3a Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 UStG &#8211;u.a. vorbehaltlich der Abs&auml;tze&nbsp;2 und 3&#8211; an dem Ort ausgef&uuml;hrt, von dem aus der Unternehmer sein Unternehmen betreibt. Wird die sonstige Leistung von einer Betriebsst&auml;tte ausgef&uuml;hrt, gilt die Betriebsst&auml;tte als der Ort der sonstigen Leistung (&sect;&nbsp;3a Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 UStG). Eine sonstige Leistung, die an einen Unternehmer f&uuml;r dessen Unternehmen ausgef&uuml;hrt wird, wird &#8211;u.a. vorbehaltlich des Absatzes&nbsp;3&#8211; an dem Ort ausgef&uuml;hrt, von dem aus der Empf&auml;nger sein Unternehmen betreibt (&sect;&nbsp;3a Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 UStG).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table class=\"Rsp\">\n<tr>\n<th colspan=\"2\" rowspan=\"1\" valign=\"top\"><\/th>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"2\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">b) Abweichend von &sect;&nbsp;3a Abs.&nbsp;1 und 2 UStG gilt nach &sect;&nbsp;3a Abs.&nbsp;3 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 UStG eine &quot;sonstige Leistung im Zusammenhang mit einem Grundst&uuml;ck&quot; als dort ausgef&uuml;hrt, wo das Grundst&uuml;ck liegt. Als sonstige Leistungen im Zusammenhang mit einem Grundst&uuml;ck sind nach &sect;&nbsp;3a Abs.&nbsp;3 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 UStG insbesondere anzusehen:<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\">a)&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">sonstige Leistungen der in &sect;&nbsp;4 Nr.&nbsp;12 UStG bezeichneten Art,<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\">b)&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">sonstige Leistungen im Zusammenhang mit der Ver&auml;u&szlig;erung oder dem Erwerb von Grundst&uuml;cken,<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\">c)&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">sonstige Leistungen, die der Erschlie&szlig;ung von Grundst&uuml;cken oder der Vorbereitung, Koordinierung oder Ausf&uuml;hrung von Bauleistungen dienen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table class=\"Rsp\">\n<tr>\n<th colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\"><\/th>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">c) Unionsrechtliche Grundlage von &sect;&nbsp;3a Abs.&nbsp;3 Nr.&nbsp;1 UStG ist Art.&nbsp;47 MwStSystRL. Dieser lautet wie folgt:<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">&quot;Als Ort einer Dienstleistung im Zusammenhang mit einem Grundst&uuml;ck, einschlie&szlig;lich der Dienstleistungen von Sachverst&auml;ndigen und Grundst&uuml;cksmaklern, der Beherbergung in der Hotelbranche oder in Branchen mit &auml;hnlicher Funktion, wie zum Beispiel in Ferienlagern oder auf einem als Campingplatz hergerichteten Gel&auml;nde, der Einr&auml;umung von Rechten zur Nutzung von Grundst&uuml;cken sowie von Dienstleistungen zur Vorbereitung und Koordinierung von Bauleistungen, wie z.&nbsp;B. die Leistungen von Architekten und Bauaufsichtsunternehmen, gilt der Ort, an dem das Grundst&uuml;ck gelegen ist.&quot;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Nach der Rechtsprechung des EuGH zu Art.&nbsp;9 der Sechsten Richtlinie 77\/388\/EWG des Rates vom 17.&nbsp;Mai 1977 zur Harmonisierung der Rechtsvorschriften &uuml;ber die Umsatzsteuern (Richtlinie 77\/388\/EWG), der Vorg&auml;ngerregelung des Art.&nbsp;47 MwStSystRL, fallen nur diejenigen Dienstleistungen unter Art.&nbsp;47 MwStSystRL, die einen ausreichend direkten Zusammenhang mit einem Grundst&uuml;ck aufweisen (vgl. EuGH-Urteil Inter-Mark Group vom 27.&nbsp;Oktober 2011 C-530\/09, EU:C:2011:697, BStBl II 2012, 160, Rz&nbsp;30). Au&szlig;erdem ist erforderlich, dass Gegenstand der Dienstleistung das Grundst&uuml;ck selbst ist (vgl. EuGH-Urteile Heger vom 7.&nbsp;September 2006 C-166\/05, EU:C:2006:533, Umsatzsteuer-Rundschau 2006, 632, Rz&nbsp;25; RR Donnelley Global Turnkey Solutions Poland vom 27.&nbsp;Juni 2013 C-155\/12, EU:C:2013:434, Deutsches Steuerrecht\/Entscheidungsdienst &#8211;DStRE&#8211; 2013, 1015, Rz&nbsp;35&nbsp;ff.). Diese Rechtsprechung gilt f&uuml;r die Art.&nbsp;44 bis 59 MwStSystRL weiter (EuGH-Urteile Welmory vom 16.&nbsp;Oktober 2014 C-605\/12, EU:C:2014:2298, HFR 2015, 88, Rz&nbsp;37&nbsp;ff., 40, 47; SMK vom 30.&nbsp;April 2015 C-97\/14, EU:C:2015:290, DStRE 2015, 998, Rz&nbsp;31 bis 33).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Das ordnungsgem&auml;&szlig;e Funktionieren und die einheitliche Auslegung des gemeinsamen Mehrwertsteuersystems verbieten es, Begriffe in Art.&nbsp;9 Abs.&nbsp;2 und Art.&nbsp;13 der Richtlinie 77\/388\/EWG je nachdem, ob sie in der einen oder in der anderen Vorschrift verwendet werden, unterschiedlich zu bestimmen (vgl. EuGH-Urteil Swiss Re Germany Holding vom 22.&nbsp;Oktober 2009 C-242\/08, EU:C:2009:647, BStBl II 2011, 559, Rz&nbsp;31&nbsp;ff.). Deshalb kann &#8211;soweit dieselben Begriffe verwendet werden&#8211; auf die Rechtsprechung des EuGH zu den Steuerbefreiungen auch im Rahmen der Bestimmung des Leistungsorts zur&uuml;ckgegriffen werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Nach der Rechtsprechung des EuGH setzt eine &quot;Vermietung und Verpachtung von Grundst&uuml;cken&quot; voraus, dass dem Mieter vom Vermieter eines Grundst&uuml;cks auf bestimmte Zeit gegen eine Verg&uuml;tung das Recht einger&auml;umt wird, dieses Grundst&uuml;ck in Besitz zu nehmen und jede andere Person von diesem Recht auszuschlie&szlig;en (vgl. EuGH-Urteile Fonden Marselisborg Lystbadehavn vom 3.&nbsp;M&auml;rz 2005 C-428\/02, EU:C:2005:126, BFH\/NV 2005, Beilage&nbsp;3, 175, Rz&nbsp;30&nbsp;f., betreffend &Uuml;berlassung eines Bootsliegeplatzes; Walderdorff vom 6.&nbsp;Dezember 2007 C-451\/06, EU:C:2007:761, HFR 2008, 197, Rz&nbsp;17, 22, betreffend Einr&auml;umung eines Fischereirechts). Der Betrieb eines Golfplatzes umfasst nicht nur die passive Zurverf&uuml;gungstellung eines Gel&auml;ndes, sondern au&szlig;erdem u.a. eine Vielzahl gesch&auml;ftlicher T&auml;tigkeiten des Dienstleistenden wie Aufsicht, Verwaltung und st&auml;ndige Unterhaltung sowie die Zurverf&uuml;gungstellung anderer Anlagen, so dass die Vermietung des Golfplatzes &#8211;sofern nicht ganz besondere Umst&auml;nde vorliegen&#8211; nicht die ausschlaggebende Dienstleistung darstellen und deshalb nicht nach Art.&nbsp;13 Teil&nbsp;B Buchst.&nbsp;b der Richtlinie 77\/388\/EWG steuerfrei sein kann (EuGH-Urteil Stockholm Lind&ouml;park vom 18.&nbsp;Januar 2001 C-150\/99, EU:C:2001:34, BFH\/NV 2001, Beilage&nbsp;1, 44, Rz&nbsp;26; s.a. EuGH-Urteil R&eacute;gie communale autonome du stade Luc Varenne vom 22.&nbsp;Januar 2015 C-55\/14, EU:C:2015:29, HFR 2015, 298, zu einem Fu&szlig;ballstadion).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Danach ist das FG zu Unrecht davon ausgegangen, es liege eine &quot;Leistung im Zusammenhang mit einem Grundst&uuml;ck&quot; vor. Die Einr&auml;umung einer Spielberechtigung auf einem Golfplatz weist keinen ausreichend direkten Zusammenhang mit einem Grundst&uuml;ck auf. Gegenstand der Dienstleistung ist n&auml;mlich nicht das Grundst&uuml;ck selbst, weil die Spielberechtigung sich nicht auf die &Uuml;berlassung eines bestimmten Grundst&uuml;cks (Golfplatz) oder eines bestimmten Teils desselben zu einer (vom &quot;Mieter&quot; zu bestimmenden) Nutzung bezieht, sondern nur auf die Einr&auml;umung des Rechts, auf den Golfpl&auml;tzen mit den dort vorhandenen Vorrichtungen eine bestimmte sportliche T&auml;tigkeit auszu&uuml;ben, n&auml;mlich Golf zu spielen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Dies f&uuml;hrt jedoch &#8211;entgegen der Auffassung des FA&#8211; nicht zur Anwendung des &sect;&nbsp;3a Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 UStG; denn der Ort der Leistungen liegt &#8211;wovon nach Mitteilung des FA auch die franz&ouml;sische Finanzverwaltung zu Recht ausgeht&#8211; an dem oder den Ort(en) der Spielberechtigung, das hei&szlig;t vorliegend (nur) teilweise in Deutschland und teilweise (auch) in Frankreich (&sect;&nbsp;3a Abs.&nbsp;3 Nr.&nbsp;3 Buchst.&nbsp;a UStG, Art.&nbsp;54 MwStSystRL).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Nach &sect;&nbsp;3a Abs.&nbsp;3 Nr.&nbsp;3 Buchst.&nbsp;a UStG in der seit 1.&nbsp;Januar 2011 geltenden Fassung des Art.&nbsp;4 Nr.&nbsp;4 Buchst.&nbsp;c des Jahressteuergesetzes 2010 vom 8.&nbsp;Dezember 2010 (BGBl I 2010, 1768) werden u.a. sportliche Leistungen sowie die damit zusammenh&auml;ngenden T&auml;tigkeiten, die f&uuml;r die Aus&uuml;bung der Leistungen unerl&auml;sslich sind, an einen Empf&auml;nger, der weder ein Unternehmer ist, f&uuml;r dessen Unternehmen die Leistung bezogen wird noch eine nicht unternehmerisch t&auml;tige juristische Person, der eine Umsatzsteuer-Identifikationsnummer (USt-IdNr.) erteilt worden ist, dort ausgef&uuml;hrt, wo sie vom Unternehmer tats&auml;chlich erbracht werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table class=\"Rsp\">\n<tr>\n<th colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\"><\/th>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">aa) In der Gesetzesbegr&uuml;ndung (BTDrucks 17\/2249, S.&nbsp;74, zu Buchst.&nbsp;c Doppelbuchst.&nbsp;bb) hei&szlig;t es dazu:<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">&quot;Es handelt sich um die Umsetzung verbindlichen Unionsrechts &#8230; Die Regelung entspricht Artikel&nbsp;54 MwStSystRL in der Fassung von Artikel&nbsp;3 der Richtlinie 2008\/8\/EG&quot; (des Rates vom 12.&nbsp;Februar 2008 zur &Auml;nderung der Richtlinie 2006\/112\/EG bez&uuml;glich des Ortes der Dienstleistung, Amtsblatt der Europ&auml;ischen Union &#8211;ABlEU&#8211; Nr.&nbsp;L&nbsp;44\/11 &#8211;Richtlinie 2008\/8\/EG&#8211;).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>33<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>&sect;&nbsp;3a Abs.&nbsp;3 Nr.&nbsp;3 Buchst.&nbsp;a UStG ist daher &#8211;trotz seines nicht v&ouml;llig identischen Wortlauts&#8211; i.S. des Art.&nbsp;54 MwStSystRL richtlinienkonform auszulegen (vgl. ebenso zur fr&uuml;heren Rechtslage BFH-Urteile vom 23.&nbsp;September 1993 V&nbsp;R&nbsp;132\/89, BFHE 172, 240, BStBl II 1994, 272, unter 2., Rz&nbsp;8; vom 1.&nbsp;Dezember 2010 XI&nbsp;R&nbsp;27\/09, BFHE 232, 560, BStBl II 2011, 458, Rz&nbsp;48; BFH-Beschluss vom 4.&nbsp;April 2012 V&nbsp;B&nbsp;78\/11, BFH\/NV 2012, 1195, Rz&nbsp;7).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>34<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Nach Art.&nbsp;54 MwStSystRL i.d.F. ab 1.&nbsp;Januar 2011 (Art.&nbsp;3 der Richtlinie 2008\/8\/EG) gilt als Ort einer Dienstleistung sowie der damit zusammenh&auml;ngenden Dienstleistungen an einen Nichtsteuerpflichtigen betreffend T&auml;tigkeiten u.a. auf dem Gebiet des Sports, einschlie&szlig;lich der Erbringung von Dienstleistungen der Veranstalter solcher T&auml;tigkeiten, der Ort, an dem diese T&auml;tigkeiten tats&auml;chlich ausge&uuml;bt werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>35<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(1) Die in Art.&nbsp;54 MwStSystRL genannten Leistungen sind insbesondere dadurch gekennzeichnet, dass sie sich an eine Vielzahl von Empf&auml;ngern richten, n&auml;mlich an alle Personen, die in unterschiedlicher Weise an T&auml;tigkeiten auf dem Gebiet der Kultur, der K&uuml;nste, des Sports, der Wissenschaften, des Unterrichts oder der Unterhaltung teilnehmen (vgl. EuGH-Urteil Kronospan Mielec vom 7.&nbsp;Oktober 2010 C-222\/09, EU:C:2010:593, BFH\/NV 2010, 2377, Rz&nbsp;24).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>36<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(2) Au&szlig;erdem fallen unter die besondere Ortsregelung des Art.&nbsp;54 MwStSystRL nicht nur Leistungen, die sich auf die dort genannten T&auml;tigkeiten beziehen, sondern alle jene Leistungen, die zwar selbst keine solche T&auml;tigkeit darstellen, aber mit ihr zusammenh&auml;ngen und f&uuml;r ihre Aus&uuml;bung unerl&auml;sslich sind, ohne dass darauf abzustellen w&auml;re, wer die T&auml;tigkeit aus&uuml;bt (vgl. EuGH-Urteil Dudda vom 26.&nbsp;September 1996 C-327\/94, EU:C:1996:355, BStBl II 1998, 313, Rz&nbsp;25, 28 bis 30). Der Einwand des FA, der leistende Unternehmer m&uuml;sse Leistungen auf dem Gebiet des Sports aus&uuml;ben, greift deshalb nicht durch.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>37<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(3) Das Unionsrecht verlangt nur, dass &quot;T&auml;tigkeiten&quot; u.a. &quot;auf dem Gebiet des Sports&quot; ausge&uuml;bt werden; dass eine &quot;wirtschaftliche T&auml;tigkeit&quot; auf dem Gebiet des Sports ausge&uuml;bt wird, setzt das Unionsrecht gerade nicht voraus.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>38<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Hinweis des FA in diesem Zusammenhang auf die Rechtslage bei Messen und Ausstellungen rechtfertigt kein anderes Ergebnis: Nach Auffassung des EuGH in der Rechtssache Inter-Mark Group (EU:C:2011:697, BStBl II 2012, 160, Rz&nbsp;24&nbsp;ff.) kann die Errichtung eines Stands eine Messe- oder Ausstellungsleistung sein, wenn der Stand f&uuml;r eine bestimmte Messe oder Ausstellung zu einem Thema aus dem Bereich der Kultur, der K&uuml;nste, des Sports, der Wissenschaften, des Unterrichts, der Unterhaltung oder einem &auml;hnlichen Gebiet errichtet wird. Daf&uuml;r kommt es nicht darauf an, dass der Leistende (Standbauer) eine Messe- oder Ausstellungsleistung erbringt; denn der Leistende vermietet an sich nur bewegliche Gegenst&auml;nde (EuGH-Urteil Inter-Mark Group, EU:C:2011:697, BStBl II 2012, 160, Rz&nbsp;28). Wenn der Leistungsempf&auml;nger Nichtsteuerpflichtiger ist, liegt mithin ein Fall des Art.&nbsp;54 MwStSystRL vor, ohne dass der Leistende oder der Leistungsempf&auml;nger eine solche Leistung erbringt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>39<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) &sect;&nbsp;3a Abs.&nbsp;3 Nr.&nbsp;3 Buchst.&nbsp;a UStG ist auch nicht auf Leistungen bei Veranstaltungen beschr&auml;nkt (vgl. EuGH-Urteil RAL (Channel Islands) u.a. vom 12.&nbsp;Mai 2005 C-452\/03, EU:C:2005:289, BFH\/NV 2005, Beilage&nbsp;4, 302, Rz&nbsp;30&nbsp;ff., zum Betrieb von Geldspielautomaten in einer Spielhalle; BFH-Urteil vom 3.&nbsp;Juni 2009 XI&nbsp;R&nbsp;34\/08, BFHE 226, 369, BStBl II 2010, 857, unter II.2.a&nbsp;cc, Rz&nbsp;23 und 26; Abschn.&nbsp;3a.6 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;5 des Umsatzsteuer-Anwendungserlasses &#8211;UStAE&#8211;; a.A. W&auml;ger in S&ouml;lch\/Ringleb, Umsatzsteuer, &sect;&nbsp;3a Rz&nbsp;159; Stadie in Rau\/ D&uuml;rrw&auml;chter, Umsatzsteuergesetz, &sect;&nbsp;3a Rz&nbsp;344, 362).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>40<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Gemessen daran liegen im Streitfall die Voraussetzungen des &sect;&nbsp;3a Abs.&nbsp;3 Nr.&nbsp;3 Buchst.&nbsp;a UStG vor.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>41<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Zu den f&uuml;r die Aus&uuml;bung des Golfsports (vgl. zu Golf als Sport EuGH-Urteil Bridport and West Dorset Golf Club vom 19.&nbsp;Dezember 2013 C-495\/12, EU:C:2013:861, HFR 2014, 180, Rz&nbsp;21; BFH-Urteile vom 3.&nbsp;April 2008 V&nbsp;R&nbsp;74\/07, BFHE 221, 451, BFH\/NV 2008, 1631, unter II.3.a, Rz&nbsp;30; vom 2.&nbsp;M&auml;rz 2011 XI&nbsp;R&nbsp;21\/09, BFHE 233, 269, BFH\/NV 2011, 1456, Rz&nbsp;29) unerl&auml;sslichen Leistungen z&auml;hlt u.a. die &Uuml;berlassung von Golfpl&auml;tzen (vgl. EuGH-Urteile Canterbury Hockey Club und Canterbury Ladies Hockey Club vom 16.&nbsp;Oktober 2008 C-253\/07, EU:C:2008:571, HFR 2009, 87, Rz&nbsp;28; Bridport and West Dorset Golf Club, EU:C:2013:861, HFR 2014, 180, Rz&nbsp;21; BFH-Urteile in BFHE 221, 451, BFH\/NV 2008, 1631, unter II.3.b&nbsp;bb, Rz&nbsp;36; vom 5.&nbsp;August 2010 V&nbsp;R&nbsp;54\/09, BFHE 231, 289, BStBl II 2011, 191, Rz&nbsp;26; in BFHE 233, 269, BFH\/NV 2011, 1456, Rz&nbsp;32; vom 18.&nbsp;August 2011 V&nbsp;R&nbsp;64\/09, HFR 2012, 784, Rz&nbsp;23; vom 10.&nbsp;November 2011 V&nbsp;R&nbsp;41\/10, BFHE 235, 554, BFH\/NV 2012, 670, Rz&nbsp;30; vom 16.&nbsp;Oktober 2013 XI&nbsp;R&nbsp;34\/11, BFHE 243, 435, BFH\/NV 2014, 460, Rz&nbsp;47).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>42<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Die Kunden des Kl&auml;gers waren keine Unternehmer, die die Spielberechtigung f&uuml;r ihr Unternehmen bezogen haben &#8211;was die Anwendung des &sect;&nbsp;3a Abs.&nbsp;3 Nr.&nbsp;3 Buchst.&nbsp;a UStG ausschl&ouml;sse&#8211;, sondern private Golfspieler. Davon ist das FG zu Recht ausgegangen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>43<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Denn aufgrund der Art der Ums&auml;tze erscheint ein Leistungsbezug f&uuml;r das Unternehmen im Normalfall ausgeschlossen (vgl. dazu Stadie, UStG, 3.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;3a Rz&nbsp;76; Abschn.&nbsp;3a.2 Abs.&nbsp;11a Satz&nbsp;4, 8.&nbsp;Spiegelstrich UStAE).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>44<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zudem entspricht diese Beurteilung der Vermutungsregelung des Art.&nbsp;18 Abs.&nbsp;2 der Durchf&uuml;hrungsverordnung Nr.&nbsp;282\/2011 des Rates vom 15.&nbsp;M&auml;rz 2011 zur Festlegung von Durchf&uuml;hrungsvorschriften zur Richtlinie 2006\/112\/EG &uuml;ber das gemeinsame Mehrwertsteuersystem &#8211;MwSt-DVO&#8211; (ABlEU Nr.&nbsp;L&nbsp;77\/1), die in allen ihren Teilen verbindlich ist und unmittelbar in jedem Mitgliedstaat gilt (Art.&nbsp;288 Abs.&nbsp;2 des Vertrags &uuml;ber die Arbeitsweise der Europ&auml;ischen Union &#8211;AEUV&#8211;). Danach gilt: Sofern dem Dienstleistungserbringer (hier: dem Kl&auml;ger) keine gegenteiligen Informationen vorliegen, kann er davon ausgehen, dass ein in der Gemeinschaft ans&auml;ssiger Leistungsempf&auml;nger den Status eines Nichtsteuerpflichtigen hat, wenn er nachweist, dass Letzterer ihm seine USt-IdNr.&nbsp;nicht mitgeteilt hat (vgl. dazu auch Abschn.&nbsp;3a.2 Abs.&nbsp;9 Satz&nbsp;9 UStAE; Huschens, Umsatzsteuer- und Verkehrsteuer-Recht 2011, 220, 222, unter II.3.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>45<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Der Senat weicht mit dieser Auffassung nicht vom BFH-Urteil in BFHE 232, 560, BStBl II 2011, 458 und vom BFH-Beschluss in BFH\/NV 2012, 1195 ab, weil sich die Rechtslage ge&auml;ndert hat. Der ge&auml;nderten nationalen Vorschrift liegt eine ge&auml;nderte Richtlinienbestimmung zugrunde, die der Gesetzgeber umsetzen wollte. Die besondere Ortsregelung gilt nur noch f&uuml;r Leistungen an Nichtsteuerpflichtige. Die fr&uuml;here Beurteilung, die Regelung gelte nur f&uuml;r Leistungen &quot;zwischen Mehrwertsteuerpflichtigen&quot;, passt nicht mehr auf eine solche Regelung; sie w&auml;re sonst ohne Anwendungsbereich.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>46<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>5. Die Vorentscheidung stellt sich danach im Ergebnis als richtig dar (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;4 FGO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>47<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>6. Nach Auffassung des Senats bestehen angesichts der bereits vorliegenden Rechtsprechung des EuGH keine Zweifel i.S. des Art.&nbsp;267 AEUV an der Auslegung der anzuwendenden unionsrechtlichen Bestimmungen (vgl. zu den Voraussetzungen: EuGH-Urteile CILFIT vom 6.&nbsp;Oktober 1982 C-283\/81, EU:C:1982:335, Neue Juristische Wochenschrift 1983, 1257, Rz&nbsp;21; Intermodal Transports vom 15.&nbsp;September 2005 C-495\/03, EU:C:2005:552, HFR 2005, 1236; Gaston Schul Douane-expediteur vom 6.&nbsp;Dezember 2005 C-461\/03, EU:C:2005:742, HFR 2006, 416); insbesondere stimmt die Auffassung des Senats mit der Auffassung der franz&ouml;sischen Steuerbeh&ouml;rden &uuml;berein, so dass keine Kompetenzkonflikte (Doppelbesteuerung oder doppelte Nichtbesteuerung) drohen, die die Art.&nbsp;43&nbsp;f., 54 MwStSystRL vermeiden wollen. Der vom FA angeregten Einholung eines Vorabentscheidungsersuchens bedarf es deshalb nicht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>48<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>7. Die Kostenentscheidung folgt aus &sect;&nbsp;135 Abs.&nbsp;1 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 12.10.2016, XI R 5\/14ECLI:DE:BFH:2016:U.121016.XIR5.14.0 Zum Leistungsort bei Einr&auml;umung der Berechtigung, auf mehreren Golfpl&auml;tzen im In- und Ausland Golf zu spielen Leits&auml;tze 1. Die Einr&auml;umung der Berechtigung, auf einem Golfplatz Golf zu spielen, ist keine &quot;sonstige Leistung im Zusammenhang mit einem Grundst&uuml;ck&quot; i.S. des &sect; 3a Abs. 3 Nr. 1 UStG.&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; 2. R&auml;umt &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/xi-r-5-14-zum-leistungsort-bei-einraeumung-der-berechtigung-auf-mehreren-golfplaetzen-im-in-und-ausland-golf-zu-spielen\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">XI&nbsp;R&nbsp;5\/14 &#8211; Zum Leistungsort bei Einr&auml;umung der Berechtigung, auf mehreren Golfpl&auml;tzen im In- und Ausland Golf zu spielen<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-66834","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/66834","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=66834"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/66834\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=66834"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=66834"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=66834"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}